Kirchen | 23.04.06
In unmittelbarer Nachbarschaft haben wir zwei Kirchen, die stehen fast gegenüber. Eine ist katholisch und wenn der Wind günstig bzw. ungünstig steht, dann wecken uns ihre Glocken am Sonntag Morgen. Die andere, die auf dem Bild, ist evangelisch. Sie wurde 1892 - 1895 auf dem Gelände des ehemaligen Armenfriedhofs gebaut und war einst eine prächtige dreischiffige Kirche mit einem immerhin 77 Meter hohen Turm. Woher sie ihren Namen 'Auferstehungskirche' hat, ist nicht bekannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche zerstört, was übrig blieben, waren einige Nebenbauten und ein kopfloser Turm. 1961 wurde die Kirche neu geweiht. Das Gotteshaus wich nun völlig von der ursprünglichen Form ab und die Innenausbauten waren alles andere als fertig und wurden auch nie vollendet. Der Innenraum blieb, bis auf ein Altarfenster, schmucklos.
Um die Kirche vor dem erneuten Verfall zu retten, hat man sie in den Jahren 2000 bis 2002 erneut restauriert. Sie haben den Kirchenresten ein Glasdach aufgesetzt und sie zu einem Tagungszentrum umgebaut. Vermutlich waren für Tagungszentren gerade Fördermittel da, nicht aber für denkmalgeschützte Kirchenüberreste. Aber eigentlich ist das ein guter Deal, denn die Kirche ist immer noch Gemeindehaus und es finden auch noch Konzerte und Gottesdienste statt. Der Turm ist nach wie vor amputiert und wird es wohl für immer bleiben. |