Der 24-jährige Italo-Amerikaner Frankie Zito erwischt seine Freundin mit seinem Bruder auf dem Küchentisch und braucht eine neue Wohnung. Der Schauspieler und Choreopgraph Warren wurde von seinem Freund verlassen und sucht nun einen neuen Mitbewohner. In der Anzeige, die dessen Nachbar Terry heimlich aufgibt, wird ein GWM gesucht, also ein "gay white male". Frankie versteht das als hetero gründlich falsch und wird als "guy with money" vorstellig.
Von nun an gilt es, in komödiantischen Situationen gegenseitige Vorurteile abzubauen. Als Frankie dann auch noch seine Neigungen zur Schauspielerei entdeckt, muss er sich damit auseinandersetzen, dass es auch so etwas wie schwule Rollenangebote gibt...
Die
Eröffnung von Kiss Me, Guido stellt sogleich eine Verbundenheit
zwischen den unterschiedlichen Minoritäten her. Sowohl die Homos als
auch die Italo-Amis hören gerne klassische Disco-Musik, und die Begrüßungskuss-Rituale
ähneln sich ebenfalls. Ansonsten freilich leben Frankie und Warren
in verschiedenen Welten. Hängen bei dem Pizzabäcker – wenn schon
Klischee, dann richtig – Fußball-Poster der italienischen Nationalmannschaft
an der Wand, so gibt es bei Warren nur deshalb Actionfilm-Plakate zu sehen,
weil er in selbigen mitspielte. Bei den Italienstämmigen drehen sich
die Konversationen eher um Goldkettchen als darum, wer nun top
oder bottom sein könnte, wie bei den Homos des Films. Und
wie wir es erwartet haben, sind die einen heterophob, die anderen homophob.Kiss Me, Guido kann viele gute Einfälle vorweisen und funktioniert als massentaugliche multi-kulti Komödie, leider müssen wir Bedenken anmelden, über die wir in unserem Trend-Artikel Küss mich oder geh zur Hölle! berichten.
Küss
mich oder geh zur Hölle!
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