weihnacht | 29.09.05
Es weihnachtet sehr. Wurde ja auch Zeit! Nach dem wunderbaren Spätsommer kann man eigentlich nur mit Vorfreude auf schlechtere Zeiten blicken. Weil nun aber der Herbst nicht wirklich viel zu bieten hat (von Nachtfrost, Novemberregen und Tag der Einheit mal abgesehen), wird gleich zum Winter vorgespult. Womit wir beim Thema wären: Vor zwei Wochen hat der Weihnachtsdevotionalienhandel begonnen. Die Läden sind voll mit Pfefferkuchen, Christstollen und Schokoweihnachtsmännern. Adventskalender gibt es lustigerweise auch schon. Ich habe irgendwo gehört, Pfefferkuchen und Stollen würden erst dann richtig gut werden, wenn man sie schon jetzt kauft und dann bis zum Fest liegen lässt. Das erstaunt, denn ich bin mir sicher, dass das Backwerk so mit Emulgatoren, Stabilisatoren und Farbstoffen angereichert ist, dass sich an dessen Zustand noch nicht mal etwas ändern würde, wenn man es fünf Jahre in der Sonne liegen ließe. Und eine weitere Schwierigkeit drängt sich auf: Bei mir würde das Zeug nämlich erst gar nicht so alt werden. Niemals könnte ich all die Leckereien drei Monate sich selbst überlassen. Und da bin ich mit Sicherheit nicht die Einzige, weshalb ich den Verdacht nicht los werde, dass es sich bei Pfefferkuchen im Spätsommer um eine äußerst clever eingefädelte Marketingstrategie der Betrüger von 'Du darfst', 'Slimfast' & Co. handelt. Und es ist im Übrigen genau diese Vermutung, die mich bisher standhaft bleiben lässt. So hat die Sache doch noch ihr Gutes.
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