Infid wurde 1985 als offenes und pluralistisches Netzwerk von NGOs aus Indonesien, anderen Mitgliedstaaten des CGI (Consultative Group for Indonesia) und anderen Ländern mit Interesse an Indonesien errichtet. INFID ist ein Instrument zur Kommunikation der NGOs innerhalb und außerhalb Indonesiens zur Förderung von Politiken zur Abschaffung struktureller Armut und zur Verbesserung der Bedingungen der armen und benachteiligten Bevölkerung.
Ziele:
Das Bestreben zur Sicherung der Formulierung und Implementierung von Politiken, nach denen die Entwicklungshilfe, Investitionen und der Handel im Interesse der armen und benachteiligten Bevölkerung verwendet werden und aauf Prinzipien von Frieden un Gerechtigkeit basieren.
Bedingungen zu schaffen, die die Stärkung des demokratischen Lebens durch die Vergrößerung der Partizipation der Bevölkerung an der Entwicklung Indonesiens erlauben sowie durch den Zugang zu ihr und ihrer Kontrolle.
Als integraler Bestandteil der Entwicklung erhalten die sozialen, ökonomischen, kulturellen und politischen Menschenrechte ein besonders Gewicht.
Mandat und Mitglieder
Zu den Mitgliedern von INFID gehören mehr als 100 NGOs. Die alle zwei Jahre abgehaltene Konferenz ist die entscheidungsfindende Körperschaft und bietet eine Plattform für Kontakte und Dialog mit Regierungen, multilateralen Entwicklungseinrichtungen und anderen internationalen Einrichtungen. Das INFID-Sekretariat erhält sein Mandat von der Konferenz. Permanente Körperschaften des Verbandes sind die Steuerungskomittees innerhalb der Länder.
Aktuelle Themen und Prioritäten
INFID hat die Aufgabe, Informationen über multilaterale und bilaterale Projekte unter der betroffenen Bevölkerung, den NGOs und anderen interessierten Gruppen zu verbreiten, den Dialog, Beratungen und Treffen zu fördern zwischen den Akteuren bei den Projekten sowie die Bildung von Lobbies zu unterstützen, und, wenn bei problematischen Projekten nötig, auch Interessen zu verteidigen.
Aktivitäten in bezug auf die Stärkung der zivilen Gesellschaft und alternative Entwicklung beinhalten Studien, die generell Menschenrechtsthemen berühren z.B. über Arbeit, Energie (insbesondere Kernenergie), Verschuldung und Entwicklung, Armut und regionale Entwicklung oder Landrechtsthemen. Dies geschieht durch die Verbreitung von Informationen über diese Themen durch Seminare und Publikationen, durch die Auswertung von Gesetzesvorhaben und die Teilnahme an interregionaler Netzwerkarbeit.
INFIDS Hauptaktivität zur Interessensvertretung von ArbeiterInnen beziehen sich auf Organisationsfreiheit und Tarifverhandlungen.
In Indonesien werden die Menschen durch die Beraubung ihres traditionellen Landes - oft in Zusammenhang mit durch multi- oder bilaterale Entwicklungsorganisationen unterstützte Entwicklungsprojekte - systematisch an den Rand gedrängt. INFIDS Aufgabe ist hier die Interessensvertretung in Zusammenhang mit den Landrechten der betroffenen Menschen.
Die Schuldensituation Indonesiens wird sich mehr und mehr auf die ärmere Bevölkerung auswirken. Darüber gilt es in erster Linie, Informationen zu verbreiten und die Wichtigkeit von good governance bezüglich der multilateralen und bilateralen Hilfe wie der Handhabung mit der Verschuldung innerhalb Indonesiens bekannt zu machen.
Die Arbeitsweisen von INFID erstrecken sich auf die Verbesserung des Zugangs zu Informationen (mittels eines Informationsnetzwerkes via Internet), Publikationen, die Erarbeitung von Studien und Lobbyarbeit.