unter den linden | 12.12.05
Das, was hier wie ein schlechter Photoshopfilter aussieht, ist in Wirklichkeit ein Stück Lindenbaum. Eine Linde von den vielen, die sich in der Straße Unter den Linden befinden und die allesamt auf diese Weise mit Lichterketten geschmückt sind. Bis zum vieren Advent bleibt die Beleuchtung an, genauso lange wie auch der Weihnachtsmarkt geöffnet ist. Insbesondere, wenn man die Straße mit dem Auto passiert, ist der Anblick umwerfend. Es ist, als würde man in ein künstlich geschaffenes Lichtermeer hineinfahren, in eine Computerwelt der Spezialeffekte, wo man den Dingen jeden Rahmen verleihen kann, den man sich denken kann - eben auch einen aus Licht. Seit vier Jahren sind die Linden in jedem Dezember so aufwändig beleuchtet. In der Regel folgt dem ganzen ein Streit, wer nun eigentlich die horrenden Stromkosten trägt, die dabei anfallen. Aber ganz ehrlich: Der Spaß ist es wert! In diesem Jahr leidet die eindrucksvolle Lichterpracht ein wenig unter den vielen Baustellen. Ein großer Teil der Straße ist aufgerissen, der Verkehr wird immer wieder umgeleitet, die Fußwege sind teilweise oder ganz gesperrt und die schöne Promenade in der Mitte ist durch Bauzaune abgesperrt. Aber auch das wird ein Ende haben. Nächstes Jahr im Juni ist die ganze Bauerei in der Stadt vorbei und nächstes Jahr im Dezember haben wir, sofern sich ein Sponsor findet, wieder freie Sicht auf die beleuchteten Linden.
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