Das Gemeinde-Zeitalter zu Thyatira (The Thytirean Church Age) gepredigt in Jeffersonville am 8. Dezember 1960 [Die deutsche Übersetzung wurde mit einem Scanner eingelesen und mit einem OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandenen Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. 29.07.2000] Ehe wir heute abend in dieses große Zeitalter hineingehen, hoffe ich, daß unser HErr Seinen Geist über uns ausgießt und uns erneut segnet. Wir können nur die Höhepunkte dieses großen, vor uns lie- genden Ereignisses streifen, sonst müßten wir die ganze Woche lang hierbleiben. Gestern abend hatten wir eine herrliche Zeit. Ehe wir die Schrift lesen, möchte ich darum bitten, daß wir zum Gebet aufstehen. Unser gnädiger himmlischer Vater, wir kommen in dem allge- nügenden Namen des HErrn Jesus, wissend, daß Du eines Tages kommen wirst. Wir versuchen, die Herzen der Menschen vorzube- reiten, damit sie diese große Offenbarung empfangen, daß Du der lebendige Sohn Gottes bist; nicht tot, sondern ewig lebend - lebend in Deiner Gemeinde als Zeuge von Pfingsten, der großen Zeit der Erquickung, die aus der Gegenwart des HErrn kommt. Wir sind so froh, uns heute nach 1900 Jahren dieser Zeiten zu erfreuen. Vater, demütig beugen wir unsere Häupter in Anerkennung die- ser großen Männer, die Du während der Zeitalter als Sterne in Dei- ner Hand hieltest, von denen Du sagtest, daß sie die Engel der Ge- meinde-Zeitalter, die Diener, sind. Wie danken wir Dir für den gro- ßen Paulus zu Ephesus! Wie danken wir Dir für Irenaeus, O HErr, Deinen großen Knecht, und für Martin, und heute abend für Colum- ba! HErr, wie danken wir Dir für diese Männer! Inmitten des dunk- len Römertums - des Heidentums - traten sie in der Gemeinde auf und standen kühn für die Pfingstbotschaft, die Segnungen, das Reden in Zungen, große Zeichen und Wunder, das Heilen der Kran- ken und die Auferweckung der Toten ein. HErr, viele von ihnen wurden zerrissen und getötet und den Löwen vorgeworfen. Große Dinge geschahen. Die Erde ist mit dem Blut der Gerechten getränkt. Vater, ihr Blut schreit heute gegen die böse, ehebrecherische Kirche. DU sagtest, daß der Engel eines Tages die Zornesschale auf sie ausgießen wird, denn das Blut aller Märtyrer ward in ihr gefunden (Offbg. 18,24). HErr, hilf uns, bereit zu sein, unseren Stand jetzt einzunehmen, denn die Zeit kommt zum Abschluß. Wir sehen das Tier mit den zwei Hörnern aus der Erde hervorkommen, nicht aus der Menge von Völkerschaften: mit Hörnern gleich einem Lamm redet es je- doch wie ein Drache (Offbg. 13, 11). Wir glauben, daß diese Stunde jetzt nahegerückt ist, Vater, in der die Kirchen sich vereinigen, um das Bild des Tieres zu bilden. HErr, der Gruppe, die sich nicht mit ihnen vereinigt, wird es furchtbar ergehen. Der Boykott wird kom- men. Doch Du hast verheißen, in der Stunde Deine Gemeinde hin- wegzunehmen und uns zu helfen, HErr. Ehe ein Tropfen Wasser fiel, war Noah in der Arche. Ehe das Feu- er auf Sodom fiel, war Lot herausgekommen. Vater, wir glauben, ehe die Atomkräfte diese Erde in Stücke zerbersten lassen, wird die Gemeinde hinweggenommen. Wir sind so froh, HErr. Wir wissen, daß die Bomben heute abend bereitgehalten werden. Wir können zum Himmel aufschauen und sehen, daß der Men- schensohn sich vom Throne erhebt und sich anschickt wiederzukom- men, um Seine Gemeinde zu entrücken. Zu der Zeit werden Seine kostbaren Füße diese sündige Erde nicht berühren; denn wie Rebek- ka Isaak auf dem Kamel entgegentritt und ihrem Bräutigam auf dem Feld begegnete, ehe sie das Haus Abrahams erreichte, o Gott, so wird die Braut dem Bräutigam in der Luft begegnen: "Wir, die wir bis zur Ankunft des HErrn übrigbleiben, werden vor den Entschla- fenen nichts voraushaben. Denn der HErr selbst wird, sobald Sein Weckruf ergeht, sobald die Stimme des Engelfürsten erschallt und die Posaune Gottes ertönt, vom Himmel herabkommen, und die To- ten in Christus werden zuerst auferstehen; darauf werden wir, die wir noch leben und übriggeblieben sind, zusammen mit ihnen auf Wolken dem HErrn entgegen in die Luft entrückt werden und wer- den beim HErrn sein allezeit." Oh, hilf uns heute abend, HErr. Gib uns die Lieblichkeit in unse- rem Geiste. Nimm alle Bitterkeit und Gleichgültigkeit von uns, und mögen wir so weichherzig sein durch den Heiligen Geist. Laß den Engel Gottes den heutigen Abend leiten. HErr, ich weiß nicht, was ich diesen Menschen sagen soll. Ich habe mir Notizen gemacht über die Geschichte und über das, was Du getan hast, doch Du allein vermagst die Zukunft kundzutun. Ich bete deshalb, daß Du es im Namen Jesu Christi gewährst. Amen. Wir schlagen jetzt das Buch der Offenbarung auf. Heute abend betrachten wir das Gemeindezeitalter zu Thyatira - das vierte gro- ße Gemeindezeitalter, bekannt als das 'dunkle Zeitalter'. Es begann im Jahre 606 und endete 1520. Viele Gelehrte nehmen an, daß Pa- trick der Stern jenes Zeitalters war. Die sieben Sterne waren die sie- ben Engel der sieben Gemeindezeitalter. Morgen abend kommen wir ohne Zweifel zu Luther und dann zu Wesley. Wir wissen nicht, wer der Stern der Gemeinde zu Laodicea sein wird. In diesem Zeit- alter befinden wir uns jetzt seit 1906, als Pfingsten neu begann. Doch ein Engel wird auftreten, der alle Dogmen ersticken und die Ge- meinde für den Heimgang zubereiten wird. Ein Mächtiger im Gei- ste wird auftreten mit Wundern und Zeichen. Ich bete, daß Gott uns hilft, es zu erkennen. Beachtet! Als ich dieses heraussuchte, fand ich, daß Patrick ein großer Mann war. Aus den alten Manuskripten kann man ersehen, daß er kein Katholik war. Er protestierte gegen die katholische Kir- che. Während der Zeit der Reformation erbrachten sie den Beweis, daß Patrick gegen die katholische Kirche protestierte, obwohl diese eine andere Aussage machte. Patrick glich mehr einem Mann der Organisation. Er hatte seine eigene Schule. Zunächst wurde er mit seinen kleinen Schwestern am Ufer des Meeres entführt. Von ihnen hörte er niemals mehr. Vielleicht wurden sie nach Rom gebracht und als Sklaven verkauft, denn auch er wurde als Sklave verkauft und mußte Schweine hüten. Er dressierte Hunde, auf die Schweine aufzupassen und auf ver- schiedene Laute zu hören, bis er endlich auf dem Boden eines Bootes fliehen konnte. Die Hunde bedeckten ihn, bis er weit genug ins Meer gelangt war. Er kam in seine geliebte Heimat Irland zurück. Sein Vater und seine Mutter lebten noch. Patrick war ein Neffe des gro- ßen Martin, der einer der größten Männer war, die seit Jesus Chri- stus lebten. Seine Gemeinden waren alle mit dem Heiligen Geist er- füllt. Sie alle sprachen in Zungen, hatten Zeichen und Wunder jeder Art. Er hielt an dem Pfingstglauben fest inmitten eines Zeitalters, in dem sich Heidentum und Nikolaitentum zum Katholizismus ent- wickelten und eine Organisation geformt wurde. Das Wort ‘Niko’ bedeutet 'zu besiegen' - die Laien zu besiegen und zu unterwerfen, den Heiligen Geist von der Versammlung hinwegzunehmen. Nur noch der Priester war heilig, dieser eine Mann. Ich nehme an, daß sie leben konnten, wie sie wollten, solange sie es dem Priester be- kannten. Gestern abend stellten wir fest, daß Konstantin den ersten Bischof einsetzte und ihnen Gebäude zur Verfügung stellte. Wir haben euch die Daten zum Aufschreiben gegeben. Dann hatten sie ein großes Fest am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres. Sie führten die Irrlehre ein, indem sie die Geburt Jesu Christi vom April auf den Dezember verlegten und so mit dem Geburtstag des Sonnengottes verbanden. Während dieser fünf Tage hatten die Römer große Festlichkeiten, den Zirkus usw. So feierten sie dieses große heidnische Fest. Diesen Mann hatten sie wie einen Gott eingekleidet und dort hingesetzt. Jetzt hatten sie ihren Gott mit sich. So entstand die Meinung unter den Menschen, daß die Kirche sich schon im Tausendjährigen Reich befände. Seht, sie waren reich, hatten keinen Mangel - Staat und Kirche waren vereinigt. "Das Tausendjährig Reich ist da." Bis zum heutigen Tag ent- spricht das der katholischen Lehre. Wir wissen, daß es verkehrt ist. Das Tausendjährige Reich wird erst nach dem zweiten Kommen Christi beginnen. Die Erde seufzt, sie sehnt sich nach dem Tag der Befreiung, wenn unser HErr zur Erde zurückkommen wird. Columba war ein großer Mann Gottes. Ich habe mir Notizen über seine Lebensgeschichte gemacht. "Thyatira", das vierte Gemeindezeitalter, bedeutet 'locker' oder 'trübe'. Von 606 bis ungefähr 1500 war eine Zeit der Gesetzlosigkeit Columba, der Stern aus Irland, lebte ungefähr 60 Jahre nach Pa- trick. Später begann er seinen Dienst. Nie nahm er die römische Lehre an. Er war ein großer Mann des Glaubens und lehnte die rö- mische Lehre ab. Nie ist er nach Rom gegangen. Sie haben ihn nicht heiliggesprochen. Auch Martin und Irenaeus wurden nicht heiligge- sprochen, denn sie befanden sich in der Gemeinde, in der noch Zei- chen und Wunder wie zu Pfingsten geschahen, weil sie glaubten. Co- lumba nahm nie die römische Lehre an. Wie seine gottesfürchtige Mutter, die Schwester Martins, nahm er ausschließlich die Bibel als Grundlage für seine Lehre und nicht die römischen Lehren seiner Zeit. Er lehrte, daß die Zeichen gemäß Markus 16 jedem Gläubigen folgen. Amen. Diese Art gläubiger Menschen habe ich gern. Er vernahm den Ruf der hörbaren Stimme Gottes. Das ist ein wei- teres gutes Zeichen, das für ihn spricht. Nichts konnte ihn danach aufhalten. Er ging vorwärts, nachdem er die Stimme Gottes hörbar vernommen hatte. Ich habe mir einige Wunder vermerkt, von de- nen ich dieses eine erwähnen möchte. Es geschah, als der HErr ihn zu einer bestimmten Stadt sandte und die Stadt ihn nicht aufnehmen wollte. Man verschloß die Stadttore, stellte Musiker auf, die seine Stimme übertönen sollten. Er jedoch begann zu predigen und über tönte die Musiker, und die Pforten öffneten sich. Er ging hinein und predigte, wodurch die ganze Gruppe zur Bekehrung kam. Noch etwas anderes möchte ich erwähnen. Er ging in eine andere Stadt - zu der Zeit waren die Städte noch mit Mauern umgeben -, und auch dort lehnte man ihn ab. Als er wegging, erkrankte der Sohn des Vorstehers dieser Stadt ernsthaft, und man machte sich auf, ihn zurückzuholen. Er kehrte um, legte sich über den ster- benden Jungen, und dieser kam zum Leben zurück. Er war nicht zufrieden, es sei denn, seine ganze Gemeinde war vom Heiligen Geist erfüllt. Er bestand darauf, daß jedes Glied sei- ner Gemeinde mit Heiligem Geist erfüllt sein mußte. Er protestierte gegen die römische Hierarchie und haßte sie. Ich glaube, daß er der Stern des Zeitalters war. Was tat er? Er redete in Zungen, taufte auf den Namen des HErrn Jesus und führte weiter, was zu Anfang begonnen wurde. Wenn Gott unveränderlich ist, dann muß Seine Gemeinde so bleiben, wie Er sie begonnen hat, selbst wenn sie in der Minderheit ist. Fast wäre sie untergegangen, kam aber durch Luther wieder hervor. Wir wollen jetzt mit dem 18. Vers beginnen. "Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe..." Habt ihr beachtet, daß die Botschaft an den Engel oder den Predi- ger gerichtet ist, der in dem Zeitalter das Licht trägt? Gestern abend stellten wir fest, daß dem Engel der Gemeinde zu Pergamon für die Überwinder des Gemeindezeitalters der Empfang eines weißen Stei- nes in Aussicht gestellt wurde. Wir haben die Bedeutung des Steines durchgenommen und wis- sen, daß es gleichbedeutend mit ‘Felsen’ ist. Der Engel würde einer wie Petrus sein, ein Stein (1. Petr. 2, 5). Auch euer Name hat einen Einfluß auf euer Leben. Darauf möchte ich nicht weiter eingehen, denn der Teufel hat eine falsche Bewertung der Zahlen. Das wissen wir. Menschen lassen sich damit ein und münden im Spiritismus. Der Spiritismus ist vom Teufel. Auch das wissen wir. Deshalb müßt ihr achtsam sein. Der Grund, weshalb sie Jesus damals "Beelzebub" - einen Teu- fel - nannten, war, weil Er die Gedanken ihres Herzens offenbarte. Doch seht, Er war das Wort Gottes. In Heb. 4 steht: "Denn lebendig ist das Wort Gottes und wirkungskräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert: es dringt hindurch, bis es Sele und Geist, Gelenke und Mark scheidet, und ist ein Richter über die Regungen und Gedanken des Herzens." ER war das Wort, Er ist das lebendige Wort. Wenn das lebendige Wort in uns hineinkommt, richtet es das- selbe aus. Das gleiche geschieht, denn es ist dasselbe Wort. Ihr seht dasselbe unter uns. Manche reden in Zungen, andere legen aus. Was ist es? Das Wort wird wieder Fleisch unter uns. Durch den Engel der Gemeinde wurde der Empfang eines weißen Steines angekündigt, welcher nicht die eigene, sondern die Gerech- tigkeit Gottes bedeutet. In diesem Stein befindet sich ein Name, den außer dem Empfänger niemand kennt. Nur er weiß es, aber sonst niemand. Wenn euch jemand etwas vormachen will und sagt, er sei Johannes, Paulus, Maria oder sonst jemand, so glaubt es nicht! Denn wenn dem so wäre, würden sie kein Wort darüber sagen. Das stimmt. Jeder weiß es und behält es für sich. Jeder weiß es nur für sich, denn jeder vollkommene Überwinder empfängt in dieser Wei- se einen neuen Namen. Habt ihr beachtet, daß Abraham 'Abram' genannt wurde? Doch als Gott ihn gebrauchen wollte, änderte Er seinen Namen in 'Abra- ham' um. Sara wurde 'Sarai' genannt, doch als Gott sie gebrauchen wollte, änderte Er ihren Namen in 'Sara' um, welches 'Fürstin' bedeutet. Jakob bedeutet 'Überlister’. Esau bedeutet 'rötlich'. Jakob war ein Überlister - Betrüger. Hat nicht Esau gesagt, sein Name sei mit Recht Jakob - Überlister? Doch als er die Nacht hindurch mit dem HErrn rang, überwand er und wurde gesegnet. Gott änderte seinen Namen von Jakob zu Israel - ein Fürst Gottes. Paulus wurde Saulus genannt, bis er dem Heiligen Geist in der Form des Lichtes, das auf ihn herabstrahlte, begegnete und sein Name von Saulus zu Paulus geändert wurde. Als Simon Jesus begegnete, änderte Er seinen Namen zu Petrus. Nachdem Jesus überwand, wurde Sein Name geändert, den Er offenbaren würde. Alle, die überwinden, wie Er überwunden hat, werden mit Ihm sein und einen neuen Namen empfangen. Ihnen wird Sein neuer Name geoffenbart - jedem Überwinder und denen, die als Führer unter ihnen gewesen sind. Nicht der Name aller Israeliten wurde geändert. Natürlich nicht. Jedoch die hohen Führer empfingen einen neuen Namen, nachdem sie überwunden hatten. Seht, wie vollkommen es übereinstimmt. Wir stellten fest, daß Er verborgenes Manna hat. Das verborgene Manna ist ein Sinnbild auf die Schaubrote. Die Schaubrote waren für die Priester allein bestimmt. Sie waren in besonderer Weise für sie zubereitet. Es wurde an die Leiter und die Überwinder gerichtet. Die ganze Versammlung empfing das Manna, jedoch er bekam das verborgene Manna - die besondere Offenbarung, wer und was Jesus ist, alles über Ihn. Seht, der Engel empfing die Offenbarung, nachdem er überwunden hatte. Es heißt: "Haltet ... fest, denn wer da überwindet...". Es war an den Engel der Gemeinde gerichtet. Heute abend beginnen wir damit: "Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: So spricht der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße dem schimmernden Golderz gleichen Gleich am Anfang der Offenbarung sahen wir Ihn in Seinem siebenfach verherrlichten Zustand Seiner Person. Johannes sah Ihn am 'Tage des HErrn'. Jetzt ist Er Priester. Als Er auf Erden wandel- te, war Er Prophet - Gottes Prophet. Mit Seinem eigenen Blute trat Er als Priester vor den Vater. Wenn Er zurückkommt, wird Er König sein. Als König wird Er wiederkommen - Prophet, Priester und Kö- nig. ER war der Prophet Gottes, Er glich einem Adler. ER war Gottes Priester, Er war ein Lamm. Wenn Er wiederkommt, wird Er der Lö- we aus dem Stamme Juda, der herrschende König sein. Nach Seinem Priesterdienst sehen wir Ihn dastehen, nachdem Er das Heiligtum verläßt. Johannes bezeugt, im Geiste an den 'Tag des HErrn' versetzt worden zu sein. Nicht am siebenten Tage, nicht am Sonntag. Das alles stimmt nicht. Wir haben festgestellt, nachdem wir die Schrift durchforscht haben, daß es der 'Tag des HErrn' war. Dieses ist der 'Tag des Menschen'. Sein Tag wird mit dem Kommen des HErrn anbrechen. Er war versetzt an den 'Tag des HErrn'. Als er den HErrn sah, hatte Er schneeweißes Haar, wodurch Er als Richter dargestellt wird. Zu dem Zeitpunkt war Er nicht Priester, denn der Priester hat- te einen Gürtel um die Hüfte, wenn er den Dienst verrichtete. ER je- doch hatte einen Gürtel über der Brust, welches bedeutet, daß Er Rich- ter war. Amen. So sehen wir Ihn mitten unter den sieben goldenen Leuchtern wandeln. Wir haben im Propheten Daniel von dem ehr- würdigen Greis gelesen, der beim Gericht am Weißen Thron ge- zeigt wurde und dessen Haar weiß wie Schnee war. Die alten engli- schen Richter trugen immer weiße, lange Perücken, wenn sie im Gericht erschienen. Johannes sah Ihn am 'Tage des HErrn' als Richter. Amen! Wir stellten fest, daß Er Augen wie Feuerflammen hat. Einst wa- ren diese Augen durch menschliche Tränen getrübt. ER stand da und weinte um einen Menschen, der gestorben war, obwohl Er wuß- te, daß er in wenigen Minuten wieder zum Leben zurückkommen würde. Es war menschliches Mitleid, doch dahinter war solch eine Kraft, daß Er in das Leben eines Menschen hineinschauen und ihm sagen konnte, wer er ist, und alles, was er getan hat. Jetzt strahlte das Feuer hervor. Die Augen können über die ganze Erde blicken und alles sehen, was geschieht. Wo wirst du am Tage des Gerichtes stehen? Deine Sünden werden vor Ihm offen liegen. Beachtet! Aus Seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor, welches das Wort ist. Seine Füße glichen dem Gold- erz, welches Sein Fundament darstellt. ER ist es, der die Zorneskel- ter des allmächtigen Gottes tritt. ER hat alles niedergetreten und hat die Sünde auf sich genommen, ist hindurchgegangen und hatte Got- tes Wohlgefallen. Sein Fundament ist unser Fundament. Auf Christus, dem unbeweglichen Felsen, ist mein Stand, alle anderen Gründe sind sinkender Sand. Wir stellen fest, daß Er sich jedesmal einem Gemeindezeitalter in einer Seiner Bezeichnungen Seiner Gottheit vorstellt. Wir haben bereits festgestellt, daß die göttliche Offenbarung an erster Stelle steht. "Fürchte dich nicht! Ich bin's, der Erste und der Letzte - der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige." Seht, die erste Offenbarung! Johannes wandte sich um zu sehen, wer es ist, der mit ihm spricht. Als erstes redete Er ihn so an. Jeder König oder sonst jemand stellt sich zunächst vor und sagt, wer er ist. "Ich bin Derundder, der zu dir redet. Du kennst mich nicht. Ich bin William Branham. Ich bin John Doe", oder wer immer es ist. ER sprach: "ICH bin der Erste und der Letzte und der Lebende; Ich war tot, und siehe! Ich lebe in alle Ewigkeit." - Seine Gottheit! Hier sehen wir Ihn in der siebenfachen Darstellung Seines verherr- lichten Zustandes. In jedem Gemeindezeitalter gibt Er sich in einer von diesen göttlichen Kundgebungen in Seinem verherrlichten Zu- stand zu erkennen. In diesem Sendschreiben begegnet Er uns mit Augen wie Feuer- flammen. ER schaut hinein in Thyatira. Während dieses Zeitalters vereinigten sich Katholizismus und Heidentum, bzw. das Nikolai- tentum mit dem Heidentum, und verursachten die Geburt der ersten organisierten Kirche. Gott sprach, daß die Werke der Nikolaiten zu Ephesus in Pergamon zur Lehre wurden, welches die Lehre Bileams war. Bileam war es, der Israel lehrte, mit den Moabitern Hurerei zu treiben. (Moab stellte die allgemeine, lauwarme Kirche als Organi- sation dar.) Gott bezeugt, daß die Lehre der Nikolaiten darin be- stand, die Kraft, welche in der Gemeinde war, zu beseitigen und eine Organisation zu machen. ER sagte: "Du hassest die Werke der Ni- kolaiten, die auch Mir verhaßt sind." Wiederholt sagt Er: "Hasset die Werke!" Hier war es in vollem Schwung. Seht, wie die Gemein- de hinausgedrängt wurde, bis hier nur noch wenige in der Gemein- de übrigblieben, von der wir jetzt sprechen. Während der Offenbarung jener Zeit an die Gemeinde baute Rom in seinen großen Steingebäuden auf Heu und Stroh. ER wendet sich an diese Gemeinde. Seine Augen sind noch immer wie Feuerflam- men, die durch die Zeitalter sehen. Sein Fundament ist nicht Heu und Stroh, sondern unbewegliches Erz, im Feuerofen geprüft. Dieses Fundament ist sicher. Das liebe ich. Wir wissen, worauf wir stehen. "ICH kenne deine Werke: deine Liebe und deine Treue, deine Hilfsbereitschaft und dein standhaftes Ausharren, und weiß, daß deine Werke in letzter Zeit noch zahlreicher sind als die ersten." Die Gemeinde war fast abgeschnitten. Nur ein wenig ist übrigge- blieben. Sie wandten sich von den großen, geistlichen Versamm- lungen ab und verließen sich auf Werke. Gott möchte nicht, daß wir uns auf Werke stützen. Das ist ein Zeichen der Organisation. "Wir werden der Frau Jones Holz hinbringen und den Kindern Klei- dung." Das ist gut, doch stützt euch nicht darauf! Tut das nicht! Bru- der, das ist eine gute Tat, aber jeder gute Staatsbürger würde das tun. Doch um Christ zu sein, muß man das Erlebnis der Wiedergeburt, der Taufe des Heiligen Geistes haben. Anstatt zur Liebe und zum Glauben zurückzukommen, verließen sie sich auf Werke und verfielen darin, je länger, je mehr. "ICH kenne deine Werke: deine Liebe und deine Treue, deine Hilfsbereitschaft und dein standhaftes Ausharren ..." Jetzt lesen wir Vers 20: "Doch Ich habe an dir auszusetzen, daß du das Weib Isebel gewähren läßt, die sich für eine Prophetin ausgibt und als Lehrerin wirkt und Meine Knechte dazu verfährt, Unzucht zu treiben und Götzenopferfleisch zu essen." Nun, "das Weib". Gestern abend stellten wir fest, daß 'Weib' die Gemeinde repräsentiert. Wir stellten fest, daß sie hier Nikolaiten genannt wurden, die Lehre Bileams und jetzt Isebels. "Isebel". Achtet darauf, denn es ist Geschichte. Wir lesen dar- über in 1. Kön. 16. Isebel war keine Tochter Abrahams; auch diese heidnische Gruppe Roms war es nicht. Die Nikolaiten waren die kalten, formellen Christen, die sich von den echten Christen ge- trennt und anscheinend nicht den Glauben hatten. Sie wollten einen Verein daraus machen, so wie es heute ist. Man sagt: "Die Tage der Wunder sind vorbei!" Kein Geist ist mehr vorhanden. "Das war für eine andere Zeit bestimmt. Wir sind eine Bruderschaft." Ein guter Freimaurer oder "Oddfellow" kann eine Bruderschaft gründen. All das ist gut, doch es wird niemals die Wiedergeburt durch Jesus Christus für die Erlösung der Seele, diese Wahrheit, ersetzen. Nun, Isebel war keine Tochter Abrahams. Das stimmt. Sie war die Tochter eines Götzendieners. Während der Zeit war ihre könig- liche Familie bekannt für ihre grausame, rohe Treue zu Baal. Ihr Vater war ein Priester der Göttin Astarte. Ahab gebrauchte die glei- che Strategie wie Konstantin. Diese gewaltige Nation befand sich neben Israel. Was tat Konstantin? Er hatte keine Bekehrung erlebt. Er war ein Politiker. Was versuchte er zu erzielen? Er sagte zu den Christen, den Nikolaiten, wenn sie für ihn beten und er den Krieg gewinnen würde, dann würde auch er Christ werden. Er hatte einen Traum, worin er ein weißes Kreuz auf die Waffenschilder malen ließ. Dar- auf gehen die "Kolumbusritter" zurück. Darauf berufen sie sich. Doch niemals tat er etwas Christliches, außer daß er ein Kreuz an einer nikolaitischen Kirche anbrachte. Wie ich bereits gestern abend sagte, war es das einzige, das er tat, um seine Einstellung zur Kirche zu zeigen. Mehr konnte ich aus der Geschichte nicht ent- nehmen. Viele Gelehrte sagen das gleiche. Wir wissen nichts von seiner Bekehrung. Worauf ließ er sich ein? Bei allem, was er tat, hatte er nur die Sache Roms im Auge. Nun beachtet seine Strategie und seht, wie die Bibel es bestätigt. Hunderte von Jahren bevor es geschah, hat Gott es voraussagen las- sen. Konstantin wandte dieselbe Strategie wie Ahab an. So sagt Gott es hier. Konstantin sah, daß ein großer Teil seine Volkes Nikolaiten- Christen waren. Einige von ihnen, die Pfingstler, wurden "Irrleh- rer" genannt. Man nannte sie Ketzer und Heilige Roller und mehr. Doch da fanden die echten Wunder und Zeichen statt. Die mensch- lich gesinnte Gemeinde formte sich immer mehr zu einer Organi- sation. Was tat Konstantin? Er wandte einen klugen Trick an. Er gewann seine heidnischen und christlichen Freunde und vereinigte sie zu einer Kirche. Er brachte Heidentum in das Christentum hin- ein. Diese Zusammenfügung fand in dem Pergamon-Zeitalter statt. Was sagte Er hierzu heute abend? Das gleiche wiederholte sich, was Ahab tat. Als Ahab sein Königreich stärken wollte, heiratete er Isebel. Isebel, die Götzendienerin. Auf diese Weise wollte er das Königreich starken. Das gleiche versuchen die Kirchen. Ihr seht, sie wollen eine Bibel herausgeben, die nächstes Jahr fertig sein soll. Eine Bibel, die Juden, Katholiken und Protestanten zufriedenstellt. O Bruder, ich habe den Zeitungsausschnitt. Heute abend habe ich ihn nicht bei mir, aber ihr habt gehört, als ich ihn vor einigen Abenden vorlas. So ist es. Durch diese Dinge versuchen sie, sich zu vergrößern. Sie zer- streuen die heiligen Dinge Gottes auf jede Art, wenn sie nur eine größere Anzahl zusammenbekommen können. Das tat die Kirche. Sie nahmen Menschen durch einen Händedruck auf und bekamen so Abtrünnige, nicht erneuerte Menschen, dazu. Jedoch in den wah- ren Leib Jesu Christi, welcher keine Organisation ist, sondern der geheimnisvolle Leib Christi, könnt ihr nur auf eine Weise hin- einkommen, und zwar durch die Taufe des Heiligen Geistes. Das ist richtig. Dieselben Zeichen, die unter den Aposteln geschahen, ge- schehen in der Gemeinde. Das stimmt genau. Wir brauchen keine Kompromisse zu schließen und zu sagen: "Wir schließen uns dieser oder jener Gemeinde an, den Einheits- leuten, Baptisten, Methodisten oder den Assemblies." Wir wollen uns mit Christus vereinigen. Bleibt frei von all diesen Dingen! Jede dieser Organisationen ist fein, aber sie haben ihre Lehren und eigenen Dinge. Ihr müßt den Bezirksvorsteher fragen, ob er es gestattet, daß ihr in die Gegend kommt, um eine Versammlung ab- zuhalten. Wenn ihr nicht genauso lehrt, wie sie es tun, seid ihr hin- ausgetan. Ihr könnt nicht an dem, was die Bibel sagt, festhalten. Gott kann nicht darauf eingehen. ER haßt es, und jeder wiederge- borene Christ auch. Viele von ihnen möchten absolut das Rechte tun, möchten dienen und Gemeinschaft haben. Aber ihr könnt es nicht, sonst würdet ihr hinausgeworfen. Laßt euch hinauswerfen! Geht vorwärts und empfanget den Heiligen Geist. Das stimmt genau. Doch sie wollen an den Dogmen festhalten. Sie wollen euch dahin bringen, daß sie viel Geld zusammenbekommen. 1944 hatten die Baptisten eine Parole: "Eine Million mehr in 44." Was haben sie bekommen? Wie der große Evangelist Billy Graham in Louisville sagte: "Wenn Paulus in eine Stadt ging und sich einer bekehrte, und er kam in einem Jahr zurück, dann fand er dreißig, die durch den einen gläubig geworden waren. Von der einen Bekehrung ging es auf Kinder und Kindeskinder." Er sagte: "Wenn ich in eine Stadt gehe und dreißigtausend sich entscheiden und ich in einem Jahr zurückkomme, dann finde ich nicht mehr dreißig." Was er sagte, war eine gute Feststellung, und doch glaube ich nicht, daß unser geliebter Bruder im Recht war, als er sagte: "Ihr faulen Prediger, euch gebe ich die Namen und Adressen, ihr aber schreibt ihnen einen Brief und legt die Füße auf den Tisch, anstatt hinzugehen und mit ihnen zu sprechen." Ich bewunderte ihn deswegen. Ich mag es, wenn ein Mensch das ist, was er ist, und kein Heuchler. Steht ein für das, was ihr seid. Das mag ich. Doch ich möchte ihm sagen: "Billy, wer war da, um sich um den durch Paulus Gläubiggewordenen zu kümmern? Was war es, Billy? Wenn du sie aufstehen und sagen ließest: 'Ich nehme Jesus als meinen persönlichen Erretter an', und sie daselbst bleiben würden, bis der alte Mensch gestorben und verwest ist und die Wiedergeburt durch den Heiligen Geist stattgefunden hat. Ein solcher Mensch wird andere zur Bekehrung führen." Brüder, ein solcher Mensch ist wie eine lodernde Flamme, die ihr nicht auslöschen könnt. Er ist wie ein brennendes Haus, während ein Wind mächtig weht. Oh, er trägt es überallhin. Bruder, wer wirk- lich zu Christus bekehrt ist, der bleibt nicht stille sitzen. Er ist in Bewegung. Oh, ich bin so froh. Die Taufe des Heiligen Geistes von alters her, sie entflammt eure Seele. Ihr könnt nicht stille stehen. Der Wind weht über euch. Das mächtige Brausen ist fortwährend über euch. Man braucht nur neues "Brennmaterial" aufzulegen, und es brennt weiter. Jawohl! Niemand brauchte sich um die durch Paulus Gläubiggewordenen zu kümmern. Paulus führte sie tief genug in Christus hinein, daß sie sich selbst gestorben waren und in Christus lebendig wurden, der für den Rest in ihnen sorgte. Das stimmt. Das ist es. Baptisten-Brüder sind fein. Doch was nützt eine Million mehr Namen? Ihr braucht euch nur hinzusetzen und sie einzutragen. Das stimmt. O Brüder, doch wir möchten, daß die Namen im Lebensbuch des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt stehen, Men- schen, gewaschen im Blute, gefüllt mit dem Heiligen Geist, denen Zeichen und Wunder folgen. Forscht in der Geschichte! Ich wünschte, ihr könntet alle das Nizäische Konzil nachlesen, um festzustellen, wie die Märtyrer die Flamme von Pfingsten aufrecht erhielten. Euch, meinen Brüdern von den Baptisten, Methodisten usw., möchte ich sagen: "Das wahre, echte Licht ist nicht die Pfingstorganisation. Das wahre, echte Licht ist das Pfingsterlebnis." Seit Tagen habe ich mich in die Geschichtsbücher vertieft. Es ist die Flamme von Pfingsten, die le- bendig erhalten wurde, bis in diese Zeit, obwohl hinausgestoßen. Manche sagen: "Die große katholische Kirche widerstand den Wellen, und dadurch ist bewiesen, daß sie die echte Kirche ist." Für mich ist das nichts Besonderes, wenn man den Staat und alles hin- ter sich hat. So kann man bestehen bleiben. Doch das Besondere ist, daß die kleine Gruppe, die sich zurückgezogen hat, die kleine Min- derheit, die hinausgestoßen, in Gefängnisse getan, zersägt wurde, bestehen konnte. Wie konnte sie es? Nur weil der Geist des lebendi- gen Gottes in ihnen wirksam war. Alle Dämonen der Hölle konnten sie nicht überwältigen. "Auf diesem Felsen werde Ich Meine Ge- meinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwäl- tigen." Da habt ihr die echte Sache! Das gleiche wurde diesen Metho- distenpredigern usw. durch den Heiligen Geist gegeben. Sie nah- men ihren Stand ein, denn es geschieht mit ihnen. Es versagt nie. Ahab, der Heuchler, ging hinüber und sagte: "Wenn ich nur die Vereinigung in dieser großen Nation schaffen könnte! Wenn ich die Tochter dieses alten Burschen heirate, dann sind wir befreun- det." Was tat er? Er verkaufte sein Erstgeburtsrecht. Wenn jetzt die protestantische Kirche zurückkehrt und sich mit der katholischen Kirche vereinigt, geschieht das gleiche wie da- mals. Es gab drei Mitternachtsstunden. Es gab eine Mitternachts- stunde auf der Reise der Israeliten. In der Zeit Ahabs war eine Mitternachtsstunde. Ebenso nahen wir uns jetzt in diesem Zeitalter wieder einer Mitternachtsstunde. Drei Generationen erleben dies. Beachtet! Ahab heiratete Isebel, um sein Volk zu stärken. Das- selbe tat Konstantin, indem er eine große Kirche, große Marmor- altäre errichtete und einen Mann, den Papst, einkleidete und ihn einsetzte. Er war wie ein lebender Gott. Er konnte zu ihnen spre- chen, ihnen die Sünden sagen. Das gefiel der lauwarmen Kirche, die ihres Weges ging. Doch einem wiedergeborenen Menschen gefiel es nicht, daß sie heidnische Zeremonien und das Aufsagen von Gebeten einführten. Was taten sie? Sie nahmen Jupiter herunter und ersetzten ihn durch Petrus. Venus wurde heruntergenommen und durch Maria ersetzt. So wurde das Heidentum in die christ- lichen Reihen gebracht. Ahab tat das gleiche, als er Isebel heiratete. Er führte Götzen- dienst in Israel ein. Was tat Isebel? Sie tötete jeden Propheten, den sie nur ergreifen konnte. Stimmt das? Das gleiche taten die Päpste - sie töteten alle wahren, echten Christen, an die sie nur Hand anlegen konnten. Doch der alte Elia war der Stern jener Zeit. Gewiß! Er fürchtete sich nicht, ihnen das Rechte zu sagen. Er war Gottes Stern in dem Zeitalter. Einmal sagte er: "Ich bin nur allein übriggeblieben." Gott aber antwortete: "ICH habe Mir noch 7000 Männer übrigbehalten, die ihre Kniehe vor Baal nicht gebeugt haben." Du weißt nicht, wo sie sind. Sie befinden sich noch unter den Pharisäern, Sadduzäern, Bap- tisten, Methodisten, Presbyterianern. Doch Ich werde sie von dort herausführen. Habe nur Geduld. ICH habe sie dort. Sie gehören Mir. Sie beugen ihre Knie nicht vor Baal. Der alte Elia war die Stimme Gottes in jener Zeit. Er war gewiß ein Sinnbild auf die Stimme Gottes bei dem ersten Kommen Christi, und gemäß der Schrift wird die Stimme bei dem zweiten Kommen Christi von derselben Art sein. Als Isebel hineinkam, begann sie die Altäre Gottes niederzureißen und ihre eigenen Altäre aufzubau- en. Sie verursachte, daß die Israeliten sich vor Götzen beugten. Das gleiche tat Konstantin, als er die katholische Kirche formte. Er brachte Heidentum in die christliche Kirche hinein und verursach- te, daß Christen sich vor den Götzen beugten. Elia war der Stern seiner Zeit. Ahab verursachte, daß Israel Baal anbetete. Das gleiche tat die katholische Kirche zu Thyatira. Ich möchte, daß ihr noch etwas anderes beachtet, das ich in der Geschichte fand. Jesus sagte, daß dieses Weib Isebel sich Prophetin nannte. Ihr wißt, daß die katholische Kirche ihren Leuten nicht ge- stattet, die Bibel zu lesen, denn es wird gesagt, daß der Priester der einzige ist, der das Wort göttlich darlegen kann. Das ist die wahre Bedeutung eines Propheten. Ein Prophet hat die göttliche Bedeutung des Wortes Gottes. Das stimmt genau. Wie kann man jemanden als "Propheten" bezeichnen und dann sagen, er habe die verkehrte Of- fenbarung? Das ergibt so wenig Sinn wie eine "ewige Sohnschaft". Ein Prophet bedeutet: "Der korrekte Ausleger", denn er ist es, zu dem das Wort des HErrn kommt. Die Offenbarung wird ihm zuteil. Das Wort Prophet bedeutet "Einteiler des göttlichen Wortes". Es steht geschrieben: "Wenn ein Prophet des HErrn unter euch ist, so offenbare Ich Mich ihm durch Gesichte und rede zu ihm durch Träu- me. Wenn das, was er sagt, eintrifft, so höret auf ihn, denn Ich bin mit ihm. Wenn es nicht geschieht, so schenkt ihm kein Gehör." Es war das heilige Wort Gottes - das Wort des HErrn kam zu dem Propheten. Hier wird gesagt, daß in dieser Gemeinde eine Prophetin war. Seht, von den Nikolaiten ist es zu der Prophetin übergegangen. Seht ihr es? - Eine Isebel. Gestern abend sprachen wir über die Lehre Bileams, die Lehre der Nikolaiten. Es war die Lehre Bileams. Bileam war es, der Un- zucht in Israel hineinbrachte. Was taten die Nikolaiten? Sie mach- ten eine Organisation, in der beides in einer Kirche vereinigt war. Offbg. 17 spricht von der großen Hure, die an vielen Wassern sitzt. "Weib - Dirne". In welch einer Weise ist sie eine Dirne? Sie treibt geistliche Hurerei, indem sie den Menschen das Wort falsch deutet. Wendet euch von diesem Fanatismus ab, denn das ist echter Fanatismus. Sie nennt sich Prophetin. "Wir sind es. Wir sind das Konzil. Wir sind das laodiceische Konzil, das Konzil von Menschen. Wir haben dies und jenes beschlossen. Höret auf uns!" Der Priester, der wegen Elisabeth Frazier zu einem Interview zu mir kam, sagte: "Der Kardinal bzw. Bischof möchte wissen, ob du die Frazier-Tochter getauft hast." Er sagte: "Sie wird katholisch." Ich erwiderte: "Ich habe das gehört" Er fragte: "Hast du sie getauft?" Ich antwortete: "Jawohl, Herr." Er fragte weiter: “Wie hast du sie getauft?" Ich erwiderte: "Entsprechend der christlichen Taufe." Er fragte: "Was meinst du damit?" Ich sagte: "Die christliche Taufe, von der die Bibel berichtet. Es gibt nur eine Art der christlichen Taufe. Jede Person in der Bibel wurde auf den Namen Jesu Christi durch Untertauchen im Wasser getauft" Er schrieb es auf und sagte: "Weißt du, daß die katholische Kir- che es früher auch so tat?" Ich fragte: "Wann?" und bemerkte, daß ich die ältesten Kirchengeschichtsbücher habe, die ich nur bekom- men konnte, aus London usw., damit ich nachlesen konnte, denn die Stunde ist nahe, wo etwas geschehen wird. Ich wollte von ihm wis- sen, wo es geschah. Er sagte: "In der Bibel." Ich fragte: "Lehrt ihr das?" Er sagte: "Jesus organisierte die katholische Kirche." Ich fragte: "Dann war Petrus der erste Papst?" Er erwiderte: "Ganz gewiß." Ich antwortete: "Ich dachte, die Kirche ist unfehlbar und ändert sich nicht. Die Messe wurde in Latein abgehalten, damit nichts geändert würde." Er sagte: "Das ist wahr." Ich sprach: "Seit jener Zeit habt ihr aber viel geändert. Wenn die Bibel ein katholisches Buch ist, dann bin ich ein altertümlicher Katholik." Das stimmt. Er sagte: "Die Bibel ist die Geschichte der katholischen Kirche. Gott ist in Seiner Kirche." Ich sagte: "Gott ist in Seinem Worte." Das stimmt. Gottes Wort ist allein die Wahrheit. Jedes Menschen Wort ist Lüge. Das Buch der Offenbarung ist das einzige, auf das Jesus Seine Bestätigung setzte. Als erstes offenbarte Er darin Seine Gottheit. ER tat es vollständig. ER sagte, wenn jemand von den Wor- ten der Weissagung dieses Buches hinwegnimmt oder dazutut, der verliert seinen Anteil am Baume des Lebens (Buch des Lebens). Selig ist, der da liest und die da hören ... Verflucht ist, wer etwas hin- zufügt oder hinwegnimmt. Seht ihr die Gefahr? Fügt dem nie etwas hinzu! Laßt es, wie es ist, und geht vorwärts. Der Geist wird es euch offenbaren, wenn ihr nur demütig seid. Es ist nicht kompliziert. Jesus dankte dem Vater, daß Er diese Dinge vor Weisen und Klugen, vor den Augen der Rabbis, der Bischöfe und Kardinäle, des Bezirksvorstehers verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hat. Was ihr benötigt, ist eine Offenba- rung Gottes. Sie kann nur in der Weise geschehen wie damals, als Er fragte: "Was sagen die Menschen, wer Ich bin?" Petrus antwor- tete: "DU bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." ER sprach: "Dies wurde dir nicht in einem Seminar gelehrt. Nie- mand hat es dir je gesagt. Es wurde dir als Offenbarung vom Him- mel zuteil. Auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Die gleiche Offenbarung hatte Abel am Anfang. Wenn es damals Offenbarung war, so ist es heute noch und wird es immer Offen- barung sein. Das stimmt. Wir sehen hier, daß sie ein Weib war, wodurch eine Kirche darge- stellt wird. Für wen wird Christus wiederkommen? Für die Braut, eine reine Jungfrau. Dieses alte Weib hier stellte den Anspruch, die Gemeinde Gottes zu sein. "Das Weib war in Purpur und Scharlach gekleidet und mit Gold, Edelsteinen und Perlen reich geschmückt; in ihrer Hand hielt sie einen Becher, der mit Greueln und mit dem Schmutz ihrer Buhlerei gefüllt war; mit der die Könige der Erde ge- buhlt haben und von deren Unzuchtswein die Bewohner der Erde trunken geworden sind." Stimmt das? Hier wird sie Isebel genannt. Isebel tat Böses, sobald sie ihre Stellung unter den Israeliten gefestigt hatte. Sie ließ töten, wen sie wollte und ihre eigenen Altäre aufrichten. Stimmt das? Genau das tat die katholische Kirche. Laßt uns jetzt ein wenig weiterlesen. Ihr werdet erstaunt sein. Manchmal verkümmert ihr, dann eßt ihr ein wenig mehr. "...die sich für eine Prophetin ausgibt (sie sagt, sie sei die ein- zige, die die Offenbarung des Wortes hat) und als Lehrerin wirkt und Meine Knechte dazu verführt, Unzucht zu treiben und Götzen- opferfleisch zu essen." Bruder, der du in bezug auf die Schlange und das Essen der Frucht im Garten Eden fragtest, siehst du jetzt, was gemeint ist? Wenn hier vom Essen die Rede ist, so ist es geistlich gemeint. "ICH habe ihr eine Frist zur Umkehr gegeben, doch sie will sich von ihrer Unzucht nicht bekehren. Siehe, Ich werfe sie aufs Kran- kenlager und stürze die, welche mit ihr die Ehe brechen, in große Trübsal, wenn sie sich nicht vom Treiben dieser abwenden; und ih- re Kinder will Ich an einer Seuche sterben lassen..." Dieses Weib hatte Kinder (Offbg. 17). Ich nehme an, daß ihr ge- stern abend alle hier wart. Offbg. 17 beschreibt die alte Hure, die katholische Kirche. Sie wird die Mutter von Dirnen genannt. Es wa- ren keine Söhne, es waren Kirchen, Gemeinden. Woraus ist die lu- therische Kirche und alle anderen gekommen? Woher kommt jede Organisation? Wo ist der Anfang derselben? Die Nikolaiten form- ten sie, und dasselbe hat sich wiederholt. Ihr könnt nichts daran än- dern, Brüder. Elia hat in seiner Zeit dagegen gesprochen. Johannes tat es in seiner Zeit. Sagt nicht bei euch selber: "Wir haben Abraham zum Vater", denn ich sage euch: Gott ist imstande, dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Sie hatte Kinder. Hatte die echte Isebel Kinder? Jawohl! Die Kinder der katholischen Kirche sind die protestantischen De- nominationen, in sie hineingetauft durch eine unechte, unbiblische Taufe Ein Händedruck anstatt des Heiligen Geistes. "Vater, Sohn und Heiliger Geist" anstatt "Jesus Christus". Alles wird im Gegen- satz zur Bibel getan. Sie begeben sich direkt hinein. Die Tochter Isebels hieß Athalja. Sie heiratete Joram, den König von Juda, und bald darauf standen die Altäre Baals in Jerusalem. Das braucht ihr nicht in der Geschichte zu suchen, das findet ihr in der Bibel. Ihre Tochter Athalja heiratete Joram, den Sohn Josaphats. Ihre Töchter taten das gleiche wie sie. Oh, könnt ihr es sehen? Seht ihr, Brüder, was die Organisationen taten? Es ist durch Luther zu- rückgebracht worden. Doch immer wieder organisieren sie sich, an- statt es dem Heiligen Geiste zu überlassen; und die Pfingstler taten das gleiche. Sie überließen sich nicht der Leitung und dem Wirken des Heiligen Geistes, um vorwärts zu gehen. Jedes Licht, das kommt, muß mit dem Worte Gottes geprüft werden. Sie konnten dem Heiligen Geist die Leitung nicht überlassen und mußten Orga- nisationen machen und schnitten sich von allem ab, das noch kom- men sollte. Sie gingen schnurstracks zurück und vereinigten sich mit der gleichen Sache. Wenn wir zu diesem Zeitalter kommen, wer- det ihr sehen, was euer wartet. Sie gingen zurück und vereinigten sich. Jesus sagt hier, daß diese Isebel sich als Prophetin ausgibt. ER wollte sie auf ein Krankenlager werfen und ihre Kinder töten. Durch welche Art des Todes sollen ihre Kinder getötet werden? Ihr seht, daß sie jetzt geistlich tot sind. Sie haben keine Offenbarung. Sie kennen ihre Organisation, ihren Katechismus, die Lehre ihrer Kirche, doch wenn es darum geht, Gott zu kennen, wissen manche von ihnen nicht mehr darüber als ein Hottentotte von einer ägypti- schen Nacht. Das stimmt, wenn es darum geht, den Heiligen Geist wirklich zu erkennen. Wenn die Gabe der Geistesunterscheidung wirksam ist und Teufel ausgetrieben werden, bezeichnet man den Geist Gottes als Wahrsagerei und als vom Teufel. Man sagt: "O die- se Gruppe, sie gehört nicht zu unserer Organisation." Dann hängen sie euch Namen an wie "Jesus Only", "Heilige Roller" und derglei- chen mehr. Sie erkennen es nicht. Die Stunde ist nahegerückt, in der das alles aufgedeckt wird. So gewiß ich hier hinter diesem Pult stehe, wird Gott es tun. ER wird Seine Kinder herausreißen, so gewiß ich hier stehe. Gott im Himmel weiß das. Ihr glaubt, daß ich ein Prophet, ein Knecht des HErrn bin, so höret auf mich! ER ist nahe. Ihre Kinder werden mit geistlichem Tod getötet. Seht sie euch an! - kalt und formell. Das betrifft nicht nur die Baptisten und Presbyterianer, sondern auch alle anderen, die schon seit Jahren tot sind. Wenn man mit der Erweckung, der Rechtfertigung unter Luther, vorwärts gegangen wäre, dann wäre die große Pfingstbewegung dieser Zeit in der lutherischen Kirche. Das Licht hätte uns weiter- geleitet zur Heiligung, die unter Wesley folgte. Seht, Luther ging darin nicht weiter. Sie waren bereits Lutheraner. So trat Wesley auf Was geschah nach dem Tod Wesleys? Sie organisierten sich und formten verschiedene Methodisten-Kirchen. Sie hatten eine große Erweckung, doch sie alle wurden Organisa- tionen unterworfen. Was geschah, als Pfingsten hervorbrach mit Zungenreden und der Wiedererstattung der Geistesgaben? Sie konn- ten sich nicht fortbewegen und bezeichneten es als vom Teufel. Was haben die Pfingstler jetzt getan? Dasselbe, was die anderen damals taten. Wo befinden sie sich jetzt? Sie sind so tot wie ein Tür- nagel. "ICH werde sie in ein Krankenbett werfen und ihre Kinder töten." (Ich glaube, es war der 22. Vers.) "Siehe, Ich werfe sie in ein Bett, und Stürze die, welche mit ihr die Ehe gebrochen haben, in große Trübsal, wenn sie nicht Buße tun für ihre Werke..." Diese Menschen, die in die große Trübsal geworfen werden, sind die törichten Jungfrauen, die nicht genügend Öl in ihren Lampen hatten. Obwohl sie zu den Organisationen gehörten, gute Menschen waren, zur Gemeinde gingen usw., war es zu spät, als sie das Öl holen wollten. Seht ihr: "ICH werfe sie in große Trübsal." Die katholische Kirche mit ihren Kindern wird in die große Trübsal hineingehen. "Wenn sie sich nicht vom Treiben dieser abwenden..." Es sind nicht die Kinder, die Menschen, die sich in ihr befinden, sondern die Kirche selbst. Mir tun die armen Katholiken, Baptisten, Presbyterianer und Pfingstler leid. "Bist du Christ?" "Ich bin Pres- byterianer." Das besagt nicht mehr als die Behauptung, ein Schwein mit einem Sattel sei ein Rennpferd. Was in der Welt könntet ihr in dieser Sache tun? Nichts! Ich habe das nicht als Witz gemeint. Die- ser Ort ist nicht dazu da, Witze zu machen, sondern zur Verkündi- gung des Evangeliums. Ich wollte nur eine Illustration geben. Sie haben mit der Sache nichts gemeinsam. Ich bin Pfingstler!" Auch das hat mit der Sache nichts zu tun. Ihr könnt zu über 50 Organisationen gehören, aber seid ihr ein wiedergeborenes Kind Gottes? Liebt ihr jeden von ganzem Herzen und von ganzer Seele? Liebt ihr Gott, und stellt ihr es täglich unter Be- weis ungeachtet dessen, was man euch antut? Wenn ihr aufbraust wie eine Kreissäge, so beweist es, daß der Heilige Geist von euch gewichen ist, falls ihr lhn je hattet Es sei denn, sie tut Buße über ihre Werke ... und ihre Kinder will Ich an einer Seuche sterben ..." Ihre Kinder! Isebels Kinder. Was tat Isebel? Sie verheiratete ihre Tochter in den anderen Stamm, Juda. Beachtet die geistliche Bedeu- tung! Vielleicht kann ich es aufzeichnen. Beachtet es sorgfältig! Hier ist Isebel und Israel. Dort ist Juda unter Josaphat. Dieses hier ist unter Ahab, wo sich Isebel befindet. Sie kam hinein und verur- sachte, daß ganz Israel Götzendienst trieb. Das gleiche tat die katho- lische Kirche in den Tagen Konstantins, als die Nikolaiten sich mit dem Heidentum vereinigten und eine heidnische Form des Chri- stentums machten. Ich möchte euch Katholiken nicht verletzen, doch ich trage die Verantwortung vor Gott. Die katholische Kirche ist nichts anderes als eine heidnische Form des Christentums mit Aber- glauben und Götzen und vielem mehr. Das stimmt genau - eine heidnische Form. Das ist wahr. Selbst wenn ich in dieser Minute sterben müßte, würde ich zu dieser Wahrheit stehen. Die Protestan- ten befinden sich auf derselben Stufe. Gebt acht, was Isebel tat! Dann erkennt ihr den Teufel. Sie war ihm so ergeben, daß sie die Tochter, die sie geboren hatte, diesem großen, heiligen Mann gab und mit seinem Sohn verheiratete und so dasselbe in das Reich Josaphats hineintrug. Die Nikolaiten, kalt und formell, wollten eine Organisation und vereinigten sich. Beachtet das gleiche hier. Isebel, die katholische Kirche, nimmt hier ihre Töchter, die Organisationen, und bringt sie wieder zurück hinein. Das gleiche widerfährt ihnen. Ihre Kinder werden mit geist- lichem Tod getötet. Sie organisieren sich selber zu Tode, und alsbald stellt man fest, daß der Geist gewichen ist. Sagt mir! Laßt mich euch etwas fragen - besonders die Ge- schichtskenner, von denen fünf oder sechs hier sitzen. Kommt und zeigt mir aus der Schrift oder der Geschichte, ob je eine Gemeinde, die gefallen ist und zurück in eine Organisation ging, wieder auf- erstand und eine Erweckung erlebte. Sagt es mir! Hatten sie je eine Erweckung, nachdem sie sich organisierten? Nein! Der Geist ver- ließ sie. Darin sind die Pfingstler einbegriffen. Als die Pfingst- segnungen fielen und ihr alle in Zungen spracht - ihr Älteren, die ihr die großen Pfingstsegnungen erlebt habt -, hattet ihr nach eini- ger Zeit das "Große Konzil". Organismus ist in Ordnung, doch nicht die Organisationen. Wißt ihr, ihr konntet es nicht ertragen, ihr mußtet wieder zurückkehren und ein Kind Satans werden und euch organisieren. Danach brach weiteres Licht über den Namen Je- su Christi hervor. Auch sie wurden einseitig und sagten: "Preis sei Gott! Wenn ihr nicht den Namen 'Jesus' annehmt, geht ihr zur Hölle. Wir haben es, und ihr habt es nicht!" Was taten sie? Sie star- ben auf der Strecke, machten eine Organisation daraus, anstatt daß sie das Licht durch die Gemeinde dringen ließen. Es würde seinen Platz von selbst einnehmen, doch ihr organisiertet euch. Was ist es? Ein Kind Isebels. Sie alle starben ohne Ausnahme. Jetzt möchte ich euch etwas fragen. Haben die 'Assemblies of God' (Trinität) oder die 'Einheits-Pfingstgläubigen' oder irgendeine der Organisationen sich je zu einer gemeinsamen Erweckung erhoben? Niemals! Diese letzte Erweckung, die gerade vorüberzog, nachdem der Hei- lige Geist im Jahre 1933 dort am Fluß herunterkam - viele von euch waren gegenwärtig - und gesagt wurde, daß diese großen Heilungs- gottesdienste über die ganze Welt gehen würden, kam nicht durch eine der verschiedenen Organisationen. Gott hat außerhalb ihrer Reihen und sozusagen durch einen Heiden diese Erweckung begon- nen. Und seht, was dadurch geschehen ist. Sobald eine Organisation entstand, starben sie. ER sagte: 'ICH werde ihre Kinder töten. Bitte empfindet nicht schlecht mir gegen- über. Wenn ich dieses weiß und es nicht sage, bin ich ein Heuchler, und Gott wird mich dafür verantwortlich machen. Ich möchte wie Paulus sein und sagen können: "Ich habe es nicht unterlassen, euch den ganzen Ratschluß Gottes zu verkündigen." Das stimmt. Als Isebel Ahab heiratete, bauten sie Altäre in Jerusalem und führ- ten Bildnisse in Israel ein, vor denen sie sich verneigten. So ver- einigte sich die Nikolaitenlehre mit dem Heidentum. Sie setzten Jupiter ab und erhoben Petrus. Sie nahmen Venus herunter und setz- ten Maria hinauf. Die Bibel sagt, daß ganz Israel durch sie zur Sün- de verleitet wurde. So hat die katholische Kirche verursacht, daß alle Töchter in eine Organisation hineingingen. All das ist Sünde, es gleicht Isebel und ihrer Tochter. Als die Hierarchie erhoben wurde, nahm Papst Bonifatius seinen Sitz, und so hatten sie einen Gott auf dem Thron. Sie hatten keine Verwendung mehr für die Taufe des Heiligen Geistes in der Ge- meinde. Das stimmt. Sie hatten ihre Satzungen und waren formell. Wenn eine Organisation Dogmen in gleicher Weise annimmt, unterdrücken sie die Freiheit des Geistes in der Gemeinde - die Bap- tisten, Presbyterianer, Methodisten usw. taten es. Allmählich welk- ten sie dahin und starben, wie Jesus es von dem Weinstock sagte. Der Heilige Geist mitsamt den Zeichen und Wundern wurde als der Vergangenheit angehörend betrachtet. Gleich ihr wurden auch sie reich. So brachte sie die ganze Welt dahin zu sündigen, denn sie und ihre Töchter haben sich in jede Nation verbreitet. Beachtet, wie Er sie, Seinen Überrest, am Ende herausbittet und herausnimmt, die Auserwählten, die wenigen, um derentwillen die Zeit verkürzt wird, sonst würde kein Fleisch gerettet. In Offbg. 13, 16 steht: "Weiter bringt es alle, die Kleinen wie die Großen, die Reichen wie die Armen, die Freien wie die Sklaven, dazu, sich ein Malzeichen an ihrer rechten Hand oder an ihrer Stirn anzubringen. Es ist das Malzeichen des Tieres, welches die rö- misch-katholische Kirche ist. Gemäß Offbg. 13, 14 wurde das Bild- nis angefertigt. Laßt uns den Vers zusammen lesen: "...und es verführt die Bewohner der Erde durch die Wunder- zeichen, die es infolge der ihm verliehenen Gabe vor den Augen des Tieres vollvollführt, indem es die Bewohner der Erde dazu beredet, dem Tiere, das die Schwertwunde hat und wieder aufgelebt ist, ein Bild anzufertigen." Das ist der Zusammenschluß der Kirchen. Das heidnische Rom empfing die tödliche Wunde und lebte auf durch das päpstliche Rom. Seht, ein Bildnis wurde ihr gemacht. Was würde es sein? Gerade das, was sie jetzt tun, hineinstrebend in den Zusammenschluß der Kirchen. Alle Kirchen gehören zu dieser Organisation, alle gehen in eine Gruppe. Sie bereiten jetzt eine Bibel vor. Papst Johannes hat sie alle eingeladen, zurückzukehren. Der Erzbischof von Canterbury ist auch unterwegs. Seht ihr, die ganze Sache kehrt zur Mutter zurück, denn sie sind Dirnen von Anfang an. Sie sagen: "Wir wollen uns alle vereinigen, um den Kommu- nismus zu bekämpfen." Sie wissen nicht, daß Gott den Kommunis- mus erstehen ließ. Ich kann es mit der Bibel beweisen. ER hat es ihnen in den Sinn gegeben, Rache an ihnen für die Heiligen zu üben um des Blutes willen, das sie auf Erden vergossen haben. Gott ließ den Kommunismus erstehen in gleicher Weise wie damals König Nebukadnezar, der Israel züchtigte. ER ließ den Kommunismus er- stehen, der eines Tages Rom von der Landkarte hinwegfegen wird. Seht, sie verursachte, daß alle, reich und arm, das Malzeichen empfingen. Es gibt nur eine Gruppe, die sie nicht antasten konnte (Ofbg. 13,8). Hört jetzt zu, während ich lese: "Hierauf trat ich an den Sand des Meeres. Da sah ich aus dem Meere ein Tier heraufkommen, das hatte zehn Hörner und sieben Köpfe und auf seinen Hörnern zehn Königskronen und auf seinen Köpfen gotteslästerliche Namen. (Das bezieht sich auf die sieben Hügel. Wir haben es gestern abend durchgenommen.) Das Tier, das ich sah, glich einem Panther, doch seine Füße waren wie die eines Bären und sein Maul wie ein Löwen- rachen. Der Drache gab ihm dann seine Kraft (welches der rote Teu- fel war, der sich vor das Weib stellte, um ihr Kind zu verschlingen. Das war Rom. Wir alle wissen es.), dazu einen von seinen Köpfen, der wie zum Tode verwundet war (Heidentum), dessen Todeswunde jedoch wieder geheilt wurde (das Papsttum nahm den Platz ein, ver- einigt mit dem nikolaitischen Christentum). Da sah die ganze Erde dem Tier mit staunender Bewunderung nach ..." Der Katholizismus hat sich in jede Nation unter dem Himmel ver- breitet. Das stimmt. Daniel sprach von dem Eisen und der Tonerde. Ich möchte euch etwas über das Eisen und die Tonerde sagen. Habt ihr darauf achtgegeben, oder habe ich euch schon von der letzten gro- ßen Konferenz erzählt, die hier stattfand, in der Chruschtschow sei- nen Schuh auszog und auf den Tisch schlug? Dort waren fünf östli- che und fünf westliche Nationen versammelt. Chruschtschow, das Haupt der östlichen, und Eisenhower, das Haupt der westlichen Na- tionen, waren die beiden Leiter, die zwei großen Zehen. Chrusch- tschow bedeutet Tonerde, Lehm. Eisenhower bedeutet Eisen. Wir sind am Ende. "... und man betete den Drachen an, weil er dem Tiere die Macht gegeben hatte, und man betete das Tier an und sagte: 'Wer ist dem Tiere gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufzunehmen?'" Seht, in den USA hat Eisenhower einen großen Namen. In Rom hat er keine Bedeutung. In Rußland ist er nichts. Chruschtschow ist groß in Rußland, in Amerika ist er nichts. Ein Mann aber ist über- all groß. Das ist der Papst. "Wir wollen uns organisieren und zu- sammenkommen." "Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Läste- rungen ausstieß, und es wurde ihm Vollmacht gegeben, es zweiund- vierzig Monate lang so zu treiben. Da öffnete es sein Maul zu Läste- rungen gegen Gott (sie lehren Menschengebote und Satzungen. Sie sind hochmütig und lieben das Vergnügen, haben eine Form der Gottseligkeit, leugnen aber die Kraft), um Seinen Namen (verwand- te Vater, Sohn und Heiliger Geist anstatt HErr Jesus Christus) und Sein Zelt, nämlich die, welche ihre Wohnung im Himmel haben, zu lästern. Auch wurde ihm gestattet, Krieg mit den Heiligen zu führen (die Verfolgung wird anheben) und sie zu besiegen; und Macht wur- de ihm über alle Stämme und Völker, Sprachen und Völkerschaften verliehen. So werden ihn denn alle Bewohner der Erde anbeten, al- le, deren Namen nicht im Lebensbuch des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt geschrieben stehen. Seit Grundlegung der Welt stehen unsere Namen in dem Buch geschrieben. Jesus sagte: "Niemand kann zu Mir kommen, es sei denn, der Vater ziehet ihn zuerst. Und alle, die der Vater Mir ge- geben hat, kommen zu Mir. Meine Schafe hören Meine Stimme." Dieses ist die Speise. Einem Fremden werden sie nicht folgen. Man sagt: "Ich gehöre zu einer Gemeinde. Ich bin genauso gut wie du." Das ist keine Speise für ein Schaf. Hier ist Schafspeise! "Versetzt in himmlische Örter in Christus Jesus." Oh, Er ist so wunderbar, nicht wahr? Ehe wir zum Schluß kommen, wollen wir Kap. 2, 23 lesen: "... und ihre Kinder will Ich an einer Seuche sterben lassen; dann werden alle Gemeinden erkennen, daß Ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und Ich werde einem jeden von euch nach seinen Werken vergelten. Euch anderen aber in Thyatira, allen denen, welche sich zu dieser Lehre nicht halten..." Welch eine Lehre? Organisationen, Bischöfe, Erzbischöfe und Päpste. Sie haben diese Lehre nicht. Gestern abend stellten wir fest, daß Israel noch keine Nation war, als es durch Moab zog. Sie wohn- ten auf Erden als ein freies Volk. Stimmt das? Sie wanderten umher und wohnten in Zelten usw. Mit den wahren Pfingstgruppen ist es das gleiche. Sie ziehen von Ort zu Ort. "...welche sich zu dieser Lehre nicht halten, da ihr die 'Tiefen des Satans' wie sie behaupten, nicht erkannt habt..." Nun, wir stellten fest, wo der Sitz Satans war. Gestern abend nah- men wir dieses von Anfang an durch. Wo befand sich sein Sitz zu Beginn? - in Babylon. Als der Königspriester von Babylon vor den siegenden Chaldäern floh, kam er nach Pergamon und schlug dort seinen Sitz auf Er verlegte seinen Sitz aus dem Lande Sinear nach Pergamon. Wir lasen es gestern abend aus der Geschichte. Dort be- gann er, die katholische Kirche zu formen, welche immer noch 'Mut- ter Babylon' ist - der Sitz Satans. "...euch sage Ich: ICH lege euch keine weitere Last auf ..." Wei- tere Lasten werden euch nicht auferlegt. "Nur haltet das fest, was ihr besitzt!" Diese kleine Minderheit wurde in dem dunklen Zeitalter hinausgedrängt. Es waren fast 1500 Jahre, durch die sie gehen muss- ten. "Nur haltet das fest, was ihr besitzt, bis Ich komme!" Mit ande- ren Worten: ihr habt den Pfingstsegen immer noch in euren Her- zen. Haltet daran fest, bis Ich euch befreie und das andere Zeitalter anbricht. "Und wer da überwindet und in Meinen Werken bis ans Ende verharrt, dem will Ich Macht über die Heiden geben, und er soll sie mit eisernem Stabe weiden, wie man irdenes Geschirr zerschlägt, wie auch Ich von Meinem Vater empfangen habe..." Ihr seht, was es sein wird, wenn diese Gemeinde aus dem 'dunk- len Zeitalter' gegen diese heidnische Gruppe im Gericht auftritt: wie werden diese Füße von Erz sie zertreten! Ich sage euch: ER wird sie zerschmettern, wie man irdenes Geschirr zerschlägt. So sagt es die Bibel. "...und Ich will ihm den Morgenstern geben ... (Ihr wißt, daß Christus der Morgenstern ist.) Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Seid ihr nicht froh? Ich habe noch etwas mehr, obwohl es schon spät ist. Vielleicht werde ich morgen auf die Spanne von zweitau- send Jahren zurückkommen. ER, die Lilie im Tale, Er, der helle Morgenstern, Er, der Schönste von Zehntausend, gib dein Herz Ihm heute gern... Liebt ihr Ihn? Ich lieb'... (Laßt uns Ihn anbeten nach all den schneidenden Worten und der Botschaft) ...das teure Gotteslamm, das mich erkauft und für mich starb am Kreuzesstamm. Ist Er nicht wunderbar? Oh, ich liebe Ihn. Die Dinge, die ich nicht durchgenommen habe, werden im Buch sein. Wir können das gan- ze Gemeindezeitalter nicht an einem Abend durchnehmen. Ich habe heute abend ein wenig leiser gesprochen, weil ich heiser bin. Oh ist Er nicht wunderbar? [Bruder Branham singt : "Einer von denen..."] Ich erinnere mich daran, daß ich eines Abends mit dem Flug- zeug aus Chattanooga in Memphis, Tennessee, landete. Man brachte mich in ein feines, großes Hotel und sagte mir: "Dein Flugzeug wird morgen früh um 7 Uhr weiterfliegen." Ich brachte Briefe zum Postkasten, die ich an meine Freunde zu Hause geschrieben hatte. Als ich dahinging, sprach der Heilige Geist: "Gehe weiter!" Ich tat es und gelangte in eine Umgebung, wo Farbige wohnten. Ich blieb stehen und dachte: "Schau her, es ist doch Zeit, daß dein Flugzeug abfliegt." Der Heilige Geist aber sprach: "Gehe weiter!", wie Er es vor kurzem, wie ihr hörtet, im Wald getan hat. "Gehe weiter!" So ging ich weiter. In einer Entfernung sah ich einen Schuppen, in dem arme Far- bige wohnten. Ich sah eine alte, typische Negerfrau, die ein Jungen- hemd um ihren Kopf gebunden hatte und sich über die Pforte lehnte. Ich ging dahin und sang: "Ich gehöre zu denen ..." Hallelujah! Es ist etwa vierzehn Jahre her. Ich war noch ungefähr einen hal- ben Stadtblock von ihr entfernt, konnte aber sehen, daß diese alte Da- me mich mit ihren Augen musterte. Ich schritt weiter und hörte auf zu singen. Als ich näher kam, sah ich große Tränen auf ihren run- den Wangen. Sie sah mich an und sagte: "Guten Morgen, Predi- ger." Ich wandte mich um und fragte: "Wie geht es dir, Tante?" Sie lächelte über das ganze Gesicht. Ich fragte: "Wie wußtest du, daß ich ein Prediger bin?" Sie antwortete: "Ich wußte, daß du kommst." Ich fragte: "Wie wußtest du das? Kennst du mich?" Sie antwortete: "Nein, aber ich wußte, daß du kommst. Hast du je von der Sunami- tin gehört?" Ich sagte: "Ja" Darauf antwortete sie: "Ich war eine solche Frau. Der HErr gab mir ein Kind, und ich versprach, es für Ihn zu erziehen. Ich bin eine arme Frau. Ich wasche und arbeite bei den weißen Leuten für mei- nen Lebensunterhalt. Ich habe den Jungen, so gut ich wußte, erzo- gen. Dann aber, Prediger, ist er in verkehrte Gesellschaft geraten und hat sich eine Krankheit zugezogen. Wir erfuhren erst davon, als es schon zu spät war. Jetzt liegt er auf dem Bett im Sterben. Zwei Tage schon ist er bewußtlos. Der Arzt sagte, daß die Krankheit ins Blut übergegangen ist und sein Herz schädigte, so daß keine Medizin mehr helfen wird. Er sagte, er wird sterben. Ich aber kann nicht mit ansehen, daß er in dieser Weise als Sünder stirbt. Ich habe gebetet und gebetet und zwar die ganze Nacht hindurch. Er ist bewußt- los, weiß nichts mehr seit zwei Tagen. Ich betete und sprach: 'HErr, Du hast mir das Kind gegeben wie der Sunamitin, wo aber ist Dein Elia? Wo ist er? Wodurch kann mir geholfen werden?' Danach bin ich auf meinen Knien eingeschlafen. Der HErr aber sprach zu mir in einem Traum: 'Gehe hinaus und stelle dich an die Pforte! Es wird ein Mann die Straße herunterkommen, der einen hellen Hut und einen dunklen Anzug trägt.' ER sagte: 'Der wird zu dir sprechen.' Sie sagte: "Ich stand schon vor Tagesanbruch hier." Ihr Rücken war feucht vom Tau. Sie sagte: "Ich sah dich mit deinem hellen Hut und erwartete, daß du eine kleine Tasche trägst." Ich sagte: "Die habe ich im Hotel gelassen." Ich sagte: "Dein Sohn ist krank!" Sie erwiderte: "Er stirbt!" Ich sagte: "Mein Name ist Branham. Kennst du mich?" Sie sagte: "Nein, Herr Branham, ich habe nie von dir gehört." Darauf sprach ich: "Ich bete für die Kranken." Daran war sie nicht interessiert. Sie wollte nur, daß ihr Sohn nicht als Sünder stirbt. Ich ging durch die alte Pforte, die zurückschwang, in das Haus hinein. Es bestand nur aus zwei kleinen Räumen. Es gab eine Küche, und der andere Raum war Wohnzimmer und Schlafzimmer zusammen. Es war alles sehr sauber. Beim Eintreten sah ich einen Spruch über der Tür: "Gott segne unser Heim." In der einen Ecke befand sich ein Bettgestell, auf dem dieser große Junge lag; etwa 1,80 m groß. Ich schätzte sein Gewicht auf ungefähr 170-180 Pfund. Er hielt die Decke in seiner Hand und stöhnte: "Oh, oh..." Sie sag- te: "Muttis Kind." Ich dachte: "Muttis Kind", obwohl er geschlechts- krank war und im Sterben lag. Sie küßte ihn auf die Stirn, streichel- te ihn und sagte: "Mamas Baby." Mein Herz erhob sich. Ich dachte: Ja ganz gleich, wie tief in Sünde er gefallen war, immer noch war es ihr Kind." Ich dachte, ungeachtet dessen, wie schlecht es ihm er- ging, er war immer noch "Mutters Baby". Dann dachte ich, daß ge- schrieben steht: 'Auch wenn eine Mutter ihres Kindes vergessen sollte so wird Gott euer niemals vergessen, denn euer Name ist in Seine Handflächen verzeichnet.' Wie könnte Er es? Ich sah die alte, geheiligte Schwester herumgehen. Bruder, man konnte sehen, daß sie nichts im Hause hatte, doch andererseits hatte sie etwas im Hause, das in jedem Hause in Indiana und überall sein mußte und das ist Gott. Das ist mir lieber als ein schönes Heim mit Fotomodellen und die- sem Schmutz. Eine alte Bibel lag geöffnet da, deren Blätter abgenutzt waren Ich sah sie an, und sie sprach: "Der Prediger ist gekommen, um für dich zu beten, Liebling." Er stöhnte: "Oh, oh, dunkel... Oh." Ich fragte: "Was sagt er?" Sie antwortete: "Er weiß es nicht. Der Arzt meint, er sei nicht mehr zurechnungsfähig. Er denkt, daß er auf einem Boot auf weiter See verloren dahintreibt. Das ist es, was ich nicht ertragen kann, Prediger: zu wissen, daß mein Kind stirbt und verloren ist. Ich weiß, du bist gekommen, mir zu helfen, denn so hat der HErr es mir gesagt." Ich erwiderte: "Ich werde für ihn beten. Vielleicht wird der HErr ihn heilen." Daran war sie nicht interessiert. Sie wollte nur, daß er gerettet ist. Das würde genügen, wenn er nur gerettet ist. Denn eines Tages muß er sowieso gehen. Wenn er nur gerettet ist! Oh, wenn wir nur diese Einstellung hätten! Sie wußte, daß sie dann drüben in dem ewigen Heim mit ihm wohnen würde. "Wenn ich ihn nur sagen hören könnte, daß er gerettet ist." Ich bat darum, daß wir zum Gebet niederknien. Ich faßte seine Füße an: sie waren kalt und steif. Die dünne Decke reichte nicht aus, seine Füße zu bedecken. Er zog sie weiter hinauf zu sich, in der Meinung, daß er Ruder bewegte. Er wiederholte immer wieder: "Es ist dunkel, es ist dunkel." Sie versuchte, mit ihm zu sprechen. Er sagte: "Es ist dunkel und kalt." Dann sah ich sie an und bat darum, daß sie beten möchte. Sie sagte: "Ja!" Sie, ich und der Junge und der Heilige Geist in dem Raum. Diese alte Geheiligte betete. Daraus konntet ihr entnehmen, daß sie schon vorher im Gebet zu Ihm gesprochen hatte. Sie wußte, zu wem sie sprach. Sie sagte: "HErr, ich weiß nicht, was Du tun wirst, doch alles ist gekommen, wie Du es gesagt hast." Oh, ich bin so froh, ich bin so froh, daß Er immer noch derselbe Jesus ist, wie mit den Heiligen in der Vergangenheit. ER ist heute noch derselbe. Ich fragte sie nicht, ob sie zu den Baptisten oder Pfingstlern oder sonstwohin gehört. Das war nicht meine Sache. Ich folgte einfach der Leitung des Heiligen Geistes, und sie tat das gleiche. Wir woll- ten sehen, was Er tun wird. Während wir knieten, betete sie. Als sie fertig war, erhob sie sich, küßte ihren Sohn auf die Stirn und sagte: "Gott segne dich, mein Kind!" Dann bat sie: "Wirst du jetzt beten, Prediger?" Ich sagte: "Ja, Frau." Es war schon ungefähr 8.30 Uhr, ich war zwei Meilen von dem Flugplatz entfernt, und der Flug sollte um 7 Uhr sein. Ich wußte noch nicht, wann ich zurückkommen würde. Ich legte ihm meine Hände auf und sagte: "Himmlischer Vater, ich verstehe dies nicht, denn ich sollte das Flugzeug um 7 Uhr neh- men. Doch Du hast gesagt, ich sollte weitergehen. Und dies habe ich jetzt hier vorgefunden. Die Schwester bezeugt, daß Du ihr mein Kom- men gezeigt hast. Wenn Du es warst, der mich leitete, so lege ich jetzt diesem Jungen meine Hände auf." Sogleich rief er: "O Mama, es wird Licht in diesem Raum." Kurz darauf saß er aufrecht und umarmte seine Mutter. Ich eilte hinaus, nahm ein Taxi und fuhr zum Hotel, holte mei- nen Koffer und gedachte hinüberzugehen, um auf den nächsten Flug zu warten. Ihr wißt, wie schwer es war, in den Nachkriegsjahren einen Flug zu bekommen. Ich dachte, daß ich eventuell zwei Tage warten müß- te. Nachdem ich mit dem Taxi auf dem Flughafen angekommen war, hörte ich die Durchsage: "Flug Nummer 196 nach Louisville, Kentucky, ist startbereit!" Gott hielt das Flugzeug solange um meinetwillen fest. Das glaube ich. Fast zwei Jahre später fuhr ich mit dem Zug zu Bruder Sharrit nach Arizona. Man holte mich mit Bruder Moore und anderen ab. Unterwegs hielt der Zug für einige Minuten in Memphis zum Rangieren. Die belegten Brote, die man sonst für 15 Cent kaufen kann, kosteten im Zug ungefähr 60 Cent pro Stück. Ich wartete nur, bis der Zug hielt, um mir dann etwas zum Essen zu kaufen. Ich wollte mir einige Hamburger kaufen und es mir wohl sein lassen auf meiner Weiterreise. Ich sprang heraus, beeilte mich, denn der Zug hielt nur ungefähr 40 Minuten. Da hörte ich jemanden rufen: "Hallo, Prediger!" Ich sah mich um. Dort stand jemand mit einer roten Mütze, der seine Augen auf- und niederschlug. Er rief: "Kennst du mich?" "Ich glaube nicht, Sohn." "Komm und sieh mich gut an!" "Nein, ich glaube nicht, daß ich dich kenne." Er sagte: "Ich kenne dich. Du bist Prediger Branham." Ich sagte: "Das stimmt. Warst du je in meinen Versammlungen?" Er sagte: "Nein! Erinnerst du dich nicht an jenen Morgen, als du zu unserem Haus kamst und meine Mutter dich erwartete?" "Das bist doch nicht du?" Er sagte: "Ja, ich bin es, ja, ich bin es! Prediger, ich bin völlig geheilt und gesund, und nicht nur das: ich bin ein Christ! Preis dem HErrn!" [Bruder Branham singt: "Einer von denen ..."] Was ist diese Religion der alten Zeit? Sie begann am Anfang, ihr ganzer Weg ist mit dem Blute Jesu Christi durchtränkt. O wie dank- bar bin ich für das Evangelium! Welch eine Art von Evangelium ist es? - das gleiche, wie es zu Pfingsten war ... Ihr könnt es nicht organisieren. Seit Pfingsten bis zu Ephesus, durch Pergamon und Thyatira, Sar- des, Philadelphia und Laodicea gab es Märtyrer. Was würde hier geschehen? Wie die Bibel bezeugt, wird alles hineingehen, und die- ses Tier wird sich in den Vereinigten Staaten erheben. Ihr erinnert euch an die Vision, die ich 1933 hier vorlas. Die Ka- pelle war damals noch nicht gebaut. Ich wußte nicht, was eine Vi- sion ist. Ich nannte es Verzückung. Ich war damals ein junger Bap- tistenprediger. Mein ganzes Leben lang sah ich Visionen. Ich bitte all diejenigen aufzustehen, die beweisen können, daß eine von ihnen nicht zutraf. Niemals ist das der Fall gewesen. Es kann nicht sein. Es wird nicht sein. Als ich im Begriff war, die Sonntagsschule zu beginnen, kam die Verzückung über mich. Als kleine Gruppe hatten wir damals unsere Versammlungen in dem alten 'Masonic Home', wo Charlie Kurn wohnte. Ich sah, wie Präsident Roosevelt die Welt in einen Welt- krieg führte. Ich sagte voraus, daß drei Systeme entstehen würden: der Nazismus, der Faschismus und der Kommunismus. Wie viele erinnern sich noch daran? Ich sagte: "Richtet eure Augen auf den Kommunismus, denn dar- in wird alles zusammengefaßt." Ich sagte, daß Mussolini nach Äthiopien eindringen, aber versagen wird. Ich sagte: "Dann wer- den wir Krieg mit Deutschland führen, doch Deutschland wird sich hinter einer Betonfestung verschanzen." Dies sagte ich, elf Jahre be- vor sie errichtet wurde. Ich sagte: "Dann werden wir den Krieg endlich gewinnen. So- fern der Krieg vorbei ist, wird die Wissenschaft große Dinge erfin- den. Dabei werden die Autos immer mehr die Form eines Eies an- nehmen." Dann sah ich ein Auto auf einer großen Autobahn dahin- fahren, das nicht mit einem Steuerrad gesteuert wurde. Es wurde auf andere Weise gesteuert. Sie haben es bereits hergestellt. Ich sagte: "Die Zeit kommt, wo den Frauen gestattet wird zu wäh- len." Ich sagte: "Diese Nation ist eine Frauen-Nation. Sogar in der Prophetie wird sie durch eine Frau symbolisiert. Auch die Zahl 13 wird in der Prophetie genannt." Ich sagte: "Es ist eine Frauen- Nation, die hier ihre Freiheiten haben. Und sie werden sie ruinie- ren, sie richten die Welt zugrunde." Bruder Roy, ich habe deinen Bericht über die Kriminalität in den Vereinigten Staaten bekommen. In jedem Fall waren unmoralische Frauen darin verwickelt. Ich sagte: "In der Zeit, in der den Frauen zu wählen gestattet wird, werden sie die verkehrte Person wählen." Das taten sie bei der letzten Wahl, wodurch sie ihren Einfluß festigten. Während der Zeit wird es geschehen, daß ein großes Weib in den Vereinigten Staaten aufsteht, die hübsch gekleidet sein wird. In Klammern schrieb ich: "Vielleicht die katholische Kirche", welche die Herrschaft und alle Macht über die Vereinigten Staaten ausüben wird. Ihr Aussehen wird sehr schön sein, doch in ihrem Herzen wird sie so bösartig sein wie nur möglich." Dann schaute ich wieder hin und sah die Vereinigten Staaten in Stücke zerschlagen. Nichts war darauf übriggeblieben. Was ich da- mals voraussagte, war SO SPRICHT DER HERR! Bedenkt, fünf von diesen sieben Voraussagen sind bereits einge- troffen. Die katholische Kirche ergreift immer mehr die Macht. Die Zeit des Endes kommt. Ich sagte, daß mir etwas wie schwelende Baumstümpfe und zer- sprengte Felsen gezeigt wurde. Die ganzen Vereinigten Staaten la- gen verwüstet da, soweit ich von meinem Standort aus sehen konnte. Ich sagte dann: "Gemäß dem schnellen Fortschreiten der Zeit wird sich dieses irgendwann zwischen diesem Jahr 1933 und dem Jahr 1977 ereignen! Und es wird sehr aufeinandergedrängt folgen müs- sen, wenn es überhaupt so lange dauert." Freunde, wir sitzen auf einem Pulverfaß. Alles ist bereit. Doch unser geliebter himmlischer Vater gab uns die Verheißung. Ist es nicht wunderbar, ein Knecht Christi zu sein? Wir haben das Vorrecht, alle Dinge zu sehen, die Er verheißen hat. ER wohnt unter uns, Er ist jetzt mit uns und kennt die Geheimnisse jedes Herzens. ER weiß alles über euch. Seine Flammen durchdringen unsere Herzen. ER weiß alles über uns. ER liebt uns. Seid ihr nicht froh, heute abend in der kleinen Gruppe der Minderheit zu sein, die am Glauben festhält? Sein Gebot war: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben." "Es sei denn, dieses Werk wird in Kürze beendet, sonst würde kein Fleisch geret- tet." Seht, wir befinden uns direkt in der Endzeit. Die Pfingstler kühlen ab, werden lauwarm, und Gott muß sie aus Seinem Mund speien. Nur eine kleine Gruppe wird herausgezogen, nur wenige. Doch darin ertönt der Ruf: "Siehe, der Bräutigam kommt!" Gebt acht! Es steht von den Nachtwachen geschrieben. Wir befinden uns in der letzten Nachtwache. Alle Jungfrauen aus der ge- samten Zeit werden auferstehen. Amen. Oh, was war es? - Derselbe Heilige Geist. Die Brautgemeinde wird entrückt, wie wir es am Sonntag abend durchgenommen haben. Als Joseph sich seinen Brüdern zu erken- nen gab, ließ er seine Braut - Weib - im Palast zurück. Er stand unter den Juden und sagte: "Ich bin Joseph, euer Bruder!" Die Schrift berichtet von dem Wehklagen jedes Hauses für sich (Sach. 12, 9-14). Sie fragten: "Woher hast Du Deine Wunden?" "Die habe Ich im Hause Meiner Freunde empfangen." Die Ihn durchsto- chen haben, werden Ihn sehen. Dort steht Er! - Joseph. Und Joseph sagte: "Macht euch keine Vorwürfe, Gott hat das geschehen lassen, um euer Leben zu erhalten!" Es geht um das Leben der Gemeinde aus den Nationen. Um Seines Namens willen hat Er sich ein Volk aus den Nationen herausgenommen. Oh, wir sind am Ende, meine Brüder! Wir sind hier. Gepriesen sei der Name des HErrn. Laßt uns diesen alten, guten Gesang als Pfingstbrüder und -schwestern gemeinsam singen. Nun, ihr sagt: "Ich bin Baptist!" Doch wenn ihr den Pfingstsegen empfangen habt, seid ihr Pfingst- ler! Gut! Meine teuren Freunde, höret! Wenn jemand auf seiner Lebens- reise Bitterkeit im Herzen aufkommen ließ, nehmt sie jetzt heraus! Laßt nichts Derartiges hinein! Gesegnet sei das Band, das uns im HErrn vereint. Geknüpft durch Christi Liebeshand, bleibt's fest, bis Er erscheint