Das Gemeinde-Zeitalter zu Philadelphia (The Philadelphian Church Age) gepredigt in Jeffersonville am 10. Dezember 1960 William M. Branham [Die deutsche Übersetzung wurde mit einem Scanner eingelesen und mit einem OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandenen Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. 31.07.2000] Ein Bruder brachte mir einen großen, heißen Kirschkuchen. Ich sage euch, ein Wink macht sich bezahlt. Nicht wahr, Bruder Neville? Da habt ihr es! Ich mag Kirschkuchen am liebsten. Er ist wirklich gut. Es ist, wie ich es schon oft sagte: Manchmal stößt man beim Essen auf einen Kirschstein. Doch dann werfe ich nicht den Kuchen weg, sondern nur den Stein und esse den Kirschkuchen weiter. Ich möchte, daß ihr dassel- be mit diesen Botschaften macht. Folgt meinen Ausführungen. Wenn ihr etwas findet, das ihr nicht sofort verdauen könnt, dann werft nicht gleich das Ganze weg, sondern legt jenen Teil, den Kern, beiseite und eßt den Kuchen weiter. So soll es sein. Mögt ihr Brathähnchen? Fast jeder mag sie. Wenn ihr beim Essen einen Knochen findet, dann werft ihr doch nicht das Hähnchen weg, sondern nur den Knochen. Stimmt das? Ihr legt den Knochen beiseite und eßt das Hähnchen weiter. Wir sind so froh, denn wir können Speise essen, die keine Knochen oder Steine hat. Es ist Manna voll himmlischen Wohlgeschmacks, das vom Himmel herabgekommen ist. Ich glaube, es war David, der einmal sagte: "Es schmeckt wie Honig aus dem Felsen." Ein Dichter hat wohl ebenfalls bezeugt: "Es ist Honig in dem Felsen." O mein Bruder, hast du davon gekostet? Es schmeckt wie Honig aus dem Felsen. "Es ist Honig in dem Felsen, Bruder..." Ja- wohl. Wißt ihr, ich fragte mich einmal, was "Honig im Felsen" wohl bedeu- tet, und dachte: "Vielleicht haben sie einmal ein Bienennest in einem Felsen gefunden." Als ich mich weiter damit befaßte, empfing ich eine kleine Inspiration darüber. Nicht gleich, sondern später, als ich feststellte, was die Schäfer mit den Schafen tun, fand ich heraus, daß da ein Zu- sammenhang war. Ihr wißt, daß unsere Leiber aus dem Staub der Erde erschaffen worden sind. Jedes Lebewesen hier ist aus Erde entstanden. Die Hirten wußten, daß Kalkstein den Schafen wohltut. Wenn ihnen etwas fehlte, wenn sie krank waren oder dergleichen, ließ man sie an einem solchen Stein lecken. Sicher habt ihr schon Schafe an einem Stein lecken sehen. Doch damit sie die Schafe dazu brachten, an dem Stein zu lecken, bestrichen sie ihn mit Honig. Die Schafe leckten den Honig und somit auch an dem Felsen. Wir haben eine ganze Hirtentasche voller Honig hier und werden ihn an den Felsen streichen, nicht an eine Gemeinde, sondern an den Fel- sen, Christus Jesus. Ihr Schafe, leckt jetzt daran, und ihr werdet mit Sicherheit sofort gesund. Alle Sündenlasten werden weichen, wenn ihr euch an dem Felsen labt. Mehr braucht ihr nicht zu tun. Früher benutzte man Steine zu Heilzwecken. Ehe man die Impfung gegen Tollwut fand, nahm man einen Stein, den man den "Tollwutstein" nannte. Wenn jemand von einem tollwütigen Hund gebissen wurde, be- handelte man ihn mit diesem besonderen Stein. War die Krankheit des Patienten nicht zu weit fortgeschritten, wurde er gesund. Andernfalls starb er. So ist es auch heute. Der schlimmste Biß, von dem ich weiß, ist nicht der eines Hundes, sondern der des Teufels. Aber wir haben einen Stein dagegen, den Felsen des Heils. Haltet euch an Ihn. Solange ihr Ihn fest- haltet, werdet ihr gesunden. Laßt Ihn nie los und weicht nicht zurück. Haltet daran fest, und es wird euch wohlergehen. Ehe wir heute abend zu unserer Lektion übergehen, wollen wir uns zum Gebet erheben. Bist du die Schwester von Robert Daugherty? Nein, wohl nicht. Sie rief mich gestern an und bat um Gebet. Du siehst ihr ähnlich. Ich weiß nicht, ob du es bist, doch ich sah dich gestern abend hier. Wie viele möchten, daß ich ihrer vor Gott gedenke und daß Gott ihrer gedenkt? Unser himmlischer Vater, der Gesangleiter in Chicago sang immer das Lied: "Gedenke meiner; wenn die Tränen fließen." So bitte auch ich, HERR, gedenke jetzt meiner. Wir möchten, daß Du unser in der Stunde des Todes und während des ganzen Lebens hindurch gedenkst, HERR. Gedenke unser nicht als Sünder, nicht als das, was wir sind; sondern wir möchten, daß Du uns als bekennende Christen ansiehst, die Jesus Chri- stus, Deinen Sohn, als ihren Heiland, als Sühne für unsere Sünden an- genommen haben. Wir wissen, dies ist die einzige Chance, die wir ha- ben, der einzige Weg, das einzige Mittel für das Heil. Es geschieht weder durch eine Kirche oder Organisation noch durch eine mechanische Vor- richtung, sondern durch Jesus Christus, und nur durch Ihn allein. Wir nahen uns heute abend in Seinem Namen und bitten Dich, uns zu segnen, während wir uns versammelt haben, in Deinem Wort zu for- schen, um zu erkennen, was Du für uns heute abend bereitet hast, da- mit wir in dem geistlichen Leibe zu einer lebendigen Gemeinde aufer- baut werden; einer Gemeinde, in der Du wohnen, wandeln und Dich wohlfühlen kannst. Indem Du unter Deinem Volke wandelst, sagst Du uns, was wir tun sollen, und weißt, daß wir unverzüglich danach han- dein. Wir lieben Dich, Vater, doch wir wissen, daß wir noch nicht ganz in der Verfassung sind, daß Du durch uns reden könntest, wie Du es möch- test. Deshalb bitten wir Dich, uns zu beschneiden, indem Du alles Tö- richte, alles Fleischliche, was überflüssig ist, heute abend von uns ab- schneidest, damit wir Dir völlig geweiht sind, so daß Du uns jederzeit gebrauchen kannst. Wir beten: Laß es heute abend sein, Vater, daß Du uns gebrauchst, diese Kostbarkeiten der Bibel hervorzubringen, damit sie leuchten, so daß dieses Volk die Widerstrahlung Christi in diesem gewaltigen Zeitalter sieht. Wir bitten es in Jesu Namen. Amen. Wir befassen uns gerade mit den Gemeindezeitaltern. Heute abend behandeln wir das sechste und kommen morgen mit ihnen zum Abschluß. Wir haben von Montag bis Sonntag an jedem Abend eines durchgenom- men. Heute sprechen wir über das Gemeindezeitalter von Philadelphia. Wir glauben ernsthaft und von ganzem Herzen, daß der Stern, der En- gel-Botschafter dieses Gemeindezeitalters John Wesley war. Das Gemeindezeitalter begann 1750, als das lutherische Zeitalter zu Ende ging, und dauerte bis Anfang 1900, bis etwa 1906. Dann ging es über in das von Laodicea. Es ist das Gemeindezeitalter der Bruderliebe, das große Missions- zeitalter, das Zeitalter der "offenen Tür". Die Belohnung war, "eine Säule im Tempel Gottes" zu sein und die Offenbarung von drei Namen: dem Namen Gottes, dem Namen der Stadt Gottes und dem neuen Namen Gottes. Das ist die Offenbarung, die der Gemeinde in jenem Zeitalter gegeben wurde. Dieses Gemeindezeitalter ist in Offbg. 3, 7-13 beschrie- ben. Wir haben an jedem Abend einen kleinen Rückblick gehalten und gewisse Dinge wiederholt. Das erste Gemeindezeitalter war das von Ephesus. Kann jemand sagen, wer der Engel, das Licht, der Gesandte für jenes Zeitalter war? - Paulus. Das Gemeindezeitalter zu Ephesus dauerte von 55 bis 170 n. Chr. Ich habe das Jahr 55 gewählt, weil Paulus damals seine Missionsreise machte, auf der er die Gemeinde zu Ephesus und andere Gemeinden gründete. Das zweite Gemeindezeitalter war das von Smyrna. Weiß noch je- mand von euch, wer der Engel jener Gemeinde war? Irenaeus. Es er- streckte sich von 170 bis 312. Das dritte war das Gemeindezeitalter von Pergamon. Wer von euch weiß, wer der Botschafter dieser Gemeinde war? - Martin. Es dauerte von 312 bis 606. Das nächste war das Gemeindezeitalter von Thyatira. Wer weiß, wer der Engel-Botschafter zu jener Zeit war? - Kolumba. Es dauerte von 606 bis 1520. Das nächste war das Gemeindezeitalter von Sardes. Das haben wir gestern abend besprochen. Natürlich wißt ihr, wer der Engel war: Mar- tin Luther. Es dauerte von 1520 bis 1750. Heute abend befassen wir uns mit dem Gemeindezeitalter von Phil- adelphia, in dem John Wesley der Botschafter war. Es dauerte von 1750 bis 1906 und war das Zeitalter der Bruderliebe. Wir haben festgestellt, daß jede Gemeinde das Charakteristische des entsprechenden Gemeindezeitalters zum Ausdruck brachte. Sie zeigte, wie die Gemeinde sein würde und was ihre charakteristische Eigenschaft ist. Gestern abend sprachen wir über Martin Luther. Diese Predigten werden auf Tonband aufgenommen. Ich befasse mich den ganzen Tag damit. Ihr fragt: "Du brauchst den ganzen Tag für so wenig Geschichte, wie du sie hier darlegst?" Nein. Die historischen Einzelheiten werden im Buch behandelt werden. Der Grund, weshalb ich diese Dinge hier erläu- tere, ist, sie euch durch Inspiration zu bringen, so daß wir, wenn wir hier versammelt sind, diese Inspiration gemeinsam empfangen. Den ge- schichtlichen Teil kann ich im Buch nachlesen. Hier erwarte ich die In- spiration, dann können wir sie auch von den Tonbändern empfangen. Im Buch wird beides sein: die geschichtlichen Einzelheiten und auch die Offenbarungen, die uns der Heilige Geist zuteil werden läßt, während wir hier an himmlischen Örtern in Christus Jesus versammelt sind. Ich glaube, es wird eine hervorragende Abhandlung über die Gemeinde- zeitalter werden. Der HERR möge Seinen Segen dazu geben. Gestern stellten wir fest, daß das Gemeindezeitalter von Sardes im Griechischen "die Entronnenen" bedeutet. Die englische Übersetzung davon jedoch lautet "tot". Es war beides: eine tote und eine entronnene Gemeinde, denn sie war unter der mächtigen päpstlichen Herrschaft des Mittelalters, das wir das "dunkle Zeitalter" nennen, gestorben. Um 1500 oder 1520 hatte das Christentum seinen tiefsten Stand erreicht, den es auch im Vergleich mit dem zu Laodicea, je hatte oder haben wird. Hier ist etwas Bemerkenswertes. Haltet es im Gedächtnis fest, daß jedes Gemeindezeitalter, das begann, etwas vom vorhergehenden über- nommen hat, und zwar all die Zeitalter hindurch, denn ein Gemeinde- zeitalter geht ins andere über. Wenn ihr parallel zum Buch in der Ge- schichte forscht, werdet ihr es feststellen. Eines geht in das andere über, sie überlappen sich zunächst. Sobald eines zu Ende geht, tritt der Engel des nächsten auf, um die Gemeinde zu dem Glauben zurückzurufen, den sie verloren hat. So war es immer. Betrachtet den Juda-Brief, das letzte Kapitel vor der Offenbarung. Juda richtete die Mahnung an uns "...für den Glauben zu kämpfen, der den Heiligen ein für allemal übergeben worden ist." Es war der Über- gang von den Aposteln zur Offenbarung. Die meisten Apostel waren be- reits gestorben, waren heimgegangen. Einer lebte zu der Zeit noch, das war Johannes, der Geheiligte, dem durch den Engel des HERRN die Of- fenbarung zuteil wurde, damit er sie in ein Buch schrieb. Eins greift in das andere über. Ich nehme an, es ist euch aufgefallen, als ich es im Laufe der Darlegungen erwähnte, und ihr habt es euch gemerkt. Das trifft auch auf das Gemeindezeitalter von Sardes zu, dem Zeitalter der Vermählung. Bis Thyatira hatte die Kirche noch nicht ihre volle Macht erreicht, doch im Sardes-Zeitalter kam es zur Vereinigung. Diese Vereinigung reichte bis in jenes Zeitalter hinein. Gestern abend habt ihr gehört, daß Luther auftrat, als die Gemeinde "in dem Ruf stand zu leben, aber dennoch tot war" und dann zur "Entronnenen" wurde. Es umfaßte die Kirche, die vorher tot war ebenso wie den kleinen Überrest, der in diesem Zeitalter herausgebracht wurde. Wenn wir heute abend mit dem Philadelphia-Zeitalter zu Ende kom- men, wird es in den Anfang des Laodicea-Zeitalters übergehen. Morgen abend werden wir es dann abschließen. Ihr werdet feststellen, daß der Engel erst in der Endzeit, am Ende der Zeit, auftritt, um die Gemeinde zurechtzuweisen, weil sie die erste Liebe verlassen und sich in den Zeit- altern so weit von Gott entfernt hat. Zu der Zeit, in welcher die Bot- schaft ergeht, findet die Entrückung statt, um die Brautgemeinde hin- aufzunehmen. Dieser Zeit nahen wir uns jetzt. Habt ihr das begriffen? Der Engel der Gemeinde, der Botschafter jenes Zeitalters, tritt auf, weist sie zurecht, weil sie die erste Liebe verloren hat, und versucht sie zu- rückzubringen. Wie der Engel-Botschafter von heute abend sie für das zurechtweist, was sie getan hat, ist er in jedem Zeitalter dazu aufgetreten. So greift ein Gemeindezeitalter in das andere über, wie beim Hinaufgehen einer Treppe eine Stufe zur anderen führt. Über den Botschafter des heutigen Abends habe ich nur wenig Ge- schichtliches. John Wesley war der Stern jenes Zeitalters. Er wurde am 17. Juni 1703 im Pfarrhaus zu Epworth, England, geboren. Er war das fünfzehnte von den neunzehn Kindern, die John und Susanne Wesley hatten. Der Vater war Prediger, die Mutter eine wirklich gläubige Frau. Obwohl sie für neunzehn Kinder zu sorgen hatte, fand sie trotz ihres arbeitsreichen Tages viel Zeit, ihren Kindern biblische Lektionen und Geschichten zu lehren und für sie zu beten. Dadurch wurden die Jungen zu dem, was sie waren. Der große Liederdichter Charles, sein Bruder, hinterließ der Welt einige der inspiriertesten Lieder, die wir haben. John Wesley und sein Mitarbeiter George Whitefield waren die Be- gründer der Heiligungs-Bewegung - der Methodisten. Sechzig Jahre lang stand John Wesley jeden Morgen um 4 Uhr auf. Das ist eine Sache, wovon die Gemeinde abgewichen ist. Fünfzig Jahre lang hat er den Leu- ten schon um 5 Uhr morgens gepredigt, nachdem er um 4 Uhr aufge- standen war. Oft predigte er zwei- bis viermal täglich. Bei den Leuten in England heißt es, er hätte jährlich 4500 Meilen zu Pferde zurückgelegt, um das Evangelium zu verkündigen. Das sind englische Meilen, die län- ger sind als unsere. Um das Evangelium zu verkündigen! Viele Bücher wurden zu seiner Zeit über ihn geschrieben, um ihn in Verruf zu bringen und sich über ihn lustig zu machen. Doch die Bücher sind längst vergessen, ebenso wie ihre Verfasser. Ihr könnt nichts gegen ein Kind Gottes tun und damit durchkommen. Es sind nur Lufthiebe. Gott wird sie hindurchbringen. Wesley wurde "Methodist" genannt, um der Methoden willen, die er anwandte. Es heißt, daß er während seines Lebens über 40 000 Predig- ten gehalten hat. Denkt nur: 40 000 Predigten! Bald nach seinem Heim- gang im Jahre 1791 verbreitete sich die Methodisten-Denomination in der Welt, und überall entstanden Methodisten-Gemeinden. Zu der Zeit wirkten Männer wie Asbury und viele andere. Beachtet den Gruß an diese Gemeinde. Wir beginnen mit Vers 7, wo der Botschafter der Gemeinde in Philadelphia angesprochen wird. Er gilt der wahren Gemeinde innerhalb der Kirche, die nur den Anspruch stellte, die wahre Gemeinde zu sein. Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe:..." Ich habe eure Aufmerksamkeit darauf gelenkt, daß ein Zeitalter in das andere überging. Wenn ihr achtgegeben habt, wie der Engel beim Übergang zum Methodisten-Zeitalter aufgetreten ist, werdet ihr fest- stellen, wie das von Philadelphia ein wenig in das Gemeindezeitalter von Laodicea, das Pfingst-zeitalter, hineinreicht. Morgen abend geht es dann um den Pfingst-Botschafter, der kommt, um sie zurechtzuweisen, ebenso wie dieses Zeitalter beim Übergang diejenigen im Sardes-Zeital- ter (dem Zeitalter Luthers) tadelte, daß sie zurückgefallen waren. Bruderliebe! Es war ein großes Missionszeitalter. Noch nie hatte die Welt eine Zeit erlebt, in der so viele Missionare in alle Welt auszogen. Es reichte sogar noch bis in unsere Zeit hinein. Die vergangenen hundert- fünfzig Jahre waren eine der außergewöhnlichsten Zeiten der Weltge- schichte in bezug darauf, daß Missionare mit dem Evangelium in alle Teile der Welt gingen. Was die schriftliche Verbreitung des Evangeliums durch Traktate und Bücher betrifft, so war es schon lange zuvor in jede Nation unter dem Himmel gelangt. Ihr seht, es beweist, daß Jesus nicht davon gesprochen hat. ER hat nie gesagt: "Geht in alle Welt und errichtet Bibelschulen." ER sagte auch nicht: "Geht in alle Welt und verteilt Literatur." Diese Dinge sind fein, doch Sein Auftrag an die Gemeinde lautet:" Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium." Das Evangelium be- steht nicht aus Worten allein, sondern es bringt das Wort zum Leben hervor. Denn gleich danach sagte Jesus: "Denen aber die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen:..." Ihr kennt den Missionsbefehl in Markus 16, wo es heißt: "Denen aber die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen: ..." Sein erster Auf- trag an die Gemeinde steht in Matth. 10: "...Heilt Kranke, weckt Tote auf macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus: umsonst habt ihr es empfangen, umsonst sollt ihr es auch weitergeben! ..." Seine letzte Bot- schaft an die Gemeinde lautete: "Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer da glaubt und getauft wird, wird selig werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und denen, die glauben, werden diese Zeichen folgen:..." Ist es nicht seltsam, daß viele diesen Teil weglassen?" Und" ist ein Bindewort, das zwei Sätze verbindet. Viele Prediger sagen nur: "Geht und predigt das Evangeli- um!" Doch Er sagte: "Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und diese Zei- chen sollen denen folgen, die da glauben: in Meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, wenn sie Schlangen vertrei-- ben oder etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden. " Das sind die Zeichen des lebendigen Gottes, wie sie unter dem Volk wirksam sind. Oh! Wie weit? Bis in alle Welt. Habt ihr es verstanden? Auf der ganzen Welt. Deshalb sage ich, daß die Pfingstbotschaft - nicht die Pfingst- organisation, sondern die Pfingstbotschaft - die einzig wahre Botschaft von Gott ist. Lest in Markus 16, ob es dort steht. Dort hat Jesus Seiner Gemeinde geboten, in alle Welt zu gehen, das Evangelium zu verkündi- gen, diese Zeichen zu vollführen: in Zungen zu reden, die Kranken zu heilen, Wunder zu wirken. Wie weit sollte es sich erstrecken? In alle Welt. Unter wie vielen? In der ganzen Schöpfung. Die ganze Zeit bis ans Ende, bis zur Vernichtung. Werden diese Zeichen nur dieser Gemeinde folgen? Denen, die glauben, in aller Welt! Auf der ganzen Welt, in der ganzen Schöpfung werden ihnen diese Zeichen folgen. Nicht dieser Ge- meinde, sondern denen, die da glauben. Es ist also eine Pfingstgemeinde. Seht ihr es? Heute abend wollen wir uns mit dem Gemeindezeitalter von Phil- adelphia befassen. Damals wurde also die ganze Welt durch Missionare und Literatur evangelisiert. Jesus sagte: "Dieses Evangelium wird auf dem ganzen Erdkreis allen Völkern zum Zeugnis gepredigt werden, und dann wird das Ende kommen." Wenn Er damit gemeint hätte, daß Lite- ratur verbreitet und Missionare ausgesandt werden sollten, die Lesen, Schreiben und Rechnen lehren, die Traktate verteilen und die Menschen dazu bringen, daß sie einander die Hände reichen und glauben, daß es einen Gott gibt - wenn das alles war, dann ist Seine Wiederkunft lange überfallig. Es zeigt also, was mit dem Evangelium gemeint ist. Paulus sagte:"... denn unsere Verkündigung des Evangeliums ist bei euch nicht allein im Wort, sondern auch in Kraft und in Beweisung des Heiligen Geistes ..." Als Jesus sprach: "Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evange- lium...", meinte Er damit: "Geht hin in alle Welt und demonstriert es." Oh, das mag ich! "Demonstriert die Kraft des Evangeliums." Nehmt das Wort, nehmt das, was es sagt - zeigt den Menschen, was es sagt, und tut es dann an ihnen kund! So soll es sein. Dadurch wird es bestätigt. Oh, als der angesehene Morris Reedhead, der Präsident der Sudan- Mission, der größten Mission der Welt, mich aufsuchte, da sagte er: "Br. Branham, du als Baptist solltest die Wahrheit kennen." Ich antwortete: "Die Bibel ist die Wahrheit." Darauf meinte er: "Was haben diese Pfingstler?" Ich erwiderte: "Den Heiligen Geist." Er sagte: "Oh, ich habe gesehen, wie sie Möbel demolierten und um- warfen." Ich gab ihm zur Antwort: "Ja. Das einzige, was ihr tut, ist, euch von ihnen zurückzuziehen und fernzuhalten. Sie haben genügend Dampf, um die Räder zum Rollen zu bringen, so daß etwas geschieht, aber sie lassen ihn durch das Ventil ab. Würde man ihn richtig leiten, dann ge- schähen Zeichen und Wunder. Doch sie wissen nicht, was sie damit an- fangen sollen, und weil er irgendwohin muß, schreien sie ihn einfach heraus. Siehst du, so entweicht er." Ich möchte ihn lieber herausblasen, als mich zurückzuhalten und über- haupt keinen Dampf zu haben, der entweichen kann; ihr nicht auch? Es ist, wie der alte Mann sagte: "Lieber ein wenig wildes Feuer, als über- haupt kein Feuer." Die Schwierigkeit heutzutage besteht darin, daß wir ein Feuer zu malen versuchen, indem wir sagen: "Wißt ihr, damals in der Pfingstzeit taten sie dies..." Was nützt es einem Erfrierenden, wenn man ihm ein gemaltes Feuer zeigt? Man hilft ihm überhaupt nicht damit. Er benötigt das wirkliche Feuer. Und wenn es die Kraft Gottes gibt, die bewirkte, daß die Pfingstler für den HERRN tätig waren und daß jene Werke und Zeichen durch sie geschähen, dann werden sie auch heute dasselbe Er- lebnis machen, dasselbe Heil empfangen und ihr Zeugnis besiegeln, wie jene es taten, wenn ihr ihnen nicht nur ein Bild malt, sondern die Reali- tät darbietet. Doch ihr müßt sie ihnen zeigen. Ihr dürft es nicht einer längst vergangenen Generation zuordnen, sondern auch der Gegenwart. Wir stellten fest, daß jenes Zeitalter der Bruderliebe eine große Missionszeit war. Jesus sagte: "Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Denen, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen:..." Ich möchte euch fragen, ob wir nicht jeden Abend die Bibel und die Geschichte betrachtet haben. In der Bibel lasen wir, was Jesus dem Jo- hannes ankündigte, und anhand der Geschichte konnten wir beweisen, daß es genau so geschehen ist. Deshalb habe ich mir die Zeit genommen, herauszufinden, wer der Knecht Gottes war, der diese Botschaft jeweils weitertrug. Und er trat auf Er kam, wie die Bibel es sagt, damit die Botschaft erhalten bliebe, wie sie von Anfang war. Er verfälschte sie nicht. Außerdem stellten wir fest, daß sie einmal fast erloschen war. Es war ein dunkles Zeitalter. ER spricht hier vom Sterben usw. Doch dann kam wieder ein klein wenig Licht und etwas mehr Kraft hervor, bis schließ- lich in der Endzeit wieder das wahre Pfingsterlebnis stattfindet und die Braut hinweggenommen wird. Sobald sie weg ist, setzt eine neue Drang- sal ein. Diese große Trübsal wird über die ganze Welt kommen. Nun zum großen Missions- und Zeitalter der Bruderliebe. Ich möchte euch einige Namen jener bedeutenden Männer von damals nennen: John Wesley, George Whitefield (er lebte um 1739); Charles G. Finney, Dwight Moody, William Carey, der bedeutende Missionar, der im Jahre 1773 nach Indien ging; David Livingstone in Südafrika. Das sind nur einige jener bedeutenden Männer. Ich habe noch viele andere aufgeschrieben, die in der Zeit der Bruderliebe lebten; Schwarze, Weiße, Braune und Gelbe. Alle Mauern wurden niedergerissen, und diese Männer zogen auf die Missionsfelder. Voll Bruderliebe streckten sie ihre Hand in alle Natio- nen aus, und die Türen taten sich auf, so daß sie ausziehen konnten. Es war auch das Zeitalter der offenen Tür. Vorher hätte es nicht geschehen können, denn die päpstliche Kirche Roms hatte alles so verschlossen, daß sie nicht ausziehen konnten. Doch in jenem Zeitalter wurden die Türen geöffnet, denn Er sagte: "ICH habe eine offene Tür vor dir ange- bracht. Während jenes Zeitalters öffneten sich viele Türen: die Tür des Evan- geliums, die Tür zu den Missionsfeldern, die Tür zu Christus zurück. Alles öffnete sich in dieser Zeit. Ihr könnt sehen, was sie taten. Die Brü- der leisteten ein gewaltiges Werk. Seit John Wesley, dem Stern, der auf das Sardes-Zeitalter folgte und den Überrest aus dem Sardes-Zeitalter aufweckte, sind über 150 Jahre lang große Missionare in die ganze Welt ausgezogen wie zu keiner Zeit davor. Denkt nur: Jede Nation unter dem Himmel hat das Wort gehört! Das ist bereits vor vielen Jahren geschehen. Doch es war nicht das ei- gentliche Evangelium, sondern nur das Wort. "Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig." Als ich in Südafrika war, sah ich von der Plattform aus, daß Tausen- de von Moslems an einer Versammlung teilnahmen. Ich traf einen Mis- sionar, der unter ihnen wirkte. Er sagte: "Oh, diese kostbare Seele." Die- ser Mann hatte Jahre unter ihnen verbracht und einen einzigen Moslem zu Christus geführt. Die Moslems sind ja mit den Medo-Persern ver- wandt, deren Gesetze unwiderruflich waren und nicht rückgängig ge- macht werden durften. Deshalb heißt es wohl: einmal Moslem, immer Moslem. Diese "eine Seele", von der jener Bruder sprach, war in Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas. Von dort aus reisten wir weiter nach Orangestate, den Transvaal, dann hinunter nach Kapstadt, Bloemfontein, Grahamstown, East Lon- don und dann zurück nach Johannesburg, nachdem wir Kapstadt ver- lassen hatten und die Küste entlang gefahren waren. Die letzte Station unserer Reise war Durban. Dort versammelten sich viele Eingeborene: etwa einhundertfünfzig- bis zweihunderttausend Eingeborene, viele da- von Moslems. Die Versammlungen fanden in dem zweitgrößten Stadion der Welt statt, noch größer als Churchill Downs. Das größte ist in Lon- don. Man errichtete Zäune, wodurch die einzelnen Stämme getrennt wurden. Zwei- bis dreihundert Polizisten bewachten sie und nahmen ihnen die Speere und die anderen Waffen ab, damit sie sich nicht be- kämpfen konnten, denn zu der Zeit herrschten Stammesfehden. Sie sa- ßen auf dem Boden und sahen einander an. Ihre Häuptlinge wurden getragen, und mit großen Fächern wurde ihnen Luft zugefächert. Sogar die Königin von Rhodesien kam mit einem Sonderzug von etwa 27 Wag- gons voller Menschen, um an den Versammlungen teilzunehmen. Der HERR tat Großes. Mächtige Wunder und Zeichen geschähen. An dem Tag war auch Sidney Smith, der Bürgermeister von Durban, anwesend. Ich fragte ihn: "Was trägt der Mann dort um seinen Hals?" Es war ein Farbiger, wie wir hier sagen würden, also ein Neger. Ihnen sollte ich dort predigen. Viele von ihnen, Männer wie Frauen, hatten keine Kleidung an. Der Mann hatte einen Götzen bei sich und trug eine Kette um den Hals. Ich fragte: "Was haben diese Halsketten zu bedeu- ten?" Er antwortete: "Sie sind Christen." Ich fragte: "Christen? Mit einem Götzen in der Hand?" Da sagte er: "Bruder Branham, er ist vom Songhai-Stamm. Ich spre- che seine Sprache. Wir fahren zu ihm, dann kannst du mit ihm sprechen und ihm sagen, was du gerne möchtest. Frage ihn, und ich werde es übersetzen und dir die Antwort geben." Also sagte ich: "Guten Tag, Thomas." Ich nannte ihn so, weil ich fand, daß es ein passender Name sei. "Guten Tag, Thomas." Er schaute mich an. Ich fragte: "Bist du ein Christ?" "Ja", er war Christ. Er kannte mich natürlich nicht. Keiner von ihnen hatte mich je gese- hen. Ich fragte ihn weiter: "Was machst du mit diesem Götzen?" Er übersetzte: "Sein Vater trug ihn schon." Es war sein Gott. Ich sagte: "Wenn dein Vater ihn trug, brauchst du ihn doch nicht auch zu tragen. Du bist Christ, du solltest so etwas nicht tragen." Er antwortete: "Einmal war ein Löwe hinter seinem Vater her. Er machte ein kleines Feuer und sprach das Gebet über diesem Götzen, das der Hexenmeister ihm vorgesprochen hatte, und der Götze hat den Lö- wen vertrieben." Viele werden dort von Tieren getötet. Ich sagte: "Schau, es war nicht das Gebet, das der Hexenmeister dich lehrte, sondern das Feuer hat den Löwen verjagt. Löwen fürchten sich vor Feuer. Thomas, als Christ solltest du so etwas nicht tragen. Du soll- test nichts damit zu tun haben." Er meinte: "Nun, wenn Amoyah (die unsichtbare Macht), unser Gott, den wir nicht sehen, versagt, dann hilft dieses." Amoyah bedeutet in etwa "eine Macht wie der Wind". Deshalb trug er beide Symbole. Wenn das eine nicht half, dann vielleicht das andere. So sieht die Kraft des Christentums aus! Doch an jenem Nachmittag kam der Heilige Geist dort im Stadion auf die Versammlung herab und offenbarte die Geheimnisse der Her- zen, nachdem ich sie gemäß der Schrift unterwiesen hatte. Es dauerte über eine Stunde, wofür ich eigentlich nur 15 Minuten brauchte, denn ich wurde von 15 verschiedenen Dolmetschern übersetzt. Wenn ich sagte: "Jesus Christus, der Sohn Gottes ...", taten es die Dolmetscher der Reihe nach in ihren verschiedenen Sprachen. Ich muß- te mir notieren, was ich zuletzt gesagt hatte, sonst hätte ich es verges- sen, bis der letzte übersetzt hatte. Dann sagte ich ihnen: "Der Missionar hat euch von Jesus erzählt, der gekommen ist, um euch zu retten." Man konnte beobachten, wie die verschiedenen Stämme sich ansahen. Ich sagte also: "Das hat der Mis- sionar euch gesagt. Hat er euch auch aus diesem Buch vorgelesen, daß Er ein großer Heiler war und versprochen hat, in Seinem Volk Wohnung zu nehmen, bis Er wiederkommt? ER hat gesagt: 'Die Werke, die Ich getan habe, werdet auch ihr tun.' Alle, die Christus als ihren Erlöser angenommen haben, ihr mit euren Ketten, möchtet ihr sehen, daß Jesus heute herabkommt, unter den Menschen wandelt und dasselbe tut wie damals, als Er auf Erden wandelte?" Das wollten sie alle sehen. Ich fuhr fort: "Wenn Er es tun wird, indem Er uns dazu gebraucht, dasselbe zu tun, was Er tat, als Er hier auf Erden wandelte, werdet ihr dann Sein Wort glauben?" "Gewiß." Es waren ja auch Moslems dort. Die erste oder zweite Person in der Gebetsreihe auf der Plattform war eine moslemische Frau. Der Heilige Geist sprach. Ich sagte zu der Frau: "Du weißt, daß ich dich nicht kenne. Ich spreche noch nicht einmal deine Sprache." Das bestätigte sie. (Sie hatte einen roten Punkt zwischen ihren Augen; das bedeutete, daß sie gebildet war.) Ich sprach dann weiter zu ihr: "Was deine Heilung betrifft: Ich kann dich nicht heilen." und fragte sie: "Hast du verstanden, was ich heute nachmittag in der Predigt sagte?" Sie war Inderin und antwortete mir durch den Übersetzer, daß sie es verstanden und das Neue Testament gelesen hatte. Auch sie glauben ja an Gott. Sie sind ebenfalls Same Abra- hams. Mir wurde übersetzt, daß sie an Gott glaube und auch, daß Mo- hammed Sein Prophet sei. Wir glauben, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist. Doch es hieß: "Sie glaubt an Gott." Ich erwiderte: "Wenn du das Alte Testament kennst und weißt, was Gott früher durch Menschen tat, dann mußt du anerkennen, daß Jesus, genannt "der Christus", der Gott-Prophet war. Man hat Ihn getötet. Ihr glaubt das nicht, denn eure Priester lehren euch, daß Er nicht getötet wurde und daß Mohammed auf ein weißes Pferd stieg und emporgeho- ben wurde. Das glaubt ihr, doch gemäß dem Neuen Testament ist dieser Jesus gestorben, wieder auferstanden und hat Seinen Geist dann auf Seine Gemeinde herabgesandt." Nur so könnt ihr sie überzeugen. Ge- nau das ist es, womit der Mohammedaner Billy Graham herausforderte. Genau damit, mit diesem Tatbestand. Ich fuhr fort: "Mohammed hat euch keine Verheißung gegeben, doch Jesus gab uns die Verheißung, daß wir dieselben Werke tun würden, die Er getan hat. Wie du weißt, sagte Er in Joh. 5, 19: 'ICH tue nichts, es sei denn, der Vater zeigt es Mir.' - Wenn der HERR Jesus nun herabkom- men und mir deine Schwierigkeit oder das, weshalb du hier bist, zeigen und dir sagen wird, was mit dir sein wird, was in deiner Vergangenheit war und deine Zukunft betrifft - wenn Er deine Vergangenheit kennt, dann wirst du sicher auch glauben können, was Er über deine Zukunft sagt." Sie antwortete durch den Übersetzer: "Das stimmt." Ich sagte: "Dann möge Er es jetzt tun." Alle Moslems standen daraufhin auf, um zu sehen, was geschehen würde. Als der Heilige Geist ihr sagte: "Dein Mann ist klein, korpulent und hat einen schwarzen Schnurrbart. Vor drei Tagen warst du beim Arzt. Ihr habt zwei Kinder. Er hat dich untersucht und festgestellt, daß du eine Zyste an der Gebärmutter hast.", da beugte sie ihren Kopf, blick- te nach unten und sagte: "Das ist wahr." Ich sprach weiter: "Du hast das Neue Testament gelesen. Ist dies hier vergleichbar mit der Begebenheit, als Jesus Christus zu der Frau am Brunnen sprach?" "Ja, unbedingt." Ich fragte: "Warum bist du zu mir, einem Christen, gekommen? War- um bist du nicht zu deinem moslemischen Propheten gegangen?" Sie antwortete: "Weil ich glaube, daß du mir helfen kannst." Ich erwiderte: "Ich kann dir nicht helfen, doch wenn du Jesus an- nimmst, der jetzt hier ist, der dein Leben kennt und alles über dich weiß, dann wird Er dir helfen." Sie antwortete: "Ich nehme Jesus als meinen Erlöser an." Dadurch geschah es. Das war es! An jenem Nachmittag kamen 10 000 Moslems zu Christus. In etwa dreißig Jahren auf dem Missionsfeld wurde einer durch Literatur gewonnen - hier kamen durch das leben- dig gewordene Evangelium in fünf Minuten 10 000 hinzu! Gott hat uns nie geboten, Kirchen, Schulen und Krankenhäuser zu bauen. Sie sind gut. Gott weiß, daß wir sie benötigen. Es ist in Seinem Plan. Doch der Auftrag an die Gemeinde lautet: "Predigt das Evangelium!" Wir aber verteilen Traktate und geben Schriften heraus von Asbury usw. Gott segne diese Menschen in dem Methodisten- College von Wilmore, Kentucky Es ist eines der feinsten und geistlichsten Orte der Welt in dieser Zeit, nehme ich an. Es sind feine Menschen. Als ich Rhodesien verließ - ich weiß den Namen jener Stadt nicht mehr. Billy, weißt du ihn noch? Salisbury, jawohl. New Salisbury Er ist mein Gedächtnis. Dort auf dem Flughafen sah ich einen jungen Mann und drei junge Mädchen mit amerikanischem Paß, die mit demselben Flugzeug fliegen wollten. Ich ging zu ihnen, sprach sie an und sagte: "Ich sehe, ihr habt amerikanische Pässe." Er meinte: "Oh, Sie sprechen Englisch." "Ja, ich bin Amerikaner", antwortete ich. Er sagte: "Das ist fein." Ich fragte: "Befindet ihr euch auf einer Reise?" "Nein", antwortete er, "wir sind Missionare." Ich sagte: "Oh, wie schön! Ich freue mich, daß wir uns getroffen ha- ben. Woher kommt ihr? Von welcher Gemeinde oder Organisation? Oder seid ihr unabhängig?" Er erwiderte: "Nein, wir sind Methodisten aus Wilmore, Kentucky." Ich sagte: "Das ist ja fast in meiner Nachbarschaft." Da meinte er: "Du bist nicht zufällig der Br. Branham, der jetzt hier sein soll?" Ich antwortete: "Doch. So ist es." Er war auf der Stelle kuriert und sagte nichts mehr. Ich konnte sehen, welch eine Einstellung er hatte. Er schaute zu den Mädchen hinüber, und sie sahen einander an. Ich sagte: "Einen Moment, mein Junge." Er war ja noch jung und die Mädchen auch. Ich sagte: "Wir sind doch Christen, und auf dieser Grundlage möch- te ich mit euch reden. Wir haben ja das gleiche große Ziel. Ich möchte euch drei Mädchen und dir, junger Mann, im Namen des HERRN Jesus eine Frage stellen: Ihr sagt, daß ihr schon zwei Jahre hier seid. Könnt ihr mit eurem Finger auf eine Seele zeigen, die ihr für den HERRN gewon- nen habt? Eine Seele?" Sie konnten es nicht. Nicht eine Seele! Ich sagte weiter: "Ich möchte eure Gefühle nicht verletzen. Ich schät- ze es, was ihr tut. Doch ihr Mädchen solltet eurer Mutter zu Hause lie- ber beim Geschirrspülen helfen. Ihr habt hier überhaupt nichts zu su- chen." Niemand hat das Recht, auf das Missionsfeld zu gehen, es sei denn, er hat den Heiligen Geist empfangen, seine Predigt erfolgt mit dem Be- weis der Kraft, denn das ist das einzige, wodurch die Menschen erfaßt werden. Seht, was heute alles aufgekommen ist. Das kommt nur daher, weil ihnen nicht das wahre Evangelium gepredigt wird. Man hat ihnen das Wort nur als Buchstaben gegeben, und was ist dabei herausgekom- men? Die Nachkommen jener "Entronnenen im Zeitalter Luthers. Da- mals wurde der Welt der Buchdruck geschenkt und die Bibel allen zu- gänglich. Laßt uns jetzt dieses große Zeitalter durchnehmen. Wir beginnen mit dem Gruß im 7. Vers: "Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: 'So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, Er der da öffnet, so daß niemand wieder zuschließen wird, und der da zuschließt, so daß niemand wieder öffnet:...'" Was für ein Ausspruch! Nicht wahr? Ich werde gleich noch darauf zurückkommen, denn er gehört zu dem, was hier in der Schrift folgt: "ICH kenne deine Werke. Siehe, Ich habe eine offene Tür vor dir angebracht, die niemand zuzuschließen vermag; denn du besitzest zwar nur geringe Kraft, hast aber doch an Meinem Wort festgehal- ten und Meinen Namen nicht verleugnet." Beachtet, was der großen Missionsbewegung der Bruderliebe, die Na- tionen erfaßte, folgt. Sie brachten, was sie hatten, Literatur und derglei- chen, in die verschiedenen Teile der Welt. Dagegen ist nichts einzuwen- den. Doch die Kirchen und Denominationen haben auf Bildung und Werke zurückgegriffen. Dahin waren sie zurückgekehrt. Nachdem jene große Denomination gegründet worden war, gab Jesus eine "offene Tür". Nach der Zeit Wesleys wurde die Methodisten-Kirche gegründet, schlug auf Erden Wurzeln, wuchs, wurde eine große Kirche, so daß sie heute eine der größten protestantischen Kirchen ist. Zu der Zeit, als all dies geschah, gab Jesus der Gemeinde eine "offene Tür" ehe sie in das Laodicea-Zeitalter eintrat. Ich sage das aus dem Grund, damit ihr versteht, was ich mit dem "Inein-anderübergehen" meine. Es geht aus dem Missionszeitalter in das der offenen Tür über. ER hatte ihnen gesagt, daß Er den Schlüssel Davids hat usw. Doch dann sagt Er, daß Er der Gemeinde eine offene Tür gegeben hat. Nach dem Missionszeitalter, nach Whitfield, Finney, Sankey, Moody, der einer der letzten war, kam Er herab, um der Ge- meinde eine offene Tür zu geben. Hier müßt ihr jetzt achtgeben. Es ge- schah während des Übergangs vom Philadelphia- zum Laodicea-Zeital- ter. Jesus ist die Tür! Schlagt mit mir Joh. 10 auf Wir wollen es bewei- sen, damit wir sicher sein können, daß viele es glauben. Sonst könnte jemand einwenden: "Das sagt er nur." Deshalb möchte ich Joh. 10, 7 lesen: "Da sagte Jesus von neuem zu ihnen: 'Wahrlich, wahrlich Ich sage euch: ICH bin die Tür für die Schafe!’" Das bedeutet: zurück zu den Seg- nungen. Wie kommen wir in Christus hinein? Was ist Er? Die Tür für die Herde. Ich habe mich oft gefragt, wie Er als Mensch eine Tür sein konnte. In den östlichen Ländern fand ich es heraus. Ich beobachtete, wie der Hirte die Schafe abends durch das Tor in den Stall treibt. Da- nach zählt er sie, um zu sehen, ob sie alle vollzählig im Gatter sind. Schließlich legt er sich selbst in die Tür. Nichts kann zu den Schafen hinein, und es kann auch keines hinaus, ohne über ihn hinweg zu gehen. So ist Jesus die Tür für die Schafe. Wir fuhren in einem englischen Jeep, als die Hirten durch die Stadt zogen. Man hörte plötzlich eine schrille Pfeife, und alle traten auf die Bremse. Ich dachte: "Was ist jetzt?" Es war ein Schäfer, der mit seinen Schafen durch den Ort zog. Im Osten ist es nicht sowie hier. Dort liegen die Waren auf dem Markt- platz aus. Apfel, Birnen, Trauben und jede Art von Früchten findet man dort auf Gestellen ordentlich aufgestapelt. Jeder Verkäufer versucht, euch zum Kauf seiner Früchte zu überreden. Dieser Schäfer kam die Hauptstraße entlang. Ich sagte: "Bruder, jetzt gibt es ein Durcheinander. Ich muß mich hinstellen und das beobach- ten." Der Bruder, der mich begleitete, sagte: "Du wirst überrascht sein, Br. Branham. Gib acht!" Alles hielt an. Der Hirte ging weiter, ohne sich um etwas zu kümmern. Jedes Schaf folgte ihm genau. Sobald er die Rich- tung nur ein klein wenig änderte, tat es auch das Schaf hinter ihm, dann das nächste und auch das übernächste. Jedes Schaf folgte ihm ganz ge- nau. Ebenso folgen auch wir unserem Hirten. Jawohl! Er ging ganz in der Mitte auf ein Ziel am anderen Ende dieser Straße zu. Die Schafe folgten ihm wie ein treuer Hund. Sie sahen die Leckereien an der Seite, doch sie folgten dem Hirten. Oh, das gefällt mir! Ich sagte: "Oh, Bruder, ich wünschte, ich könnte diese Sprache sprechen, dann würde ich jetzt pre- digen." Da habt ihr es! Sie weichen weder nach rechts noch nach links ab, sondern folgen dem Hirten geradewegs. Das hat die wahre Gemeinde während der ganzen Zeit getan. Sie ist dem Hirten gefolgt, dem Heiligen Geist, der uns zum ewigen Leben führt. Sie hat sich nicht abgewandt, weil dort eine große, blühende Gemeinde und hier so und so viele Doktoren und dergleichen waren, sondern ist dem Hirten nachgefolgt. Wohin der Hirte auch geht, die Schafe folgen Ihm. "Meine Schafe hören auf Meine Stimme... Einem Fremden aber würden sie nicht folgen." Der Hirte kennt das Blöken der Schafe und ihr Verhalten. Als wir aus der Stadt herauskamen, sah ich etwas Erstaunliches: Auf einer Weide waren Männer mit Eseln, Kühen, Schweinen, Schafen, Zie- gen usw. Ich fragte: "Was sind diese Männer?" Er antwortete: "Hirten." Ich fragte weiter: "Ein Hirte weidet Esel?" Er sagte: "Ja." Ich fuhr fort: "Ich dachte, ein Hirte hütet nur Schafe." "Nein," sagte er, "ein Hirte ist jemand, der Tiere weidet, ein Vieh- hüter. In eurem Land nennt man sie auch 'Cowboys'." "Oh," sagte ich, ,jetzt verstehe ich es. Er ist ein Viehhüter." "Ja." "Er hütet die Herde." "So ist es." Dann sagte er: "Am Abend kommt das Überwältigende. Dich als Prediger interessiert, was ich dir jetzt erzähle. Es stimmt, daß er sie alle weidet, herumführt und darauf achtet, daß sie am Tag gute Nahrung bekommen. Doch wenn es Abend wird, läßt er die Maulesel, die Esel, die Kamele und alle anderen draußen auf dem Feld. Aber die Schafe holt er zusammen und bringt sie in die Hürde." Ich sagte: " O HERR, was immer Du tust, mach mich zu einem Schaf. Wenn der Abend kommt, möchte ich in der Schafhürde sein. Ich möchte durch die Tür eingehen, wie es in Joh. 10, 7 steht." ER sprach: "...ICH bin die Tür für die Schafe! Alle, die vor Mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. ICH bin die Tür: Wenn jemand durch Mich eingeht, wird er gerettet werden, wird ein- und ausgehen und Weide finden." "ICH habe der Gemeinde zwischen Philadelphia und Laodicea eine offene Tür gegeben." Oh, habt ihr es jetzt erfaßt? Seid ihr mit den Ge- danken bei der Sache? Hört jetzt gut zu; das ist herrlich. Ich sage euch: es ist wie Honig in dem Felsen, wenn man die Kostbarkeiten herausholt und erstrahlen läßt. "ICH bin die Tür zu der Schafherde." Welche Tür wurde also vor ihnen angebracht? Laßt es uns noch einmal ins Gedächtnis rufen: Während des großen Missionszeitalters der Methodisten drang die Botschaft der Heiligung durch das Land. Luther brachte die Rechtfertigung, Wesley trat mit der Botschaft der Heiligung auf Am Ende des Methodisten-Zeitalters schlug sie Wurzeln und wurde zu einer großen Organisation. Nun höret! Das ist bemerkenswert. Kann mir jemand aus der Ge- schichte widerlegen, wenn Gott je eine Gemeinde sowie damals zu Pfing- sten und außerhalb der Organisationen erstehen ließ, dann starb sie in dem Moment, in dem sie zur Organisation wurde und ist nie wieder auf- gestanden? Die Mitgliederzahl vergrößerte sich, doch sie hatten nie wie- der eine Erweckung. Weder die Erweckung Luthers noch die der Metho- disten kam je wieder; ebensowenig wird sich die Pfingst-Erweckung je wieder erheben. Nein. Sie machten Organisationen daraus, doch Gott sagt in den Gemeindezeitaltern, daß Er die "Lehre der Nikolaiten" haßt. Denkt daran: wir sprechen gegen niemanden. Überall findet man gute Menschen. Gottes Schafe befinden sich unter ihnen. Das ist wahr. Me- thodisten, Baptisten oder was immer sie sein mögen: sie sind Gottes Volk, wenn sie aus dem Geist Gottes wiedergeboren sind. Sie gehören zum Volk Gottes, aber die Organisationen halten sie fest. Sie bringen ihr Empfehlungsschreiben von den Methodisten zu den Baptisten, von dort zu den Campbelliten usw., bis sie abgenutzt sind. Es war, als ob der HERR am Ende dieses Zeitalters sagte: "ICH bin die Tür zu der Schafherde." Was für eine Tür wurde von Jesus zwischen diesen beiden Zeitaltern geöffnet? Ungefähr 1906, als das Methodisten- Zeitalter zu Ende ging und Dwight Moody und die anderen gestorben waren, brach sich der Heilige Geist Bahn, indem Er auf die Menschen kam, so daß sie in Zungen redeten und die Gaben in die Gemeinde zu- rückkehrten. Das war um das Jahr 1906. Was geschah danach? Zuerst organisierte man das "General Council", woraus später die "Assemblies of God" wurden. Jene Gemeinde ging in die andere über. Was geschah dann? ER brachte eine offene Tür an. Wir wollen es noch einmal lesen. Ich werde Wort für Wort wiederge- ben, was Er hier sagt: "ICH kenne deine Werke. Siehe, Ich habe eine offene Tür vor dir angebracht, die niemand zuzuschließen vermag Eine offene Tür. Was war es? Es war die Offenbarung der Gottheit Jesu Christi daß Er nicht eine zweite Person innerhalb einer Trinität, sondern Gott selbst ist, der Fleisch wurde und unter uns wohnt. Bitte gebt acht! Wir wollen noch ein wenig weiterlesen. denn du besitzest zwar nur geringe Kraft, hast aber doch an Meinem Wort festgehalten und Meinen Namen nicht verleugnet." Hier wird zum erstenmal von Seinem Namen gesprochen, nachdem er in einem früheren Zeitalter verlorengegangen war. Bei Luther ging es um den Namen, daß er lebte, aber dennoch tot war, nämlich mit der Formel "Vater, Sohn und Heiliger Geist." Zwischen diesen beiden Zeit- altern kommt nun der Name Jesus wieder hervor, die "offene Tür". Es ist die Offenbarung dessen, was Er war, die Offenbarung Seiner Gottheit. So offenbarte Er sich dem ersten Gemeindezeitalter. Gebt acht! Johannes sah Ihn inmitten der sieben goldenen Leuchter mit ausgebrei- teten Händen stehen. Hier sind der erste, zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste und siebente Leuchter, und Er hat Seine Hände ausgebreitet, so daß die Form des Kreuzes entsteht. ER spricht: "ICH bin Alpha und Omega." Mit anderen Worten: "ICH bin der Höchste am Anfang und werde der Höchste am Ende sein." Das Licht geht im Osten auf und im Westen unter. Dazwischen liegt eine düstere, trübe Zeit. Doch "zur Abendzeit wird Licht sein." Dieselbe Kraft des Evangeliums, die dort drüben im Osten hervorkam, hat geleuchtet, bis es jetzt im Westen angelangt ist - Alpha und Omega. "ICH bin der Anfang und das Ende." In Seiner Hand! Habt ihr es erfaßt? Was tat Er im ersten Kapitel der Offenbarung? ER offenbarte der ersten Gemeinde, jener zu Ephesus, Seine Gottheit. Stimmt das? Gebt nun acht! Jeder Gemeinde, die nacheinander kamen, offenbarte Er Sei- ne Gottheit in Seiner verherrlichten Gestalt, doch in diesem letzten ist Er das Z und offenbart sich wieder wie am Anfang. "Der Erste und der Letzte." Im ersten und im letzten Zeitalter. ER sagte: "ICH bin's der Erste und der Letzte." Ihr fragt: "Wie ist es geschehen? Wer hat das hervorgebracht?" Es war eine Offenbarung. Viele von euch hier haben sie empfangen. Ich werde jetzt etwas sagen. Seht, Seine ganze Gemeinde ist auf die göttli- che Offenbarung Seiner selbst erbaut. Stimmt das? Wenn ihr es nicht glaubt, laßt uns Matth. 16, 18 aufschlagen. Dann werdet ihr gleich se- hen, daß die gesamte Offenbarung auf Ihn selbst gegründet ist. Seine ganze Gemeinde ist auf die Offenbarung über Ihn selbst ge- baut. Wir beginnen mit dem 13. Vers: "Als Jesus dann in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war fragte Er Seine Jünger: 'Für wen hal- ten die Leute den Menschensohn?'" Gebt acht, hier spricht Jesus zum ersten Mal zur Gemeinde über sich, und in der Offenbarung spricht Er zum letzten Mal. " Sie antworteten: 'Die einen für Johannes den Täufer andere für Elia, noch andere für Jeremia oder sonst einen von den Propheten.' Da fragte Er sie weiter: 'Ihr aber (die ganze Gruppe) - für wen haltet ihr Mich?' Simon Petrus gab Ihm zur An twort: 'DU bist Christus) der Sohn des lebendigen Gottes!' Da gab Jesus ihm zur Antwort: 'Selig bist du, Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern Mein Vater droben im Himmel."' "Oh! Das hast du in keinem Seminar gelernt. Es gibt keine andere Möglichkeit, dies zu empfangen, Simon, du Sohn des Jonas, außer durch geistliche Offenbarung. Es wurde dir vom Himmel her geoffenbart, daß Ich es bin." Jesus sagte auch: "Wenn ihr nicht glaubt, daß Ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben. ICH bin es." "Und nun sage auch Ich dir: 'Du bist Petrus, und auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.'" Was ist es? Geistlich! Geistlich! Die geistliche Wahrheit. Das Wort des HERRN! Wir haben festgestellt, daß Gott der Gemeinde in den letzten Tagen diese gewaltige Offenbarung gab, indem Er sich zwischen jenen beiden Zeitaltern als die "offene Tür" offenbarte. Es war weder in dem Zeitalter von Laodicea noch in dem zu Philadelphia, sondern dazwischen, beim Übergang. Ich werde es gleich beweisen, damit ihr es versteht. Wir wer- den es so klar darstellen, daß ihr es einfach sehen müßt, wenn ihr es nur sehen möchtet. Auf die Offenbarung Seiner selbst hat Er Seine Gemeinde gebaut. Wie viele wissen, daß es wahr ist? ER hat die Gemeinde auf der Offenba- rung über sich selbst erbaut. Was sagte Er nun hier? "...so daß niemand wieder zuschließen wird." "ICH kenne deine Werke. Siehe, Ich habe eine offene Tür vor dir angebracht." Was ist die offene Tür? Die Offenbarung der erhabenen Gottheit Jesu Christi. Was hat Er Seiner Gemeinde in jenem ersten Zeitalter gesagt? "ICH bin's, der da ist und der da war und der da kommt. ICH bin der Erste und der Letzte, der Allmächtige." Dreimal bezeugte Er der Gemeinde am Anfang Seine Gottheit. Ehe Er zum letzten Gemeindezeitalter über- ging, sagte Er: "ICH habe eine offene Tür vor dir angebracht." Wenn ihr die Offenbarung sehen wollt, worauf Er Seine Gemeinde baut: Hier ist sie. Die einzige Möglichkeit, wie Er Seine Gemeinde annehmen kann, ist, indem Er sie zur Offenbarung dessen, was Er ist, zurückbringt. Seht, als Gott den Bund mit Abraham schloß, fragte er: "Wie sollen diese Dinge geschehen? ICH bin alt, und Erbe meines Vermögens wird Elieser von Damaskus sein. Ich bin alt. DU hast mir einen Sohn verhei- ßen, doch wie soll es geschehen?" Tiefer Schlaf kam über ihn, wie es bei jedem Menschen geschieht - wie tot. Dann sah er etwas wie einen rau- chenden Ofen. Jeder Sünder hat es ja verdient, daß er zur Hölle geht. Abraham hatte eine Kuh, einen Widder, eine Ziege, eine Turteltaube und eine junge Taube geschlachtet. Die Taube und die Turteltaube schnitt er nicht entzwei. Dann fuhr ein weißes Licht zwischen den Fleischstücken hindurch. So schloß der HERR den Bund mit Abraham. Wenn ein Japaner hier ist, dann weiß er, wie man dort einen Bund schließt. Man bestreut einander mit Salz. Das Gefäß mit dem Salz steht schon während des Gesprächs bereit. "Wirst du das und das tun?" "Ja- wohl, das werde ich." Sie schließen den Bund, nehmen etwas Salz und bestreuen einander damit, denn mit Salz macht man etwas haltbar. Sie bestreuen einander mit Salz und besiegeln so ihren Vertrag. Wenn man hier in Amerika einen Vertrag schließt, trifft man eine bestimmte Absprache und besiegelt sie durch einen Händedruck. Damit ist der Vertrag gültig. Im Orient wurde in der Zeit Abrahams ein Vertrag niedergeschrieben und ein Tier geschlachtet. Dann wurde das Tier halbiert, man stellte sich dazwischen und riß das Schriftstück entzwei. Jeder nahm einen Teil dieses Vertrages und legte einen Eid ab, daß mit ihm verfahren wer- den soll wie mit diesem Tier, wenn er den Vertrag nicht hält. Dieser Vertrag konnte nicht gefälscht werden, denn die beiden Stücke mußten genau zusammenpassen. Was wollte Gott dem Abraham im voraus zeigen? Daß Er Seinen Sa- men, nämlich Jesus, der über Isaak kommen würde, nach Golgatha brin- gen und dort aufteilen würde. Der Geist wurde aus dem Leibe genom- men. Der Leib wurde auferweckt und zur Rechten der Majestät gesetzt. Und der Heilige Geist kam auf die Gemeinde zurück. Gott hat den Bund geschlossen, indem Er ihn teilte: Wir haben den Geist, Er den Leib. Bei der Vereinigung wird der Geist, der in uns ist, als Braut mit Ihm verei- nigt. Amen. Keine Denomination hat irgend einen Anspruch auf sie. Nein. Sie ist rein und unvermischt aus dem Heiligen Geist geboren; sonst nichts. Das ist der Bund. Wir haben also festgestellt, daß Er sagte: "ICH habe eine offene Tür vor dir angebracht." Ganz gleich, wie viele von Menschen gegründete Organisationen oder Denominationen kommen: selbst die Pforten der Hölle können diese Tür nicht schließen. Es gibt nur eine Möglichkeit, daran teilzuhaben. Man kann ihr nicht beitreten, ihr müßt hineingeboren werden. Das stimmt. Niemand ist imstande, die Botschaft über die Gott- heit und die Taufe auf den Namen Jesu Christi aufzuhalten. Die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Ihr fragt: "Wie weißt du, ob es richtig ist?" Es stimmt genau mit dem Wort überein, und deshalb kann niemand dagegen ankommen. Es ist das Wort. Darin gibt es keine Stelle, wo jemand "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft wurde. Der große Apostel Paulus, der Engel des Gemeindezeitalters von Ephesus, gebot, daß alle, die überhaupt noch nicht oder nicht so getauft waren, sich auf den Na- men Jesu Christi taufen ließen. Er hat ebenfalls gesagt: "Auch wenn ein Engel aus dem Himmel euch ein anderes Evangelium verkün- digte: - Fluch über ihn!" Jetzt könnt ihr sehen, was für eine Botschaft der Engel in diesen letzten Tagen haben wird, wenn er auftritt. Wir mögen die Vorbereitun- gen für ihn treffen. Doch ich sage euch, wenn er kommt, wird er die Taufe auf den Namen Jesu Christi predigen. Wenn ihr das nicht glaubt, so kommt morgen abend und laßt es mich euch aus der Heiligen Schrift zeigen. Gewiß wird er es tun. Es wird eine Herzensbeschneidung durch- geführt, göttliche Wunder und Zeichen werden geschehen, wie es zu Pfing- sten war. Der wahre, ursprüngliche Pfingstsegen wird zu dem kleinen Überrest zurückkehren, damit sie ihn weitertragen. Der Vertrag wird genau so sein wie damals, als er entzweigerissen wurde. Oh, ich liebe Ihn. Ich bin so froh! Ich kann es nicht genügend zum Aus- druck bringen. Ich bin so froh, sagen zu dürfen, daß ich einer von ihnen bin! Ich bin so froh! Ich wünschte, alle meine Brüder wären es. Ich wünschte, ich könnte meinen Brüdern und Schwestern, meinen teuren Freunden in der gan- zen Welt diese gewaltige Sache deutlich machen. Ich wäre heute abend dazu bereit. Gott weiß es. Ich habe einen kleinen Jungen, Joseph, groß- zuziehen. Ich habe zwei Mädchen, Sarah und Rebekah, und eine liebe Frau, die ich nicht gern allein lasse. Doch wenn ich wüßte, daß meine Brüder, die Menschen auf der ganzen Welt, die ich kenne, das anneh- men und glauben könnten und mit dem Heiligen Geist erfüllt würden, dann wäre ich bereit, sofort zu gehen. Bestimmt. Wenn ihr sanft zu ih- nen redet, haben sie den Eindruck, ihr wollt ihnen etwas auferlegen. Es gibt nur eines, was getan werden muß: sich an das Wort zu halten und es festzunageln. Das stimmt. Haltet euch daran. Oh, wie ich Ihn liebe! Eine Offenbarung Seiner selbst, Seiner Gottheit. Was tat Er? Ich muß immer wieder darauf zurückkommen. ER offenbarte es im Gemeinde- zeitalter von Ephesus. Stimmt das? Das war, als das Licht, das Licht Christi, am Anfang hervorbrach und leuchtete. Das Zeitalter des Heili- gen Geistes begann mit dem Gemeindezeitalter von Ephesus. Der Pro- phet sagte, daß ein Tag kommen würde, an dem es weder Tag noch Nacht ist, doch zur Abendzeit sollte Licht sein (Sach. 14, 7). Seht ihr es? Der trübe Tag kam, mit Organisationen und dergleichen. Doch später, in den letzten Tagen, hat Er eine offene Tür gegeben. Jesus sagte: "ICH bin die Tür." Habt ihr Ihn sagen hören: "ICH bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. ICH bin die Tür und das Licht"? Wißt ihr, daß Er gesagt hat: "Eng ist die Pforte und schmal der Weg."? Habt ihr je die Schreibweise des Wortes 'strait' (eng) beachtet? Dieses Wort hat im Englischen auch mit Wasser zu tun. Wird es aber 'straight' geschrieben, so bedeutet es 'gerade'. Man könnte also auch sagen: Das Wasser ist die Pforte, und schmal ist der Weg. Was wäre dann das Wasser? Die Pforte, die Tür. Im Namen des HERRN Jesus Christus führt der Weg - durch das Was- ser. Eng ist die Pforte und schmal der Weg. Das Wasser ist die Pforte, durch die man im Namen des HERRN Jesus hineingelangt. "Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr - im Blick auf Golgatha - die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verhei- ßung und euren Kindern." Manche sagen, es war nur für die Apostel. "Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die noch fern stehen, so viele ihrer der HERR, unser Gott, berufen wird." So ist es. "So viele ihrer der HERR, unser Gott, berufen wird." Die Verheißung gilt jedem, der das Rezept befolgt. Gewiß. Sagt nicht: "Ich gelange anders hinein." Es gab einmal jemanden, der sich vorbeischlich und auf einem ande- ren Weg hineingelangte. Wußtet ihr das? Habt ihr das? Habt ihr das Gleichnis gelesen? Jemand kam auf andere Weise hinein. Morgen wer- den wir das aufgreifen und über das Hochzeitsmahl sprechen. Dann ge- hen wir auch darauf ein, wie jener Mann zum Hochzeitsmahl hineinge- langte. Ich wollte es jetzt sagen, aber ich verschiebe es. "Eng ist die Pforte und schmal der Weg." Das Wasser, das ist die Pfor- te, der Zugang zu Gott dem HERRN. "ICH habe eine offene Tür vor dir angebracht. ICH habe die Schlüs- sel. ICH bin der Einzige, der öffnet, der Einzige, der Offenbarung geben kann. ICH habe die Schlüssel." Stimmt das? "Niemand kann zu Mir kommen, wenn nicht der Vater ihn zieht. Alle, die der Vater Mir gegeben hat, werden zu Mir kommen." Niemand kann gerettet werden, außer durch Jesus Christus allein. Nicht durch eine Gemeinde oder Organisation, nicht durch einen Bi- schof oder Papst, sondern nur durch Jesus Christus. ER hat den Schlüs- sel. ER ist der Einzige, der es zu tun vermag. Welchen Schlüssel hat Er? Den Schlüssel Davids. Im Tausendjahrigen Reich, das vor uns liegt, wird Er auf dem Thron Davids sitzen. "ICH habe den Schlüssel Davids. ICH öffne diese Tür, und niemand kann sie schließen. Niemand außer Mir kann sie öffnen, und niemand kann sie vor Mir schließen." Wie kann das sein? Wie kann jemand wissen, daß Er der Christus ist, es sei denn, Er hat sich selbst dem Betreffenden geoffenbart? Seht, Er offenbart sich selbst. ER hat den Schlüssel. ER kann öffnen oder auch nicht. "ICH habe den Schlüssel zu der Tür. ICH bin die Tür. ICH bin der Weg. ICH bin die Wahrheit. ICH bin das Licht. Oh, Ich bin Alpha und Omega, Ich bin der Erste und der Letzte. ICH bin der Vater, Ich bin der Sohn, Ich bin der Heilige Geist." ICH bin! Nicht "Ich war" oder "werde sein". "ICH bin der ICH BIN!" Alles in al- lem. "ICH bin" nicht der 'ICH war' oder 'werde sein'. 'ICH BIN' bedeutet "gegenwärtig lebend in alle Ewigkeit". Seht, "ICH BIN! - ICH war im- mer und werde immer sein. ICH bin jetzt, was Ich immer war und sein werde." ER ist der "ICH BIN". "ICH habe die Schlüssel Davids für das Königreich. Niemand kann zuschließen." Der siebte Vers bezeugt es, daß Er die Schlüssel Davids hat und daß niemand zuschließen kann. Laßt uns jetzt schnell sehen, was dort noch steht. "...denn du besitzest zwar nur geringe Kraft ..." Dieser kleinen Gruppe sagte Er: "Du hast nur wenig Kraft." Was be- deutet das? "Wie ein Mensch, der tot war und wiederbelebt wird und ein wenig zu sich kommt, so seid ihr aus den alten, toten Glaubenssatzungen und allem anderen herausgekommen, seid wieder ein wenig zum Leben erwacht, habt euch geschüttelt und seid gerade erwacht." "Du besitzest zwar nur geringe Kraft, doch Ich habe eine offene Tür vor dir angebracht." Sobald sie aus dem Papsttum, aus dem Lutherismus, aus dem Methodismus und all den anderen Dingen herauskamen, sagte Er: "ICH habe eine offene Tür vor dir angebracht...du besitzest zwar nur geringe Kraft; was wirst du damit tun?" Sie ist vor dir. Du kannst entweder hin- ein- oder herausgehen, was immer du möchtest. Die Tür ist vor dir ange- bracht. "Du hast nur wenig Kraft, bist gerade zum Leben erwacht und hereingekommen." So war es mit der Gemeinde am Anfang. Beachtet, am Ende des Laodicea-Zeitalters werden wieder die Werke erwähnt. Ich möchte es euch zeigen, damit ihr erkennt, daß damit die Gemeinde zwischen den beiden gemeint ist. Wenn wir zum Gemeinde- zeitalter von Laodicea kommen, heißt es an dessen Ende ebenfalls: "ICH kenne deine Werke." Was war es? Es ging um die Werke und um den Thron Satans. Was war der Thron Satans? Seht, es führte wieder in eine Denomination hinein. Ihr "Assemblies of God" und "Pentecostal Oneness" und "Church of God" (die drei größten Pfingstrichtungen - d. Üb.) - O seht ihr nicht, was ihr getan habt, Brüder? Ihr seid geradewegs wieder zu dem zurück- gekehrt, was Gott haßt, und habt die brüderliche Gemeinschaft zerstört. Seht euch die "Assemblies of God" an. Darin befinden sich einige der feinsten Menschen der Welt. Seht euch die "United Pentecostal Church" an, feineren Menschen könnt ihr im ganzen Leben nicht begegnen. Das- selbe trifft auf die "Church of God" zu. Doch wegen ihrer Organisationen zanken und streiten sie miteinander und beschimpfen sich gegenseitig mit den übelsten Worten. Es ist eine Schande! Eines haßt Gott besonders: das ist, wenn man Zwietracht unter Brü- dern sät. Jawohl. Und das tun die Organisationen: Sie säen Zwietracht unter die Brüder. Wir sollten die Kluft überwinden und sagen: "Wir sind Brüder." Wir sind nicht zerteilt. Wir sind ein Leib; eins in Hoffnung und Lehre (der Lehre der Bibel), eins in der Liebe. Ich mag das alte Lied: "Vorwärts, Christi Streiter." Jawohl. Am Ende des Laodicea-Zeitalters kehrten sie zu den Werken zurück. Die Pfingstrichtungen wurden zu Denominationen. Wir wollen den 15. Vers betrachten und sehen, ob das stimmt oder nicht. Ich habe mir Offbg. 3, Vers 15 notiert. Der 15. Vers in diesem Kapitel besagt dasselbe: "ICH kenne deine Werke und weiß, daß du weder kalt noch heiß bist." "ICH kenne deine Werke." Das zeigt, daß sie zu ihrem anfänglichen Verhalten zurückkehrten. Sie wandten sich von ihrer Kraft ab und wur- den zu pfingstlichen Denominationen. Das entnehmen wir dem 15. Vers desselben Kapitels. Beim Übergang der beiden Zeitalter, zwischen den beiden Zeitaltern der nikolaitischen Denominationslehre, bekamen sie eine kleine Kraft. Als die Lutheraner sich formierten, kehrten sie wieder zum Nikolaitentum zurück und setzten Erzbischöfe usw. ein. Danach trat Wesley auf Doch auch in jenem Zeitalter ernannten sie den Erzbischof von Canterbury, bauten verschiedene Altäre in den Kirchen auf und der- gleichen. Hier im Pfingstzeitalter kehren sie wiederum zu derselben Sache, nämlich zur Lehre der Nikolaiten, mit all ihren großen Denominationen zurück. Doch zwischen den beiden Zeitaltern öffnete Er die Tür und gab der Gemeinde ein wenig Kraft, gerade so viel Belebung, daß sie ihr Haupt erheben und aufblicken konnte, um festzustellen, wo sie sich befindet und die Offenbarung zu empfangen. "Es ist, als wenn jemand k.o. geschlagen wurde. Er hebt langsam den Kopf, dreht ihn hin und her und beginnt sich umzublicken. Davon träumte ich in der letzten Nacht. Charlie, es war mir, als hätte ich ein Eichhörn- chen geschossen, das vom Ast herunterfiel. Da sah ich eine alte Frau, die mir sehr böse war und drohend auf mich zukam. Das Eichhörnchen hatte eine dünne, weiße Schnur um den Hals. Der kleine Kerl lag da, bewegte einige Male seinen Kopf, schaute mich an und rannte dann, so schnell er konnte, in den Wald zurück. Wißt ihr, die alte Frau könnte die Gemeinde versinnbildlicht haben, nicht wahr? Sie versuchte mich aufzuhalten, doch irgendwie entkam ich ihr. Oh, es war nur wenig Licht, aber genug, um etwas zu erkennen. Ich fuhr die Straße hinunter, doch sie wollte mich unten aufhalten. Ich wen- dete meinen Ford ganz schnell. Hinter mir gab es einen Weg; die ganze Umgebung war unübersichtlich; und ich schlug diese Richtung ein. So entkam ich ihr. "Du hast noch ein wenig Kraft. Nutze sie dazu, um dich jetzt, in der Zwischenzeit, von den Denominationen wirklich abzuwenden." Habt ihr beachtet, daß sie an Seinem Wort festhielten? Beachtet, wie es in diesem Vers weitergeht: "...du besitzest zwar nur geringe Kraft, hast aber doch an Meinem Wort festgehalten "Mein Wort gehalten." - Dadurch empfingen sie ihre Kraft. So emp- fingen sie ihre Offenbarung. Sie bekamen die Bibel in ihre Hände, die durch Luther zum Druck kam. Auch im Wesley-Zeitalter empfingen sie das Wort und hielten es. Als sie die Offenbarung Jesu Christi, daß Gott selbst sich unter uns im Fleisch geoffenbart hat, und auch die Wasser- taufe im Namen Jesu Christi erkannten, ließen sie sich sofort taufen. Jawohl! Dadurch empfingen sie Seinen Namen. Es ist so klar, noch deut- licher, als wenn man die Zeitung liest. Ihr könnt es nicht leugnen, denn hier in der Bibel steht es geschrieben und die Geschichte beweist es. Sie empfingen Seinen Namen. Es war um das Jahr 1908/10/12, genau zu dem Zeitpunkt, als die Pfingstgemeinde begann und der Geist herab- kam. "...und Meinen Namen nicht verleugnet." "Du hast Meinen Namen nicht verleugnet." Das mag ich. ER hat den Schlüssel Davids, hält Sein Wort und versetzt euch in Sein Reich. Sein Name wurde geoffenbart. Sie kamen aus der Gemeinde heraus, die "zwar in dem Ruf stand, daß sie lebt, aber dennoch tot war", und gingen in die Gemeinde hinein, die den Namen und dadurch das Leben empfangen hatte. Sie kamen aus der toten Formel "Vater, Sohn und Heiliger Geist heraus. "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" zu sagen, ergibt keinen Sinn. Er wird durch Offenbarung zuteil. Sein gan- zes Buch ist durch Offenbarung geschrieben. Das ist es! ER offenbart sich selbst. ER sagte: "...Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." (Matth. 28, 19). Welchen von diesen Namen wollt ihr gebrauchen? Die meisten Trinitarier taufen so: "Im Namen des Vaters, im Namen des Sohnes, im Namen des Heiligen Geistes." So steht es noch nicht einmal in der Bibel. Es heißt: "Auf den Namen", in der Einzahl, nicht auf "die Namen". Es geht um den Namen des Vaters, des Soh- nes und des Heiligen Geistes. Nun gut. "Vater" ist ja kein Name. "Sohn" ist kein Name. "Heiliger Geist" ist ebenfalls kein Name. Was ist es also? Etwas Lebloses. Es sind keine Namen, sondern tote Titel. Das Leben Christi offenbart es. Petrus hatte es erfaßt. Er stand dort und hatte die Schlüssel des Himmelreiches in seiner Hand. Das Him- melreich ist im Heiligen Geist. Er besaß die Schlüssel zum Himmelreich, in anderen Worten: die Offenbarung, denn Jesus hatte es ihm gesagt. Oh, Bruder, erkennst du das nicht? Petrus war es, der mit der Offenba- rung der Wahrheit gesegnet wurde. Er stand dort und hörte Jesus sa- gen: "Darum gehet hin und macht alle Völker zu Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Petrus war sich dessen bewußt, daß er die Schlüssel besaß. Er emp- fing die Offenbarung darüber, was es bedeutete, und wußte, daß weder "Vater" noch "Sohn" noch "Heiliger Geist" ein Name ist. Er kannte den Namen und sprach: "So taufe ich euch auf den Namen des HERRN Jesus Christus." Amen. Das stimmt. Mit dem letzten Kapitel im Matthäus-Evangelium verhält es sich, als würdet ihr eine Liebesgeschichte lesen. Ich weiß ja, daß ihr Damen das nicht tut; nein, gewiß nicht. Aber vielleicht habt ihr es getan, als ihr noch ungläubig wart, besonders ihr jungen Mädchen, und ihr würdet nur lesen: "Johnny und Mary lebten fortan immer glücklich", dann stellt sich die Frage: Wer waren Johnny und Mary? Es gibt nur eine Möglich- keit, das zu erfahren, nämlich: indem ihr an den Anfang des Buches geht und es nachlest. Im letzten Kapitel des Matthäus-Evangeliums, dem letzten Vers, sagte Jesus: "Darum gehet hin und macht alle Völker zu Meinen Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was Ich euch geboten habe." Wenn aber " Vater" kein Name ist und "Sohn" kein Name ist und "Hei- liger Geist" ebenfalls kein Name ist, dann solltet ihr zum Anfang des Buches gehen, um es zu erfahren. Im ersten Kapitel des Matthäus-Evan- geliums findet ihr es. Ich möchte diese kleine Illustration geben, denn es könnte sein, daß jemand hier ist, der es noch nicht erkannt hat. Gebt acht! Dies ist der Vater, dies der Sohn und dies der Heilige Geist. Merkt gut auf: "Vater, Sohn, Heiliger Geist". So sagte es Jesus in Matth. 28, 19. Dies stellt den Vater dar, dies den Sohn und dies den Heiligen Geist. Dies ist also der Vater Jesu Christi. Stimmt das? Jetzt werden wir in Matth.1 nachlesen, wie bei der Liebesgeschichte, um zu erfahren, was dort steht und wer Er war, der gesagt hat: "Darum gehet hin und macht alle Völker zu Meinen Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Das erste Kapitel im Matthäus-Evan- gelium beginnt mit dem Stammbaum: "Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham war der Vater Isaaks; Isaak der Vater Jakobs;..." So geht es weiter bis zum 18. Vers. Wir beginnen bei Vers 17: "Man sieht: von Abraham bis David sind es im ganzen vierzehn Ge- schlechter von David bis zur babylonischen Gefangenschaft ebenfalls vier- zehn Geschlechter endlich von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christus nochmals vierzehn Geschlechter" Lest ihr mit? Hört gut zu: In Vers 18 lesen wir: "Mit der Geburt Jesu Christi aber verhielt es sich so: Als Seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war stellte es sich heraus, noch ehe sie zusammengekommen waren, daß sie von Gott dem Vater guter Hoffnung war" Steht es wirklich so geschrieben? Sie war guter Hoffnung von wem? (Die Versammlung antwortet: "Vom Heiligen Geist.") Ich dachte, daß behauptet wird, Gott wäre Sein Vater? Wenn nun der Heilige Geist eine andere Person ist als der Vater, dann hatte Er ja zwei Väter. Was habt ihr dann? Dann habt ihr ein illegitimes Kind. "Oh", sagt ihr, "das ist nur ein Druckfehler." Nun gut. "Da faßte Joseph" ihr Verlobter der ein rechtschaffener Mann war und sie nicht in üblen Ruf bringen wollte, den Entschluß, sich, ohne Aufsehen zu erregen, von ihr loszusagen. Doch als er sich mit solchen Gedanken trug, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sagte zu ihm: 'Joseph' Sohn Davids, trage keinerlei Bedenken, Maria, deine Ver- lobte, als Ehefrau zu dir zu nehmen! denn das von ihr zu erwartende Kind stammt vom Heiligen Geist." "Jede Sache soll aufgrund der Aussagen von zwei oder drei Zeugen festgestellt werden." Der Heilige Geist war also Sein Vater. ER sagte jedoch, daß Gott Sein Vater sei. Wenn es zwei verschiedene Personen wären, welche ist dann Sein Vater? Seht ihr, wo ihr euch selbst hin- bringt? Ihr hängt in der Luft. Jetzt müßt ihr zugeben, daß der Heilige Geist Gott selbst ist. Der Heilige Geist ist Gott. Jetzt hättet ihr nur noch zwei anstatt drei. Also weiter: "...denn das von ihr zu erwartende Kind stammt vom Heiligen Geist. Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jesus geben sollst; denn Er ist es, der Sein Volk von ihren Sünden erretten wird. Dies alles ist aber geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der HERR durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt: 'Siehe, die Jungfrau wird guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden, dem man den Namen Immanuel geben wird', das heißt übersetzt: 'Gott mit uns.'" Was war Sein Name? Wer also sind John und Mary, die fortan immer glücklich lebten? Wie lautet der Name des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes? Als Jesus auf Erden geboren wurde, war Er Christus, der HERR. Als Er nach acht Tagen beschnitten wurde, gaben Ihm Seine Eltern den Namen "Jesus". Also war Er Jesus Christus, der HERR Jesus Christus. ER war der HERR! Als Er geboren wurde, war Er Christus, der HERR. Dann erhielt Er den Namen "Jesus". Dadurch war Er nun Jesus Chri- stus der HERR. Genau das wurde dem Petrus geoffenbart. Er wußte, wer John und Mary waren, und begriff, was gemeint war, als Er sprach: "Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Es konnte ihm geoffenbart werden, denn Jesus wußte, daß Petrus die Gabe der Offenbarung hatte. Er wußte es, denn es war ihm bereits durch den Geist von oben geoffenbart worden. Wenn Gott sieht, daß ein Mensch Offenbarungen von oben annimmt, dann kann Er ihm vertrauen und ihn gebrauchen. Nachdem es Ihm geoffenbart ist! Denn Er sagte, daß niemand außer Seinem Vater es of- fenbaren kann. Nur Gott kann es. ER wußte, daß Petrus in Verbindung mit dem Geist war. Petrus hatte die Offenbarung, deshalb trat er auf und sagte: "Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen." Nur einige Tage zuvor hatte Jesus zu Petrus in bezug auf die Offen- barung wer Er war, gesagt: "Auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Zu ihm sprach Er: "Und nun sage auch Ich dir: Du bist Petrus... ICH will dir die Schlüssel des Himmelreiches geben." Oh, "ICH will dir die Schlüs- sel des Himmelreiches geben, und was du auf der Erde bindest, das soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf der Erde lösest, das soll auch im Himmel gelöst sein." Am Pfingsttag, bei Einweihung der Gemeinde, zehn Tage, nachdem Jesus gesagt hatte: "Tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes", trat Petrus auf, denn er hatte durch geistliche Of- fenbarung erkannt, daß "Vater", "Sohn" und "Heiliger Geist" kein Name ist. Niemand lehrte das bis zum katholischen Zeitalter, und jede Per- son, die im "Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Gei- stes" getauft wurde, ist tatsächlich in den katholischen Glauben hineingetauft, nicht aber in die christliche Taufe. Jener Überrest hat das nie getan. Am Pfingsttage wurden sie alle mit Heiligem Geist erfüllt, sprachen in Zungen und benahmen sich wie Betrunkene. Sie waren auch trunken trunken von dem "neuen Wein", dem neuen Wein, der vom Himmel, dem Kanaan droben, stammt. Als sie alle jauchzten und frohlockten und sich so benahmen, stand Petrus in ihrer Mitte auf und sprach: "Diese Männer hier sind nicht betrunken, wie ihr meint... Nein, hier erfüllt sich die Verheißung des Propheten Joel: '...ICH werde Meinen Geist ausgie- ßen.'" Da fragten sie: "Was sollen wir tun, werte Brüder?" Das ist die Frage. "Wie werden wir es empfangen?" "Wer hat die Schlüssel?" "Komm her, Simon! Du hast die Schlüssel! Hole sie hervor! Was wirst du sagen?" Denkt daran! Jesus Christus sprach: "...Was du auf der Erde bindest, das soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf der Erde lösest, das soll auch im Himmel gelöst sein." Wenn Er Gott ist, muß Er Sein Wort halten. Ihr katholischen Priester, zeigt mir jetzt eure Sündenvergebung! Ein katholischer Priester sagte einmal zu mir: "Hat nicht Jesus gesagt:, Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben."? Ich antwortete: "Das hat Er gesagt." "Wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten."? "Ja." Also: "Wem ihr sie vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben."' Ich erwiderte: "Genau das hat Er gesagt." Er fragte: "Hat also Christus Seiner Gemeinde, und wir sind ja Seine Kirche, nicht die Macht gegeben, auf Erden Sünden zu vergeben?" "Das hat Er gewiß getan", antwortete ich. "Wenn du ihnen in dersel- ben Weise vergibst, wie sie es damals taten, dann stimme ich mit euch überein." Ich fuhr fort: "Wie haben sie ihnen vergeben? Haben sie ihnen eine Bußübung auferlegt oder etwas dergleichen, wie ihr es tut? Nein, mein Herr. Petrus sagte: 'Tut Buße!' Da ist der Schlüssel! ,Tut Buße und lasset euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfan- gen. Der Schlüssel schloß auf Erden und schloß im Himmel. Das ist es!" Aus demselben Grund richtete Paulus folgende Frage an diejenigen, die von demselben Mann getauft wurden, der Jesus getauft hatte, als er sie traf: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden wart?" Sie antworteten: "Nein, wir haben überhaupt noch nichts davon ge- hört, ob der Heilige Geist da ist." Er fragte: "Worauf...?" Nehmt das griechische Wort, das bedeutet: "Wie wurdet ihr getauft?" Sie antworteten: "Auf die Taufe des Johannes." Da sagte er: "Das gilt nicht mehr. Der Himmel ist dem gegenüber verschlossen. Ihr müßt kommen und auf den Namen Jesu Christi ge- tauft werden." Als sie das hörten, ließen sie sich noch einmal taufen, und zwar auf den Namen Jesu Christi. Danach legte Paulus ihnen die Hände auf, der Heilige Geist kam auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten. O Bruder, so gelangen wir zum Anfang zurück. Das ist die offene Tür, die hier aufgetan wurde. Es stimmt sogar geographisch. Das Abendlicht leuchtet. Alle Bibelstellen weisen daraufhin. Wir könnten stundenlang darüber sprechen, haben aber nur noch fünf- zehn Minuten zur Verfügung, um etwa 35 verschiedene Punkte zu be- handeln. Wir werden sie morgen früh behandeln, wenn wir heute abend nicht mehr dazu kommen. Wir lesen weiter: "...die niemand zuzuschließen vermag; denn du besitzest zwar nur geringe Kraft, hast aber doch an Meinem Wort festgehalten und Meinen Namen nicht verleugnet." Da haben wir es! "Meinen Namen nicht verleugnet." Der Name wur- de geoffenbart. Sie hatten sich von der alten, toten Sardes-Denomination entfernt und waren in die lebendige Gemeinde hineingekommen. Gebt acht, was im 9. Vers steht. Hier wird es sehr ernst. "Siehe, Ich füge es so: aus der Synagoge des Satans, von den Leu- ten, die sich Juden nennen, aber es nicht sind, sondern lügen: - siehe, Ich will sie dahin bringen, daß sie kommen und sich vor dei- nen Füßen niederwerfen und erkennen, daß Ich dich geliebt habe." Das würde für einen ganzen Abend ausreichen. Was sind sie? Gebt acht! ER hatte zu ihnen geredet, sie hatten nach all der Zeit Seinen Namen wiedererkannt, waren durch die offene Tür, Jesus Christus, ein- gegangen, hatten das Wort des Lebens empfangen und waren mit dem Heiligen Geist erfüllt worden. Und nun sprach Er von denen aus der Synagoge Satans. Nun, mein Bruder, wollen wir zu Offbg. 2, 13 zurückgehen, zum Ge- meindezeitalter von Pergamon. Ich möchte euch dort zeigen, worum es hier in Wirklichkeit geht: um die Denomination. "ICH weiß, wo du wohnst, nämlich da, wo der Thron Satans steht..." Da habt ihr es! Dort wurde die nikolaitische Gemeinde zur Denomi-- nation. Gebt acht, ich will euch zeigen, daß diese Synagoge eine Kirche, eine De-nomination war. O Bruder! Die Synagoge Satans! Das bedeutet, daß die Werke der Denominationen vom Teufel sind. Dies betrifft nicht die Christen, die sich in ihnen befinden, sondern die Denomination selbst. Habt ihr es beachtet? ER sagte: "Es sind Leute, die sich Juden nen- nen, aber es nicht sind, sondern lügen." Bedenkt, zu wem dieser große Engel spricht. Zur letzten Gemeinde, die durch die offene Tür zwischen den beiden Gemeinden gegangen ist. Von wem wurde das erste Gemeindezeitalter belehrt? Von Paulus. Laßt uns Röm. 2, 29 aufschlagen, um festzustellen, was ein Jude ist, damit ihr sicher wißt, daß es nicht meine eigene Vorstellung darüber ist. "...nein, der ist ein Jude, der es innerlich ist, und die Beschneidung muß am Herzen vollzogen sein im Geist, nicht nach dem Buchstaben: - das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen her sondern von Gott." Wer ist ein Jude? Ein vom Heiligen Geist erfüllter Christ. "Ich weiß, daß ihr nach dem Zeitalter der Heiligung sagt, ihr hättet den Heiligen Geist empfangen. Doch ich habe das niemals gesagt." Sie behaupteten, den Heiligen Geist zu haben, ohne daß ihnen die Zeichen folgten, doch Er sprach: "Sie sind Lügner." Denn:"... diese Zeichen werden denen fol- gen, die da glauben." Ihr könnt Ihn nicht zum Lügner machen. O Bru- der! Das blendet euch! "Siehe, Ich füge es so: aus der Synagoge des Satans, von den Leu- ten, die sich Juden nennen, (die sich geisterfüllte Christen nen- nen; aus der Synagoge, der Organisation, die sagen, sie hätten den Heiligen Geist empfangen und haben eine Organisation dar- aus gemacht. Sie haben noch nicht einmal die Offenbarung dar- über empfangen! Ich sage denen, die behaupten, Juden bzw. Chri- sten zu sein, es aber nicht sind, sondern lügen): - siehe, Ich will sie dahin bringen, daß sie kommen und sich vor deinen Füßen nie- derwerfen und erkennen, daß Ich dich geliebt habe." Hier könnten wir mit dem Thema von morgen vormittag beginnen: "Die törichten Jungfrauen". Könnt ihr es sehen? Wann geschieht es? Zur Endzeit. Als sie auszogen, wurden sie durch Glauben gerechtfertigt, wie Luther es in seiner Botschaft predigte. Sie erlebten auch die Heili- gung, doch erkannten nicht die "offene Tür". Begreift ihr es? Sie waren durch Glauben gerechtfertigt aufgrund der Botschaft Luthers und im Zeitalter Wesleys geheiligt worden. Viele jener teuren Nazarener, Heiligkeitspilger, Methodisten usw. führen ein gutes, reines Leben und meinen, sie hätten den Heiligen Geist. Doch wenn sie jemanden in Zungen reden hören oder dergleichen, la- chen sie ihn aus, machen sich über ihn lustig und sagen, es sei vom Teufel. Bruder, du hast deine Verdammnis besiegelt, wenn du das tust. Damit hast du den Heiligen Geist gelästert, was nie vergeben wird. "Oh", sagt ihr, "wir gehören zur 'First Church'." Ich gebe nichts dar- um, zu wie vielen Gemeinden ihr gehört. Das hat nichts mit dem Worte Gottes zu tun, dem nichts hinzugefügt oder weggenommen werden darf. Synagogen Satans! Ich hoffe, euch nicht verletzt zu haben. Ich sage so etwas nicht gern, aber etwas in mir drängt mich dazu. Ich weiß nicht, weshalb ich es tue. Ihr wißt, daß ich es nicht tun möchte. Ich fühle mich erbärmlich, wenn ich etwas Derartiges sage, doch ich muß es tun. Etwas in mir veranlaßt mich dazu. Ich habe es immer gehaßt, die Frauen zurechtzuweisen. Wenn eine Frau weint, fühle ich mich schrecklich. Ich möchte die Frauen nicht zu- rechtweisen, doch etwas in mir drängt mich, es zu tun. Eine unmorali- sche Frau kann ich nicht ertragen. Etwas in mir drängt mich dazu. Es ist der Heilige Geist, Ich schaue in das Wort und denke: "HERR, wenn ich im Irrtum bin, dann zeige es mir! Laß mich nichts tun, nur um es getan zu haben. Ich liebe die Menschen. DU weißt es. Laß mich niemanden kränken. O Gott, Du weißt, ich will es nicht tun." Dann beginnt der Heilige Geist zu wirken und spricht: "Stehe auf dem Wort! Halte daran fest. Halte dich nur an das Wort!" Ich antworte: "Ja, HERR. DU bist mein bester Freund. DU bist mein einziger echter Freund, der mir helfen wird, wenn mein Leben vorüber ist. Deshalb halte ich an Dir fest, o HERR." So ist das mit mir. Ich will euch nicht kränken. Bitte versteht mich nicht falsch, wenn ich die Organisationen und dergleichen hart behand- le Mein ganzes Leben lang, noch ehe ich darüber Bescheid wußte, bin ich dagegen angegangen. Ich habe nie daran geglaubt, ich schloß mich keiner von ihnen an. Jawohl! Dank sei Gott, der mich von ihnen fernge- halten hat. "Siehe, Ich füge es so: aus der Synagoge des Satans, von den Leu- ten, die sich Juden nennen (die behaupten, sie seien geisterfüllt), aber es nicht sind, sondern lügen: - siehe Ich will sie dahin brin- gen, daß sie kommen und sich vor deinen Füßen niederwerfen..." Wißt ihr noch, was geschah, als die zehn Jungfrauen sich vom Schlaf erhoben? Wie werden sie bezeichnet? Es waren zehn, die dem Bräuti- gam entgegengingen. Stimmt das? Fünf von ihnen waren klug und hat- ten Öl in ihren Lampen. Wie viele wissen, was Öl in der Bibel bedeutet? Geist. Man kann nicht sagen, daß die einen geheiligt waren und die ande- ren nicht. Sie waren alle geheiligt. Sie waren es alle. Fünf jedoch waren klug genug - sie besaßen die Weisheit der Offenbarung -, um die offe- ne Tür zu finden und mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden. Sie hat- ten Öl in ihren Gefäßen, die anderen aber nicht. Als sich alle vom Schlaf erhoben, kamen die törichten zu den klugen und baten: "Gebt uns von eurem Öl des Heiligen Geistes! Gebt uns etwas ab!" "Es tut mir leid, Schwester, es reicht nur für mich selbst. Ich habe nichts übrig. Bete durch." Während sie hingingen, um Öl zu besorgen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen zum Hochzeitsmahl ein. Die anderen blieben draußen und gehen durch die große Trübsal. Ihr werdet gleich sehen, daß sie durch die große Trübsal gehen müssen. Darüber werden wir morgen sprechen, denn ich glaube, es ist besser, wir warten noch damit, sonst verspäten wir uns allzu sehr. Wir wollen weitersehen. Sie werden als Lügner erfunden, denn sie hatten den Heiligen Geist nicht. Noch etwas, während wir hier zusam- men sind: Wie ich gestern abend schon sagte, war Judas Ischariot der Sohn des Verderbens (Joh. 17, 12). Judas wurde als Sohn des Verder- bens geboren. Jesus Christus wurde als Sohn Gottes geboren. Gott wohnte in Christus. Stimmt das? Satan wohnte in Judas. Wenn Christus, der Sohn Gottes, in Seiner Menschwerdung als Sohn Gottes geboren war, dann war Satan im Sohn des Verderbens inkarniert. Habt ihr beachtet: er schloß sich Jesus an und wurde einer von ih- nen. Er tat das aus dem Grund, damit er die Verführung zu jener Zeit in die Gemeinde hineinbringen konnte. Jesus sprach von der Synagoge des Satans. Oh, hat es euch getroffen? Sie sind Synagogen Satans. Es ist Judas, der vorgibt, Christ zu sein. Was war die Hauptsache für Judas? Das Geld. Das Entscheidende bei vielen Dingen ist heute das Geld. Seht, die "Assemblies of God" bau- en ein Sechs-Millionen-Dollar-Gebäude und lehren, daß der HERR in Kürze wiederkommt. Es heißt: "Oh, die Bomben liegen schon bereit, um uns hinwegzuraffen!", sie bauen jedoch gleichzeitig ein Gebäude für sechs Millionen Dollar! O weh! Sie sind reich und haben an nichts Mangel. Damit werden wir uns morgen abend befassen, so der HERR will. Beachtet, wie groß die Kirchen und Organisationen sind. Sie legen ihr Geld zusammen und werden zu Multimilliardären. Sie sind Finanz- unternehmen, die sich gegenseitig Geld leihen und dergleichen. Die Rede ist von christlichen Gemeinschaften. Bruder, das hört sich für mich nicht apostolisch an. Petrus sagte: "Gold und Silber besitze ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir:..." Gebt mir das und behaltet all euer Geld. "Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Na- men Jesu Christi..." Das hatte er: die Offenbarung: "Im Namen Jesu Christi von Nazareth: Gehe umher!" Wir stellten also fest, daß sie zur Synagoge Satans gehörten. Wie konn- te das sein? Betrachtet Judas! Zu der Zeit, als Jesus auftrat, erschien auch Judas. Ist euch das aufgefallen? Als Jesus die Erde verließ, ver- schwand auch Judas. Ungefähr zur gleichen Zeit, als der Heilige Geist wieder zu wirken begann, kehrte auch Judas - der Geist des Antichri- sten zurück, um in den Kindern des Ungehorsams zu wirken, die sich nicht um die Bibel, sondern um die Denominationen kümmern. Sie mach- ten sich eine Synagoge. Jesus sagte, daß es die Synagoge Satans war, die ihren Anfang schon damals hatte. Wie begann es? Durch eine Organisa- tion. Dasselbe geschah hier. Eine Synagoge Satans! Habt ihr es verstan- den? ER nannte sie "Synagoge des Satans"; die behaupteten, geisterfüllt zu sein. Wie konnten sie das sagen? Als Judas auf Erden war, begegnete er Jesus. Er legte ein Bekenntnis ab, daß er an Jesus glaubt, und wurde zum Kassierer, der das Geld ver- waltete. Stimmt das? Das wißt ihr alle. Wenn er also an Jesus glaubte, hatte er scheinbar die Rechtfertigung angenommen. Stimmt das? In Röm. 5,1 lesen wir: "Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt worden sind..." Darüber hinaus betete Jesus in Joh. 17, 17: "Heilige sie in Deiner Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit." ER war das Wort. ER gab ihnen Macht über die unreinen Geister; daß sie ausziehen, Heilungsversammlungen halten, Teufel austreiben und alle Arten von Wunder wirken konnten. Als sie zurückkamen, war Judas unter ihnen. Gebt nun acht, ihr Nazarener und Methodisten: sie kehrten voller Freu- de zurück, frohlockten und priesen Gott, daß ihnen sogar die Teufel un- tertan waren. Doch Jesus sagte: "Nicht darüber freuet euch, daß euch die Teufel untertan sind; freut euch vielmehr darüber"; daß eure Namen im Himmel im Buch des Lebens eingeschrieben stehen!" Denkt daran: Judas war unter ihnen. Selbst damit konnte er die Ge- meinde betrügen. Er machte lange mit, doch als es auf Pfingsten zuging, zeigte er sein wahres Gesicht. Das gleiche tat er bei den Lutheranern, den Methodisten, den Nazarenern, der Gemeinde Gottes und all den anderen: sie gingen bis zur Heiligung. Doch als die Taufe des Heiligen Geistes kam mit Zungenreden, mit Zeichen und Wundern, verwarfen sie es. Sie stellen sich hinter euch, wenn es um göttliche Heilung geht. Na- türlich. Judas tat das gleiche. Doch heute wird vieles als göttliche Heilungsversammlung bezeichnet, was einem auf der Straße begegnet. Zwei Stunden stehen sie da und drohen: "Eure Ernte wird verbrennen, wenn ihr nicht pro Kopf sechzig Dollar an diesem Abend gebt." Alles mögliche dieser Art geschieht. Das ist vom Teufel. Ganz gewiß. Ich glau- be von ganzem Herzen an göttliche Heilung, doch diese Art ist absolut vom Teufel. Ich gebe nichts darum, wieviel ihr tun könnt oder wie viele Judasse da sind, die auch Teufel austreiben. Jesus sagte: "Viele werden an jenem Tage kommen und sagen: 'Herr, Herr, haben wir nicht kraft Deines Namens prophetisch geredet und kraft Deines Namens böse Geister ausgetrieben und kraft Deines Namens viele Wundertaten vollführt?' Aber dann werde Ich ihnen bekennen: ICH habe euch noch nie erkannt; weichet von Mir"; ihr Übeltäter" Oh, Bruder: "Eng ist die Pforte, und schmal ist der Weg, und nur wenige sind es, die ihn finden." Von diesen wenigen sprechen wir, denn in diesem letzten Gemeindezeitalter werden es nur wenige sein. Bitte nehmt es an, meine Brüder. Denkt nicht, daß ich einfach hier stehe. Was mich betrifft, ich selbst könnte Kompromisse eingehen und sagen: "Wir entscheiden uns für die 'Assemblies of God' oder eine andere Bewegung, schließen uns ihnen an und gehen mit ihnen." Aber, O Bruder, wehe mir, wenn ich das täte! Wehe mir! Ich werde mich hüten. Gott würde mich zur Hölle schicken, wenn ich das täte. Gewiß. Auch wenn ich mein Zeug- nis mit meinem Leben besiegeln müßte, würde ich es nicht tun, denn es ist etwas in mir. Ich könnte nichts anderes in dieser Welt tun. Ich weiß, dies ist die Wahrheit. Ich muß für die Wahrheit eintreten, und die Bibel steht dahinter. Die Organisationen sind dagegen, doch die Bibel bezeugt, daß es stimmt. Jedes Menschenwort sei Lüge und Seines die Wahrheit. Das ist wahr. Das ist es. Bleibt darauf stehen. "Die aus der Synagoge Satans sollen zu dir kommen und erken- nen, daß Ich dich geliebt habe. Weil du das Wort vom standhaften Warten auf Mich bewahrt hast, will auch Ich dich bewahren aus der Stunde der Prüfung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird..." Ich will euch zeigen, daß dies nicht das Methodisten-Zeitalter betrifft, von dem wir jetzt sprechen. Es ist der Übergang. Seid ihr bereit, noch weiter zu hören, dann höret! "Weil du das Wort Meiner Geduld bewahrt hast will auch Ich dich (den kleinen Überrest) vor der Stunde der Prü- fung bewahren." Für die Gemeinde kommt die Zeit, wo ihr zu einer die- ser Organisationen gehören müßt oder leiden werdet, Brüder. Entweder werdet ihr organisiert sein und das Malzeichen des Tieres annehmen oder euren Stand einnehmen. Ihr werdet euch organisieren oder in die Denominationen eintreten, welches zum Malzeichen des Tieres wird. Es ist ein Boykott. Die Versuchung wird über alle Bewohner der Erde kommen. "ICH komme bald: halte fest was du hast, damit niemand dir dei- ne Krone raube!" Diese große Versuchung, die Stunde der Versuchung, die über die ganze Erde kommen wird, mündet in der Trübsal. Das werden wir gleich sehen. Die Trübsal kam nicht in den Tagen Wesleys. In welchem Zeital- ter befinden wir uns? Was ist die offene Tür vor uns? Sie tat sich auf zwischen dem letzten und dem Zeitalter von Laodicea, in dem wir uns jetzt befinden. Auch dieser kleine Ort hier ist während der letzten 35-40 Jahre eine offene Tür für die Menschen gewesen, durch die sie hinein- kommen konnten. Gott wird einen Überrest herausnehmen und ihn ver- siegeln. Die anderen werden weitermachen und lau werden, so daß Er sie aus Seinem Munde ausspeien wird. Das Werk wird verkürzt. Die Brautgemeinde geht hinauf, und der Antichrist kommt herein, um zu zerstören. Alles ist vollkommen und stimmt mit der ganzen Bibel über- ein. Auch die törichten Jungfrauen kommen zum Vorschein. Hier wird bewiesen, daß die letzte Bewegung in den Gemeindezeitaltern zu dem ursprünglichen Pfingsten zurückkehrt. Die anderen gehen in die große Trübsal, die kommen wird und zur Zeit Wesleys nicht war. Im 11. Vers lesen wir von der Krone des Lebens: "ICH komme bald: halte fest, was du hast, damit niemand dir dei- ne Krone raube!" Was bedeutet eine Krone? Eine Krone bezeugt, daß ihr einen Herr- schaftsbereich habt. Als König seid ihr gekrönt. Wir sind Söhne Gottes, gekrönt mit dem ewigen Leben. Unser Herrschaftsbereich ist die Erde. ER hat uns zu Königen und Priestern Gottes gemacht. Stimmt das? So ist es. Seht das neue Jerusalem. Die Könige der Erde werden ihre Herrlich- keit in die Stadt hineinbringen. Oh, es ist wunderbar. Wenn ihr das an- nehmen wolltet! Seht, sie werden leuchten wie Sterne in der Krone. In Dan. 12, 3 finden wir die herrliche Beschreibung. Vielleicht können wir es noch gemeinsam lesen. "Zu jener Zeit nämlich wird Michael auftreten, der große Engelfürst, der deine Volksgenossen beschützt, und es wird eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie noch keine dagewesen ist, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit; aber dein Volk wird in jener Zeit gerettet werden, nämlich ein jeder der sich im Buch aufgezeichnet findet. Und viele von denen, die im Staube der Erde schlafen, werden erwachen, die einen zu ewigem Leben, die anderen zu Schmach, zu ewigem Abscheu. Die Verständigen aber wer- den leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste, und die, welche viele zur Gerechtigkeit geführt haben, wie die Sterne in alle Ewigkeit." O Bruder, das ist deine Krone, die herrliche Krone des ewigen Le- bens. Eine Krone des ewigen Lebens! "Wer da überwindet, den werde Ich zu einer Säule im Tempel Mei- nes Gottes machen, und er wird seinen Platz dort nie wieder verlie- ren!" Wir werden uns beeilen, denn ich habe die Zeit bereits überschritten. Doch ihr könnt morgen früh ein wenig länger schlafen. Ihr Mütter, laßt sie etwas länger schlafen. Steht ihr auf, denn den Vätern fällt das Auf- stehen sowieso schwer. Steht leise auf und macht ihm den Kaffee, und er wird guter Laune sein. "Wer da überwindet, den werde Ich zu einer Säule im Tempel Mei- nes Gottes machen ..." Werdet ihr mir noch ein wenig länger zuhören? Ich weiß, es ist heiß; ja, auch hier, wo ich stehe, ist es warm. "Wer da überwindet, den werde Ich zu einer Säule im Tempel Mei- nes Gottes machen..." Eine Säule, ein Fundament im Tempel, im Hause Gottes. Dem Tem- pel Meines Gottes, oder dem Hause Meines Gottes. Eine Säule gehört zum Fundament. Es sind diejenigen, die das Wort hörten, es beherzig- ten und zum Fundament zurückkehrten. Laßt uns aus Eph. 2, 19 lesen. Um die Dinge des Anfangs richtig zu erkennen, müßt ihr zu der Gemeinde von Ephesus zurückgehen. Dort wirkte Paulus, der die Gemeinde gründete. Wir wollen feststellen, wo wir uns befinden. Gut, laßt uns sehen, was damals mit dem Fundament gemeint war und was Paulus dem ersten Gemeindezeitalter darüber sagte. "Demnach seid ihr jetzt nicht mehr Fremdlinge und Beisaßen, son- dern seid Vollbürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, aufge- baut auf dem Grund der Apostel und Propheten, bei welchem Christus Jesus selber der Eckstein ist: in Ihm wächst jeder Bau, fest zusammenge- fügt, zu einem heiligen Tempel im HERRN empor, und in diesem werdet auch ihr mitauferbaut zu einer Wohnstätte Gottes im Geist." Alle gingen durch Jesus, die Tür, hinein. " Wer da überwindet, den werde Ich zu einer Säule machen." In anderen Worten: er wird ein Teil des Fundaments. "Was werde Ich ihm geben? ICH werde in ihn die Leh- re der Apostel und Propheten von Anfang an hineinlegen und gebe ihm die Offenbarung." Was haben die Propheten von Ihm gesagt? ER ist Wunderbar, Rat, Kraft, Ewig-Vater, Friedefürst. Das ist, was die Pro- pheten und Apostel sagten. "Wer da überwindet alle Synagogen Satans, sich befreit und geradeaus zur Pforte eingeht, den mache Ich zu einer Säule und stelle ihn zurück auf das Fundament Meines Wortes im Hau- se Meines Gottes." "ICH stelle sie als Säule in das Fundament, wo sie in völliger Über- einstimmung mit dem Worte bleiben." Das mag ich, Bruder. Es ist gut. vielleicht benehme ich mich eigenartig, doch ich fühle mich wohl. "Wer da überwindet, den mache Ich zur Säule im Tempel Meines Gottes, und er wird seinen Platz dort nie wieder verlieren ..." Was bedeutet das? Wenn er eine Säule ist, kann er nicht mehr hinausgehen. Er gehört zur Braut. Das stimmt. Paulus lehrte im ersten Gemeindezeitalter zu Ephesus seit der Apo- stelgeschichte. Nun einen Augenblick. Wenn ihr zu einer Säule werdet Dafür habe ich noch eine andere Schriftstelle, die ich euch mitteilen möchte, ehe wir weiter über die Braut sprechen. Wenn ihr zur Säule werdet, müßt ihr zum Ursprung zurück, zu dem Zeitalter, als Paulus in Ephesus lehrte. Paulus, der Gemeindeengel von Ephesus, zu Anfang der Gemeinde, legte das Fundament und belehrte sie. Wenn sie auf andere Weise getauft waren als auf den Namen Jesu Christi, mußten sie wieder- getauft werden. Das könnt ihr in Apg.19 nachlesen. In Gal. 1, 8 steht: "Aber auch wenn wir selbst oder ein Engel aus dem Himmel euch ein anderes Evangelium verkündigen als das, was wir verkündigt haben; der sei verflucht." Sie gehörten zur Braut und befanden sich im Tempel. Wir gehen zu Offenbarung 7, um festzustellen, ob sie die Braut waren. Zuerst lesen wir hier von dem Überrest Israels, den Hundertvierundvierzigtausend. Wir beginnen gleich mit dem 9. Vers. Dort wird eine Pfingstversammlung geschildert. Der erste Teil des Kapitels betrifft Israel, die Hundertvier- undvierzigtausend, die versiegelt werden. Darüber sprechen wir mor- gen. "Danach hatte ich ein Gesicht: Ich sah eine große Schar die niemand zählen konnte..." Denkt daran! Bis zum 8. Vers bezieht es sich auf Israel, die Tempel- diener. So der HERR will, werden wir morgen früh darüber sprechen. Seht, aus allen zwölf Stämmen wurden sie versiegelt. Insgesamt hundertvierundvierzigtausend. Das betrifft die Kinder Israel. Johannes erkannte sie alle, denn er war Jude. "Danach hatte ich ein Gesicht: Ich sah eine große Schar die niemand zählen konnte, aus allen Völkerschaften und Stämmen, Völkern und Spra- chen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, mit weißen Ge- wändern angetan und mit Palmzweigen in den Händen." Das sind diejenigen, die starben, von Löwen zerrissen wurden, usw. Denn das Evangelium des Heiligen Geistes tropfte anhaltend von Blut. Tausende und Abertausende kleiner Kinder, deren Köpfe auf der Straße eingeschlagen wurden und vieles andere; dort stehen sie, weiß geklei- det, mit Palmen in ihren Händen. "Sie riefen mit lauter Stimme: 'Die Rettung steht bei unserm Gott, der auf dem Throne sitzt, und bei dem Lamm!' Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Lebewesen herum und warfen sich vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder beteten Gott an..." Höret, meint ihr nicht, daß dies eine Pfingstversammlung ist? "...und riefen: 'Amen! Lobpreis und Herrlichkeit, Weisheit und Dank- sagung, Ehre, Macht und Stärke unserm Gott in alle Ewigkeit! Amen.'" Ist das nicht wie eine Lagerversammlung? "Da nahm einer von den Ältesten das Wort und sagte zu mir: 'Wer sind wohl diese Weißgekleideten' und woher sind sie gekommen?'" Als Jude kannte er die zwölf Stämme. Doch wer sind diese? Woher kommen sie? Sie sind in weiße Gewänder gekleidet. Woher kommen sie? Nicht aus dem Stamme Benjamin und den anderen Stämmen. Johannes wußte es nicht. Er sprach: "'Mein HERR, du weißt es.' Da sagte er zu mir: 'Das sind die, welche aus der großen Trübsal kommen und ihre Kleider gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht haben. Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen Ihm bei Tag und bei Nacht in Seinem Tempel, und der auf dem Throne Sitzende wird über ihnen wohnen. (Früher haben sie viel- leicht Hunger gelitten.) Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr haben, und kein Sonnenbrand wird sie jemals treffen noch irgend eine Hitze, denn das Lamm dort mitten vor dem Thron wird sie weiden und sie zu Wasserquellen des Lebens führen, und Gott wird alle Tränen aus ihren Augen abwischen." Dort ist Er. Dort ist die Braut. Wie herrlich - die Braut! Laßt uns beachten, was Er hier sagte, damit wir es nicht verpassen. In Offbg. 3, 12 steht: "Wer da überwindet, den werde Ich zu einer Säule im Tempel Mei- nes Gottes machen, und er wird seinen Platz dort nie wieder verlie- ren..." Die Braut steht da mit dem Bräutigam. Oh, wenn wir Zeit hätten, das durchzunehmen! Ich habe es bereit für das Buch. In der Offenba- rung steht, daß die Könige der Erde ihre Herrlichkeit hineinbringen. Das ist in dem Stamme Levi versinnbildlicht, dem alle anderen Stämme den Zehnten gaben. Von einem Neumond zum anderen von einem Sab- bat zum anderen, gehen sie hin, um anzubeten. Welch ein Tag wird das sein! Nun gut."...den werde Ich zu einer Säule im Tempel Meines Got- tes machen, und er wird seinen Platz dort nie wieder verlieren, und Ich werde auf ihn den Namen Meines Gottes schreiben ..." Was ist der Name Gottes? Jesus. Wenn ihr es euch merken wollt, es ist Jesus. In Eph. 3, 15 steht: "Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater von dem jede Vaterschaft, die es im Himmel und auf Erden gibt, ihren Namen trägt." Nach Seinem Namen ist alles im Himmel und auf Erden benannt. "...und Ich werde auf ihn den Namen Meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt Meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel von Meinem Gott herabkommt." Seht ihr es nicht? Alles ist vereinigt unter demselben Namen. Wenn ihr es nur erfassen könnt. "...Ich werde auf ihn den Namen der Stadt Meines Gottes schreiben..." Die Stadt! Weiter sagt Er, welches das Neue Jerusalem ist. Seht, das Neue Jerusalem! "ICH werde auf ihn den Namen des Neuen Jerusalem schreiben." Die Brautgemeinde ist mit dem Neuen Jerusalem identisch. Wie vie- le wissen das? Die Brautgemeinde ist das Neue Jerusalem. Glaubt ihr das? Das will ich euch beweisen. Wir lesen dazu aus Offbg. 21. Die Bibel sagt, daß alles geprüft und bewiesen werden soll. "Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden, und auch das Meer ist nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, ein Neues Jerusa- lem, aus dem Himmel herabkommen von Gott her ausgestattet wie eine für ihren Bräutigam geschmückte Braut." Das Neue Jerusalem ist die Gemeinde aus den Nationen, die Braut. Die Braut ist aus den Nationen und trägt Seinen Namen. ER hat ein Volk aus den Nationen genommen um Seines Namens willen. Wenn ihr es nicht glaubt, so lest Apg. 15, 14. Laßt es uns gemeinsam lesen: "...Als sie damit zu Ende waren, nahm Jakobus das Wort zu folgender Ansprache: 'Werte Brüder hört mich an! Symeon hat berichtet, wie Gott selbst zuerst darauf bedacht gewesen ist, ein Volk aus den Heiden für Seinen Namen zu gewinnen.'" Damit kommen wir langsam zum Schluß. Abschließend möchte ich sagen, daß Er es ist: Und Ich werde auf ihn den Namen Meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt Meines Gottes, des Neuen Jerusalem Es ist alles dasselbe: Jesus, Jesus, Jesus. Nach dem Hochzeitsmahl mit Jesus ist die Braut Sein Weib. Es sind nette Frauen in diesem Gebäude heute abend. Doch eine von ihnen ge- hört mir. Sie trägt meinen Namen. Ich hoffe, ihr habt das begriffen. Sie trägt meinen Namen. So ist es mit Seiner Braut. "...Und werde auf ihn den Namen Meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt Meines Gottes, des Neuen Jerusalem, das aus dem Himmel von Meinem Gott herabkommt, und auch Meinen neuen Namen." Darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Beachtet! "ER" steht in der Einzahl. Laßt uns für einen Moment noch Offbg. 2, 17 lesen: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: 'Wer da überwindet, dem werde Ich von dem verborgenen Manna geben; auch will Ich ihm einen weißen Stein geben, auf dem ein neuer Name geschrie- ben steht, den außer dem Empfänger niemand kennt."' Liebt ihr Ihn? Ist Er nicht wunderbar? "Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn, das teure Gotteslamm, das mich geliebt und für mich starb am Kreuzesstamm." Ich habe es gern, nach einer scharfen Predigt im Geiste zu singen. Ihr nicht auch? Oh, wie mag ich es, im Geiste zu sein! Das Wort fiel hinein, es bedarf nur der Feuchtigkeit, des Lobpreises, und es beginnt zu wachsen. Oh, liebt ihr Ihn? Laßt uns unsere Hände erheben und sin- gen: "Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn, das teure Gotteslamm, das mich geliebt und für mich starb am Kreuzesstamm." Oh, laßt uns unsere Häupter beugen und sagen: "Vater, wir lieben Dich, wir lieben Dich. Oh, wie sehr lieben wir Dich! Wir sind Dir so dank- bar, HERR. Oh, unsere armen Menschenherzen können es nicht ausdrük- ken, was wir innerlich empfinden, HERR. DU hast uns in Deinem eige- nen Blute gewaschen. Wir sind hier Fremdlinge, HERR. Einst liebten wir die Dinge der Welt und waren in den Dingen der Welt verstrickt. In Deiner Gnade kamst Du herab, strecktest Deine gnädige Hand nach uns aus und hast uns aus dem Schmutz der Sünde, in dem wir waren, her- ausgenommen. DU hast uns erwählt, gewaschen, gereinigt und einen neuen Geist in uns hineingelegt und uns ein Empfinden für die Dinge, die von oben kommen, gegeben. Wie lieben wir Dich, HERR! In diesem verführerischen Zeitalter ist für uns, O HERR, nichts ande- res in der Welt. Nichts ist uns in der Welt übriggeblieben. Wir befinden uns in der Endzeit. Aus der Bibel ersehen wir, daß die Zeitalter vorüber sind. Wir sind jetzt am Ende. Alles eilt dem Ende zu. Es dauert nicht mehr lange, bis Jesus kommt. O Gott, entflamme unsere Herzen. Laß uns nicht still stehen. Ich denke darüber nach, was der große Apostel Paulus tun würde, wenn er heute abend hier wäre und die Dinge sähe, wie sie sind. Schon vor Ta- gesanbruch wäre er im Gefängnis, denn überall würde er den Leuten sagen: 'Macht euch bereit auf das Kommen des HERRN.' HERR, in dieser Stunde sind viele krank. Hier liegen Taschentücher und Fürbitten. Ich bete, heile sie alle, Vater. Wir wissen, es ist ein Teil Deines Dienstes, den Du als Wahrheit unfehlbar bestätigt hast. Die Zei- chen folgen den Gläubigen. Von Paulus nahm man Taschentücher und Schürzen und legte sie auf die Kranken. Unsaubere Geister fuhren von ihnen aus, und sie wurden geheilt, denn die Menschen glaubten an den lebendigen Gott. Gewähre es heute abend, Vater. Ich übergebe sie Dir, HERR, durch Jesus Christus. HERR, jetzt bete ich: nimm unsere Seelen in Deine Hände. Wasche uns, gestalte uns, denn es steht geschrieben, Du wirst eine Gemeinde ohne Flecken und ohne Runzeln heimholen. Möge das heiße Feuer des Heiligen Geistes alle Flecken und Runzeln an uns ausbügeln. Wir sind bereit für die Wiederkunft des Menschensohnes. Vater, wir bitten, daß Deine Segnungen jetzt auf uns ruhen. Sei mit uns in dieser Anbetung, Vater. Wir huldigen Dir. Wir erheben uns heute abend und geben Dir unsere Herzen. Amen."