WER IST JESUS? (who Is Jesus?) gepredigt in Topeka, Kansas am 20. Juni 1964 William M. Branham Was mich betrifft, so hatten wir bisher ein richtiges Feinschmecker- fest mit diesem feinen Frühstück. Gewöhnlich bekommt man ein kaltes Brötchen und etwas Gelee dazu. Neulich war ich in Phoenix, und man setzte mir Pfannkuchen - wir im Süden nennen sie "Flapjacks" - ohne Sirup vor, so daß ich mir Zucker darüberstreuen mußte. Doch hier ist es uns wirklich gut ergangen. Und das nicht nur im Natürlichen, sondern auch im Geistlichen. Ich bin so froh, das Zeugnis dieses Bruders gehört zu haben. Eines Morgens wurde ich an sein Bett gerufen. Man sagte mir, etwas sei passiert. Ich meine, er gehörte zu den ersten, die diese Versammlungen finanzieren wollten. Bestimmt war es Satan, der versuchte, diesem Gottesmann das anzutun. Daran aber seht ihr, wie Gott wirkt: ER schafft eine Wende, so daß ein außergewöhnliches Zeugnis daraus wird, um Seine Macht zu zeigen. Denen, die Ihn lieben, läßt Er alles zum besten dienen. Wir sind so dankbar, dieses Zeugnis gehört zu haben, Bruder. Es ist wirklich ein Vorrecht für mich, mit euch Menschen in dieser Stadt zusammen zu sein. Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, was ich darüber empfinde. Wir hatten keine großen Menschenmassen wie es manchmal der Fall ist, aber es scheint, als sei Gott im Begriff, etwas zu tun. Irgend etwas bahnt sich an, die Menschen werden auf etwas vorbe- reitet, sie werden dahin gebracht, wo sie sein sollten. Es ist gut, diese feinen Pastoren zu treffen. Es ist mir ein Vorrecht, heute morgen kommen und zu den Geschäfts- leuten des vollen Evangeliums sprechen zu dürfen, Ich weiß, daß dieses Chapter noch jung ist. Es ist sehr klein, und wie der Bruder hier gesagt hat, brauchen sie noch Menschen Ich habe schon viele große, feine Organisationen des vollen Evange- liums auf der ganzen Welt repräsentiert, sowie verschiedene von den Baptisten und zahlreiche andere Dennoch gehöre ich nur zu einer Gruppe, nämlich zu den Geschäftsleuten, weil sie selbst keine bestimmte Organisation verkörpern. Sie sind interevangelikal. Sie treten für nichts anderes als nur das volle Evangelium ein. Darüber sind wir froh. Ich meine, wenn ihr Menschen dieser Stadt glaubt, daß ich euch die Wahrheit sage, dann ist dies die Zeit, in der die Geschäftsleute des vollen Evangeliums zusammenkommen können, um Gemeinschaft zu haben. Während einer solchen Zeit, in der am Samstag morgen gesprochen wird, werdet ihr viel voneinander lernen. Den internationalen Präsidenten, Bruder Shakarian, habe ich vor vielen Jahren kennengelernt. Viele von euch wissen davon. Auf dem Tisch lag ein ganzer Stapel Telegramme. Während ich sie las, fand ich das einer Frau namens Shakarian, die an Krebs im Sterben lag. Irgendwie leitete mich der HERR zu ihr. So machte ich mit den Shakarians Bekannt- schaft, als sie geheilt wurde. Daraufhin ließ sich Doktor Theodore Palouveas, ein Grieche, taufen. Er war ihr Arzt. Er sagtet "Die Idee, auf die Sie die Menschen gründen, ist eine falsche Vorstellung." Er sagte: "Diese Frau liegt dort und wird sterben." Als ich das Haus betreten wollte, sagte er: "Wenn Sie hineingehen, seien Sie andächtig und stille, denn die Frau ist todkrank. Sie liegt da; man hat ihr beide Brüste entfernt, sie ist aufgedunsen." Er meinte: "Sie stirbt. Sie können nichts daran ändern." Ich hörte seinem Vortrag eine Weile zu. Er sagte: "Seien Sie wirklich stille, beten Sie nicht laut und dergleichen. Sprechen Sie nur Ihr Gebet und kommen Sie wieder heraus." Ich antwortete: "Jawohl." Dann trat ich ein. Ich war mir dessen bewußt, daß ich nicht darauf hören würde, und ging die Treppe hinauf Ich hoffe, mir fällt alles wieder richtig ein. Florence, sie war damals eine junge, hübsche Dame, sowie Rose und die anderen beteten. Ihre Mutter lag dort schon zwei Tage bewußtlos und war völlig aufgedunsen. Ich kniete nieder, um zu beten. Als ich das tat, kam der Engel des HERRn herab an das Bett und sprach: "In drei Tagen wird sie wieder auf sein." Da wandte ich mich um, ging hinaus, und sie folgten mir. Ich sagte: "Das ist im Namen des HERRN: Sie wird aufstehen." Da begannen sie laut zu weinen. Schon kam Doktor Palouveas und wollte mich aus dem Haus weisen. Er meinte: "So eine Idee! Weckt in diesen Menschen falsche Hoffnungen! Die Frau wird sterben." Ich erwiderte: "Statistisch gesehen, ja. Doch gemäß dem Wort des HERRN, nein." Ich sagte: "Sie wird am Leben bleiben." Er sagte: "Unsinn! Sie sollten das Gebäude jetzt verlassen und gehen." Da kam Bruder Shakarian herauf und sprach: "Einen Augenblick, bitte! Wir haben dich gerufen, weil du unser Arzt bist, und wir schätzen dich. Aber wir haben auch Bruder Branham gerufen. Du hast uns keine Hoffnung mehr gemacht; er tat es." Ich sagte ihm: "Wissen Sie, was ich tun werde? Wenn sie nicht innerhalb von drei Tagen aufgestanden ist, werde ich ein Schild mit der Aufschrift 'Falscher Prophet' auf meinem Rücken anbringen, und wir beide fahren nach Los Angeles hinein. Sie setzen sich in Ihr Auto, fahren die Straße entlang, hupen dabei und zeigen auf mich. Wenn sie aber aufgestanden ist, dann lassen Sie mich auf Ihrem Rücken ein Schild mit der Aufschrift 'Quacksalber' anbringen, in ihr Auto steigen und hupen." Das wollte er nicht. Später wurde er in einem Bewässerungsgraben getauft und diente dem HERRN, bis er in die Herrlichkeit hinaufgenom- men wurde. So wurde ich mit den Shakarians bekannt. Später half ich mit, ihr erstes Chapter aufzubauen. Im ganzen Land und auf der ganzen Welt war ich ihnen in ihren Chaptern behilflich. Es sind sehr feine Menschen. Ich meine, daß euch etwas fehlt, wenn eure Gemeinschaft hier nicht gestärkt wird, denn es kommt auf die Gemeinschaft an. Wir sollen uns ja versammeln, sagt uns die Bibel, während wir das Ende nahen sehen, indem wir unsere Zusammenkünfte nicht versäumen. Es wird nicht nur sie, sondern auch euch stärken. Und eure Stärke wird die Gemeinde stärken. Die Geschäftsleute des vollen Evangeliums sind keine Organi- sation, neben die man sich stellt und sagt: "Dies ist unsere Gruppe." Sie ist für alle Gläubigen, damit sie zusammenkommen. Sie bildet eine einheitliche Gemeinde - die Gemeinde selbst, die geistlichen Gläubigen. Ich meine, es wäre etwas Großartiges, wenn ihr es tun würdet, Vielleicht erscheint es euch aber als gering. Ich hoffe nicht, daß es sich lästerlich anhört. Vor nicht langer Zeit fragte mich ein Mann in einer Versammlung: "Sag mal, bist du ein Prediger?" Ich antwortete; "Das mag wohl so halbwegs stimmen." Ich bin immer etwas ängstlich, vor Leuten des vollen Evangeliums etwas über Prediger zu sagen. Ihr wißt, mein Vater war Zureiter. Er hat Pferde zugeritten. Als Junge dachte ich, daß ich auch einmal Zureiter werden würde. Ihr wißt ja, daß kleine Jungen sein möchten wie ihr Papa. Deshalb wollte ich auch Zureiter werden. Wenn mein Vater zum Pflügen ging, begleitete ich ihn immer. Hinterher durfte ich dann das alte Ackerpferd zur Tränke führen. Der Trog bestand aus einem ausgehöhlten Baumstamm. Wie viele haben so etwas schon einmal gesehen? Nun, aus welchem Teil Kentuckys kommt ihr? Wie viele haben je auf einem Strohsack geschlafen? Oh, dann kann ich ja mein Jackett und meine Krawatte ausziehen, denn hier bin ich wirklich zu Hause. Das ist meine Umgebung. Ich pflegte also dorthin zu gehen. Mein Papa hatte einen Sattel. Sobald ich ihn weit draußen sah, holte ich das alte Ackerpferd und rief meine Brüder, damit sie sich auf den Zaun setzten. Ich war ja der älteste von neun. Ich holte mir eine Handvoll Kletten, legte sie unter den Sattel, zog den Gurt fest und kletterte hinauf. Der arme alte Gaul war so müde, daß er seine Füße kaum vom Boden hochbekam, aber er wieherte und sprang herum, weil die Kletten ihn stachen. Ich hatte ja den Gurt festgezogen. Ich nahm meinen Hut ab und dachte, ich wäre ein echter Cowboy. Es kam daher, weil ich zu viele Geschichten darüber gelesen hatte. Ich machte meinen Brüdern vor, daß ich ein echter Cowboy sei, und glaubte es auch selbst. Als ich ungefähr achtzehn war, riß ich von zu Hause aus und ging nach Arizona. Ich war sicher, daß sie mich dort brauchten, um ihre Pferde zuzureiten. Sie brauchten mich, also mußte ich fort von zu Hause. Ich war noch minderjährig, lief aber trotzdem weg und kam zufällig zur Rodeo- zeit nach Phoenix. Ich schaute mir die Tiere an, um zu entscheiden, welches ich reiten würde. Diejenigen, welche die anderen nicht reiten konnten, hatten einen silbernen Sattel. Gerade sie wollte ich reiten. Ich war nicht sehr groß, bin immer recht klein gewesen, wollte mir aber ein paar Lederreithosen besorgen. Ich wußte, daß mein Vater sie getragen hatte. Zu der Zeit besaß er jedoch keine mehr. Also mußte ich mir eine kaufen. Ich hatte ein schönes Paar gesehen, auf dem unten "Arizona" stand. Außerdem waren Stierköpfe und derlei Dinge darauf. Ich dachte: "Oh, die wird mir gut stehen." Wie man als junger Bursche eben ist! Als ich sie anzog, standen die Hosenbeine fast einen halben Meter über und lagen auf dem Boden. Ich sah aus wie eins dieser Zwerghühner mit ihren Federn. Ich dachte: "Das geht nicht." und besorg- te mir ein Paar Jeans. Ich wollte mir etwas Geld verdienen. Also ging ich zu den Pferden und sah sie mir genau an. Sie waren so unruhig, daß sie nicht einmal Heu aus der Krippe fraßen. Ich dachte: "Oh!" Dann führten sie den ersten hinaus. Es ist schon seltsam, daß ich heute morgen davon erzähle; ich habe bis jetzt nicht mehr daran gedacht. Das erste Pferd, das an jenem Nachmittag im Wettkampf geritten werden sollte, hieß "Kansas Outlaw". Es stammte aus Kansas, war groß und stattlich, aber widerspenstig. Ein berühmter Reiter sollte darauf reiten. Ich ging zu den anderen Reitern und setzte mich auf den Zaun. Sie hatten ihren Hut zurückgeschoben. Ich dachte: "Ich sehe aus wie ein richtiger Reiter" und schaute zu. Da kam jener Mann heraus. Er war über und über dekoriert. Als er auf dem Pferd aus dem Verschlag herauskam, machte es nur zwei oder drei Drehungen und bockte dann. Schon ging das Pferd in die eine Richtung und er flog in die andere. Die Helfer fingen das Pferd ein, und der Krankenwagen nahm den Reiter mit, dem das Blut aus den Ohren lief Das Pferd, das weiter herumlief wurde von den Helfern eingefangen. Der Ausrufer ging herum und sagte: "Ich gebe demjenigen hundert Dollar, der zehn Sekunden oben bleibt." Er ging herum, kam dann in meine Richtung, schaute mich an und fragte: "Bist du Zureiter?" Ich antwortete: "Nein," Ganz schnell hatte ich mich anders besonnen. Ich war kein Zureiter. Als ich seinerzeit in der Missionary Baptist Church ordiniert wurde, trug ich meine Bibel so unter dem Arm. Ich bekam meine Urkunde, war jetzt ein Verfechter des Glaubens und meinte, das Wäre es schon. Ich hielt mich für einen Prediger. Eines Tages war ich in St. Louis, wo die Daugherty-Tochter geheilt wurde. Ich hielt mich ja für einen Prediger. Dort kam ich in eine Pfingstversammlung. Manche von euch kennen vielleicht Robert Daug- herty. Ihn hörte ich dort predigen. Dieser Mann predigte so, daß er dabei in die Knie ging, im Gesicht blau wurde, zu Boden ging und wieder hochkam und nach Luft rang. Trotzdem konnte man ihn zwei Stadtblöcke weit predigen hören. So schnell kann ich in meiner alten, langsamen Baptistenart gar nicht denken. Wenn mich seitdem jemand fragt: "Bist du ein Prediger?", sage ich: "Nein." Da muß ich aufpassen. In Philadelphia sprach mich ein Mann an. Dort findet die nächste internationale Versammlung statt. Am 29. soll ich in der Eröffnungsver- sammlung für Dr. Brown sprechen. Viele Brüder werden anwesend sein. Sie wird in Philadelphia sein und beginnt am 29. dieses Monats. Mein Vorrecht ist es, die Versammlungen zu eröffnen und dort zweimal beim Frühstück zu sprechen. Jemand sagte: "Warum gibst du dich mit diesen Geschäftsleuten ab? Du sollst doch Prediger sein." Ich antwortete: "Ich bin doch Geschäftsmann." Er fragte: "In welchem Geschäft bist du tätig?" Ich erwiderte: "Im Sicherheitsgeschäft." Ich sagte es ganz schnell, damit er es nicht verstand, und er verstand wirklich nicht, was ich sagte. Ich hatte nicht: "Versicherungs-" sondern "Sicherheits-" gesagt. Er meinte: "Das freut mich." und fragte dann: "Wo ist denn der Hauptsitz der Gesellschaft? Um welche Versicherung handelt es sich denn?" Ich antwortete: "Um das ewige Leben." Da sagte er: "Davon habe ich noch nie gehört. Wo ist der Hauptsitz?" Ich antwortete: "In der Herrlichkeit." Falls jemand von euch daran interessiert ist, so würde ich gerne nach dem Gottesdienst über die Police mit ihm sprechen. Ich erinnere mich an einen Versicherungsfall, der schon eine Zeit zurückliegt, und hoffe, daß kein Versicherungsmann hier ist. Mein Bruder ist übrigens Versicherungsvertreter bei der "Prudential". Einmal bin ich mit einer Versicherung hereingelegt worden. Man hat uns die Police nicht richtig vorgelesen. Mein Vater arbeitete zehn Jahre lang für eine Lebensversicherung, die nach zwanzig Jahren ausbezahlt würde, so dachten wir. Als sie fällig war, hatte sie einen Wert von 7 Dollar, 50 Cent. Wir waren der Meinung, daß wir Hunderte von Dollar ausgezahlt bekä- men. Ich kenne mich damit nicht aus. Versicherungen sind schon in Ordnung, ich will sie nicht herabsetzen. Sie sind völlig in Ordnung. Ich war mit jemandem befreundet, der Versicherungen verkaufte. Wir waren zusammen zur Schule gegangen. Sein Bruder hat "Der Obersaal" geschrieben; er ist ein sehr feiner Baptistenprediger. Wilmer kam eines Tages zu mir und sagte: "Billy, ich bin gekommen, um mit dir über eine Versicherung zu sprechen." Ich antwortete: "Wilmer, wir sind immer gute Freunde gewesen. Wenn du mit mir über das Wetter, über das Angeln oder sonst etwas sprechen willst, gern. Aber nicht über Versicherungen." Er sagte: "Du brauchst eine Versicherung." Ich antwortete: "Ich habe Sicherheit." Er sagte: "Oh, entschuldige. Dann hat dir vermutlich Jesse schon eine Versicherung verkauft." Das ist mein Bruder. Ich erwiderte: "Nein." Meine Frau schaute mich an, als wäre ich ein Heuchler, denn sie wußte, daß ich keine Versicherung hatte. Sie sah mich an, und ich wiederholte: "Ich habe eine Sicherheit." Er fragte: "Welche ist es?" Ich antwortete: Seliges Wissen: "Jesus ist mein," füllt mir das Herz mit himmlischem Schein; wiedergeboren, frei von der Sünd, unseres Gottes herrliches Kind. Da meinte er: "Billy, das ist sehr gut, aber es genügt nicht, um dich zu beerdigen." Ich antwortete: "Es genügt aber, um mich aus dem Grab zu holen. Ich Sorge mich nicht, wie ich hineinkomme, ich sorge mich darum, daß ich herauskomme." Ihr Geschäftsleute, ich bin immer noch im Geschäft. Wenn ihr mit mir darüber sprechen wollt, würde ich mich freuen. Es ist etwas Großes, Gemeinschaft zuhaben. Ich glaube, es steht in der Schrift: "Seht, wie schön und wie lieblich ist's, wenn Brüder einmütig beisammen wohnen! Das gleicht dem köstlichen Öl auf dem Haupt, das herabtroff in den Bart; in Aarons Bart, der niederwallte auf den Saum seiner Gewandung." Es ist etwas Besonderes mit der Gemeinschaft. Am Anfang war Gott nur allein. Damals war Er noch nicht einmal Gott. Habt ihr das gewußt? ER konnte es nicht sein, denn Gott ist ein "Gegenstand der Anbetung". Das ist die Bedeutung dieses Wortes. ER war Elohim, der in sich selbst Existierende. ER war noch nicht einmal Gott. Doch in Ihm waren Attribute, wie in euch Gedanken sind. Zuerst müßt ihr etwas in euren Gedanken haben, etwas denken, und dann sprecht ihr es aus. Ein Wort ist ein zum Ausdruck gebrachter Gedanke. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott." Und das Wort kam zum Ausdruck und brachte etwas hervor. So ist es mit allem. So ist es mit allem, wenn wir wiedergeboren sind, wenn wir ewiges Leben haben. Es gibt nur eine Art ewiges Leben, nämlich das Leben Gottes. Wir sind Seine Attribute. So kann ich nur zu Christen sprechen. Wir sind Attribute. Jesus kam als Erlöser. Wie viele glauben das? "Erlösen" bedeutet nicht, etwas neu zu erschaffen. Erlösen bedeutet, etwas, das bereits vorhanden ist, zurückzubringen. Weshalb fürchtet ihr euch dann? Es ist alles in Seinen Händen. Die Uhr tickt nicht verkehrt. Alles muß so sein und bringt uns jetzt an diesen Punkt. Ich hoffe und vertraue wirklich darauf, daß jeder von euch hier heute morgen, der kein Mitglied dieser feinen Gemeinschaft ist, mit diesen feinen Männern darüber spricht. Ich habe vorhin die Hand des Präsiden- ten dieses Chapters geschüttelt. Stärkt euch. Von David heißt es, daß er neue Kraft zum Kampf gegen den Feind gewann. Ihr Menschen wollt doch alles tun, was ihr könnt, um gegen den Feind gestärkt zu werden. Wir sind hier als Brüder des vollen Evangeliums. Wir glauben es. Laßt uns ans Werk gehen, ausziehen und noch andere Brüder, ob sie das volle Evange- lium glauben oder nicht, in unsere Versammlungen holen. Wir wollen beten und unseren Teil dazu beitragen, um den Leib Christi zu stärken. Dadurch bekommen wir selbst neue Kraft. Gott sei mit euch und helfe euch. Laßt es mich wissen, wenn ich euch behilflich sein kann. Wir wenden uns jetzt gleich dem Wort zu. Ich möchte euch nicht allzu lange hier festhalten. Wie ich vorhin schon sagte, bin ich etwas langsam und denke auch etwas langsam. Mein Gedächtnis ist noch nie gut gewesen. Deshalb muß ich mir Zeit nehmen. Ich weiß nicht mehr als das, was Er mir zu sagen aufträgt. Das bringt mich manchmal in Schwierigkeiten und manchmal auch heraus, Ich sage einfach, was Er sagt. Ehe wir uns dem Worte zuwenden, wollen wir uns dem Autor nahen. Vor einiger Zeit war ich mit einem berühmten Doktor der Theologie unterwegs. Viele von euch werden ihn kennen. Es ist William Booth- Clibborn. Er predigt das Evangelium in sieben Sprachen. Wir redeten über Gott und Seine Attribute, Ich sagte: "Gott ist wie ein großer Diamant. Die Gaben, von denen du sprichst, sind Widerstrahlungen der Liebe Gottes." Ich erwähnte dabei Afrika. Der Präsident der Diamantenmine in Kimberley war einer meiner Ordner, Er zeigte mir die Diamantenmine in Kimberley. Dort findet man sie auf der Straße. Niemand würde jedoch wagen, einen ungeschliffenen Stein zu behalten. Er muß von der Gesellschaft geschliffen werden. Auch ein großer Diamant strahlt noch nicht, wenn man ihn findet. Dazu muß er geschliffen werden. So war es mit Gott. ER mußte verwundet werden um unserer Übertre- tungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen. ER ist der große Diamant. Wenn ein Diamant geschliffen wird, bekommt er die Form eines Dreiecks. Hält man ihn in die Sonne, so strahlen sieben Farben darin auf. Schaut man durch rot auf rot, sieht man weiß. Wußtet ihr das? Das stimmt. Rot durch rot. Es ist das Blut, das rote Blut, Wenn Gott durch das rote Blut auf den roten Sünder blickt, wird er weiß. Er ist es im Herzen. Ich fuhr fort: "Gott wurde geschlagen, gemartert, verwundet, damit diese Strahlen, sobald das gewaltige Wort Gottes darauf fällt, das wider- strahlen können, was Gott ist." Dieser Mr.Clibborn sagte: "Aber du kennst deine Bibel einfach nicht." Ich antwortete: "Das mag stimmen. Aber den Autor kenne ich sehr gut. Das ist die Hauptsache: daß ich den Autor kenne." IHN muß man kennen, ob ihr das ganze Wort kennt oder nicht; Ihn müßt ihr kennen. Ich glaube, es war ein junger Missionar, der zu Hudson Taylor einmal sagte: "Mr. Taylor, ich habe eben den Heiligen Geist empfangen. Soll ich jetzt meinen Bakkalaureus der philosophischen Fakultät erwerben?" Er antwortete: "Laß dein Licht nicht erst leuchten, wenn die Kerze schon halb heruntergebrannt ist. Laß es leuchten, solange sie brennt." Jawohl! Mit anderen Worten: Wenn du nicht weißt, was du sagen sollst, so erzähle, wie es entzündet worden ist. Das genügt. Ihr Geschäftsleute des vollen Evangeliums, tut das gleiche. Ihr braucht nicht zu warten, bis ihr Prediger seid. Bezeugt einfach, was Er bereits an euch getan hat. Dazu kommt ihr ja hier zusammen: um zu bezeugen, was Er Vor euch getan hat. Das wird anderen Licht gaben, so daß sie dadurch angezündet werden. So wurden die Lampen im Heiligtum entzündet: eine durch die andere. Es geschah nicht durch fremdes Licht, ein neues Entzünden, sondern durch ein und dasselbe Licht. Das bedeutet, daß es derselbe Gott während der gesamten Zeit ist, der das Licht leuchten läßt. Laßt uns jetzt die Häupter neigen und zu dem großen Autor sprechen. Himmlischer Vater, wir versammeln uns jetzt in himmlischen Örtern. Uns ist bewußt, daß dies kein Kirchengebäude ist. Ohne Zweifel kommen hier auch der Kiwani-, der Lions-Club und viele andere Vereinigungen zusammen Heute vormittag jedoch ist es eine Kirche, weil die Delegier- ten des Königreiches sich hier versammelt haben. Wir verspüren es bereits durch die Zeugnisse und Lieder und sind uns der Gegenwart des großes Königs bewußt. Wir wissen, daß Er hier ist. Als Kinder bringen wir Dir jetzt den Lobpreis unserer Lippen dar, vielleicht nicht ganz ordnungsgemäß, HERR, sondern einfach wie Kinder. DU verstehst es. Ganz gleich, wie sehr wir versuchten, unser Benehmen, unseren Verstand einzusetzen, so könnte es doch sein, daß es nicht von Herzen kommt und etwas künstlich Aufgesetztes ist Wenn wir Dir jedoch von Herzen die Anbetung, die in uns ist, darbringen, dann bin ich sicher daß es angenommen wird. Wir beten, daß Du jetzt das Band des heiligen Geistes um uns schlingst, unsere Herzen vereinigst und durch das Wort Gottes zu uns sprichst. Segne dieses kleine Chapter, HERR, gib ihm Kraft. "ICH, der HERR habe es gepflanzt, Ich werde es Tag und Nacht bewässern, und niemand soll es aus Meiner Hand reißen." Als Dein Knecht bitte ich, HERR: Segne sie. Stärke sie, HERR, um Deines Reiches willen. Segne jede Gemeinde, die heute morgen hier vertreten ist, und jeden einzelnen. Sollten heute morgen solche hier sein, die noch nicht gerettet sind, so bitte ich, o Gott, daß dies die Stunde ist, in der sie feststellen, daß sie dem Tode so nicht begegnen können, damit sie die Gabe des ewigen Lebens durch Jesus Christus, Deinen Sohn, empfangen. Denn wir bitten darum in Seinem Namen. Amen. In den Versammlungen habe ich so ernst zu euch gepredigt. Jetzt möchte ich keine Predigt halten Doch ich meine, es wäre nicht recht, eine Versammlung zu haben, ohne das Wort zu lesen und ein wenig darüber zu sprechen. Ich habe eine kleine Geschichte, eine Begebenheit aus dem Wort ausgewählt. Manche von euch haben sie schon zwei-, dreimal von mir gehört. Aber ich meine, es wäre noch einmal angebracht. Seht es mir deshalb nach. Ich lese Lukas 19, von Vers 1. Es ist ein sonderbarer Text für einen Ort wie diesen. Doch das ganze Wort ist ja inspiriert und hat seinen Platz. Ich vertraue darauf daß Gott dieses Wort nimmt und es dort einfügt, wo es an diesem Morgen hingehört. "Jesus kam dann nach Jericho hinein und zog durch die Stadt hindurch. Dort wohnte aber ein Mann namens Zachäus, der war ein Oberzöllner und ein reicher Mann. Er hätte Jesus gern von Person gesehen" Laßt es mich noch einmal lesen, denn ich möchte es hervorheben: "Er hätte Jesus gern von Person gesehen, konnte es aber wegen der Volksmenge nicht, weil er klein von Gestalt war. So eilte er denn auf dem Wege voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum hinauf um Ihn zu sehen; denn dort mußte Er vorbeikommen. Als nun Jesus an die Stelle kam, blickte Er in die Höhe und rief ihm zu: 'Zachäus! steige schnell herunter; denn Ich muß heute in deinem Hause einkehren.'" Möge der HERR Seinen Segen zum Lesen dieses Seines Wortes hinzu- fügen. Unsere Geschichte von diesem kleinen Mann hat sich in Jericho zugetragen. Jericho war die heruntergekommenste Stadt in Palästina. Es liegt im Tal, Jerusalem dagegen im Gebirge. Ist euch aufgefallen, daß man Jesus, als Er auf Erden war, den niedrigsten Namen gegeben hat, den man einem Menschen geben kann? ER wurde "Beelzebub" genannt. Das war die schlimmste Bezeichnung, die man Ihm geben konnte. Es bedeutet "Teufel, Wahrsager, böser Geist." Sie schrieben Sein Werk einem bösen Geist zu. Die Gemeinde, die nicht bereit war, Ihm zu begegnen, gab Ihm den schrecklichen Namen "Beelze- Bub". Seine Geburt fand unter den ärmlichsten Umständen statt. Seine Mutter, eine einfache Frau, hatte noch nicht einmal einen Platz, wo sie das Baby zur Welt bringen konnte. Wie es heißt, stammten Seine Windeln, in die man Ihn wickelte, von dem Joch eines Ochsen. ER lag in der Krippe eines stinkenden Stalls voller Mist. Der Stall war nicht einmal ein richtiger Stall, sondern eine Höhle in einem Berg. ER nahm sich der niedrigsten und ärmsten Menschen an. Von den Höchsten der Gesellschaft wurde Er abgelehnt. Die Seinen nahmen Ihn nicht auf - die Gemeinde, die ihn hätte erkennen müssen. Doch sie erkannten Ihn nicht. Sie waren nicht entsprechend im Wort unterrichtet, um Ihn zu erkennen. Hier sehen wir, daß Er wiederum in die erbärmlichste Stadt Palästi- nas ging: nach Jericho. Ich habe vergessen, wie viele Meter sie unter dem Meeresspiegel liegt. ER erniedrigte sich so sehr, daß der kleinste Mann der Stadt auf einen Baum steigen mußte, um zu ihm hinunterzuschauen. So dachte die Welt über Ihn. Sie ließen Ihn auf die grausamste, schlimmste Art, die es für einen Menschen geben kann, sterben. ER starb wie ein Verbrecher. Es war der schmachvollste Tod, den Er sterben konnte. Man zog Ihm die Kleider aus. Auf den Statuen hängt man Ihm einen Lappen um. ER jedoch hat "die Schmach für nichts geachtet". Sie haben Ihn völlig entkleidet und schändlich ans Kreuz genagelt. Die niedrigste, schlimmste Todesart, die es gab, verhängten sie über Ihn. So schätzte Ihn die Welt ein. Gott aber achtete Ihn so sehr, daß Er Ihm einen Namen verliehen hat, der jeden anderen Namen im Himmel und auf Erden übertrifft. ER hat Ihn, Seinen Thron so sehr erhöht, daß Er noch auf den Himmel herab- schaut. So hat Gott Ihn geachtet. Ich bin sicher, daß dies heute morgen auch unsere Gedanken sind. Sein Name überragt jeden Namen, der genannt werden könnte. Die ganze himmlische Familie ist nach dem Namen Jesus benannt. In Seinem Namen wird jedes Knie sich beugen, und jede Zunge wird Ihn bekennen. Zachäus war Geschäftsmann in Jericho. Ohne Zweifel war er in seiner Art ein feiner Mensch. Weil er ein guter Mensch war, glaube ich, daß er bestimmt zu einer Kirche gehörte, zu einer der Denominationen jener Zeit. Nehmen wir an, er war ein Pharisäer. Er stimmte mit den Ansichten seiner Frau nicht überein. Nehmen wir an, seine Frau hieß Rebekah. Er stimmte mit ihr nicht überein, denn sie glaubte bereits an Jesus. Sie glaubte, daß Er war, was Er auch wirklich war: der Messias, denn sie hatte Ihn das Zeichen des Messias tun sehen. Sie war Hebräerin: die Hebräer achten ja auf die Zeichen der Propheten, denn so sollte ihr Botschafter sein. Aus diesem Grund hätten sie Ihn erkennen müssen. Denn Er kam als "Menschensohn". Lest den Rest der Begebenheit mit Zachäus. "Der Menschensohn ist gekommen, das Verlorene zu suchen und zu retten. Auch er ist ja ein Sohn Abrahams." Man warf Ihm vor, daß Er Gemeinschaft mit Sündern hatte. Sie hätten es verstehen müssen, aber sie verstanden es nicht. Sie hatten ihre Theologie, daß sie ein gutes Leben führen und gute Menschen sein mußten. Aber sie wußten nicht, was ihr Messias sein sollte. Wißt ihr, daß sich das wiederholen könnte? Es könnte so leicht geschehen, daß auch wir es auf irgendeine Art mißverstehen würden. Es gibt nur eine Möglichkeit, sicherzugehen, nämlich festzustellen, was Er damals war, denn die Schrift sagt, daß Er derselbe ist. Findet heraus, wie Er sich in der Endzeit kundtun wird. Es steht geschrieben. ER tut nichts, ohne es vorher zu offenbaren, so steht es in der Schrift: "Gott der HERR tut nichts, ohne zuvor Seinen Ratschluß Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart zu haben." ER hat es offenbart. Dies ist Sein Prophet; dies ist ein Buch der Prophetie. Es ist die vollständige Offenbarung Jesu Christi in der Gesamtheit. Nichts darf hinzugefügt oder weggenommen werden. Wir sollten es durchforschen, um zu erkennen, in was für einem Tag wir leben, denn wir könnten in dieselbe Falle geraten. Nehmen wir an, daß Zachäus, dieser Geschäftsmann aus Jericho zum Kiwani-Club oder etwas Ähnlichem gehörte, falls es so etwas damals schon gegeben hat. Es soll ja nur als Sinnbild dienen. Vielleicht war er Mitglied einer der großen Vereinigungen, die es in Jericho gab. Zweifellos war er ein bedeutender Mann zu seiner Zeit, und er gehörte zu einer Kirche. Das Schlimme jedoch war, daß er sich der populären Ansicht, der öffentlichen Meinung über Jesus angeschlossen hatte. Jesus ist das Wort -- das offenbar gewordene Wort ist Jesus. Er hatte sich die allgemeine Ansicht zu eigen gemacht, daß Er kein Prophet, sondern etwas anderes war -- Ich möchte den Ausdruck, den wir heute gebrauchen würden, eigentlich nicht sagen --: ein Betrüger, jemand, der etwas vortäuscht. Seht, Satan kann etwas so perfekt nachahmen, daß es schwer ist, zu erkennen, was richtig und was verkehrt ist. Jesus sagte, daß es in den letzten Tagen so sein würde, daß es so viele Nachahmungen geben würde wie bei Jannes und Jambres, die Mose widerstanden. Denkt daran, die beiden Männer konnten alles nachmachen, was Mose und Aaron taten. Mose aber wußte, daß er bestätigt war. Jannes und Jambres kamen nicht, um die Sklaven zu befreien. Mose kam im Namen des HERRN, um die Sklaven zu befreien, denn so stand es geschrie- ben. Abraham wurde gesagt: "Deine Nachkommen werden vierhundert Jahre als Fremdlinge dort weilen, dann werde Ich sie herausführen." Mose hatte das SO SPRICHT DER HERR. Doch sie konnten jede Gabe der beiden nachahmen. Mose und Aaron wußten es. Sie beachteten die Nachahmer überhaupt nicht, sondern hielten sich genau an das Wort. Schlußendlich entschied Gott. Ihr wißt, Er hat vorhergesagt, daß es in den letzten Tagen wieder so sein würde: "Geradeso wie einst Jannes und Jambres gegen Mose aufge- treten sind, so treten auch diese gegen die Wahrheit auf: Menschen mit zerrüttetem Verstand." Das stimmt. Es sind lediglich Nachahmungen. Für die Menschen ist das verwirrend. Manchmal weist man sie zurecht, Doch das geschieht nicht, weil man sie nicht mag, sondern gerade, weil man sie liebt. Was wäre, wenn euer kleiner Junge mitten auf der Straße sitzen würde, und ihr kämt heraus und sagtet: "Lieber Junge, du sollst dort nicht sitzen.", er aber antwortete: "Kümmere dich um deine Angelegen- heiten!"? Dann würdet ihr ihm doch einen Denkzettel geben. Wie nennt man das noch, wie mein Vater es mir verabreichte? Den Hintern versoh- len! Nennt man das so? Das würde er benötigen, Das muß man auch der Gemeinde manchmal verabreichen. Nicht, weil man das Kind nicht gern hat, sondern gerade weil man es liebt. Liebe bringt zurecht. Jesus meinte es nicht schlecht mit ihnen. ER liebte sie, deshalb mußte Er sie zurechtweisen. Wir betrachten also diesen kleinen Mann mit seiner Frau Rebekah, Sie glaubte, daß dieser Mann ein Prophet -- der Prophet war. Seit Hunderten von Jahren hatten sie keinen Propheten mehr gehabt. Sie wußten, der nächste wahre Prophet, der auftreten würde, wäre Er. Sie wußten, daß es geschehen würde, denn es war geweissagt. Die Propheten waren nicht mehr. Dann trat Er auf Sie hatte das Zeichen des Messias gesehen und wußte, daß es dem Wort entsprach. Sie hatte geforscht und es herausgefunden. Hier beginnt unsere Betrachtung. Der Mann muß eine schlimme Nacht hinter sich gehabt haben, eine ruhelose Nacht. Er konnte nicht schlafen, wälzte sich die ganze Nacht hindurch auf seinem Kissen hin und her. Viele von uns wissen, wie solche Nächte sind. Rebekah wußte es bereits. Sie hatte Verbindung zu den Jüngern. Sie wußte, daß Jesus am nächsten Tag in die Stadt kommt. Es lag ihr so viel an ihrem Mann, daß sie ihn von Angesicht zu Angesicht mit Jesus zusammenbringen wollte. In Seiner Gegenwart geschieht etwas an ei- nem Menschen. ER war nicht wie andere Menschen; Er war anders. Sie wollte sicher sein, daß er Ihm begegnete, Sein Werk sah und erkannte, daß Er der Messias war. Obwohl die Priester und die anderen sagten: "Damit hat es nichts auf sich. Es ist nur Schwindel und Hokuspokus.", glaubte sie und betete. Rebekah, wenn du deinen Geschäftsmann Zachäus wirklich zu Jesus bringen willst, so fange an zu beten, und er wird unruhig. Die Zeit war nahegerückt. Am nächsten Tag sollte Jesus dort vorbei- kommen. Die ganze Nacht drehte er sich im Bett hin und her, und er fühlte sich elend. Sie lag da und betete. Ohne Zweifel sagte sie beim Erwachen: "Dank sei Dir, HERR. Ich weiß, daß Du an ihm wirkst." Wenn du siehst, daß dein Zachäus nicht zur Ruhe kommt, so sage: Dank sei Dir, HERR. DU wirkst jetzt an ihm." Wenn du merkst, daß er unleidlich wird und nicht will, daß du zur Gemeinde gehst, indem er sagt: "Bleib weg von ihnen! Gehe nicht mehr dorthin! Da ist doch nichts dran!", so habe Geduld. Gott wirkt an ihm. So tut Er es. ER macht ihn so ruhelos, bis er es nicht mehr aushält. Am nächsten Morgen stand dieser kleine Mann ganz früh auf, zog seine besten Kleider an, die er besaß, machte seinen Bart zurecht und kämmte sich das Haar, Rebekah warf einen Blick unter der Decke hervor und sah ihn. Da wußte sie, daß etwas vor sich ging. Er schlich sich ans Fenster und blickte zu ihr hinüber, um festzustellen, ob sie schon wach wäre. Nein, sie war noch nicht wach, so dachte er. Dann zog er den Vorhang zurück und schaute hinaus. Der Tag brach gerade an. Also machte er sich fertig. Wenn ihr für jemanden betet, geschieht etwas. Da versagen wir, Freunde, weil wir nicht beten. Auf das Gebet kommt es an. "Bittet, so werdet ihr empfangen." Ihr empfangt nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet nicht, weil ihr nicht glaubt. Erbittet die Fülle, damit eure Freude vollkommen werde. Bittet und glaubt, daß ihr empfangt, worum ihr gebeten habt. Haltet daran fest. Laßt nicht mehr los. Wenn es eine Verheißung in der Bibel ist, und es ist euch geoffenbart worden, daß Gott es euch geben wird, so haltet daran fest. Das tat sie. Ihr war geoffenbart worden, daß ihr Zachäus gerettet würde. Also hielt sie daran fest. Als er zur Tür hinausgehen wollte, sagte sie: "Zachäus, warum bist du heute schon so früh auf?" Er antwortete: "Liebling, ich dachte, ich werde..." Ihr wißt, man kann allerlei Entschuldigungen vorbringen. Zachäus sagte: "Ich wollte einen Spaziergang machen und etwas frische Luft schnappen." Würdet ihr euch dafür so herausputzen? Sie wußte etwas. Er ging hinaus und schaute am Tor noch einmal zurück. Sie beobach- tete ihn durch das Fenstergitter, um zu sehen, was er tat. Da erkannte sie es. Sie kniete nieder und sprach: "Dank sei Dir, HERR. Ich glaube, jetzt ist es geschehen. Wir haben ihn in Bewegung gesetzt." Wenn ihr euren Zachäus heute morgen mit zur Versammlung ge- bracht habt, geht bereits etwas in ihm vor. Wenn er hier sitzt, geht etwas in ihm vor. So weit haben wir ihn schon. Er ging also hinaus, schaute sich um, ob ihn jemand beobachtete, und sagte sich: "Ich weiß, was ich tun werde." Wir wollen uns jetzt in seine Gedankengänge versetzen: "Meine Frau ist vollkommen eingewickelt von diesem sogenannten Propheten aus Galiläa Mein Priester und mein Pastor sagen, daß es so etwas heutzutage nicht mehr gibt. All die Wunder und dergleichen seien nur Schwindel, damit habe es nichts auf sich. Ich weiß, was ich tun werde: Ich gehe dorthin und werde Ihm sagen, was ich davon halte. Das wird mich in der Stadt populär machen, wenn ich es Ihm ins Gesicht sage. Das werde ich tun." Und er ging. Er dachte: "Auf Seinem Weg nach Jerusalem muß er vom Norden kommen." Das Gebiet erstreckte sich ja von Dan bis Beersheba. "ER zieht nach Jerusalem, also gehe ich zum nördlichen Tor. Dann habe ich Ihn gleich, wenn Er hereinkommt. Wenn ich mich dorthin stelle, kann ich Ihn gut sehen und Ihm gleich Bescheid sagen. Oh, wie viele Zachäusse gibt es heute! Sprecht in einer Versammlung über Jesus, und schon beißt es: "Das sind doch 'heilige Roller'. Daran ist nichts. Wenn ich den Mann je zu fassen bekomme, weiß ich, was ich mit ihm tue." Er ging an jenes Tor. Doch dort war etwas Eigenartiges los. Er wollte sich einen guten Platz am Tor suchen und Ihm sagen, daß er Geschäfts- mann ist, zum Kiwani-Club und all den Vereinigungen der Stadt gehört, daß er ein angesehener, ehrbarer Bürger der Stadt ist. Er wollte Ihm klarmachen, daß Er nicht in die Stadt zu kommen brauche, weil sie genügend Prediger und Kirchen hätten und Seine Ideen dort nicht benötigten. So schritt er mit geschwellter Brust die Straße entlang. Der Rabbi würde ihn vielleicht zum Diakon machen, wenn er so etwas wagte. Schließlich erreichte er das Stadttor. Da war etwas Eigenartiges. Ihr wißt, es ist irgendwie sonderbar, doch wo immer der HERR Jesus erscheint, findet sich jemand, der Ihn hören will. Noch bevor er dorthin kam, hörte er Lärm. Sie sangen verschiedene Lieder: "Ehre sei Gott in der Höhe" und all diese herrlichen Gesänge. Manche schrien und jauchzten. Ist es nicht sonderbar, daß es dort, wo Jesus sich befindet, immer ziemlich geräuschvoll ist? Ihr wißt, als Er eines Tages auf dem Weg zum Tempel in Jerusalem einzog, hieb man Palmzweige von den Bäumen und jubelte Ihm zu. Die Professoren der großen Gesellschaft und die Priester standen da und sagten: "Gebiete ihnen, daß sie schweigen." ER antwortete: "Wenn diese schweigen, dann werden die Steine schreien." In Seiner Nähe wird gejubelt. Jawohl! Ihr wißt, ehe Aaron in die übernatürliche Herrlichkeit ging, mußte er gesalbt werden. Sein Gewand hatte am Saum Glöckchen und Granatäp- fel. Nur so konnten sie wissen, daß Aaron noch lebt, wenn sie es klingeln hörten. Daran erkennt doch auch Gott, ob ihr lebendig seid oder nicht, wenn man etwas von euch hört. Wenn etwas tot ist, wißt ihr, was geschieht. An diesem Geräusch konnten sie erkennen, daß er noch lebte. Zachäus hörte den Lärm. Als er dort ankam, waren das Stadttor und die Mauern voller Menschen. Er war ja nur ein kleiner Mann und dachte: "Wie werde ich Ihn jetzt zu sehen bekommen? So viele heilige Roller werden um ihn sein, daß ich Ihn gar nicht zu sehen bekomme. Eines weiß ich: Von hier aus kann ich Ihn nicht sehen, weil ich zu klein bin." "Ich weiß, daß Er bei meinem Konkurrenten essen wird. Wenn Er ein intelligenter Mensch wäre, würde Er doch in mein Geschäft, in mein Restaurant, kommen. Doch Er geht zu Lavinski." Ich hoffe, daß niemand hier Lavinski heißt. "ER aber geht in sein Restaurant, obwohl mein Essen doch das beste ist. Meine Frau Rebekah ist sogar Mitglied in Seiner Gemeinde, und dann geht Er dorthin!" Er dachte: "Nun, dann gehe ich an die Kreuzung von Halleluja- und Glory-Straße. Dort wird Er vorbeikommen. Jawohl! An der Kreuzung von Hallelujah- und Glory-Straße." Dort könnt ihr Ihn immer finden. Er ließ die Volksmenge zurück, lief dorthin und machte sich Mut, indem er dachte: "Wenn Er um die Ecke kommt, dann werde ich Ihm schon meine Meinung sagen. Hier muß Er vorbeikommen." Dann über- legte er, daß die Volksmenge Ihm ja folgen würde. So ist es immer. "Wo das Aas ist versammeln sich die Adler" -- nicht die Küken, die erdgebundenen Vögel. Der Himmelsvogel Adler kommt dorthin, wo das Aas ist. Seine Verwandte, das Huhn, ist dort, wo die Ratten und andere es fressen können. Der Adler jedoch baut sein Nest ganz weit oben in einen Baum, wo niemand hingelangt. Keine Parasiten plagen sie, sie fliegen zu hoch. Weder ein Raub- noch ein Nagetier usw. kann ihm etwas anhaben. Er ist ein Adler. Sie wollen Adlerspeise. Dies ist es. Ihr wißt, Jehova vergleicht sich selbst mit einem Adler und nennt uns ebenfalls Adler. Seine Propheten sind Adler, Seher. Ein Adler schwingt sich so hoch hinauf daß kein anderer Vogel ihm folgen kann. Wenn ein Falke ihm zu folgen versuchte, würde er zerfetzt. Das stimmt. Da liegt die Ursache heute: So viele versuchen nachzuah- men. Bald wird es offenbar werden. Laßt sie ein wenig höher steigen, dann werden alle Federn herausgerissen. Sie lösen sich sehr schnell, nicht wahr? Sie stürzen ab. Denkt daran: Der Adler ist speziell dafür ausgerüstet. Ein Mensch kann diesem Wort nur folgen, wenn er beson- ders dafür ausgerüstet ist; von Gott ausgerüstet wurde, nicht durch ein Seminar. Selbst wenn er ganz hoch hinaufsteigt, was nützt es ihm, wenn er seine Federn verliert? Noch etwas: Was hat er davon, aufzusteigen, wenn er dort oben blind ist und nichts mehr sehen kann? Er muß Augen haben, um zu wissen, was er dort oben tut. So ist es mit den Adlern Gottes. Je höher ihr euch aufschwingt, desto weiter könnt ihr sehen, damit ihr zurückkehren und voraussagen könnt, was geschehen wird. Versteht ihr das? Ich glaube, der farbige Bruder dort hinten hat es sehr gut verstanden, nicht wahr? Dann wird er sich gesagt haben: "Wenn ich hier stehe, wird diese lärmende Menge mich übertönen, so daß Er mich gar nicht hört. Sie machen so viel Lärm, daß Er meine Schelte überhaupt nicht wahrnehmen wird." Das ist gut. Dann dachte er: "Ich weiß, was ich tue: Dort ist ein Maulbeerfeigenbaum. Auf den werde ich steigen, und wenn Er vorbei- kommt, werde ich Ihn sehen. Ich klettere auf einen Ast und werde Ihm sagen, was ich Ihm zu sagen habe. Dann wird Er erfahren, daß ich Zachäus, ein Mitglied dieser feinen Denomination hier, bin. Ich werde Ihm sagen, wohin ich gehöre und was mein Priester über Ihn denkt." Nun das mag in Ordnung sein. Er sah sich um und dachte: "Der erste Ast ist ungefähr drei Meter hoch oben." Er selbst war vielleicht nur 1,50 m groß. Wie sollte er die Höhe überwinden? Er fragte sich, wie er dort hinaufkommen sollte. Es gab keine andere Möglichkeit für ihn; er mußte auf diesen Baum steigen. Wieder schaute er umher und sah nur eine einzige Möglichkeit. Die Müllabfuhr war an diesem Morgen noch nicht da gewesen, und die Mülltonnen standen in der Ecke. Er dachte: "Wenn ich mir eine dieser Mülltonnen hierher holen könnte, dann wäre ich hoch genug oben, um den ersten Ast zu erreichen. Ich will Ihn unbedingt sehen und werde Ihn auch sehen!" Wißt ihr, wenn ein Mensch Jesus unbedingt sehen möchte, dann nimmt er auch extreme Dinge in Kauf Aber ihr seht, Gott wirkte an ihm. Was war es? Die Gebete seiner Frau Rebekah wurden erhört. Er ging also hinüber. Die Müllabfuhr war an dem Morgen noch nicht da gewesen. Deshalb war die Mülltonne sehr schwer, so daß er sie nicht bewegen konnte. Er war zu schwach dazu. Er versuchte es noch einmal, doch es gelang ihm nicht. Es gab nur eine Möglichkeit: er müßte sie fassen und anheben. Aber er trug ja seine besten Kleider. Doch wenn ihr Jesus wirklich unbedingt sehen möchtet, werdet ihr alles daransetzen. Ihr tut einfach alles, wenn ihr Ihn wirklich sehen möchtet. Aber Satan wird versuchen, euch daran zu hindern. Er wird euch jedesmal ein Hindernis in den Weg legen, um euch davon abzuhal- ten, Ihn zu sehen. Er wird eure Augen mit allem, was er kann, blenden. Wenn ihr jedoch fest entschlossen seid, wird Gott euch einen Weg bahnen. Heute geht Er hier vorbei. Laßt euch von Satan nichts in den Weg legen: daß ihr keine Zeit habt, weil ihr dies erledigen müßt, usw. Bleibt noch ein wenig sitzen. Er geht also dorthin und bückt sich Damit verdirbt er sich bestimmt sein schönes Gewand Doch er bekommt die Mülltonne zu fassen. Gerade in dem Moment, wo er sie zu fassen bekommt und bewegt, kommen seine Konkurrenten um die Ecke. So ungefähr ist es. Zachäus, du sagtest, daß du nie zu einer Gruppe von heiligen Rollern gehen würdest. Jetzt aber bist du hier! Da stand er nun mit seiner Mülltonne und einem roten Gesicht! Sein Konkurrent sagte: "Da ist ja Zachäus, der Restaurantbesitzer. Er hat seinen Beruf gewechselt. Er hat eine neue Stelle. Er ist jetzt bei der Stadt als Müllmann beschäftigt." Doch wenn ihr Jesus unbedingt sehen wollt, werdet ihr, trotzdem alles daransetzen. Er blieb fest. Mit gerötetem, geschwollenem Gesicht brachte er sie hinüber und setzte sie ab. Dann wartete er, bis sie um die Ecke verschwunden waren. Nun stieg er auf die Mülltonne und schwang sich auf den Baum. Bitte entschuldigt, ich hätte mich anders ausdrücken sollen. Wie viele kennen den Ausdruck? Dann ist es ja gut. In anderen Worten: Er stieg auf den Baum. Jetzt ist er oben! Doch wie sieht er aus! Er ist voller Abfall, über und über beschmutzt. Manchmal läßt Gott es so weit mit euch kommen. Amen. Ich hörte heute jemanden. Wißt ihr wie man neuerdings verfährt? Ich hoffe nicht, daß es je In unsere Pfingstkreise dringt, obwohl ich bereits sehe, wie es einsickert. Man kommt, drückt jemandem die Hand und sagt: "Ich nehme Jesus als meinen persönlichen Retter an." Ich möchte sehen, daß sie zum Altar kommen, niederknien, sterben, ringen, schreien und schluchzen. Wir hatten Pferde. Wenn wir sie mit Klee fütterten, diesem herrlichen, süßen Klee voller Nektar, dann lief ihnen der Speichel aus dem Maul. Wenn ihr nahe genug an Kanaan herankommt, wird auch bei euch das Wasser fließen, denn ihr labt euch von dem Honig aus Kanaan. Nun saß er also auf dem Baum und versuchte sich den Schmutz von seinen neuen Kleidern zu wischen. Er hatte nicht gedacht, daß es so kommen würde. Wenn jemand für euch betet, werdet ihr eigenartige Dinge tun. Er wischte sich ab, entfernte die Splitter von seinen Knien und Händen und dachte: "Wie sehe ich aus! Hier sitze ich nun. Rebekah hat mir gesagt, daß dieser Mann ein Prophet sei. Ich werde warten und mich versteckt halten." Er setzte sich auf eine Astgabel -- eine gute Sitzgele- genheit. Wenn ihr so weit gekommen seid - und ihr seid heute morgen hier angekommen und sitzt wie Zachäus an einer "Gabelung", nämlich dort, wo zwei Wege sich treffen, eurer und der Gottes. Wenn ihr euch so weit überwunden habt, daß ihr heute morgen hierhergekommen seid, dann wird das Gebet Rebekahs erhört. Jetzt befindet ihr euch dort, wo zwei Wege sich treffen, nämlich eurer und der Weg Gottes, Als er dort saß, dachte er: "Sie hat gesagt, Er sei ein Prophet; daß Er die Gedanken in den Herzen der Menschen erkennt und sie ihnen offenbart und daß Er ihnen auch sagen kann, was mit ihnen nicht stimmt. Dem Nathanael habe Er gesagt, daß er unter einem Baum gewesen war bevor er zu Ihm kam. Ich werde es nicht darauf ankommen lassen und mich hier auf diesem Baum verborgen halten. Also bin auch ich auf einem Baum. Ich glaube trotzdem nicht, daß Er ein Prophet ist. Ich glaube es einfach nicht denn mein Priester hat mir gesagt, daß es keine Propheten mehr gibt. Wir hatten ja seit vierhundert Jahren keinen mehr." Ihr begreift natürlich, daß ich durch diesen Anschauungsunterricht einen Punkt hervorheben möchte. Er zieht all die Zweige zusammen und versteckt sich wirklich gut dahinter. Er denkt: "Wenn Er die Hallelujah-Straße herunterkommt, wird Er auf die Glory-Straße einbiegen. Sobald Er dann hier angekom- men ist und um die Ecke biegt, hebe ich diesen Ast ein wenig, so daß ich hindurchschauen und Ihn sehen kann. Ich hebe ihn nur etwas hoch. Hier oben kann Er mich nicht sehen, und wenn Er dann vorbeikommt und ich Ihn sehe, dann weiß ich, was ich tue: Dann werde ich die Zweige wegschieben und Ihm meine Meinung sagen. Ich werde ihm Bescheid sagen." Er saß eine ganze Weile dort oben. Nach einer Weile hörte er Lärm, der näher kam. Wenn Jesus kommt hört man gewöhnlich etwas. Dann bog Er um die Ecke. Was sah er zuerst? Eine Menge Menschen, welche die Straßen säumten. Zachäus dachte: "Ich bin froh, daß ich hier oben im Baum bin. So gerate ich nicht wieder unter sie." Dort oben im Baum war er gut getarnt. Niemand würde ihn entdecken. Seine Konkurrenten würden nicht erfahren, daß er dort oben war. Er brauchte nur den einen Zweig etwas anheben, hindurchschauen und ihn wieder loslassen. Er selbst würde vollkommen verborgen bleiben. Er hob also den Zweig und sah, wie die Menschen sich an die Ecken stellten. Dort kam Mr.Jones mit dem kranken Kind. Er hatte in seinem eigenen Restaurant gehört, wie der Priester und der Arzt vor einigen Tagen darüber gesprochen hatten ."Das Kind war todkrank. Es hatte Fieber, und der Arzt versuchte, es zu senken. Doch es gelang ihm nicht. Das Kind durfte das Haus gar nicht verlassen." So hatte er es von seinem eigenen Kunden gehört. "Doch sie sind so fanatisch, daß sie dieses Kind trotz des kühlen Märzwindes herausgebracht haben. Sie haben es in eine Decke gewickelt -- ein Mädchen von ungefähr zehn Jahren. Was für Fanatiker! Wenn er mein Restaurant wieder betritt, wird das Kind natürlich tot sein. Oh, ich werde Ihm schon die Meinung sagen." Nach einer Weile nahm der Lärm zu, und alle Leute liefen auf die Straße. Der erste, der die Ecke Halleluja-/Glory-Straße erreichte, war ein großer, kräftiger, kahlköpfiger Fischer namens Simon, der sagte: "Würdet ihr bitte zur Seite gehen, Leute!" Ihm folgten die elf anderen, die ebenfalls sagten: "Macht doch bitte Platz! Unser Meister hatte gestern abend einen mächtigen Gottesdienst. Kraft ging von Ihm aus, und Er sah gewaltige Visionen. Heute morgen ist Er müde und möchte zum Früh- stück gehen. Würdet ihr bitte zur Seite treten!" Hier kam Familie Jones mit diesem Kind. Der Fischer und die anderen sagten: "Geht bitte zur Seite!" "Aber wir haben doch ein Kind, das stirbt. Die Ärzte haben es aufgegeben, Laßt es uns doch wenigstens..." "Es tut mir leid. Das möchten alle. Ich kann es nicht gestatten. Ihr werdet zur Seite treten müssen. ER kommt jetzt gerade. Bitte macht Platz." Ich kann sehen, wie der kleine Wächter von seiner Warte dort auf dem Baum herunterschaute. Er sah, wie Mr. und Mrs.Jones vor all den Menschen auf ihre Knie fielen und riefen: "HERR, unser Gott, gehe nicht an uns vorbei. O lieber Retter, höre meinen demütigen Schrei. Der Du andern Gnad' erweisest, gehe nicht an uns vorbei." Als Er dort vorbeikam, blieb Er stehen und sprach: "Mr.Jones, bring Mir euer Kind." Es war irgendwie überzeugend. ER ist heute noch derselbe. Es bedarf keiner Gebetskarte, es bedarf keiner Gruppe, es bedarf nur des Glaubens, wie der blinde Bartimäus ihn hatte, der vor der Stadt am Wege saß. Wie konnte Jesus, der etwa zweihundert Meter von ihm entfernt war, ihn hören? Doch sein Schrei: "Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner!" hielt Ihn an. Jemand berührte Sein Gewand. ER wandte sich um und sprach: "Führt ihn zu Mir." Sie brachten das Kind dorthin. ER legte dem Kind die Hände auf das war alles. Der Vater nahm es, und wenige Augenblicke später rannte das Kind die Straße hinunter. Das Fieber war gewichen. Es hat ihn ein wenig erweicht. Er dachte: "Vielleicht ist Er doch ein Prophet." Irgendwie begann er zu glauben. Ihr wißt, solche Dinge überzeugen uns, denn Er ist das Wort -- nicht der "Ich war", sondern der "ICH BIN". Nun kam Er unter den Baum. Zachäus hob den Zweig etwas an und schaute hinab. Als Er zu dem Baum kam, dachte er bei sich: "Könnte Er nicht doch ein Prophet sein? Vielleicht ist Er einer." Seht, ihr müßt Glauben haben. "Könnte Er einer sein?" ER hatte Sein Haupt geneigt, als Er unter den Baum trat, wie es Seine sanfte Art war. Etwas wird anders, wenn ihr Ihn seht. Ihr werdet verwandelt. Ihr könnt nicht mehr dieselben sein. Ich habe von Ihm gehört, ihr habt von Ihm gehört; doch als ich Ihn, das Wort, erkannte, konnte ich nicht mehr derselbe sein. Es ist etwas an Ihm, das anders ist als bei anderen Menschen, Es ist etwas an Ihm, das anders ist als bei Bischöfen, Kardi- nälen, Päpsten usw. Etwas an Ihm ist anders. Als Er unter dem Baum war, blieb Er stehen, schaute hinauf und sprach: "Zachäus! Steige schnell herunter; denn Ich muß heute in deinem Hause einkehren." ER wußte, daß er dort oben war. ER wußte auch, wer er war. Bruder, Schwester, Er ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Heute morgen soll Er hier vorbeikommen. ER ist durch diese Stadt gezogen, um diese Woche bei uns zu sein. Wißt ihr, wenn Präsident Johnson nach Topeka käme, hätte man die Stadt beflaggt und die Straßen geschmückt. Man würde ihm einen großen Empfang bereiten. Wenn Jesus kommt, erscheint kaum jemand, um Ihn zu sehen. Eine Polizeieskorte müßte den Präsidenten in die Stadt brin- gen. Wir aber haben noch genügend Sitzplätze frei. Seht ihr den Unter- schied? Sie haben kein Interesse daran, Ihn zu sehen. Ich hoffe, heute morgen ist ein Zachäus hier, zu dem Er spricht, wenn Er vorbeikommt. Er stieg vom Baum herunter. Natürlich sagten die Kritiker: "Dieser Mann ist ein Sünder." Er aber sprach: "HERR, wenn ich etwas zu Unrecht erworben habe, will ich es hundertfach erstatten. Ich werde es zurückgeben. Wenn ich jemanden betrogen habe, bin ich bereit, es wiedergutzumachen. Ich will es tun." Laßt uns unsere Häupter neigen. Zachäus, bist du heute morgen bereit? Warum kommst du nicht jetzt vom Baum herunter? Warum kommst du nicht? ER geht jetzt hier entlang, zieht durch dein Herz, spricht zu dir. Während ihr eure Häupter geneigt habt und betet: Ist jemand hier, der sagen möchte: "Bruder Branham, ich war immer ein Skeptiker." Denkt daran: Er war religiös. "Ich war skeptisch, doch jetzt glaube ich. Hilf meinem Unglauben, O Gott." Niemand schaut umher, nur ich und Gott. "Ich erhebe meine Hand nicht zu Bruder Branham, sondern zu Dir und sage: Gehe nicht an mir vorüber, treuer Heiland. Höre meinen demütigen Schrei. Mach aus mir einen wahrhaft Gläubigen, HERR. Komm, gehe heute mit mir nach Hause und bleibe dort." Heute muß Ich in deinem Hause einkehren." Wollt ihr eure Hand erheben und sagen. "Gedenke meiner, O Gott."? Der HERR segne dich, dich, dich. "Gedenke meiner, O Gott. Gehe heute mit mir nach Hause. Ich weiß, daß Du hier bist. Ich weiß, Du kennst mein Herz. DU sprichst jetzt zu mir. DU weißt, was ich verkehrt gemacht habe. DU weißt sogar, daß ich zu einer Gemeinde des vollen Evangeliums gehöre und dennoch so gleichgültig war. Ich tat nicht, was recht war. Ich habe die Gebetsversammlungen versäumt und alles andere vorgezogen. Ich habe Dinge getan, die gemäß unserem Glauben nicht richtig sind." "Ich bin eine Frau und weiß, daß ich mich verkehrt gekleidet habe. Ich habe mein Haar kurz schneiden lassen und Make-up getragen. Dabei sollte ich eine Schwester sein, die das volle Evangelium glaubt. Sei mir gnädig, O HERR. Ich möchte, daß Du heute mit mir nach Hause gehst. Von jetzt an will ich ein lebendiges Beispiel Christi sein." Wollt ihr, die ihr die Gegenwart Gottes verspürt, nicht eure Hand erheben und sagen: "Bete für mich."? Gott segne dich, Gott segne dich. Gott segne dich. Gott segne euch, Schwestern. Ja. Himmlischer Vater, manche von den weiblichen und männlichen "Zachäussen" haben den Zweig weggeschoben und hervorgeschaut. Sie haben erkannt, daß Jesus weiß, wo sie wohnen, wo sie sich befinden. ER hat ihnen geoffenbart, daß sie nicht richtig stehen. Viele, viele Hände hier sind erhoben worden. Bitte gehe heute mit ihnen nach Hause, Vater, kehre in ihrem Haus ein, wohne in ihren Herzen. Mögen sie diesen Morgen nie vergessen. Es ist irgendwie eigenartig, daß ich versuche, ein wenig Humor in eine gemischte Versammlung zu bringen. In diesem Augenblick jedoch, in dem es um die Hauptsache geht, sollen die Men- schen erkennen, wer heute morgen hier mit uns ist: das Wort, das sich in unserer Stadt, unter uns kundgetan hat -- der HERR Jesus selbst, das fleischgewordene Wort, wirkt durch einen menschlichen Leib. O Gott, mögen unsere geliebten Freunde dies erkennen und Dir nähergebracht werden. Noch einmal bitte ich Dich, Vater: Gehe mit jedem Zachäus und jeder Frau, jeder Rebekah, nach Hause. Möge sie erkennen, daß ihre Gebete erhört wurden. Wir befehlen sie Dir jetzt an. Mögen sie Dich jetzt ohne Zögern in ihre Herzen aufnehmen wie dieser Hebräer an jenem Morgen, auch wenn sie verkehrt waren. Jesus sprach: "Auch er ist ja ein Sohn Abrahams." DU bist bereit, mit uns nach Hause zu gehen, Vater. Wir bitten Dich: Verlasse uns nie. Gehe mit uns, wenn wir heute morgen von diesem Frühstück weggehen. Wir haben uns glücklich und fröhlich über die Tische hinweg angesehen, haben einander die Hand gedrückt, lieben einander wie nur Christen es können. Ich denke daran, daß ich womöglich nie wieder hier sein werde. Vielleicht werde ich diese Gruppe, wie sie hier ist, bei einem solchen Frühstück nie wiedersehen. Doch ich bin sicher, Vater, wenn sie Dich heute mit nach Hause nehmen und bei sich wohnen lassen, werde ich sie bei jenem Mahl wieder treffen, wenn der Kampf gewonnen und der große Tisch über das ganze Firmament reicht, an dem wir dann sitzen und uns ansehen werden. Ich sehe heute morgen auch Prediger mit grauem Haar, die schon predigten, als ich noch ein Junge war. Ich glaube, sie haben die Baumstümp- fe ausgehauen, haben die Felsen gesprengt, die Wege angelegt und für diese Gaben geebnet, von denen sie weissagten, daß sie kommen würden. Gott segne sie, segne sie alle. Segne diese feinen Frauen, die Opfer brachten, damit ihre Männer predigen konnten, und die Opfer, die alle Christen bringen. Sei mit ihnen, Vater. An jenem Abend werden wir dasitzen und uns über den Tisch hinweg anschauen. Vielleicht werden wir uns von heute morgen bis dahin nie wiedergesehen haben. Zweifellos werden uns auch dort Freudentränen über die Wangen laufen, wenn ich über den Tisch reiche und ihnen die Hand drücke. Dann werden wir Ihn sehen, wenn Er hereinkommt. Wie froh werden wir sein, daß wir vom Baum heruntergestiegen sind -- vielleicht von einem Baum der Satzungen, der Denominationen oder dergl., aus unserer Selbstsüchtigkeit, unseren dummen Wegen oder aus der Gleichgültigkeit Ihm gegenüber, daß wir aus unserer Blindheit in das Licht hinausgetreten sind! Dann werden wir froh darüber sein, wenn wir Ihn Seinem königlichen Gewand hereinkommen sehen, wenn Er am Tisch entlanggehen und uns mit Seiner kostbaren Hand all unsere Tränen von den Augen abwischen und sagen wird: "Weine nicht. Es ist alles vorüber. Gehe ein zu den Freuden deines HERRN, die dir bereitet sind seit Grundlegung der Welt." Bleibe bei uns, Vater. Gehe mit uns nach Hause und bleibe bei uns. Wir bitten es im Namen Jesus. Amen. Ich lieb' Ihn, ich lieb' Ihn, das teure Gotteslamm, das mich geliebt und für mich starb am Kreuzesstamm. Als ich auf den Baum hinaufstieg, liebte Er mich schon. Seht, auf was für einen Baum Er für mich gestiegen ist: ans Kreuz, das verachtete Holz. ...am Kreuzesstamm, Seht, auf was für ein Holz Er stieg, um euch von eurem Baum herunterzuholen, Ihr könnt Ihn nicht lieben, ohne einander zu lieben. Reicht euch jetzt über den Tisch hinweg die Hände und sagt: "Gott segne dich, Pilger." ...das mich geliebt und für mich starb am Kreuzesstamm. Liebt ihr Ihn nicht um deswillen, daß Er für euch an das Holz ging, um euch von eurem Baum herunterzuholen? Wollt ihr Ihn heute morgen nicht mit euch nach Hause gehen lassen? Wie viele werden Ihn mitneh- men? Hebt eure Hände. 'Amen.!' Gott segne euch. Ihr Geschäftsleute, ehe wir von hier gehen, möchte ich noch einen Augenblick zu euch sprechen. Wenn ihr noch kein Christ seid, noch keine Gemeinschaft mit Christen habt, ihr Menschen, wenn ihr Christus angenommen und eure Hand erhoben habt: Geht zu einem der Hirten hier und sagt ihm, was ihr getan habt. Sie werden euch aufnehmen. Einer der Pastoren möge einen Brief für diesen jungen farbigen Bruder schreiben. Es war Gnade, daß der junge Mann, der dort saß und achtgab, gestern abend zum Glauben kam. Begreift ihr das? Der Geist wandte sich ihm zu. Billy und meine Frau erzählten es mir, als wir zu Hause waren. ER wandte sich ihm zu, als er dort in der Ecke war, fand ihn und brachte ihn nach Hause. Das ist Souveränität. Nehmt Ihn mit euch. Schließt euch irgendwo einer Gruppe an, die das volle Wort Gottes predigt, damit ihr Gemeinschaft haben könnt. Haltet bei allem am Wort fest. Jawohl. Geschäftsleute, wißt ihr, was mit Zachäus geschah? Er wurde ein Mitglied der Geschäftsleute des vollen Evangeliums von Jericho. Jawohl. Er gehörte zu dem Chapter dort. Das klingt kühn, ist aber so wahr wie der Rest. Ich bin sicher, Jesus würde nichts anderes gründen als ein Chapter des vollen Evangeliums und Zachäus hätte sich ihm angeschlossen. Nun, Zachäus, tu du das gleiche. Gott segne euch bis zum Wiedersehen heute abend. Ich übergebe den Gottesdienst jetzt wieder dem Pastor. [Die deutsche Übersetzung wurd mit inem Scanner eingelesen und mit einem OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandene Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. 9.9.2000]