DIE BOTSCHAFT DER GNADE ---------------------------------------------- THE MESSAGE OF GRACE 27. August 1961 Branham Tabernacle Jeffersonville, Indiana, U.S.A. William M. Branham ---------------------------------------------- Deutsche Übersetzung: SPOKEN WORD (Schweiz) Die deutsche Übersetzung wurde mittels eines Scanners eingelsen und durch ein OCR-System in diese Text-Datei umgewandelt (05.01.1998) Die Botschaft der Gnade Allmächtiger und gnädiger Gott! Du bist ein Gott, der Gebete beantwortet, und Du weisst, was alle Deine Kinder benötigen. Du hast uns gekannt, bevor wir geboren worden sind; Du hast unsere Schritte abgezählt und sogar die Anzahl der Haare auf unserm Kopf hast Du gezählt. All unsere Worte werden mit Deiner Waage gewogen. Und so wollen wir heute morgen diese Dinge beachten, oh Herr und Gott, denn wir haben diese ernste Verpflichtung vor Dir. All die vielen Hände, welche sich heute morgen während des Gebetes erhoben, wünschten vielleicht Gebet für ihre kranken Leiber oder Ret- tung für einen verlorenen Angehörigen. Du kennst ihre Herzen und alles was darin ist, denn als Du damals als menschliches Wesen hier auf der Erde standest und Jesus der Herr genannt wurdest, da kanntest Du sogar das tiefe Geheimnis ihres Herzens. Alles was sich die Menschen in ihren Gedanken vorstellen konnten, das konntest Du ihnen wieder sagen und Du konntest ihnen sagen, wann sie jene Dinge gedacht hatten. "Warum überlegt ihr euch in euren Herzen diese Dinge?" Jesus erkannte ihre Gedanken. Und wir lesen in der Schrift, dass Du gestern, heute und immer derselbe bist. Auch steht geschrieben: "Wo immer sich zwei oder drei versammeln, da werde ich unter ihnen sein." Und so bist Du also heute morgen in der Gestalt des Heiligen Geistes unter uns, und Du kennst jeden Wunsch der auf dem Herzen der Menschen ist. Vater, ich bete, dass Du ihnen antworten möchtest, indem Du zu ihnen zurücksprichst und sagst: "Es ist vollbracht! Eure Gebete sind beantwortet worden, und heute sende ich euch die Gewissheit, dass alles, worum ihr gebeten habt, gewährt wurde." Möge heute etwas geschehen, bevor diese Botschaft zu Ende ist, das Deine Gegenwart den Menschen so nahe bringt, dass sie wissen, dass Du derselbe Jesus unter ihnen bist, der damals durch Galiläa ging. Mögen sie heute mit derselben Gewissheit davongehen, wie jene, welche damals von Emaus kamen. Sie waren den ganzen Tag mit ihm unterwegs gewesen und hatten nicht gemerkt, dass Er es war. Oh Gott, so oft geht es uns wie jenen Jüngern. Du sprichst zu uns im Untergehen der Sonne, im Gesang der Vögel, im Rauschen der Blätter, im Blühen der Blumen, in den Gesängen in der Gemeinde - und wir realisieren so wenig, dass Du es bist. Oft sprichst Du zu uns in den Räumen der Krankenhäuser, und wir erkennen kaum, dass Du es bist. Mögen wir heute morgen erkennen, dass Du etwas in unserer Mitte getan hast - mögen wir es erkennen, wie es damals die Jünger erkannt ha- ben. Sie kannten die Dinge, die Du vor ihnen getan hattest. Du tatest es vor Deiner Kreuzi- gung, und da wussten sie, dass es der auferstan- dene Herr war. Sie gingen zu ihren Gruppen zurück, frohlockten und priesen Gott, denn sie wussten, dass er lebendig war. Und dann sagten sie: "Brannten nicht unsere Herzen, als er unterwegs mit uns sprach?" Herr, dein Erscheinen dort und das Tun der Dinge, die Du schon vor der Kreuzigung getan hattest, hatten Deine Auferstehung bewiesen. Es bewies, dass Du derselbe Jesus warst, und es bewirkte, dass sie sich an all ihre Gespräche mit Dir erinnern konnten. Erscheine nun in unserer Mitte und gib Dich jedem Herz zu erkennen, denn wir bitten es im Namen Jesus. Amen. (Eine Schwester spricht in Zungen und ein Bruder gibt die Auslegung.) Die Versammlung soll nun beten: Unser Vater, der Du bist in den Himmeln, geheiliget werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser tägliches Brot. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig wurden. Führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns vom Bösen; denn Dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen. Dies ist die Auslegung der Zungenrede: "Wenn mein Schreibstift das Werkzeug eines Bildhauers wäre und mein Papier ein Felsen, dann sollten die Worte, die ich nun sage in den Felsen eingraviert werden, damit sie zu allen Menschen gelangen könnten." Der Heilige Geist Gottes hat eigenartige Wege, um sich mit seinem Volk zu befassen. Manchmal geschieht es durch Wunder und durch Gaben, welche ohne Reue gegeben wurden. Gott gibt sie seinem Volk durch seine Gnade. Ich bin nun wieder Zuhause, es bedeutet etwas Ferien für mich. Gewöhnlich benutze ich diese Jahreszeit, um mich bei der Eichhörnchenjagd zu entspannen. Diese Woche war ich mit meinen Freunden in Kentucky, an meinem bevorzugten Ort, um Eichhörnchen zu jagen. Irgendwie war ich etwas entmutigt, nicht weil ich keine Eichhörnchen finden konnte - ich fühlte mich einfach entmutigt. Etwas sagte mir, ich müsste nach Hause zurück. Auf der Heimreise schlief ich im Auto. Wie ihr alle wisst - es ist aufgeschrieben, durch Zeugen bestätigt und auf Tonband aufge- nommen - ich sass damals an einem Ort hier in Indiana, wo Gott der Herr herabkam und mit mir über meinen zweiten Dienst sprach - dass er in nächster Zukunft beginnen werde. Und dort wurden drei Eichhörnchen ins Dasein gesprochen. Ihr alle kennt die Geschichte. Und als ich dort dem Weg entlang ging - ich liess die andern Burschen während der Jagd einen andern Weg gehen - da hatte ich ein eigenartiges Gefühl, wieder an jenen Ort zu gehen. Es war vor Tagesanbruch und es regnete. Ich wusste nicht einmal, ob die andern an jenem Tag auch zur Jagd gingen oder nicht, doch ich wollte dort aufs Feld hinaus gehen. Jagen bedeutet für mich, dass ich zu mir kommen und beten kann. Ich brachte mein Auto zum Stehen, ging über die Strasse zu den Büschen hinüber. Es war kurz bevor es richtig Tag wurde, es war noch düster, der Tag dämmerte heran. Ich hatte angehalten und wie üblich ein kleines Gebet gebetet. Ich bat den Vater, mir das zu geben, was ich benötigte. Ich glaube man sollte nichts verschwenden oder vernichten. Nie benutzte ich Vögel oder andere Tiere, nur als Zielscheibe. Das, was ich jage, das esse ich, oder ich gebe es jemandem, der es essen kann. Ich glaube nicht an Verschwendung. Ich glaube, es ist nicht richtig, wenn man es tut. Ich begann also dem mir gut bekannten Pfad entlang zu gehen. Als ich auf dem Pfad war, der zuerst einer Wiese entlang führt und dann in einer Kurve in den Wald mündet, da geschah etwas eigenartiges. Bei all meinen Erlebnissen hatte ich noch nie so etwas erlebt. Von meinem Standort aus sah ich linkerhand, von der Spitze des Hügels aus, drei Regenbogen hervorkommen. Sie waren ungefähr neun Meter hoch. Als ich zuerst schaute, da wollte ich einfach weitergehen, denn ich dachte, nichts anderes als das Aufgehen der Sonne sei die Ursache. Doch der zweite Gedanke zeigte mir, dass es nicht gegenüber der Sonne sein konnte, denn es kam von südlicher Richtung. Zudem war es düster und wolkig, und überall regnete es. Der Himmel war überall mit glatten Wolken überzogen. Ich schaute wieder hin und sah, wie die drei Regenbogen grösser und grösser wurden. Ich nahm meinen Hut vom Kopf und stellte das Gewehr zur Seite. Mit erhobenen Händen begann ich darauf hinzugehen. Irgend etwas schien mir zu sagen: "Dies ist nahe genug." Ich setzte mich und zog meine Stiefel aus, um zu sehen, ob ich so etwas näher gehen könne. Ich ging bis auf einige Meter heran, und ich konnte die Farbe davon sehen; es bewegte sich wie Nebel. Ich stand einige Augen- blicke still. Es kam direkt aus der Spitze des kleinen Berges. Ich beobachtete, wie sich die drei Regenbogen - einer zur linken Seite, einer zur rechten Seite und einer in der Mitte - miteinander wie zu einer Schale formten. Was es auch war, es war lebendig, es bewegte sich selbst. Und ich stand dort, während der Tag anbrach. Ich schaute wieder hin und schrie: "Oh, Gott, was möchtest Du Deinem Diener sagen?" Sofort kam der Geist Gottes und sprach: "Der Jesus des Neuen Testamentes ist Jehova des Alten Testamentes. Er hat nur seine Hülle gewechselt, von einem Geist zu einem Manne." Dies bestätigte gewiss meine Botschaft von ihm. Er liess mich wissen, dass diese einund- dreissig Jahre nicht umsonst gewesen waren. Als ich anfing näher zu gehen, begann sich die Erscheinung aufzulösen. Es formte sich zu einer Schale, dann verschwand es. Ich ging ganz nahe heran, doch ich fürchtete mich, noch näher heranzugehen, da er mich vorher aufgehalten hatte, näher zu gehen. Ich wandte mich um und bemerkte, dass das Licht, in der Weise, wie es für mich leuchtete, genau in Linie mit jenem Baum war, wo ich vor einem Jahr gesessen hatte, als die Eichhörnchen erschienen. Ungefähr fünfunddreissig oder vierzig Minuten später ging ich den Wald hinunter und über die Hügel zu jenem Baum. Die Krone jenes Baumes bildet vier Gabeln, eine läuft nach Osten, die andern nach Norden, Westen und Süden. Und ich stieg in diese Baumkrone, denn das war der Ort, wo er mir die Schriftstelle gegeben hatte: "Wenn du zu diesem Berge sprichst, bewege dich.. ." Später stand ich noch etwas dort - ich dachte nicht mehr an die Regenbogen - ich dachte: Dies ist der Ort, wo mich Gott letztes Jahr die Eichhörnchen ins Dasein sprechen liess. (Denn dieses Jahr war wieder sehr schlecht für die Eichhörnchenjagd.) Wieder zog ich meinen Hut aus und sagte: "Herr, Gott, Du bist immer noch derselbe Jesus. Du bist immer noch Gott." Und etwas sagte zu mir: "Wieviel möchtest du dieses Mal?" Ich sagte: "Genausoviele wie das letzte Mal, das Limit." Dann sagte ich noch: "Ich werde dieses Limit haben bevor es 10 Uhr ist. Auch dies erscheint eigenartig; ich befand mich in einem Gebiet, wo es sehr viele Stech- mücken hat. Die Gegend dort ist sumpfig. Eine grosse Mücke stach mich direkt neben dem Auge, und dann sagte ich: "Keine dieser Mücken wird mich heute noch quälen, nichts Widerwärtiges wird noch zu mir kommen." Und ohne nachzuden- ken sagte ich noch: "In dreissig Minuten wird die Sonne scheinen." Kaum hatte ich diese Dinge gesagt, da erschien direkt hinter mir ein Eichhörnchen. Genauso ein Eichhörnchen wie dasjenige im letzten Jahr. Ein junges, rotes Eichhörnchen. Ungefähr 60 Meter von mir entfernt sprang es auf einen Zweig und begann sein Geräusch zu machen. Auf diese weite Distanz konnte ich trotz des starken Zielfernrohres sein Auge nicht sehen. Ich schoss einfach. Ich hatte kein richtiges Ziel, ich musste das ganze Eichhörnchen als Ziel nehmen. Doch die Kugel traf genau ins Auge, genau am gleichen Ort wie beim letzten Mal. Dann ging ich weiter durch die Wälder, und genau drei Minuten vor 10 Uhr schoss ich mein drittes Eichhörnchen, genauso wie im Jahr vorher. Es war drei Minuten vor 10 Uhr. Und Gott ist mein feierlicher Zeuge - während des ganzen Tages hörte ich nicht eine einzige Stechmücke summen, obwohl in jener Gegend Tonnen von Stechmücken sind, wenn man sie wägen könnte. Ich konnte keine einzige Mücke hören. Ich lauschte und versuchte, ein Summen auszumachen. Plötzlich hörte ich ein Summen, doch das Geräusch kam von einem Fernlaster, der auf der weit entfernten Landstrasse dahinfuhr. Genau dreissig Minuten nach meinem Ausspruch schien die Sonne hell und klar. Und ich kam zum Ausgangspunkt zurück und überlegte mir, dass das Limit für Eichhörnchen in Indiana eigentlich bei der Zahl 5 liegt. Doch ich erinnerte mich, dass ich letztes Jahr drei Eichhörnchen für eine Mahlzeit gewünscht hatte, als mich der Herr gefragt hatte: "Wieviel möchtest du?" Und gestern ging ich noch einmal an jenen Ort. Da sagte eine Stimme zu mir: "Ueberquere die Strassen nicht!" Und genau um 10 Uhr hatte ich das fünfte Eichhörnchen geschossen. Das Limit in Indiana. Ich möchte, dass ihr beachtet, dass drei Regenbogen erschienen waren, dass drei Dinge gesagt wurden, und ich bekam drei Eichhörnchen. Drei Dinge waren es: Drei Eichhörnchen um 10 Uhr; keine Mückenplage; Sonnenschein in dreissig Minuten. Und drei sind es, die es bezeugen können: Bruder Banks Wood, mein Sohn Billy Paul und sein Sohn David. Als ich jene Regenbogen sah - ungefähr so gross wie dieser Lichtkreis - jener Engel des Herrn - doch es waren drei Regenbogen, die zu einem wurden. Oh, wie half das meinem Herzen, zu wissen, dass Gott.... Jesus ist nicht nur ein Mann, wie viele Leute denken. Heute denken sie, er sei nur ein Prophet, das ist die moderne Idee von heute. Er ist Jehova des Alten Testamentes, der Fleisch wurde und unter uns wohnte. Gewiss hat mich jenes Ereignis getröstet - wenn man an das gewaltige Thema denkt, mit dem Gott so viele Menschen suchte. Es gibt eine Menschengruppe, und sie nennen sich "Jesus allein" (Jesus Only) . Mit ihrer Theorie stimme ich nicht überein. Ich stimme auch nicht mit den Trinitariern überein, welche sagen - ihre extreme Richtung sagt es - es seien drei verschiedene Götter. Doch ich glaube, dass die drei - der Vater, der Sohn und der Heilige Geist - drei Aemter des einen Gottes sind. In der Vaterschaft lebte er in der Feuersäule; in der Sohnschaft lebte er in Jesus Christus; und im Heiligen Geist lebt er in der Gemeinde. Derselbe Herr Jesus der Fleisch war und unter uns lebte, ist heute in der Gestalt des Heiligen Geistes unter uns. Das war die eindrücklichste all meiner Erfah- rungen! Als ich es erblickte, da dachte ich zuerst: "Vielleicht scheint die Sonne durch eine Wolke." Doch es war vor der Zeit des Sonnenauf- gangs. Doch als ich noch einmal hinschaute, da sah ich, dass es kein Licht war sondern Regenbogen. Als ich dann genau hinschaute und sah, was es war, da erstarrte ich völlig Jemand fragte mich eben: "War es nicht in dir, zu jauchzen?" Nein, ich war nicht in der Stimmung zu jauchzen. Solche Erfahrungen bringen euch nicht in eine Stimmung in der ihr jauchzen möchtet. Ihr fühlt euch einfach verankert, du weisst einfach, dass da etwas ist, das zu dir spricht, es ist einfach ein befriedigendes Gefühl. Diese Dinge sind wahr. Ich weiss, dass da oft Dinge erzählt werden, wo die Leute sagen: "Oh, solches Zeug glaube ich nicht." Für jene Dinge kann ich nicht bürgen, denn ich weiss es nicht. Ich kann nur für das bürgen, was ich als Wahrheit kenne. Gott der Allmächtige, der diese Bibel geschrieben hat, weiss, dass es die Wahrheit ist, und ich bin sein Diener. Bedenkt, dass Jesus über die Tage, unmittel- bar vor dem Kommen des Herrn Jesus, folgendes sagte: "Es werden Zeichen am Himmel und auf Erden geschehen. Grosse Zeichen, fliegende Unter- tassen, Geschosse, es wir eine verwirrende Zeit sein, Kriege zwischen den Nationen, furchter- weckende Anblicke auf Erden." Und wir leben in der Zeit dieser Dinge. Ich hatte das Verlangen, euch diese Dinge zu erzählen. Es geschehen oft Dinge, über welche ich nicht spreche. Doch dies war zu aussergewöhnlich für mich, um es nicht der Gemeinde zu erzählen. Es muss berichtet werden! Ich stehe jetzt vor Gott und sage euch, dass es die Wahrheit ist. Ich weiss, dass da ein Gott ist, und ich weiss, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, Immanuel, der heute in der Gestalt des Heiligen Geistes unter seinem Volk ist. Ich weiss auch, dass das Kommen des Herrn nahe ist, wenn Zeichen und Wunder geschehen. Wir haben eben die sieben Gemeindezeitalter durchgenommen, und wir sahen, dass wir im letzten Zeitalter von Laodicäa sind, in dem Zeitalter, in welchem die Gemeinde gleichgültig und kalt wird. Denominationen und Organisationen werden die Gemeinde übernehmen, sie wird von ihnen aufgefressen. Doch da besteht eine Verheis- sung, dass ein kleiner Rest übrig bleibe. Es werde eine Gemeinde sein, die überall zerstreut ist, doch Gott werde sie versammeln und in die Herrlichkeit entrücken; eine kleine, geheiligte Gruppe, irgendwo, auf den Herrn wartend. Als ich kürzlich über Daniels siebzig Wochen sprach, da hat mich etwas getroffen, als ich hier hinter dem Pult stand; es ist mir nicht gelungen, davon loszukommen. Wenn ihr die Stunde sehen könnt, in welcher wir leben! Ich möchte irgendwo hingehen, an einen andern Ort, um die Sache von meinen Gedanken fern zu halten. Ich habe zu viele geliebte Angehörige, die nicht gerettet sind. Und ich weiss - was kann ich noch tun, damit sie gerettet werden? Was könnte ich noch tun? Ich habe das Evangelium gepredigt. Gott hat grosse Zeichen und Wunder getan, wie sie seit der Zeit des Herrn Jesus und seit dem Anfang der Zeit in der Geschichte nie geschehen sind. Und es ging um die ganze Erde. Und trotzdem wird es immer schlimmer mit der Welt. Doch ich muss daran denken, dass wir im Zeitalter von Laodicäa leben, wo es schlimmer werden wird mit ihnen - es steht geschrieben, dass es so sein wird. Und so wählte ich für heute morgen - da jene Botschaft so angegriffen wurde - eine andere Sache, wegen der man so oft hinter mir her ist, das Predigen der Gnade. Darüber möchte ich heute morgen sprechen, während wir einen Teil des vierten Kapitels von Sacharja lesen: Da kam der Engel wieder, der mit mir zu reden pflegte, und weckte mich auf wie einen, der aus seinem Schlafe geweckt wird. Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich schaute und siehe da, ein Leuchter, ganz von Gold, und sein Oelgefäss oben darauf und seine sieben Lampen daran, und sieben Giessrohre zu den sieben Lampen, die auf dem Leuchter sassen. Und zwei Oelbäume dabei, einer zur Rechten des Oelgefässes, der andere zur Linken. Und ich antwortete und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was bedeuten diese? Da antwortete der Engel der mit mir redete und sprach: Weisst du nicht, was das bedeutet? Ich sprach: Nein mein Herr! Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubbabel; es lautet also: Nicht durch Heere und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist ! spricht der Herr der Heerscharen. Wer bist du grosser Berg? Vor Serubbabel Sollst du zur Ebene werden; und er wird den Schlussstein hervorbringen unter dem Zuruf der Menge. Gnade, Gnade mit ihm! Seht ihr? Die Botschaft kommt nicht durch grosse Mächte und Kräfte, sondern durch den Geist Gottes. Uns allen, die wir die Bibel lesen, ist diese Schriftstelle gut bekannt. Wir wissen, dass dies während der Zeit der Zubereitung für den Wiederaufbau des Tempels stattfand. Und Serub- babel war ein grosser Fürst unter dem Volk, er hatte den Grundstein für das Gebäude gelegt. Ich möchte, dass ihr heute morgen euer geistliches Denken und gesalbte Kleider anzieht, während wir nachdenken. Dieser grosse Fürst hatte sich entschieden, das Haus des Herrn wieder zu bauen. Und als er begann, da legte er den Grundstein. Während wir weiterlesen, sehen wir, dass Gott sagt: "Serubbabel hat den Grundstein mit seinen Händen gelegt, und er wird auch den Schlussstein hervorbringen." Beachtet, dass er nicht sagte, er werde den Eckstein hervorbringen, er sagte, er werde den Schlussstein hervorbringen. Wir wissen, dass die Schrift sagt, dass Jesus der Haupt-Eckstein ist, und er ist auch der Schlussstein. Lasst uns einige Minuten darüber nachdenken, dass der siebte Gemeinde-Botschafter kam, um den Glauben der Kinder zum Glauben der Väter zurückzubringen. Mit andern Worten: Er kam, um die Gemeinde unter der Kraft des Geistes wieder- aufzubauen. "Nicht durch Heere und durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der Herr. Nicht durch Organisationen und Denominationen, sondern durch den Heiligen Geist will Gott seine Gemeinde in den letzten Tagen hervorbringen. Serubbabel, der Fürst mit Josua, war derjeni- ge, der den Schlussstein hervorbringen sollte. Er hatte das Fundament gelegt. Als Typ: Er brachte die Menschen zur Grundlage zurück. Wir alle wissen, dass dieser Leuchter und all diese Dinge beide Gemeinden darstellen, die Juden und die Gemeinde. Die Bibel sagt hier, dass sie Olivenzweige waren. Und wir sind die wilden Zweige, die in die Wurzel des Olivenbaums eingepfropft wurden; die Nationen. Aus diesen beiden Olivenzweigen kamen Giessrohre zu den sieben goldenen Leuchtern, um den sieben Gemein- dezeitaltern Licht zu geben. Erinnert euch daran, dass wir in unseren vergangenen Lektionen die grosse Pyramide etwas studiert haben. Henoch muss sie gebaut haben. Der Schlussstein wurde nie angebracht. Ich bin dort gewesen. Bis zum heutigen Tag könnte man jene Architektur nicht hervorbringen. Wir haben keine Maschinen, mit denen wir Pyramiden bauen könnten. Steine, die unzählige Tonnen wiegen sind so aufeinandergeschichtet, dass man keine Rasier- klinge dazwischen schieben kann. Und die Steine sind nicht mit Zement zusammengefügt, sie sind einfach so geschliffen, dass sie sich genau miteinander verbinden. In dieser Weise sollte der Leib von Jesus Christus zusammengefügt sein, so zugeschnitten durch den Heiligen Geist, dem grossen Werkzeug Gottes, dass wir als eine Person zusammengefügt sind. Wir sind nicht getrennt. Wir sollten eine Person sein! Und diese Dinge zeigen uns, dass es nicht durch ein Maschine bewerkstelligt werden kann. Gott allein kann es tun. Keine Mechanik einer Organisation, keine Logen und Dinge jener Art können es je tun, wie gut auch ihre Absichten sein mögen. Sie können es nicht tun, weil nur Gott es tun kann, nur der Heilige Geist kann es tun. Hier habe ich eine Dollar-Note. Auf der rechten Seite der Note könnt ihr das Siegel der Vereinigten Staaten sehen, es ist ein Adler, usw. Doch auf der andern Seite ist eine Pyramide. Ihr könnt sehen, dass der Schlussstein über der Pyramide ist. Darunter steht geschrieben: "Das grosse Siegel." Sogar auf unserm Geld können wir diese Dinge sehen. Kein Ungläubiger kann das Christentum hinwegwischen. Jedes Datum, das ihr auf eure Briefe schreibt, nimmt Bezug auf die Geburt unseres Herrn. jeder Kalender spricht von ihm, alle Dinge sprechen von ihm. Und sogar auf unserm Geld seht ihr den Schlussstein, welches Christus ist. Warum konnten sie der Pyramide den Schlussstein nicht aufsetzen? Da der Schlussstein verworfen wurde als er kam. Doch aufgrund der Prophetie muss der Schluss- stein kommen. Ich möchte, dass ihr beachtet, dass der Fürst, der die Botschaft herausrufen wird, "Gnade! Gnade!" schreien wird, wenn der Schlussstein kommt. Denn durch Gnade sind wir gerettet, nicht durch Werke; dass sich kein Mensch rühmen kann. Und die Botschaft der Gnade ist unter den Füssen der Menschen zertreten worden, bis es zur Schande (Ungnade) wurde. Einige gingen so weit bis zur Ewigen Sicherheit, andere verliefen sich in allem Möglichen. Doch die wahre Botschaft der Gnade bleibt dieselbe, und Jene versucht Satan aus der Gemeinde herauszuschlagen. Doch es ist die Gnade Gottes, durch die wir alle gerettet sind. Wenn der Herr kam, um zu bestätigen, dass die Gottheit von Jesus Christus die Wahrheit ist, nicht nur dies bestätigt es, sondern auch sein Wort, er bestätigt es durch Zeichen und Wunder - dann ist auch Gnade die Wahrheit. Warum kann dann irgendeiner daherkommen um zu sagen, Gnade sei verkehrt, wir seien durch Werke gerettet? Wir sind durch Gnade, durch den Glauben gerettet und nicht durch Werke. Werke zeigen, dass du gerettet worden bist. Doch die Gnade Gottes rettet dich. Gnade ist das, was Gott für dich tut. Werke sind das, was du für Gott tust, um zu zeigen, dass du das schätzest, was Gott für dich getan hat. Doch durch Gnade seid ihr gerettet! Einige Menschen denken: "Ich muss nur zu einer Gemeinde gehen, meinen Namen in das Mitgliederbuch eintragen - mehr brauche ich nicht zu tun." Andere denken: "Wenn ich jauchzen kann, dann habe ich es." Einige denken: "Wenn ich in Zungen sprechen kann, das ist es. Das ist alles, was ich tun muss." Wieder andere denken: "Ich habe es, da ich die Kraft habe, die Kranken zu heilen. Das ist alles, was ich zu tun brauche." Das ist es nicht! Es ist die Gnade Gottes, die dich rettet; Gottes erstaunliche Gnade! Ich kann auf keine Verdienste trauen. Einige sagen: "Jener Mann ist ein grosser Mann. Ich hörte jenen Mann und sah, wie er mächtige Dinge tat. Paulus sagt im 1. Korintherbrief im 13. Kapitel: "Wenn ich mit Menschen- und Engelszun- gen rede, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen kann und alle Geheimnisse weiss und alle Erkenntnis habe, und wenn ich Glauben besitze, so dass ich Berge versetze, habe aber keine Liebe, so bin ich nichts." Ich bin nichts, bis die Liebe hereinkommt, welche die Gnade ist. Gott muss es tun! Ihr könnt all jene Dinge tun und trotzdem immer noch verloren sein! Es ist Gnade, die euch rettet. Gottes Gnade für die menschliche Rasse. Oh, was ist es doch, wenn man über ihn nachdenken kann! Unmittelbar nachdem er mir an jenem Freitagmorgen bei Tagesanbruch erschienen war, dachte ich an diese Gnade, als ich mich etwas später auf einen Baumstamm gesetzt hatte, und Tränen traten mir in die Augen. "Oh, Gott, Deine Gnade hat sich herabgeneigt, um mich zu retten. Warum hattest Du denn ein solches Erbarmen mit so einem armen, ungebildeten Wrack, wie ich es bin? Wie bist Du nur zu unserem kleinen Tabernakel herabgekommen mit Deinem Frieden, wo Menschen aus den unteren Schichten des Lebens sind, arme Menschen, welche nichts von dieser Welt haben. Und trotzdem hast Du durch Deinen Heiligen Geist in unsern Herzen die Gnade ausgebreitet, Du hast unsere Krankhei- ten geheilt, uns von unsern Sünden gerettet und hast uns zu Deinem Volk gemacht!" Dann dachte ich an David, wie er dem Herrn ein Haus bauen wollte und sagte: "Es ist nicht richtig, wenn ich in einem Zedernhaus wohne, solange die Bundeslade des Herrn noch in einem Zelt aus Schafshäuten steht." Gott hatte zum Propheten gesagt: "Geh, und sage meinem Knecht David, dass ich ihn von den wenigen Schafen seines Vaters wegnehme, welche er nun weidet, um ihm einen grossen Namen unter den grossen Männern auf Erden zu geben." Ich dachte an die Gnade Gottes, wie er jene retten kann, die am weitesten entfernt sind. Und wie er ein armes Wrack, wie mich, nahm und mir die Gelegenheit gab, das Evangelium zu predigen. Dass ich sehen durfte, wie andere gerettet wurden, ich durfte sehen, wie sie geheilt wurden, wie ihre zerstörten Familien wiederhergestellt wurden; ich durfte sehen, wie ruinierte Leben wiederhergestellt wurden. Und auch mir hat er Gnade gegeben! Ich dachte: "Oh, welch erstaunli- che Gnade, es ist erstaunliche Gnade! Und er kommt noch zu einem unwürdigen, niederen Eichhörnchenjäger in die Wälder, formt sich zu einem Regenbogen - dies ist ein Bundeszeichen - und bringt mir eine Botschaft, die ich predigen soll - und formt dazu das Bundeszeichen, um zu bestätigen, dass er hinter mir steht! Und er wird dahinterstehen, denn die Botschaft ist von Jesus Christus und seiner Herrlichkeit! Wie liess er mich doch über die ganze Erde gehen, zu den Nationen, zu Millionen von Menschen! Ich durfte sehen, wie Millionen zum Herrn kamen und ihn als persönlichen Retter annahmen. Ich sah, wie sie mit seiner Güte gefüllt wurden und mit seiner Kraft geheiligt wurden. Ich sah, wie sie durch seine grosse, unendliche Kraft geheilt wurden. Und so kann ich ausrufen wie der Prophet: "Nicht durch Heere, nicht durch Mächte, sondern durch den Geist Gottes!" Nicht durch Bildung, nicht durch Theolo- gie - es ist der Geist Gottes, der die Menschen rettet. Der Geist Gottes heilt die Menschen. Der Geist Gottes bringt den Menschen die Botschaft. Der Geist Gottes bestätigt das Wort. Heute haben wir Theologen, wir haben solche mit Doktortiteln, wir haben auf der ganzen Welt kluge, gebildete Leute. Doch es braucht die Einfachheit, an Gott zu glauben, damit sein Wort reden kann, um zu zeigen, dass Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Ein einfaches, gottgeweihtes Herz wird benötigt, um Jesus Christus in die Gegenwart zu bringen. Amen! Wenn Theologie dazu benötigt würde, dann würden es die Presbyterianer, die Methodisten, die Baptisten, die Katholiken und alle andern tun, wir als arme, ungebildete Menschen hätten dann keine Chance. Doch dazu wird nicht Wissen benötigt. "Nicht durch Heere, nicht durch Mächte, sondern durch meinen Geist," spricht der Herr. "Ich werde das Geheimnis enthüllen." Und mit Jubel wird man ihm zurufen: "Gnade, Gnade." Dies ist es heute: Gottes erstaunliche Gnade zu seinen Menschen. Wie nimmt er doch den Unwis- senden, den Ungebildeteten und zeigt, dass Jesus derselbe ist. Damals ging er nie zu den grossen Theologen. Er ging auch nicht zu Kaiphas, dem Hohepriester - nur um von ihm verurteilt zu werden. Er wählte Fischersleute, arme Männer, die ein gewöhnliches Leben lebten. Jenen offenbarte er sich und sagte: "Folget mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen." Es zeigt, dass seine Gnade immer noch hinunterreicht - sogar von den Juden zu den Heiden - um in den letzten Tagen ein Volk für seinen Namen zu rufen, wie wir es kürzlich betrachtet haben. Erstaunliche Gnade, wie süss ist dein Klang! Gnade ist alt. Gnade ist so alt wie die Erde. Schon am Anfang der menschlichen Rasse wurde die Gnade gezeigt. Als am Anfang, im Garten Eden, die menschliche Rasse geschaffen worden war und jene Frau an einem dunklen Morgen die Trennungslinie überschritt, das Gebot Gottes übertrat und ihren Mann verführte - da wurde das Gesetz gebrochen. Das Gesetz muss eine Strafe mit sich bringen, sonst ist es kein Gesetz. Und so lautete das Gesetz: "An dem Tage, an dem ihr esset, werdet ihr sterben." Denkt daran: Der erste Gerichtssitz war auf der Erde, es war im Garten Eden. Und der letzte Gerichtssitz wird auf der Erde sein, beim Gericht des Weissen Thrones, am Ende der Zeit. Doch als Jehova herabkam..... ich kann mir vorstellen, dass nicht einmal ein Stern schien, so dunkel war es plötzlich in jenem Garten gewor- den, da die Sünde das Leben von ihnen genommen hatte. So steht es um die Gemeinden heute. So steht es um die Menschen. Die Sünde hat das Licht des lebendigen Gottes hinweggenommen, welches zeigt, dass Christus immer noch derselbe ist, gestern, heute und für immer. Er lebt, um die in der äussersten Verlorenheit zu retten und um die niedrigste kranke Person zu heilen. Oh, wie schrecklich muss es an jenem Morgen gewesen sein. Im Garten wurde es dunkel. Ich kann mir vorstellen, dass ein Nebel kam, so dick wie ein Sacktuch. Ich kann mir vorstellen, dass sich kein Blatt mehr bewegte! Kein Wind bewegte sich. Es war dunkel und schrecklich, denn die Sünde hatte das Leben weggenommen. Und wie ein brüllender Donner kam Jehova herab, ging durch den Garten und schrie: "Adam, wo bist Du?" Das war der Moment, wo Adam erkannte, dass er nackt war und vor Gott gesündigt hatte. Er versuchte sich zu verstecken - er wollte für sich eine Religion machen - doch es funktionierte nicht. Gott tötete irgend ein Lamm und nahm davon das Fell. Er zeigte, dass etwas sterben muss, um die Sünde zu bedecken. Durch das Wählen einer Gemeinde wird die Sünde nie zugedeckt. Kein Bekenntnis mit trocke- nen Augen wird je die Sünde bedecken. Sorgen und Umkehr werden benötigt und die Gnade Gottes, um die Sünde zu bedecken, das Blut von Jesus Christus, von jenem, den Gott auf Golgatha tötete, um die Sünde zu bedecken. An jenem Morgen, im Garten, als die Sünde so schwarz war, da kam Jehova herein. Dort stand sein Ehepaar, angeklagt und verurteilt. Keine menschliche Rasse hätte hervorkommen können, sie hätten sterben müssen - der Tod lag auf der menschlichen Rasse - die wilden Tiere hätten die Erde wieder übernommen. Doch dort, in der dunkelsten Stunde, in jener Stunde, in der alle Hoffnung vergangen war, da floss die Gnade herein und sprach: "Ich werde euch einen Erretter geben, einen Messias." Oh, es ist ein Wunder, wie Gott das tun konnte! Gottes erstaunliche Gnade im Garten Eden gab ihnen die Verheissung, dass durch eine Frau ein Gerechter kommen werde. "Der Same des Weibes wird der Schlange den Kopf zertreten!" - dem Schuldigen - "und er wird ihn in die Ferse stechen." Hier wird gezeigt, dass die Gemeinde Probleme haben wird. Doch Gott hat einen Triumph verheissen! Wer hat für einen Retter gesorgt? Die Gnade! Was hätten sie vorweisen können, um sich die Gnade zu verdienen? Was hätten sie vorzeigen können? Was taten sie? Es gibt eine Redensart im Militär - entschuldigt bitte - ich möchte damit nur etwas deutlich machen - sie schoben den "Bock" weiter. Sie schoben einander die Schuld zu. Adam sagte: "Die Frau, die Du mir gegeben hast, hat es getan." Die Frau sagte: "Die Schlange verführte mich." Einer schob es dem andern zu. Für sie war keine Hoffnung da. Doch Gott hatte für Gnade gesorgt, und sie brach hervor! Und er sagte: "Ich werde irgendwie einen Weg bereiten. Ich werde euch retten! Was ihr auch getan habt. Ihr habt mein Gesetz übertreten, und meine Gesetze müssen sein; das Gericht meines Gesetzes muss durchgeführt werden. Darum werde ich sterben müssen, den ich habe ausgesprochen, dass es Tod sein werde." Nun, ihr christlichen Freunde, ich möchte euch etwas fragen; euch, die ihr aus Gott drei Götter macht - oder ihr, die ihr versucht aus ihm einen zu machen, wie einen eurer Finger - Er ist einer als Person! Es wäre für Gott nicht richtig gewesen, wenn er einen Engel hätte sterben lassen. Er wäre kein richtiger Richter gewesen, wenn er einen Engel für einen Menschen hätte sterben lassen. Dies hätte das Problem nicht lösen können, denn sein grosses Gesetz verlangte den Tod - und ein Engel kann nicht sterben. Ebensowenig hätte er sagen können: "Eva, weil du das getan hast, must du sterben, ich werde Adam leben lassen," denn Adam hatte auch daran teilgehabt. Wie einmal jemand sagte: "Pilatus war ge- rechtfertigt, er wusch seine Hände." Nein, ihr könnt das Blut von Jesus Christus nicht von euren Händen waschen. Ihr könnt nicht in den Himmel gehen, wenn ihr in euren Sünden sterbet. Es ist in euren Händen. Es gab damals nur einen gerechten Weg. Es gab nur einen Weg, auf welchem Gottes grossem Gesetz entsprochen werden konnte. Er selbst musste es tun; er selbst musste es erfüllen. Gott ist jedoch ein Geist und er kann nicht sterben. Darum musste Gott Mensch werden, und so starb er in menschlichem Fleisch, in der Gestalt eines Mannes, der Jesus Christus genannt wird. Jener war der verheissene Messias, welcher die Gnade brachte. Dort könnt ihr sehen, dass Gott und Christus dieselbe Person ist - Gott wohnte in Christus: "Ich und mein Vater sind eins; mein Vater wohnt in mir; nicht ich bin es, der da redet, es ist mein Vater, der in mir wohnt." Gott in Christus! Gewiss ist es so. Doch die Gnade wurde im Garten Eden versprochen, und die Gnade kam zu Adam und Eva. Sie hatten keinen Ausweg, doch die Gnade bereitete einen Weg! Mein Sünder-Freund, lass mich dieses sagen: Du magst heute morgen eine Prostituierte sein; du magst ein Frauenjäger sein; du magst ein Trinker, ein Spieler oder ein Mörder sein; du magst ein unreiner Mann oder eine unreine Ehefrau sein; du bist vielleicht der grösste Sünder, und du sagst: "Ich bin jenseits der Möglichkeit erlöst zu werden." Du bist es nicht, sonst würdest du dies heute nicht hören. Die Gnade wird in dieser dunklen Stunde einen Weg bereiten, wenn du es annehmen kannst. Adam musste die Hilfe annehmen, und so musst du es auch tun. Nimm es an! In der Zeit von Noah kam die Gnade auch herein. Noah war nur ein gewöhnlicher Mann - er und seine Familie Doch Noah fürchtete Gott, er glaubte Gott! Ihr könnt Gott nicht fürchten, ohne zu glauben. Wie könntet ihr etwas fürchten, an das ihr nicht glaubt? Ihr müsst Gott fürchten. Salomon sagte: "Die Furcht Gottes ist der Anfang Der Weisheit." Nun, wenn ihr Gott fürchtet, dann Beginnt ihr Weisheit zu haben. Und die Furcht Gottes ist der Anfang. Noah fürchtete Gott, und er glaubte Gott. Und das ist es, was Gott belohnt, dein Glaube in ihn. So ist es. Als die Furcht Gottes auf Noah gekommen war, da rief ihn Gott durch Gnade. Er rettete ihn und sein Haus, Gnade tat dieses. Er tat es nicht, weil Noah ein grosser, angesehener Mann war, besser als alle andern, nicht weil Noah zur besten Kirche gehör- te, nicht weil er besser gekleidet war als alle andern und auch nicht, weil er mehr Geld hatte oder sonst eine besondere Person gewesen wäre. Doch es war die Gnade Gottes, welche Noah rettete. Gott rettete Noah - nicht seine Werke - es war Gnade - und er rettete auch seine Familie. Wir wollen noch einen andern Charakter betrachten, bei dem sich Gottes Gnade ausbreitete. Es gibt viele davon, doch wir wollen nur einige betrachten. Abraham war kein besonderer Mann. Er kam von Babel, wo der Turm war. Vielleicht kam er aus einer Gruppe von Götzenanbetern, sein Vater gehörte solch einer Gruppe an. Sie waren dann nach Chaldäa gegangen, in die Stadt Ur. Und während er dort war, sprach Gott durch seine Gnade zu ihm. Nicht weil er anders gewesen wäre, nicht dass er besser gewesen wäre, Gott rief ihn durch die Gnade. Die Bibel zeigt dies sehr deutlich. Oh, wie hat doch Abraham die Geduld Gottes auf Probe gestellt! Gott sagte zu ihm: "Abraham, bleib in diesem Land, verlasse es nicht." Doch sobald eine Hungersnot kam, da floh Abraham schon in ein anderes Land. Abraham zeigt, wie wir sind. Gott ergriff Abraham und rettete ihn durch Gnade. Und so ergreift er dich - durch Gnade. Und wie prüfen wir seine Geduld? Heute sind wir froh - morgen sind wir niedergeschlagen! An einem Tag glauben wir, am andern fragen wir uns wieder. Heute Methodist - morgen Baptist. Heute glauben wir an göttliche Heilung, morgen, wenn das Magenleiden kommt, dann wissen wir nicht mehr, ob wir es glauben oder nicht. Doch trotz alledem, Gott möchte, dass wir inmitten all dieser Dinge fest stehen. Doch er rettet uns so oder so. Wenn es nicht die Gnade Gottes wäre, dann wären wir alle dahin. Gewiss! Gott rettet uns durch seine Gnade. Abraham hätte in jenem Lande bleiben sollen, doch er ging hinunter zu den Philistern. Er hielt sich vorübergehend dort auf, um der Hungersnot zu entgehen. In seinem Land war es etwas schwierig, und so machte er sich auf und wanderte mit ihnen umher. Er tat genau das Gegenteil von dem, was Gott ihm gesagt hatte. Doch die Gnade Gottes kam zu ihm, und sie hielt den König davon ab, seine Frau zu nehmen. Es ist die Gnade Gottes! Als Abraham log und sagte, sie sei seine Schwester, da hielt ihn die Gnade Gottes, denn er tat Busse. Er war bereit Busse zu tun. Für jeden, der bereit ist umzusinnen, Busse zu tun, für den ist die Gnade Gottes immer noch da. Dies gilt auch euch Zurückgefallenen, die Gnade Gottes hält immer noch Ausschau nach euch. Wenn ihr umkehrt, dann genügt Gottes Gnade. Wie ergriff doch Gott den alten Abraham und brachte ihn zurück! Denkt daran, Abraham war nicht durch Werke gerettet, Abraham war durch Gnade gerettet. Abraham wurde durch Glauben gerettet, welches Gnade ist. Und Gott rettete Abraham auf der Basis seiner Gnade, er rettete ihn nicht wegen seines Benehmens. Er rettete ihn durch seine Gnade. Oh, wie gut ist das! Er war durch Gnade gerettet. Lasst uns noch Israel als Beispiel betrachten. Wenn ihr 5. Moses 7,7 aufschlagen wollt - dort gibt Gott Israel seine Verheissung. Und er sagte ihnen: "Betet ihre Götzen nicht an! Wenn ihr all diese Dinge nicht tut, dann werde ich euch in ein gutes Land bringen. Ich werde für euch sorgen. Ich werde euch nähren; ich werde euch leiten. Ich werde für euch sorgen, wenn ihr mich liebt und meine Gebote und Verordnungen haltet. Ich werde all diese Dinge tun, wenn ihr das tut, was ich euch sage, wenn ihr meine Gebote haltet und wenn ihr mich liebt. Wie wenn ein Ehemann eine Frau nähme, und ihr dann sagen würde: "Wenn du eine gute Ehefrau sein wirst, wenn du gut für die Familie sorgst, wenn du dafür sorgst, dass mein Haus sauber bleibt, wenn du mir treu bleibst, wenn du all meine Kleider sauber machst, wenn wir Kinder haben und du ihnen eine gute Mutter bist, dann - werde ich arbeiten, bis meine Hände bluten, damit wir leben können - wenn du all diese Dinge tun wirst." Doch, was wird geschehen, wenn es schlecht geht mit jener Frau? Wenn sie faul ist und nicht arbeiten will? Dann braucht es Gnade, um die Familie zusammenzuhalten. Oh, Gott! Es brauchte die Gnade Jehovas, um seine Familie zusammenzuhalten. Und nur darum sind wir heute die Familie Jehovas - wegen der Gnade von Jesus Christus, sonst wären wir alle dahin. Doch es ist Gnade, oh, es ist Gnade! Und sie hielten das Gesetz nicht. Doch jene Generation kam nie in die volle Verheissung hinein. Jene, an welche die Verheissung ergangen war, kamen in der Wüste um. Doch Gott nährte sie, Gott sorgte für sie, Gott liebte sie, er war mit ihnen. Warum? Seine Gnade tat es! Es war seine Gnade, da er eine Verheissung gegeben hatte; seine Gnade begleitete die gegebene Verheissung. Doch sie konnten den vollen Wert des verheissenen Landes nicht erlangen. Ebensowenig konnte diese Gemeinde den vollen Wert der Verheissung erlangen. Die Gnade Gottes hält uns. Doch er möchte eine Gemeinde haben, die ihm gehorcht. Menschen, die Gottes Wort nehmen und sagen: Es ist die Wahrheit", was auch ihre Organisationen sagen mögen. Er will nicht Menschen, die sagen: "Ich bin genau so gut wie du! Ich bin dies, ich bin das... ich bin ebensogut wie du." Dies ist keine Gnade, dies zeigt, dass etwas verkehrt ist. Doch wenn ein Mensch Gnade gefunden hat und dann Gottes Wort liest, dann wird er glauben, dass er wiedergeboren werden muss, dass er mit dem Heiligen Geist erfüllt werden muss. Solche Menschen werden Gott beim Wort nehmen. Sie werden das Wort genauso empfangen, wie es geschrieben ist. Wie die Sache mit der Taufe und mit dem Besprengen - die Taufe ist richtig. Niemals wurde in der Bibel jemand nur mit Wasser besprengt oder auf die Titel "Vater, Sohn und Heiliger Geist" getauft. Alle wurden auf den Namen von Jesus Christus getauft. Wenn jemand mir zeigen kann, wo jemand in der Bibel oder in den ersten dreihundert Jahren des Christentums, auf die Titel "Vater, Sohn und Heiliger Geist" getauft oder besprengt wurde, dann ist er verpflichtet, mir dies zu zeigen. Ihr könnt es nicht finden. Es begann erst mit der katholischen Kirche, vorher könnt ihr es nirgends finden. (Nicäa 325 n.Chr.) Doch was tun sie heute? Wir haben die "Gemeindezeitalter" durchgenom- men, und wir konnten sehen, wo sie damit begannen. Ihr seht also, dass Gott jemand möchte, der ihm gehorcht. Wenn ihr nicht der Schrift gehorcht, dann gehorcht ihr irgend einem Menschen, dann ist es eine menschengemachte Lehre und keine biblische Lehre. Es ist unwichtig wie verkehrt ihr gewesen seid, es ist unwichtig, in welcher Kirche ihr gewesen sein mögt, wichtig ist, wie richtig ihr jetzt sein könnt. Gottes Gnade hat euch die Wahrheit gezeigt, also folgt der Wahrheit. Es ist Gottes Gnade! Denkt auch an Moses, den grossen Führer. Gott hätte ihn töten müssen, als er hinunter ging, um sich selbst zu verherrlichen - als er den Felsen zum zweiten Mal schlug und sagte: "Seht, was ich tun kann." Mit andern Worten: "Ihr Widerspenstigen, müssen wir für euch Wasser aus diesem Felsen holen?" Und er schlug den Felsen - und das Wasser kam nicht. Und er schlug noch einmal. Was tat er damit? Er bezeugte die Schwachheit von Christus, den Christus war jener Felsen. Er ist der Schluss- stein. Anstatt dass er zu ihm sprach, schlug er ihn. Er wurde einmal geschlagen. Erinnert ihr euch, dass er zu Moses gesagt hatte: "Gehe hinaus, ich werde mit dir sein - schlage den Felsen!" Und er schlug auf den Felsen, und der Felsen brachte Wasser hervor." Doch Moses wollte zeigen, dass er ein bisschen Autorität besass, ein wenig Kraft, und er sagte: "Ich hole euch Wasser aus diesem Felsen!" Gott hätte ihn dafür töten müssen. Gott hätte ihn hinwegtun müssen, denn genau dort brach er das Gesetz Gottes, er sprach damit von der Schwäche Christi, dass er zum zweiten Mal geschlagen werden müsse. Christus wurde nur einmal geschla- gen. Jetzt können wir zum Felsen sprechen, und er bringt Wasser hervor. Doch was geschah dort? Lasst uns den alten Mann betrachten, er ist nun hundertundzwanzig Jahre alt. Kürzlich sagte jemand zu mir: "Gott ist ein ungerechter Gott, er liess Moses fallen. Nachdem sich Moses vierzig Jahre mit den Hebräern abgemüht hatte, liess er ihn nicht einmal in das verheissene Land gehen." Ich sagte: "Welch ein Unsinn." Niemals liess er Moses fallen. Er ging in das verheissene Land. Ungefähr siebenhundert Jahre später sah man ihn auf dem Berg der Verklärung. Er war so lebendig wie er nur sein konnte. Er stand dort und sprach mit Jesus, bevor er nach Golgatha gehen musste. Er und Elia standen dort und redeten miteinander. Auf dem Berg der Verklärung erschienen sie dem Petrus, dem Jakobus und dem Johannes. Moses war nicht tot. Er lebte. Gott liess ihn nicht fallen. Er war in Palästina! Schaut - bevor Moses starb, stieg er auf den Berg Nebo. Er wusste, dass er an jenem Morgen gehen musste. Er zog sein Gewand aus und übergab es Josua. Er gebot ihm, bei den Vorschriften zu bleiben. Dann stieg er auf den Berg, und als er dort stand, da sagte Gott zu ihm: "Siehe dort das Land. Ich möchte, dass du es sehen kannst. Moses, du hättest dort hineinge- hen können, doch erinnerst du dich noch, was du damals dort unten beim Felsen getan hast? Du hast dich selbst verherrlicht." Ich glaube, dies ist heute das grosse Problem mit vielen Leuten. Sie gehen zum Felsen und verherrlichen sich dann selbst Doch seht, als er sich zum Sterben bereit machte, da stand der Felsen wieder vor ihm. Dort auf der Spitze des Pisga musste er über den Felsen gehen, und Gott begrub ihn. (5. Mose 34,1-7) Hunderte von Jahren später sah man ihn wieder auf dem Verklärungsberg, drüben in Palästina. Seht, die Gnade Gottes hatte für den Felsen gesorgt Oh, wie wunderbar! Wenn ich an Abraham denke, all die Fehler, die er machte - an Moses und all seine Fehler - doch als der göttliche Kommentar darüber geschrie- ben wurde, als Paulus die Geschichte Abrahams erzählte, da erwähnte er keinen einzigen Vorfall über den Unglauben Abrahams. Nichts, gar nichts wurde ihm angerechnet. Er sagte: "Abraham zweifelte nicht an den Verheissungen Gottes durch Unglauben, er war stark und gab Gott den Lobpreis." Es ist mein demütiges Gebet heute morgen, dass Gott auch meine Fehler nicht erwähnt, wenn der Bericht über mich geschrieben wird, dass dort nicht vorgelesen wird, dass ich Fehler machte und falsch handelte, möge er nur jene Dinge sehen, die ich versuchte für ihn zu tun. Wodurch wird es getan werden? Er wird die Gnade Gottes nehmen, an welche ich glaube. Und dort liegt mein einziges Vertrauen. Denn aufgrund meiner eigenen Werke könnte ich ebensowenig hineingehen wie alle andern. Ich bin auf die Gnade Gottes angewiesen. Ja, ich bin auf die Gnade Gottes angewiesen. Dort stand ein Felsen, als Moses sich zum Sterben bereit machte. Was könnten wir über David sagen? Es war die Gnade Gottes! David, jener grosse Kämpfer, von welchem Gott sagte: "Er ist ein Mann nach meinem Herzen!" Wie konnte David solch eine Sache anstellen, wie er mit Uriah, einem seiner Soldaten, tat? Er hatte doch jede Menge heidni- scher Soldaten. Hört euch doch jene Geschichte für einen Augenblick an. Es gab viele Soldaten draussen, doch Uriah stand zu David. Uriah war ein Proselyte, er war ein Hetiter. Der jüdischen Religion nach war er ein Proselyte. Und wie liebten jene Männer den David! Sie sahen, dass die Salbung auf ihm ruhte, auch wenn er ein Flüchtling war. Er war von Saul aus seinem eigenen Lande gejagt worden, und er musste mit den Philistern leben. Doch jene Männer hatten gesehen, dass die Salbung auf ihm lag. Sie wussten, dass er zu Macht kommen würde. Preis sei Gott! Ich bin so froh, dass ich heute ein Flüchtling bin, weil ich sehe, dass Christus der kommende König ist. Ihr könnt all die Kennedys und alle möglichen Leute wählen, doch Christus wird König sein! Und die Salbung liegt auf ihm, auf seiner Botschaft, auf seinem Kommen. Er wird König sein! Was taten sie damals für David? Eines Tages war er so durstig, und er hatte Verlangen nach einem Trunk von dem Wasser, vor den Toren Bethlehems - nach dem Wasser, wo er seine Schafe gehütet hatte. Und zwei seiner Männer nahmen das Schwert und schlugen sich fünfzehn Meilen durch menschliches Fleisch, nur um ihm einen Krug Wasser zu holen. Warum wohl? Sein leisester Wunsch war ihnen ein Befehl! Denkt darüber nach! Sie kämpften sich wieder zur Spitze des Berges zurück, dorthin wo er stand, es mussten ungefähr fünfzehn Meilen gewesen sein. Und alle Männer, die sich ihnen in den Weg gestellt hatten, mussten sie töten. Und sie gingen hindurch! Sie nahmen den Krug, schlugen sich durch die Feindeslinie, um ihrem König, ihrem Bruder, einen Trunk frischen Wassers zu bringen. Er hätte also Wasser zum Trinken gehabt, doch dann wollte er jenes Wasser nicht trinken, ihn verlangte nach einem andern "Wasser". Oh, Gott, gib es, dass ich das Schwert des Geistes ergreife und mich durch jede Organisation hindurchschlage, um die Taufe im Namen von Jesus Christus zu bringen, die Kraft der Aufer- stehung und den Heiligen Geist. Ich möchte es den Menschen zurückbringen, denn er kommt in die Kraft. Er kommt zur Kraft und er wird allein stehen. Doch das Schwert schlägt sich durch jede Organisation, durch jede Theorie, durch alle menschengemachten Lehren, bis es dem Schöpfer ein verlorenes Schaf zurückbringen kann, zurück zur wahren biblischen Lehre, zu Jesus Christus. Er ist derselbe, gestern heute und für immer. Die Gnade Gottes! Schaut auf David. Wie konnte er .... Einer sprang in eine Grube und tötete einen Löwen. Wie konnte David Uriah's Frau nehmen, die wunder- schöne Bathseba, wenn er doch schon fünfhundert eigene Frauen hatte? Er hatte gesehen, wie sie badete. Das war ihre Unvorsichtigkeit. Sie vergass die Vorhänge zu ziehen, als sie ihr Bad nahm. Sie wusste doch, dass der König jeden Tag dort über die Mauern ging. Es ist auch heute so. Die Frauen sollten auch heute nicht so unvorsichtig sein. Sie gehen einfach nackt auf die Strassen. Es ist eine Schande. Dann wundern sie sich noch, wenn die Männer pfeiffen. Oder sie tun es, damit die Männer hinter ihnen herpfeiffen. Sie wissen das, sie haben genügend Verstand, um das zu wissen. Sie tun es, weil sie das möchten. Es ist in ihren Herzen. Wenn man ihnen sagt, sie hätten keine Moral, dann bestreiten sie es. Es ist möglich, dass sie rein sind wie eine Lilie, was das Sexuelle betrifft, doch es ist ein Geist auf ihnen. Jene Salbung kommt vom Teufel, um einige Männer in die Hölle zu schicken. Denkt daran, die Bibel sagt: "Wer eine Frau ansieht und nach ihr verlangt, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch begangen." Denke daran Schwester, du wirst für jenen Ehebruch antworten müssen, auch wenn du ihn im Leben nicht begangen hast, doch jener Sünder, der dich anschaute, weil du so gekleidet warst, wird deswegen angeklagt. Am Tage des Gerichtes wirst du deswegen antworten müssen. Bathseba handelte falsch, genau wie Eva, doch auch Adam war in die Sache verwickelt. Oft verurteilen wir die Frauen. Doch ihr Männer, ihr Söhne Gottes, ihr seid das starke Geschlecht, dann handelt doch dementsprechend. Fühlt euch nicht über ihnen. Nehmt nicht irgend ein junges Mädchen und ruiniert sein Leben. Doch sei ein Sohn Gottes, sprich zu ihr, wenn sie einen Fehler macht. Verhalte dich wie ein Sohn Gottes. Sie ist deine Schwester. Jawohl, mein Herr. Sogenannte Söhne Gottes, Kirchenmitglieder machen sich an jedes Mädchen heran. Wenn ihr irgendwo ein unmoralisches Mädchen seht, dann denkt daran, dass vielleicht irgendwo ein verhei- rateter Mann ihr Leben ruiniert hat. Der schwarze Topf kann dem schwarzen Kessel keine Vorwürfe machen. Die Sünde hat dies alles bewirkt. Und wir alle sind dem Tod unterworfen, wir müssten dafür sterben. Als David damals jene üble Sache tat, da wäre er durch seinen eigenen Urteilsspruch getötet worden. Als der Prophet zu ihm kam, da dachte er, er könne die Sache verbergen. Als der Prophet zu ihm kam stand er vor ihn hin und sagte: "David, ist alles in Ordnung?" "Alles ist in Ordnung," antwortete er. Dort stand David in seinem königlichen Gewand mit seiner grossen Krone, Joab, sein General war draussen im Kampf. Er hielt die Feinde vom Land ab, alles ging ausgezeichnet. Von Bathseba hatte er ein Kindlein bekommen. Der arme Uriah war dort in den Kampf geschickt worden, Joab war an seiner Seite gewesen, dann hatte er ihn allein ge- lassen. Als die Sonne unterging starb der arme Junge. Er hielt sein Schwert in der Hand, der Schild war voll Blut. Er war für Israel dort gestanden, gemäss ihrer Religion war er ein Proselyte gewesen. Als Joab dann zu David gekommen war, um ihm zu berichten, Uriah sei gestorben, da dachte David: "Nun ist alles in Ordnung. Nun kann ich seine Frau haben. Alles kommt nun gut. Wir haben ein Kind zusammen." Doch dann wurde das Kind krank. Es lag im Sterben. Man rief den Arzt, doch er konnte nicht helfen. Schlussendlich starb das Kind. Zuerst fürchteten sie sich davor, David zu berichten, dass das Kind gestorben war. Doch dann tröstete David die Bathseba. Er hatte sie nebst all den andern zu seiner Frau genommen. Und er dachte, er könne dies alles verbergen. Dann stampfte Nathan herein, jener alte, kahlköpfige Prophet. Er kam direkt aus der Wildnis. Er kam herein und setzte sich. Dann fragte er: "David, wie gehen die Dinge?" "Oh, es geht alles gut, es geht gut. Lang lebe der Prophet Gottes. Hallelujah!" Oh, er dachte, alles sei gut. Er dachte, er könne alles verstecken. Ihr könnt vor Gott nichts verbergen! Er weiss, was ihr gerade jetzt denkt. Weil er Gott ist, kennt er eure Gedanken. Der Heilige Geist, der heute morgen hier ist, kennt eure Gedanken. Er weiss, wer ihr seid und woher ihr kommt. Und Gott hatte es seinem Propheten geoffen- bart. Nathan sagte: "David, einst lebte auf der einen Seite der Strasse ein reicher Mann. Er hatte viele Schafe, er war sehr reich. Auf der andern Seite der Strasse lebte ein armer Mann. Er hatte nur ein Schaf. Er sorgte für das Schaf wie für eine Tochter. Er nährte es mit demselben Löffel, aus dem er ass. Er schlief bei dem Lamm. Er hielt es, wie wenn es seine Tochter wäre. Eines Tages kam ein Besucher. Anstatt dass er eines der vielen Schafe des reichen Mannes genommen hätte, nahm er das einzige Schaf des armen Mannes. Er tötete es und machte ein Festmahl." Nun, das war Davids Leidenschaft: Er hatte fünfhundert Frauen, doch als er die Frau von Uriah sah, da nahm er nicht eine von seinen fünfhundert Frauen. Um seine Leidenschaft zu befriedigen, nahm er die Frau von Uriah. Als sie ein Kind erwartete, da tötete er den Uriah. David war sich nicht bewusst, was er getan hatte, als er sich anschickte, das Urteil über den andern Mann auszusprechen. Genauso sind wir. Wir sind immer bereit andere zu richten, doch wenn es uns betrifft, dann ist es etwas anderes. David sagte: "Der Mann wird mit seinem Leben bezahlen müssen!" Der alte Prophet zog seine Augenlieder zusam- men. Dann sagte er: "David, du wirst nicht sterben!" Seht ihr, wie rasch die Gnade zu wirken begann? Der Geist Gottes kam auf den Propheten und rettete das Leben von David! Gnade! "Gewiss wirst du nicht sterben, David, doch das Schwert wird dein Haus nicht verlassen, bis dein Herz vollständig gereinigt ist. Denn du bist jener reiche Mann." Oh, nun sah die Sache aber anders aus, oder nicht? Was hatte den David gerettet, als er durch sein eigenes Urteil die Todesstrafe über dem andern Mann verhängte? "Jener Mann muss alles büssen, er wird mit seinem Leben bezahlen müssen," hatte er gesagt. Und der Prophet sagte: "Gewiss wirst du nicht sterben. Du wirst nicht sterben David, die Gnade hat dich gerettet." David hatte Gnade bekommen, Gnade rettete ihn. Oh, wie gross! Wenn es nicht Gnade wäre, wo würden wir alle stehen? Ist es nicht so? Gewiss ist es so. Unumschränkte Gnade kommt von einem unum- schränkten Gott. Unumschränkte Gnade von dem unbeschränkten Einen. Und Gott ist souverän, darum kann er souveräne Gnade geben. Da er die Oberherrschaft hat, braucht er niemanden zu fragen, wem er Gnade geben soll. Gnade tut, was sie will. Sie tut es selbst. Gnade hat die Oberherrschaft; darum kann er den schlimmsten, übelsten und unreinsten Menschen retten. Er kann den unmoralischsten Menschen retten, und er kann den kränkesten Menschen heilen. Halleluja! Er kann ein Wrack wie mich retten. Und er hat es getan! Was ist es? Gnade! William Branham, der Sohn eines Trinkers. Dies spielt keine Rolle, die Gnade Gottes hat mich gerettet. Sie hat die Oberherrschaft, sie braucht niemanden zu fragen. Amen! Darüber bin ich so froh. Halleluja! Die Gnade kann den schlimmsten Sünder nehmen, um ihn weisser als Schnee zu machen. Sie braucht niemanden zu fragen. Oh, sie kann es tun, denn sie ist souverän, sie hat die Ober- herrschaft. Dies wurde am Kreuz auf Golgatha bewiesen. Dort hing ein übler Dieb, der die Todesstrafe verdient hätte. Nie hatte er in seinem Leben an Gott gedacht. Nie hatte er darüber nachgedacht. Doch dort am Kreuz kam ein Stöhnen über seine blutigen Lippen: "Herr, sei mir gnädig!" Und durch Blut, Tränen und Todespein brach etwas anderes hervor, die Gnade übernahm die Situation und sprach: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." Oh, denkt darüber nach, das ist wunderbar! Ihr müsst die Liebe und die Gnade als Zwillingsschwestern sehen. Ohne Liebe könnt ihr keine Gnade haben. Sie sind Zwillingsschwestern. Bevor du Gnade haben kannst, musst du Liebe haben. Bevor du tatsächlich jemandem einen Gefallen tun kannst, musst du sie lieben, ob sie nun richtig oder verkehrt sind, ihr müsst sie lieb haben, sonst könnt ihr es nicht tun. Seht ihr? So ist also Liebe und Gnade dieselbe Sache. Sie sind einfach Zwillingsschwestern. Wir können das eine nicht ohne das andere sehen. "So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen, eingebore- nen Sohn gab." Er vergoss seine Gnade und brachte sie durch den Heiligen Geist in unsere Herzen. Seht, ihr könnt nichts tun, ohne dass diese beiden zusammenwirken. Es ist Gnade. Die Gnade Gottes ist es, die uns rettet. Wenn wir die Gnade sehen, wie jener sterbende Dieb, dann ist es kein Wunder, dass Dichter inspiriert wurden, wenn sie es sahen. Ein Dichter schrieb: Jener sterbende Dieb frohlockte, als er jenen Brunnen an seinem Tage sehen durfte; Möge ich dort all meine Sünden wegwaschen, auch wenn ich so schlecht bin wie er. Seitdem ich durch Glauben jenen Strom sah, den Deine Wunden für mich bereithalten, seitdem ist erlösende Liebe mein einziges Erzählen, und sie wird es sein, bis ich sterbe. Und in einem vornehmeren, süsseren Gesang werde ich von Deiner rettenden Kraft singen, wenn diese arme, lispelnde und stotternde Zunge still im Grabe liegt. Es ist Gnade, erstaunliche Gnade! Hallelujah! Einer schrieb: Oh, die Liebe Gottes, wie reich und rein! Wie ist sie unergründlich und stark! Sie soll ewig den Gesang der Heiligen und den Gesang der Engel weitertragen. Wenn der Ozean mit Tinte gefüllt wäre, und wenn der Himmel ein Bogen aus Pergament wäre; wenn jeder Halm auf Erden eine Feder wäre; wenn jeder Mensch ein Schreiber wäre, um von der Liebe Gottes zu schreiben; auch wenn sie schreiben würden, bis der Ozean austrocknen würde, bis das Pergament beschrieben wäre, könnte dadurch Deine Liebe beschrieben wer- den? Dies ist es; es ist Gnade, die Gnade Gottes. Gott brachte einen Schatten von sich hervor. Er brachte Gnade in unser Leben durch seine Liebe zu uns. Da ist noch etwas, das man mit der Gnade nicht tun kann. Gnade kann nicht gekauft werden, Gnade kann nicht verkauft werden. Es ist Gnade! Und sie kommt durch den unfehlbaren, höchsten Einen. Jawohl mein Herr, du kannst sie nicht erhandeln. Du kannst nicht sagen: "Gott, ich werde dieses und jenes tun, und dann wirst Du mir dies oder das geben." Das könnt ihr nicht tun. Gott wird nicht darauf eingehen. Ihr könnt nichts aus Gott herausziehen. Gott gibt es euch in seiner Gnade. Oh, oh, oh, wer kann das fassen! Es ist nicht jener, der will und nicht jener, der läuft, es ist Gott, der Gnade zeigt. Das ist wahr. Die Menschen liegen mit dem Angesicht auf dem Boden. Ich glaube, ich sah heute einen von den Knaben im Gebäude - ein Methodist, ein Junge war eben hereingekommen und hatte den Heiligen Geist empfangen - dann kamen jene Burschen zu mir und sagten: "Bruder Branham, da wir nun gerettet wurden und den Heiligen Geist empfangen haben, sollen wir Gaben suchen?" Ich sagte: "Tut das nicht! Tut das nicht! Gott gibt seine Gaben in seiner Souveränität. Gaben und Berufungen werden ohne Reue gegeben. Ihr wisst, was als erstes geschieht, wenn ihr etwas sucht: "Gott, du hast mich zu einem Prediger gemacht, bitte, tue nun "dieses" für mich. Und was wird dann aus euch werden? Ein aufgeblasenes, ausgestopftes Hemd, das ist alles. Ihr werdet dann der Theologie irgend eines Mannes folgen und irgend einer Organisation. Dort werdet ihr euch niederlassen und verkrebsen. Ueberlasst Gott die Berufung. Gott wird dich berufen, Gott wird dich heiligen, Gott wird dir das geben, was er für dich für nötig hält. Jawohl mein Herr! Du kannst um die Gnade nicht feilschen. Nein, mein Herr. Sie kann nicht verkauft werden, sie kann nicht erhandelt werden, sie kann nicht gekauft werden. Man kann nicht damit handeln. Ihr könnt nicht sagen: "Gut, mein Gott, ich werde nun also jener grossen Baptistengemeinde beitreten oder jener Pfingstgemeinde, das werde ich für Dich tun, und Du wirst dann "jene Dinge" für mich tun." Es kann nicht erkauft werden. Nein, mein Herr. "Alle, die mir der Vater gegeben hat werden kommen. Keiner kann kommen, wenn ihn der Vater nicht zuerst zieht." Wenn ihr so handelt, dann werdet ihr nur ein Gemeindemitglied jener grossen Gemeinde, das ist alles. Ihr werdet nicht gerettet sein. Gnade muss euch retten. Wir können uns nicht auf unsere Talente verlassen. Wir können die Gnade nicht durch unsere Talente verdienen. Wenn Gott mich zu einem Prediger gemacht hat, dann zeigt dies nicht, dass seine Gnade mit mir war. Nein, nein! Es ist seine Gnade allein, die mich gerettet hat. Ich bin nicht gerettet, weil ich das Evangelium predige. Du bist nicht gerettet, weil du in Zungen sprichst. Oh, nein. Ihr seid nicht gerettet weil ihr eines dieser Dinge tut. 1. Korinther 13 beweist es: "Und wenn ich mit Menschen- und Engelszungen sprechen würde, wenn ich alle Geheimnisse Gottes wüsste, - wie ein Prediger - und wenn ich all diese Dinge wüsste, dann wäre ich nichts, wenn ich die Liebe nicht hätte." Liebe ist Gnade. Die Gnade Gottes bewirkt alles. Es gibt Leute mit Talenten, wie jene Rock'n Roll Könige. Dies macht mich geistig krank. Am Samstagabend spielen und singen sie Rock'n Roll, dann tanzen sie die ganze Nacht, am Sonntagmor- gen versuchen sie, ein langes, heiliges Gesicht zu machen, und so stehen sie dann vor die Versammlungen und singen geistliche Lieder. Dabei denken sie, dass sie so in den Himmel kommen könnten. Ich könnte viele Namen nennen, doch das brauche ich ja nicht zu tun. Dieses Tonband geht an alle Orte. Doch ihr alle wisst, wie es ist. Vor kurzem wollte ein Bursche in Hollywood ein bestimmtes Mädchen nicht küssen, es sei gegen seine Religion. Seine "Religion" - dabei produziert er Rock'n Roll und Bilder die eine Schande sind. Glaubst du, du könntest 30 Silberlinge einstreichen und dir dabei etwas von der Gnade Gottes verdienen, Judas? Du kannst dir damit nur einen Platz in der Hölle kaufen! Gottes Gnade kann nicht erkauft werden. Ebensowenig kannst du durch deine Talente hineinkommen. Es ist souveräne Gnade! Wie das Lied sagt: "Nichts hab ich zu bringen, ich klammere mich nur an das Kreuz." Ich bin nackt und verwundet, ich komme wie ich bin. So wie ich bin, ohne Einspruch, Nur weil Dein Blut für mich vergossen wurde, weil Du mich bittest, komm zu mir, oh, Lamm Gottes, ich komme! Das ist alles. Die Gnade brachte mich herein. Gnade bewirkte es! Jene grossen Gemeinden denken: "Wir haben doch die grösste Kirche in der Stadt. Wir haben doch all die Frauen bei uns, die für die Armen Kleider nähen. Sie senden es nach Uebersee. Wir speisen die Armen. Wir tun all diese Dinge." Paulus sagte: "Ich kann dasselbe tun, doch dabei bin ich nichts. Sie sagen: "Wir sind eine alte Organisation. Wir sind schon zweitausend Jahre alt. Wir sind fünfhundert Jahre alt. John Wesley, Alexander Campbell haben unsere Kirche gegründet. Hallelu- jah!" Jesus Christus hat seine Gemeinde gegründet. Es ist die Taufe des Heiligen Geistes. Er gebot ihnen zu warten, bis sie Kraft aus der Höhe empfingen. Und trotzdem kannst du zu einer Pfingstge- meinde gehören und dabei verloren sein. Die Pfingstgemeinde ist nicht besser als die andern Gemeinden. Es gibt nur eine Gemeinde, und das ist die Gemeinde, in die du durch die Taufe des Heiligen Geistes hineingeboren bist. Denn: "Durch einen Geist sind wir alle in einen Leib hinein getauft." 1. Korinther, 12,13. In jene Gemeinde sind wir hineingetauft. Doch die Menschen denken, sie könnten es verdienen. "Ich ging doch zur Schule und habe gelernt, wie man es tun soll. Ich bin ins Seminar gegangen." Das hat gar nichts zu sagen. Du kannst Gottes Gnade nicht erkaufen. So ist Gottes Gnade - ich möchte euch zum Schluss eine kleine Geschichte erzählen. Einst lebte irgendwo ein mächtiger König. Jener mächtige König hatte einen Sohn; es war sein einziger Sohn. Eines Tages wurde sein Sohn von einem Mörder getötet. Die Abgesandten des Königs durchsuchten das ganze Land nach dem Mörder. Schlussendlich fanden sie ihn. Sie brachten ihn und warfen ihn ins Gefängnis. Das Gericht wurde einberufen. Oh, es war eine schreckliche Sache. Er hatte den Sohn des Königs ermordet, und er wusste, was auf ihn zukam. Sie warfen ihn in die innersten Gefängniszel- len und verschlossen die Türen. Sie stellten Wachen auf, da sie wussten, welch schreckliche Strafe der Junge bekommen würde, weil er den Sohn des Königs getötet hatte, den königlichen Sohn. Ueberall an den Toren wurden Wachen aufgestellt. Man tat ihn in die innerste Zelle. Man zog ihn aus und überliess ihm nur ein Tuch zur Bedeckung. Und nun sass er dort in jenem Zustand. Er war am verhungern, denn sie gaben ihm nichts zu essen. Dann brachten sie ihn vor das Gericht. Das Gericht befand ihn für schuldig, und man fällte ein schreckliches Urteil. Er sollte in Stücke gehauen werden, um so zu sterben. So lautete das Urteil. Er sollte sterben. Er bat um Gnade und schrie: "Auch wenn ich schuldig bin - und ich bin schuldig - doch es tut mir leid. Ich tat es durch einen Zornausbruch, ich wollte es nicht tun.'' Eines Tages ging der König ins Gefängnis, um den Jungen zu besuchen. Er wollte mit ihm sprechen, er wollte erfahren, warum er seinen einzigen Sohn getötet habe. Und so sagte der König zu sich: "Ich werde mit ihm sprechen." Er ging hinunter und schaute in den kleinen Käfig. Die Zelle sah aus wie ein Tierkäfig. Er sah den ausgemergelten Körper daliegen, und er hörte, wie der Junge weinte. Seine Wangen waren eingesunken und seine Augen lagen tief in den Höhlen. In seinen Augen stand geschrieben, dass er wusste, was ihn erwartete, Schaum war in seinem Mund. Er hatte kein Wasser, und er war durstig. Dort lag er auf seinem Gesicht und weinte. Der König sagte: "Erhebe dich!" Er kam heran und schaute den König an. "Warum hast du meinen Sohn getötet? Was hat mein Sohn dir getan? Was hat er getan, dass er den Tod verdient hätte? Warum hast du ihn mit dem Speer erstochen?" Er sagte: "Er hat mir nichts getan, gar nichts. Es war nur meine Unverschämtheit, ich tötete ihn, da ich auf ihn neidisch war. Ich bin in Wut geraten und habe ihn getötet." Dann sagte er: "Ich weiss, dass ich einen gerechten Tod sterben muss. Ich erkenne das, und ich bin dafür bereit. Ich weine nur, weil es mir leid tut, dass ich diesen königlichen Mann ohne Grund getötet habe." Der König drehte sich um und ging hinaus. Dann ging er zum Gericht und sagte: "Zerstört alle Anklageschriften!" (Ihr wisst, er warf sie in das Meer des Vergessens. ) "Vernichtet alle Anklagen! Wascht ihn und bringt ihn herauf. Ich werde ein Kleid für ihn bringen lassen." Nach einer gewissen Zeit kam ein grosser Wagen vorgefahren. Bis zur Gefängniszelle wurde ein Teppich ausgelegt. Der König stand beim Wagen und sagte: "Komm mein Sohn, fahre mit mir zum Palast." Dann legte er ein königliches Kleid um seine Schultern und sagte: "Von nun an bist Du mein Sohn!" Er hatte Erbarmen mit ihm, dies ist Gnade. Ich war dort, und du lagest dort. Wir haben den Sohn Gottes mit unseren Sünden getötet. Wir waren in der Fremde, wir waren schmutzig, dreckig lagen wir in den Zellen der Welt. Gott wusch uns mit dem Blut seines eigenen Sohnes. Er reinigte uns und gab uns das Gewand des Heiligen Geistes. Eines Tages wird der grosse Wagen Gottes vorfahren, wir werden nach Hause gehen, um mit ihm zu leben! Alle Anklageschriften sind vernich- tet, wir können nicht mehr gerichtet werden. Er hat sie in das Meer des Vergessens geworfen, er erinnert sich nicht mehr daran. Es ist kein Wunder, dass wir singen können: Erstaunliche Gnade, wie süss ist dein Klang; Gnade, die ein Wrack wie mich gerettet hat! Einst war ich verloren, doch nun bin ich gefunden, Ich war blind, doch nun kann ich sehen. Gnade lehrte mein Herz die Furcht, Gnade hat mich von der Furcht befreit; Wie kostbar erschien mir doch die Gnade, damals, in jener Stunde, als ich das erste Mal glauben konnte.