Jener Tag auf Golgatha That day on Calvary Gepredigt am 26.09.1960 In Jeffersonville, Indiana, U.S.A. William Marrion Branham Gesprochene Predigt Übersetzt und in Buchform überarbeitet Wort-Verlag Die deutsche Übersetzung wurde mittels eines Scanners eingelesen und durch ein OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. (03.01.1998) Einleitung und Predigt Guten Morgen Freunde. Es ist ein Vorrecht, heute morgen wieder im Hause Gottes zu sein, um dem Herrn mit dem Predigen des Wortes und dem Gebet für die Kranken zu dienen. Ich bin so dankbar für diesen Tag. Ich staunte, als ich beim Eintreten von Bruder Wright be- grüsst wurde. Er trat zu mir und sagte: "Ich möchte nicht so sein, wie der unwürdige Leprakranke, der damals geheilt wurde." Ich hatte für Bruder Wright gebetet, und der Herr hat ihn vollständig geheilt. Weinend kam er auf mich zu und gab mir die Hand. Er sagte, daß er dem Herrn für seine Heilung danken möchte. Seine Krankheit ist weg, er ist nun vollständig geheilt. Wir sind dankbar für solche Zeugnisse. Wir sind so froh. Einst wurde gesagt: "Ich war glücklich, als man zu mir sagte: "Lasst uns zum Haus des Herrn gehen." Das ist das Privileg eines Christen, daß er in das Haus des Herrn gehen kann. Heute morgen erwarten wir herrliche Stunden im Herrn. Wir erwarten, daß uns Gott so nahe kommt, dass Er unsere Seelen segnen kann und uns all das gibt, was wir benöti- gen. Für mich ist es eine Freude, hier in der Gemeinde all meine Freunde wieder zu sehen. Wie wird es wohl sein, wenn wir uns im Himmel, vor dem Thron Gottes, für eine ewige Gemeinschaft treffen werden? Dann werden wir uns jener Segnungen erfreuen, die wir all die Zeit ersehnten. Dort werden wir in Sein Bild verwandelt sein, wir werden gleich sein wie Er. Mit Seinem Geiste über uns werden wir Ihn anbeten. Ohne zu ermüden werden wir Ihm in alle Ewig- keit dienen. Auch wenn ihr hier etwas noch so gerne tut, wenn es auch das Schönste ist, was ihr euch vorstellen könnt, einmal habt ihr genug davon. Charly und ich lieben die Eichhörnchenjagd über alles, doch auch davon be- kommt man genug. Und wie liebe ich doch das Wandern in den Bergen, einfach so zu wandern, doch manchmal habe ich genug davon und möchte wieder etwas anderes machen. Ich liebe das autofahren. Manchmal bin ich etwas müde, ausgebrannt und mit den Nerven am Ende. Dann springe ich einfach in meinen Wagen und fahre los. Mit dem Steuer in der Hand singe ich dann: "Ich bin so froh, dass ich einer von den Seinen bin", während ich auf der Landstrasse dahinfahre. Ich packe mein Lenkrad, ich singe und jauchze, dazu stampfe ich mit dem Fuss. Doch nach einer gewissen Zeit werde ich müde und kehre nach Hause zurück, um etwas anderes zu tun. Doch wenn wir in jenem neuen Königreich Gott anbeten werden, dann wird es keine müden Augenblicke mehr geben. Der Segen wird weiter und weiter gehen. Natürlich werden wir dann verwandelt sein; wir werden nicht mehr so sein, wie wir jetzt sind. Wir werden andere Wesen sein als jetzt. Darum sind wir so glücklich. Vor einiger Zeit war ich mit Charly in Kentucky. Als wir dort auf der Jagd waren, sagte er zu mir: "Bruder Branham, glaubst du, dass wir im Tausendjährigen Reich auch Eich- hörnchen jagen werden?" "Das glaube ich nicht, Charly", antwortete ich. Er meinte: "Aber, wir tun das doch so gerne, denkst du nicht, dass wir es auch dort tun könnten?" "Nein", antwor- tete ich, "im Tausendjährigen Reich wird nichts mehr ge- tötet." Er sagte: "Aber wir lieben die Jagd." Ich sagte: "Charly, wenn ich dich nun zur überzeugung bringen könnte, du wärest einst ein Schwein gewesen und wärest nun zu einem höheren Wesen aufgestiegen, du wärst also ein Mensch geworden - möchtest du dann wohl wieder zurückgehen, um dich an den Vergnügungen eines Schweines zu erfreuen?" "Nein!" sagte er. Dann sagte ich: "Du wärst nun so viel höher als ein Schwein, du wärest also vom Schwein zum Menschen ge- worden - dann möchtest du nie wieder ein Schwein sein. Multipliziere diesen Vergleich nun mit zehntausend, dann hast du eine Vorstellung von dem, was du einmal sein wirst. Du wirst nie mehr das Verlangen haben, wieder ein Mensch zu sein." So ist es. Es wird etwas anderes sein. Ich bin so froh, dass ich mir überhaupt solche Gedanken dar- über machen kann; einfach zu wissen, dass wir eines Tages höher kommen werden. Das Thema für heute abend schien mir schon die ganze Woche auf dem Herzen zu liegen. Kürzlich erwachte ich schon morgens um vier Uhr, und dieser Gedanke kam zu mir: Jener Tag auf Golgatha. Seit dem ich das letzte Mal hier war, begann das Muster meines neuen Dienstes hervorzukommen. Von jener Ver- sammlung erreichten mich mehr Zeugnisse, als während langer Zeit vorher. Wieviel Übernatürliches auch gezeigt wird - man muss trotzdem den Kontakt mit einer Person herstellen. Doch seht, die Heilung muss auf dem persön- lichen Glauben gegründet sein. Wenn ein Mensch persönlichen Glauben hat, wenn er sieht, wie der Heilige Geist in der Versammlung wirkt, wenn die Namen und die Adressen von unbekannten Personen auf- gerufen werden und ihre Taten blossgestellt werden - dann sollte dieser Mensch hinaufschauen und sagen: "Diese Dinge kann nur Gott tun, ich nehme meine Heilung an. Doch anstatt so zu handeln sagt man: "Legt mir die Hände auf und betet für mich." Wir sind in Amerika gelehrt worden, so zu glauben, und das ist selbstverständlich schriftgemäss. Doch wenn solche Dinge in Afrika und an andern Orten geschehen, dann er- reicht die ganze Versammlung in einem Augenblick den Glauben und akzeptiert ihre Heilung, denn sie wurden nichts anderes gelehrt. Ja, sie wurden nicht einmal gelehrt, dass es überhaupt Heilung gibt. Doch wenn sie diese Dinge sehen, dann wissen sie, dass ein lebendiger Gott gegenwär- tig ist, und sie wissen: Wenn Er lebt, dann ist Er der Höch- ste. Und Er kann heilen; damit ist für sie die Sache erledigt. Denn die Grundlage, dass Gott ein Heiler ist und dass Er die Menschen heilt, ist dann für sie gelegt worden. Wenn sie Seine Gegenwart und Sein Wirken in Seiner Gemeinde sehen, dann sagen sie: "Das genügt uns, das ist alles, was wir brauchen." Doch wir wurden gelehrt, dass man den Kranken die Hände auflegen soll und andere Dinge, darum funktioniert es in Amerika nicht so gut. Lasst uns nun Matth. 27 lesen. Wir beginnen mit dem 27. Vers: (Elberfelder Übersetzung) Dann nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesus mit in das Prätorium und versammelten über ihn die ganze Schar; und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpur- mantel um. Und sie flochten ein Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt, und gaben ihm ein Rohr ins seine Rechte; und sie fielen vor ihm auf die Knie und verspotteten ihn und sagten: Sei gegrüsst, König der Juden! Und sie spieen ihn an, nahmen das Rohr und schlugen ihm auf das Haupt. Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an; und sie führten ihn hin, um ihn zu kreuzigen. Als sie aber hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene, mit Namen Simon; diesen zwangen sie, dass er sein Kreuz trüge. Und als sie an einen Ort gekommen waren, genannt Gol- gatha, das heisst Schädelstätte, gaben sie ihm Essig mit Galle vermischt zu trinken; und als er es geschmeckt hatte, wollte er nicht trinken. Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Klei- der, indem sie das Los warfen. Und sie assen und bewach- ten ihn daselbst. Und sie befestigten über seinem Haupte seine Beschuldigungsschrift: Dieser ist Jesus, der König der Juden. Alsdann wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zu Linken. Die Vorübergehenden aber lästerten ihn, indem sie ihre Köpfe schüttelten und sagten: "Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbauest, rette dich selbst. Wenn du Gottes Sohn bist, so steige herab vom Kreuze." Gleicherweise aber spotteten auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: "Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Er ist Israels König; so steige er jetzt vom Kreuze herab, und wir wollen an ihn glauben: Er vertraut auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn." Auf dieselbe Weise schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren. Aber in der sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; um die neunte Stunde aber schrie Jesus auf mit lauter Stimme und sagte: "Eli, Eli, lama sabachthani?" das ist: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Als aber etliche der Dastehenden es hörten, sagten sie: Die- ser ruft den Elias. Und alsbald lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn. Die Übrigen aber sagten: Halt, lasst uns sehen, ob Elias kommt, ihn zu retten! Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Grüfte taten sich auf; und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt, und gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesum bewachten das Erdbeben sahen und das was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn! (Matth. 27, 27-54) "Herr, wir wissen, dass Du Gott bist; und nachdem wir nun dieses heilige Wort gelesen haben, können wir sehen, dass sich Deine Natur nicht verändert hat. Du bist immer Gott. Es schien damals, wie wenn Er von keiner Seite Hilfe ge- habt hätte. Üble Hände hatten Ihn ergriffen, Er wurde zu- sammengeschlagen, angespieen und verspottet. Er hing blutend am Kreuze und war am Sterben. Es schien, als wenn nirgendwo Hilfe gewesen wäre. Es kam soweit, bis sogar Er selbst schrie: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen." Doch Du beginnst in dem Augenblick zu handeln, wo sonst keiner handeln kann. Herr, so wurde uns gezeigt, dass wenn wir an Flüsse kom- men, die wir nicht durchqueren können, wenn wir Berge vor uns haben, die wir nicht übersteigen können, dann bist Du darauf spezialisiert, Dinge zu tun, die andere nicht tun können. Du bist der Spezialist für solche Arbeit. Denn Du kanntest den Grund für jenen Tag von Golgatha. Da Du Gott bist, der Unendliche Eine, wusstest Du, dass diese Stunde kommen musste. Doch als es erfüllt war, da hast Du gezeigt, dass Du Gott bist. Du hast gezeigt, wer der Chef ist. Du hast die Erde erschüttert, und die Heiligen, die in der Erde schliefen, kamen hervor. Du hast die Sonne verdun- kelt, so dass die Dunkelheit der Nacht hereinbrach und zeigtest, dass Du Gott bist. Doch die ganze Zeit machte es den Anschein, als ob Du nicht sprechen würdest. Daraus wollen wir die Schlussfolgerung ziehen, dass Du immer zur richtigen Stunde und zur richtigen Zeit eingreiffen wirst, solange wir im Geist leben, von der Hand Gottes geleitet werden und Golgatha vor Augen haben. Vater Gott, nun bitten wir um Vergebung für unsere Sün- den und für unsere Übertretungen. Wir bitten, dass Dein Geist uns leiten möge. Führe uns, wie die Taube das Lamm führte. Lass uns gehorsam sein, was auch immer uns zu- stossen mag, dass wir wissen, dass Gott alle Dinge gut verrichtet, dass wir wissen, dass alles gut werden wird. Sei heute mit uns in dieser Versammlung. Wir beten, dass Du jene rettest, die Rettung benötigen. Fülle jene mit dem ewigen Leben, die danach suchen. Wir beten, dass Du jene heilst, die krank und geplagt sind, jene, die Heilung suchen. Und wir werden Dich dafür preisen. Denn wir bitten es im Namen Deines Sohnes, unseres Retters, Jesus Christus. Amen." Während ich nun spreche, möchte ich eure Aufmerksam- keit auf den Text lenken, den ich gewählt habe, um über das Thema Jener Tag auf Golgatha zu sprechen. Es scheint vielleicht, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt für dieses Thema ist. Man denkt, dies sollte doch am Karfreitag gepre- digt werden. Doch an Golgatha sollte man sich jeden Tag erinnern. Wir haben soviel darüber gehört und soviel dar- über gelesen. Prediger haben seit dem Anfang der Zeit dar- über gesprochen. Durch alle Zeitalter hindurch haben die Sänger darüber gesungen. Tausende von Jahren bevor es geschah wurde es von den Propheten vorausgesagt und die Propheten dieses Tages weisen darauf zurück, in die Zeit, wo es geschah. Es ist solch ein wichtiger Tag. Es ist einer der wichtigsten Tage aller Tage, die Gott je über die Erde aufgehen liess. Und wenn dies für die menschliche Rasse so wichtig ist, dann glaube ich, dass es für uns gut ist, zurückzugehen und zu untersuchen, was es für uns bedeutet. Denn ich bin sicher, dass wir in dieser späten Stunde, in der wir leben, alles Wichtige von Gott suchen, das wir erfahren können. Und wir sind hier, um daraus zu lernen. Wir wollen sehen, was es für uns bedeutet, was Gott für uns getan hat und was Er versprochen hat, für uns zu tun. Darum kommen wir zur Gemeinde. Aus diesem Grunde predigt ein Prediger. Darum studiert er und denkt über die Schrift nach und sucht nach Inspiration, denn er ist ein öffentlicher Diener für Gottes Volk, und er versucht etwas zu finden, dass Gott seinem Leuten sagen möchte, um ihnen zu helfen. Es ist möglich, dass sie dadurch in ihren Sünden verurteilt werden, doch es wird ihnen helfen, daraus herauszukommen, damit sie ihre Sünden hinter sich lassen, sich erheben und Gott dienen. Prediger sollten diese Dinge suchen. Da dieser Tag so wichtig ist, weil es einer der grössten Tage ist, wollen wir in drei Dingen betrachten, was dieser Tag für uns bedeutet. Wir könnten hunderte von Dingen be- trachten, doch heute morgen habe ich einfach drei wichtige Dinge gewählt, die wir in den nächsten Minuten betrachten wollen, um zu sehen, was Golgatha für uns bedeutet. Ich bete, dass dadurch jeder Sünder verurteilt wird, der hier ist, dass es jeden Heiligen auf die Knie bringt, dass jeder Kranke sein Angesicht zu Gott erhebt und geheilt hinweg- geht; dass jeder Sünder gerettet wird und jeder Abgefallene zurückkommt und sich seiner schämt, dass jeder Heilige frohlockt und neue Hoffnung ergreift. Die eine ganz wichtige Sache, was Golgatha uns und der Welt bedeutet: Es hat die Frage über die Sünde ein für allemal erledigt. Der Mensch wurde der Sünde schuldig befunden, und auf der Sünde lag eine Strafe, die kein Mensch bezahlen konnte. Die Strafe war so gross, dass keiner gefunden wer- den konnte, der imstande war, den Preis zu bezahlen. Ich glaube wahrhaftig, dass Gott es in dieser Weise bestimmte, dass der Preis so hoch war, dass kein Mensch bezahlen konnte, damit Er es selbst tun konnte. Die Strafe für die Sünde war der Tod. Wir alle sind in Sünden geboren, in Schlechtigkeit, in Ungerechtigkeit. Wir kamen in die Welt und sprachen Lügen. So war keiner von uns würdig und auf Erden konnte keiner gefunden werden, der würdig war. Die Sünde hat nicht auf der Erde begonnen. Die Sünde begann im Himmel. Luzifer, der Teufel war ein verurteiltes Geschöpf wegen seines Ungehorsams, bevor er die Erde schlug. Die Sünde begann im Himmel, als Gott die Engel und die andern Wesen auf dieselbe Basis stellte wie die Menschen. Er stellte sie vor den Baum der Erkenntnis und vor den Baum des Lebens, dorthin, wo auch der Mensch seine Wahl treffen konnte. Als Luzifer das Vorrecht ge- geben wurde, seine Wahl zu treffen, da wollte er etwas besseres als das, was Gott hatte. Damit begann die Störung. Auf der Sünde lag eine Strafe und die Strafe ist der Tod. Ich glaube nicht, dass der Tod eine andere Bedeutung hat als tot zu sein. Es gibt ein Leben. Ich glaube, dass ein Mensch, der das ewige Leben hat niemals sterben kann und ich glaube, dass die Seele, welche sündigt vollständig ver- nichtet wird, denn die Bibel sagt: "Die Seele, die sündigt muss gewiss sterben." Nicht der Mensch, die Seele, die sün- digt. Darum muss Satan bestimmt sterben, um vollständig zerstört zu werden. Ich bin nicht einverstanden mit der Lehre der Allversöhnung, wo gesagt wird, dass Satan geret- tet werden wird. Er sündigte und er ist der Urheber der Sünde. Seine Seele sündigte, und er war ein Geist. Dieser Geist wird vollständig vernichtet werden, dass nichts mehr davon übrigbleibt. Als die Sünde am Anfang wie ein schwarzes Tuch vom Himmel auf die Erde fiel, wurde die Erde buchstäblich gelähmt. Dadurch wurden alle Kreaturen auf der Erde und Gottes ganze Schöpfung in Bande geworfen. Der Mensch kam unter die Fesseln von Tod, Krankheit und Sorgen. Die ganze Natur ist mit gefallen. Die Sünde war ein Betäu- bungsmittel, welches in der Tat die ganze Erde lähmte. Wir wurden hierher gebracht, ohne Hoffnung, denn jedes Ge- schöpf auf der Erde ist der Sache unterworfen und jeder der auf der Erde geboren wird, ist der Sache unterworfen. Darum musste die Hilfe von einem Ort kommen, wo es keine Sünde gab. Sie konnte nicht von der Erde kommen. Einer von uns hätte einen andern nicht erlösen können. Es musste von einem Andern kommen. Darum wurde der Mensch ein Wanderer, als er realisierte, dass er von seinem Gott getrennt war. Er weinte, er schrie, er arbeitete, er zog über Berge und durch Wüsten, er suchte eine Stadt, deren Erbauer und Gestalter Gott war. Denn er wusste, wenn er je in die Gegenwart Gottes gelangen würde, dann könnte er mit Ihm über die Sache reden. Doch es gab keinen Weg zurück. Der Mensch war verloren. Er wusste nicht mehr in welche Richtung er gehen sollte und so wurde er einfach zum Wanderer. Er versuchte irgendwo etwas zu finden, das ihm den Weg an jenen Ort zeigen würde. Irgend etwas in seinem Innern sagte ihm, dass er von einem Orte her- kam, der vollkommen war. Es gibt keinen einzigen Menschen auf der ganzen Erde, der nicht jene Vollkommenheit suchen würde. Ihr denkt viel- leicht, wenn ihr eure Rechnungen bezahlt habt, dann sei alles in Ordnung. Doch wenn ihr eure Rechnungen bezahlt habt, dann wird jemand in eurer Familie krank. Wenn die Krankheit vorüber ist, dann müsst ihr noch mehr Rech- nungen bezahlen. Dann wird auf einmal euer Haar grau, und ihr möchtet wieder jung werden. Immer wieder kommt etwas auf euch zu, wegen der Woge der Sünde. Das Verlangen in eurem Herzen nach Vollkommenheit zeigt an, dass das Vollkommene irgendwo sein muss. Irgendwo be- findet sich etwas. Aus diesem Grunde sind auch heute oft viele Sünder auf der Wanderschaft. Ein hübsches junges Mädchen macht sich Locken in ihr Haar, um beliebt zu sein; sie bemalt ihr Gesicht, um schön auszusehen; sie zieht bestimmte Kleider an, die ihren Körper zur Geltung bringen, sie versucht etwas zu finden, damit jemand zu ihr kommt. Sie will errei- chen, dass ihr ein Mann nachschaut, damit einer kommt, um mit ihr zu flirten. Die jungen Männer tun auf ihre Weise dasselbe, um die Frauen auf sich aufmerksam zu machen. Er versucht attraktiv zu sein. Der Nachbar reno- viert sein Haus in einer besonderen Weise, damit es ein wenig besser aussieht als das Haus seines Nachbarn. So geht es immerfort. Wir sind auf der Suche nach etwas, das wir nie erreichen können, immer ist die Sache ein wenig über uns. Die junge Frau wird eine andere junge Frau sehen, welche schöner ist als sie. Der Nachbar wird ein Haus finden, das noch schöner ist als seines. Die Frau findet eine andere, die besser gekleidet ist als sie und besser aussieht. In uns ist etwas, das etwas sucht, und dies zeigt, dass wir verloren sind. Wir versuchen dieses gewisse Etwas zu finden, das uns Befriedigung bringt, etwas, das diesen Hunger in uns stillen könnte. Doch es macht den Anschein, wie wenn wir es nicht finden könnten. Die Menschheit versuchte es in allen Zeitaltern zu finden. Sie weinten deswegen, sie schrien danach. Sie taten alles, was sie tun konnten, doch mit allem Umherziehen auf der Welt konnten sie es nicht finden. Doch schlussendlich kam ein Tag - und das war jener Tag auf Golgatha - da kam einer herab von der Herrlichkeit, einer, Er trug den Namen Jesus Christus, der Sohn Gottes, und Golgatha kam hervor. Das war der Tag, an dem der Preis bezahlt wurde und die Frage der Sünde wurde für immer erledigt. Und Er öffnete den Weg in jene Sache, nach der wir hungern und dürsten. Er brachte einen Ort der Befriedigung. Kein Mensch, der nach Golgatha kommt und es in der richtigen Bedeutung erkennt, kann je wieder derselbe sein. Alles, was er ersehnte oder verlangte, wird erfüllt, wenn er jenen Ort findet. Der Tag, als Jesus auf Golgatha starb und das Sündenproblem bezahlte, war von solcher Wichtigkeit, dass die Erde erschüttert wurde wie nie zuvor. Diese sündenvolle Welt hüllte sich in Dunkelheit. Die Sonne ging mitten am Tage unter, sie hatte einen "Nerven- zusammenbruch". Die Felsen wurden erschüttert und die Berge brachen auseinander. Die toten Leiber rissen sich vom Grabe los. Wodurch geschahen diese Dinge? Auf Gol- gatha hatte Gott einen Volltreffer. Er verwundete das Tier, genannt Satan, für immer. Seit jener Zeit ist Satan bösartiger als er je war, denn dort bekam die menschliche Rasse Licht. Jedermann weiss, dass ein verwundetes Tier viel gefährlicher ist, wenn es sich mit gebrochenem Rücken auf dem Boden windet. Satan wurde auf Golgatha k.o. geschlagen. Die Erde bewies es. Der grösste Preis, der je zu bezahlen war, wurde be- zahlt, und der Einzige, der imstande war zu bezahlen, der kam und erledigte es auf Golgatha. Dort wurde der grosse Preis bezahlt. Dies ist eines dieser Dinge, die wir betrach- ten. Gott hatte den Preis gefordert und kein Mensch war wür- dig befunden. Keiner war dazu imstande. Kein Mensch konnte es tun. Und so kam Gott selbst und wurde Mensch. Er lebte ein menschliches Leben mit menschlichen Wün- schen, und Er wurde auf Golgatha gekreuzigt. Satan dachte, Jesus werde es nicht schaffen, Er werde nicht hin- durchkommen. Doch Er ging nach Gethsemane und ging durch alle Versuchungen hindurch, durch die ein Mensch je hindurchging. Er ging durch Versuchungen wie alle Men- schen, doch Er bezahlte den Preis. Dadurch wurde die Erde verdunkelt - es war wie die Narkose für eine Operation. Wenn ein Arzt einem Menschen eine Narkose gibt, wird er dadurch ohnmächtig gemacht, damit er operiert werden kann. Und als Gott seine Gemeinde operierte, erhielt die Welt eine Narkose. Die Natur verfiel in einen Krampf. Kein Wunder, denn Gott in menschlichem Fleisch war am Sterben. Dies war die Stunde, nach der die Welt Ausschau gehalten hatte, doch viele wussten nichts davon. Es war damals wie heute. Viele halten nach diesen Dingen Aus- schau, doch sie können sie nicht erkennen. Sie können den Weg, der hinausführt, nicht erkennen. Immer noch suchen sie den Weg in den Vergnügungen und in den Dingen der Welt; sie versuchen, den Weg zu finden, der hinausführt. Es gab viele Wegweiser, die auf diesen Tag hinwiesen. Viele grosse Schattenbilder hatten darauf hingewiesen. Es wurde vorschattiert durch das Lamm, durch den Ochsen und all die Opfertiere, doch sie konnten die Sache nicht brechen. Der Griff des Todes konnte nicht gebrochen wer- den. Satan hatte die Erde im Griff. Genau die Felsen, über die er einst über die Erde gegangen war, als die Erde noch brennendes schwefliges Gestein war, die waren nun abge- kühlt und brachen aus der Erde hervor, als Jesus auf Gol- gatha starb. Luzifer war der Sohn der Morgenröte, und er ging damals über die Erde, als die Erde noch ein brennen- der Vulkan war. Die abgekühlten Felsen brachen hervor; der Preis war bezahlt, die Fesseln Satans waren gebrochen. Gott legte in die Hände der Menschen einen Weg, nach welchem sie Ausschau gehalten hatten. Sie müssen nicht mehr weinen. Als Er dort auf Golgatha das Rückgrat Satans gebrochen hatte, das Rückgrat der Sünde und der Krank- heit, wurde jedes sterbliche Wesen auf Erden mit ver- gebenen Sünden wieder in die Gegenwart Gottes zurückge- bracht. Halleluja! Unsere Sünden sind vergeben! Nie mehr kann Satan unsere Sicht auf Gott verdunkeln. Ein Hochweg ist erstellt worden. Eine Telefonverbindung ist hergestellt! Es gibt einen Draht zur Herrlichkeit. Jeder Person ist der Zu- gang zu dieser Verbindung möglich gemacht worden. Wenn ein Mensch voller Sünden ist, dann kann er die Ver- bindung mit jener "alten Zentrale" herstellen. Seine Sünde kann ihm vergeben werden; doch nicht nur das - die Strafe für diese Sünde wurde bezahlt. Preis sei Gott! Du brauchst nicht mehr zu sagen: "Ich bin nicht würdig." Natürlich bist du nicht würdig. Niemals könntest du würdig sein. Doch ein Würdiger hat deinen Platz eingenommen. Du bist frei! Du brauchst nicht mehr umherzuwandern. Du brauchst nicht mehr länger ein nach Vergnügen suchender Mensch zu sein, draussen in der Welt, denn: Dort ist eine Quelle, gefüllt mit Blut, die fliesst von den Adern Immanuels; Wenn die Sünder in diesen Fluten tauchen, dann verlieren sie alle Flecken der Sünde. Du brauchst nicht mehr länger verloren zu sein. Es gibt einen Hochweg und einen Weg. Er trägt den Namen: Weg der Heiligkeit. Der Unreine kann nicht darauf gehen, denn zuerst kommt er zur Quelle, darnach betritt er den Hoch- weg. Er hat die Macht Satans gebrochen. Er hat die Gefäng- nistüren der Hölle geöffnet. Jedem Menschen, der im Ge- fängnis dieser Erde gefangen war, in der Furcht, was der Tod beim Sterben wohl bringen werde - auf Golgatha öff- nete Er die Türen dieser Zellen und liess die Gefangenen in die Freiheit. Ihr müsst euch nicht mehr länger herabziehen lassen durch die Sünde. Ihr braucht eure Glieder nicht mehr der Sünde hinzugeben, dem Trinken, dem Rauchen, dem Spielen und dem Lügen. Ihr könnt aufrichtig, gerecht und aufrecht stehen und Satan kann nichts dagegen tun, denn ihr habt ein Seil ergriffen, ein Seil des Lebens. Es ist im Felsen verankert, der über allen Zeitaltern steht. Nichts kann euch davon wegreissen. Keine Stürme können euch hinwegzerren. Gar nichts, nicht einmal der Tod kann euch von der Liebe Gottes trennen, die in Jesus Christus ist. Das ist die Bedeutung von Golgatha! Der Mensch war in Fesseln und wurde daraus befreit. Der Mensch stand unter der Furcht des Todes Nun braucht den Tod nicht mehr länger zu fürchten. Ein Mensch, der ein Verlangen nach jener Stadt hat, deren Erbauer und Gestalter Gott ist, der kann einen Hochweg betreten und sein Angesicht zum Himmel erheben, denn er ist frei! Halleluja! Er ist erlöst. Er braucht nicht mehr umherzuwandern, denn da gibt es einen Weg, auf dem man weiss, ob man verkehrt ist oder nicht. Gott gibt uns Leben. Unsere Sünden sind vergangen. An jenem Tag auf Golgatha wurde der Preis bezahlt. Wenn wir all diese Dinge sehen, dann ist es kein Wunder, dass ein Dichter die folgenden Worte schreiben musste: über aufragenden Felsen und verdunkeltem Himmel, neigte mein Retter sein Haupt und starb. Der geöffnete Vorhang offenbarte den Weg zum Himmel und zu endloser Freude. Abraham brauchte nicht mehr durch das Land zu gehen, um eine Stadt zu suchen. Der Sünder braucht sich nicht mehr zu fragen, ob er gerettet werden kann oder nicht. Der kranke Mann braucht sich nicht mehr zu fragen, ob er ge- heilt werden kann oder nicht. Der sich öffnende Vorhang jenes Tages auf Golgatha offenbarte einen Weg zum voll- kommenen Sieg. Gott gab uns die Kräfte Seines Geistes, um triumphierend über all diesen Dingen zu leben - er möchte nur, dass wir es glauben. Dies geschah an jenem Tag von Golgatha. Niemals gab es solch einen Tag und niemals wird es wieder solch einen Tag geben. Dies ist nicht mehr notwendig. Der Preis wurde bezahlt und wir sind erlöst. Dank sei Gott; wir sind erlöst! Du brauchst dich niemals mehr zu fragen; nichts muss noch vermutet werden. Alles wurde hinweggenommen, der Vor- hang ist hinweggezogen und wir wurden auf einen Hoch- weg gestellt. Wir müssen nicht mehr wandern, sondern glauben und einfach vorwärts gehen. Wir gehen direkt in die grosse Gegenwart Gottes hinein. Als Abraham und all die andern auf der Suche nach einer Stadt waren, wussten sie, dass sie von irgendwoher waren. Etwas war geschehen. Sie lebten auf einer gelähmten Erde. Erdbeben kamen, Stürme kamen, Kriege und Morde. Der Wolf frass das Lamm, der Löwe frass den Ochsen. Das Bild stimmte nicht mehr. Etwas war nicht mehr in Ordnung. Sie wussten, dass etwas nicht mehr in Ordnung war. Ein Bru- der tötete den andern. Ein Vater tötete seinen Sohn, ein Sohn tötete seinen Vater. Etwas stimmte nicht mehr. Der Mensch wurde alt, er starb, er ging dahin. Die Krankheit war über ihm. Er befand sich in Fesseln. Die Bäume wuch- sen noch, doch sie sterben. Die Seen vertrockneten, das Wasser blieb aus. Etwas stimmte nicht mehr und so suchte er eine Stadt, wo diese Dinge nicht mehr geschehen wür- den. Er wusste, dass wenn es ihm gelang, in die Gegenwart jenes Einen zu kommen, der die Sache richtig gemacht hatte, dann würde er mit Ihm diese Sache besprechen kön- nen. Oh, welch ein Vorrecht ist es für dich Sünder, heute zu wissen, dass dir der Weg gegeben worden ist. Jener Tag auf Golgatha öffnete den Weg für all die Patriarchen, die ihn verzweifelt gesucht hatten. Golgatha hat auch dir den Weg geöffnet. Wie könntest du es abweisen? Wie könntest du so etwas zurückweisen und dafür irgend ein konfessionelles Be- kenntnis annehmen? Wie könntest du es wegwerfen, um dafür einen Ersatz zu suchen, wie die Vergnügungen dieser Welt? Weshalb solltest du es nicht in Anspruch nehmen? Der sich öffnende Vorhang bringt den Menschen direkt in die Gegenwart Gottes. Keinerlei Sünde ist noch auf ihm. Er stellt ihn auf eine Strasse, die zu den Dingen führt, die er eigentlich sucht - den Himmel, die Herrlichkeit, den Frie- den und das ewige Leben - alles liegt direkt vor ihm. Jener Tag war der Todesstoss für die Macht Satans. An jenem Tag war alles vollbracht. Ich kann Ihn dort sehen. Er war schon das Lamm von Eden, als der erste Schatten davon in Sicht kam, damals, als Abel Gott durch Glauben ein besseres Opfer darbrachte als Kain. Damals hat er wohl das Holz eines Weinstockes um den Nacken jenes Lammes gebunden, zog das Lamm auf einen Felsen, nahm einen scharfen Stein, legte sein kleines Haupt zurück und stach auf das Lamm ein bis es starb; bis seine Wolle in seinem eigenen Blute getränkt war. Es wälzte sich in seinem eigenen Blute. Dies war ein Schattenbild des kommenden Lammes, denn an jenem Tag auf Golgatha war ein Lamm auf Erden. Es war das sterbende Lamm Gottes - es wand sich in seinem eigenen Blute. Es war zerschlagen, zerstochen, geschlagen, angespieen und zerschunden; sie hatten ihm alles angetan was man konnte und das Blut tropfte von seinen Locken. Als das Lamm Abels starb, sprach es durch sein Sterben in einer Sprache, die Abel nicht verstehen konnte. Es blutete. Und als das Lamm Gottes starb, da sprach es eine Sprache, die niemand verstehen konnte: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen." Es war das Lamm Gottes - zerstochen und zerschlagen. Das war nun genau das Lamm, welches Abel in seinem Sinn hatte, als er den verheissenen Samen des Weibes sah. Es war das Lamm, das Daniel sah - herausgehauen aus dem Berge, ohne Handanlegung. Es war das Rad in der Mitte der Räder für die Propheten. All das, was sie vorher gesehen hatten, wurde an jenem Tag von Golgatha erfüllt. Das brachte die grosse Sache hervor. Das brach Satans Rücken. Erstens sollten wir herausfinden, was dieser Tag bedeutet. Zweitens sollten wir sehen, was dieser Tag uns gebracht hat. Drittens sollten wir sehen, was wir für jenen Tag tun kön- nen. Lasst uns zurückgehen: Als Jesus an jenem Tag auf Gol- gatha starb, hat er nicht nur den Preis für unsere Sünden bezahlt - er bezahlte auch den Preis für den Weg. Er machte einen Weg, damit wir ihm folgen können. Denn wir damals der erste Adam durch den Geist erlöst wurde - wie Adam durch den Geist geführt wurde, der die Kontrolle über die ganze Natur hatte - so wurden wir, der Mensch der Erde, durch Christus, den zweiten Adam erlöst, an jenem Tag auf Golgatha, um Ihm zu folgen. Denn als Er auf Golgatha starb, bereitete Er einen Weg. Er gab den Geist auf - den Heiligen Geist, der dann für dich und für mich auf die Erde zurückgebracht wurde, damit wir durch Ihn leben können. Betrachtet als Erstes, was es euch gebracht hat, dann fragt euch, was müssen wir tun, in Anbetracht dieser Sache? Was wird von mir und dir ver- langt? Nun, wir sagen: "Oh, wir sind dankbar dafür, das ist wirklich sehr gut." Doch wir müssen es annehmen. Und annehmen bedeutet, dass wir in unserem Herzen Seine Per- son, Jesus Christus, aufnehmen. Dann sind wir frei von Sünde. Dann sind an uns keine Fesseln der Sünde mehr zu finden. Es ist dann, wie wenn wir nie gesündigt hätten. Das vollkommene Opfer hat uns vollkommen gemacht. Denn Jesus sagte: "Seid darum vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist." Dann braucht nichts mehr getan zu werden, denn wir sind in der Gegenwart Gottes vollkommen gemacht worden. Seht, wo ihr euren Stand verliert: Wenn wir nicht aufpas- sen, versuchen wir zurückzuschauen, dorthin, wo wir ge- wesen sind. Und solange wir zurückblicken, solange bedeu- tet uns das Opfer nichts. Oh, Gemeinde, könnt ihr das nicht erkennen? Ich würde keinen Versuch machen, die Sache zu vollbringen. Ich kann es nicht und ebensowenig kannst du es. Es hat keinen Sinn, es zu versuchen. Du bist sofort verloren, wenn du auf die Dinge schaust, die du getan hast. Doch schau nicht auf das, was du getan hast, schau, was jener Tag auf Golgatha für dich getan hat. Er hat deine Schuld bezahlt. Die Sache ist erledigt. Auch wenn deine Sünden blutrot sind, sie werden weiss werden wie der Schnee. Rot wie Blut - weiss wie Wolle. Dann hast du keine Sünden mehr. Du bist vollkommen sündlos. Was du auch getan hast, du bist immer noch ohne Sünde. Solange wie du Jesus Christus als deinen Retter angenom- men hast, solange sind dir deine Sünden vergeben. Alles was vergeben ist, ist erlassen und alles darüber vergessen. Was wird dadurch bewirkt? Danach kommst du in Seinen Geist, in die Verfassung, dass du Ihm folgen kannst, du kannst dann so handeln, wie Er handelte - für andere, welche nachfolgen. Er war einfach ein Mann - ein vollkommener Mann. Er gab sein Leben, Er gab dir ein Beispiel. Nun, was müssen wir tun? Als erstes möchte ich folgendes sagen: Jesus lebte nie für sich. Er gab sein Leben für andere. Dies ist vollkommenes, ewiges Leben. Wenn ihr sagt: "Ich gehe in den Gottesdienst und vollbringe gute Taten", dann ist das in Ordnung. Doch wenn du dein Leben für dich selbst lebst, dann hast du kein ewiges Leben. Ewiges Leben ist ein Leben für andere. Jemand sagte: "Wie kannst du es nur ertragen, dass man dir so üble Namen gibt?" Ihr lebt nicht für euch, ihr lebt für andere, damit sie erlöst werden. Ihr werdet Söhne. Das Problem besteht darin, dass die Gemeinde vergessen hat, dass sie Söhne sind. Ihr seid Söhne, ihr nehmt den Platz von Christus ein. Ihr seid Söhne, darum lebt nicht für euch, lebt für andere. "Gut, Bruder Branham, für jenen Bruder kann ich gut leben, denn er ist solch ein netter Mann." Das ist es nicht! Lebt für denjenigen, der euch hasst. Lebe für den Menschen, der dich töten würde, wenn er könnte. So sind sie damals mit Ihm umgegangen. Sie töteten Ihn, und Er liess dies gesche- hen, damit sie gerettet würden. Dies ist ewiges Leben. Wenn dies in eurem Herzen ist, dann habt ihr den Himmel vor Augen. Doch dann habt ihr eure eigenen Dinge ge- opfert. Gebt sie so auf, wie die Schafe ihre Wolle hergeben. Ihr schaut einfach nach Golgatha. Ich hoffe, dass dies euch hilft dorthin zu kommen. Dies ist die Sache, die alle Menschen herausfinden müssen: Heraus- finden, wer ihr seid, und was damit bezweckt wird. Man geht nicht in die Versammlung, um Musik zu spielen und Lieder zu singen. Die Gemeinde ist ein Ort der Zu- rechtweisung. Das Gericht beginnt im Hause Gottes. Wir sollten uns selbst als tot erachten, aber als lebendig für Christus. Dann hat Er einen Weg geöffnet, dass wir uns für Seinen Dienst opfern, um Ihm zu folgen. Wenn wir ihm folgen, dann führen wir zu jenem Leben, zu welchem Er führt. Dies ist wunderbar. Jesus hat darüber gesprochen. Ich möchte euch nun einige Aussprüche darüber zeigen, Hört gut zu und verpasst es nicht: Jesus sagte, dass Er an jenem Tage die Menschen wie Böcke und Schafe scheiden werde. Er würde zu den Böcken sagen: "Stellt euch auf die linke Seite."" Und zu den Schafen: "Stellt euch auf die rechte Seite." Dann wird er zu den Böcken sagen: "Geht hinweg von mir, denn ich war hungrig und ihr habt mich nicht gespeist. Ich war im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. Ich war nackt, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben. Ich war krank und ihr habt mich nicht besucht." Und zu den Schafen wird er sagen: "Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war nackt und ihr habt mich gekleidet. Ich war krank und ihr habt mich besucht." Betrachtet dieses gut und verpasst es nicht! Behaltet dies immer in euren Herzen: Diese Dinge wurden ganz un- bewusst getan. Man tut es nicht, um seine Pflicht zu erfül- len. Wenn ein Mensch einem andern etwas gibt, weil er das Gefühl hat, er müsse es tun - wenn jemand dir Nahrung gibt, weil er glaubt es tun zu müssen, dann steht ein egoistischer Gedanke dahinter. Es sollte einfach euer Leben sein, euer natürliches Handeln. Für jene Schafe war es solch eine Überraschung, denn sie fragten ihn: "Herr, wann warst du hungrig und wir gaben dir etwas zu essen? Wann warst du nackt und wir haben dich gekleidet? Wann warst du durstig und wir gaben dir zu trinken? Wann warst du krank und wir haben dich besucht?" Es geschah ganz automatisch - aus Liebe. Es war einfach ihr Leben, das in ihnen lebte. Gott, lass die Men- schen erkennen, was Golgatha für uns bewirkte. Ganz auto- matisch! "Wann haben wir Herr?" Wir wussten nichts davon. Seht, wie Jesus ihnen antwortete: "Was ihr einem meiner Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan." Selbstloses Leben! Nicht der zweite Gedanke - gar nicht darüber nach- denken! Ihr seid den Dingen der Welt gegenüber tot, doch so leben- dig in Christus. Ihr geht auf dem Hochweg, dass ihr jene Dinge ganz automatisch tut. Ihr tut sie einfach. Nicht so, dass ihr sagt: "Der Herr möchte, dass ich es tue." Dies ist es nicht sondern ihr seid einfach ein Teil von ihm. Sein Geist ist in euch und ihr handelt, wie er handelte. Habt ihr begriffen? Es gibt einen Weg, der richtig erscheint, doch dessen Ende ist der Tod. Nicht alle, die sagen: "Herr! Herr!" werden eingehen, sondern jene, die den Willen des Vaters tun - einfach frei von Herzen. Jener Tag auf Golgatha bezahlte also den Preis, damit wir so sein können. Nicht so: "Ihr wisst doch, dass Witwe XY einst keine Kohle mehr hatte; da ging ich und brachte ihr etwas Kohle." Oder: "Kürzlich sah ich einen Bruder, der einen Anzug benötigte und so kaufte ich ihm einen Anzug. Preis Gott! Ich bin doch ein Christ." Oh weh, du selbstsüchtiger, armer, miserabler Mensch. Ihr seid Heuchler! Die rechte Hand soll nicht wissen, was die linke tut; die linke Hand soll auch nicht wissen, was die rechte Hand tut. Ihr tut es einfach, ihr seid tot in Christus, so dass ihr es so oder so tut. Es ist einfach eure Natur, so seid ihr geschaffen. Ihr tut es einfach. Es ist einfach das Leben, das in euch lebt. Ihr seid ganz diesem Geist hingegeben und er lebt sich selbst in euch.. Oh, könnt ihr diesen gesegneten Geist fühlen, jenes Leben? "Ich lebe nicht mehr, Christus lebt in mir", sagte Paulus. Einfach automatisch. "Bruder Branham, wir sind Christen, wir helfen diesen Menschen, wir helfen allen Menschen." Oh, schämt euch. Das ist kein Christentum! Christentum geschieht auto- matisch. Ihr vergesst alles darüber und tut es einfach. Christus hat sein Leben einfach vollständig Gott übergeben. Er hat sich als Diener für die Menschen zur Verfügung gestellt. Er hat sein Leben freiwillig gegeben. Er hätte es nicht tun müssen. Er brauchte es nicht unwillig zu tun. Er sagte nicht: "Ihr Brüder solltet mich wirklich hoch achten, denn ich komme, um für euch zu sterben." Er sagte nie ein Wort darüber. Er starb so oder so. Denn es war Gott in ihm. Es ist Gott in euch! Gott in mir, Gott in uns, bewirkt, dass wir uns um andere kümmern. Die Schafe werden zur einen Seite getan. Andere werden sagen: "Herr, ich tat dieses und ich tat jenes." Und er wird sagen: "Geht hinweg von mir ihr Übeltäter, ich habe euch nie gekannt." Wenn die Gemeinde je zu diesen grundlegenden Tatsachen kommen könnte. Es geht nicht um etwas, das ihr zu tun versucht, etwas, in das ihr euch hineinsteigert. Es ist etwas, das in euch geboren ist. Ihr Pfingstfreunde, vergebt mir. Ich bin selbst ein Pfingstler, doch meine Pfingstfreunde sind soweit gekommen, dass sie viel schnelle Musik benötigen, damit sie ein Jauchzen her- vorbringen. Sie benötigen den Rhythmus einer Musikgruppe, das Händeklatschen oder Tamburine dazu. Dies sind nur Gefühle, es sind Emotionen! Sie lassen die Musik spielen, bevor sie in den Kampf gehen, damit die Leute in Stimmung kommen für den Kampf. Ich glaube an Musik; ich glaube an das Händeklatschen, ich glaube an diese Dinge, das ist die Wahrheit. Wir sollten diese Dinge haben, doch ihr habt die grossen Dinge nicht getan: Dieses sich selbstaufopfernde Leben, das Gott in euch lebt, welches automatisch das tut was recht ist, weil es das Richtige ist. Es geht einfach vorwärts und denkt nicht einmal darüber nach, es lebt sich einfach. Passt dann auf, was dann ge- schieht; dann seid ihr auf dem Hochweg. Das ist es, was Golgatha für euch bedeutet, jener Tag hat euch den Hoch- weg geöffnet. Denkt daran, dass ihr nicht halb Bock und halb Lamm sein könnt. Man kann sie nicht vermischen. Es gibt viele Men- schen, die sagen: "Ich will dir was sagen. Wir haben eine Organisation in unserer Gruppe, wir helfen damit den Armen Wir tun diese Dinge." Das ist ja in Ordnung, doch ihr blast in euer eigenes Horn damit. Das solltet ihr nicht tun Jesus sagte, dass ihr eure Almosen im Geheimen geben sollt ganz selbstverständlich, ganz automatisch. Es ist wie wenn man zum Wasser zu geht um zu trinken, wenn man durstig ist. Wenn ein anderer Mensch durstig ist dann denkt ihr auch an ihn. Wenn ein anderer Mensch einen Mangel hat, dann denkt ihr an ihn, wie ihr an euch denken würdet. Ihr macht kein grosses Aufsehen davon. Ihr lebt einfach weiter. Du kannst also nicht halb Lamm und halb Bock sein. Wenn ihr nun sagt: "Unsere Gemeinde hat eine Organisation, damit helfen wir den Armen. Wir tun dieses und jenes." Wenn ihr dieses habt ohne jenes andere, das Leben von Christus in euch - dann tut ihr es vergebens. Im 1. Kor. 13, sagt Paulus: "Und wenn ich alle meine Habe austeile und meinen Leib hergebe, damit ich verbrannt werde, habe aber keine Liebe, so nützt es mir nichts." Dies ist hart, doch es ist die Wahrheit. Zu dieser Tatsache müsst ihr gelangen. Erkennt, was Golgatha für euch getan hat. Wir schauen dorthin und sagen: "Oh, das ist gut." Darum geht es nicht. Wenn jener Sohn Gottes nach Golgatha gehen musste, um gekreuzigt zu werden, dann muss jeder Sohn, der kommt, nach Golgatha gehen. Er muss auch sein Gol- gatha erleben. Auch du musst jenen Tag von Golgatha er- leben. Ich benötige jenen Tag von Golgatha. Damit löst sich die Frage der Sünde. Ich komme nicht durch den Händed- ruck eines Predigers, nicht durch den Beitritt zu einer Ge- meinde, nicht durch einen Brief oder ein Bekenntnis, ich komme durch eine Geburt hinein. Er gab uns niemals einen Brief oder ein Bekenntnis. Er gab uns eine Geburt. Auf diese Weise gelangen wir hinein. Von dort an leben wir automatisch ein christliches Leben. Ich möchte noch auf etwas hinweisen: Es gibt nicht so etwas wie halb Bock und halb Lamm. Ihr seid nicht zur Hälfte Bock und zur Hälfte Lamm. Entweder seid ihr ein Lamm oder ein Bock. Wenn ihr einfach gute Dinge tut und glaubt, dadurch könntet ihr hineingelangen, dann wäre der Tag von Golgatha nicht notwendig gewesen. Dann hätte das Gesetz genügt. Doch Gott wählte den Tag von Gol- gatha, um uns hereinzubringen, damit wir nicht solche Ge- meindemitglieder sein müssten, sondern Söhne und Töch- ter Gottes. Das ist die Bedeutung jenes Tages auf Golgatha. Das bedeu- tet er für dich. Wenn du möchtest, dann folge ihm und handle wie Jesus. Ein Fluss fliesst nicht zur selben Zeit aufwärts und abwärts. Der Fluss fliesst nur in einer Richtung und der Geist Gottes geht auch nur in eine Richtung. Er ist nicht in einem Durch- einander. Er geht in dieselbe Richtung. Passt auf was Jesus sagte: "Jesus sagte: "Die Werke, die ich tue, die sollt auch ihr tun, ja grössere denn diese sollt ihr tun, denn ich gehe zu meinem Vater." Ich spreche diese Dinge nicht nur für diese Gemeinde, denn diese Botsc- haften werden auf Tonband aufgenommen und Zehntau- sende hören sie auf der ganzen Welt. Den Kritikern möchte ich jetzt eine Frage stellen. Man hat oft zu mir gesagt: "Glaubst du die Bibel." Jesus sagte: "Die Werke, die ich tue, die sollt auch ihr tun, ja grössere den diese sollt ihr tun, denn ich gehe zu meinem Vater." Wie schlimm muss es mit euch noch werden? Wie weit weg von der Unterscheidung könnt ihr noch abtreiben mit euren intellektuellen Theologien, mit eurem verstandesmäs- sigen Konzept von allem? Meine teuren und verlorenen Freunde, könnt ihr nicht begreifen, dass die Bibel geistlich ausgelegt wird? Jesus dankte dem Vater, dass Er es vor den Klugen und Gebildeten verborgen hatte, dass Er es den Kindern offenbart, jenen, die nach Golgatha kommen möch- ten. Passt auf, wie Jesus die Sache zum Ausdruck bringt: "Die Werke, die ich tue.... - Er tut sie gerade jetzt - .... die Werke, die Ich jetzt tue - die Kranken heilen, die Toten auf- erwecken, die Augen der Blinden öffnen - diese Werke werdet auch ihr tun. Ihr werdet diese Dinge tun, wenn ihr Mir glaubt. Ihr werdet diese Werke tun, und dann werdet ihr noch grössere Werke tun, weil Ich zu meinem Vater gehe. Eine kleine Weile, und die Welt wird Mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet Mich sehen. Ich werde mit euch sein, sogar in euch, bis ans Ende der Welt. Ich lasse euch nicht ohne Trost. Ich werde den Vater bitten, dass Er euch einen andern Tröster sendet, nämlich den Heiligen Geist, den die Welt nicht empfangen kann, doch ihr könnt ihn empfangen." Beachtet nun, dass die grossen Werke, für welche die Kraft in der Gemeinde ist, nicht nur darin bestehen, für die Kran- ken zu beten und durch das Gebet Teufel auszutreiben, sondern den Gläubigen das ewige Leben weiterzugeben. Der Heilige Geist ist gekommen und in die Hände der Gemeinde gegeben um Leben auszuteilen. Dies ist die Be- deutung von Golgatha. Es hat niedere, gefallene Männer und Frauen ergriffen und hat sie in den Stand erhoben, um Söhne und Töchter Gottes zu sein, um Kranke zu heilen und um ewiges Leben weiterzugeben. Es geschah, weil der Heilige Geist gehorsamen Gläubigen gegeben wird. Men- schen, die einst ungläubig waren wurden gläubig, und es wurde ihnen geistiges, ewiges Leben gegeben. Wieviel grösser ist es doch, zu dieser kranken Frau, welche hier liegt, zu sagen Ich kann ein Gebet des Glaubens für sie beten, und sie wird geheilt werden - das ist eine grosse Sache. Das war die Sache, die Er damals tat, doch Er sagte: "Grösseres als diese Dinge werdet ihr tun; Ich werde euch nicht nur Kraft geben, um einen Menschen ins Leben zurückzubringen, sondern Kraft, um ihm ewiges Leben zu geben - um für immer ewig zu sein." Ihr armen, blinden und unglücklichen Menschen, wie könnt ihr so etwas verpassen? Könnt ihr nicht sehen, was die grössere Sache ist? Das ist das Grösste, das je geschehen konnte; den Menschen ewiges Leben weiterzugeben. Was ist ewiges Leben? Es ist das Leben, das Er lebte. Das Leben, das in Ihm war, an andere weitergeben. Kann das ein Mensch tun? Ein Sohn Gottes kann es. Jesus sagte: "Welchen irgend ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben, welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. (Joh. 20, 23). Hier machen die katholische Kirche und viele andere ihren grossen Fehler. Sie sagen: "Ich vergebe dir deine Sünden." Das war nicht die Sache. Wie wurden ihnen in der Bibel die Sünden vergeben? Petrus beantwortete diese Frage am Pfingsttage. Sie fragten damals: "Was sollen wir tun, um gerettet zu werden? Wie können wir das bekommen, das ihr alle habt?" Dann eröffnete er ihnen das Rezept. Er sagte ihnen, was sie tun mussten: "Tut Busse, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi, zur Vergebung der Sünden." Wofür mussten sie getauft werden? Zur Vergebung der Sünden. Da liegt das grössere Werk. Wieviele von euch möchten heute morgen nach Golgatha gehen, um zu sehen, was Gott dort für euch tat? Ihr Predi- ger, wollt ihr eure konfessionellen Glaubensbekenntnisse verlassen und das Evangelium predigen? Halleluja! Es liegt nun in euren Händen. Was werdet ihr damit tun? Warum? Die Busse und die Vergebung der Sünden muss in Seinem Namen der ganzen Welt gepredigt werden, beginnend in Jerusalem. Was bedeutet euch Golgatha? Was bewirkte dieser Tag für euch? Hat er euch vollgestopft mit etwas Theologie? Hat er euch aufgeblasen oder hat er euch zum Christen gemacht? Alles ist bezahlt! Halleluja! Die Sünden sind vergeben. Ich danke Dir, Jesus! Grössere Werke als diese werdet ihr tun; Sünden vergeben im Namen von Jesus Christus. Doch eure Glaubensbekenntnisse, eure Konfessionen und so weiter haben euch niedergebunden an einen Ort, wo ihr immer noch mit der Welt flirtet. Zeige mir einen Mann oder eine Frau die nach Golgatha kommen könnten, nur um etwas Grosses zu sein. Wie könntet ihr so nach Golgatha schauen? Wie könnt ihr euren Tag von Golgatha erleben und und dann stolz und aufgeblasen zurückkommen? Wie könnt ihr dann die Marionette einer Organisation sein und irgend eine menschengemachte Lehre predigen? Warum sollte er euch nicht demütigen, dass ihr euch dem Wort Gottes zu- wendet? Wenn ihr je dort gewesen seid, dann kommt ihr demütig zurück. Wie könntet ihr dann noch eine grosse Nummer spielen in euerer Organisation, euch Federn an den Hut stecken, wenn sich Jesus Christus, der Sohn Got- tes, so herabliess, dass Er mit zerschundenem Leib anges- pieen wurde. Er demütigte sich in Schande, als sie Seine Kleider von Ihm rissen und Ihn vor der Welt kreuzigten, verachtet und der Schande preisgegeben. Wie kannst du nach Golgatha gehen und dann etwas anderes bekommen als das, was Er war - Schande und Schmach? Du sagst: "Sie werden mich herauswerfen." Dann lass sie werfen. Habe du deinen Tag von Golgatha. Gott wird Seinen Weg mit dir haben. Ich will es noch einmal sagen: Habe du deinen Tag von Golgatha. Gott wird Seinen Weg mit dir haben. Lasst uns beten: Herr, oh Gott, nimm uns gerade jetzt nach Golgatha. Lass uns weggehen von uns selbst, von der Menschenfurcht, von dem was andere sagen werden. Hat doch die ganze Welt über Ihn gelacht und über Ihn gespot- tet. Doch er war gehorsam bis zum Tode. Er war gehorsam in Schande. Er war sogar der Regierung gehorsam, und wir erkennen, dass Satan zum Herrscher und zur Autorität über diese Erde wurde, als er die Erde schlug. Er bezeugte seinen Anspruch auch unserem Herrn, als er sagte: "Diese Königreiche gehören mir. Ich tue damit, was ich will." Und wir erkennen, dass die Welt von damals bis heute unter einem Fluche steht, dass sie von dem regiert wird, der den Fluch brachte. Doch wir, oh Gott, wir dienen einem König- reich, das nicht verflucht ist. Vater, Gott, wie wunderbar ist es, dass Du auch in der Welt des Films grosse Dinge bewirkt hast, dass ein so gewaltiger Film, wie die zehn Gebote herauskam, dass Männer und Frauen, die nicht einmal ihren Schatten auf einen Kircheneingang fallen lassen würden, sehen konnten, was geschah. Gottes Weg wurde von der Welt abgelehnt. Wir sind in dieser Welt, doch wir sind nicht von dieser Welt. Wir sind nach Golgatha gegangen. Wir haben uns selbst gekreuzigt, mit dem Königreich Gottes, um einer von den Seinen zu sein. Was die Welt auch sagen mag, wir wählen den Weg mit der kleinen verachteten Schar des Herrn. Wir gehen vorwärts, hinein in die Auferstehung. Herr, wir glau- ben, dass die Zeit bald kommt, wo wir in ein Königreich versetzt werden, das die ganze Welt überdecken wird. Da- niel sah es, er sah, wie die Welt in kleine Stücke fiel, sie wurde wie Spreu auf den Sommertennen und der Wind verwehte sie. Doch der Stein wuchs zu einem grossen Berg - 28 - und bedeckte die ganze Erde. Dieser Stein soll kommen. Oh Gott, wir möchten ein Teil davon sein. Gewähre, dass wir uns selbst verleugnen und unser Kreuz täglich tragen; dass wir für Christus und für andere leben können. Gewähre es, Herr. Vielleicht ist jemand unter euch, der sagt: "Ich möchte ihn kennen. Ich möchte, dass dieser Tag für mich der Tag von Golgatha ist. Ich bin krank und müde. Was soll ich mich noch mit den unbedeutenden Dingen beschäftigen, in die ich hineingeboren wurde; ich wurde geboren um ein Sohn Gottes zu sein, und ich halte fest an den Dingen der Welt. Gott, lass mich heute gekreuzigt sein. Möge ich mir selbst und meinen Ideen gekreuzigt sein, damit ich mit Christus für andere leben kann. Was sie mir auch antun werden, ob sie mich auslachen oder verfolgen werden - auch wenn sie alles Üble über mich sprechen werden - lass mich einfach demütig vorwärts gehen, sanft wie ein Lamm, so wie Er es tat. Er hat verheissen, dass Er mich in den letzten Tagen wieder hervorbringen werde. Ich halte Ausschau nach jenem Tag." Unser himmlischer Vater, als Petrus am Pfingsttage pre- digte, wurde gesagt, dass jene, die glaubten, der Gemeinde hinzugefügt wurden. Ich glaube, dass Menschen da sind, die von Herzen glauben. Wenn sie möchten, dass ihnen ihre Sünden vergeben werden, dann wird jemand da sein, der sie taufen wird, in dem einzigen Namen, der den Men- schen unter dem Himmel gegeben ist, in dem wir gerettet sind. Wie ich vorher erwähnte, muss die Busse und die Vergebung der Sünden in Seinem Namen der ganzen Welt gepredigt werden, beginnend in Jerusalem. Und als in Jeru- salem die Busse und die Vergebung der Sünden gepredigt wurde, zeigten ihnen die Apostel aus der Schrift, dass sie zuerst Busse tun sollten, um darauf im Namen Jesu Christi getauft zu werden. Das war die Aufgabe des Predigers. Sie mussten Busse tun (umsinnen), der Prediger musste sie für die Vergebung ihrer Sünden taufen. "Welchen ihr die Sün- den vergebet, denen sind sie vergeben, welchen ihr sie behal- tet, denen sind sie behalten." Vater, wie konnte die Welt nur in solch einen Koller hinein- kommen? Warum wollten sie nicht einfach das schlichte Evangelium glauben? Als Ersatz dafür bringen sie falsche Namen, falsche Taufen, falsche Hei1ig-Geist-Taufen und ein Händeschütteln mit den Predigern. Sie gebrauchen beim Taufen die Titel Vater, Sohn und Heiliger Geist, obwohl diese Art der Taufe in der Schrift nirgends gefunden wird. Diese Taufe kommt aus einem Dokument der römischen Kirche und ist keine christliche Lehre. Nirgends in der Bibel wurde so getauft. Sündenvergebung kann nicht durch Titel erfolgen, aber durch den Namen von Jesus Christus. Vater, wir wissen, dass dies sehr unpopulär ist. Deine Wege waren immer so. Gewähre, dass Männer und Frauen diesen Tag finden, diesen Tag von Golgatha. Als Jesus, ungeachtet jenes Tages und der Schande, entblösst, zerschlagen und angespieen zu sein, Seinen Mund nicht öffnete - als die ganze Welt, die Kirche und die Menschen, die Ihn hätten lieben sollen, ihren Spass mit Ihm trieben, da starb er für jene Menschen. Oh, Gott, bringe uns heute nach Golgatha. Wenn man auch sagt, wir seien verrückt; wenn sie auch sagen, wir verstün- den die Bibel nicht - sie mögen sagen, was sie wollen - so können sie doch nicht in der Gegenwart Gottes stehen und sagen, es sei nicht die Wahrheit. Sie können ihre Sünden nicht mit der Bibel bedecken. Die Bibel enthüllt ihre Sünde und ihren Unglauben. Doch sie möchten populär sein, wie alle andern. Lass sie heute nach Golgatha kommen und in "Jerusalem" beginnen, da von dort aus die Busse und die Vergebung der Sünde in Seinem Namen allen Nationen gepredigt werden muss. Lass sie denselben gekreuzigten Schritt machen - wenn sie auch zerschlagen, angespuckt und verspottet werden, wenn ihnen auch in den Reihen der religiösen Abtrünnigen alle Arten von Namen gegeben werden - wie: Zerstörer der Gemeinden und sonst alles Mögliche. Mögen sie von heute an den Weg erwählen, mit den Wenigen, den Verachteten des Herrn. Mögen wir wandeln wie die Apostel, nicht links und nicht rechts schauen, sondern Gott von Herzen dienen. Gewähre es Vater! Heile die Kranken und die Leidenden. Mögen sie gerade jetzt in ihren Herzen umkehren. Mögen jene, die solange gewartet haben, rasch zum Wasser gehen, (zur Taufe), um ihre vergebenen Sünden auf den Namen des Opfers zu legen, auf Jesus Christus, den Sohn Gottes. Amen.