JAG-10
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Jagdfliegerausbildungsgeschwader 10
(1956 - 1963)

Standort:  Kamenz

           Bezirk Dresden (heute: Land Sachsen)

Kommandeure:

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08.09.1956 - 10.12.1956

Major Zieris Josef (Führung durch den Kommandeur der Fliegerschule)
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10.12.1956 - 1959

Hauptmann Richter Henry
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1959 - 1960

Major Rabe Helmut
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1960 - 25.11.1963

Major Tietz Werner (noch FW-190-Flieger am Ende des 2. Weltkrieges, anerkennend „Weißer Büffel“ genannt),

Die Hauptaufgabe des JAG-10 war die Anfangsausbildung der Flugschüler auf Motorflugzeugen. Vorgänger: des JAG-10 war die  Fliegerausbildungsstaffel der Fliegerschule der Verwaltung der Aeroklubs, mit dem Kommandeur Hauptmann Kurt Bemme. Diese verunglückte als Copilot des ersten deutschen Düsenverkehrsflugzeuges "152" bei dessen Absturz im März 1959 tödlich . Im Jahr 1955 begannen die ersten drei Flugzeugführerlehrgänge der Fliegerschule ihre theoretische bzw. fliegerische Anfangsausbildung auf der Jak-18. Ein Jahr später wurde die fliegerische Ausbildung des 1. Flugzeugführer-Lehrgangs (FFL) zeitweilig auf den Flugplätzen Preschen, Schkeuditz / Leipzig und Brandenburg / Briest auf dem Schuljagdflugzeug Jak-11 fortgeführt, da die Basis Kamenz nicht ausreichend war. Der 2. und der 3. FFL begannen ihre theoretische Ausbildung. Zum 2. Lehrgang gehörte der spätere Fliegerkosmonaut der DDR, Sigmund Jähn. 1962 wurde mit der Nachtflugausbildung des fliegenden Stammpersonales auf dem Flugzeug Jak-18A begonnen


Treffen des 1. bis 3. Flugzeugführerlehrganges von 1955 am 25. März 2011 in
Kamenz.

Diese Seite stellt eine Zusammenfassung und Ergänzung der Chronik der OHS dar:

08.09.1956 Bildung des Fliegerausbildungsgeschwaders 1 (FAG-1) auf dem Flugplatz Kamenz mit Übernahme der Fliegerschule als „Fliegerschule der Luftstreitkräfte“ in die NVA
1959 Umbenennung des FAG-1 in FAG-10
1960 Verleihung der Truppenfahne
1961 Umbenennung in JAG-10
25.10.1963 Auflösung des JAG-10 und des FTB-10 in Kamenz.

 

Flugzeugtypen

1955 31 Schulflugzeuge Jak-18
1957 4 Übungsjagdflugzeuge Jak-11
1 Schulflugzeug Jak-18U mit Bugrad
(Einstellung der Ausbildung auf der Jak-11)
1959 Schulflugzeug Jak-18A mit Triebwerk AI-14R mit 191 kW gegenüber dem Vorgängertriebwerk M-11FR mit 118 kW

In den Grundsätzen des Kommandos der LSK/LV vom 11. Juli 1963 zur Bildung der Offiziersschule der LSK/LV war das JAG-10 nicht mehr vorgesehen. Für die fliegerische Ausbildung auf dem 1963 im JAG-25 in Dienst gestellten Strahltrainer L-29 war eine Motorflugerfahrung nicht unbedingt notwendig. Zudem hatte die Motorflugausbildung in der "Gesellschaft für Sport und Technik" (GST) inzwischen ein hohes Niveau erreicht. Die Luftstreitkräfte benötigten daher kein eigenes Geschwader für die Anfangsausbildung auf Motorflugzeugen mehr.

verwendete Literatur
 
Die Page entstand mit dankenswerter Unterstützung durch:
Dr. Herbert Bellanger
 (Initiativgruppe zur Geschichte OHS der LSK/LV),

Dr. Hans Rost
 (4. 650 Flugstunden, 1. Flugzeugführerlehrgang, Fluglehrer im JAG-10 bis zu dessen Auflösung, danach Fluglehrer L-29 in Bautzen)
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Militärflugplätze der NVA