Indonesientagung des EMS, Vielfalt in Einheit. Indonesiens Ethnien im Wandel, Stuttgart, 14.-16. Oktober 2005 Friedrich-Ebert-Stiftung: Von der Katastrophe zur Konfliktlösung? Der Friedensprozess in Sri Lanka und Aceh ein Jahr nach dem Tsunami - Pakistan zwei Monate nach dem Erdbeben, Berlin, 7. Dezember 2005
Eine ausführliche Dokumentation der Tagungsbeiträge findet
sich im Dokumentationsbrief Indonesien 5/2005, der beim EMS bestellt werden
kann (Vogelsangstr. 62, 70197 Stuttgart, Tel. 0711/636 78-62, e-mail: info@ems-online.org)
und zum Download bereit steht unter:
http://www.ems-online.org/fileadmin/download/Doku_Infobriefe/Indonesien/Dokubrief_Indonesien5_05.pdf
Ein Bericht von Sven Hansen zu den Ergebnissen der Konferenz ist zu finden unter: http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/WORLDWIDE/ASIEN/BERICHTE/BERICHTE2005/TSUNAMIHANSEN1205.PDF
Die Broschüre zur Konferenz „A New Dynamic for Peace? Post-Tsunami
Reconstruction and its Impact on Conflict Resolution. Case studies from
India, Indonesia, Sri Lanka and Thailand” ist erhältlich unter:
http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/WORLDWIDE/ASIEN/BERICHTE/BERICHTE2005/BROSCHUERETSUNAMI11.05.PDF
„Durch die weltweite Hilfsbereitschaft wurde eine Katastrophe nach der Katastrophe verhindert. Doch die große Herausforderung des Wiederaufbaus liegt noch vor uns“, sagte Dietrich Garlichs, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. In Aceh sollen bis Ende des Jahres 150 von 200 geplanten Behelfsschulen fertig gestellt sein. Anfang 2006 beginnt UNICEF mit dem Bau von 200 Gesundheitszentren. In den kommenden drei Jahren sollen 300 neue erdbebensichere Schulen gebaut und 200 beschädigte Schulen wieder hergestellt werden.
UNICEF Deutschland erhielt für die Opfer der Flutkatastrophe in Asien insgesamt 99 Millionen Euro, von denen 53,1 Millionen Euro für die Sofort- und mittelfristige Hilfe eingesetzt wurden und der Rest ab 2006 in den langfristigen Wiederaufbau für Kinder in allen betroffenen Ländern fließen soll.
Insgesamt rund 74,5 Millionen Euro an Spenden und öffentlichen
Zuschüssen haben die fünf deutschen Hilfswerke, die im Bündnis
„Gemeinsam für Menschen in Not – Entwicklung hilft!“ zusammengeschlossen
sind, für die Tsunami-Flutopferhilfe eingesetzt. Die Bündnisorganisationen
„Brot für die Welt“, Deutsche Welthungerhilfe, medico international,
Misereor und terre des hommes arbeiten in den vom Tsunami betroffenen Regionen
mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Damit sei sichergestellt, dass
nur solche Maßnahmen unterstützt werden, die der Bevölkerung
unmittelbar zugute kommen. Gefördert werden Projekte zur Wiederherstellung
der Existenzgrundlagen von Fischer-, Bauern- und Handwerkerfamilien. Weitere
Schwerpunkte bilden der Wiederaufbau von Häusern und Schulen sowie
von Wasserversorgung und Sanitäreinrichtungen. Darüber hinaus
unterstützen die Bündnisorganisationen die psychosoziale Betreuung
vor allem von Kindern, die bei der Flutkatastrophe ihre Angehörigen
verloren hatten. Für Sofort- und Wiederaufbauhilfe in der besonders
hart betroffenen indonesischen Provinz Aceh stellten die Bündnisorganisationen
mit rund 33,28 Millionen Euro den größten Anteil der Hilfsgelder
zur Verfügung.
Mit einer Soforthilfe von rund einer Million Euro unterstützte
Malteser International nachhaltige Hilfsmaßnahmen und den Übergang
zur Wiederaufbauphase. Im ersten Jahr des Wiederaufbaus betreute Malteser
International über 65 Projekte in Indonesien, Sri Lanka, Indien und
Thailand. Bisher wurden die Projekte mit 8,7 Millionen Euro von insgesamt
30 Millionen Spendengeldern finanziert.
In Indonesien wird vor allem der Wiederaufbau von Gesundheitsstrukturen
und Fischerdörfern gefördert. In allen Gebieten sind in den nächsten
Jahren weitere Hilfsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen
Euro in Planung.
VN-Welternährungsprogramm: http://www.wfp.org
UNICEF: http://www.unicef.de/3141.html
Für die UNICEF-Information: „Ein Jahr nach dem Tsunami“ siehe
Kurzhinweise
Bündnis „Gemeinsam für Menschen in Not – Entwicklung hilft!:
http://www.entwicklung-hilft.de/presse/05-12-02.html
Für eine detaillierte Bilanz und Beschreibung der Projektförderungen
der einzelnen Organisationen s. http://www.entwicklung-hilft.de
Malteser Hilfsdienst: http://www.malteser.de/1.08.Aktuelles/1.08.01.Presse_Center/1.08.01.01Presseinfos/presse2000.asp?Anzeige=Yes&Index1=367
Osttimors Präsident Xanana Gusmão hatte sich bei der Übergabe des 2.500 Seiten starken Berichts gegen die Empfehlungen der Wahrheitskommission gewandt und eine Veröffentlichung zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt. Eine „sofortige“ Verbreitung ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben. „Die Rede Präsident Gusmãos entzieht der Kommission die politische Unterstützung und stellt sie so ins Abseits“, kommentiert Monika Schlicher von Watch Indonesia!. Die Wahrheitskommission hatte die Aufgabe, die während der indonesischen Besetzung zwischen 1974 und 1999 begangenen Menschenrechtsverbrechen zu untersuchen, Versöhnungsprozesse durchzuführen und einen Abschlussbericht vorzulegen. „Folgt das Parlament der von Präsident Xanana Gusmão vorgegebenen Linie, so werden die in die Kommission gesetzten Hoffnungen zerstört, insbesondere die der Opfer und ihrer Familien. Wenn die Wahrheit über Unrecht und Gewalt folgenlos bleibt, bestärkt dies die Macht der Täter und lässt die Opfer ein weiteres Mal ohnmächtig und verletzt zurück“, sagte Daniel Bogner von der Deutschen Kommission Justitia et Pax.
Das International Center for Transitional Justice (ICTJ) betont die wichtige Funktion des Abschlussberichtes als Gedächtnisstütze für die bisherige Straflosigkeit der Täter von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. „Der Bevölkerung von Osttimor darf nicht das Recht auf die volle Wahrheit über die Besatzungszeit entzogen werden“, sagt Eduardo Gonzales vom ICTJ. Er mahnt weiter an, dass „jede Verzögerung der Veröffentlichung als Unfähigkeit zu werten ist, der Vergangenheit adäquat zu begegnen und die Straflosigkeit der Täter in Indonesien und Osttimor unterstützt“.
Nur durch eine Veröffentlichung, so heißt es in der Erklärung von amnesty international, sei gewährleistet, dass die im Bericht ausgesprochenen Empfehlungen und aufgelisteten Menschenrechtsverletzungen ernst genommen werden und sowohl die Regierung Osttimors als auch die internationale Gemeinschaft dem Recht der Opfer auf Gerechtigkeit und Versöhnung nachkommen.
Es sei von immenser Bedeutung, die Ergebnisse des Berichts breit in Osttimor bekannt zu machen, damit die Menschen sich eine eigene Meinung bilden können, betont das Catholic Institute for International Relations (CIIR). Präsident Gusmão hatte u.a. argumentiert, die Empfehlungen des Berichts der Wahrheitskommission könnten dazu benutzt werden, um die Menschen zu manipulieren.
MISEREOR, missio, Deutsche Kommission Justitia et Pax und Watch Indonesia!:
Deutsche Version: http://www.watchindonesia.org/CAVRdt.htm
Englische Version: http://www.watchindonesia.org/CAVR.htm
Indonesische Version: http://www.watchindonesia.org/CAVRind.htm
ICTJ: http://www.ictj.org/downloads/timor.nov28.pdf
Amnesty International: http://web.amnesty.org/library/Index/ENGASA570052005
CIIR East Timor: http://www.ciir.org/Templates/Internal.asp?NodeID=92391
In diesem Zusammenhang fordert Rettet den Regenwald die Bundesregierung und die EU- Kommission auf: keine Vernichtung von Regenwald für Biokraftstoffe!
http://www.regenwald.org/rdr_neu/pressemitteilungen.php?id=15
„Die Deutsche Bank wird sich als Financial Advisor nicht mehr an der Firmenübernahme beteiligen. Damit sind wir jetzt einen Schritt weiter als bisher. Das Projekt liegt nicht bloß auf Eis. Wir arbeiten an dem Thema endgültig nicht mehr weiter“, so Michael Hölz. Auf Druck von Umweltorganisationen hatte die Deutsche Bank am 8. Dezember gegenüber ROBIN WOOD und anderen zugesagt, ihr Engagement zunächst auf Eis zu legen. Nachdem dann jedoch bekannt geworden war, dass am 10. Dezember ein Vorvertrag für die Übernahme des Zellstoffwerkes Kiani Kertas durch UFS und die Deutsche Bank abgeschlossen worden war, wandten sich ROBIN WOOD, Rettet den Regenwald, urgewald und Global 2000 erneut in einem Protestschreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bank. Für den 21. Dezember waren bundesweite Protestaktionen angekündigt. Die Rückzugsmeldung verlautbare Umweltmanager Michael Hölz am Morgen desselben Tages.
http://www.umwelt.org/robin-wood/german/presse/index-051221.htm
http://www.umwelt.org/robin-wood/german/presse/051209.htm
Weitere Infos: http://www.watchindonesia.org/Deutsche_Bank.htm
Aus dem Inhalt des Riesenwerkes, dass der Übertrag West Papuas durch die Niederlande an die UNO-Verwaltung (UNTEA) im Oktober 1962 unter massiven Druck der USA stattgefunden hatte. Nach nur 7 Monaten, am 1. Mai 1963, wurde West Papua der Republik Indonesien angegliedert. Das UN-Referendum von 1969, in dem die Papuas für oder gegen den Anschluss an Indonesien wählen sollten, war weder demokratisch noch frei verlaufen. 1025 zum Teil willkürlich von den indonesischen Autoritäten ernannte Wahlmänner, und nicht etwa alle Erwachsenen der zu jener Zeit etwa 800.000 Papuas, stimmten unter massiver Einschüchterung bzw. finanzieller Einflussnahme für Indonesien. Die UNO schaute dem Possenspiel tatenlos zu und legitimierte den Ausgang.
Professor Drooglever präsentierte sein Werk am 15. November in
der Königlichen Bibliothek in Den Haag. Am späten Nachmittag
wurde dem ehemaligen Außenminister der Niederlande, J. van Aartsen,
der nach einer Anfrage im Rahmen der parlamentarischen Debatte über
das Budget des Außenministeriums im Dezember 1999 die Studie beim
Institut für Niederländische Geschichte bzw. Prof. Drooglever
in Auftrag gegeben hatte, das Buch überreicht. In seiner Ansprache
betonte Van Aartsen, dass diese Studie auf der einen Seite die Pflicht
der Niederlande zur historischen Aufarbeitung seiner Kolonialgeschichte
– und dazu gehört selbstverständlich auch die Rolle Hollands
beim Übertrag West Papuas – bezeuge, auf der anderen Seite werde dieses
Geschichtswerk aber keinen Einfluss auf die Außenpolitik der Niederlande
gegenüber Indonesien haben.
/Uwe Hummel
ungekürzte Meldung s. http://www.vemission.org/west_papua_netzwerk/nachrichten/nachrichten2005/einf166_05-11-17.html
Drooglever, P.J.: Een Daad van Vrije Keuze: De Papoea's van Westelijke
Nieuw-Guinea en de grenzen van het zelfbeschikkingsrecht. [Ein Akt der
Freien Entscheidung. Die Papuas von West-Neuguinea und die Grenzen ihres
Selbstbestimmungsrechts, auf Niederländisch], Verlag Boom, Amsterdam,
2005. ISBN 9085061784, Preis Euro 45 plus Versandkosten
Weitere Informationen:
zu Buch, Bestellmöglichkeit, Projekt und Autor:
http://www.inghist.nl/Nieuws/Actueel/06AFC
http://www.inghist.nl/Instituut/Medewerker/PieterDrooglever
Am 7. Dezember 2005 trafen sich über 120 kommunale Entscheidungsträger, Vertreter von Hilfsorganisationen und kommunalen Spitzenverbänden sowie von Bildungsakteuren und Wirtschaftsunternehmen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, sich über Projekte auszutauschen und Zukunftsperspektiven zu erarbeiten. „Ich bin tief beeindruckt, wie viele Bürgerinnen und Bürger bereits weitere Benefizaktionen für das nächste Jahr planen und so die langfristigen Partnerschaften schaffen“, so Christina Rau.
1.300 Hilfeanbieter haben sich bisher bei der Servicestelle der Partnerschaftsinitiative InWEnt in Bonn gemeldet, und den meisten konnte mit Hilfe der Partnerschaftsbüros an den deutschen Botschaften ein Wiederaufbauprojekt in den Flutregionen vermittelt werden, so die positive Bilanz der Partnerschaftsinitiative. Rund 300 sehr unterschiedliche Projektpartnerschaften sind inzwischen angelaufen. Es gibt zahlreiche Haus- und Schulbauprojekte, vor allem in Sri Lanka und Indonesien. In Thailand sind mehrere Krankenhauspartnerschaften ins Leben gerufen worden. In allen betroffenen Ländern haben Partner aus Deutschland Kauf oder Reparatur von Fischerbooten und andere „Hilfe zur Selbsthilfe“ gefördert. Den meisten Hilfeanbietern hat die Partnerschaftsinitiative eine Hilfsorganisation als Kooperationspartner vermittelt. Diese gute Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen sei für den Erfolg der Wiederaufbauprojekte unerlässlich. Christina Rau dankte den deutschen Partnern für ihr großes Engagement und Interesse an den Menschen in Süd- und Südostasien.
BMZ: http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/20051208_Tsunami/
BMZ-Flyer: Ein Jahr nach der Tsunami-Katastrophe – eine Zwischenbilanz
des deutschen Beitrags zum Wiederaufbau:
http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/20051208_Tsunami/flyer.pdf
BMZ Broschüre: Zwischenbilanz des deutschen Beitrags zum Wiederaufbau:
http://www.bmz.de/de/presse/aktuelleMeldungen/20051208_Tsunami/broschuere.pdf
Partnerschaftsinitiative:
http://www.partnerschaftsinitiative.de/presse/presse-pmdreizehn.html
http://www.partnerschaftsinitiative.de/presse/presse-pzwoelf.html
Servicestelle Partnerschaftsinitiative, InWEnt: Ein Jahr nach dem Tsunami.
Kommunale Partnerschaften flankieren den nachhaltigen Wiederaufbau, Stand
Dezember 2005
und: Statistik der Servicestelle: Statistik über die registrierten
Angebote aus Deutschland sowie die vermittelten Bedarfe, Stand 7.12.2005:
http://www.partnerschaftsinitiative.de/presse/presse-start.html
Die Autorin weist darauf hin, wie Veröffentlichungen dieser Gruppe mit Bezug auf den Molukken-Konflikt die Termini „Juden“, „Christen“, „Kreuzfahrer“, „Zionisten“ und „Amerikaner“ in austauschbarer Weise verwendeten. Verschiedene Printmedien wie etwa die Zeitung „Republika“ übernahmen solche Veröffentlichungen zum Teil ungeprüft.
Die Haltung der US-Regierung unter Präsident Bush, die für sich beansprucht, „das Richtige“ bzw. „das Gute“ zu vertreten und dabei Muslime als „die anderen“ ausgrenzt, bedingt, dass sich diese Ausgegrenzten gegen ihre Marginalisierung zur Wehr setzen.
http://www.eastwestcenter.org/reurl.asp?url=stored/pdfs/PS018%2Epdf
http://www.eastwestcenter.org/reurl.asp?url=stored/pdfs/PS020%2Epdf
Betroffen von Diskriminierungen sind besonders religiöse Minderheiten, deren Religion nicht offiziell anerkannt ist, das heißt Menschen, die weder eine islamische, noch eine katholische, protestantische, buddhistische oder hinduistische Glaubenszugehörigkeit haben. Beispielsweise sind Anhänger des Konfuzianismus bei der Registrierung von Eheschließungen oder Geburten oftmals der Willkür staatlicher Institutionen ausgesetzt. NGOs fordern deshalb die Streichung der Religionskategorie auf Ausweisen.
Die Praxis des Islam in Indonesien wurde im Berichtszeitraum als überwiegend tolerant wahrgenommen. Aceh blieb die einzige Provinz, in der Scharia-Gerichtshöfe existieren. Die US-Regierung führte eigenen Angaben zufolge verschiedene Programme zur Förderung von Religionsfreiheit und interreligiöser Toleranz durch und ergriff auch Maßnahmen, der indonesischen Bevölkerung ihren Respekt vor dem Islam kund zu tun.
http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2005/51512.htm
Eine der heftigsten Auseinandersetzungen im jungen Staat entbrannte im Februar 2005, als die Regierung den Religionsunterricht aus dem Lehrplan strich. Der Plan sah vor, Religionsunterricht zukünftig als freiwilliges Wahlfach außerhalb des regulären Unterrichts anzubieten - und ohne staatliche Unterstützung. Dies stieß bei der Kirche auf heftige Ablehnung. Nachdem die katholische Kirche über drei Wochen Demonstrationen mit mehr als 10.000 Teilnehmern organisiert hatte, die größten seit der Unabhängigkeit, wurde die Entscheidung zurückgenommen. Gleichzeitig wurde ein Beratungsgremium aus Mitgliedern der Regierung und religiöser Organisationen eingerichtet, dem auch Mitglieder der protestantischen und muslimischen Gemeinschaften angehören.
http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2005/51510.htm
Vereinbarungsgemäß öffneten sich mit nur wenigen Tagen Verspätung die Tore der indonesischen Gefängnisse, in denen Mitglieder und Anhänger der GAM inhaftiert waren. Noch umstritten ist das Schicksal einiger Gefangener, die wegen krimineller Delikte einsitzen. Irwandi Yusuf, Sprecher der GAM, beziffert deren Zahl auf 116 und fordert ihre bedingungslose Freilassung.
Die Reintegration ehemaliger Kombattanten der GAM und die Umsetzung der in Helsinki getroffenen politischen Vereinbarungen stellen nach Ansicht der ICG die größten noch zu meisternden Hürden dar. Um sicherstellen zu können, an wen Reintegrationshilfen geleistet werden, fordert die indonesische Seite Namenslisten der 3.000 begünstigten ehemaligen Kämpfer der GAM. Diese zeigt sich jedoch bislang nicht bereit, persönliche Daten auszuhändigen. Das gegenseitige Vertrauen der beiden ehemaligen Konfliktparteien bedarf noch erheblicher Verbesserung.
Zur Umsetzung der vereinbarten politischen Konsequenzen aus dem Helsinki-Prozess bedarf es einer gesetzlichen Regelung durch das nationale Parlament in Jakarta. Ein unter Beteiligung der Zivilgesellschaft vom Provinzparlament in Aceh eingebrachter Gesetzentwurf liegt bereits vor. Als kritische Punkte identifiziert die ICG die Regelungen bezüglich der Bildung lokaler Parteien sowie die neuerlich (wieder) aufgekommene Diskussion um eine Teilung der Provinz.
Die aus Vertretern der EU und des ASEAN gebildete internationale Beobachtungsmission AMM (Aceh Monitoring Mission) genießt bei allen Beteiligten großes Vertrauen. Das zunächst auf sechs Monate befristete Mandat der AMM läuft jedoch zum 15. März 2006 ab. Es wird befürchtet, dass noch ausstehende Schritte zur Implementierung des Friedensabkommens nach Abzug der AMM nicht mehr ganz so reibungslos vonstatten gehen werden.
http://www.crisisgroup.org/home/index.cfm?l=1&id=3831
Monika Schlicher: Le Timor oriental fait face à son histoire
- le travail de la Commission d’accueil, de vérité et de
réconciliation, Missio, Droits de l’homme 25, Aachen 2005
Hardcopy:
http://www.missio-aachen.de/angebote-medien/shop/menschenrechte/25OsttimorF.asp#0
Online Version:
http://www.missio-aachen.de/Images/25%20OsttimorF_tcm14-36797.pdf
Monika Schlicher: Osttimor stellt sich seiner Vergangenheit - Die Arbeit
der Empfangs-, Wahrheits- und Versöhnungskommission, erschienen in
der Reihe missio Menschenrechte (ISSN 1618-6222)
Gedruckte Ausgabe (Best. Nr. 600 281) kostenlos online zu bestellen
unter:
http://www.missio-aachen.de/angebote-medien/shop/menschenrechte/25OsttimorD.asp#0
Online Version:
http://home.snafu.de/Osttimor_Vergangenheit.pdf
Richard Chauvel: Constructing Papuan Nationalism: History, Ethnicity,
and Adaptation, East-West Center Washington, Policy Studies, No. 14
http://www.eastwestcenter.org/reurl.asp?url=stored/pdfs/PS014%2Epdf
Anthony Bulbao & Greg Fealy: Between The Global And The Local. Islamism,
The Middle East, And Indonesia. The Brookings Project On U.S. Policy Towards
The Islamic World, Analysis Paper Number 9, Oktober 2005
http://www.brookings.edu/dybdocroot/fp/saban/analysis/20051101bubalo_fealy.pdf
The Asia Foundation: The Aceh Rehabilitation and Reconstruction Appraisal
(ARRA). Complete Findings Report. Phase 1: Health and Education Services,
Housing, Distribution of Survival Allowances, Restoration of Ownership
Documents, and Economic Recovery, November 2005
http://www.asiafoundation.org/pdf/ARRA_report.pdf
UNICEF-Information: Ein Jahr nach dem Tsunami: Ein Wiederaufbau für die Kinder. Erfolgreiche Nothilfe – langfristiger Wiederaufbau, 30. November 2005 http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/presse/fotomaterial/Erdbeben_Asien/Info_Tsunami_2005.pdf
Anett Keller: Frieden für Aceh? Perspektiven nach dem Abkommen
zwischen indonesischer Regierung und GAM, Friedrich-Ebert-Stiftung, Kurzberichte
aus der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, Asien und Pazifik,
November 2005
http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/WORLDWIDE/ASIEN/KURZBERICHTE/KBINDONESIEN11.05KELLER.PDF
Henning Effner: Islamische Bildung und Erziehung an Koranschulen in
Süd- und Südostasien: Problemfelder und Reformansätze, Friedrich-Ebert-Stiftung
Indonesien, Oktober 2005
http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/WORLDWIDE/ASIEN/BERICHTE/BERICHTE2005/INDONESIEN1005_KORANSCHULEN.PDF
Johannes Herrmann: Unter dem Schatten von Garudas Schwingen. Chancen
und Probleme nationaler Integration in Indonesien. Geschichte, Ideologie,
Religion, Recht, Wettenberg 2005. 276 Seiten, 20 Euro
Das Buch kann über den Buchhandel oder direkt beim Autor (mail@jhjj.de,
Tel. 0641/8778712) bestellt werden. Weitere Informationen zum Buch und
eine Leseprobe unter:
http://www.jhjj.de
Diakonie-Katastrophenhilfe: Tsunami 2004. Dokumentation
http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/downloads/DKH_tsunami-dokumentation.pdf
Hrsg: Watch Indonesia! in Zusammenarbeit mit Umverteilen! – Stiftung
für eine solidarische Welt
Redaktion: Alex Flor, Marianne Klute, Monika Schlicher, Monique
Szodruch, Petra Stockmann, Tia Mboeik
Der Infodienst wird unterstützt aus Mitteln des Evangelischen
Entwicklungsdienstes (EED)
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