netzliteratur | 13.09.05

Endlich, nach erneut überdimensionierter Recherche, viel zu viel Nachdenken und jeder Menge Selbstzweifeln, hab ich einen weiteren Schritt geschafft, um dieses Studium zuende zu bringen. Ich wollte den Text schon vor vier Wochen fertig haben, aber nun ist es, wie es ist. Über Netzliteratur hab ich geschrieben und im Gegensatz zu sonst, mag ich das Thema auch noch nach Abgabe der Arbeit. Was Netzliteratur nun ist? Schwer zu sagen. Irgendwas mit hundertzehn Fußnoten. Nein, ganz im Ernst: Ich werde mich hüten, das Ergebnis monatelangen Überlegens und wochenlangen Schreibens und Kürzens in einem Absatz oder gar einem Satz preiszugeben. Der Text kann demnächst hier» eingesehen werden.

Vielleicht soviel: Das Netz auf dem Bild ist ein Glasdach. Es befindet sich in London und überspannt den Innenhof des British Museums. In diesem Innenhof befindet sich einer der berühmtesten Bibliotheksbauten der Welt: Der alte Kuppellesesaal der British Library. Jeder, der im viktorianischen England Rang und Namen hatte, hat hier gearbeitet. Museum und Lesesaal wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut, das Dach wurde 1996 durch Norman Foster ergänzt. Eine erstaunliche Symbiose zwischen alt und neu, zwischen Technik und Literatur. Ein Netz über die Literatur gespannt, ein Literaturnetz. Und darunter, im Lesesaal, vielleicht Netzliteratur.