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Festigung des Wissens für CMAS *** ---  Praxis, Technik, Planung, Rettung

Tauchgangsplanung

Du planst Tauchgänge in einem sehr kalten Bergsee (1200 m ü.N.N) mit folgenden Daten:

  • um 10:30 Uhr einen Tauchgang von 23 min auf 24 m
  • um 15:30 Uhr einen weiteren Tauchgang von 20 min auf 18 m
  • AMV  20 l/min

Berechnung: Tabelle Deco 2000 701-1500 ü.N.N.
Bedingt durch das sehr kalte Gewässer wird die nächsthöhere Zeitstufe abgelesen!!!

Tauchgang 1
23 min auf 24m ==> 
WG: E

23 min * 3,4 bar * 20 l/min/1bar = 1564 l
Aufstieg 3 min * 3,4 bar * 20 l/min/1bar = 204 l
Dekostufe 3 m 4 min * 1,3 bar * 20 l/min/1bar = 104 l
gesamt : 1872 l
Für Tauchgang 1 werden 1872 l Luft gebraucht => 1872 l/(200-50) = 12,48 Liter
=> Flaschengröße mindestens Doppel-7 oder 15 Liter. 

Tauchgang 2
20min auf 18m,  ==>
ZZ: 13min, dann ==>WG: F

20 min * 2,8 bar * 20 l/min/1bar = 1120 l
Aufstieg 2 min * 2,8 bar * 20 l/min/1bar = 112 l
Dekostufe 3 m 3 min * 1,3 bar * 20 l/min/1bar = 78 l
gesamt : 1310 l
Für Tauchgang 2 werden 1310 l Luft gebraucht => 1310 l / (200-50) = 8,73 Liter
=> Flaschengröße mindestens 10 Liter. 

Gesamtluft 3182 l


Retten eines bewusstlosen Tauchers

Retten an die Oberfläche:

  • Erkennen der Situation, Gruppe aufmerksam machen, Handeln!
  • Stabilisieren: eventuell Jacket leicht aufblasen, um geringen Auftrieb zu erzeugen
  • Atemregler bleibt wo er ist (wenn er sich im Mund befindet, muss er dort sicher fixiert werden),
  • Kopf muss überstreckt sein,
  • Tarierschläuche müssen bedient werden können,
  • Instrumente müssen abgelesen werden können
  • der Bewusstlose darf nicht aus dem Griff herausrutschen können.
  • Einleiten, gleichmäßiges Tarieren beider Jackets, kontrollierter Aufstieg,
    der Rest der Gruppe steigt parallel mit auf, gibt evtl. Hilfestellung bei Schwierigkeiten.

an der Oberfläche:

  • Bewusstlosen an der Oberfläche stabilisieren, Jacket soweit aufblasen wie nötig (evtl. Bleigurt abwerfen),
    Kopf muss über Wasser sein,
    Notsignal (Signalpfeife, Handzeichen) zum Boot,
    Verteilung der Aufgaben (wer geht ins Boot; wer schleppt, zieht; wer übernimmt die Ausrüstung etc.)
  • Gruppe bringt als Team den Bewusstlosen durch Schleppen und Schieben zum Schiff
  • Wenn nicht genügend Helfer an Bord sind:
    • kurz vor Erreichen des Schiffes schwimmt der Stärkste aus der Gruppe vor, bringt seine Ausrüstung an Bord und ist dann zuständig, den Verunfallten über die Leiter oder mit einer Rettungsschlinge auf das Schiff zu bringen
    • die restliche Gruppe schwimmt ebenfalls zum Schiff und versorgt dort die Ausrüstung des Bewusstlosen.
  • am Boot Bewusstlosen von Ausrüstung befreien.

an Bord:

  • Diagnose der Lebensfunktionen,
  • entsprechende HLW-Maßnahmen
    (je nach Erfordernis: Atemspende, Herzmassage, Sauerstoffgabe, Stabile Seitenlage, Schocklagerung);
  • Notruf vom Kapitän in der Landessprache,
  • schnellstmöglichen Transport zu einer geeigneten medizinischen Behandlungsstätte veranlassen.
  • Unfallprotokoll ausfüllen und dem Verunfallten mitgeben

Sicherheitsvorkehrungen

für Nacht-, Eis-, Apnoe-, Boots-, Schlauchboot-, Wrack-, Trockentauch-, Anfängertauchgänge
sollten bekannt sein :-)
(Ausrüstung. Briefing, Notfallausrüstung,Rettungskette, mentale, physische, ausbildungstechnische Voraussetung, ...)


Apnoe- und Gerätetauchen

bei Mix-TG :

Zuerst die Apnoetauchgänge durchführen, dann den Gerätetauchgang.
Bei anderer Reihenfolge besteht die Gefahr eines Deko-Unfalls. Die beim Gerätetauchen durch Vorsättigung mit Stickstoff entstehenden Mikrobläschen können durch Anstrengung und Bewegung, sowie durch schnelle Aufstiege beim Apnoetauchen vergrößert werden und Dekosymptome hervorrufen.
Zwischen zwei Tauchgängen: keine Apnoeabstiege!

mögliche Gefahren bei Apnoe - Training:

  1. Dekounfall, wenn mit entsprechender Stickstoffvorsättigung getaucht wird
  2. Barotraumen beim Abstieg (Maske, Ohr, Lunge...)
  3. Orientierungsverlust
  4. Krampf (bevorzugt in der Wade)
  5. Übertriebener Ehrgeiz, zu große Tiefe
  6. verspätet einsetzender Atemreiz, dadurch zu langer Aufenthalt, erhöhte Sauerstoffausschöpfung
  7. Verfangen in Führungsleine, Netze, Angelschnüre
  8. Gefahr durch Überhänge oder Grotten
  9. Verletzung durch Meerestiere oder Korallen
  10. Barotraumen beim Aufstieg (z.B. durch Infekte)
  11. Blackout
  12. Kollision beim Auftauchen
  13. Schnorchel noch im Mund beim Erreichen der Wasseroberfläche

Tauchen mit Nitrox

siehe hier


Ausrüstung

  • Tarierhilfen
    • Vorteile, Nachteile, Einsatz verschiedener Jackets (ADV, Wings, ...)

  • erfasste Werte eines modernen Tauchcomputer mit adaptivem Rechenmodell sind:
    • Luftdruck
    • Wassertemperatur
    • Druck im Gerät
    • Temperatur der Atemluft in der ersten Stufe
    • Wasserdruck
    • Zeit
  • vereisungsame Atemregler
  • Konstruktion

    • Materialien mit guter Wärmeleitung (in 1. und 2. Stufe)
    • große Querschnitte und Radien, gratfrei (in 1. und 2. Stufe)
    • Teflon beschichtete Kontaktflächen
    • Atemluft nicht durch den bewegten Kolben strömen lassen
    • bewegliche Teile vom Wasser trennen (Wasserkammer mit Gefrierschutzflüssigkeit füllen)
    • Wasserkammer mit Luft freiblasen (Sherwood-Prinzip)
    • großflächige Sinterfilter

    Vorbeugende Maßnahmen

    • bei einer Außentemperatur unter 0° C kurzer Aufenthalt in der Kälte, Atemregler möglichst frühzeitig in Wasser einbringen und beim zwischenzeitlichen Auftauchen nicht aus dem Wasser nehmen. Über Wasser nicht aus dem Lungenautomaten atmen.
    • gut getrocknete Atemluft (gewarteter Kompressor)
    • ruhiges Atmen
    • zwei getrennte Atemregler an separaten Ventilen!
    • Inflator für Taucherweste oder Jacket wird am zweiten Atemregler angeschlossen.
    • Beim Tauchen mit dem Trockentauchanzug wird der hinzukommende Inflator am Hauptatemregler angeschlossen, um a) eine getrennte Luftentnahme zu haben und b) beim Versagen (Vereisen) eines Atemreglers noch über ein Tariersystem zu verfügen.
    • Wechselatmung vermeiden
    • keine hohe Luftentnahme wie gleichzeitiges Atmen und Inflator benutzen,
      „Luftdusche“ nicht betätigen, um evtl. eine Hebeboje befüllen
    • keine tiefen Tauchgänge (Luftlieferleistung steigt)

    Verhalten bei vereistem Atemregler

    • Umsteigen auf zweiten Atemregler
    • Situation dem Tauchpartner signalisieren (abblasenden Atemregler zeigen)
    • das richtige Flaschenventil des abblasenden Atemregler zuverlässig finden und schließen (Mitteldruckschlauch verfolgen)
    • in wärmere Wasserschichten auftauchen.
    • Austauchen unter Einhaltung aller Aufstiegsregeln (Deko, Aufstiegsgeschwindigkeit, Sicherheitsstop)
    • wenn möglich keine Wechselatmung (Gefahr, dass auch der letzte Atemregler vereist)
  • technische Voraussetzungen zum Befüllen
    • gültiger TÜV
    • ordentlicher und unauffälliger Zustand (kein Rost,..)
    • Restdruck von 10 bar, Bauartzulassung am Ventil ,
    • im Verein ordnungsgemäße Buchführung der Füllungen (Filterwechsel, Standzeiten etc.)
    • jährliche ordnungsgemäße Überprüfung der Füllschläuche
    • jährliche Unterweisung und schriftliche Bestätigung
    • bei mobilen Kompressoren Windrichtung und mögliche
    • Schadgasansaugung beachten
    • regelmäßig Wasser- und Ölabscheider entleeren

    und Transport von DTG

    • Transport laut GGVS, in einem geeigneten, gesicherten Transportschutz (Schutzbügel, Kappe, Kiste) transportieren, gegen Herumfallen oder Verrutschen gesichert (Ladungssicherung),
    • Ventil vor Beschädigung schützen.
    • Grüner Gefahrgutaufkleber, Gefahrenklassenaufkleber „Druckluft“
    • kein offenes Feuer beim Be- und Entladen

 

 


 
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