Park | 10.01.06
Seit zwölf oder dreizehn Jahren wohne ich am Volkspark Friedrichshain, wenn auch immer in anderen Wohnungen, an jeweils unterschiedlichen Seiten. Der Park war, als er 1848 eröffnet wurde, die erste kommunale Parkanlage in Berlin. Das angegliederte Krankenhaus entstand 1868-74 nach Plänen von Martin Gropius und der Märchenbrunnen (1913) ist sicher einer der schönsten Brunnen in der Stadt. Leider ist er seit Jahren außer Betrieb. Es fehlt das Geld, sowohl für den Betrieb als auch für die Sanierung der Figuren. Vor nicht allzu langer Zeit hatte 'Schärfkes Freizeitcafe', das man nur eine Institution nennen kann, im Park das Gastronomie-Monopol. Im Winter gab es dort Glühwein und im Sommer Bier und Eis. Heute trägt das große Café im Zentrum des Parks einen anderen Namen. Das Angebot ist etwas größer und es ist auch nicht mehr das einzige. Ganz in der Nähe vom Café steht die Büste von Friedrich II, dem Namenspaten des Parks und des Bezirks. Man hat sie erst vor einigen Jahren aufgestellt, weil man bei Erdarbeiten die Marmorsäule gefunden hat, auf der die verschollene Originalbüste einst stand. Am Denkmal der Deutsch-Polnischen Freundschaft im Norden des Parks ist eines der letzten DDR-Embleme der Stadt angebracht. Von vielen Stellen im Stadtbezirk kann man den Park sehen, weil seine Berge, beide aus Kriegstrümmern aufgeschüttet, weit sichtbar sind. Der große, genannt 'Mont Klamott', bildet mit 78 m die höchste Erhebung des Stadtbezirks.
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