===================================================================== Die Botschaft ===================================================================== 1961.01.01. Offenbarung, Kapitel 4 - Teil 2 von 3 - Die 24 Ältesten (Revelation, Chapter Four - Part 2 - 24 Elders) Jeffersonville, Indiana, USA 001 Ich bin so froh, heute morgen wieder hier zu sein. Ich habe gerade über diesen Schnee nachgedacht. In Colorado wäre er weich und locker, es wäre ungefähr 40° F unter 0°. Wenn man tief einatmet, kann es den Tod bedeuten. So ist es dort den ganzen Winter. Doch wir befinden uns hier in einer Zwischenzone. Es ist naßkalt, der Schneematsch ist einfach schlecht. Ich wünschte, ich könnte von hier weg nach Arizona fliegen und erst im Frühjahr zurückkommen. 002 Wir alle sind erkältet, weil Bazillen auf dem Boden sind, und wenn es so friert und taut und wieder friert und taut, kommen sie mit der Luft hoch. Wir atmen sie ein und bekommen Hals- und Kopfschmerzen. Welch eine Zeit, welch ein Ort! Doch jenseits des Stromes befindet sich ein Land, das für immer lieblich ist. Jenen Strand erreichen wir nur durch Glauben. Einer nach dem anderen erreichen wir jene Pforte, wo wir mit den Unsterblichen verweilen werden. Eines Tages werden die goldenen Glocken für dich und mich läuten. Dorthin gehen wir für immer nach Hause, nicht wahr? Nach jenem Tag halten wir Ausschau. 004 Gestern abend habe ich mich an den wunderbaren Predigten und den Dingen erfreut, die ich von meinen Brüdern hörte. 004-010 [Anmerkung: Ca. eine Seite Text ist ausgelassen, wo Br. Branham von lokalen Brüdern und dem Neubau des Gotteshauses spricht.] 011 Wir alle sind darauf vorbereitet, das neue Jahr zu beginnen, in das neue Jahr hineinzugehen. Wir werden es richtig beginnen, dem Herrn dienend. Wieviele haben Ihm heute morgen nach dem Aufstehen für das alte Jahr gedankt und für das, was es euch bedeutete, und Ihn gebeten, zu vergessen, was zurückliegt? So haben wir es an der Seite des Bettes getan, als wir aufstanden. Dann begaben wir uns zu Tisch, wo wir gewöhnlich als Familie beten. Wir versammeln uns um den Tisch zum Gebet. 012 Es ist unsere Gewohnheit, zu beten, ehe wir zu Bett gehen. Das tue ich, seitdem ich mich bekehrte. Wenn ich morgens aufstehe, liegt alles vor mir wie in Dunkel und Nebel gehüllt, so daß ich nicht weiß, wohin ich gehe. Ich bitte Ihn nur darum, mich bei der Hand zu nehmen und durch den Tag zu leiten. 013 Ich erinnere mich daran, als ich ein junger Mann war und Billy Paul ungefähr drei oder vier Jahre alt und wir hier auf der anderen Straßenseite wohnten. Eines Nachts wollte er Wasser trinken. Dieses befand sich in der Küche in einem Eimer, in dem eine Schöpfkelle war. Ich war so müde, denn ich hatte den ganzen Tag gearbeitet und bis in die halbe Nacht gepredigt, und er rief: "Papa, ich möchte trinken." 014 Ich sagte: "Billy, gehe in die Küche, dort ist es auf dem kleinen Tisch." 015 Er stand auf, rieb seine Augen, sah sich um und sagte: "Papa, ich fürchte mich zu gehen." 016 Ich sagte: "Nun gut, Liebling, renn einfach hin und hole dir zu trinken. Papa ist so müde." Es war nur eine kleine Entfernung, ungefähr wie bis zu dem Fenster. 017 Doch er sagte: "Ich fürchte mich zu gehen, Papa." 018 Nun, ich bin mit dem kleinen Burschen aufgestanden. Er ergriff meine Hand, und das war gut; wir waren keine vier bis fünf Schritte gegangen, als wir den Läufer auf dem Linoleum erreichten. Meda hatte den Fußboden gebohnert. Ihr wißt, wie das ist. Er rutschte hin, doch ich hielt seine Hand, und er drückte sie um so fester. Ich stand ein wenig stille und dachte: "Oh Gott, so ist es. Ich möchte keinen Schritt tun, ohne daß Du meine Hand hältst, denn ich weiß nicht, wann ich strauchele." Seht ihr? "Solange ich nur Deine große, gewaltige Hand in der meinen verspüre, weiß ich, daß Du mich aufrecht erhältst in den Stunden." 019 Deshalb versuche ich, es mir zur Gewohnheit zu machen, meine Hand in die Seine zu legen. Manchmal tat ich Dinge, die mir selbst lächerlich vorkamen, die im Gegensatz zum menschlichen Verstand sind. Doch wenn wir es so stehen lassen, dann stellen wir fest, daß es das einzig Richtige war. 020 Wißt ihr, die Dinge, die hier uneben erscheinen, werden irgendwo recht zusammenkommen, wenn Gott uns da hineinführt, denn Er führt uns recht. Er ist unsere allgenügende Gnade. Alles, was wir benötigen oder woran uns gelegen sein sollte, ist in Ihm. Laßt uns deshalb alles beiseite legen und uns an Gottes unveränderlicher Hand festhalten. 021 Früher haben wir hier ein Lied gesungen. Ich habe es seit langer Zeit nicht mehr gehört. Ich kann nicht singen und hoffe, daß keine Fremden unter uns sind. Ich singe diese kleinen Lieder, weil ich es liebe. Gene, nicht daß du dieses der Öffentlichkeit auf Tonband herausgibst. Das Lied, das wir hier zu singen pflegten, hieß: Die Zeit ist gefüllt mit schnellen Wandlungen, auf Erden kann nichts unbewegt bleiben. Baut eure Hoffnungen auf ewige Dinge, haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand. 022 Wieviele von euch haben dieses Lied schon gehört? Ich liebe es, ihr nicht auch? Laßt uns noch einen Vers singen. Haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand! Haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand! Baut eure Hoffnungen auf ewige Dinge, haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand. 023 Laßt es uns mit einem Vers versuchen. Wenn unser Lauf vollendet ist, und wir dem Herrn treu blieben, wird hell und schön das Heim in der Herrlichkeit, das unsere entrückte Seele sehen wird. Haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand! Haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand! Baut eure Hoffnungen auf ewige Dinge, haltet fest an Gottes unveränderlicher Hand. 024 Laßt uns für einen Moment zum Gebet aufstehen. Wir wollen unsere Hände zu Gott erheben und es noch einmal singen: Verlangt nicht nach den trügerischen Reichtümern dieser Welt, die so schnell verfallen. Setzt eure Hoffnungen auf ewige Dinge, denn sie werden niemals vergehen. 025 Himmlischer Vater, während wir hier stehen: Herr, ich liebe es, die alten Lieder zu singen, denn sie ergreifen uns im tiefsten Inneren unseres Herzens und bringen unsere Liebe zu Dir, dem lebendigen Gott, zum Ausdruck. Als wir heute morgen unsere Hände erhoben, Herr, war es in dem Gedanken, daß Du unsere Hände festhalten mögest, Herr. Wie ich über die Begebenheit mit Billy Paul sprach, als er sich an meiner Hand festhielt; er wäre gefallen, wenn ich ihn nicht gehalten hätte. Oh Gott, wie oft wären wir schon hingefallen, wenn Du uns nicht an Deiner Hand festgehalten hättest! Wenn ich daran denke, wie er als kleines mutterloses Kind die Wege in seinem Leben ging; er wäre schon vor langer Zeit umgekommen, doch eine gewaltige Hand, die dorthin reichen konnte, wo meine es nicht vermochte, hielt ihn fest. Wir sind so dankbar dafür. 026 Wir sind so froh, Herr, zu wissen, daß, wenn wir es verspüren, daß sich unsere Seele vom Leibe trennt, diese Hand noch immer da ist, damit wir sie ergreifen und uns daran festhalten können. Sie wird uns über den Strom geleiten. Wir danken Dir für diese Dinge, diese Gewißheit, diese glückselige Gewißheit, die wir haben, den Anker der Seele, der uns standhaft hält, während wir uns auf dieser Reise befinden, dahinsegelnd auf des Lebens ernsten Fluten. 027 Vater, wir beten, wie der Poet sagte: wenn der verlassene, schiffbrüchige Bruder unsere Standhaftigkeit sieht, möge er sich aufraffen und neuen Mut fassen und es noch einmal versuchen, in dem Wissen, daß der allgenügende Gott, auch wenn wir stolpern und fallen, Seine große Hand ausstreckt, uns zu helfen. Seine Gnade ist ausreichend. 028 Nun beten wir, oh Gott, daß wir diesen Morgen und das neue Jahr mit Gesängen und Lobliedern frohlockend beginnen, wissend, daß Gott uns durch die Reise des Lebens und über den Strom des Todes führen wird, hinein in das verheißene Land. Unsere Augen schauen an diesem Morgen über den hochströmenden Jordan, dorthin wo die Felder voll Klee und Immergrün sind. Wir bitten Dich, oh Gott, daß unsere Seele den Blick dafür bekommt und ihn niemals wieder läßt. Eines Tages, wenn wir zu dem Strome kommen und ihn überqueren wie Elia damals, wird das Gewand Gottes den Todesstrom treffen, und wir werden ohne Furcht hinübergehen. Gewähre es, Herr. 029 Hilf uns, während wir uns Deinem Worte nahen. Oh Herr, ich bitte, daß Dein Heiliger Geist diese Worte salbt. Wir sind gewiß nicht imstande, sie zu lehren, weil wir keine Lehrer sind. Wir erkennen, daß die einzige Möglichkeit, es zu erfassen, darin besteht, daß der große Lehrmeister kommt, Seine Wohnung in unseren Herzen nimmt und unsere Gedanken in solch einer Weise überwältigt, daß Er uns die Heilige Schrift auslegen kann. Darauf verlassen wir uns völlig und denken darüber nach, oh Gott. 030 Oh wie wunderbar, daß ein solcher lebendiger Vater, der von Ewigkeit her ist, herabkommt und den sterblichen Wesen wie uns hilft, der uns Sein Wort gibt, es in unseren Mund, in unsere Herzen legt und an unsere Ohren dringen läßt, damit wir es hören und leben. Er hat uns vom Fluch erlöst, der ohne unser Hinzutun gekommen ist. Vater, um deswillen, was die Menschheit und ihre Nachkommen durch das erste Paar getroffen hat, sind wir in Schuld geboren und in Sünde empfangen. Doch der gerechte und lebendige Gott weiß, daß wir nichts damit zu tun haben, denn Er hat einen Ausweg geschaffen und uns die Möglichkeit und das Vorrecht gegeben, zu Ihm zu kommen. Wie froh sind wir, daß wir zum Hause unseres Vaters kommen dürfen. 031 Wir beten, daß Du unsere Gemeinde und Br. Neville, unseren edlen Pastor, Deinen demütigen Knecht, segnest. Wir beten, daß Du den Diakonen und Ältesten das größte Jahr gibst, das sie je hatten. Gewähre es, Herr. Gib ihnen langes Leben. Stärke sie, Herr. Sie sind Deine Knechte. Mögen sie ihre Pflicht immer tapfer erfüllen. Segne die Versammlung, alle Glieder, Deine geliebten Kinder, die in dieses Haus kommen. Oh Gott, wir stellen den Anspruch auf jede Seele, die die Schwelle dieses Hauses überquert. Wir beanspruchen sie für Dich, Herr. Hilf uns, solche Diener zu sein, die das Wort durch den Heiligen Geist einfach und wahr bringen, damit sie sich danach sehnen, so zu sein wie Du. Oh Herr, gewähre es. Heile die Kranken und Leidenden, die hereinkommen und auch die in der ganzen Welt. Gewähre es in jedem Gotteshaus. 032 Herr, mögen wir, wenn Du zum Abschluß kommst, zu Deinen Toren eingehen und uns setzen und das Willkommen am Tisch Gottes hören, daselbst essen und gemeinsam durch unaufhörliche Zeitalter hindurch leben. Schenke uns bis dahin Gesundheit und Stärke, Glück und Freude, Kraft und Macht und die Segnungen des Heiligen Geistes, der uns leitet. Wir bitten es in Jesu Namen. Amen. Ihr mögt euch setzen. 033 Ich schätze die musikalische Darbietung heute morgen. Ich bin noch zur Zeit gekommen und sprach zu meinem guten Freund, Br. Skaggs und Br. Gene dort, und mit einem anderen Bruder an der Tür. Ich habe noch einen Teil davon gehört. Die Aufnahme ist sehr gut geworden. 034 Erfreut ihr euch alle der Offenbarung? Gut. Ich glaube, vielen ergeht es so wie meiner kleinen Tochter Sarah dort. Es ist mir wie eine Revolution. Es ist eine Revolution nach der anderen. Wißt ihr, ich wünschte, wir hätten Zeit bis März, April, um eine große Leinwand aufzuspannen und die gesamte Zeichnung anzufertigen, die man dann je nach Bedarf herauf oder herunter nimmt. Schon immer habe ich davon geträumt, ein großes Gotteshaus zu haben, in dem ich die Zeichnung mit den Offenbarungen und Auslegungen, die der Herr mir gegeben hat, über die gesamte Plattform ausspannen könnte, so daß ich mit einem Zeigestock auf die einzelnen Zeitalter hinweisen könnte. Wenn wir mit dem einen fertig wären, könnten wir mit dem anderen beginnen und es gründlich lehren. Das wäre schon wie ein wenig Himmel, den ganzen Winter über hier zu sein und mit dem Herrn zu verweilen, nicht wahr? 035 Es ist so gut, mit Ihm allein zu sein. Ihr wißt, wir haben früher ein Lied gesungen: "Es gibt Zeiten, in denen möchte ich mit Christus, meinem Herrn, allein sein. Ich möchte Ihm allein all meine Nöte sagen." Seht ihr, so ergeht es uns. Roy David pflegte zu singen: "Stiehl dich hinweg und bete zu Jesus." Alles, auf das ihr zeigen könnt, alles, was ihr sehen könnt, alles muß sich richtig einordnen in Übereinstimmung mit Jesus Christus. Nicht wahr? 036 Während den vergangenen acht Tagen sprachen wir über die Gemeindezeitalter. Gestern abend kamen wir wohl bis zum zweiten Vers des vierten Kapitels der Offenbarung. Ich nehme an, daß ihr alle gestern abend hier wart und es begriffen habt. Vielleicht kommen wir heute einen oder zwei Verse weiter; soweit der Herr uns führen wird. Ich weiß es nicht. Ich habe es mir bis zum sechsten und siebenten Vers vermerkt. Ich habe mir Zusammenhänge aus verschiedenen Teilen der Schrift notiert, um diese Dinge herauszuholen, worüber ich gestern nachgelesen habe. 037 Wir sehen, wo wir gestern abend aufhörten. Ich meine, es war beim zweiten Vers. Ich denke, wir werden mit dem dritten beginnen. Wir hörten auf mit dem Begriff: "Die Stimme erscholl wie eine Posaune." War es nicht so, "das Ertönen der Stimme"? Laßt mich das Ganze noch einmal lesen. Hierauf hatte ich ein Gesicht: ich sah, wie eine Tür im Himmel offen stand, und die erste Stimme, die ich wie Posaunenschall mit mir hatte reden hören, rief mir zu: 'Komm herauf, hierher, so will ich dir zeigen, was hernach geschehen muß'. Sogleich geriet ich durch den Geist in Verzükkung; und siehe, da stand ein Thron im Himmel, und auf dem Thron saß jemand, und der dort Thronende sah wie Jaspis- und Karneolstein aus, und den Thron umgab rings ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah." 038 Oh, welch eine herrliche Lektion! Heute morgen, ehe ich hierherkam, las ich den sechsten Vers und dachte: "Darüber kannst du nicht einfach hinweggehen, denn darin ist etwas, daß alle Menschen wissen und recht hören müssen." Wenn wir hier zu den Lebewesen kommen, so seht die verschiedenen Bedeutungen der vier Tiere. Jedes ist verschieden. Erstens bezeichnet dieses Wort für Tiere im Griechischen 'wilde Tiere'. Zweitens ist es in der King-James Übersetzung nicht richtig wiedergegeben worden. Es müßte anstatt Tiere 'Lebewesen' heißen. Diese Lebewesen waren weder Menschen noch Engel. Es sind lebendige Wesen, die vier Gesichter hatten. Wir können es mit den Evangelien vergleichen und es bis in die heutige Zeit bringen und es vollkommen darstellen. Denkt daran, vier ist eine irdische Zahl. Hier ist eine herrliche Lektion. Ich bin fast sicher, daß wir uns damit kaum befassen können. Vielleicht doch, es ist so herrlich. 039 So der Herr will und wir noch hier sind, mögen wir vielleicht am nächsten Sonntag noch einmal versuchen, ob wir das vierte Kapitel zum Abschluß bringen können. Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen. 040 Es heißt: "Nach diesen Dingen", nachdem die Gemeindezeitalter zum Abschluß gekommen sind. 041 Johannes wurde hinaufgerufen: "Komm herauf, hierher!" Er zeigte ihm alles, was in der Welt und in den Gemeindezeitaltern geschehen würde. Nachdem die Gemeindezeitalter vorüber waren, sehen wir, daß Johannes jeden wahren Gläubigen versinnbildlichte und von Christus in die Höhe gerufen wurde mit dem Ruf: "Komm herauf, hierher!" 042 Wir stellten fest, daß die Stimme, die zu ihm sprach, wie die Stimme einer Posaune war, klar und deutlich. Es war dieselbe Stimme, die zu ihm hier auf Erden gesprochen hat. Seht, solange Er sich noch inmitten der sieben goldenen Leuchter befand, hat Er daselbst gesprochen. Oh, das mag ich: sprechend vom Leuchter aus. Seht, Er war unter den Leuchtern. Von da aus sprach Er zu Seiner Gemeinde. Dann, als die Gemeindezeitalter abgeschlossen waren, verließ Er die Erde, ging zum Himmel hinauf und rief Seine Erlösten hinauf zu sich. Oh, ist das nicht herrlich? Oh, es macht, daß mein Herz hüpft. 043 Denkt daran! Während wir diese Dinge bringen, möchte ich, daß besonders die Jungbekehrten diese Dinge gut verstehen. Viele von euch jungen Menschen, die ihr gerade zum Herrn gekommen und noch nicht weit des Weges gegangen seid, sondern nur geschmeckt habt, daß Er gut und gnädig ist, gebt acht! Wir sprechen über diese Dinge und versuchen, Eurem Glauben den Halt zu geben. Wenn Gott etwas sagt, muß es geschehen. Es kann einfach nicht versagen. Es mag scheinen, als wäre es eine Million Meilen davon entfernt und kann nicht geschehen, doch Gott wird es dahin bewegen und es geschehen lassen. Er tut es, um euch zu prüfen. 044 Seht, was Er Abraham sagte: "Nimm deinen Sohn und opfere ihn daselbst auf dem Berge", nachdem er fünfundzwanzig Jahre auf ihn gewartet hatte. Er sagte: "Nimm ihn und opfere ihn daselbst." Obwohl Er gesagt hatte: "Ich werde dich zum Vater vieler Völker machen." 045 Abraham war hundert und seine Frau neunzig Jahre alt, und dies war ihr einziges Kind. Zu der Zeit war Abraham ungefähr hundertfünfzehn. Sagte er: "Wie kann solches geschehen? Wie kann es sein? Du hast mir im Alter von fünfundsiebzig Jahren die Verheißung gegeben, und jetzt bin ich hundert. Sarah war fünfundsechzig, und jetzt ist sie neunzig. Was jetzt, nachdem wir dieses Kind haben? Vor fünfundzwanzig Jahren, als ich fünfundsiebzig war, hast Du mir verheißen, daß ich dieses Kind haben werde, obwohl ich durch all diese Jahre hindurch mit Sarah lebte. Wir beide waren unfruchtbar. Wie kann es sein? Du hast uns beide fruchtbar gemacht und uns dieses Kind geschenkt. Wir haben ihn nun diese fünfzehn Jahre aufgezogen. Durch dieses Kind wolltest Du die Heiden und alle Nationen der Welt segnen. Du wolltest mich zum Vater der Nationen machen. In den zukünftigen Zeitaltern wolltest Du mich durch dieses Kind zum Vater jeder Nation unter dem Himmel machen. Durch dieses Kind sollte der Erlöser kommen, und durch diesen Erlöser würde die gesamte Menschheit gerettet werden. Wie wirst Du solches tun, Herr?" Doch solche Gedanken und Fragen hatte Abraham nicht. Gehorsam! Er fragte nicht: "Wirst Du es tun?" 046 "Es ist nicht meine Sache. Du hast es gesagt, und ich weiß, daß Dein Wort richtig ist. Du konntest Dein Wort halten, als Du mir im Alter von fünfundsiebzig Jahren die Verheißung gabst; Du mich riefst und sagtest: 'Sondere dich ab und gehe in ein fremdes Land'. Nun wohne ich schon fünfundzwanzig Jahre in diesem Lande. Ich als alter Mann lebte mit einer Frau seit sie ein Mädchen war" - es war seine Halbschwester - "und Du hast mir dieses verheißene Kind geschenkt, und ich habe ihn als von den Toten angenommen. Wenn Du sprichst: 'Töte ihn!', so bist Du imstande, ihn nochmals von den Toten aufzuerwecken." So ist es! Er tat es. 047 Er war Gott völlig gehorsam, strich Isaaks Haare aus seinem Gesicht und nahm das Messer, um seinen einzigen Sohn zu töten. Gott zeigte uns dadurch ein Musterbeispiel. Weshalb tat Er es? Er mußte es nicht tun. Er tat es, damit du und ich, daß wir auf diese Dinge blicken können an diesem dunklen, schrecklichen Tag, an dem die Herzen der Menschen mit Bösem erfüllt sind, auf daß wir wüßten, daß Gott Seine Verheißungen einlöst. Wie mangelhaft es erscheinen mag, wie unmöglich es aussieht, Gott bleibt immer noch Gott, und Er löst jede Verheißung ein, die Er gab. 048 Das ist, was ich euch zu sagen versuche, während wir hier zum Heilungsgottesdienst anwesend sind. Wenn ihr hier steht und sagt: "Ich bin krank"; und ohne Zweifel seid ihr es, so hält doch Gott Sein Versprechen und wird herabkommen. Seht, Er hat die Versöhnung gemacht, so daß Er euch heilt. Er hat's getan. Er bittet euch lediglich, das zu glauben. Haltet daran fest, wie Abraham es tat. 049 Nun, der Arzt mag sagen, daß ihr nur noch einen Tag zu leben habt. 050 Ich gebe nichts darum. Das ist fein. Mehr wissen die Menschen nicht. Es ist so nach ihrem besten Wissen. Wie sollte Abraham seinen Sohn zurückbekommen, den er bereits dargebracht hatte? Durch das Wort Gottes wurde ihm gesagt: "Opfere ihn daselbst!" Wie wird Er es tun? Das ist nicht die Frage. Gott gebot es, und damit ist es erledigt. "Wie soll ich gesund werden, werden der Arzt sagt, ich kann nicht gesund werden?" Das ist nicht meine Frage. Ich nehme Gott bei Seinem Wort. Und sobald euch das geoffenbart ist, daß ihr gesund werdet, und ihr daran festhaltet, so werdet ihr gesund. Es gibt nichts, das euch davon abhalten kann. Das stimmt. 051 Doch Abraham, im völligen Gehorsam, fragte nicht, wie es geschehen soll. Die letzten Momente, die letzten fünf Minuten, die letzten drei Minuten, die letzten zwei Minuten, die letzte Minute, die letzten dreißig Sekunden, der letzte Augenblick war gekommen. Als die Hand bereits erhoben war, um das Leben des Jungen zu nehmen, rief Gott ihm zu: "Lege deine Hand nicht an den Knaben. Ich sehe, daß Du Mir wirklich vertraust. Nun, Abraham, Ich habe dieses getan, um in den zukünftigen Tagen dem Branham-Tabernakel zu zeigen, in welch einer Weise sie Mir vertrauen müssen. Sie dürfen Mir gegenüber nie wieder Zweifel haben. Vertrauet Mir!" 052 Ungefähr zur gleichen Zeit befand sich das Opfer daselbst. Was er tat, war nicht vergeblich. Nein, er tat es nicht vergeblich. Gerade dann hörte er ein Lamm blöken. Ein kleiner Widder hatte sich mit den Hörnern im Dickicht der Wildnis verstrickt. Wie oft haben wir das durchgenommen. Wie ist dieser Widder dahingekommen? Wie war es möglich, trotz all der wilden Tiere, hundert Meilen von der Zivilisation entfernt, unter Löwen, Schakalen, Wölfen und wilden Tieren jeder Art, hoch oben auf dem Berge, wo weder Wasser noch Gras ist? Was tat er dort? Gott hatte ihn geschaffen und dorthin versetzt. 053 Wir sehen Ihn in unserer Zeit, in der wir leben. An diesem Morgen werde ich eine ganze Anzahl persönlicher Dinge zu sagen haben, ehe ich zu dem komme, was ich sagen möchte. Deshalb baue ich in dieser Weise auf, ehe ich damit beginne. Ich möchte, daß ihr versteht, daß all diese Dinge, auch wenn sie persönlich erscheinen, doch nicht persönlich gemeint sind. Sie werden nur erwähnt, um euch ein Beispiel für euren Glauben zu geben, damit er ausschließlich in dem Glauben ruht, der in Christus ist. Ihr dürft in Seiner Verheißung ruhen, denn Gott hält Seine Verheißung so vollkommen, wie es nur sein kann, und zeigt sie uns jetzt. 054 Schaut auf denselben Jehovah-Jireh - so nannte Ihn Abraham, welches in der hebräischen Sprache bedeutet: "Gott wird sich selbst ein Opfer ausersehen." Gott kann das tun. Er bahnte sich den Weg. 055 Ihr sagt: "Das war nur Abraham." Nein, Er sprach während den Zeitaltern, und Er spricht immer noch. 056 Damals sprach Er zu Noah: "Gehe hinein, denn es wird regnen." Nie zuvor war eine Wolke am Himmel. Der größte Wasserstrom war ein Fluß, den Gott dazu bestimmt hatte, das Land zu bewässern, der irgendwo aus einer Quelle entsprang. Das war der größte Wasserstrom, den sie kannten. 057 Die Menschen sagten: "Wie in der Welt kann Wasser von dort oben herunterkommen? Zeigt mir, wo es dort oben in der heißen Sonne sein kann? Seht, ob dort oben etwas ist?" 058 Wenn Gott sagt: "Baue eine Arche, denn es wird geschehen", dann ist es meine Aufgabe, die Arche zu bauen und mich bereitzumachen, denn es wird kommen. Er ist Jehovah-Jireh. Er kann das Wasser auch dort oben bereiten. 059 Er hat es dem törichten Menschen gestattet, durch seine Wissenschaft das über sie zu bringen, wovon Er wußte, es würde kommen. Gott hat die Welt nicht zerstört. Menschen zerstören die Welt. Gott zerstört nichts. Gott versucht, alles zu erhalten. Der Mensch zerstört sich selbst durch sein Wissen, wie er es im Garten Eden mit dem Baum usw. tat. Irgendein Fanatiker hat sich der Atomkraft bemächtigt, so daß sie sie haben. 060 Schon damals konnten sie damit umgehen, denn sie konnten Dinge tun, die wir noch nicht gelernt haben. Wir sind noch nicht soweit fortgeschritten. Es mag noch drei, vier oder mehr Jahre dauern, ehe wir tun können, was sie taten. Sie haben die Pyramiden und so weiter gebaut. Das können wir nicht. Das schaffen wir nicht. Wir haben keine Möglichkeit, es zu tun, es sei denn, wir bemächtigen uns der Atomkraft. Bezin- und Elektrokraft könnte diese schweren Brocken nicht vom Boden bewegen. Manche von ihnen sind sehr hoch und wiegen Tonnen. Wie haben sie sie hochgebracht? Seht, sie wußten es. 061 Sie ließen es los, jemand ließ die Atombombe auf die Bildfläche des anderen fliegen in jenen Tagen, denn "wie es war in den Tagen Noahs", die Art der Zivilisation, die Art von klugen Menschen, "wie es war in den Tagen Noahs, so wird es sein, wenn der Menschensohn kommt." Es ist eine Wiederholung dessen, was es war. 062 Vor nicht langer Zeit haben sie ein modernes Wasserwerk aus der vor sintflutlichen Welt hier in Mexiko ausgegraben. Ihr habt es in der Zeitung gesehen. Es ist ein modernes Wasserwerk, wie wir sie jetzt haben, das tief in den Grund gesunken war und von einer Atommasse bedeckt war. Sie explodierte und legte sich darüber. 063 Wie es war in den Tagen Noahs! Gescheite Leute mit ihrer Atomkraft waren imstande, Pyramiden zu bauen. Wie es in jenen Tagen war, so wird es wieder sein. Doch in diesen Tagen wird das Werk verkürzt, denn es werden Menschen entrückt und herausgenommen. So wie Henoch werden Menschen hinaufgenommen werden. Zu der Gruppe gehören wir heute morgen. Dann werden Menschen wie Noah durch die Flut hinübergetragen werden. 064 Doch denkt daran! Vergeßt es nicht! Ehe ein Tropfen Regen herabfiel, ehe irgendetwas am Himmel war, ehe Noah die Arche fertig hatte, wurde Henoch heimgenommen. Henoch wurde entrückt, ohne den Tod zu sehen. Er ging eines Tages daher, und die Anziehungskraft der Erde verlor ihren Halt an ihm. Mit jedem Schritt ging es ein wenig höher und höher hinauf, und ehe man es sich versah, sagte er der Welt Lebewohl. Er ging hinauf zur Herrlichkeit. 065 Als Noah sich umsah und Henoch nirgends finden konnte und nicht wußte, wo er hingegangen war, sagte er sich: "Es ist Zeit, die Arche zu bauen." Er baute die Arche, um den Überrest hinüberzutragen. 066 Dasselbe geschieht jetzt. Die Gemeinde wird zum Himmel hinaufgenommen. Das Hinaufgehen des Johannes war ein Sinnbild der Auferstehung, wie wir es gestern abend durchnahmen. Wir stellten fest, daß es dieselbe Stimme war, die ihn hinaufgerufen hatte, die ihm gebot, zu schauen, was auf Erden geschehen wird. 067 Oh, jeder Christ wird dieselbe Stimme hören. Charlie, du hast sie eines Tages in Kentucky gehört, daß du umkehren solltest. Dieselbe Stimme wird dir zurufen: "Komm herauf!" Bist du nicht froh darüber, Br. Evans? Die Stimme, die sagte: "Kehre um!" ist dieselbe Stimme, die sagt: "Komm herauf!" Welch ein Aufruf! Welch eine Realität! Klar und deutlich wie eine Posaune. "Kehre um, diene Mir! Komm herauf, wo Ich bin." 068 Dort sehen wir ihn die bereits Entschlafenen darstellen. Moses stellt die verstorbenen Heiligen dar, die auferstehen werden. Elia steht da mit seiner Gruppe, mit denen, die in den letzten Tagen entrückt werden. Alle stehen vor dem Herrn Jesus. Johannes tat es kund. Jesus sagte ihm, daß er nicht sterben würde: Er sprach: "Was geht es dich an, wenn Ich will, daß er bleibt, bis Ich komme?" Die Jünger verbreiteten ein Gerücht darüber. 069 Ich wünschte, ich könnte dieses der Gemeinde in aller Tiefe darlegen. Jeder lebt sein eigenes Leben mit Gott. Es ist eine persönliche Angelegenheit. Ihr werdet in Dinge des Geistes hineingeführt und in Orte versetzt, daß ihr nicht wagt, davon zu sprechen. 070 Ich habe in meinem geringen, demütigen Dienst beobachtet, daß ich oft etwas sagte, ohne zu wissen, warum, und es sah so aus, als wäre es nicht richtig, doch ich gab acht und stellte fest, daß es vollkommen war und genauso geschah. Gott läßt es geschehen. Wenn ich etwas sagen möchte, würde ich sagen: "Nun, wartet einen Augenblick. Dies oder jenes wird mit dem Mann so und so geschehen, in der Weise wird es sein." In Wirklichkeit weiß ich nicht, warum ich es sagte; und ehe man sich versieht, geschieht es so. Gott tut es. 071 Die Jünger verbreiteten, Jesus habe gesagt, dieser werde nicht sterben. Das hatte Jesus nicht gesagt. Jesus sagte nur: "Was geht es dich an, wenn er lebt, bis Ich komme?" Doch wir sehen, daß die Jünger ein Gerücht daraus machten. 072 Jesus reichte hinunter, nahm Johannes, brachte Ihn hinauf und ließ ihn die ganze Sache sehen. Er sah das Kommen des Herrn im voraus. Johannes sah die Gemeinde. Er sah das Ende der Gemeindezeitalter. Er sah, was am Ende mit den Juden geschehen wird. Er sah das zweite Kommen. Er sah den gesamten Verlauf. 073 Seht, was Gott zuließ. Er wurde ungefähr vierundzwanzig Stunden in Fett gekocht, damit sie sehen konnten, daß der göttliche Geist ihn gesalbt hatte, so daß sogar seine Leibeshülle geschützt war. Er war so göttlich durchdrungen, daß das kochende Fett ihn während der vierundzwanzig Stunden nicht verbrühen konnte. Sie versuchten, den Heiligen Geist aus einem Menschen herauszukochen. Das könnt ihr nicht. Danach brachten sie ihn auf die Insel Patmos. Dort schrieb er das Buch, kam zurück und predigte noch einige Jahre. 074 Von da ab stand er unter schlechtem Ruf. Man verdächtigte ihn als Wahrsager oder Hexer. Wieviele wissen, daß Johannes verdächtigt wurde, ein Hexer zu sein. Absolut. Auch Jesus hat man der Hexerei verdächtigt. Seht, die Welt wird nichts von diesen Dingen erkennen. Man sagt: "Er liest die Gedanken." Damals meinten sie, er habe das Fett verhext, damit es ihn nicht verbrennen konnte, nur weil er nicht mit ihren katholischen (nikolaitischen) Ideen übereinstimmte. 075 Er war ein demütiger Knecht Gottes und für eine kleine Mission verantwortlich. Er tolerierte die großen Dinge nicht. Gott erhielt ihn. Das gleiche tat Er mit St. Martin und Irenaeus und mit allen anderen durch die Zeitalter. 076 Das gleiche tut Er heute bis zuletzt. Vergeßt dies nie, daß Gott große Erschütterungen, große und mächtige Werke verheißen hat. Schreibt dieses in euer Notizbuch. Was Menschen groß und mächtig bezeichnen, bezeichnet Gott als töricht. Was Menschen als töricht hinstellen, nennt Gott groß. Vergeßt das nicht! Vergeßt es nicht! Es wird euch durch die vor euch liegenden Jahre hindurchhelfen, denn wir halten ständig Ausschau nach etwas Größerem. Und wir empfangen fortwährend Größeres. Doch die Menschen der Welt erkennen es nicht. Sie erkannten es weder in den Tagen Noahs noch in den Tagen des Johannes oder in den Tagen Jesu und der Apostel. So erkannten sie es auch in den Tagen Irenaeus nicht, noch zu irgendeiner Zeit. Niemals haben sie es erkannt. 077 Sogar mit Johanna von Arc. Sie war eine geheiligte Frau. Sie war noch Mädchen, als Gott zu ihr in Visionen sprach und ein Engel zu ihr redete. Wißt ihr, was die katholische Kirche sagte? Sie sei eine Hexe. Katholische Priester verurteilten sie als Hexe zum Tode, töteten und verbrannten sie auf einem Scheiterhaufen. Johanna von Arc starb als eine Hexe. Ungefähr zweihundert Jahre später stellten sie fest, daß sie keine Hexe war, sondern eine Jüngerin Jesu. 078 Dasselbe taten sie mit allen Heiligen. Jesus sagte: "Wen haben eure Väter nicht verfolgt? Welchen Propheten, der je auftrat, haben sie nicht abgelehnt? Ihr getünchten Wände! Ihr habt die Propheten in Gräber getan und danach ihr Grab geschmückt." Seht, Er nahm keine Rücksicht auf sie. Er sagte es ihnen. 079 Johannes sprach: "Ihr Otterngezücht. Wer hat euch gewarnt, dem zukünftigen Zorn zu entfliehen? Denkt nicht bei euch selbst und sagt: 'Wir haben Abraham zum Vater. Wir gehören zu einer bestimmten großen Organisation.'" Wenn man fragt: "Bist du ein Christ?", heißt es: 080 "Oh, ich bin Methodist," "ich ein Presbyterianer", "ich bin Pfingstler." Damit ist überhaupt nichts gesagt. Das hat genau so wenig damit zu tun, wie die Sonne mit dem Schnee. Nichts hat es damit zu tun. Wenn ihr Christ seid, dann seid ihr wiedergeborene Knechte Gottes. 081 Wir haben bereits gestern abend von Johannes gesprochen. Ihr erinnert euch, daß ich euch sagte, daß wir dieses für den Zusammenhang benötigen. Die Welt - ich meine die Gemeindewelt - wird die schwerste Erschütterung, die sie je hatte, unverzüglich erleben. 082 Erinnert euch daran! Ohne Zweifel waren in den Tagen des Johannes und des Herrn Jesu große Feste mit großen Rednern; intellektuelle Männer haben Zehntausende mal Tausende von Menschen angezogen. Was tat Kaiphas, wenn er eine Versammlung anberaumte? Ganz Jerusalem, ganz Israel kam von überall zusammen. Man sagte zueinander: "Wenn Kaiphas eine gewisse Sache sagt, dann ist das etwas Großes." "Oh, glaubst du der Schrift, Rabbi, Ehrwürden, Doktor, Bischof? Glaubst du der Schrift?" "Gewiß glaube ich der Schrift. Ich bin ein angesehener Gelehrter." 083 "Nun gut, die Bibel sagt, es wird eine Zeit kommen, in der die Berge wie Lämmer hüpfen und die Bäume in die Hände klatschen und alles Hohe erniedrigt und alles Niedrige erhöht wird. Das wird geschehen durch die Stimme dessen, der in der Wüste ruft. Glaubst du das, Rabbi, Ehrwürden, Doktor, Pastor?" "Gewiß glaube ich das." "Wie wird es geschehen?" 084 "Gott wird eines Tages einen mächtigen Mann auf die Erde senden. Er wird gewaltig sein. Er wird die Stimme dessen sein, der in der Wüste ruft. Er wird dem Kommen des Messias vorausgehen. Wenn er kommt, zweifele ich nicht daran, daß er direkt vom Himmel herunterkommt hier in den Tempel. Hier zum Tempel wird er kommen und sagen: Jetzt werden wir uns die Römer schnappen, sie schlagen und dem Tode preis geben. Wir werden die Römer bezwingen.' Und dann wird er ausrufen: 'Komm herab, Messias!' Dann wird der Messias herunterkommen, und wir werden unsere Schwerter zu Pflugscharen machen, denn es wird kein Krieg mehr sein." Seht, so war ihre Deutung. 085 Doch was geschah, als er kam? Was fand statt? Es war keine Zurschaustellung vom Himmel her. Sie haben es nicht gesehen. Einer war da, doch ihn sahen sie nicht. Sie begriffen es nicht. Wann sollten die Lämmer hüpfen? Wann sollte das Niedrige erhöht werden? Ein Prediger mit Stoppelbart, der sein ABC nicht konnte, kam aus der Wüste heraus. Gemäß der Überlieferung ging er mit neun Jahren in die Wüste und erschien nicht wieder, bis er mit dreißig Jahren auftrat. Er nährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. 086 Zu jener Zeit wurden sie dort gegessen. Ihr könnt sie auch hier kaufen. Denkt nicht, daß es schlimm ist. Ihr könnt sie hier im Supermarkt kaufen, wenn ihr es möchtet: Bienen, Heuschrecken, Klapperschlangen, was immer ihr möchtet. 087 Er nährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. Welch eine Nahrung! Doch er wurde durch die Kraft Gottes erhalten. Er kleidete sich nicht mit umgedrehtem Kragen, wie es jemand gestern abend sagte. Er trug keinen Frack. Er kam aus der Wüste mit einem Kamelfell bekleidet. Wie ich es schon sagte: wir müssen fast jeden Tag ein Bad nehmen. Er hat sich dort in der Wüste vielleicht alle drei bis vier Monate einmal gebadet. Ich weiß es nicht. Sein Aussehen war nicht besonders. Er hatte kein Podium. Er ging nicht in die großen Städte, hatte keine großen Feldzüge. Er stand dort am Ufer des Jordans im Schlamm bis an die Knie und sagte: "Oh Geschlecht von Schlangenbrut, wer hat euch davor gewarnt, dem kommenden Zorn zu entfliehen?" So wurde das Hohe erniedrigt und das Niedrige erhöht. 088 Ihr wißt, daß man das Kommen des Messias in Begleitung von Engeln und so weiter erwartete, und daß Er sich beim Tempelgebäude niederlassen würde, das sie für Ihn gebaut hatten, so wie wir in dieser Zeit große Gebäude in allen Nationen errichten. Doch als Er kam, ging Er an allen Synagogen und jeder Organisation vorbei und kam herab in den Stall. Sie haben Ihn dort hineingezwungen. 089 So ist es auch heute. Er wird in Dinge hineingezwungen, die Er tun muß. Er ist gezwungen, überkonfessionell zu sein, denn Seine Botschaft findet bei den Denominationen keine Zusammenarbeit. Seine Botschaft, die heute von Seinen Dienern gepredigt wird, ist überkonfessionell, denn die Denominationen haben Ihn hinausgetan. So sagt es die Bibel. Er steht draußen, klopft an und versucht, in Seine Gemeinde hineinzukommen. Dahin ist es gekommen. Seht, es ist heute genauso. 090 Denkt daran! Was in den Augen der Menschen groß aussieht, ist klein vor Gott. Das ist der Grund, weshalb ihr nicht viele Blumen benötigt. Wenn Jesus zurückkommt, werdet ihr erstaunt sein, daß es die Waschfrau in der Hintergasse ist. Gewiß. Ihr werdet erstaunt sein, daß es der Mann ist, der nicht viel spricht, der seine Geheimnisse für sich behält und demütig mit Gott wandelt. Ihr werdet überrascht sein. 091 Vor einiger Zeit predigte ich über das Gericht, über die Überraschungen beim Gericht. Es wird nicht überraschend sein, wenn der Trunkenbold dort ist. Er weiß, daß er dort hingeht. Gewiß. Es wird keine Überraschung sein, den Lügner und den Ehebrecher dort zu sehen. Doch die Überraschung und die Enttäuschung wird bei denen sein, die gedacht hatten, sie wären dabei, und nun zurückgewiesen werden. Es sind diejenigen, die sagten: "Einen Moment bitte, schon meine Mutter und mein Vater gehörten zu dieser Kirche, und mein Großvater und meine Großmutter. Ich bin mein Leben lang ein Mitglied gewesen." 092 "Weichet von mir, ihr Übeltäter, Ich kenne euch nicht." 093 Schaut euch den alten Simeon in jenen Tagen an; er war unbekannt, ohne besonderen Ruf, die Bibel berichtet nichts weiter über ihn. Doch so viel sagt die Bibel: "Ihm wurde es vom Heiligen Geist geoffenbart." Seht ihr, er sagte: "Ich werde nicht sterben, bis ich Christus den Herrn gesehen habe." 094 Seht, wer ist Johannes der Täufer gewesen? Ein eigenartiger Mensch, ein Mann des Waldes. Ihm war es geoffenbart. Er trat auf und predigte die Botschaft. Achtet darauf! Wer war die Hanna? 095 Wer die kleine Jungfrau Maria dort in der Stadt Nazareth, die so schlecht war wie Jeffersonville, wo die Sünde überhand nahm. Doch sie hatte sich rein gehalten, denn sie wußte, daß der Messias eines Tages kommen würde. 096 Joseph, ein Zimmermann, war mit diesem Mädchen verlobt, als der Heilige Geist sie überschattete. Die Welt aber kommt daher und gibt Schimpfnamen wie 'Heilige Roller', 'Pfingstler', usw. Sie sagten: "Das Kind ist außerhalb der heiligen Ehe geboren." So glaubten sie es. Es sah aus, als wäre es so. Doch Gott tut solches, um die Augen der Weisen und Stolzen zu blenden und es den Einfältigen, die es aufnehmen, zu offenbaren. 097 Ich hoffe, genügend zugrunde gelegt zu haben, wenn ich später noch darauf zurückkomme. Ich werde es euch zeigen. Seht ihr dies alles? Durch das Gesagte habe ich euch dargelegt, daß es nicht Menschen sind, sondern Gott ist es, der alles bewirkt. Darauf möchte ich hinweisen. 098 Die Stimme rief: "Komm herauf hierher!" Sogleich hörte er etwas wie Posaunenton, und Johannes war direkt im Geiste. Sobald er im Geiste war, begann er, diese Dinge zu sehen. Ihr beginnt die Dinge zu sehen, wenn ihr im Geiste seid. Zuerst müßt ihr im Geiste sein, nicht wahr? 099-101 [Nachfolgend spricht Br. Branham über Menschen, die an einem Baseball-Spiel teilnehmen. Er spricht von ihrer Begeisterung und dem Anteil, den sie am Spiel haben, wie sie schreien und hüpfen.] 102-106 [verkürzt übersetzt] Ich bin von Jesus begeistert. Das liebe ich. Wenn ihr nur von Jesus begeistert sein könnt, dann könnt ihr euch die Dinge zusammenreimen und erleben, wie der Heilige Geist diese Worte tief hineinlegt, so daß ihr aufjauchzen müßt. Oh, ihr seid außer euch. 107 Ich hoffe, daß dieser Mann mir vergibt. Er sitzt hier irgendwo, ein großer, schwarzhaariger Mann. Eines abends standen wir in der Vorhalle, und irgend jemand bat um einen Segen. Dieser arme Mensch wurde von seiner Frau verlassen, weil er den Herrn Jesus liebgewonnen hat. Wann immer jemand etwas von Jesus sagte, brach seine Begeisterung durch. Er war im Krieg und wurde verwundet. Mir tat er leid. Er kam nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern, nachdem er dem Herrn versprochen hatte, Ihm zu dienen. Sobald der Herr ihn zu segnen begann, ordnete er alles mit Gott. Seine Frau wandte sich von ihm, verließ ihn und ließ sich von ihm scheiden. Doch er war immer noch begeistert. 108 An dem Abend standen wir dort, und jemand sagte etwas über Jesus, wie groß Er ist, und er sagte: "Oh Glorie!" Sein Arm flog nach vorne, und seine Faust hatte die Wand eingedrückt. Er wußte nicht, was geschehen war, sagte aber: "Br. Bill, dafür werde ich bezahlen." Ich meine, Br. Woods ist gekommen und hat ein anderes Stück eingesetzt. Das hat uns nichts ausgemacht, Br. Ben. Wir sind einfach froh, daß du begeistert bist. 109 Wenn der Heilige Geist etwas in euch bewirkt, könnt ihr nicht mehr stille sitzen. Etwas fließt über. Amen. Etwas ergreift diejenigen, die von Christus begeistert sind. Wenn ihr den Herrn liebt, schreit etwas in euch auf. Ihr hungert, ihr dürstet. "Selig seid ihr, denn ihr sollt gefüllt werden." Selig sind schon diejenigen, die dürsten, ob sie es bereits empfangen haben oder nicht. Wieviele möchten mehr von Gott haben? Der Grund, weshalb ihr mehr von Gott haben möchtet, ist, daß ihr schon gesegnet seid. Auch wenn ihr es noch nicht empfangen habt, seid ihr schon gesegnet. Selig sind diejenigen, die da hungern und dürsten. Es ist schon ein Segen zu hungern und zu dürsten. Ihr möchtet es empfangen. Ihr seid gesegnet, denn viele Menschen wollen es nicht. 110 Denkt an das, was ich letztens von dem unvernünftigen Mann, der das Geschenk wegwarf und die Schachtel behielt, predigte. Nehmt nicht die Schachtel, nehmt das Geschenk. "Sogleich geriet ich durch den Geist in Verzückung; und siehe, da stand ein Thron im Himmel, und auf dem Thron saß Einer..." 111 Gebt acht, wir haben es wohl gestern abend gesagt, daß zunächst niemand auf dem Thron gesehen wurde. Jetzt aber, nachdem die Gemeinde zur Herrlichkeit eingegangen ist, wird Jesus auf Seinem Throne gezeigt, nach den Gemeindezeitaltern auf dem Thron sitzend. Darauf kommen wir später noch zurück. 112 Nun, ihr fragt: "Wo ist Sein Thron heute?" Br. Neville, wenn ich nicht darauf zurückkomme, erinnere mich nach einer Weile. Wo ist heute Sein Thron? Ich nehme an, daß ich so weit kommen werde. Wenn Er jetzt nicht auf dem Throne ist, wo ist Sein Thron jetzt? Wo ist Er jetzt? 113 "... und der dort Thronende sah wie Jaspis- und Karneolstein aus, und den Thron umgab rings ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah." 114 So sah der Eine aus, der auf dem Throne saß. Wenn ihr Ihn ansaht, war Er in solch einem Glanz und solcher Schönheit. Oh, ich möcht' Ihn schauen. Ihr nicht auch? 115 Das erinnert mich an Schwester Cadle. Ich glaube, viele haben sie gekannt. Wir wohnten auf der anderen Straßenseite. Meine Frau, die jetzt hier sitzt, denkt auch daran. Sie hatte sich erkältet und war in dem Raum. Ich stand auf. Wir besaßen einen alten Herd mit einem Ofenrohr, in dem wir auch unser Brot backten. Es war Winter und sehr kalt. Der Wind wehte. Schnee bedeckte den Boden. Der Ofen war verstopft, und ich bekam ihn nicht zum Brennen, um mein Leben zu retten. Das alles hatte mich so mitgenommen. Immer, wenn ich neu anzündete, blies der Wind es aus. Billy und auch sie froren. Ich versuchte, das Feuer anzubekommen. Dann schaltete ich das Radio an, und in wenigen Minuten hatte ich mich aufgewärmt, denn da sang Schwester Cadle: "Wenn ich das Land erreiche, an dem weit entfernten Strand, möchte ich Jesus sehen. Du nicht auch?" 116 Ich setzte mich mitten auf den Fußboden und fing an zu weinen. Ihr wißt, wie sie singen konnte. Sie konnte singen wie eine liebliche Spottdrossel. Ich möchte sie hören, wenn ich die Grenze zum Jenseits überschreite. Sie sang: "Ich möchte Jesus sehen. Du nicht auch?" 117 Ich dachte: "Oh Gott, ja, eines Tages möchte ich IHN schauen." Wenn die Blumen alle verblüht sind, möchte ich Jesus sehen. IHN auf Seinem Throne sehen, in Seiner Schönheit, in Seinem Glanz. Ich möchte stehen, wo Johannes stand, damit ich einfach nur dastehe und IHN anschaue. 118 Vor langer Zeit, während der Sklavenzeit (ich sage dieses um meiner farbigen Freunde willen, die an diesem Morgen hier sind), ging ein alter farbiger Mann zu einem kleinen Versammlungsort. 119 Dieses wurde auch in Kentucky getan. Es wurde gesungen. Vielleicht kann Mama Cox und andere sich daran erinnern, als man zum Singen zusammenkam. Man versammelte sich in Häusern, spielte die Orgel, die Jugendlichen und alle sangen. Man tat es hier in Utika und auf dem Lande. Jetzt haben sie ihre Whisky- und Rock-und-Roll-Parties irgendwo. 120 Doch damals sangen sie Evangeliumslieder. In einer dieser Singstunden bekehrte sich ein alter, farbiger Mann, und der Herr rief ihn zum Predigtdienst. Am nächsten Tage ging er auf der Plantage einher, um den Sklaven davon zu erzählen. Er sagte: "Der Herr hat mich gestern abend errettet und mich dazu berufen, meinen Brüdern zu predigen." 121 Dieses wurde endlich dem Eigentümer der Ranch, bzw. der Plantage, zugetragen. Er ließ ihn zu sich rufen und sagte: "Sambo, ich möchte, daß du hereinkommst. Komm in mein Büro." Er antwortete: "Jawohl, Herr." 122 Er sprach: "Was höre ich da? Du verbreitest unter den Sklaven, unter denen, die mir zu Dienste stehen, meinen Sklaven, daß der Herr dich frei gemacht hat?" 123 "Ja," sagte er. "Ich bin dein Sklave, Boß, denn mit deinem Geld hast du mich gekauft. Aber Gott hat mich gestern abend befreit, es war Jesus, der mich freimachte von einem Leben der Sünde und der Schande und vom Tode. Er hat mich befreit." Er sagte: "Sambo, meinst du das wirklich so?" Er sprach: "Das meine ich so." 124 Er sagte: "Ich habe gehört, daß du anfangen willst, unter den Leuten hier auf der Plantage zu predigen." 125 Er sagte: "Jawohl, Herr, ich habe vor, meinem Volke das Evangelium zu predigen." Er fragte: "Meinst du das wirklich, Sambo?" Er antwortete: "Das meine ich wirklich so." 126 Darauf erwiderte er: "Komm mit mir zum Gericht. Auch ich will dir deine Freiheit geben. Du bist befreit von meinem Dienst und brauchst kein Sklave mehr zu sein. Ich habe dich gekauft, du gehörst mir, doch ich gebe dich frei, damit du deinen Leuten das Evangelium predigen kannst." Er ging hin, unterzeichnete die Proklamation der Gleichberechtigung, und er war befreit. Er konnte nicht wieder als Sklave verkauft werden. Er war ein freier Mann, das Evangelium zu predigen. 127 Jahrelang predigte er seinen Brüdern. Viele Weiße wurden unter seinem Dienst bekehrt. Eines Tages starb dieser alte Mann. Er hatte dreißig, vierzig oder mehr Jahre gepredigt. Dann kam die Zeit für ihn zu sterben. Er lag in seinem Zimmer. Viele seiner weißen Brüder hatten sich in dem Zimmer versammelt. Sie meinten, er wäre schon vor zwei, drei Stunden von ihnen gegangen. Er kam wieder zu sich und schaute im Raum umher. "Wo warst du, Sambo?" Er sagte: "Oh, bin ich wieder hier? Bin ich wieder hier?" Er sagte: "Was ist los, Sambo?" Er sprach: "Ich bin in jenes Land hinübergegangen." Er sagte: "Erzähle uns davon." 128 Er sagte: "Ich kam in Seine Gegenwart. Als ich dort stand, kam ein Engel, der sagte: 'Heißt du Sambo soundso?'" Er erwiderte: "Ja, Herr." Er sagte: "Komm herein!" 129 Er sprach: "Sambo, komm jetzt her! Nachdem du Ihn geschaut hast, möchte ich dir dein Gewand, deine Harfe und deine Krone geben." 130 Sambo sagte: "Spricht zu mir nicht von der Harfe, dem Gewand und der Krone." 131 Er antwortete: "Du hast eine Belohnung verdient, und die möchten wir dir geben." 132 Er sagte wieder: "Sprich nicht zu mir von der Belohnung. Laß mich nur da stehen und IHN zunächst einmal tausend Jahre lang ansehen. Das ist meine Belohnung." 133 Ich denke, in der Weise würden wir alle empfinden. Laßt mich nur dort stehen und Ihn anschauen. Oh, ich werde einen anderen Leib als den jetzigen benötigen. Jede Faser des Daseins ist von dem Gedanken durchdrungen, Ihn anzusehen. 134 Johannes stand da und sah Ihn auf dem Throne sitzen. Er sah aus wie Jaspis- und Karneolstein. Alle Dinge und jedes Wort hat eine Bedeutung in der Bibel. 135 Beachtet, daß es mit dem Rest der Schrift übereinstimmt. Schon vorher wird Er in der Schrift als Alpha und Omega bezeichnet. Er ist der Anfang und das Ende. Er ist der Erste und der Letzte. Er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er ist alles. Alles ist in Ihm zusammengefaßt. Matth. 17 zeigt es in dem Erlebnis auf dem Verklärungsberg. Alles ist in Ihm zusammengefaßt. 136 Jaspis und Karneol waren Steine. Auf ihre Farben kommen wir später noch zurück. Ich möchte, daß ihr beachtet, daß die Patriarchen, als sie geboren wurden, alle einen Geburtsstein hatten. Ich bin im April geboren, meiner ist ein Diamant. Die verschiedenen Monate repräsentieren verschiedene Steine. Mit den Patriarchen war es genauso. Jeder Patriarch empfing bei seiner Geburt einen Geburtsstein. 137 Laßt uns hierbei einen Moment stehenbleiben. Die hebräischen Mütter wußten das. Laßt mich euch ein göttliches Wort zeigen, Freunde, damit euer Glaube in Gewißheit auf dem Wort gebaut ist. Jedesmal, wenn die hebräischen Mütter Geburtsschmerzen hatten und Kinder geboren wurden, ergaben die Worte, die sie bei der Geburt aussprachen, den Namen des Kindes und wurden positionsmäßig in Palästina eingeordnet, wo sie sich beim Kommen des Herrn befinden werden. Während den Geburtsschmerzen geschah dieses, wie bei Ephraim, welches bedeutet: "Am Meer." Der Anteil Ephraims wurde ihm am Meer zugeteilt. Ich weiß nicht, was Juda bedeutet. Ich müßte es nachsehen. Doch was immer der Name Juda bedeutet, dementsprechend ist er positionsmäßig unter die Kinder Israel eingeordnet worden. 138 Nehmt 1. Mose 28 und 29, und ihr werdet sehen, daß Jakob sich vor seinem Sterben auf seinen Stab lehnte, er war bereits erblindet, doch er hat diesen Kindern gesagt, wo sie am Ende der Welt positionsmäßig eingeordnet, seitdem sie in ihr Heimatland zurückkehrten. Er sagte zu Joseph: "Du bist ein fruchtbarer Weinstock an der Wasserquelle." Er fuhr fort und sagte: "Vertraue dem Herrn deinem Gott. Er mache deine Schößlinge stark in dem Herrn, denn eines Tages wird der Weinstock über die Mauer ranken." Sie sind schon jetzt dort. Genauso wie Er es vor fast dreitausend Jahren ausgesprochen hat, so kehren sie zurück. Er sagte Ephraim: "Tauche seine Füße in Öl." Ephraim ließ sich nieder, wo die großen Ölquellen sind. 139 Die Aussprüche dieser Menschen, die sterblich waren, gingen in Erfüllung, denn Gott durchdrang jede Faser in ihnen und wirkte durch sie. 140 Seht, wie das römische Imperium sie zerstreute und andere das gleiche taten. Sie wurden von Hitler gehaßt. Zehntausende mal Tausende wurden getötet, indem man Luft in ihre Adern spritzte. Ihr konntet ihre Leiber an Zäunen hängen sehen mitsamt ihren Kindern. Aus ihren Knochen hat man Kunstdünger gemacht. Man nahm sie hinaus, schoß auf sie und tat sie in den Waggon. Zu Anfang, als sie herauskamen, sangen sie: "Der Messias wird kommen und wir werden den Saft des Weinstocks wieder trinken." Die Juden gingen dahin. Sie starben, wanderten umher, wußten: noch einige Schläge ihres Herzens, und sie sind nicht mehr. Doch singend gingen sie dahin: "Wir werden bald den Messias sehen." Oh, aus ihren Knochen wurde Kunstdünger hergestellt. 141 Viele von euch Soldaten wissen das und haben das gesehen. Ich stand auf dem Gelände, wo man alles mögliche mit ihnen tat und sie verbrannte, Hitler und seine Helfer. Seht euch Stalin, Rußland und die anderen an. Sie taten das gleiche. Das stimmt. Was war mit den Juden? Sie wurden gezwungen, in ihr Heimatland zurückzugehen. Dort befinden sie sich. 142 Ich habe den großen Film: "Drei Minuten vor Mitternacht." Als die Juden zurückkamen, wurden sie gefragt: "Weshalb kommt ihr zurück?" 143 "Wir sind gekommen, den Messias zu sehen." Amen. Wir sind in der Endzeit. 144 Jedes der Kinder bekam einen Geburtsstein. Aaron, als Hoherpriester, hatte für die Kinder Israel ein Brustschild. Darauf komme ich später noch zurück und werde mich mit dem sechsten Vers befassen, denn da bringen wir die Symbole des Alten Testaments mit hinein. Die gesamte Einrichtung im Alten Testament war nach dem Vorbild dessen gemacht, was im Himmel gesehen wurde. Ein Vorbild für die Menschheit. 145 Aaron war Hoherpriester. In seinem Brustschild waren die zwölf Geburtssteine, die die zwölf Stämme repräsentieren, eingesetzt. Alle Stämme, Ephraim, Manasse, Gad, Benjamin, sie alle waren darin repräsentiert. Man nahm das Brustschild mit den kostbaren Geburtssteinen, den schönen Edelsteinen, und hing es an den Pfosten. Wenn ein Prophet weissagte, nahm man ihn hin zu diesem Urim und Thummim. Daselbst ließ man ihn weissagen. Wenn das heilige Licht aus diesen Steinen hervorstrahlte, war es die Bestätigung Gottes. Es war für alle Stämme, für jeden Stamm. 146 Nun, der erste Stein. Wieviele wissen, wer das erste Kind war? Was war sein Name? Ruben. Gut. Wer war der letzte? Benjamin. Das stimmt. Der Geburtsstein für Ruben war ein Sarder. Der Geburtsstein für Benjamin war Jaspis. Er war anzusehen als "Ruben und Benjamin" - der Erste und der Letzte. Er, der war, der ist und der da kommt. Er ist Alpha (A), der erste Buchstabe, und Omega (Z), der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet. Er war der Erste und der Letzte. Er war von Ruben bis Benjamin und ist von Benjamin bis Ruben. Oh, da war Er, anzuschauen wie Sarder und Jaspis. Er saß auf diesem Thron. 147 Wie möchtet ihr Ihn in all Seiner Herrlichkeit sehen? Laßt uns Offbg. 21, 10 schnell aufschlagen und Ihn hier ansehen. Hierauf entrückte Er mich im Geist auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel herabkam von Gott her, geschmückt mit der Herrlichkeit Gottes. Ihr Lichtglanz war wie der kostbarste Edelstein, wie ein kristalleuchtender Jaspis. 148 Ihr Licht! Das Licht! Wer war das Licht? "Die Stadt bedurfte der Sonne nicht, denn das Lamm war ihr Licht." 149 Jaspis und Karneolstein. Die Herrlichkeit Gottes ist Jesus Christus. Die Herrlichkeit Jesu Christi ist Seine Gemeinde. Er war der Erste. Wer war Er? Er war der Anfang der Zeit. Er ist das Ende der Zeit. Er war der Erste für die Patriarchen. Er ist der Letzte für die Patriarchen. Er war der Geist in der Gemeinde zu Ephesus am Anfang. Er ist der Geist in der Gemeinde zu Laodicea. Er ist der Erste und der Letzte; das A bis Z; der Erste, der Letzte, der da war und kommen wird; die Wurzel und der Sproß Davids; der helle Morgenstern, die Lilie im Tale, die Rose Sarons. In der Bibel gibt es über vierhundert Bezeichnungen, die auf Ihn zutreffen. Denkt nur, was Er alles war. Und doch war Er der erniedrigte Herr Jesus, der in einem Stall geboren wurde zur Verherrlichung Gottes. 150 Gebt auf alles Demütige acht, denn das ist richtig. Alles Große ist wie ein aufgeblasenes Hemd. Beachtet es nicht! Seht, es ist viel Wind und nichts dahinter. 151 Er war anzusehen wie Jaspis und Karneolstein. Wir gehen noch einmal zurück. Wir haben noch ein wenig Zeit, nicht wahr? Noch ca. vierzig Minuten. Laßt uns Hes. 1 aufschlagen und zum Alten Testament gehen und lesen, wie Hesekiel Ihn sah, und diese Schriftstellen vergleichen. Laßt uns in Hesekiel Kapitel 1 lesen. Zunächst die ersten fünf Verse und dann von Vers 26-28. Und es begab sich im dreißigsten Jahre im vierten Monat, am fünften Tage des Monats, als ich mich unter den in die Verbannung Weggeführten am Flusse Kebar befand: da tat sich der Himmel auf, und ich sah göttliche Gesichte." Am fünften Tage des Monats - es war das fünfte Jahr seit der Wegführung des Königs Jojachin - erging das Wort des Herrn an den Priester Hesekiel, den Sohn Busis, im Lande der Chaldäer am Flusse Kebar; dort kam die Hand des Herrn über ihn. 152 Beachtet diesen Propheten, der 595 Jahre v. Chr. diese Vision sah, und vergleicht sie mit dem, was Johannes gesehen hat. Als ich nämlich hinblickte, sah ich plötzlich einen Sturmwind von Norden daherfahren und eine gewaltige Wolke und zusammengeballtes Feuer, von Lichtglanz rings umgeben, und mitten aus ihm blinkte etwas hervor wie der Schimmer von Glanzerz, aus der Mitte des Feuers. Mitten in ihm erschien dann etwas, das vier lebenden Wesen glich, deren Aussehen folgendes war: sie hatten Menschengestalt." 153 Beachtet, der Lichtglanz des Geistes Gottes, der über den vier Lebewesen war, war bernsteinfarbig - gelblich-grün. Gebt acht! Gelblich-grün, bernsteinfarbig. Oh, Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Er offenbarte sich dem Hesekiel in der Vision. Das Licht, das er über den vier Lebewesen sah, war gelblich-grün. Als Er Johannes erschien, war Er anzusehen wie ein Smaragd, welcher ebenfalls gelblich-grün ist. Er kam zu Johannes umhüllt in gelblich-grün. Er kommt zu uns in demselben gelblich -grünen Licht. Wandelt in dem Licht. Er ist das Licht. 154 Jetzt wollen wir von Vers 26-28 lesen. Zu Hause könnt ihr alles nachlesen. Notiert es euch. Oben über dem Himmelsgewölbe aber, das sich über ihren Häuptern befand, da war es anzusehen wie Saphirstein, etwas, das einem Thron glich; und auf diesem Throngebilde war eine Gestalt zu sehen, die wie ein Mann aussah, oben darauf." 155 Seht, das war der Menschensohn, Christus. Gebt acht, wie Er gekleidet war und wie Er aussah. "Und ich sah etwas wie den Schimmer von Glanzerz, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat; von dem Körperteile an, der wie Seine Hüften aussah." 156 Höret! Seid geistlich! Habt Verständnis! Ich gebiete euch im Namen Jesu, bewahrt dieses für euch selbst in eurem Herzen. Denkt daran! Welch eine Wonne! 157 Laßt uns den 27. Vers weiterlesen. Habt jetzt das rechte Verständnis. Und ich sah etwas wie den Schimmer von Glanzerz, (gelblich-grün), wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat; (umgeben von gelblich-grünem Feuer) von dem Körperteile an, der wie Seine Hüften aussah, nach oben zu, und von dem Körperteile an, der wie Seine Hüften aussah, nach unten zu sah ich es: - wie Feuer anzuschauen; und strahlendes Licht war rings um Ihn her. Wie der Bogen aussieht, der am Regentage in den Wolken erscheint, so war das strahlende Licht ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn; und als ich sie erblickte, warf ich mich auf mein Angesicht nieder und hörte die Stimme eines, der da redete." 158 Gebt acht! Seid ihr bereit? Höret! Haltet dies fest! Denkt daran, damit ihr es wißt. Gene, halte dies für die Gemeinde auf Tonband fest. Nun, ihr wißt, daß der Farbton des Lichtes, welches den Herrn umgibt und Ihn begleitet, wie Glanzerz ist, gelblich-grün. Das ist der gleiche Farbton des Lichtes, welches in dieser Zeit mit uns ist. Sogar als die Wissenschaftler die Photoaufnahme machten, war es gelblich-grün, bernsteinfarbig. 159 Als kleiner Junge sah ich es zum ersten Mal. Die Alten hier erinnern sich daran. Ich habe es euch schon immer gesagt, ehe das Bild tatsächlich aufgenommen wurde. Es war gelblich-grün, bernsteinfarbig. Das läßt euch wissen, daß es der Geist des Herrn ist. 160 Er sprach von dem Aussehen dessen, der vor ihm stand: Von Seinen Hüften nach oben und nach unten zu war es wie Feuer anzusehen, und Licht umgab Ihn. Strahlendes Licht war um Ihn, vielfarbig wie der Regenbogen. Stimmt das? 161 Ich möchte, daß ihr daran denkt! Gott ist immer noch von dem vielfarbigen Glanz umgeben. Von Seinen Hüften aufwärts war es wie Feuer anzusehen - bernsteinfarbig. Die Farbaufnahme zeigt dieses. Wie Glanzerz von den Hüften aufwärts und von den Hüften nach unten, umgeben mit vielfarbigem Licht, wie der Regenbogen am Himmel nach dem Regen ist. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Der Heilige Geist hat immer noch dieselbe Kraft, ist immer noch in Seiner Gemeinde in diesen letzten Tagen. So ist es! Nicht ich, ich stand nur da. Doch die Aufnahme wurde gemacht. Ich möchte, daß ihr sie anseht. Es ist genau das, was Hesekiel sah. Dieselben Farben, in derselben Weise handelnd, und in derselben Weise unter den lebenden Wesen, erstrahlend. Was ist es? Die Lebewesen repräsentieren die lebendige Gemeinde; die Gemeinde, die lebendig ist durch die Kraft der Auferstehung Christi. Dasselbe Glanzerz durchdrang ihn von den Hüften nach oben und nach unten. 162 Man braucht darüber nicht mehr zu mutmaßen, denn die Wissenschaft hat ein Photo gemacht. Schaut auf die Farbzusammenstellung, auf die Farbe des Feuers. Seht den Regenbogen, dies gelblich-grüne Licht. Es war eine gewöhnliche Photokamera mit einem Kodachrome Farbfilm. Schaut auf den Farbton eines Smaragdes. Ich wünschte, ich könnte es euch unter einem Licht zeigen. Könnt ihr es jetzt sehen? Anzuschauen wie ein Regenbogen. Seht auf die Streifen wie in einem Regenbogen, jeder von ihnen in einem anderen Farbton. Wir gehen gleich näher darauf ein. Was bedeuten diese Farben und was reflektieren sie? 163 Oh, zu wissen, daß in diesem Tage, in dem wir leben, Christus unser Halt geworden ist, das bewirkt, daß mein armes Herz vor Freude hüpft. Denn jeder andere Boden ist sinkender Sand. Manchmal denke ich: "Warum kann ich das nicht sagen? Warum kann ich nicht bewirken, daß die Welt es sieht?" Die Welt ist nicht dazu bestimmt, es zu sehen. Die Welt wird es nicht sehen. Niemals werden sie es sehen. Doch die Gemeinde empfängt die gewaltigste Erschütterung, die sie je hatte. 164 In jenen Tagen hätte man keine Aufnahme davon machen können. Jetzt können sie es, weil sie die technische Ausrüstung dazu haben. Diejenigen, die versuchen, durch ihre Technik Gott zu verleugnen, erreichen gerade das Gegenteil, indem sie beweisen, daß Gott da ist. Das stimmt. Smaragd. Denkt daran! Das habe ich nicht erfunden. Ich habe es euch aus der Bibel vorgelesen. Achtet darauf, während ich lese, seht und erkennet, daß es derselbe Gott und Herr ist. Es besteht kein Unterschied. Achtet auf den 27. Vers. Und ich sah etwas wie den Schimmer von Glanzerz, wie das Aussehen von Feuer. 165 Seht, Feuer ist bernsteinfarbig. Seht ihr es jetzt? Das ist der Farbton, der aus einem Feuer kommt. Hier heißt es: Wie der Bogen aussieht, der am Regentage in den Wolken erscheint, so war das strahlende Licht ringsum anzusehen." 166 Dort waren die Lebewesen. Johannes repräsentierte die ganze Gemeinde, die hinaufgenommen wurde. Ich habe es euch gesagt. Eine Person kann in einer Vision den gesamten Leib Christi versinnbildlichen. Gebt acht! Und ich sah etwas wie den Schimmer von Glanzerz, wie das Aussehen von Feuer, das ringsum ein Gehäuse hat; von dem Körperteile an, der wie Seine Hüften aussah, nach oben zu, und von dem Körperteile an, der wie Seine Hüften aussah, nach unten zu sah ich es: - wie Feuer anzuschauen." 167 Schaut auf die Feuerausstrahlung. Woraus geht sie hervor? Aus dem Regenbogen mit seinen sieben Farben. Hier findet ihr genau die sieben Farben, die der Regenbogen hat. " - wie Feuer anzuschauen; und strahlendes Licht war rings um Ihn her. Wie der Bogen aussieht, der am Regentage in den Wolken erscheint, so war das strahlende Licht ringsum anzusehen," Es umgab den Thron Gottes. So war die Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn, nicht der Herr, sondern die Herrlichkeit des Herrn. 168 Die Herrlichkeit des Herrn bedeckt Seine Gemeinde, denn Er ist in Seiner Gemeinde. Amen. Den Unwissenden kommt es töricht vor, doch wie groß ist es denen, die es glauben. "So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn; und als ich sie erblickte, warf ich mich auf mein Angesicht nieder und hörte die Stimme eines, der da redete." 169 Später gibt er die Erklärung über die Bedeutung der Vision. Doch heute morgen haben wir keine Zeit mehr, darauf einzugehen. 170 Gebt acht, wie der Herr uns diese Dinge in Seiner großen Barmherzigkeit gibt. 171 Wir werden noch etwas anderes betrachten. Beide, Hesekiel und Johannes, sahen Ihn in dem Geheimnis Seiner Farbausstrahlung und Seinem Licht. Sie nannten es bernsteinfarbig. Wenn ihr euch die Schriftstelle merken wollt: 1. Joh. 1, 5-7. Diesen Text schrieb Johannes, als er nach ungefähr drei Jahren von Patmos zurückkehrte. Er war über neunzig Jahre alt. Er sagte: "Gott ist Licht." Johannes hatte ein Erlebnis. Er hatte Ihn gesehen. Er wußte, daß Er Licht ist, ewiges Licht. Nicht das kosmische Licht, nicht Lampenlicht, nicht elektrisches Licht oder Sonnenlicht, sondern ewiges Licht. Oh, wie liebe ich Ihn. "Gott ist Licht." 172 Wir kommen jetzt zu unserem Text zurück. (Offbg. 4, 3) und der dort Thronende sah wie Jaspis- und Karneolstein aus, und den Thron umgab rings ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah, (gelblich-grün) 173 Ihr habt beachtet, daß es ein Regenbogen war? Laßt uns zu 1. Mose 9, 13 gehen. Dort finden wir den Regenbogen zum ersten Mal erwähnt. Mögt ihr dies alle? Oh, ich liebe es. Ich mag es nicht nur, ich liebe es. "Meinen Bogen stelle Ich in die Wolken; der soll das Zeichen des Bundes zwischen Mir und der Erde sein! (Es heißt nicht, "zwischen Mir und Noah", sondern "zwischen Mir und der Erde".) Wenn ich hinfort Gewölk über der Erde sammle und der Bogen in den Wolken sichtbar wird, dann will ich Meines Bundes gedenken, der zwischen Mir und euch besteht." Jetzt kommt Er auf Seinen Bund des Regenbogens zurück. 174 Seht, der Bund war das Leben für Noah. Er verschonte ihn. Doch der Bund, den Gott durch den Regenbogen mit sich selbst machte, bestand darin, daß Er die Erde nicht noch einmal mit Wasser verderben würde. Ich werde euch zeigen, worin der Bund Gottes mit Noah bestand. Doch dieses hier ist Gottes Bund mit Ihm selbst durch den Regenbogen. Amen. 175 Wir stellten fest, daß ein Bund ein Zeichen ist. Gott sagte hier, daß es ein Zeichen ist, nicht wahr? Meinen Bogen stelle ich in die Wolken... (dieses sagte Er nach der Zerstörung, als die Welt durch Wasser zerstört wurde und alles Fleisch außer Noah vernichtet wurde), der soll das Zeichen des Bundes zwischen Mir und der Erde sein," (nicht zwischen Mir und der Welt als Kosmos, sondern zwischen Mir und der Erde.) 176 Gott meinte: Ich habe die Erde gemacht, doch jetzt habe Ich ihr Böses zugefügt, sie auf den Kopf gestellt und sie hinweggespült. Vielleicht sagte Er: "Doch jetzt tut es Mir leid, es ist eine solch furchtbare Sache gewesen." 177 Was meint ihr, wie es sein wird, wenn Er jetzt im Zorn kommt? Sünderfreund, bringe alles zurecht! Oh, wachet und wartet, den Anblick zu sehen, Er kommt wieder, (glaubt ihr das?) Er kommt wieder. (Ich liebe das, ihr nicht auch?) Oh, werdet ihr zu Seinen Feinden gezählt? Oh, das möchte ich nicht, nein, niemals. Ich bin für Ihn, mit Ihm, nicht gegen Ihn. Seid innerlich fleckenlos! Wachend und wartend, diesen Anblick zu sehen. Er kommt wieder. 178 Was ist das Zeichen eines Bundes? Ein Zeichen, wofür? Das eines Opfers, das angenommen wurde. Laßt uns in 1. Moses 8, 20 und 22 lesen: Noah baute dann dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte Brandopfer auf dem Altar dar. Als nun der Herr den lieblichen Duft roch, sagte Er bei sich selbst: "Ich will hinfort den Erdboden nicht noch einmal um der Menschen willen verfluchen; denn das Sinnen und Trachten des Menschenherzens ist böse von Jugend auf; auch will Ich hinfort nicht noch einmal alles Lebende sterben lassen, wie Ich es getan habe. 179 Hinfort, solange die Erde steht, sollen Säen und Ernten, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht mehr aufhören!" 180 Johannes sah Jesus und den Gott wohlgefälligen Bundesbogen, der über den Himmel ausgespannt war. Um Ihn und um den Thron war ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah, ein gelblich-grünes Licht um den Thron. Preis sei Gott! 181 Gebt acht! Der Regenbogen, der zur Zeit Noahs gegeben wurde, besteht aus sieben Farben. Welches sind die Farben? Rot, orange, lila, grün, blau, gelb, indigo. Das sind die Regenbogenfarben. Hier haben wir etwas Tiefes. Ich werde nur die Höhepunkte berühren können, denn es wird schon spät. Denkt daran! Orange, rot, gelb, grün, blau, indigo und lila. 182 Beachtet die sieben. Es waren sieben Streifen in einem Bogen. Sieben Streifen gleich sieben Bogen, welche die sieben Gemeinden und das siebenfache Licht, das ineinander über greift, repräsentiert. Es begann mit rot, danach kam orange, welches eine Reflektion des Roten ist. Danach gelb, welches rot und orange zusammengemischt ergibt. Dann grün. Grün und blau. Dann indigo. Danach violett, welches ein Teil des Blau ist. Oh Halleluja! Seht ihr es nicht? Gott in Seinem siebenfachen farbigen Regenbogen. Sein Bund, den Er gemacht hat, beweist die sieben Gemeindezeitalter, die sieben Farben, wodurch die Erde verschont wurde. 183 Was würde Er tun? Denkt daran! Er machte ihn mit der Erde. Doch nun gebt acht! Der Regenbogen bedeckt nur die Hälfte der Erde. So ist es mit dem Regenbogen Noahs. Er bedeckt nur die Hälfte der Erde. Es war wie eine Wölbung. Mehr kann man nicht sehen. Doch als Johannes Ihn sah in der Farbe eines Smaragdes, da wurde der ganze Thron Gottes völlig damit umgeben. Die Hälfte wurde nicht gesagt. Seine Farbe im Bogen hier auf Erden formte nur eine Arche, nur die Hälfte davon; das sind die Gemeindezeitalter. 184 Doch als Johannes Ihn in dieser Bernsteinfarbe sah, umgab und bedeckte es Ihn völlig wie ein Lichthof. Eine Ausstrahlung in der Farbe des Glanzerzes bedeckte Ihn völlig. Eine Farbe, ein Gott über alles und in allem. Doch es gibt sieben Gemeindezeitalter. 185 Stellt euch einen großen Diamanten vor! In Afrika könnte man sie sogar auf der Straße liegen sehen, doch man darf sie nicht behalten, denn sie sind noch nicht geschliffen. Wenn ihr einen ungeschliffenen Stein besitzt, könnt ihr jetzt dafür lebenslang ins Gefängnis kommen. Ihr müßt ihn abgeben, sobald ihr einen findet. 186 Nun, solch ein Diamant ist sehr hart. Ich habe zugesehen, als ein großer, vierzig Tonnen schwerer Schleifstein blaue Steine unverzüglich wie Asche zermalmte, doch mit einem Diamanten kann er das nicht tun. Diese vierzig Tonnen hängen da und rollen über die großen Blökke dahin und zermalmen diese in Stücke, doch ein Diamant wird unversehrt hindurchgehen. Es wird den vierzig Tonnen standhalten. Wenn das Zermahlene dann durch ein Sieb kommt, wird es gewaschen und dann verladen. 187 Der Manager des Kimberley-Diamant-Werkes war einer meiner Ordner hier. Ein wirklich demütiger Bruder. 188 Ungefähr einen Meter über dem fließenden Wasser ist daran Staucherfett angebracht. (Meda, wie heißt das Zeug, das wir dort im Schrank im Glas stehen haben?) Vaseline! Solche Vaseline wurde fast einen Zoll stark aufgetragen, und wenn das Gewicht herunterkommt und darüber hinwegrollt, dann rutscht es auf der Vaseline entlang. Doch wenn ein Diamant darüberrollt, bleibt er stecken, denn ein Diamant ist trocken. Ich habe gesehen, wie man sie herausholte, sogar ganz kleine, und eine Lupe benutzte, um sie voneinander zu trennen. Ich fragte, weshalb sie es tun. Sie erwiderten: Wir verkaufen sie nach Amerika und dort werden Grammophonnadeln und dergleichen davon gemacht. Sie nutzen sich nicht ab. 189 Doch diese großen Diamanten sind wie ein großer Klumpen. Erst später werden sie durch elektrische Maschinen geschliffen. Nachdem sie geschliffen sind, reflektieren sie die feurigen Farben und werden nach Karat gemessen. Sie reflektieren sieben Farben. Oh, wie erstrahlt Jesus! 190 O, ihr mögt viel Geld haben, ihr mögt einen ganzen Wagenpark voll Cadillacs besitzen; ihr mögt der Pastor einer großen Totenhalle oder Kathedrale sein, ihr mögt Bischof oder Erzbischof sein; aber, oh Bruder, wenn du dieses Juwel findest, diesen Diamanten, dann verkauft der Mensch alles, was er hat, sein Vermögen gibt er weg und alles andere. 191 Seht die schlafende Jungfrau! Was tat sie? Sie mußte etwas verkaufen, um öl kaufen zu können. Was besaß sie, das sie verkaufen konnte? Ihre alten Satzungen und Dinge der Denominationen. Sie verkaufte alles, damit sie Christus fände. Christus, dieses große Juwel. 192 Ach, daß wir nur den Fahrschein zum Himmel haben, wenn der Zug eines Morgens vorbeikommt. Oh, welch ein Segen. Oh, köstlich ist die Flut, macht allen Schaden gut, hier meine Seele ruht, in dem Blut des Lammes Jesus. Nicht Popularität noch große Dinge, nichts, weder Reichtümer oder sonst irgend etwas, schenke mir nur den Anteil an diesem kostbaren Strom. Nichts ich in meinen Armen bringe, ich halte mich einfach an Deinem Kreuze fest. 193 Jenes große Juwel. Was war ER? ER war vollkommen. Als Gott Ihn im Alter von dreiunddreißig Jahren durch diese große Rüttelmaschine ließ, als ER Ihn übernahm und gestaltete, indem ER Ihn stieß, marterte und zerschlug: Und doch war ER verwundet um unserer Übertretungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen: die Strafe war auf Ihn gelegt zu unserm Frieden, und durch Seine Striemen ist uns Heilung zuteil geworden. 194 Was tat Gott diesem vollkommenen Mann? Es war nur Einer, und das war Er, und Gott bearbeitete Ihn: "Und doch war Er verwundet um unserer Übertretungen willen..." Weil ich ein Sünder war, ließ Er das Licht des Regenbogens Seiner sieben Gemeindezeitalter über mich erstrahlen, auf daß ich wüßte, daß Er für meine Übertretungen verwundet wurde. 195 Da ist der siebenfarbige Regenbogen. "Er wurde zerschlagen infolge unserer Verschuldungen: die Strafe war auf Ihn gelegt zu unserm Frieden, und durch Seine Striemen ist uns Heilung zuteil geworden." Gott zerbrach Ihn, Er zermarterte Ihn, verwundete Ihn und zerschlug Ihn, damit Er durch Seine sterbenden Wunden für uns die Vergebung der Sünden, Freude, Friede, Geduld, Gütigkeit, Sanftmut und Beständigkeit erlangte. Die sieben Geister Gottes bringen die Früchte des Geistes hervor, die Sein Volk zurückreflektiert. Er wurde geschlagen, geformt, auf daß das Licht Gottes, welches aus dem Leib dieses Mannes hervorstrahlte, die ganze Welt erlösen könnte. "Und Ich werde, wenn Ich von der Erde erhöht sein werde, alle zu Mir ziehen." Gebt acht auf das Reflektieren der Regenbogenfarben. 196 Doch als Johannes Ihn dort sah, was war da geschehen? Der Tag des Heils war vorüber, und er sah Ihn in der bernsteinfarbenen Ausstrahlung, in Seinem ursprünglichen Zustand. Es war nicht nur die halbe Welt. Die Sonne kann zur gleichen Zeit nur auf die Hälfte der Erde scheinen, während sie sich dreht. Doch als Johannes Ihn sah, sah Er wie Jaspis- und Karneolstein aus - bernsteinfarbig. Bringt diese beiden Farben zusammen, so habt ihr die Bernsteinfarbe. Und dieser Strahlenkranz um den Thron war bernsteinfarbig. Oh, wir könnten damit weiter fortfahren. 197 Sieben Geister, sieben Farben, sieben Gemeindezeitalter, sieben Botschafter, sieben Lichter (Sterne), alles mit der Zahl sieben verbunden. Gottes Zahl der Vollkommenheit ist sieben. Gott war sechs Tage wirksam, doch am siebenten ruhte Er. Die Welt existiert als solche sechstausend Jahre, im siebenten Jahrtausend findet das Tausendjährige Reich statt. 198 Seht, welch ein Halbkreis. Die Hälfte ist noch nicht kundgeworden. Gewiß haben diese Dinge eine Bedeutung. 199 In 1. Mose 22, 16-17 und Heb. 6, 13 hat Gott Seinen eigenen Bund mit einem Schwur bekräftigt. Es war kein Größerer, bei dem Er hätte schwören können. Als Er mit Abraham sprach und den Bund mit ihm machte, war es ein ewiger Bund Gottes. 200 Ein Bund wird immer mit einem Eid bestätigt. Und dieser Eid wird bei jemandem geleistet, der größer ist als ihr. Ihr legt einen Eid ab in Berufung auf eure Mutter oder in Berufung auf eure Nation oder vor Gott. Ihr leistet einen Eid bei jemandem, der höher ist als ihr. 201 Niemand war größer als Gott. So hat Er den Eid bei sich selbst abgelegt. Er schwor bei sich selbst, daß Er den Bund bestätigen wird. Er hat geschworen, daß Er den Samen Abrahams erhalten würde. Welches ist der Same Abrahams unter den Heiden? Der Same Abrahams empfängt die Taufe des Heiligen Geistes. Er schwur bei sich selbst: "Ich werde sie auferwecken. Ich werde ihnen das ewige Leben geben, werde sie zurückbringen auf die Erde." Was könnte uns verletzten, wenn wir daran denken? 202 Wir sehen Ihn völlig umgeben in dem grün-gelblichen Licht. Grünlich! Was stellt grün dar? Das Leben, das Immergrün, es bleibt immer grün. Es ist Leben. Was bedeutet es? Gott hat verheißen, als Er in 1. Mose den Eid ablegte, daß Er den Regenbogen am Himmel erscheinen lassen und die Welt nicht mehr durch Wasser zerstören wird. Er hat ebenfalls Seinen Eid geleistet und bei sich selbst geschworen, daß Er die Nachkommenschaft Abrahams auferwecken wird und daß diese Welt bestehen bleibt trotz all der erschütternden Gerichte. Über die zukünftigen Gerichte werden wir in den kommenden Lektionen sprechen. Wir werden euch zeigen, wie diese Welt zerbersten, in Vulkanen ausbrechen und in Stücke explodieren und alles auf den Kopf gestellt wird. Doch Er hat bei sich selbst geschworen, daß Er sie nicht zerstören, sondern alles wieder ebnen wird, und daß Seine Kinder hier auf dieser Erde das Tausendjährige Reich miterleben werden. Ich warte mit Freuden auf das Kommen des Tausendjährigen Reiches. Wenn unser gesegneter Herr kommen wird und Seine wartende Braut hinwegnehmen. Oh, mein Herz ist voll Verlangen, ruft nach dem Tag der lieblichen Befreiung, wenn unser Erlöser wiederkommen wird. 203 Oh, wie verlangen wir danach, den Tag zu sehen! Er hat das große Tausendjährige Reich verheißen. Und noch etwas! Der Grund, weshalb Er in dieser Weise umgeben war, bedeutet, daß Er ein Gott ist, der den Bund hält. Er wird Seinen Bund halten. 204 Wir gehen jetzt zu dem nächsten Vers. Rings um den Thron sah ich vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen vierundzwanzig Älteste sitzen, die mit weißen Gewändern angetan waren und goldene Kronen auf ihren Häuptern hatten. 205 Ich weiß nicht, ob wir den vierten Vers ganz durchnehmen werden, doch wir wollen beginnen. Seht, als Johannes Ihn hier sah, umgaben Ihn Bernsteinfarben. Wir haben all die Farben des Regenbogens und worum es sich handelt durchgenommen. Im vierten Vers wird gesagt: "Rings um den Thron..." 206 Gebt acht, es ist hier solch ein herrliches Bild vom Thron. Verpaßt es nicht. 207 Wißt ihr, wir gehen zurück zu Moses. Wir haben aber nicht genügend Zeit, das alles hervorzubringen. Nehmt zu Herzen, was ich sage. Moses hatte dort auf dem Berge Sinai eine Vision. 208 Ich möchte daß ihr beachtet, daß dies nicht mehr der Thron der Gnade war. Das Blut und das Opfer waren nicht mehr dort. Sie waren angenommen. (Die Erlösten). Das Blut war weg vom Gnadensitz. Es war jetzt ein Gerichtssitz, denn Donner und Blitze kamen hervor. Nicht wahr? 209 Denkt daran! Es war wie am Berge Sinai. Was geschah, als Moses auf den Berg Sinai ging? Es donnerte und blitzte. Und sogar, wenn ein Tier den Berg berührte, mußte es sterben. Die Bibel sagt, daß die Erschütterung so gewaltig war, daß sogar Moses sich fürchtete. Dem Mose wurde gesagt: "Ziehe deine Schuhe aus, denn der Boden, auf dem du stehst, ist heilig." Josua, der große Kämpfer, sollte die Kinder hinübernehmen und ihnen ihr Erbe aufteilen. Er konnte den Berg nur bis zur Hälfte besteigen. 210 Dort stand Moses, umgeben von dem Strahlenglanz Gottes, Blitze strahlten hervor und Smaragde umgaben ihn. Er sah, wie die Gebote geschrieben wurden. Er stand in der Gegenwart Gottes. Die Stimme rief: "Moses, wo bist du? Ziehe dein Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden." 211 Es war jetzt der Gerichtssitz. Niemand, nur die Erlösten, konnten dort stehen. Ein Sünder konnte sich nicht nahen. Es war vorbei. Jetzt war es der Gerichtssitz. 212 Moses fertigte Dinge auf Erden an, die Stiftshütte, wie er sie im Himmel gesehen hat. Das wissen wir, nicht wahr? Wir sehen, Paulus tat das gleiche. In Heb. 9 von Vers 23 lesen wir, daß Nachbildungen der Dinge, die im Himmel waren, gemacht wurden. Paulus wurde auch in der Vision in den Himmel hinaufgenommen. (2. Korth. 12) Danach lehrte er, was wir in dem Buch an die Hebräer finden. Er muß in seiner Vision dieselben Dinge gesehen haben wie Moses, denn er hat es ausgesprochen. Er lehrte in dem wunderbaren Brief an die Hebräer, in welcher Weise das Christentum das Gegenbild (die Parallele) des Alten Testaments ist. Paulus war ein großer Lehrer. 213 Laßt uns dieses beenden. Ich wollte darüber hinweggehen, doch ich kann es nicht. Doc, hast du die Tafel nach hinten genommen? Vielleicht kann ich es so darstellen, daß ihr es hier sehen könnt. Haltet eure Bleistifte und Papier bereit, denn ich möchte hier etwas sagen. Als ich heute morgen dasaß, wurde mir etwas zuteil. Ich werde euch sagen, was ich tat. Gebt acht! Ich habe es hier auf der Tafel aufgezeichnet. Ich zeichnete es, wie der Geist es mir gab. Ich habe aufgezeichnet, wie es sein wird. Jetzt möchte ich etwas sagen. 214 Nun, wenn Gott Seinen Thron besteigt, dann ist Er Richter. Stimmt das? Wann richtet der Richter? Wenn Er zu dem Gerichtssitz, dem Thron, kommt. Bitte beachtet, wie die Dinge im Alten Testament gemacht wurden, wie man sich Seinem Thron vom Gerichtshof nahte, und wie Johannes es hier sah. Wir werden nicht alles durchnehmen können heute morgen. Johannes sah den gleichen Gerichtshof, wie man sich Ihm naht und in welch einer Weise man den Gerichtshof betritt. Oh, das liebe ich. 215 Im Alten Testament gab es das, was das Heiligtum genannt wurde. Darin versammelte sich das Volk. Ehe sie dort eintreten konnten, mußten sie aus dem Vorhof unter das vergossene Blut kommen. Zuerst kamen sie zu dem Wasser der Absonderung. Draußen im Vorhof wurden die Opfertiere geschlachtet. Dann nahte man sich dem Wasser der Absonderung. So ergeht es dem Sünder, der kommt und das Wort hört. 216 So wurde dieser große jüdische Rabbi zum Herrn gebracht, als er mich dort in Tulsa predigen hörte. Wir waren dort in Tulsa, Oklahoma. Er kam nur zufällig dazu. Er war einer der sieben hervorragendsten Rabbis der Welt. Nach dem Gottesdienst kam er dorthin und sagte: "Ich möchte sehen, was unter den Christlichen Geschäftsleuten vor sich geht." Er nannte sie Pfingstler. Er meinte: "Ich gehe dorthin, setze mich und höre zu." 217 Der Herr leitete mich, über die Darbringung des Opfertieres zu sprechen. Nach dem Gottesdienst traf er einige Brüder und sagte: "Den Mann möchte ich treffen. Ich weiß, daß er noch nicht einmal geschult ist. Ich bin ein jüdischer Rabbi, der sich in all diesen Dingen auskennt, doch das habe ich nie in meinem Leben gesehen. Das habe ich nie verstanden." 218 Jetzt ist er ein Pfingstler-Rabbi, gefüllt mit Heiligem Geist, der umherzieht und überall das Evangelium predigt. Er nennt sich selbst einen Pfingstler-Rabbi. Er kam dorthin zu dem Washington- Youree-Hotel, wo wir uns vor einigen Tagen mit Br. Jack trafen. Die Dame erkannte ihn und sagte: "Rabbi, für dich haben wir einen schönen Raum, aber ohne einem Fernsehgerät." 219 Er sagte: "Das ist kein Television, sondern ein Höllevision. Werft es hinaus. Ich möchte das Ding sowieso nicht im Zimmer haben. Ich würde euch veranlassen, es hinauszuwerfen." Sie sagte: "Rabbi!" Er antwortete: "Ich bin jetzt ein Pfingstler-Rabbi." Halleluja! 220 Er sagte: "Br. Branham, wenn du nach Israel gehst, möchte ich mit dir gehen. Wir können es unserem Volke bringen." 221 Ich antwortete: "Nicht jetzt, Rabbi. Noch nicht. Warte noch eine kleine Weile. Die Stunde ist noch nicht da." 222 Beachtet diese heiligen Stätten. Zuerst betrat man den Vorhof. Als nächstes kam man zu dem ehernen Altar, wo das Opfer dargebracht wurde. Danach kam das Heiligtum und dann das Allerheiligste hinter dem Vorhang. Dort war der Gnadensitz und darüber die Cherube. Darauf wollte ich in unserer nächsten Lektion kommen. Die Cherube überschatten den Gnadensitz. Über die Cherube könnten wir einen ganzen Monat lang sprechen. 223 Gebt acht, wie sie hereinkamen. Die Versammlung konnte bis hierherkommen. Die Priester standen da, doch nur der Hohepriester konnte einmal im Jahr mit dem Blut hinter den Vorhang gehen. 224 Er mußte vorschriftsmäßig gekleidet sein; in sein Gewand waren Glöckchen und Granatäpfel eingearbeitet. (2. Mose 28, 33-34) Er mußte auf eine bestimmte Weise gehen. Während er hineinging, sang er: "Heilig, heilig, heilig dem Herrn. Heilig, heilig, heilig dem Herrn." Die Glöckchen und die Granatäpfel ertönten zusammen: "Heilig, heilig, heilig!" Weshalb? Er nahte sich Gott, trug das Blut des Bundes in seinen Händen und trat vor Ihn, das Blut tragend. 225 Er wurde mit wohlduftendem Salböl gesalbt. Seine Kleidung wurde von den Händen derer gemacht, die mit Heiligem Geist erfüllt waren. Dazu bestimmte Hände machten seine Kleidung. Das Salböl von der Rose Sarons wurde auf sein Haupt gegossen. Es lief in seinen Bart und tropfte herunter. Er wurde mit königlichem Wohlgeruch gesalbt; die Granatäpfel und Glöckchen in seinem Gewand, nahm er das unschuldige Blut des Lammes, mit dem er es wagte, hinter den Vorhang zu gehen. Ohne es wäre es auf der Stelle gestorben. Auf vorgeschriebene Weise mußte er hineingehen. "Heilig, heilig, heilig dem Herrn. Heilig, heilig, heilig." Gott nahend: "Heilig, heilig, heilig dem Herrn." 226 Einmal im Jahr ging er hinein und opferte das Blut auf dem Gnadensitz. Während er sich dort befand, hatte er das Vorrecht, die übernatürliche Herrlichkeit zu sehen; als die Feuersäule, das Licht wie Golderz, welches die Kinder Israel herausgeführt hatte, herabkam, war der ganze Tempel in Rauch gehüllt, damit die anderen es nicht sehen konnten. Die Herrlichkeit des Herrn kam herab. Alles war in Rauch gehüllt. Er selbst kam hinein, ging hinter den Vorhang und setzte sich auf den Gnadensitz im Allerheiligsten. Es wird das "Allerheiligste" genannt. Er mußte in einer besonderen Weise gekleidet und gesalbt sein. Es mußte eine besondere Person sein, die dort hineinging. Wie muß die ganze Versammlung ihn beneidet haben! 227 Doch als Jesus starb, riß der Vorhang im Tempel entzwei. Nicht nur ein Hoherpriester, sondern jeder, der möchte, kann jetzt dieselbe Salbung der übernatürlichen Herrlichkeit empfangen und mit einem geheiligten Leben hingehen, ausrufend: "Heilig, heilig, heilig dem Herrn!", und sich der direkten Gegenwart Gottes nahen durch das Blut Jesu Christi, das vor ihm ist, mit der Bitte: "Herr Jesus, hier ist ein kranker Mann. Es ist mein Bruder. Er ist jetzt auf dem Sterbebett. Ich nahe mich Dir, 'Heilig, heilig, heilig dem Herrn.'" Wofür war der Dienst des Hohenpriesters? Für meine Brüder. "Heilig, heilig, heilig dem Herrn." 228 Seht ihr es? Euer täglicher Wandel, euer tägliches Gespräch, euer tägliches Benehmen, euer Herz, eure Seele, euer Alles soll sein: "Heilig, heilig, heilig dem Herrn." Keine Wurzel der Bitterkeit, nichts anderes als "Heilig, heilig, heilig dem Herrn." "Heilig, heilig, heilig dem Herrn", während wir im Begriff sind, Ihm für unseren Bruder zu nahen. Wer immer möchte, kann kommen. Gesalbt, mit dem Blute vor Ihm, geht er hinein, ausrufend: "Heilig, heilig, heilig dem Herrn." 229 Es gab den Vorhof, das Heiligtum und das Allerheiligste, Gottes Heiligtum auf Erden. Gebt acht, denn es wurde nach dem himmlischen angefertigt. Jetzt kommen wir zurück zu derselben Schriftstelle. Solange wir durch die Offenbarung gehen, können wir immer wieder hierauf zurückkommen. 230 Wo stand Johannes? Im Vorhof? Lest ein wenig weiter, damit ihr das ganze Bild seht: Dabei gehen aus dem Thron Blitze, Stimmen und Donnerschläge hervor; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes. Sie strahlen das Licht Gottes in der Gemeinde wider, geradewegs vom Throne Gottes her. 231 Nicht durch ein Seminar, nicht durch einen Bischof, sondern vom Throne Gottes durch Offenbarung der Kraft Seiner Auferstehung. Dadurch beweist Er sich als derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Die sieben Sterne strahlen das Licht wider, das Licht der übernatürlichen Herrlichkeit aus dem Allerheiligsten. Sieben brennende Lampen auf dem siebenfachen Leuchter reflektieren Sein Licht, Seine Farbausstrahlung und die Kraft Seiner Auferstehung direkt in die Gemeinde hinein. Amen. "Der Platz vor dem Thron ist wie ein gläsernes Meer, wie Kristall; und inmitten des Thrones und zwar rings um den Thron sind vier Lebewesen, die vorn und hinten mit Augen übersät sind." 232 Er fährt fort und bezeichnet diese Lebewesen, die auch Hesekiel gesehen hat, als Wächter. Eines sah aus wie ein Mensch, das andere wie ein Löwe, das dritte wie ein Ochse und das vierte wie ein Adler. Was war es? Gebt acht, wenn wir darauf kommen und über den Löwen aus dem Stamme Juda und über die anderen Stämme und die vier Mauern sprechen. Sie schützen den Gnadensitz. Oh, welch ein Bild! Vor uns liegen große Tage. 233 Wie wir es gesehen haben, ist das Gottes Thron im Himmel. Moses bildete es nach auf Erden. Es war Gottes Thron als Gerichtssitz, hier auf Erden repräsentiert durch das Allerheiligste. Ganz Israel mußte sich versammeln, um Gnade zu empfangen, denn Gott begegnete ihnen nur unter dem vergossenen Blut. 234 Hört jetzt gut zu. Die übernatürliche Herrlichkeit erhob sich eines Tages vom Gnadensitz und kam herab auf eine andere Stiftshütte. Auf diesen Einen, der sagte: "Der Vater richtet niemanden, sondern hat alles Gericht dem Sohne übergeben." Gottes Gerichtssitz. "Wenn ihr gegen Mich sprecht, wird es euch vergeben. Wer gegen den Menschensohn spricht, dem werde Ich vergeben; doch wenn der Heilige Geist kommt und Wohnung nimmt im Herzen der Menschen, wird ein Wort dagegen niemals vergeben werden." Seht, ein anderer Gnadensitz. 235 Es wird immer strenger und strenger mit dem Gericht, denn Gottes Geduld wird fortwährend abgenutzt. Er versucht, die Sünder zu sich zu rufen und zu versöhnen. Zuerst war Er im Himmel und leuchtete hinunter durch die Sterne. Dann war Er auf Erden und leuchtete durch Seine übernatürliche Herrlichkeit. Dann kam Er, wurde Fleisch und wohnte unter uns. Immer noch in Seiner Geduld. Dann erlöste Er die Menschheit durch Sein Blut, kam in Seine Gemeinde in Gestalt des Heiligen Geistes. Wer dagegen spricht, mit dem ist es zu Ende. 236 Jetzt könnt ihr sehen, wo die Erschütterung kommt. Wir sind in einer Zeit angekommen, da sie es nicht erkennen. Menschen können nicht fassen, was es bedeutet. 237 Der erste Thron, der Gerichtssitz, war im Himmel. Der zweite Thron war in Christus. Der dritte Thron ist im Menschen. 238 Ich möchte diese kleine Aufzeichnung nehmen. Ich wünschte, ich hätte eine Tafel hier, um es euch faßbarer darzustellen. Wir werden den Vorhof kreisförmig aufzeichnen. In dieser Weise ist es wohl am besten. Hier wollen wir den Vorhof einzeichnen. 239 Was ist der Mensch? Er besteht dreifach als Wesen: Geist, Seele und Leib. Wieviele wissen das? Seht Gottes Herannahen. Was ist Sein Herz? Denkt an meine Botschaft: "Gott hat das Herz des Menschen erwählt und daselbst Seinen Kontrollturm aufgerichtet." Der Teufel hat den Kopf genommen und seinen Kontrollturm darin aufgerichtet. Er bewirkt, daß Dinge mit dem Auge gesehen werden. Doch Gott bewirkt im Herzen, daß man Dinge glaubt, die nicht gesehen werden. Seht, Gott ist in dem Herzen, in dem Herzen des Menschen ist der Thron Gottes. Habt ihr es begriffen? In dem Herzen des Menschen hat Gott Seinen Thron aufgerichtet. 240 Gebt acht! Was ist der erste Teil eines Menschen? Das erste ist sein Leib. Das nächste ist seine Seele, welches die Wesensnatur seines Geistes ist, wodurch zum Ausdruck kommt, was er ist. Er naht sich jetzt. Der dritte Teil des Menschen ist sein Geist. Der Geist ist das Zentrum seines Herzens. In dem Zentrum des Herzens ist es, wo Gott hineinkommt und Seinen Thron aufrichtet. 241 Ihr erinnert euch, daß vor ungefähr vier Jahren die Zeitungen in Chikago von einem Ungläubigen berichteten, der behauptete, Gott machte einen Fehler, als Er durch Salomo sprach: "So wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er." Er sagte: "Es gibt keine Verstandesfähigkeit im Herzen, mit der man denken könnte. Wie kann er mit seinem Herzen denken? Er muß seinen Kopf gemeint haben." 242 Wenn Gott seinen Kopf gemeint hätte, dann hätte Er Kopf gesagt. 243 Als Gott zu Moses sprach: "Ziehe deine Schuhe aus, denn du bist auf heiligem Boden", konnte er nicht sagen: "Ach, ich werde meinen Hut abnehmen, das ist genausogut." Er sagte "Schuhe". Er sagte nicht "Hut", sondern "Schuhe." 244 Und wenn Er gesagt hat: "Tut Buße, und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi", dann meinte Er nicht die Wiederholung der Formel: "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Er meinte, was Er sagte. 245 Als Er sagte: "Ihr müßt von neuem geboren werden", dann sagte Er nicht: "Ihr müßtet es sein." 246 Er sagte: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Er sagte nicht: "Vielleicht werden sie es." 247 Er sagt, was Er meint. Er ist Gott und kann es nicht zurücknehmen. Er weiß, was vollkommen ist, und so macht Er es. Denn so hat Er es bestimmt. Dorthin müßt ihr gelangen. Er neigt sich nicht herab zu eurer Idee. Ihr müßt hinaufkommen zu Seiner Idee. Das ist der Unterschied. 248 Nun, wenn wir über Leib und Seele sprechen... Schlagt das Wort "Seele" in dem Bibellexikon, in Webster's oder dergleichen nach. Dort steht: "Es ist die Natur des Geistes." 249 Nun, hier ist ein Mann. Sagen wir, hier ist John Doe. Und hier ist Sam Doe. John Doe ist ein Mann, hat einen Leib, ist der Bruder von Sam Doe. John besteht aus Geist, Seele und Leib, und Sam ebenfalls aus Leib, Seele und Geist. Nun, dieser eine Mann ist böse, gemein, er stiehlt, lügt, begeht Ehebruch und tut alles Böse, das es nur gibt. Doch dieser andere Mann ist voll von Liebe, Frieden, Freude. Sie beide haben Geist, Seele und Leib. Was ist der Unterschied? Der eine erinnert sich der Dinge des Lebens und sagt: "Ich erinnere mich an meine Mutter und an das, was wir als Jungens getan haben." Das können beide. Beide haben Geist, Seele und Leib. 250 Doch die Natur des einen Mannes ist böse; die Natur des anderen ist gut. So ist die Natur des Geistes die Seele des Menschen. Wo versucht Gott hineinzukommen? In den Geist und das Herz des Menschen. Der Geist liegt in dem Herzen. 251 Ihr wißt, daß die Wissenschaft sagt, daß der Mensch mit seinem Herzen nicht denken kann. Doch selbst die Wissenschaft stellt fest, daß in dem Menschenherzen ein kleines Abteil ist - nicht in dem Tierherzen, nur in dem Menschenherzen -, in dem noch nicht einmal eine Blutzelle ist. Sie sagen: "Das muß der Wohnsitz der Seele, bzw. des Geistes sein." Laßt sie nur gehen. Sie werden durch ihre eigenen Dinge Gott beweisen. Das stimmt. Gott bewirkt, daß selbst die Toren Ihn bezeugen. 252 Ihr habt die Schlagzeilen in der Zeitung gesehen. Die kleine Tochter von Br. Boze sagte: "Br. Branham, weißt du noch, was du vor einigen Tagen sagtest? Schau, die Wissenschaft hat es bereits festgestellt." 253 Ich sagte: "Preis sei Gott. Schwester, den Artikel möchte ich haben." 254 Die Seele des Menschen ist die Natur des Geistes, und der Geist wohnt in dem Herzen des Menschen. 255 Was ist der Vorhof? Das Fleisch. Die erste Sache, zu der ihr gelangt, ist das Fleisch. Das muß zuerst überwunden werden. Ihr müßt über das Fleisch hinausgehen. Ihr sagt: "Ich fühle nicht danach, aufzustehen und zum Gottesdienst zu gehen. Die Straßen sind zu matschig. Es ist zu warm." Oh, Gemeinde, ich weiß nicht. Das ist das Fleisch. Nun gut. Das müßt ihr überwinden und durchstehen, denn Gott muß durch das hindurch. 256 Als nächstes muß Er in die Seele eindringen. Das ist die Natur. "Oh, was wird Familie Jones über mich sagen? Wißt ihr, meine Gemeinde wird mich hinaustun, wenn ich etwas Derartiges tue." Da müßt ihr hindurch. 257 Wenn ihr darüber hinweg kommt, dann dringt Er in das Herz. Dort thront Er. Das ist der Heilige Geist in euch. 258 Jesus sagte: "Es wäre besser für euch, daß ein Mühlstein um euren Nacken gelegt und ihr ins Meer versenkt werdet, da es am Tiefsten ist, ehe ihr einem von den Geringsten, die an Mich glauben, zum Anstoß werdet." Ihr braucht ihnen kein Leid zuzufügen - ihnen auch nur ein Anstoß zu sein, genügt schon. Wenn ihr sie nur aufregt, so wäre es besser, ihr wäret ertrunken oder nie auf Erden geboren - wenn ihr einen Anstoß bringt. Hat Er das gemeint? Konnte Er lügen? Haben es die Apostel gesagt? Nein, Jesus sagte es. Jesus sagte: "Wenn ihr einen Anstoß gebt einem der Geringsten, die an Mich glauben." Er sagte auch: "Diese Zeichen werden denen folgen, die glauben." 259 Jemand Großes sagte: "Oh, ich glaube an Ihn, Halleluja." 260 "Hast du je in Zungen gesprochen, die Zungensprache ausgelegt, Teufel ausgetrieben, Visionen gesehen usw., wie Er verheißen hat?" "Nein, die Tage sind vorüber." Ein solcher ist kein Gläubiger. Er ist ein Scheingläubiger. 261 Jesus sagte in Seinen letzten Worten: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben. In aller Welt unter der ganzen Schöpfung." Das stimmt. "Sie werden den Gläubigen folgen, bis Ich zurückkomme." Das sind die letzten Worte, die Er sagte. Wieviele wissen das? Es steht in Markus 16. Doch seht, er ist ein Scheingläubiger. 262 Doch wenn ihr einen wirklichen Gläubigen findet, dem folgen die Zeichen, und ihr seht die Demut in seinem Leben. Kein Nachahmer. Man weiß, er ist ein wirklich echter Christ. Echte Ware. Verhaltet euch ruhig. Die Sache ist die: schließe dich denen an und bewege dich unter ihnen, weil du dich dann auf dem königlichen Hochweg vorwärts bewegst. 263 Nun, was geschah? Beachtet dies! Der Vorhof war wie das Zeitalter Luthers, in dem wir den neuen Anfang in dem Leibe der Gemeinde aus den Nationen betrachten. 264 Denkt daran! Zunächst waren es Juden, und es erstreckte sich bis ungefähr 606 n. Chr. Bis hin zu Thyatira waren es überwiegend Juden, die sich bekehrten. Nach den Juden kam es gleichermaßen auch über die Heiden, doch vorwiegend über Juden. Doch als es zu dem Zeitalter der Heiden kam, traten Martin Luther, John Wesley und andere auf. 265 Beachtet die letzten drei nach dem Dunklen Zeitalter, die das Mittelalter überstanden. Als es hervorkam, beachtet den Vorhof. Fleisch, Seele, Geist. Der Vorhof ist das Fleisch. Dann kommt das Heilige: die Methodisten, Nazarener, Heiligkeitspilger. Danach das Allerheiligste, zurück zu Pfingsten, wo es im Anfang begann. Zurück zum Anfang. 266 Wenn ihr es euch aufzeichnet... Ich möchte die fünf Pforten einzeichnen, die den Eingang zum Fleisch bilden und das Fleisch beherrschen. Ihr wißt, welches die fünf Sinne sind. Es sind die fünf Sinne, die den Leib beherrschen: Sehen, Schmecken, Fühlen, Riechen, Hören. Stimmt das? Das ist das Fleisch, der Vorhof. Auf diese Dinge könnt ihr euch nicht verlassen, denn sie sind Fleisch. 267 Dann haben wir das Heiligtum mit dem Altar. Der Altar wird aufgerichtet. Hier begegnen wir dem Gewissen, der Vorstellung, dem Gedächtnis, Leidenschaften, Gefühl. Das sind die fünf Sinne, die den inneren Vorhof beherrschen, die Seele. Orte des Empfindens - für Liebe usw. sind in der Seele. Als nächstes in dieser Reihenfolge haben wir das Gedächtnis, das Gewissen, die Barmherzigkeit, Vorstellung, usw. Ihr setzt euch hin und stellt euch Dinge vor, die ihr tun werdet. Das tut ihr nicht mit eurem Fleisch. Eure Sinne haben die Vorstellung nicht. Es ist der innere Vorhof in euch. 268 Er hat drei Pforten. Was tun wir? Wir nehmen es auseinander, verpaßt es nicht! Fünf Sinne sind dem Fleisch zugeordnet. Das nächste ist die Seele, der innere Vorhof. Doch jetzt kommen wir in das Herz. 269 Da seid ihr guten Heiligkeitspilger und Methodisten am Altar stehengeblieben. Ihr seid noch im Vorhof. Ihr Lutheraner und andere seid beim Fleisch zurückgeblieben, mit den fünf Sinnen. Ihr hieltet euch an das, was das Auge sehen kann und euch klar wurde. 270 Dann kamen die Heiligkeitspilger hervor, die zunächst als Freie Methodisten betrachtet wurden. Sie kamen in das Heiligtum und glaubten an Heiligung. Der zweite Ort wurde Heiligtum genannt, wo das Opfer hingelegt wurde. 271 Doch einmal im Jahr ging der Hohepriester in das Allerheiligste wegen der Verurteilung. Ihr seht das Zeitalter Luthers, dann das Methodisten-Zeitalter, danach dieses Zeitalter. Das Licht der Gemeinde kommt, verglichen mit dem Aufbau des menschlichen Körpers. 272 Wie kommen wir hier hinein? Denkt daran! Es war ein Vorhang, der zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten hing. In dem Allerheiligsten kommt Christus herunter auf den Thron eures Herzens. Christus nimmt den Thron ein. Er kommt durch Rechtfertigung, Heiligung, und durch einen... "Durch Wasser, durch eine Gemeinde, durch eine Glaubenssatzung"? Nein, durch einen Geist sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, welches der Leib Christi ist. Wodurch? Durch den Heiligen Geist. 273 Wer kommt hinein? Methodisten, Baptisten, Presbyterianer, Pfingstler, wer immer möchte. Ihr wißt, welches der Vorhang ist, der euer Herz verhüllt. Seid ihr bereit? Der Vorhang wird Eigenwille genannt. Seht ihr jetzt das Bild? Die äußeren Sinne, die Sinne des Leibes und die Sinne der Seele. Der Vorhang liegt zwischen dem Heiligtum und dem Allerheiligsten. Die einzige Möglichkeit, da hineinzukommen, ist eurer eigener Wille. Denn es heißt nicht: "Wer immer den Händedruck empfängt oder im Wasser untergetaucht wurde oder einer Gemeinde beitritt-, oder wer sein Empfehlungsschreiben bringt." Nein, es heißt: "Wer immer hinter den Vorhang dringt." 274 Wenn Christus eure Sinne berührt, sagt ihr: "Ach, ich müßte dem eigentlich folgen. Ich möchte nicht zur Hölle gehen, das ist sicher. Ich schließe mich der Gemeinde an." Nun gut, Lutheraner. 275 Die anderen sagen: "Ich möchte ein anderes Leben führen, so gut ich kann", und heiligen sich am Altar." Nun gut, Methodisten. 276 Doch alle diejenigen, die wollen, mögen durch den zerrissenen Vorhang hindurchgehen. Oh, Ehre sei Gott. Ich bin auf der anderen Seite, Halleluja Seinem Namen! Wer immer möchte, der kann die Vorhänge seines eigenen Willens herunterreißen und Gott in sein Herz kommen lassen, dorthin, wo Christus Seinen Gerichtssitz im Menschenherzen einnimmt. Was wird geschehen? 277 Ihr sagt: "Bis hierher ging es gut. Ich kann schmutzige Witze erzählen und fühle mich nicht verurteilt." Warum? Du hast nichts, was die Verurteilung spürt. Niemand ist dort, um es herauszunehmen. Die Frauen sagen: "Ich kann kurze Haare haben, ich empfinde darüber keine Verurteilung." Das ist kein Wunder. Seht ihr? "Ich kann Shorts tragen. Ich kann dieses tun." Die Männer sagen: "Das Rauchen schadet mir nicht" - Karten zu spielen oder für Geld zu würfeln, oder was immer sie sonst noch tun -, "es verletzt mich nicht." Sie gehören ja immer noch zur Gemeinde und sagen: "Es schadet mir nicht, wenn ich dieses tue." Warum? Es ist nichts in euch, das euch richtet. 278 Doch wenn Christus hineinkommt, dann wird ein Altar in eurem Herzen aufgerichtet. Täglich bringt ihr eure Sünden dar. Der große Paulus sagte: "Ich sterbe täglich. Doch jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.'" Da habt ihr den inneren Vorhang. Oh Bruder, Schwester! 279 Ich weiß, ich muß mich beeilen, um zum Schluß zu kommen. Die Zeit ist um. Ich wollte noch über die vierundzwanzig Ältesten sprechen. Ich weiß, ich halte euch alle auf, die Mahlzeit einzunehmen. Wieviele sind dafür, daß ich noch über die vierundzwanzig Altesten spreche? (Die Gemeinde sagt Amen.) Gut, einen Moment. Nur einen Augenblick, bitte. Um den Thron waren vierundzwanzig Älteste. 280 Ihr seht, worum es geht. Wo ist der Thron jetzt? In dem Herzen. In wessen Herzen? In den Gliedern Christi während den sieben Gemeindezeitaltern. Wer ein Wort dagegen spricht oder dagegen handelt, wird verurteilt. Ihr werdet zur Verantwortung gezogen am Tage des Gerichts. Wer wird die Erde richten? Die Heiligen werden die Erde richten. 281 Wen sah Daniel kommen mit Zehntausenden mal Tausenden? Die Heiligen. Für die Sünder wurden die Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das Buch des Lebens. Das betrifft die törichten Jungfrauen. Oh, könnt ihr das nicht sehen? Die törichten Jungfrauen gehörten auch zu denen, die ausgingen, dem Bräutigam zu begegnen. Doch das öl mangelte ihnen. Die Lampen gingen aus. Sie konnten nicht hineingehen. Sie gestatteten Christus nicht, die volle Kontrolle zu übernehmen, damit Er Wunder durch sie wirken, in Zungen durch sie reden und Zeichen durch sie tun könnte, um zu beweisen, daß Er in Seiner Gemeinde lebt. 282 Wenn Jesus zur Erde gekommen wäre und gesagt hätte: "Ich bin Jesus, der Sohn Gottes", und hätte nichts getan, sondern wäre einfach hingegangen und einer Gemeinde hier beigetreten, wäre das der Sohn Gottes gewesen? 283 Was sagte Er? "Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubt Mir nicht." 284 Seht ihr nun? Gott stellt sich selber dar. Das mag ER. ER ist Jehovah. ER möchte sich selbst kundtun. Oh, ich bin darüber so froh. Jawohl. ER hat sich mir zu erkennen gegeben, und ich weiß, euch auch. Manche von euch jungen Leute haben sich gerade bekehrt. Vielleicht kennt ihr Ihn noch nicht in der Kraft und den großen Dingen, die die älteren Christen schon erlebt haben. Doch ihr kommt auch hinein. Ihr befindet euch auf dem königlichen Hochweg. Schaut auf und dringt vorwärts, so gut ihr es könnt. Lauft, lauft, lauft so schnell ihr könnt. Haltet euch an nichts auf! Geht einfach weiter. 285 Wie die alte Schwester Snelling zu sagen pflegte: "Ich bin gelaufen, gelaufen, gelaufen, bis ich darüber hinwegkam. Gelaufen, gelaufen, gelaufen, bis ich darüber hinwegkam, und man kann sich einfach nicht hinsetzen." 286 Nun gut, es waren Throne aufgestellt, auf die sich die vierundzwanzig Ältesten setzten. "Rings um den Thron sah ich vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen vierundzwanzig Älteste sitzen, die mit weißen Gewändern angetan waren und goldene Kronen auf ihren Häuptern hatten." 287 Ich möchte, daß ihr beachtet, daß die vierundzwanzig Ältesten keine Engelwesen waren. Engel oder himmlische Wesen stehen in keiner Verbindung mit Thronen oder Kronen. Damit haben sie nichts gemeinsam, sie sind Engel. Sie haben nie überwunden. Wenn ihr es später beachtet, die Gesänge, die sie gesungen haben, beweisen, daß sie es nicht waren. Sie sangen das Lied der Erlösung. Die Engel brauchten nicht erlöst zu werden, doch diese waren erlöste Menschen. 288 Ihr Menschen, ich habe keine Zeit, das alles durchzunehmen. Doch wenn ihr es euch notieren wollt, um zu wissen, daß es sich um Erlöste handelt; so merkt euch Matth. 19, 28 und Offbg. 3, 21; Offbg. 20, 4; Offbg. 2, 10; 1. Pet. 5, 2 und 4; 2. Tim. 4, 8. Dadurch werdet ihr wissen, daß es Erlöste waren. Ich wollte es heute morgen durchgenommen haben. Wochenlang habe ich mich eingehend damit befaßt. Es waren weder Engel noch himmlische Wesen, sondern erlöste Menschen. Betrachtet, wie sie gekleidet waren; ihr könnt die Stellung, die sie hatten, in Betracht ziehen. Betrachtet die Gesänge, die sie gesungen, dann werdet ihr erkennen, daß es sich nicht um Engelwesen handelt. 289 Ich möchte es nicht mehr, aber laßt uns noch eine Schriftstelle lesen, und zwar Daniel 7. Ich möchte, daß euch dieses eine große Hilfe ist. Es wird euch viel helfen für den Rest der Botschaft heute morgen. Ich bin sicher, daß ihr euch viel wohler fühlen werdet, nachdem ihr dieses gelesen habt. Seht, was Daniel im 7. Kapitel, beginnend mit Vers 9 sagte. "Ich schaute zu, bis Stühle hingestellt wurden und ein ehrwürdiger Greis Platz nahm. Sein Gewand war weiß wie Schnee und Sein Haupthaar wie reine Wolle; Sein Thron bestand aus Feuer flammen und hatte Räder von loderndem Feuer. Ein Feuerstrom ergoß sich und ging von Ihm aus; tausendmal Tausende dienten Ihm, und zehntausend mal Zehntausende standen dienstbereit vor Ihm. Der Gerichtshof setzte sich, und Bücher wurden aufgeschlagen." 290 Beachtet, das Gericht setzte sich! Als Daniel die Stühle sah, die zum Gericht aufgestellt wurden, waren sie leer. Er sah, wie Thronsessel hingestellt wurden und wie der ehrwürdige Greis sich vom Himmel niederließ und Platz nahm. Doch als Johannes es zu sehen bekam, saß Jesus bereits auf dem Thron, und die Stühle für die Jünger und Patriarchen, die Erlösten, waren bereits besetzt. Daniel sah es 500 Jahre v. Chr. Und jetzt sind wir so lange nach Christus, insgesamt ergibt es fast 2.500 Jahre. Johannes erlebte schon Dinge, die im zukünftigen Zeitalter geschehen werden. Er sah das alles geschehen, was Daniel noch nicht sehen konnte. Er sah nur den ehrwürdigen Greis kommen. Doch als Johannes Ihn sah, war ER bereits auf dem Thron. Die Stühle wurden um den ehrwürdigen Greis gestellt, und das Gericht setzte sich. Zu der Zeit, als Daniel Ihn sah, waren die Ältesten noch nicht erwählt. Doch am Ende der Zeit wurden sie erlöst. Preis dem Herrn. Oh, ist das nicht wunderbar? 291 Was tat Daniel in Kapitel sieben? Er sah das Gericht voraus, sah die aufgestellten, leeren Stühle. Zu der Zeit mußten sie noch leer sein. Aber Johannes in seiner Zeit sah die entrückte Gemeinde und die durch die erlösten Ältesten besetzten Stühle. 292 Was bedeutet ein Ältester? Wenn ihr das Wort "Ältester" betrachtet. - Ich habe mir die Bedeutungen aufgeschrieben. Ich streife es nur. - Ältester bedeutet: "Das Haupt einer Stadt", "das Haupt eines Stammes." Ein Ältester ist das Haupt über etwas. Br. Neville ist jetzt ein Ältester dieser Gemeinde. Was ist er? Er ist das Haupt dieser lokalen Gemeinde. Der Bürgermeister der Stadt wäre der Älteste der Stadt. In Bibelzeiten gab es den Ältesten der Stadt, welches bedeutet, "das Haupt der Stadt" oder "das Haupt eines Stammes". 293 Wieviele waren ihrer? Vierundzwanzig Älteste. Stimmt das? Wer waren sie? Die zwölf Apostel und die zwölf Patriarchen der zwölf Stämme Israels. Wir wollen es soweit durchnehmen, ehe wir in die weitere Lektion übergehen und beweisen, daß es stimmt. Ich freue mich, daß ihr es euch aufschreibt. Die zwölf Apostel und die zwölf Patriarchen der Stämme Israels. 294 Petrus fragte eines Tages: "Was wird uns dafür werden? Wir haben Vater und Mutter, Mann und Frau und Kinder und alles andere verlassen." Er sagte: "Wir haben unsere Frauen, unsere Kinder, wir haben Vater und Mutter, unser Haus und unser Land verlassen und sind Dir nachgefolgt." 295 Er antwortete: "Wahrlich, wahrlich ich sage dir, ihr werdet auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten." Seht ihr's, es sind Erlöste, die erlösten Ältesten. 296 Schaut, wie David Christus darstellte, als er zur Macht gelangte. Zunächst hatte er es schwer, zur Macht zu gelangen. Doch die Salbung war auf ihm. Die Salbung war über ihm. Die meisten Menschen dachten, er sei nur ein kleiner Kerl, der anders ist als andere und der versucht, etwas aufzuziehen. Doch es gab einige Menschen, die wußten, daß er der kommende König ist. Sie hielten zu ihm. Bruder, ich meine, ihr hättet sie nicht von ihm wegbekommen. Sie gingen weiter. 297 Eines Tages stand er auf dem Berge und sah seine kleine geliebte Stadt von Feinden umgeben. Er dachte daran, als er Junge war und die Schafe weidete und das Wasser dort trank. Es war noch echtes Wasser. Wir haben vor nicht langer Zeit hier darüber gesprochen, von dem Wasser des Lebens. Dort war er und dachte bei sich: "Von dem Wasser habe ich getrunken." 298 Sein geringstes Verlangen war ein Gebot für diejenigen, die mit ihm waren. Bruder, zwei dieser Männer nahmen ihr Schwert, kämpften sich fünfzehn Meilen durch das Gebiet der Philister, schlugen rechts und links, um ihm Wasser aus der Quelle zu holen. Sie wußten, er kommt zur Macht. Jawohl. Als Einzelner überwältigte er einen Löwen. Es waren Kämpfer. Als er zur Macht kam, wißt ihr, was er tat? Er machte jeden von ihnen zum Herrscher über eine Stadt. 299 Seht ihr Christus darin? Wer überwindet, wird über eine Stadt herrschen. Die Überwinder! Schon heute wissen wir, daß ER in Macht kommt. Christus wird in dieser Welt herrschen. Deutschland, die Vereinigten Staaten und alle anderen müssen fallen. Jede Nation muß fallen. "Denn die Königsherrschaft über die Welt ist an unsern Herrn und Seinen Gesalbten gekommen, und ER wird als König in alle Ewigkeit herrschen." 300 Wir wissen, ER kommt in Kraft. Sein geringstes Verlangen ist uns ein Gebot. Wenn ER will, daß ich IHN in einem ganz ärmlichen Ort, wo keine 50 Cent zu verdienen sind, repräsentiere, da, wo nichts ist als eine arme Gruppe von Menschen, dann ist es mein Verlangen. Amen. 301 Das ist alles. 302 Wenn ER will, daß ich etwas anderes tue, anders handele (dies betrifft die Schwestern usw.), wenn ER will, daß ich etwas tue - gepriesen sei Gott, es ist mir ein Vorrecht, das zu tun. Seht ihr's? Wir wissen, ER kommt in Kraft, ganz gleich, was die Welt sagt. Laßt mich die Sünde ablegen, die so leicht umstrickt, und in Geduld den Wettlauf, der vor mir ist, laufen. Laßt mich aufsehen auf Jesus Christus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens, der in Kraft kommt. 303 Die vierundzwanzig Ältesten. Laßt uns noch aus Kapitel 21 lesen. Hier sehen wir, daß die Stadt Jerusalem zwölf Fundamente hat. Nicht wahr? Und auch zwölf Tore. Drei auf jeder der vier Seiten. Das ergibt zwölf. Genauso war die Stiftshütte in der Wüste. Denn Johannes sah genau dasselbe, das Mose gesehen hatte, als er hinaufging. Dasselbe sah Paulus. 304 Beachtet, daß auf den zwölf Säulen die Namen der zwölf Apostel geschrieben standen. Auf den zwölf Pforten standen die Namen der zwölf Stämme. Wir sehen die vierundzwanzig Ältesten, die zwölf Stämme und die zwölf Apostel, die zwölf Säulen und die zwölf Tore. Wenn ihr Zahlen Gottes verwendet, könnt ihr es nicht verfehlen. Immer wird es genau zutreffen. 305 Aus diesem Grunde haben wir die sechs Tage, in denen die Welt sich abmühte. Jetzt sind wir nahe am siebenten Tage. Nach den ersten zweitausend Jahren kam Christus. Jetzt sind wir nahe vor der Tür. Nur noch eine kurze Zeit. Und seht, Jesus sagte, daß die Zeit verkürzt wird. Er sagte: "Ich werde das Werk verkürzen. Wenn Ich das nicht tue, wird die Atombombe alles Fleisch zerstören." Seht ihr, um der Auserwählten willen wird das Werk in Gerechtigkeit verkürzt. Abgeschnitten vor der Zeit. Seht, danach kommt der große Tag, das Tausendjährige Reich. 306 Die Gemeinde hat sechstausend Jahre gegen die Sünde gearbeitet. Das siebente Jahrtausend ist das Tausendjährige Reich. Gott baute die Welt in sechstausend Jahren. Im siebenten Jahrtausend ruhte Er von all Seiner Arbeit. Die Gemeinde hat gegen die Sünde gearbeitet. Im siebenten Jahrtausend wird die Gemeinde ausruhen. 307 Die weißen Gewänder der Ältesten stellen die Gerechtigkeit der Heiligen dar. Das Weiß bedeutet "Gerechtigkeit". Ihre Kleidung zeigt, daß sie Priester oder Richter waren, weiß gekleidet. Priester, Richter, Propheten usw. Seht, was sie waren. Sie waren weiß gekleidet, die vierundzwanzig Altesten. Die vierundzwanzig Ältesten werden dort sein. Zwölf für die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel für die Gemeinde. 308 Sie saßen im Gericht des großen Königs. Denkt daran! Sie sitzen dort. Hier ist Christus und Seine Braut, sitzend auf Seinem Thron. Sein Weib sitzt mit Ihm, die Gemeinde mitsamt den vierundzwanzig Ältesten. Die Hundertvierundvierzigtausend dienen Ihm im Tempel. Wenn ER sich erhebt, geht Sein Weib mit IHM durch das große Zeitalter, das kommt, wenn alle Sünde und was an sie erinnert, nicht mehr ist. 309 All die großen, feinen Gebäude, die die Menschen heute so schätzen, all das Geld und die Lüste, all die Sünde, die schönen Frauen und Männer, was immer sie mit ihrem Leibe zu tun versuchen, um eine Fälle des Teufels zu sein, um ihre Seelen zur Hölle zu schicken, wird vergehen und verwesen. Die Würmer werden sie zerfressen. Und wißt ihr, selbst die Würmer und alles, was von ihnen zurückgeblieben ist, wird durch das Feuer der Vulkanausbrüche zu Asche werden. 310 Doch Freunde, an einem dieser Morgen, wenn alles vorüber ist, wird sie neu erblühen. Die Felder mit dem weißen Klee und der Rose werden einblenden in das Blühen des Lebensbaumes. Christus wird eines Morgens wiederkommen. Die großen Vögel und die Tauben werden in den Bäumen sitzen und gurren. Es wird kein Tod mehr sein und keine Not. Christus und Seine Erlösten werden zur Erde zurückkommen. Nicht alte Menschen. Jung für immer. Unsterblich werden wir in Seinem Bilde dastehen, heller leuchten als die Sonne und die Sterne. Mein Ziel ist die himmlische Stätte, die Er hält den Seinen bereit, wo alle Versöhnten von alters Ihn rühmen in ewiger Zeit. Oft spüre ich Heimweh nach oben, nach der Herrlichkeit dort wunderhold, welche Freude wird's sein mit dem Herrn im Verein in der Stadt, die von lauterem Gold. 311 Oh, wie verlange ich danach, Ihn zu sehen. Oh, ich möchte Ihn schauen. Mein Ziel ist jene herrliche Stadt. Johannes hat sie gesehen auf der Insel Patmos, herabkommend wie eine Braut, geschmückt für ihren Bräutigam. Ihre Herrlichkeit möchte ich eines Tages schauen. O, ich möcht' Ihn schauen, den, der für mich starb. Allzeit jubelnd preisen Seine Rettertat, möcht' auf goldenen Straßen singen hell und klar, nach dem Streit Herrlichkeit, Freude immerdar. 312 Das bißchen Ausrutschen und Gleiten im Schnee, das bißchen Hitze und Mühsal des Tages wird vorüber sein. Ich wünschte, daß meine Frau und Mabel kommen und dieses Lied singen würden. "Die Mühsal des Weges wird als nichts erscheinen, wenn ich das Ende des Weges erreiche." Das stimmt. 313 Ich erinnere mich des Abends, als ich die Gemeinde verließ, um das evangelistische Werk zu beginnen. Ihr habt alle geweint. Kaum jemand von ihnen ist noch hier. Vielleicht noch einige. Schwester und Bruder Spencer und vielleicht einige Alte sind übrig, die hier weinten, als der Heilige Geist sagte: "Du mußt gehen." 314 Ich erinnere mich an die erste Versammlung, zu der Meda nach Jonesboro kam, nachdem ich einige Monate fort war. Becky war damals noch ein Baby, als sie mit der alten Bahn kamen. Sie benötigten Tage, um herzukommen. Ich stand dort, als sie abends ankamen. Wir versuchten in das Auditorium hineinzukommen. Doch drei Stadtblöcke entfernt hielt die Polizei die Straßen geschlossen, sie waren überfüllt. Man mußte mich durch die Straßen hier und da herumnehmen, damit ich zu dem Ort gelangte. Meda fragte: "Sind sie gekommen, um dich predigen zu hören, Bill?" Ich sagte "Nein." 315 Dann sangen wir: Sie kommen von Ost und West, sie kommen von entfernten Landen, um mit dem König das Festmahl zu halten, mit Ihm als Sein Gast zu speisen. Wie gesegnet diese Pilgrimme sind! Sie schauen Sein holdseliges Antlitz, erglühen in Seiner göttlichen Liebe; als gesegnete Teilhaber Seiner Gnade leuchten sie als Edelsteine in Seiner Krone. Oh, Jesus kommet bald, dann sind unsere Prüfungen vorbei. Oh, wenn unser Herr in diesem Augenblick käme, für diejenigen, die frei von Sünde sind! Würde es dir Freude bringen oder Leid und tiefe Verzweiflung? Wenn unser Herr in Herrlichkeit kommt, werden wir Ihm in der Luft begegnen. 316 Amen. Ich liebe Ihn. Wird es für dich Leid und tiefe Trübsal, oder wird es dir Freude bringen? Wenn unser Herr in Herrlichkeit kommt, werden wir Ihm in der Luft begegnen. Laßt uns mit diesen Gedanken im Sinn unsere Häupter beugen. So der Herr will, werde ich diese Predigt ein andermal beenden. 317 Unser himmlischer Vater. Sie werden vom Osten und Westen kommen. Sie werden aus fernen Landen kommen. Ich denke an die große Entrückung, an die Menschen, denen ich in Afrika, Indien und in der ganzen Welt gepredigt habe. Ich werde wieder ihre Angesichter schauen. Viele von ihnen weinten, als sie mich zum Flughafen geleiteten. Sie lehnten sich über die Zäune und weinten. Ich denke daran, als sie mit Paulus gingen, sich hinknieten und beteten, und er sprach: "Viele von euch werden mein Angesicht nicht mehr sehen." Doch sie werden vom Osten und Westen kommen, Sie werden aus fernen Landen kommen, um mit dem König das Festmahl zu halten, mit Ihm als Sein Gast zu speisen; Wie gesegnet doch diese Pilgrimme sind! Sie schauen Sein holdseliges Antlitz (In der Herrlichkeit des Smaragdes), erglühen in Seinem göttlichen Licht, Nicht nur ein Lampenlicht, sondern mit dem Licht der Herrlichkeit. haben gesegneten Anteil an Seiner Gnade, sie leuchten als Edelsteine in Seiner Krone. Oh Gott, als die Feuerkohle den Propheten berührte und ihn so rein wie nur möglich machte, als die Stimme Gottes sagte: "Wer wird für uns hingehen"? antwortete er: "Hier bin ich, sende mich." 318 Oh, sende heute morgen den Engel, den Cherub mit sechs Flügeln, wie ihn Jesaja sah, wie er durch das Gebäude fliegt, rufend: "Heilig, heilig, heilig unserm Herrn." Und Jesaja, der junge Prophet, sagte: "Ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne inmitten eines Volkes mit unreinen Lippen und meine Augen haben die Herrlichkeit des HERRN gesehen." Die Säulen des Tempels bewegten sich. Ein Engel nahm die Zange vom Altar, nahm eine Kohle und berührte damit seine Lippen und sprach: "Ich reinige deine Lippen. Weissage nun, Menschensohn." Sende heute morgen den Engel, Herr. Reinige unsere Lippen von allem Bösen. Reinige unsere Herzen und komme herein, Herr. Zerbreche unseren eigenen Willen. Laß Deinen Willen auch den meinen sein, Herr. Oh Gott, möge Dein Wille der meine sein. Laß mich und meine Gemeinde und meine Leute Dein sein, oh Herr. Wir legen uns selbst Dir hin. 319 Wie der Dichter weiterhin sagte, Vater: Millionen sterben jetzt in Sund' und Schande, In Afrika, Indien, in der ganzen Welt. Tausende in jeder Stunde müssen Dir begegnen, ohne Dich zu kennen. Millionen sterben jetzt in Sund' und Schande, Oh Gott, es zerreißt meine Seele, wenn ich daran denke. höret auf ihren traurigen und bitteren Ausruf. Beeile dich, Bruder, beeile dich ihnen zu Hilfe zu eilen, antworte schnell: "Meister, hier bin ich." 320 Gewähre es Herr! Gewähre es noch einmal. Ich habe in dem letzten Jahr viele Fehler gemacht. Ich bete, daß Du sie mir vergeben mögest. Und in diesem neuen Jahr, Herr, salbe mich aufs neue. Laß mich hingehen zu all den Millionen, die dort in Sünde und Schande sterben Bringe sie heran zu dieser großen Offenbarung Deiner Wahrheit, bringe sie heran zu der Salbung des Heiligen Geistes, auf daß sie an jenem Tage von Osten und Westen kommen und als Edelsteine in Deiner Krone leuchten. Hilf mir, Herr, daß ich hingehe und tief grabe, um sie aus dem Schmutz der Erde herauszuholen, aus dem Schmutz und Unflat, in dem sie leben. Laß sie den Heiligen Gott erkennen, der sie reinigt, auf daß sie wie Christen leben können, geheiligt und rein vor Dir, sich von allem Bösen abwenden, von allen Arten der weltlichen Vergnügen, und sich dem lebendigen Gott zuwenden, auf daß sie Abgeordnete Deines Königreiches für jenen Tag werden. 321 Heilige diese kleine Gemeinde heute morgen, Herr. Heilige einen jeden hier durch Deinen Geist. Möge der Heilige Geist in ihre Herzen hineinkommen, in einen jeden von uns. Erfrische den Geist eines jeden, der bereits sein Herz geöffnet hat, den eigenen Willen verleugnet und Deinen Willen erkannt hat. 322 Diese jungen Leute, Herr - viele von ihnen sind noch kleine Kinder -, wie ernährst du sie in Deinen Armen! Wie eine Mutter auf ihre Kleinen achtgibt, ihnen die Tränen von den Augen wischt und ihnen besondere Geschenke gibt, weil sie sie liebt, so liebst auch Du Deine kleinen neugeborenen Kinder, Herr. Sie können noch nicht gehen, können noch nicht einmal sprechen. Das Einzige, was sie tun können, ist weinen und zur Mutter aufschauen. Oh Gott, halte sie zärtlich in Deinen Armen, Deine kleinen Lämmer, und führe sie, bis sie heranwachsen, auf daß sie gehen können. Führe sie, Herr, hindurch durch die Pfade des Dienstes. Gewähre es. 323 Vergib uns unsere Sünden, wie wir denen vergeben, die wider uns gesündigt haben. Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vom Übel. Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit im Namen Jesu Christi. Amen. 324 Gott segne euch. Ich vertraue, daß der HERR heute morgen etwas für euch getan hat, auf daß ihr das neue Jahr mit diesem einen beginnen könntet, daß ihr Jesus Christus liebt. Eines Tages möchtet ihr IHN schauen, IHN lieben und mit IHM in Ewigkeit sein. Es ist mein Verlangen, daß keiner von euch verloren geht, daß ein jeder von euch gerettet und mit dem Heiligen Geist erfüllt wird und erhalten bleibt bis auf den Tag Seines Kommens, denn ich glaube, daß es bald stattfinden wird. Jetzt übergebe ich Br. Neville die Versammlung. Quelle: "home.nexgo.de/diebotschaft"