Das Gemeindezeitalter zu Smyrna (The Smyrnaean Church Age) gepredigt am 6. Dezember 1960 in Jeffersonville, lndiana, USA William M. Branham [Die deutsche Übersetzung wurde mit einem Scanner eingelesen und mittels eines OCR-Systems in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandene Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. 16.7.2000] Laßt uns beten! Glorreicher Vater, wir sind heute abend so froh über die Gewißheit, daß wir schon jetzt unsterbliches Leben in uns tragen. Das Leben unseres Gottes, verteilt durch Feuerzungen, setzte sich auf jeden von ihnen: "...und sie wurden alle mit heiligem Geist erfüllt und begannen in anderen Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab auszusprechen." (Apg. 2,4) O Vater, wie danken wir Dir, daß Du Dich selbst Deiner Gemeinde mitgeteilt hast. Es verwundert uns nicht, Herr, daß Du sagtest: "An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir seid und ich in euch bin." Der Gott des Himmels wohnt unter Seinem Volk. "Nur noch eine kleine Weile, dann sieht mich die Welt nicht mehr; ihr aber seht mich, ich lebe, und ihr sollt leben...Ich werde mit euch, ja in euch sein, bis an das Ende der Welt." In jedem Gemeindezeitalter bist Du hier gewesen, als derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Wir erkennen Dich an den Werken, die Du vollführst. "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Herr, wir erkennen, daß der Höhepunkt aller Zeitalter naht, die Zeit ist im Begriff in die Ewigkeit einzu- münden. O Gott, unser Vater, wir sind so froh, zu wissen, daß wir als der Überrest in dieser Zeit leben. Wir prüfen unser Leben, um festzustellen, welche Beweggründe und Motive wir haben. Wir stellen fest, daß der Heilige Geist uns in Besitz genommen hat. O Gott, möchte jeder in Deiner göttlichen Gegenwart heute abend erkennen, in welch einem Gemeindezeitalter wir leben und schnell zu dem Herrn Jesus Christus hinfliehen. Denn es steht klar geschrieben: "Der Name des Herrn ist ein festes Schloß. Der Gerechte flüchtet dorthin und wird beschirmt." O Gott, komme heute abend herab und salbe uns, Herr. Bringe die Umherirrenden und Verwirrten zurecht, O Herr. Sieh auf die armen Schafe, Herr. Sie wissen nicht, was sie glauben sollen. Überall ist der Ruf nach einem Hirten. Wir bitten Dich, Vater, daß sie den großen Hirten der Schafherde hören, den Herrn Jesus. Möge Er durch Seinen Geist heute abend sagen: "Mein Kind, komme zu mir und ich werde Dir die Sabbatruhe geben, worin du für deine ewige Bestimmung versiegelt bist. Nicht mehr hin und her geworfen auf Erden, denn wir sehen, daß die Zeit zu Ende geht. Gewähre es, Vater. Sprich durch den Redner, und öffne die Ohren derer, die es aufnehmen, denn wir alle hören. Wir beten in Jesu Namen. Amen. Ihr mögt euch setzen. Heute abend werden wir das zweite Gemeindezeitalter betrachten. Ich sehe, daß viele sich Notizen machen, deshalb möchte ich es jedesmal erneut klar heraus- stellen. Nun, das zweite Gemeindezeitalter war das zu Smyrna. Es begann zur gleichen Zeit, als das Gemeindezeitalter zu Ephesus endete. Das Zeitalter zu Ephesus erstreckte sich von 55-170 n. Chr. Diese Gemeinde erlitt Verfolgung und trägt die Märtyrerkrone. Es war die Gemeinde der Trübsale. Die Verheißung Gottes an die Auserwählten in der Gemeinde war die Krone des Lebens. Jede Gemeinde hatte einen Stern, den der Herr in Seiner Hand hielt, der den jeweiligen Botschafter für das Gemeindezeitalter repräsentiert. Meines Erachtens war Paulus der Botschafter des Ephesus-Gemeindezeitalters. Die Bibel sagt nicht, wer sie waren. Er gründete die Gemeinde zu Ephesus und war der Knecht Gottes jenes Gemeindezeitalters, der für die Gemeinde das Licht brachte, Johannes übernahm es und trug es weiter. Dann Polykarp usw. Ich glaube, daß es Irenäus für das Gemeindezeitalter zu Smyrna war. Ich möchte euch den Grund angeben, weshalb ich Irenäus anstatt Polykarp wählte. Die meisten Geistlichen und Bibellehrer vertreten die Meinung, daß Polykarp der Engel der Gemeinde war. Polykarp war ein Jünger Johannes. Das ist wahr. Er besiegelte sein Zeugnis als Märtyrer. Sie stachen ihm ins Herz und töteten ihn. Er war ein großer, bedeutender Mann; ein feiner, gottesfürchtiger Mensch. Ohne Zweifel einer der größten Christen, die wir je hatten. Nichts konnte gegen sein Leben gesagt werden. Irenäus habe ich aus dem Grunde gewählt, weil er der Schrift näher stand als Polykarp, denn dieser neigte zu der römischen Idee, eine Organisation zu gründen. Irenäus war konsequent dagegen. Er lehnte es völlig ab. Wie wir alle wissen, fand die große Streitfrage, ob Gott drei oder Einer ist, im Konzil zu Nizäa statt. Irenäus vertrat den Standpunkt, daß Gott Gott sei, und zwar nur Einer. Ich möchte aus dem Buch "Die Vor-Nizäischen Väter" (Englische Ausgabe) - Band 3 - ein Zitat lesen. "Alle zum Ausdruck gekommenen Kundgebungen bringen die Bezeichnung oder den Titel desselben Wesens hervor." Seht, er versucht zu zeigen, wie sie Ihn bezeichneten: "Vater, Sohn und Heiliger Geist." Er sagte: "Das sind Titel, nicht Namen, sondern Titel des einen Wesens." Genau das lehren wir noch heute. Zum Beispiel finden wir in der englischen Ausgabe in Klammern: "Der Herr, der Mächtige, der Herr, Vater aller, allmächtiger Gott, Allerhöchster, Schöpfer, usw." Dieses sind nicht Namen und Titel von nacheinanderfolgenden unterschiedlichen Wesen, sondern von ein und demselben. Amen. Durch den Namen des einen Gottes, der Vater aller, der allen alles gibt; der Segnende, alles was existiert. Irenäus sagte: "Alle diese Titel sind in einem Namen, in einem Gott, zusammen- gefaßt. "Es sind nur Bezeichnungen dessen, was Er ist. Er ist die Rose Sarons. Das ist Er - es ist ein Titel. Er ist der Morgenstern. Er ist Alpha. Er ist Omega. Das sind Bezeichnungen dessen, was Er ist. Er ist Vater, Er ist Sohn, Er ist Heiliger Geist, doch es gibt nur einen Gott. Ein Gott und Sein Name ist Einer. Aufgrund dessen meine ich, daß Irenäus korrekt in seiner Feststellung und Auslegung der Schrift war. Etwas anderes möchte ich euch aus dem Buch vorlesen: "Wie geschah es?" (How did it happen?) geschrieben von dem Historiker R. C. Hazelton. Es ist die Geschichte der ersten Gemeinden. Auf Seite 180 steht: "Die Geistesgaben zur Zeit des Irenäus in den Jahren 177-202 n. Chr." Ich zitiere dieses, weil es auf Tonband aufgenommen wird. Es war in der Zeit des Irenäus, daß die meisten der apostolischen Gemeinden in Frankreich alle Gaben des Heiligen Geistes hatten. Er lehrte es. Seht, die Glieder seiner Gemeinde in Lyon, Frankreich, sprachen in Zungen. Nicht selten wurde jemand von den Toten auferweckt. Heilungen geschahen täglich überall in diesen Gemeinden, weil Irenäus wußte, wie man lehrt. Wunder geschahen fortwährend. Tatsächlich waren diese Gemeinden niemals ohne die wunderwirkende Kundgebung der Gegenwart Gottes, entweder durch Visionen oder Wunder der Naturelemente - Wunder, wodurch die Christen jener Zeit daran erinnert wurden, Seine geliebten Jünger zu sein. Doch können wir der Geschichte kein einziges Beispiel entnehmen, daß je Tote in der römischen Kirche auferweckt wurden. Die berichtenden Historiker waren nicht daran in- teressiert, Partei zu ergreifen, sondern allein daran, die Wahrheit wiederzugeben. Deshalb meine ich, daß Irenäus der Botschafter war, denn er hatte denselben Glauben, den Paulus und die Jünger weitergegeben hatten. Ich glaube, daß er der Engel der Gemeinde zu Smyrna war, denn er hatte dieselben biblischen Leh- ren. Dieselben geistlichen Lehren auf der Grundlage des Wortes Gottes werden zu jeder Zeit dasselbe bewirken, wenn ihr nur einfach der Anweisung Gottes folgt und sie bis zum letzten Buchstaben ausführt, ungeachtet dessen, was die Gemeinden sagen. Folgt einfach in der Weise wie es geschrieben steht und es wird dasselbe bewirken. Das tat Irenäus. Ich meine, Polykarp war ein feiner Mann, doch sagte ich schon, daß er zu sehr dazu neigte, die Gemeinde zu organisieren, wie es die Nikolaiten taten. Sie organisierten die Gemeinde und brachten eine Bruderschaft zusammen. Dem Verstande nach erscheint das richtig, jedoch beachtet, daß der Geist dem Verstande so weit voraus ist, daß man nicht einmal dem Geiste gemäß recht denken kann. "Meine Gedanken sind höher als eure Gedanken, spricht Gott... Meine Wege sind höher als eure Wege." Es gibt nur den einen Weg, es zu tun, und der besteht darin, Ihm zu folgen gemäß Seinem Konzept. Das stimmt. Wenn ich von hier nach Chicago fahren wollte, kann ich mir einen Kompaß nehmen und sagen: "Chicago liegt in der Richtung", und schon mache ich mich auf den Weg. So käme ich nicht aus Jeffersonville heraus. Seht, ich muß eine Straßenkarte nehmen. Es besteht eine Straße, die nach Chicago führt, auf der ich es in ungefähr 6-7 Stunden mit dem Auto erreichen kann. Ich kann aber nicht irgendeine Strecke nehmen. Auch die Flugzeuge können es nicht. Sie müs- sen in einer bestimmten Höhe und der vorgeschriebenen Route fliegen, an die sie sich halten müssen. Gott hat einen Weg gebahnt. Gott hat den Weg für Seine Gemeinde, für Sein Volk, gebahnt. Nie beabsichtigte Er, sie unter die Kontrolle der Päpste, Kardi- näle, Erzbischöfe oder allgemeiner Aufseher zu stellen. Der Heilige Geist ist der Erzieher der Gemeinde des lebendigen Gottes, der sie unterweist. Nicht ein Kardinal oder Priester wird von jemandem in der Gemeinde heilig ge- sprochen. Die ganze Versammlung hat dasselbe Anrecht auf den Heiligen Geist, wie ein Prediger, Hirte, Diakon, Kassierer usw. Das Wort ,"Nikolaiten" nahmen wir bereits gestern durch. Im Griechischen be- deutet das Wort "Niko" - "zu besiegen, zu überwältigen", die Laien zu unter- werfen und zu besiegen und sie einem menschlichen Orden preiszugeben, - Geistliche, die sie lehren, die aber ihre eigenen Schlußfolgerungen anwenden. In dieser Weise wurde das "Nizäische Konzil" abgehalten. Viele kamen zusam- men und setzten ihre eigene Verordnung fest. Wir werden am Donnerstag über das Nizäische Konzil sprechen, deshalb möchten wir uns jetzt nicht lange darüber aufhalten. Dort wurde die römisch-katholische Kirche geformt, aus einer Gruppe von Menschen, die sich durch Paulus, Irenäus, Martin, usw., be- kehrt hatten. Es waren Bekehrte aus dem Heidentum zum Christentum, jedoch wollten sie die Gemeinde in eine alttestamentliche Form des Dienstes zurück- ziehen. Sie wollten Hohepriester, apostolische Nachfolge, die sich von einem zum anderen Papst überträgt. Wenn wir diese Bibel durchgehen könnten, wurdet ihr erkennen, daß es genau die Wahrheit ist. Von Anfang an hat Gott diese Sache verdammt. Gestern abend nahmen wir durch, daß Er sagte: "...du hassest die Werke der Nikolaiten, die auch mir verhaßt sind." Niemals beabsichtigte Gott, daß die Gemeinde von Menschen geleitet wird. Gott leitet Seine Gemeinde. Er führt sie durch die Gaben des Geistes. Die Gaben des Geistes in der Gemeinde werden vom Geist zur Korrektur gebraucht. Er hat auch fünf Dienste in Seiner Ge- meinde. Als erstes Apostel (Missionare>. Die höchste Berufung ist die eines Apostels. Das Wort bedeutet "Ein Gesandter". Warum man es vorzieht, sie Missionare zu nennen, weiß ich nicht, denn sie sind Apostel - Gesandte -. Apostel, Propheten, Lehrer, Evangelisten und Hirten. Das sind die von Gott erwählten Ämter für Seine Gemeinde. Dann sind in jeder lokalen Gemeinde neun Geistesgaben, die unter dem Volk wirksam sind. Dazu gehört die Erkenntnis, die Weisheit, die Gaben der Hei- lung, die Gabe Wunder zu tun, das Reden in Zungen, die Auslegung der Zungen usw. Sie alle sind in jeder lokalen Gemeinde vorhanden. Jeder Einzelne in der Gemeinde hat einen individuellen Dienst, und dieser individuelle Dienst ge- schieht in völliger übereinstimmung mit dem Gesamtdienst, - zur Auf- erbauung des Leibes Jesu Christi. Damit ihr es nicht vergeßt, mache ich heute abend die Aufzeichnung. Die sieben Gemeinden waren Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodicea. Zu Beginn war die Gemeinde zu Ephesus. Diese Gemeinde hatte die Fülle des Geistes. Doch am Ende dieses Zeitalters wurden die Geisterfüllten verdrängt. Smyrna - in diesem Gemeindezeitalter wurden sie noch mehr hinausgedrängt. Pergamon - Hier blieb nur noch wenig übrig, Thyatira - "Ich habe an dir auszusetzen..." O, wenn wir das Gemeindezeit- alter zu Thyatira durchnehmen! Sardes - Danach nahm Gott einen Deutschen namens Martin Luther. Er brachte den Umschwung für die Gemeinde. Er predigte die Rechtfertigung. Philadelphia - Danach kam ein wenig mehr hinzu. John Wesley trat auf und predigte die Heiligung. Laodicea - In diesem Gemeindezeitalter wurden wir zur Taufe des Heiligen Geistes mit denselben Wundern und Zeichen zurückgebracht. Nach den 1500 Jahren der dunklen Zeit kamen wir zurück. Das war der längste Gemeindeab- schnitt, den wir hatten. Es kam neu hervor durch die Rechtfertigung, Heiligung und der Taufe des Heiligen Geistes. Die Bibel sagt voraus, daß es am Ende dieses Zeitalters nur eine Minderheit sein wird, die bedrängt wird. Die Pfingst- Gemeinde wird dasselbe tun, wie damals zu Anfang. Die Nikolaiten! O Gott, laß mich schweigen, bis ich zu dem Thema komme. Ich sehe das, könnt Ihr es sehen? Ich werde euch zeigen, daß der Botschafter dieses Gemeindezeitalters die De- nominationen hassen wird. Der Geist wird sich in den Kindern erheben. So ist es immer gewesen. Wenn ihr achtgebt, wie gewaltig es am Anfang war, aber immer mehr abnahm, bis es völlig erstickte! Dann aber kam es wieder hervor. Luther brachte es durch die Rechtfertigung zurück. Heiligung und Taufe des Heiligen Geistes folgte. Direkt in der Endzeit wird es fast wieder erstickt. Es bleibt nur noch ein wenig übrig, damit das Wort erfüllt wird, daß die Zeit um der Auserwählten willen verkürzt und ein schnelles Werk getan wird, sonst würde kein Fleisch gerettet. Das geschieht in der Endzeit. Haltet das fest! Nun möchten wir mit dem Gemeindezeitalter zu Smyrna beginnen. Ich glaube und hoffe, daß ihr mit mir darin übereinstimmt, daß Irenäus der Stern jenes Gemeindezeitalters war. Er war Gottes Botschafter. Sein Dienst überflutete das ganze Land, bis hinein nach Frankreich, wo er Gemeinden gründete. Jede von ihnen war auf die Taufe des Heiligen Geistes auferbaut. Sie sprachen in Zungen, die Kranken wurden geheilt, die Toten auferweckt, sie geboten den Naturgewalten; täglich geschahen Wunder. Sie wußten, daß der lebendige Gott unter Seinem Volke wohnte. Er war der Mann Gottes. Es steht geschrieben, daß Nikodemus zu Jesus sagte: "Niemand kann diese Werke tun, es sei denn, Gott ist mit ihm." Smyrna war eine große Hafen- und Handelsstadt, - die drittgrößte Stadt in Asien, die ihr Gewerbe mit dem Westen trieb. Sie war bekannt für ihren Reich- tum, ihre Tempel, Gebäude, Schulen, Medizin und Wissenschaft. Die Juden, die dort lebten, evangelisierten das Volk zu Smyrna. Polykarp war ihr erster Bischof. Er und andere treue Knechte legten die Grundlage des tiefen Glaubens Gottes in den Gläubigen zu Smyrna. Die Kirchenväter der ersten Zeit hoben die Wahrheit in Smyrna hervor. Der Name dieses Gemeindezeitalters war Smyrna und bedeutet "Bitterkeit", - "Myrrhe", denn sie lagen im Sterben. Gott selbst bezeugte, daß es eine durch Verfolgung gehende Gemeinde war. Er sah ihre Verfolgungen und schenkte ihnen Gnade, alles zu ertragen. Er sah ihre Trübsale und gab ihnen den Sieg über den Tod. Er wußte um ihre Armut und gab ihnen Seinen Reichtum. Die Gemeinde zu Smyrna ging durch die Feuergluten der Trübsale, - wurden ver- brannt - doch das war ein lieblicher Geruch für Ihn. Ich beziehe mich auf den Überrest, nicht die alte Gemeinde zu Smyrna, sondern die Minderheit darin. Die zehn Tage der Trübsal bedeuten zehn Jahre der blutigsten Verfolgung. Der Herrscher zu jener Zeit war Diokletian. Die blutigste Verfolgung seit Nero fand in den Jahren 3O3-312 statt. Der Herr ermahnt die Seinen zu Smyrna, treu zu sein bis in den Tod, so wie Er es war. Er versprach ihnen die Krone des Lebens. Gott hat den Überwindern der Trübsale den Sieg über den zweiten Tod verheißen. "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, sondern vor dem, der die Seele zu töten vermag." Die zu Smyrna sollten bis zum Ende aus- harren. "Fürchtet euch nicht, denn euch wird die Krone des Lebens zuteil." Die Verfolgungen des Christentums sind in den Gemeindezeitaltern veranschau- licht. Die zu Smyrna ist bedeutend. So der Herr will, werden wir jetzt näher darauf eingehen. Heute abend beginnen wir mit Kap. 2,8. Was stellten wir gestern abend fest? - Er haßte die Nikolaiten. Was tut Gott? Was stellten wir zunächst fest? - die Offenbarung Jesu Christi, was und wer Er ist. Als nächstes hielten wir fest, daß Er es verabscheut, wenn jemand außer Ihm selbst über Seine Gemeinde herrscht. Er ist ein eifersüchtiger Gott. Hier möchte ich stehenbleiben, um etwas zu zitieren, denn wir haben hier nur vier Verse. Wieviele von euch wissen was Samuel, der gute Prophet, sagte, als Israel wie der Rest der Welt sein wollte? Könnt ihr euch noch daran er- innern? Der Prophet sagte zu ihnen: "Ihr handelt nicht recht!" Doch sie wollten so wie die Philister und all die anderen sein. Das gleiche geschah in dem er- sten Gemeindezeitalter. Es ist befremdend, daß die Menschen Gott nicht als ihren Führer anerkennen möchten. Sie wollen einem Menschen nachfolgen. Israel beging den größten Fehler, den es je gemacht hatte. Durch Gnade hatten sie bereits einen Propheten, einen Führer. Ein Lamm war ihnen zur Sühne gege- ben worden. Er gab ihnen Speise aus dem Himmel und all die anderen guten Dinge, die sie durch Gnade erhalten hatten. Gemäß 2. Mose 19 wollten sie trotz allem ein Gesetz. Sie wollten Doktoren der Theologie, Männer, die das ihre dazu beitragen sollten. Der Mensch wollte schon immer klüger sein als sein Schöpfer, obwohl er sich dadurch selbst tötete. Vor einigen Sonntagen sprach ich darüber. Wenn etwas gekreuzt wird, so ist es damit vorbei. Es kann nicht neu hervorge- bracht werden. Ein Maulesel kann sich nicht fortpflanzen, denn er ist eine Kreuzung. Von einem gekreuzten Korn könnt ihr keine Ernte erwarten. Es mag hervorkommen, aber es ist unbrauchbar. Alles Gekreuzte ist untauglich. Eine gekreuzte Religion ist nicht gut. Das trifft auf alle zu, die dem Worte Gottes et- was hinzufügen oder tun, was Gott nicht wohlgefällig ist. Es mag schön aussehen, wie das gekreuzte Korn das natürliche darin übertrifft. Ein alter Maulesel wird mehr leisten wie zwei Pferde. Es sind nicht Werke, Brüder! Es ist Gnade, wo- durch wir gerettet werden. Nicht durch Werke sind wir gerettet worden, sondern aus Gnade. Ich hoffe nicht, daß ihr meint, diese Bemerkungen seien überflüssig. Ihr sitzt hier unter Spannung, das fühle ich, denn hier sind Presbyterianer, Metho- disten und andere versammelt. Das wissen wir. Ich meine, daß ihr euch ab und zu entspannen müßt und einmal alles abschüttelt. Höret! Alles Gekreuzte ist nutzlos. Ihr müßt das Original nehmen, in der Weise, wie Gott es gemacht hat. Dann habt ihr etwas Echtes. Wir stellen fest, daß Gott die Gemeinde Israel auf ihrem Wege leitete, speiste und für sie sorgte und alles für sie tat. Dennoch schauten sie zu den Philistern und Amoritern hin- über und sprachen: "Auch wir wollen einen König! Sie besitzen etwas, was wir nicht haben." Das gleiche tun die Menschen noch heute. Schwestern schauen ins Fernsehen und möchten dann wie eine Schauspielerin gekleidet sein. Sie können es nicht ertragen, bis sie das gleiche Kleid besitzen. Ihr hört die Frauen in der Stadt zueinander sagen: "O, ist das nicht hübsch?" Was gebt ihr darum, wie sie sich kleiden? Doch so sind die Menschen. Ich habe bereits gesagt, es ist die Zeit der Nachahmung. Einer ahmt dem anderen nach. Es gibt jetzt so viele Elvis Presleys, daß man sie nicht in einem Bahnwaggon un- terbringen könnte, weil er so berühmt wurde. - Nachahmungen. - Das gleiche haben wir in der Religion. Ich habe die Geschichte über Martin Luther gelesen. Ihr Historiker wißt, daß darin folgendes berichtet wird: "Das Wunder bestand nicht darin, daß er gegen die katholische Kirche protestierte und damit Erfolg hatte, sondern das große Geheimnis ist darin zu sehen, daß er sein Haupt über all dem Fanatismus halten konnte, der seine Erweckung begleitete. Er stand auf dem Wort. Das Wunder bestand darin, daß Gott ihn gradlinig und Klar erhielt." Das Volk Israel kam zu Samuel und sprach: "Gib uns einen König!" Der Herr hatte ihm gesagt, daß Er dagegen ist, genauso wie Er Organisationen ablehnt. Wie er es damals verwarf, so lehnt Er auch heute die Organisationen ab. Er ist nicht gegen Organismus, sondern gegen Organisationen. Den Organismus müs- sen wir haben, doch Organisationen brauchen wir nicht, denn dadurch werden Abgrenzungen gezogen. Stellt man die Frage: "Bist du ein Christ?", so heißt es: "Ich bin Methodist!" "Bist du ein Christ?" "Ich bin Baptist!" Doch das hat mit der Sache selbst, mit einem Christen, nichts gemeinsam. Auf der Plattform fragte ich ein Mädchen: "Bist du ein Christ?" Sie antwortete: "Ich möchte dich wissen lassen, daß ich jeden Abend eine Kerze anzünde." Als ob das etwas mit dem Christentum zu tun hätte. Ein Mann sagte mir: "Ich bin doch Amerikaner!" Auch das hat nichts damit zu tun. Ihr seid Christen, weil ihr einem anderen Königreich angehört, nämlich dem droben. Was tat Samuel? Er tat dasselbe, was Gott tat. Er rief Israel zusammen und sprach: "Hier stehe ich: tretet vor den Herrn und seinen Gesalbten... Habe ich euch je etwas gesagt, das nicht wahr gewesen wäre? Bin ich nicht Gottes Prophet unter euch? Habe ich euch je etwas im Namen des Herrn angekündigt, das nicht geschehen wäre?" So sprach Samuel zu ihnen. Hat nicht Gott euch genährt und für euch gesorgt und all diese Dinge getan? Er sprach: "Ihr sündigt, wenn ihr wie die anderen Nationen handelt. Ich möchte euch fragen, ob ich je euer Geld nahm? Habe ich euch je um ein Opfer gebeten, oder euch etwas Im Namen des Herrn gesagt, das nicht eingetroffen wäre?" Sie sprachen: "Nein, unser Geld hast du nicht genommen. Das stimmt Nie hast du uns etwas im Namen des Herrn gesagt, das nicht erfüllt worden wäre." Dann sprach er: "So höret auf mich! Ihr sündigt, indem ihr das gleiche zu tun versucht wie die anderen." Trotz allem wollten sie einen König. Ob richtig oder verkehrt, sie wollten ihre Idee durchführen. Dasselbe tat die Gemeinde zu Ephesus, indem sie die Lehre der Nikolaiten annahm, Dadurch verursachten sie, daß das Heidentum sich mit dem Christentum verband und die 1500 Jahre des dunklen Zeitalters hervorbrachte. Luther zog sie heraus. Doch danach taten sie das gleiche wie zu Ephesus. Nun seht, der Leuchter stand nicht so da; das Licht wurde langsam schwächer und das Christentum erstickte, als es von dem Anfang abwich. Doch Jesus Christus stand inmitten der sieben Leuchter in der Form eines Kreuzes. Seine rechte Hand war auf der ersten und die Linke auf der letzten Gemeinde. Die eine Hand hielt das erste Gemeindezeitalter und die andere das letzte. Er war beides, - Alpha und Omega, doch alles andere befand sich dazwischen, - all die anderen Sendschreiben. Doch Er sagte: "...Alpha und Omega". Der Regen bogen, der Bogen des Bundes, befand sich über Seinem Haupt. (Kap. 4,3) Nun, gebt acht! Das Licht, das zu Pfingsten begann, erlosch langsam. Irenäus, Polykarp und all die anderen Männer besiegelten ihr Zeugnis mit ihrem Blut, bis das Christentum in das dunkle Zeitalter hineingedrängt wurde. Im ersten Zeitalter kam das Licht hervor. Immer mehr und mehr wurde er- leuchtet. Seht, wie es seit jenem Tage wieder zu leuchten begann. Es wurde vorausgesagt, am Ende dieses Zeitalters zu Laodicea lauwarm zu sein. Wenn das Nikolaitentum es dahin brachte, warum wollen wir das gleiche in den Pfingst- Gemeinden? Nun, ihr wißt, daß die Schrift sagt, daß ein Tier auftreten wird und wir wissen, daß es sich auf das römische Papsttum bezieht. Das stimmt. Danach wird das Ebenbild des Tieres geformt. Was ist ein Ebenbild? - Etwas, das dem Ursprünglichen gleich kommt. Das geschieht durch den Zusammenschluß der Kirchen. Die Pfingstbewegung gehört dazu. Die Zeit wird kommen, in der ihr zu einer Organisation gehören müßt, oder ihr könnt eure Türen nicht öffnen. Ihr werdet sehen, daß das stimmt. Deshalb betonen wir es so. Sie werden sich organisieren und euch so in die Enge treiben, daß ihr weder kaufen noch ver- kaufen könnt, es sei denn, ihr habt das Kennzeichen der Organisationen. Dahin wird es kommen. So war es in vergangenen Zeiten, als man sie verbrannte. Als ich in der Arena stand, weinte ich wie ein Kind. Ich dachte daran, wie die Gladiatoren ihren Platz einnahmen und erinnerte mich an meine vielen christlichen Brüder, die von den Löwen zerrissen und aufgefressen oder in Stücke zerfetzt wurden, - all die Frauen und kleinen Kinder. Wenn ich daran denke, daß sie alle im Glauben dahinstarben, wie könnte ich sie jetzt im Stich lassen? Nein, Brüder. O Gott, laß mich einstehen für den Glauben, der ein für allemal den Heiligen übergeben wurde, ungeachtet dessen, wie unbeliebt es auch sein mag. Viele große Prediger riefen mich an und auch andere sagten mir vor einigen Tagen. "Br. Branham, wenn du nicht damit aufhörst, wird jede Organisation gegen dich sein." Darauf erwiderte ich: "Doch der Eine im Himmel wird nicht gegen mich sein." Nach Ihm halte ich Ausschau. Ich liebe die Menschen in jeder Organisation. Habe ich euch je etwas im Namen des Herrn gesagt, das nicht ge- schehen wäre? Ist alles, was gesagt und getan wurde, richtig gewesen? Habe ich euch je um Geld gebeten? So bleibt den Organisationen fern. Bleibt frei in Christus und laßt den Heiligen Geist immer in und durch die Gemeinde wirksam sein. Es kommt nur darauf an, daß ihr die kleinen Unterschiede von euch tut. All die sonderbaren Gefühle, die ihr gegen Brüder hegt. Tut diese Dinge hinweg! Laßt nie eine Wurzel der Bitterkeit in eure Seele kommen. Wenn ihr das tut, werdet ihr verdorren. Verbleibet in der Liebe! Ich gebe nichts darum, wie sehr die Menschen euch hassen. Liebet sie trotzdem. Wenn ihr das nicht könnt, dann seid ihr noch nicht versiegelt. Dann habt ihr noch eine unverschlossene Stelle. Kommt zurück und laßt es hineinversiegeln durch das Blut Christi, welches euch von allen Wurzeln der Bitterkeit reinigen wird. Gewiß! Doch seht, wir versuchen es erneut. Der Pfingstsegen fiel um 1906. Unter uns ist heute abend ein Prediger, ein Missionar aus Tibet. (Ich mache diese Be- merkung nicht weil er hier ist.) Ich hoffe, daß er noch nicht nach Hause gegan- gen ist. Ich glaube, er ist noch hier und wird noch ein wenig zu uns sprechen. Der Mann kann sich noch an den Anfang der Pfingstbewegung erinnern. Da- mals gab es keine Organisation. Alle hatten alles gemeinsam. Wie leicht kann man gerade dort den verkehrten Schritt tun, welcher dem Verstande nach so gut aussieht. Seht, wie wenig erkannte Israel, als sie dort am Ufer standen und jauchzten.. Ihr sagt, diese Religion ist etwas Neues. Warum - es ist die älteste, die es gibt. Gewiß, ehe die Welt geschaffen wurde, jauchzten und priesen sie Gott. Gott sprach zu Hiob: "Wo warst du, als ich die Erde gründete? ... als die Morgen- Sterne allesamt laut frohlockten und alle Gottessöhne jauchzten?". Das geschah, als die Welt geschaffen wurde. (Hiob 38, 4-7) Nun schaut auf Israel! Sie hatten Wunder gesehen. Sie waren die damaligen Pfingstler - Israel, die Pfingstler jener Zeit. Sie wurden aus Ägypten heraus- geführt. Gott segnete sie, gab ihnen jede Art von großen Zeichen und Wundern und befreite sie. Als sie an dem Ufer standen, hatten sie eine Pfingstversamm- lung. Das hatten sie. Gewiß. Damals sangen Mose und die Israeliten im Geiste. Mirjam nahm die Handpauke und alle Frauen zogen mit Handpauken, im Reigen- schritt tanzend hinter ihr her. (2. Mose 15,1-20) Wenn das keine Pfingstversamm- lung war, dann habe ich nie eine gesehen. Sie ahnten nicht, daß das verheißene Land noch 40 Jahre vor ihnen lag, obwohl es nur ungefähr 40 Meilen entfernt war. Es dauerte 40 Jahre, weil sie die verkehrte Wahl getroffen hatten. Sie wählten das Gesetz, anstatt sich vom Heiligen Geiste leiten zu lassen. Die Feuer- säule hatte sie herausgeführt und geleitet, doch sie wollten selbst etwas dazu- tun, indem sie gewisse Priester und Würdenträger einsetzten, - ein wenig Theo- logie, über die sie streiten konnten, anstatt vorwärts zu gehen und sich vom Heiligen Geiste leiten zu lassen. Zunächst waren sie im Geiste. Gott hatte alles vorbereitet, doch sie wollten auch etwas dazu tun. Damit kommen wir wieder auf Kreuzung zurück. Laßt doch die Kühe und Pferde in Ruhe. Tut das nicht mit den Lebensmitteln. Nun, die Wissenschaft hat festge- stellt und Reader's Digest schrieb darüber, daß, wenn sie noch weiterhin die Lebensmittel vermischen und die Menschen davon essen... Sie sind jetzt so weit, daß die armen Hühner weder Beine noch Flügel haben und so viele Eier legen, daß sie innerhalb eines Jahres tot sind. Das Gewebe ist so weich, daß man es kaum essen kann. Es schadet den Menschen, die davon essen. Das stimmt. Ihr wißt, daß in den Vereinigten Staaten innerhalb eines Jahres die Homosexua- lität um etwa 40 Prozent gestiegen ist. Die Wissenschaft behauptet, daß die Frauen in den Schultern breiter und in den Hüften schmaler werden, daß die Männer jedoch in den Hüften breiter und den Schultern schmaler werden. Ihr eßt von dem verdorbenen Samen, ihr eßt von den unnatürlichen Dingen. Euer Körper wurde so geschaffen, daß er von den natürlichen Dingen gedeihen soll. Doch was geschieht dadurch? Es ändert den natürlichen Lebensablauf der Männer und Frauen, bis Hollywood und sogar unsere Regierung und alles andere mit perversen Menschen gefüllt ist. Sie bringen all dies selbst auf sich herab; töten sich selbst durch ihren eigenen Baum der Erkenntnis. Kommt zurück zum Anfang! Greift nicht in die Natur ein! Überlaßt alles Gott! Erhaltet die Gemeinde im Heiligen Geist! Gott ist doch nicht mit einem Bischof, Papst, oder was immer ihre Lehren sein mögen, identisch. Geht zum Anfang zurück! Käme Jesus heute wieder und ihr würdet sagen: "Ich bin Methodist!", wäre Seine Antwort: "So war es nicht am Anfang!" "Ich bin Presbyterianer!" "So war es nicht am Anfang!" Was geschah am Anfang? - eine Pfingsterfahrung der Taufe des Heiligen Geistes. Damit begann es. Doch seht, sie mußten es verdrehen. O, es sieht hübscher aus. Die kleine Gemeinde mit ihrem Jauchzen, Ihren Straßen- versammlungen, von den Menschen mit Steinen beworfen und verspottet und dergleichen mehr; das sieht nicht schön aus. Doch jetzt haben wir die große Lobpreisung, das "Apostolische Glaubensbekenntnis" und "Dr. soundso" mit seiner theologischen Auszeichnung ist unser Pfarrer. Er versteht das "Amen" richtig zu sagen. Ich gedachte all der verschiedenen Dinge, die sie handhaben. Es geht nicht darum, das "Amen" richtig auszudehnen. Ich liebe die guten alten Pfingstver- sammlungen, in denen die Kraft Gottes herabkommt; wo etwas zu hören ist an Rufen, Jauchzen und das Preisen Gottes; eine große Zeit der Freude. In dieser Weise ergreift der Geist die Menschen. Heute hört man kaum noch ein richtiges "Amen". Dahin ist es gekommen durch diese Organisationen. Gibt es darüber eine Weissagung? Gestern abend sprachen wir über die Weis-- sagung des Paulus. "Ich weiß, daß nach meinem Weggang schlimme Wölfe bei euch einbrechen und die Herde nicht verschonen werden; ja aus eurer eigenen Mitte werden Männer auftreten und Irrlehren vortragen, um die Jünger in ihre Gefolgschaft zu ziehen." (Apg. 20, 29-30) Die Wölfe, von denen Paulus sprach, waren die Nikolaiten; die römische Kirche in ihrem Anfang. Höret auf den Geist, der wiederum durch den Propheten sprach: " ...in den letzten Tagen werden schlimme Zeiten eintreten, ..." Die Menschen werden selbstsüchtig sein. Ich bin "Dr. soundso". Sage mir nichts darüber. Ich möchte dich wissen lassen, daß ich Presbyterianer bin. "Halleluja, ich bin Pfingstler." Worin besteht denn überhaupt ein Unterschied, wenn ihr nicht dem Wesen nach Pfingstler seid und die Erfahrung gemacht habt? Andere sagen: "Ich gehöre zu den 'Assemblies of God' oder zur 'Gemeinde Gottes'." Welch ein Unterschied besteht darin vor Gott? Ihr müßt zu dem Königreich gehören, das droben ist. Ihr seht, alles ist darauf abgezielt, daß die Menschen in freudiger Stimmung zusammengewürfelt werden, Doch es steht geschrieben: "...die Menschen sind selbstsüchtig, hochmütig, lieben das Vergnügen mehr als Gott..." Sie können am Sonntagabend nicht zum Gottesdienst, wenn ein gutes Fernseh- programm zu sehen ist. Die Gemeinden haben Ball-Teams, Festessen und Kricket- Parties. ."..lieben das Vergnügen... verleumderisch, verräterisch, zügellos... mehr dem Genuß, als der Liebe zu Gott ergeben, allem Guten feind, diejenigen ablehnend, die recht stehen." Diese lehnen die anderen ab. Sie verachten und unterdrücken die Guten. Ihr sagt, das sind die Kommunisten. Nein, Bruder, gewiß nicht! "...selbstsüchtig, hochmütig, lieben das Vergnügen mehr als Gott... lieben das Vergnügen, ver- leumderisch, verräterisch, zügellos, diejenigen ablehnend, die richtig stehen... haben eine Form der Gottseligkeit." Es sind die Denominationen, die die Form der Gottseligkeit haben, aber die Kraft verleugnen. Was bedeutet es in unserer Zeit, die Form der Gottseligkeit zu haben? Am Sonntagmorgen geht man so fromm wie nur möglich zur Kirche, aber am Nach- mittag zieht ihr kurze Hosen an und mäht den Rasen. Der Prediger geht hinaus, um seine Zigarette zu rauchen. Seht, eine Form der Gottseligkeit. Jemand sagt zum Pastor: "Ich habe gehört, daß dort in der Gemeinde eine Frau vom Krebs geheilt wurde..." "Unsinn, die Tage der Wunder sind vor- bei." Jemand anders sagt: "Weißt du, ich war eines abends dort in der kleinen Mission. Jemand stand auf und redete etwas, was ich nicht verstehen konnte." "O hör mal, habe niemals mit etwas Derartigem zu tun. Das sind die 'Heiligen Roller'." Seht, man hat die Form der Gottseligkeit, verleugnet aber die Kraft. Von solchen wendet euch ab. Das sind diejenigen, die von Haus zu Haus gehen und Angehörige des weiblichen Geschlechts einzufangen suchen, die immerfort lernen und doch niemals zur wirklichen Erkenntnis der Wahrheit zu gelangen vermögen." Das stimmt genau. Man hat Frauen-Vereine und andere. Die Gemeinden haben so viele Vereine, daß sie das Evangelium nicht mehr predigen können. Dem Prediger werden nur 20 Minuten zugeteilt. Danach muß er über etwas anderes sprechen, sonst wird er vom Vorstand zur Rede gestellt. O Brüder, was muß ein wirklicher Hirte in dieser Zeit tun? Er muß alles tun, was er vermag, er muß beschneiden und die Späne fallen lassen, wohin sie wollen, und hinaustun. Nehmt auf niemand Rücksicht! Predigt nur das Wort und bleibet dabei, pocht einfach darauf. Werfen sie euch ins Gefängnis, dann predigt im Gefängnis. Tun sie euch hinaus, predigt wo immer ihr hingeht. Geht immer voran und predigt. Das stimmt. Nun, es ist geschehen, daß sie euch unterdrücken. Wir kommen zum achten Vers; dem Gemeindezeitalter zu Smyrna: "Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: 'So spricht der Erste und der Letzte, der tot gewesen und wieder lebendig geworden ist'." Bitte beachtet! Immer, wenn Er sich jeweils einem Gemeindezeitalter vorstellt, bringt Er etwas von Seiner Gottheit zum Ausdruck. Das erste, das Er Seiner Gemeinde klarmachen möchte, ist Seine Gottheit. Er ist Gott. Das war die große Streitfrage, über die sich Irenäus mit den anderen auseinandersetzen mußte. Sie versuchten ihm klarzumachen, daß es ein Gott in drei Personen ist. Doch er sagte: "So etwas gibt es nicht! Es sind die Bezeichnungen eines Wesens, und das ist der Allmächtige Gott." Das stimmt. Gott stellt sich selbst jeweils in einer Seiner göttlichen Offenbarungen vor. Seht ihr? Auch hier stellt Er sich vor: "...So spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige!" Der Gemeinde zu Smyrna stellt Er sich in folgender Weise vor: "Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: (Wir glauben, daß es Irenäus war). So spricht der Erste und der Letzte... (Seht ihr, Er stellt sich vor. ,Ich bin der Gott dieser Gemeinde, - nicht vier oder fünf Götter. Ich bin Gott! So ist es.) ... der tot gewesen und wieder lebendig geworden ist." Amen. Nun, so stellt Er sich vor. Smyrna bedeutet "Bitterkeit" und kommt von dem Wort Myrrhe. Die erste Gemeinde, die zu Ephesus, hatte Ihre erste Liebe ver- lassen. Die Gemeinde hatte damit begonnen, eine Wurzel der Bitterkeit in sich aufkommen zu lassen, denn diese Gemeinde, die Hauptgemeinde, die Mehrheit, hatte immer gegen den Heiligen Geist in der Gemeinde gearbeitet. Sie wollten über die anderen herrschen und eine Priesterschaft haben, wie es im Alten Te- stament war. Ehe sie sich zum Christentum bekehrten hatten sie Heidengötter, Priester; sie hatten Jupiter, Venus und so weiter. Sie wollten das gleiche aus diesen Männern machen. Seht ihr, das ganze ist von Anbeginn heidnisch. Dies verkehrte Heidentum hat Priester und dergleichen. Doch der Gemeinde des leben- digen Gottes ist das fremd. Christus ist unser Hohepriester. Wir haben einen Hohenpriester und einen Tisch, an dem wir uns laben. Nun, in der Gemeinde begann eine Wurzel der Bitterkeit aufzusteigen. Sie wa- ren gegen die erbittert, die mit dem Heiligen Geist vorwärts gehen wollten. Die Liebe hatte nachgelassen und sie versuchten diese mit Satzungen und Denomi- nationen zu vertauschen, denn sie waren von der Leitung des Heiligen Geistes abgewichen. Denkt daran! Deshalb entstand die Bitterkeit in ihnen. Das stimmt. Nun, in der ersten Gemeinde schlich sich diese Bitterkeit ein. In der zweiten ein wenig mehr, bis sie endlich völlig hineinkam, weil sie meinten, eine bessere Gemeinde gründen zu müssen. Alsbald hatten sie etwas Würdevolles, - die an- gesehenen Römer konnten nun dazukommen. Sie hatten einen Papst und große Männer, Kardinäle und so weiter. Sie waren gut gekleidet. Sie hatten sich von all dem Geschrei und den anderen Dingen entfernt; es wurde still. Das war der Be- weis, daß sie starben. Gewiß, sie lagen im Sterben. Sie wurden so würdevoll und wollten eine bessere Gemeinde gründen. Als erstes gründeten sie eine große, geistliche Denomination, - die allgemeine römische Kirche, die "Römisch- Katholische Kirche" des dunklen Zeitalters. Gewiß, sie hatten Würdenträger mit hohem Rang. Es sah viel schöner aus als zu jener Zeit, wo sie noch an den Straßen standen, in Schaffellen und Ziegenhäuten unter Entbehrungen einhergingen, zersägt, verspottet, verhöhnt und verlacht wurden, wie Paulus es in Heb. 11 berichtet. Gewiß, diese große, gewaltige, feingekleidete Kirche mit all ihren Unterkleidern und den Dingen, die sie besitzen. Sie sahen würdevoll aus. Man nannte sie Vater, Hochwürden, Doktor, usw. Doch seht, es war eine Kreuzung. Weil es gekreuzt war, hatte es kein Leben in sich. Sie konnten nicht mehr zurückgehen, deshalb werden sie niemals wieder aufstehen. Die Erweckung der Lutheraner kommt nie mehr zurück. Auch die Erweckung unter Wesley wird niemals wieder erstehen. Die Erweckung der Na- zarener wiederholte sich nicht, so wird auch die Erweckung der Pfingstbewegung nicht neu hervorkommen. Weshalb? - Weil ihr sie getötet habt. Ihr habt alles mit der Welt vermischt, durch die Idee der Nikolaiten, die es nicht zuließen, daß der Heilige Geist die Leitung hat. Das stimmt. Wenn man die Gemeinde mit anderen Dingen vermischt, kann sie nicht mehr zum Original-Zustand zurück- gebracht werden. Wenn ihr Baptisten es versucht, so bekoment ihr noch mehr Baptisten dazu. Mit den Katholiken geschieht das gleiche. Wenn ihr Methodisten es versucht, so bekommt ihr dadurch nur mehr Methodisten hinzu. Ihr bekommt dasselbe wieder. Doch laßt mich euch eines sagen: "Wenn der Heilige Geist herabkommt, bringt Er eine neue Geburt und neues Leben zurück, die Taufe, die Taufe mit dem Geist. Er bringt die Gemeinde zum Leben zurück. Gekreuztes Korn hat kein Leben in sich. Das Leben, das es in sich hat, ist fast herausgesaugt. Das sehen wir in jenem dunklen Zeitalter: "Halte das wenige fest, das du besitzest...", sagte Er, Sie hatten es schon fast ausgepreßt. Nun, es kann sich nicht mehr reproduzieren. Doch der Leib Jesu Christi ist keine Or- ganisation, sondern ein geheimnisvoller Leib. Es ist der Leib, der zu dem geistlichen Königreich gehört, welches durch Jesus Christus auf Erden aufge- richtet wird. Er selbst ist der König dieses Königreiches, der Hohepriester, der die Opfer darbringt für die Pilger dieses Königreichs. Er ist der Prophet (das Wort), der die Wahrheit lehrt und das Licht Gottes in dieses Königreich hinein- bringt; Er ist alles; König, Priester und Prophet in diesem Königreich. Wie kommen wir in dieses Königreich hinein? Durch eine Denomination, den Mitgliedschein einer Gemeinde, durch den Willkommensgruß? Durch einen Geist sind wir alle in einen Leib getauft, welches ist der geheimnisvolle Leib Jesu Christ! Darin sind wir hineingetauft, nicht durch Wasser, nicht durch Bespren- gen oder irgendeine andere Wassertaufe, sondern 'durch einen Geist', - durch den Heiligen Geist sind wir alle in einen Leib hineingetauft." (1. Kor. 12) Gewiß, wir sind durch den Heiligen Geist in diesen Leib hineingetauft. Dann eilen wir auch nirgendwo mehr hin als zu Christus. Ihr gehört Christus an. Es ist das geistliche Königreich Gottes, welches aufgerichtet wurde, in welches wir nur durch die Taufe mit dem Heiligen Geist hineinkommen. O, ich liebe das! Seid ihr nicht froh, einer von denen zu sein? Mehr benötigen wir nicht. Ich erinnere mich noch daran, als ich in Memphis war und die kleine, farbige Frau sah, die ihren Kopf über den Zaun lehnte und sagte: "Guten Morgen, Prediger!" Ich erwiderte: "Woher weißt du, daß ich ein Prediger bin?" Sie sagte: "Der Herr hat zu mir gesagt, daß ein Prediger mit einem hellen Hut und einem Koffer die Straße entlang kommen wird ... Als ich dich sah, wußte ich, daß du das bist." Seht ihr, sie war eine von denen. O, wie gut ist doch Gott. Br. Branham wird ein Zettel mit einem Gebetsanliegen für ein Kind, das gerade gestorben ist, gereicht. Laßt uns beten! Herr Jesus, ich bitte Dich, daß Du, O Herr, unsere Gebete für dies Kind hin- durchdringen läßt. Wir legen Dir das kleine Kind hin, unser Vater. O Gott, wir gedenken derer, die schon wegen des kleinen Mädchens hier waren und um Fürbitte baten. Himmlischer Vater, möge dieser Bericht nicht stimmen. Wir wissen es nicht. Doch ich bitte Dich, daß du Gnade walten läßt und die Kraft verleihst. Laß das kleine Mädchen auferstehen und zur Ehre Gottes leben. Wir bitten es im Namen Jesu Christi. Amen. Möge der Herr Jesus Seinen Segen dazu geben. Nun, eine Gemeinde, - der Name einer Gemeinde ist mit ihrer Natur und ihrem Charakter verbunden. Habt Ihr darauf geachtet, daß Smyrna "bitter" bedeutet? Ihr habt beachtet, daß der Name jeder Gemeinde etwas mit Ihrem Charakter ge- meinsam hat. Ich könnte hier etwas sagen, doch ich werde es nicht tun, denn ihr könntet mich mißverstehen. Das gleiche trifft auch auf euren Namen zu. Ihr mögt es nicht wissen, doch so ist es. Gewiß. Ihr mögt sagen, daß es ein Zahlensystem ist. Nein, das ist es nicht. Als Jakob geboren wurde, nannte man ihn Jakob, 'Überlister', doch nachdem er mit dem Engel gerungen hatte, änderte Gott seinen Namen in 'Israel, - ein Fürst'. Stimmt das? Saulus hieß 'Saulus von Tarsus - ein gemeiner Mann', doch als er zu Jesus kam, wurde er Paulus genannt. Simons Name war 'Simon', bis er zu Jesus kam. Er nannte ihn Petrus - ein Felsstück. Euer Name hinterläßt einen Einfluß auf euren Charakter. Diese Gemeinde wurde Smyrna genannt, weil sie im Sterben lag. Smyrna be- deutet "Bitterkeit". In anderen Worten, eine Wurzel der Bitterkeit war in ihnen aufgekommen und erstickte sie. Das war der Weg zur Myrrhe. Mit Myrrhe werden die Leiber gesalbt. Myrrhe und Weihrauch sind Salben, die zur Ein- balsamierung der Leichname benutzt werden. Sie haben etwas mit dem Tod gemeinsam und diese Gemeinde lag im Sterben. O, könnt ihr es heute nicht sehen, Freunde? Die große Pfingstbewegung, die noch vor einigen Jahren Leben in sich hatte! - könnt ihr nicht sehen, daß sie jetzt mit Myrrhe einbalsamiert wird? Diese Salbe befand sich in jener Gemeinde und hat sich bis hier hin erstreckt und auch diese Gemeinde damit gesalbt. Sie sterben aus, weil sie zu dem Flunder der sogenannten Geistlichkeit zurückgehen und ihre weißen Gewänder der Heiligkeit ausziehen. Diese einfachen Menschen, die dort draußen standen und den echten Heiligen Geist hatten, in Zungen sprachen und durch die Gott sich kundtat, Brüder. Sie waren aufrichtig. Sie waren wirklich aufrichtig. Man konnte ihnen Vertrauen schenken. Heutzutage wissen wir nicht, auf wen und was wir unser Vertrauen setzen können. Seht ihr? Etwas ist geschehen. Was war es? Sie wurden mit Myrrhe, mit Bitterkeit gesalbt. Wodurch wurde das verursacht? Jemand kam hinein und dann wurden Gemein- den zu einem ersten gemeinsamen Konzil einberufen. Danach nannten sie es die 'Assemblies of God.' Aus den 'Assemblies of God' kam die 'Gemeinde Gottes' hervor. Dann war es so weit, daß einer auf den anderen sah und sprach: "Du gehörst zu den Assemblies!" und der andere erwidert: "Du gehörst zu der Ge- meinde Gottes!" Aus der 'Gemeinde Gottes' kam die 'Vereinigte Pfingstgemeinde Gottes', weil sie in einem Punkt nicht übereinstimmten. Ehe man sich sah bemerkte man, daß sie, anstatt das Licht anzunehmen und darin zu wandeln, sich organisierten und das Licht nicht mehr annehmen konnten. Nun, als die Taufe auf den Namen Jesu Christi wieder hervorgebracht wurde" anstatt 'Vater, Sohn und Heiliger Geist', da hatten sich die "Assemblies of God" schon so festgelegt, daß sie nichts mehr ändern konnten. Sie wissen, daß es die Wahrheit ist. Ich fordere sie alle auf, mir zu zeigen, daß es nicht mit der Bibel übereinstimmt. Es ist die absolute Wahrheit. Doch was können sie tun? Sie können ihre aufgestellten Satzungen nicht brechen. Nun, was taten die Einheitsleute? Anstatt es anzunehmen und damit weiter zu gehen, wurden sie formell. "Preist Gott! Wir haben das Licht und ihr habt es nicht." Was taten sie? Sie organisierten sich. Ihr könnt Gott nicht organisieren. Gott hält sich an keine Form. Gott ist nicht formell. Die einen versuchten Ihn zu organiseren und ihre Gemeinde als die richtige darzustellen. Dann kamen die Einheitsleute. Sie hatten mehr Licht, aber auch sie versuchten Ihre Gemeinde zu organisieren. Was geschah dadurch? Durch ihre selbstsüchtige und bittere Weise, wie sie Dinge handhabten, löschten sie es aus. Anstatt daß sie das Empfangene mit Salz gewürzt, in Lieblichkeit weitergegeben hätten, unter- brachen sie die Gemeinschaft mit den anderen und hatten nichts mit ihnen zu tun. Dadurch geschah es. Mit Schwung ging es weiter und wieder kamen andere hervor, die etwas Neues betonten und sich trennten. Der eine sagte: "Er kommt auf einem weißen Pferd wieder!" Die anderen: "Er kommt auf einer weißen Wolke!" Und so fingen neue Organisationen an. Seht ihr die Art und Weise, in der sie es taten? Was wurde dadurch verursacht? Bitterkeit wurde verbreitet und die Brüderschaft wurde aufgelöst. Viele Frauen und Männer in den Ge- meinden möchten sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen, weil sie er- kennen, daß es die Wahrheit Gottes ist. Doch man würde sie hinaustun, wenn sie es täten. Viele Einheitsleute, zu denen ich nicht gehöre, denn ich glaube nicht so an die 'Einheit' wie sie es tun, sie taufen nur auf den Namen Jesus. Es gibt viele, die so heißen. Es ist der Herr Jesus Christus. Das stimmt. Ich glaube anders wie sie. Sie taufen auf den Namen Jesu zur Erneuerung, indem sie glauben, daß man durch die Wassertaufe erneuert wird und dadurch Christus aufnimmt. Das glaube ich nicht. Ich glaube, daß die Erneuerung durch das Blut Jesu Christi und durch den Heiligen Geist geschieht. Das stimmt. Die Taufe ist eine sichtbare Handlung, daß das innerliche Werk der Erneuerung geschehen ist. Ich stimme mit ihnen also nicht überein. So ist es, aber trotzdem sind sie alle meine Brüder. Als ich meinen Dienst als Baptistenprediger begann, kamen sie zu mir und sagten: "Br. Branham, komm zu uns, denn wir haben das Rechte." Die anderen sprachen: "Komm zu uns, wir tragen die Wahrheit." Ich schloß mich keiner Gruppe an, stellte mich zwischen sie und sprach: "Wir sind Brüder!" Was gebe ich darum, wenn jemand nicht mit mir übereinstimmt? Das macht mir nichts aus. Er ist dennoch mein Bruder. Ich habe einen Bruder, der Apfelkuchen mag. Ich ziehe Kirschkuchen vor. Deshalb werde ich doch nicht die Gemeinschaft mit ihm unterbrechen. Er kann seinen Apfelkuchen essen und ich esse meinen Kirschkuchen. Ich kann mir sogar noch Schlagsahne darauftun. Wenn er es nicht mag, so ist das seine Sache. Er bleibt dennoch mein Bruder. Ich liebe Gemeinschaft. Doch wenn wir Grenzen ziehen und man sagt: "Dies ist unsere Denomination", und man kann dem anderen nicht die Hand reichen und von Herzen sagen: "Gott segne dich, Bruder!", so ist eine Gemeinschaft nicht möglich. Wenn ihr das nicht tut, wird die Wurzel der Bitterkeit wie zu Smyrna aufkommen und dasselbe wird geschehen. Das stimmt. Ihr Name be- deutet 'Bitterkeit.' Die Nikolaiten unterdrückten sie fortwährend bis in das dunkle Zeitalter hinein. Zu Luthers Zeiten tat man erneut den ersten Schritt der Gnade. Ein kleines Licht begann zu leuchten. Danach trat John Wesley mit der Lehre der Heiligung auf. Es wurde ein wenig heller. Dann kam die Pfingstbewegung mit der Taufe des Heiligen Geistes und brachte den Glauben der Väter zurück. Sie aber hielten nicht daran fest, sondern organisierten und begannen somit den Weg zurück zum Nikolaitentum, so wie es die Bibel vorausgesagt hat. Wir wollen uns hier nicht lange aufhalten, sondern zum nächsten Vers über- gehen, der von der Verfolgung handelt. "Ich kenne deine Drangsal und deine Armut, - dennoch bist du reich -; (Er spricht zu der echten Gemeinde, nicht den anderen. Sie haßten die Werke der Nikolaiten.) Ich weiß auch, daß du von denen geschmäht wirst, welche Juden zu sein behaupten und es doch nicht sind, sondern sie sind eine Synagoge Satans." Sie beklagten sich, weil sie von Armut geplagt waren. Alles, was sie besaßen, wurde ihnen weggenommen. Sie hatten ihre kleine Gemeinde aufgebaut und wurden von der großen Kirche unterdrückt und hinausgeschoben, weil sie nur eine kleine Gruppe waren. Er sprach: "Ich weiß, daß ihr euch dort unten an der Ecke versammeln müßt. Ihr trefft euch in den Gassen und wo immer ihr es könnt." (Ich war in den Katakomben, wo sie sich versammeln mußten. Sie mußten sich unter der Erde treffen.) "Ich kenne deine Drangsal und deine Schwierig- keiten und alles andere; doch ihr seid reich durch eure Drangsale." Immer, wenn eine Drangsal und Verfolgung über die Gemeinde kommt, wird sie gestärkt. Verfolgungen stärken die Gemeinde. "Ich kenne deine Drangsal, doch du bist reich." Weshalb? "Ihr habt euch an Mich geklammert; ihr seid reich. Eure Drang- sale können euch nicht schaden." Beachtet, die Nikolaiten hatten nun eine Synagoge. Das sagt hier die Schrift. Habt ihm im 9. Vers darauf geachtet? "...welche Juden zu sein behaupten, doch es nicht sind, sondern sie sind eine Synagoge des Satans." Die wahre Gemeinde wurde hinausgestoßen, und die Nikolaiten hatten alles übernommen. Sie stießen diejenigen aus, die den Heiligen Geist hatten. Sie konnten sie nicht mehr gebrauchen. Wenn die zu Smyrna gewußt hätten, daß die Märtyrerkrone ihrer wartete, hätten sie gezittert. Nun, als die Weissagung niedergeschrieben und dort hingesandt wurde, erhielt es die Gemeinde. Daraus konnten sie er- sehen, daß sie die Märtyrerkrone tragen sollten. Sie waren zu Tode geängstigt. Sie warteten zu jeder Zeit darauf. Doch es kam nicht in ihrem Zeitalter. Viel- leicht mögen einige von ihnen gesagt haben, daß der Prophet Johannes falsch geweissagt hatte: "... denn es geschah ja nicht mit uns hier zu Smyrna." Es sollte ja Hunderte von Jahren danach geschehen. Wenn Gott etwas ausspricht, so muß es geschehen. Wir verankern unseren Glauben in Gottes Wort. Gott steht zu jeder Verheißung. Ihr mögt meinen, daß es gerade jetzt geschehen muß, doch es mag vielleicht nicht die Zeit Gottes sein. "Mein Wort kehrt nicht leer zu mir zurück, erst dann, wenn es das ausgerichtet hat, wozu ich es bestimmt habe und das zustande ge- bracht hat, wozu ich es gesandt habe." Gott wird immer zu seinem Worte stehen und in Seiner Zeit wird es Frucht hervorbringen. Nun, die Gemeinde zu Smyrna hatte die Merkmale dessen, was später im Ge- meindezeitalter zu Smyrna geschehen sollte. Sie sollten die Märtyrerkrone tra- gen, denn viele von ihnen wurden getötet. Laßt uns den 10. Vers lesen: "Fürchte dich nicht vor den Leiden, (vor der Synagoge Satans), die dir noch bevorstehen! Siehe, der Teufel hat vor, einige von euch ins Ge- fängnis zu werfen, damit ihr erprobt werdet, und ihr werdet eine zehn- tägige Drangsalszeit zu bestehen haben. Beweise dich getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben!" O, ihnen wurde gesagt, daß sie sich nicht fürchten sollten, wenn sie für ihren Glauben sterben müßten. (Nun, Schw. Wood, wo immer du dich befindest, ich hoffe, daß dies dir hilft. Schw. Wood sagte mir vor einigen Tagen, daß sie nicht verstehen kann, weshalb einige befreit werden und die anderen nicht.) Ihr müßt wissen... Gott hatte ihnen gesagt: "Fürchtet euch nicht vor den Leiden, denn Satan wird euch hineinwerfen. Diese Nikolaiten werden kommen und euch hineinwerfen und Ich werde euch um meinetwillen sterben lassen. Doch Ich werde euch an dem Tage die Krone des Lebens geben." Gebet acht! Laßt uns den 10. Vers noch einmal lesen: "Fürchte dich nicht vor den Leiden, die dir noch bevorstehen! Siehe, der Teufel hat vor, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr er- probt werdet, und ihr werdet eine zehntägige Drangsalszeit zu bestehen haben. Beweise dich getreu bis in den Tod." Habt ihr darauf geachtet, daß Er Satan beschuldigt? Nun, die Synagoge Satans waren die Nikolaiten. Das wissen wir. Es war eine Organisation eine Priester- schaft, die sich erhob, um diesen Menschen Schaden zuzufügen. Sie mußten viel erleiden, doch sie sollten bis zum Tode treu am Evangelium festhalten. Habt ihr darauf geachtet, daß es bei der Traurede heißt: "Bis der Tod euch scheidet!"? Nun, sie waren dem Herrn bis in den Tod getreu. "Fürchtet euch nicht, ich will euch die Krone des Lebens geben." Die zehn Tage, von denen hier die Rede ist, sind jeweils ein Jahr. So sagt es die Bibel. Die zehn Tage waren die letzten zehn Jahre der Herrschaft des Diokletian, des großen Kaisers. Während des Zeitalters zu Ephesus regierten einige Kaiser. Ich denke, Nero war einer von ihnen. Diokletian war der letzte, der regierte. Er war der blutigste Verfolger von allen und regierte während dieser zehn Jahre. Er stellte sich auf die Seite der einen Gruppe und sie mordeten die Christen, töteten, verbrannten sie und taten vieles mehr mit ihnen. Es waren die zehn Jahre der blutigsten Verfolgung. Die Zeit seiner Regierung währte vom Jahre 302-312. Das Gemeindezeitalter zu Smyrna endete und Konstantin begann seine Herrschaft im Jahre 312. Somit endeten die zehn Tage der Verfolgung. Nero begann damit und Diokletian war der letzte. Nero bestieg den Thron im Jahre 64 n. Chr. Im 11. Vers steht die Verheißung. Ehe wir zum Schluß kommen, möchten wir es lesen: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer da überwindet, dem soll der zweite Tod nichts anhaben können." Ich muß nun etwas sagen. Wenn ich etwas in meinem Herzen habe und es nicht sage, so bin ich ein Heuchler. Ich möchte euch auf etwas in der Schrift aufmerk- sam machen. Lange war es mir ein großes Rätsel, bis es mir klar wurde. Nun, laßt es uns genau nachlesen. "Wer ein Ohr hat... (In anderen Worten, 'ein Ohr zum Hören hat', geöffnet für das Reden des Geistes)... laßt ihn hören, was der Geist den Gemeinden sagt... (Nun seht, die Verfolgung und alles andere des einen Zeitalters ging in das nächste über) .. was der Geist den Gemeinden sagt: 'Wer da überwindet. (Die Gemeinde zu Ephesus? oder die zu Smyrna? Ja, alle Gemeinden) "...Wer da in allen Gemeidezeitaltern überwindet, wird den zweiten Tod nicht schmecken." Die zu Laodicea müssen die Nikolaiten, die Dinge der Welt, die Denominationen, die Priesterschaften, ja alles überwinden, was die Welt zu bieten vermag und sich völlig Christus übergeben und Ihn lieben. Dann kann euch der zweite Tod nichts anhaben, denn ihr habt ewiges Leben und könnt niemals sterben. Jesus sprach: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen." Jetzt werde ich etwas sagen, mit dem viele zunächst nicht übereinstimmen wer- den, doch bitte ich euch, wirklich recht ernsthaft nachzudenken, ehe ihr eure Entscheidung trefft. Das ist der Grund, warum es keine ewige Hölle geben kann und deshalb glaube ich nicht daran. Wenn es je eine ewige Hölle gab, wird es immer eine ewige Hölle geben. Jedoch gibt es nur eine Art des ewigen Lebens, wonach wir uns alle ausstrecken. Wenn nun jemand in Ewigkeit brennen soll, müßte er ewiges Leben haben. Dann aber wäre es Gott (der das ewige Leben ist), der da brennt. (1. Joh. 5, 20) Die Hölle ist geschaffen worden, deshalb ist sie nicht ewig. Alles was ewig ist, wurde nie geschaffen. Es ist immer gewesen und deshalb ewig. Die Bibel lehrt, daß die Hölle für den Teufel und seine Engel bereitet wurde. Sie wurde ge- schaffen, deshalb ist sie nicht ewig. Ich glaube nicht, daß jemand ewig gequält wird, Die Bibel bezeugt klar: "Wer da überwindet, dem soll der zweite Tod nichts anhaben können." So glaube ich es. Das Wort Tod bedeutet Trennung. Wenn wir von Gott durch Sünde getrennt sind, dann sind wir bereits tot. So sagt es die Bibel. Wir sind Gott entfremdet und von Ihm abgeschnitten; tot in Sünden und Übertretungen. Wir sind Gott und Seinem Reiche entfremdet Wenn wir Ihn aufnehmen und das ewige Leben empfangen, sind wir Seine Kinder und ein Teil von Ihm. Mein Sohn Joseph ist ein Teil von mir, ungeachtet dessen, was er auch tut. Wäre ich ein reicher Mann und hätte ein großes Besitztum und würde ihn ent- erben, so bliebe er dennoch mein Sohn, denn er ist ein Teil von mir. Selbstver- ständlich ist er ein Teil von mir. Ich kann ihn ebenso wenig verleugnen wie mich selbst, denn er ist ein Teil von mir. Der Bluttest beweist, daß er mir gehört. Der Bluttest beweist, ob ihr Gott angehört. Ihr seid Kinder Gottes und habt ewiges Leben. Aber die Seele, die sündigt, soll sterben, soll getrennt werden und wird nicht mehr sein. (Hes. 18, 4) Seht, alles was einen Anfang hatte, wird ein Ende haben. Alles was begonnen hat, wurde geschaffen. Der einzige Weg, wo- durch wir ewiges Leben empfangen, ist ein Teil dieser Schöpfung zu werden. O, wenn ihr sehen könntet, was der Heilige Geist für euch tut. Es ist der Heilige Geist, der Schöpfer selbst, Gott der Vater in der Gestalt des Geistes, als Heiliger Geist bezeichnet, der auf der Gestalt Jesus, Seines Sohnes ruhte; auf dem Leibe Jesu, den Er geschaffen hatte. Das ist der Grund, weshalb Er sterben mußte. Gott wohnte in diesem menschlichen Fleisch. Das Blut wurde vergossen und das Leben kam zurück. Aus diesem Grunde gingen die Anbeter im Alten Testament nach Darbringung ihres Opfers mit derselben Verurteilung davon. Im Neuen Testament steht im Hebräerbrief, daß der Anbeter durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt ist. Im Alten Testament wurde ein Lamm dargebracht. Der Priester opferte es, und der, für den es dargebracht wurde, hörte das Blöken und sah das Bluten, während er seine Hand darauf hielt. Er fühlte mit, wie es starb. Er wußte, daß es um seinetwillen geschah. Das Lamm nahm seinen Platz ein. Der Priester sprengte das Blut auf den Altar. Dann wurde ein Brandopfer dargebracht. So wie der Rauch aufstieg, so stieg das Gebet auch auf und dem Anbeter wurde Vergebung zuteil. Doch das Leben eines Tieres konnte sich nicht mit dem Geiste des Menschen vereinigen und auf ihn zurückkommen. Aus dem Grunde ging der Betreffende mit demselben Begehren zur Sünde davon. Sie kamen, opferten, nachdem sie Ehebruch begangen hatten und gingen hinweg mit demselben Gedanken. Doch jetzt ist es mit den wahren Anbetern anders. O Gemeinde Gottes! Ver- säume es nicht, das zu erfassen! Wenn wir in Wahrheit als Anbeter zu dem Sohne Gottes im Glauben hinzutreten, unsere Hände in die Seinen legen, in Sein Angesicht schauen und innewerden, wie man Ihn bespien und verspottet hat, wie das Blut Sein Angesicht herunterlief und Er in Schmerzen ausrief: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" O Brüder, seht ihr, wer es war, der für euch starb und welch einen Preis Er für euch bezahlte? Immanuel, Gott, der sterbend euren Platz einnahm. Seit das Blut vergossen wurde, sind die Anbeter vor Gott gerechtfertigt. Woraus seid ihr entstanden? - Aus einer kleinen Zelle eures Vaters. Die Blut- zelle kommt nicht von der Frau, sondern von dem Mann. Sie ist nur die Trägerin des Lebens. Das Blut kommt von dem Mann, deshalb hat das Kind den Namen des Vaters. Eine Frau, die die Ehe eingeht, nimmt den Namen ihres Mannes an, um der Kinder willen. Sie ist die Brutstätte für das Kind, das sie ihrem Mann gebiert. Wie ich bereits sagte: "Eine Henne kann ein Ei legen, doch wenn es nicht durch den Hahn befruchtet wurde, kann kein Küken ausgebrütet werden." Das ist der Grund, weshalb wir in dieser Zeit so viele alte, kalte, formelle Ge- meinden haben. Sie ahmten die Idee der Nikolaiten nach und haben deshalb Nester voll von schlechtgewordenen Eiern, aus denen nichts ausgebrütet werden kann. Wohl kann man alles mit ihnen tun, ihnen die Titel Bischof, Ältester oder andere geben, doch werden sie niemals daran glauben, daß Zeichen und Wun- der den Gläubigen folgen, denn sie sind nicht von Jesus Christus befruchtet wor- den. Ihr müßt befruchtet werden durch Ihn, durch die Kraft Gottes. Als die Blutzelle auf Golgatha gebrochen wurde das Leben, das darin war, Jehova... O, es müßte uns überwältigen! Ihr wißt, jeder hält nach einem Zei- chen Ausschau, nicht wahr? Alle sagen: "Laßt uns ein Zeichen sehen!" Die Juden wollten ein Zeichen haben. Hat nicht Gott selbst ein Zeichen gegeben, auf das Israel wartete? Er sprach durch den Propheten: "Darum wird der Allherr selbst euch ein Zeichen geben. Seht, die Jungfrau wird guter Hoffnung werden und einen Sohn gebären, dem sie den Namen Immanuel geben wird." (D.h. Gott mit uns.) - Das größte Zeichen, das je gegeben wurde! Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde, des ganzen Universums. Wenn ihr auf dem Mt. Palomar seid, bekommt ihr durch das Teleskop einen Blick in Millionen von Licht- jahren. Versucht das in Meilen zu messen. Doch darüber hinaus gibt es noch Monde, Sterne und Welten und Er ist der Schöpfer all dessen. Er sprach es aus und sie waren da. Dieser große Schöpfer wurde mein Heiland, kam herab als eine kleine Blutzelle, - nicht durch einen Mann, sondern durch eine Jungfrau nahm Er Wohnung. O, es sollte uns überwältigen. Können wir es begreifen? Jehova, - geboren in einer Krippe, weinend in einem Stall. Das ist ein ewiges Zeichen. Und die Menschen meinen, etwas zu sein. Gott Jehova, ein weinendes Kind in einem stinkenden Stall. Halleluja! Dann meinen wir etwas zu sein, heben die Nase so hoch, daß wenn es regnete, wir schier ertrinken würden. Jehova lag in einem Stall, weinend wie jedes andere kleine Kind. Es ist überwältigend. Das ist das Zeichen. Gott sprach: "Ich gebe euch ein ewiges Zeichen!" Jehova spielend als kleiner Knabe. Jehova, - arbeitend in einer Werkstatt, das Holz sägend wie ein Tischler. Hallelu- ja. Jehova, der die Füße eines Fischers wusch. "Ich gebe euch ein Zeichen!" Doch wir müssen eine Geistlichkeit haben, mit ihren Gewändern und umgedrehten Kragen ... Karten spielend. "Ich gebe euch ein ewiges Zeichen..." Jehova, - stehend im Vorhof mit bespie- enem Antlitz. Jehova, hing entblößt zwischen Himmel und Erde. Er achtete die Schmach des Kreuzes gering. Wir sehen Ihn immer geschürzt abgebildet. So wird Er von den Künstlern dargestellt. Sie entblößten Ihn, brachten Ihn in Ver- legenheit O diese Heuchler, wenn die Stunde kommt. Dies ist der Tag des Menschen, doch der Tag des Herrn kommt. Jehova! Jehova sterbend und nichts geschah. Jehova, betend und nichts geschah. Das stimmt. O, es sollte uns über- wältigen. Es ist ein ewiges Zeichen. An dem Zeichen werden es alle erkennen. Doch als Er starb, erbebte die Erde. Er kam aus dem Grabe hervor und fuhr hinauf gen Himmel. Jehova, herab- kommend in Gestalt des Heiligen Geistes, in Seiner Gemeinde, unter Seinem Volke Wohnung nehmend. Ehre sei Ihm! Jehova, einhergehend in Seiner Ge- meinde, die Gedanken ihrer Herzen zu durchforschen. Jehova, die Kranken hei- lend. Jehova gibt die Auslegung in der jeweiligen Landessprache. Welch ein Zeichen! Amen! Jehova zog eine Dirne heraus, obwohl sie so tief gesunken war, daß die Hunde sie nicht anschauten. Er wusch sie so weiß wie Schnee und machte ihr Herz so rein wie eine Lilie. O, Jehova nimmt einen Trunkenbold, der in der Gosse liegt und macht sogar einen Prediger des Evangeliums aus ihm. Das Blut Jesu Christi reinigt uns. Als Er hier auf Erden wandelte, ging Er zu der niedrigsten Stadt und den niedrigsten Menschen. Man gab Ihm den schlechtesten Namen. Das stimmt. Er bekam die schlimmste Behandlung und die schmutzigsten Namen, die irgend- jemand bekommen kann. Sie nannten Ihn Beelzebub, einen Teufel. Das schlimm- ste, das sie Ihm antun konnten, taten sie. Doch Gott hat Ihn auferweckt und gab Ihm einen solch hocherhabenen Thron, daß Er vom Himmel herabblickt. Amen! Er gab Ihm einen Namen über alle Namen, im Himmel und auf Erden: "...und jede Vaterschaft, die es im Himmel und auf Erden gibt, trägt seinen Namen." (Eph. 3, 15) Menschen dachten so ge- ring über Ihn, doch so sah Ihn Gott. O Gott, mögen meine Gedanken die Deinen sein, Vater. O wunderbarer Name. "Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben." Nun, es gibt nur eine Form des ewigen Lebens. Wir bekommen es durch Jesus Christus. Wir streckten uns da- nach aus, es ist das Leben Gottes. Die Blutzelle wurde hineingelegt, der Sohn Gottes kam hervor - Jehova in Jesus verborgen. ..." in Ihm wohnte die Fülle der Gottheit leibhaftig." Wenn wir dies Blut zur Vergebung unserer Sünden an- nehmen (die Schrift sagt, daß es das Blut Gottes war und nicht das eines Mannes, Apg. 20, 28) so kommt der Geist, welcher auf Gott - Immanuel - ruhte, auf uns. Jemand sagte: "Sprich nicht gegen die Juden, denn Christus war ein Jude." Er war kein Jude. Er war weder Jude noch Heide. Er ist Gott. Das stimmt. Gott tat etwas Spezielles. Es war Sein eigenes, geschaffenes Blut, wodurch wir unseren Freispruch empfangen, denn Er starb den Tod für uns. Nachdem das Blut ver- gossen wurde, war der Weg für den Heiligen Geist frei und Er kam auf uns herab, so daß wir zu Söhnen und Töchtern Gottes durch die Geburt des Geistes werden können. Dies Leben Gottes, welches nie einen Anfang hatte, noch ein Ende haben wird, gehört mir und dir durch die Gnade Gottes in Jesus Christus. Nun, was die Hölle betrifft, möchte ich euch sagen, daß ich an eine brennende Hölle glaube. Jawohl, denn die Bibel sagt es. Sie spricht von dem Feuersee. Doch das kann nicht ewig währen. Der Urtext sagt nicht, daß es ewig, sondern fort- während ist. Dort steht nicht das Wort ewig, sondern 'fortwährend'. Sie ist für den Teufel und seine Engel bereitet. Eine fortwährende aber nicht ewige Hölle. Die Seele mag dort für ihr Tun zehn Milllionen Jahre gequält werden. Ich weiß nicht, was fortwährend in den Augen Gottes bedeutet. Es kann für eine kurze Zeit oder Millionen Jahre sein. Doch der Zeitpunkt wird kommen, wo diese Seele nicht mehr sein wird. Die Schrift sagte: "Wer da überwindet, dem soll der zweite Tod nichts anhaben können." Durch den ersten Tod werden wir von unseren Angehörigen getrennt. Wir gehen in die Gegenwart Gottes, niemals aus Seiner Gegenwart. Nun, wenn es einen zweiten Tod gibt, so muß dies der Tod der Seele sein. Wer jedoch die Welt und die Dinge der Welt überwindet, hat ewiges Leben. Dem kann der zweite Tod nichts anhaben. Das ist ewiges Leben. Doch der Sünder... Die Schrift sagt: "Wenn eine Frau in Üppigkeit lebt, so ist sie schon bei Lebzeiten tot." Stimmt das? "Die Seele, die da sündigt, soll gewiß sterben." Was bedeutet sterben - völlig getrennt, nicht mehr vorhanden sein. Eine Tren- nung bedeutet abgeschnitten sein. Wenn jemand abgeschnitten wird, ist er nicht mehr da. Wie lange wird es bis zu dem Zeitpunkt anhalten? Es muß durch den gleichen Prozeß hindurch, wie es kam, bis es zu dem Punkt angelangt ist, wo nichts mehr übrig bleibt. Dann ist es in den Originalzustand zurückgebracht. Wir vermögen eine Zelle nach der anderen abzubauen, bis man wieder zur ersten Zelle zurückkommt. Wenn das geschieht, so kann man die verschiedenen Bestandteile des Blutes feststellen, bis man dahin gelangt, wo das Lehen vor- handen ist, doch das können sie nicht feststellen, denn sie wissen nichts davon. Nun, dies Leben wird in den Zustand gelangen, bis es nicht mehr sein wird. Worin bestehen die Bestandteile des Lebens? Ich glaube, daß im Leben keine Chemikalien vorhanden sind; es muß geistlich sein. Am Schluß wird es völlig getrennt sein, bis es nicht mehr da ist. Die Schrift sagt: "Die Seele, die da sündigt, soll sterben." Doch den Überwindern kann der zweite Tod nichts an- haben. Zuerst muß der Leib sterben, erst dann wird die Seele sterben und nicht mehr sein. Glaubt ihr, daß die Schrift das sagt? Wenn ihr meint, es gäbe eine ewige Hölle, so stimmt das nicht mit der Bibel überein. Die Schrift sagt aus, daß die Hölle für den Teufel und seine Engel be- reitet ist. Wenn jemand in alle Ewigkeit in der Hölle brennen müßte, hätte er ewiges Leben. Stimmt das? Doch es gibt nur eine Form des ewigen Lebens. Das stimmt. Nur ein ewiges Leben. Geht nun nicht hinweg und sagt: "Br. Branham glaubt nicht an die Hölle." Gewiß glaube ich an eine Hölle. Die Schrift lehrt, daß es eine Hölle gibt. So gewiß es einen Ort der Ruhe gibt, so gewiß gibt es auch einen Ort der Qual. Gott wird einen jeden, der gegen Ihn sündigt, bestrafen. Wenn ihr Jesus Christus als euren Heiland abgelehnt habt, werdet ihr dafür bestraft. Die Zeit wird kom- men, wo ihr nicht mehr sein werdet. Wieviele Millionen von Jahren das dauern wird, bis ihr diesen Zustand erreicht, weiß ich nicht. Bis zu dem Tage, wo ihr von neuem geboren wurdet, wart ihr ein zeitliches We- sen. Ihr werdet erst zu einem ewigen Wesen, wenn ihr das Leben Gottes in euch tragt, denn Er ist das ewige Leben. Könnt ihr das sehen? "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt..." Ich liebe Ihn. Ihr nicht auch? Ich bin so froh, daß, Ich ewiges Leben besitze. Nichts kann mich mehr bedrücken, denn ich habe jetzt das ewige Leben. Ich bin dessen gewiß, und ich vertraue, daß jeder einzelne von uns es auch hat. Irenäus hatte es. Ich las die Geschichte über Irenäus. Er konnte dieselben Zei- chen vorweisen, wie die ursprüngliche Gemeinde zu Pfingsten. Deshalb wurde er als Bote erwählt. Wieviele von euch glauben, daß die Gemeinde zu Pfingsten begann? Gott gab Seine Bestätigung am Tage zu Pfingsten. Das war die erste Gemeinde Gottes, zu der Er sich bekannte. Er ist der Weinstock, wir sind die Reben. Wenn nun der Weinstock neue Reben hervorbringt, so werden es die gleichen sein, wie zu Pfingsten. Gewiß. Nun, es liegt nicht am Namen, denn es gibt Pfingsler dem Namen nach, doch das bedeutet nichts weiter als Methodist, Baptist, Presby- terianer oder Pfingstler zu sein. Das sind nur Namen und bedeuten nichts. Doch wenn ihr das Pfingsterlebnis in eurem Herzen, in eurer Seele habt, so besitzt ihr das ewige Leben. Gott hat euch verheißen, daß der zweite Tod euch nichts anhaben kann. Ihr habt das ewige Leben und der zweite Tod hat keine Macht über euch. "Betrübet nicht den Heiligen Geist Gottes." Betrübet Ihn nicht, indem ihr das Verkehrte tut. Wenn ihr das tut, so werdet ihr dafür bezahlen müssen. Denn die Schrift sagt: "Betrübet nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr auf den Tag der Erlösung versiegelt seid." Stimmt das? "Betrübet nicht den Heiligen Geist!" O, welch ein herrlicher Morgen, welch ein wunderbarer Tag wird das sein. Um euch zu zeigen, daß die Auferstehung universell sein wird, möchten wir Matth. 24 lesen: "Zwei werden auf dem Felde sein, einer wird angenommen, der andere bleibt zurück... Zwei werden auf einem Lager liegen, der eine wird an- genommen, der andere zurückgelassen werden." Seht ihr, an einem Ort wird es Nacht sein, am anderen Tag. Die Auferstehung, die Entrückung wird univer- sell sein. Die Posaune Gottes wird erschallen, und die kleine Gemeinde von hier und dort, wird kommen. Bei der letzten Nachtwache werden sich die Jungfrauen aufmachen. Nun denkt daran! Es waren zehn Jungfrauen, die dem Herrn entgegengingen. Fünf von ihnen waren klug und fünf waren töricht. Stimmt das? Nun, insgesamt waren es vier 'Wachen'. Am Ende der letzten ertönt der Ruf: "Sehet, der Bräuti- gam kommt, machet euch bereit, Ihm zu begegnen!" Sie alle erwachten, schmück- ten ihre Lampen. Von allen Zeitaltern wurden sie auferweckt, O, welch eine herrliche Zeit wird das sein. Br. Branham singt: Wer von euch weiß, ob er noch nach Hause kommt? Wer hat die Gewißheit, daß er durch die Tür hindurchgehen wird? Das wißt ihr nicht. Wer von euch ist scher, daß er, wenn er hinausgeht, noch einmal zurückkommen kann? Das könnt ihr nicht sagen. Laßt diesen Abend nicht vorbeigehen. Versäumt es nicht, euch an diesem Abend Gott zu weihen, denn es könnte euer letzter Abend sein. Solch eine Gelegenheit mag nie wieder kommen. Wer seid ihr? Wo seid ihr hergekommen und wo geht ihr hin? Das einzige Buch, diese gesegnete, alte Bibel kann es euch sagen. In diese Bibel setzen wir unser ganzes Vertrauen. Es ist das Wort Gottes und wir glauben es. Wenn ihr nicht zu der Braut, zu dieser kleinen Minderheit gehört, die aus den Denominationen und Satzungen hinausgedrückt wird, wenn ihr nicht zu dieser kleinen Gruppe gehört... Nun, ihr braucht euch nicht dieser Gemeinde an- zuschließen. Ihr braucht euch nirgends anzuschließen, denn ihr müßt in das Reich hineingeboren werden. Wenn ihr der Gemeinschaft der Methodisten, Bab- tisten, Presbyterianer oder wo es sein mag, beitreten möchtet, so ist das eure Entscheidung. Ihr könnt der Gemeinschaft eurer Wahl beitreten. Dafür müßt ihr euch entscheiden. Ich sage euch, wenn ihr wiedergeboren seid, haltet ihr euch zu Gleichgesinnten. Jemand kam zu mir und sprach:" Br. Branham, du hast zu den Leuten gesagt: 'Geht zurück zur Methodisten-Gemeinde!"' Ich erwiderte: "Gewiß! Laß sie dort hinausgeworfen werden, dann haben sie keine andere Stätte, wohin sie gehen können." Dann werdet ihr es sehen. Gewiß, geht zurück! Es wird nicht lange dauern und sie werden zurückkommen. Als die Sintflut zur Zeit Noahs kam, nahm Noah die Krähe und schickte sie weg. Diese schaute sich umher und krächzte. Weshalb? - Sie war zufrieden, denn sie war ein Raubvogel von Anfang an. Sie konnte von einem Kadaver zum anderen fliegen, hier das Fleisch eines Esels fressen ,und dort von einem alten Schaf und dort wieder etwas anderes, da ja überall die toten Tiere waren. Die Krähe setzte sich darauf und krächzte: "Ich habe hier ein regelrechtes Freudenfest!". So krächzte sie immerfort. Doch die kleine Taube, die hinausgeschickt wurde, war ganz anderer Natur. Sie konnte den Gestank nicht ertragen. Eine Taube ist der einzige Vogel, der keine Galle besitzt. Sie konnte es nicht verdauen. Das einzige, was ihr übrigblieb war, zur Arche zurückzufliegen und dort an die Tür zu klopfen. Ihr mögt hingehen, wo ihr wollt. Das einzige, worauf ich euch hinweisen möch- te, ist dieses: "Kommt hinein in das Königreich!" Dann weiß ich, wohin ihr ge- hen werdet. Dann werdet ihr es nicht mehr aushalten, Brüder. Ihr werdet sagen: "Ich habe die Scheidelinie überschritten und habe diese Welt hinter mir zu- rückgelassen." "Sie waren versammelt im Obersaal ..." Während wird den nächsten Vers singen, reicht einander die Hände. Ihr Me- thodisten, Baptisten, Presbyterianer, reicht euch die Hände, seid freundlich und einander zugetan. Seid ihr willig, für Christus den Märtyrertod zu sterben und euer Leben hinzu- geben? Wenn es soweit kommen sollte, daß ihr dem Tode ins Angesicht zu blicken habt, würdet ihr dann widerrufen oder dem begegnen? Durch die Gnade Gottes werden wir es tun. Oh, Gott, es wäre eine Freude, für würdig geachtet zu werden. So möchte ich gehen, während ich auf dem Podium stehe. Vor nicht langer Zeit wollte mich ein Scharfschütze in Deutschland erschießen, doch die deutschen Soldaten stellten sich um mich und und halfen mir. O, wie herrlich wäre es für mich gewesen, für meinen Herrn direkt auf dem Missions- feld zu sterben. Noch ein kleines Lied. Habt ihr dafür Zeit? Ich kann es nicht singen, doch ich kann es sprechen. Schon immer hatte ich das Verlangen, zu singen. Doch eines Tages, wenn ihr in euer herrliches Heim gelangt, dort oben im Paradiese, so werdet ihr mich auf der anderen Seite des Waldes in meiner kleinen Hütte singen hören. "Herr, baue mir eine kleine Hütte, dort oben im Wonneland..." Wenn immer Br. Neville dieses Lied singt, meine ich, er spricht von meinem Heim dort oben. Eines herrlichen morgens, wenn ihr dort auf eure schöne große Terrasse hinausgeht und euch umschaut, so werdet ihr ganz hinten am Rande jemanden singen hören: "Erstaunliche Gnade ..." Dann werdet ihr sagen: "Preist Gott, Bruder Branham hat es geschafft, denn ich höre ihn singen, 'Erstaunliche Gnade...'" Es wird nur die erstaunliche Gnade sein, die mich dort hingebracht hat. "Es tropfet von Blut, es tropfet von Blut, das vom Heiligen Geist durchdrungene Evangelium tropfet von Blut..." (Eine Schwester redet in Zungen, ein Bruder gibt die Auslegung. Danach spra- chen ein Bruder und eine Schwester nacheinander in Zungen und ein Bruder gibt die Auslegung.) "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt." Wir wollen beten. Himmlischer Vater, während diese drei hier vor Dir stehen, bitte ich Dich, oh Gott, ihnen gnädig zu sein. Oh Du ewiger Gott, schenke ihnen die Ver- gebung aller Sünden. Mögen sie die Erlösung erfassen, damit der Heilige Geist in ihr Leben tritt und der zweite Tod keine Gewalt über sie hat. Herr, während sie hier stehen erkennen sie, daß in Kürze etwas geschehen wird. Der Heilige Geist gab ihnen die Warnung. Wir sehen, wie der Geist Gottes in diesen Versammlungen gemäß der Schrift herabfällt Oh Gott, es war eine persönliche Botschaft für uns alle. Vater, ich bitte Dich, sei allen gnädig. Laß den teuren Geist in unserer Mitte bleiben. Herr, schenke uns allezeit die rechte Ehrfurcht. Bewahre diese Seelen in Deiner Obhut, Vater, denn sie sind die Frucht der heutigen Botschaft des Heiligen Geistes, der in unserer Mitte geredet hat. Wir bitten Dich, himmlischer Vater, bleibe bei ihnen alle Tage ihres Lebens. Gib, daß wir uns in der anderen Welt, die kein Ende hat, wiedersehen, gerettet durch Deine Gnade, durch das Blut Christi. Himmlischer Vater, Dir legen wir sie hin. Erfülle sie mit Deinem Heiligen Geist. Wir bitten es in Jesu Namen. Amen. Der Segen Gottes sei mit euch, meine Brüder. Reicht denen, die in eurer Nähe sind, die Hand und wünscht ihnen Gottes Segen. Ihr könnt euch setzen. Seht, welch einen Gehorsam der Heilige Geist bis zum Ende wirkt! Die Bibel sagt: Will man in Zungen reden, so sollen es zwei, höchstens drei sein. Das ge- schah nicht, solange ich noch sprach, sondern erst, als ich geendet hatte. So ist es richtig. Alle hören andächtig, was der Geist sagt. Was geschieht dann? Sünder erheben sich und tun Buße. Denkt nur, der Heilige Geist selbst ist wirksam. Er kam gemäß dem Wort hernieder und offenbarte sich. Ich kenne alle drei, die in Zungen gesprochen haben. Ich kenne den Bruder, der die Auslegung gab. Ich weiß, sie leben sündlos vor Gott. Br. Neville, unser Prediger, der zuvor Metho- disten-Prediger war, ist hier. Er hat den Heiligen Geist empfangen. Br. Jackson, ein weiterer Methodisten-Prediger, der den Heiligen Geist empfangen hat mit der Gabe, in Zungen zu reden und auszulegen. Habt ihr beachtet, in welch einer Ehrfurcht die Gemeinde ist, wenn Gott redet? Sein Reden ist immer gemäß der Bibel. Wenn die erste Botschaft nicht alles ausgerichtet hat, spricht Er noch einmal. Jedoch nicht mehr als dreimal. Ihr wißt, das ist gemäß der Schrift. Die Botschaf- ten folgen nacheinander und ergänzen sich untereinander. Der Geist ist den Propheten untertan. Alle anderen hören und sind still. In solcher Ordnung muß die Gemeinde sein. Nun, zu euch von außerhalb, die ihr mich sprechen hörtet. So ist es richtig. In dieser Weise werden die Botschaften gebracht. Seht die Resultate! Sofort ge- schicht etwas. Ob durch die Gabe der Geisterunterscheidung oder durch andere Geistesgaben. Ist Er nicht wunderbar? Ich bin so froh, zu wissen, daß die Dinge hier in gleicher Weise geschehen und geordnet sind wie zur Zeit des Paulus. Es ist nicht ausgestorben, es bleibt für immer bestehen, und ist noch da. Ich hin so froh, sagen zu können, daß ich einer von denen bin. Seid ihr es nicht auch? In dem Gemeindezeitalter zu Laodicea wird die Vereinigung vollzogen. Ich hoffe, daß ihr anwesend sein könnt, wenn wir darüber sprechen. Gleich zu Anfang wirkte der Heilige Geist in unserer Mitte und redete zu uns. Erfreut ihr euch der Botschaften des Herrn, an denen sich die Seele labt. Gott segne euch, meine Kin- der. Ich liebe euch von ganzem Herzen. Wenn der Geist über mich kommt, rede ich scharf, denn das Wort Gottes ist schärfer als ein zweischneidiges Schwert. Es dringt hindurch bis in das tiefste Innere und vollzieht so die Beschneidung, wodurch alles Unbrauchbare entfernt wird. Habt ihr heute abend darauf geachtet, was der Geist durch die Auslegung sagte? Hört auf mit allem Unsinnigem! Oh, wir werden beschnitten. Seid aufrichtig! Auch wenn ihr vom Wege abgewichen seid, Gott weiß es. Er wird alle Uneben- heiten vor euch hinwegnehmen. Ich bin so dankbar, daß Er es tut. Seid ihr es nicht auch? Wieviele von euch beten als Familie? Das ist gut. So muß es sein. Oh, wie herrlich ist es, die alten Lieder zu singen. Die Verfasser waren vom Heiligen Geist inspiriert. Man bat Fanny Crosby weltliche Lieder zu schreiben, wodurch sie zur reichen Frau geworden wäre. Doch sie antwortete: "Ich habe mein Leben und meine Talente Christus geweiht." Ihr wißt, daß sie blind war. Doch sie erwiderte: "Ich schulde mein Leben und alles, was ich habe, dem Herrn." Verärgert gingen sie davon, weil sie solch ein Angebot zurückgewiesen hatte. Sie verkaufte ihr Erst- geburtsrecht nicht wie Elvis Presley. Sie blieb ergeben und aufrichtig vor Gott. Dann sagten sie zu ihr: "Wenn du in den Himmel kommst, (falls es einen gibt), wirst du nicht auch dort blind sein? Was tust du dann? Wie wirst du Jesus er- kennen?" Sie antwortete: "Ich werde Ihn erkennen, ich werde Ihn erkennen "Wie wirst du Ihn erkennen, wenn du blind bist?" Sie antwortete: "Ich werde seine Nägelmale fühlen." Danach wandte sie sich ab und ließ sie stehen. O mein Jesus, ich werde Dich mit Deinen Wundenmalen sehen. Du bist für mich verblutet. Wie könnte ich Ihn jemals verleugnen? Lieber möchte ich sterben und Jede Art von Entbehrung hinnehmen. Doch niemals den kostbaren blutenden Herrn, der für mich starb, verleugnen. Laßt uns aufstehen und singen: "O, wie süß klingt Jesu Name, O wie hellt Er allen Schmerz. Nehmt den Namen Jesus mit euch, wenn ihr von hier geht.