Als Pippis Vater, Capitän Langstrumpf, bei einem Unwetter auf hoher See über Bord gespült wird, begibt sich das selbstbewusste Mädchen auf den Nachhauseweg zu der verlassenen Villa Kunterbunt in ein schwedischen Dörfchen, um auf den Seemann zu warten, der, fett wie er nun einmal ist, auf dem Wasser treibend zwangsläufig irgendwann an Land gespült werden wird. Kleiner Onkel und Herr Nilsson, Pferd und Affe, hat sie mitgenommen. Während sich die Nachbarskinder Annika und Tommy über die erstaunliche Abwechslung von nebenan freuen, ist die sich zu wichtig nehmende Frau Prysselius um das Konventionen sprengende Kind besorgt, und treibt die Dorfpolizisten Kling und Klang dazu an, Pippi in ein Kinderheim zu stecken. Ärger kommt auch noch von den beiden Banditen Donner-Karlsson und Bloom, die hinter der Goldtruhe der Langstrumpfs her sind...
Realverfilmungen
von Zeichentrickserien (Flintstones – Die Familie Feuerstein)
und Zeichentrickfilmen (demnächst ein realer Asterix und Obelix
- Film) machen ebenso Sinn wie Zeichentrickserien von Realfilmen (Ghostbusters).
Was aber um alles in der Welt hat dazu bewogen, das bereits realverfilmte
Originalbuch über 30 Jahre später noch einmal zu animieren? Über
ein weiteres Abenteuer hätten wahrscheinlich selbst die mittlerweile
erwachsen gewordenen Fans der schlauen Göre sich gefreut. Wozu aber
wieder bei Adam und Eva anfangen und keine neue Geschichte erzählen?
Die Magie der 60er Jahre Kinderfilme vermag der neue Zeichentrickfilm denn
auch nicht einzufangen. Also ist der Film für die neuen Weltenbürger
gut geeignet, die mehr als Buch und Tonträger bisher noch nicht gesehen
und gehört haben. Als solches ist der Film recht solide gemacht und
wartet mit neuen Tricktechniken auf, ohne computerunterstützte Elemente
so unwirklich abzuheben wie unglücklich geschehen in Die
Furchtlosen Vier. Spaß bringt natürlich auch der
neue Pippi Langstrumpf, die gute alte Pippi-Abwechslung von
den meisten anderen Mädchenbildern in Zeichentrickfilmen ist immer
wieder inspirierend. ("Keinem gehöre ich.")