Werke beweisen den Glauben (Works is Faith Expressed) gepredigt am 26. November 1965 in Shreveport, Louisiana, U.S.A. William M. Branham Es ist gut, heute abend wieder hier zu sein. Ich weiß nicht, wie es bekannt wurde, daß ich für die Kranken beten werde. Sie alle sind gekommen, um für sich beten zu lassen. Ich glaube, wenn ihr der Leitung des Heiligen Geistes folgt, wird alles gut. So ist es am besten. Das ist eine Botschaft, die niemals ver- sagen kann. Ich saß heute in meinem Raum und wartete, daß meine drei guten Freunde kämen, damit wir gemeinsam zum Mittagessen gingen. Zum Frühstück hatte ich nur ein wenig zu mir genom- men, denn ich wußte, sie würden das Mittagessen bezahlen. Doch es war 12 Uhr, wurde 1 und 2 Uhr, und keiner erschien. Die Polizei war gerade dabei, einen Verbrecher auf dem Hof festzunehmen. Ich sah mir die Episode an, doch Bruder Jack fand ich nicht. Später stellte ich fest, daß man ihm die ver- kehrte Zimmernummer mitgeteilt hatte, und er mich deshalb nicht finden konnte. Ich werde ihm ein andermal die Gelegen- heit geben, für mich zu bezahlen. Ich war froh, die Brüder Tracy und Brown heute abend zu sehen. Es sieht aus, als soll- ten wir wieder nach Arizona zurückgehen. Als ich durch die Wüste fuhr, sagte ich zu meiner Frau: "Hier ist es, wo die Brüder über die ursprüngliche Schöpfung dis- kutierten: ob es in sechs Tagen oder sechs Millionen Jahren geschehen ist." Man denkt an jene Tage zurück und wünschte, noch einmal jung zu sein und das Leben noch vor sich zu ha- ben. Wenn wir älter werden, sind es nur noch Erinnerungen. Doch wir wissen, daß wir in ein Land gehen, in dem wir niemals alt werden... Das große Land, in dem wir weder alt noch sterben werden. Einer unserer geliebten Brüder, Bruder Lyle, ist in jenes Land hinüber gegangen. Doch wir alle müssen durch die Schulen der Leiden gehen, um uns in die Lage eines anderen versetzen und mitfühlen zu können. Dort sehe ich einen alten Freund, einen Prediger sitzen, der schon vor Jahren für die Kranken betete. Es ist Bruder Gerholtzer. Ich kann die deutschen Namen schlecht aussprechen. Ich kenne ihn schon seit fast zehn Jahren, und er ist kaum älter gewor- den. Wir leben in einer Welt, in der einmal alles zu Ende geht. Ich werde versuchen, euch heute abend nicht so lange hier zu halten wie gestern. Ich wollte über die Entrückung sprechen, über die biblischen Bedingungen, die dazu notwendig sind, und über das, was un- mittelbar vor der Entrückung stattfinden wird, und wie es ge- schehen wird. Wir alle glauben, daß die Entrückung stattfin- den wird. Nicht wahr, das glauben wir? Doch ich wurde geleitet, heute abend für die Kranken zu beten. Ich aß zu Abend mit einem mexikanischen Bruder, der heute mit seiner Frau hier ist. Jemand kam und legte Zeugnis von dem ab, was vor etwa einem Jahr unter Gebet durch die Gabe der Unterscheidung geschah. Wir erwarten heute abend einen Heilungsgottesdienst wie in den früheren Jahren. Bruder Brown teilte damals die Gebetskarten aus. Er ist ein ehrlicher Mensch. Niemals hat er eine Gebetskarte gegen Geld ausgegeben. Er war immer treu und brachte die Menschen in die Gebetsreihe. Ich betete für sie. Es war der reine Glaube der Menschen, die schon geheilt wurden, wenn sie nur in die Nähe kamen. Im Vergleich zu jetzt wurden damals zwanzigmal mehr geheilt. Einem Bruder, der heute hier ist, wurde vor ungefähr einem Jahr in der Gebetsreihe durch die Gabe der Unterscheidung gesagt, daß er Mumps hatte. Der Arzt sagte ihm, daß er danach keine weiteren Kinder mehr haben würde. Einen Jungen hatten sie und sie wünschten sich ein Mädchen. Doch in der Vision wurde ihm vom Herrn gesagt: "Ihr werdet das Mädchen bekom- men." Sie haben es heute abend mitgebracht. Darf ich darum bitten, daß ihr es hochhebt. Seht, dort ist es. Sie sitzen da. Welch ein süßes Kind. Ich möchte, daß die Eltern einmal ihr Zeugnis geben. Jetzt wollen wir mit der Unterweisung über göttliche Heilung beginnen. Wieviele glauben daran? Es wird ein herrlicher Abend sein, da ihr solch einen Glauben habt. Es bedarf nur Menschen, die es glauben. Es ist da für die Gläubigen. Ich wollte mich gerade in das Wort vertiefen, als Billy mich rief und sagte: "Bruder Jack wartet auf dich." So mußte ich kommen. Da ich keine Büroklammer hatte, nahm ich die Haarklemme meiner Frau, um mir die Stelle zu merken. Als ich jünger war, brauchte ich das nicht, doch jetzt wird es immer schwerer. Bruder Jack, empfindest du es nicht auch schon? Ich sagte ihm, daß ich schon sehr vergeßlich geworden bin. Oft muß ich nach- denken, was ich sagen wollte. Er antwortete: "Ist das alles? Weiter hast du nichts zu beanstanden?" Ich sagte: "Das ist ge- rade genug." Darauf antwortete er: "Ich rufe jemanden an und frage dann: 'was möchtest du?'" Ich dachte, Bruder Jack mache nur Spaß, doch ich stellte fest, daß es tatsächlich wahr ist. Nun, auch wenn wir vergeßlich sind, mögen nur unsere Taten recht sein, denn sie sind alle aufgeschrieben in dem Buch und werden am Tage des Gerichtes hervorgebracht werden. Wir sind wie eine große Familie. Ich weiß nicht, ob auch heute, wie gestern abend, die Verbindung für alle lokalen Gemeinden über dem ganzen Land besteht, diese Predigt zu hören. Ich bin immer dankbar für die Einstellung von Bruder Jack. Er sagt immer: "Predige, was du möchtest", und so habe ich auch lehr- mäßig predigen können. Ich bin kein Träumer, doch hatte ich vor kurzem einen Traum. Ich träumte, daß ich einen jungen Mann in Schellen gebunden sah, der versuchte, sich davon zu lösen. Jemand sagte mir: "Das sind furchtbare Menschen. Habe nichts mit ihnen zu tun." Ich sah, wie dieser junge Mann aus den Schellen herauskam, und dach- te: "Nun werde ich sehen, was er tut" Dann sah ich, wie andere herauszukommen versuchten. Dies ist ja nur ein Traum. Als ich weiter ging, sah ich Br. Roy Borders, mit dem ich sehr gut befreundet bin. Es sah aus, als stimmte etwas nicht. Er hatte seine Augen nur halb geöffnet, und es sah aus, als käme etwas wie Krebs über seine Augen. Jemand versuchte, mich von ihm wegzuziehen. Ich schrie: "Bru- der Borders, im Namen des Herrn Jesus, komm aus dem her- aus." Er konnte kaum sprechen und sagte: "Br. Branham, dazu ist noch mehr erforderlich. Ich kann es nicht fassen, Br. Bran- ham. Ich kann es nicht erreichen." Ich sagte: "O, Bruder Borders." Ich liebe ihn. Dann zog mich jemand weg, und ich sah, es war eine Frau, die woanders stand. Als kleiner Junge trug ich den Menschen die ein- gekauften Lebensmittel nach Hause. Es war Frau Fenton aus Jeffersonville, mit der wir, meine Frau und ich, befreundet sind. Sie sagte: "Bruder Branham, befreie uns von diesem, denn dies ist das Haus der Hölle." Sie sagte: "Du bist mißverstanden worden und hast auch diese Menschen mißverstanden." Sie sagte: "Das sind feine Menschen, aber..." Ich schaute hin und sah etwas wie einen großen Keller in einer Höhle mit Eisengittern davor - acht bis zehn Zoll stark. Darin waren Menschen, die den Verstand verloren hatten. Sie wanden sich mit Armen und Beinen und schlugen ihre Köpfe. Sie schrie und sagte: "Befreie diese Menschen, Br. Branham. Hilf uns, wir sind in Not." Ich kenne sie. Sie gehört zu einer christlichen Gemeinde. Ich sah mich um und sagte: "Ich wünschte daß ich es tun könn- te." Ich sah auf meinen kleinen Körper und dann auf diese dik- ken Eisenstäbe und die armen Menschen darin. Ich konnte nicht zu ihnen hinein, weil sie hinter dem Gitter waren. Ich sah nochmal hin. Sie schlugen ihre Köpfe, als wären sie von Sinnen. Dann sah ich, wie Licht hinein kam und schaute auf. Da stand der Herr Jesus, im Licht, mit dem Regenbogen über Ihm. Er sah mich an und sagte: "Befreie diese Menschen!" Dann ging Er fort. Ich dachte: "Wie kann ich sie befreien? Ich habe nicht genügend Kraft, diese Eisenstäbe zu durchbrechen." Dann sprach ich: "Haus der Hölle, gib sie heraus im Namen Jesu Christi." Alles brach zusammen. Die Felsen zersprangen, die Gitter fielen, die Menschen kamen herausgelaufen, schrien be- freit, so laut sie konnten. Sie alle waren befreit. Dann rief ich: "Bruder Roy Borders, wo bist du, wo bist du? Gott befreit sein Volk. Wo bist du, Bruder Borders?" Ich dachte darüber nach. Br. Borders ist in Angst. Ihr wißt ja von der Weissagung, die die Westküste betrifft. Einer der Män- ner sitzt heute abend hier, der dabei war, als es geschah. Es ist ein Prediger, dessen Auge zu erblinden drohte. Er trug eine Sonnenbrille, als er zu mir kam und sich vorstellte, während wir in den Bergen waren. Er sagte: "Bruder Branham, ich bin Br. McHughes. Ich war mitverantwortlich für eine deiner Ver- sammlungen in Kalifornien." Ich erwiderte: "Es freut mich, dich kennenzulernen, Bruder McHughes." Insgesamt waren dort zwanzig Männer auf der Jagd anwesend. Am Tage zuvor hatte ich mit Br. Woods gesprochen, den ihr kennt. Ich nahm einen Stein, warf ihn in die Luft, und sofort als er herunterkam, sagte ich: "So spricht der Herr! Etwas ist im Begriff zu geschehen." Er fragte: "Was ist es, Bruder Bran- ham?" Ich antwortete: "Das weiß ich nicht, aber innerhalb von 24 Stunden wirst du es sehen. Etwas wird geschehen - ein gro- ßes Zeichen." An dem folgenden Tage machten wir uns ungefähr um 10 Uhr auf. Jeder hatte das erjagte Wild, und wir standen da. Br MacKnelly und die anderen Brüder zerteilten das Wild. Bruder Borders' Bruder Roy Roberson, einer meiner teuren Freunde, standen dabei, als ich aufschaute und Bruder McHughes fragte: "Bruder Branham, erscheint der Engel des Herrn dir jemals, wenn du auf Jagd bist?" Ich sagte: "Ja, Br. McHughes, doch ich kom- me hierher, um mich auszuruhen." Er sagte: "Gut, Br. Bran- ham, ich möchte dir keine Unruhe machen." Ich antwortete: "Das tust du nicht." In dem Augenblick sah ich, wie ein Arzt sein Auge untersuchte. Ich kannte ihn nicht. Er hatte eine Son- nenbrille auf, denn in Arizona ist die Sonne sehr hell. Ich sah den Arzt und hörte, wie er sagte: "Werter Herr, ich habe Ihr Auge nun schon einige Jahre behandelt. Es ist eine Allergie, die Sie haben und Sie werden die Sehkraft verlieren. Es frißt sich weiter vor in Ihr Sehvermögen, und durch nichts kann es aufgehalten werden." Da sagte ich zu ihm: "Du wolltest mich wegen deinem Auge fragen. Du trägst die Sonnenbrille we- gen deinem kranken Auge." Er erwiderte: "Das stimmt." Dar- auf sagte ich ihm, der Arzt habe vor wenigen Tagen festgestellt, daß er wegen der Allergie, die an dem Sehvermögen nagt, er- blinden werde. Er behandele es schon seit zwei Jahren und könne es nicht aufhalten. Er antwortete: "Br. Branham, das ist die Wahrheit." Ich fuhr fort: "Ich sehe eine ältere Dame mit einem dunklen Teint. Ursprünglich kam sie aus Arkansas. Es ist deine Mutter. Sie zeigte dir ihre Füße mit Tumoren und sagte: "Mein Sohn, wenn du Br. Branham triffst, bitte ihn, für mich zu beten." Er rief aus: "O Gnade." Ich sah ihn in der Vision ohne Brille und sagte: "So spricht der Herr! Gott hat dein Auge geheilt und heilt auch deine Mutter." In Gegenwart dieser Männer legte ich meine Hand auf die Schulter von Br. Roy Roberson, und sagte: "Br. Roy, verberge dich schnell, denn etwas ist im Begriff zu geschehen." Er fragte: "Was meinst du, Br. Branham?" Ich erwiderte: "Rede nicht, verstecke dich schnell!" Ich nahm die Schaufel, die dort lag, und ging von ihnen hinweg, denn ich wußte, es würde ge- schehen, wo ich war. Nahe der tiefen Schlucht kam es wie ein Feuer vom Himmel herab, wie in einem Wirbelsturm und blieb nur wenig über mir stehen. Es riß das Gestein aus den Bergen und brach die Baum- spitzen, in einem Umkreis von ungefähr hundert Metern, ab. Alle liefen und versuchten sich irgendwo in Deckung zu bringen. Es erhob sich wie ein mächtiger Donner und ging zurück in den Himmel und kam wieder herunter. Das wiederholte sich drei mal. Als das vorüber war, kamen sie zu mir und sagten: "Was bedeutet es?" Ich antwortete: "Es war ein Ankündigungs- zeichen des Gerichtes. In den nächsten Tagen wird ein großes Erdbeben die Westküste erschüttern und es wird nicht aufhören, bis Kalifornien - Los Angeles - versunken ist. Es wird hin- unter gehen und in den Ozean hineinrutschen." Zwei Tage später erschütterte das Erdbeben Alaska. Als ich in meiner letzten Versammlung in Kalifornien sprach, wußte ich noch nicht, was geschehen war, bis die Versammlung vorüber war. Ich sagte: "Kalifornien, wie Kapernaum, du Stadt genannt nach dem Namen der Engel (Los Angeles), du hast dich selber zum Himmel erhöht, du wirst zur Hölle hinunter gestoßen. Denn wenn die mächtigen Werke in Sodom geschehen wären, wie in dir, so stünde es noch heute." In den letzten Tagen kracht und brodelt alles. In der wissen- schaftlichen Zeitschrift berichtet man davon, daß es unterspült ist und versinken muß. Sie wissen es. Gebt acht! Das Wasser wird bis zum Salton See kommen. Los Angeles ist dem Gericht preisgegeben. Ich sage es euch, ehe es geschieht, damit ihr vorbereitet seid. Das habe ich nicht von mir selber gesagt. Niemals hat Er mir je etwas gesagt, das nicht geschehen wäre. Das könnt, ihr bezeugen. Das stimmt. Wann es geschehen wird, weiß ich nicht. Nachdem ich aus der Versammlung kam, sagte man mir, was ich angekündigt hatte. Ich hörte es und durchforschte die Schrift. Wißt ihr, daß Jesus mit fast den gleichen Worten über Kaper- naum gesprochen hat, das nun am Boden des Toten Meeres liegt? Das geschah nicht sofort, sondern erst später. Jetzt liegt es im Meer. Der Gott, der Sodom um der Sünde willen zerstör- te, ist derselbe, der Kapernaum ins Meer versenkte. Derselbe Gott wird Los Angeles um ihrer Sünde willen, um der Verdorben- heit willen, in den Ozean versenken. Laßt uns beten. Herr, es ist so gut, echten Zuhörern das zu bezeugen. Herr, wir glauben Dir, hilf unserem Unglauben. Herr, wir erkennen, daß wir uns dem Ende der Welt nahen. Wann es sein wird, wissen wir nicht, doch eines Tages wird die geheime Hinwegnahme der Braut stattfinden. Herr, wir werden entrückt, hinaufgenommen mir Dir. Auf diesen Tag warten wir. Bereite unsere Herzen zu, Herr. Viele liegen hier darnieder auf Bahren, Männer und Frauen vom Feinde gebunden. Womöglich sitzen Menschen da, die an einem Herzinfarkt sterben werden, wenn Du sie nicht berührst. Manche von ihnen sind womöglich vom Krebs zerfressen. O Vater, Du kennst das Herz eines jeden Einzelnen. Du weißt, ob es wahr ist oder nicht. Wir sagen dieses alles, denn wir wissen, was Du getan hast. Deine große Kraft hat so viele befreit. Das können wir bezeugen, auch wenn man uns sagen möchte, diese Dinge geschehen nicht mehr. Doch sie geschehen, Herr, dessen sind wir Zeuge. Herr, ich bete, daß Du in den Herzen dieser Men- schen den Glauben aufbaust, daß jeder befreit und alle Kran- ken und Leidenden geheilt werden. Herr, mach es so einfach. Laß es geschehen, während wir Dein Wort lehren. Möge der Heilige Geist meine Fehler wegnehmen, Herr, und sie korrigie- ren in den Herzen der Menschen. Mache diesen Abend zu einer Realität daß Er Einzug halten kann in dem Herzen eines je- den Gläubigen hier. Diesem Zweck sei dieser Abend geweiht, Herr. Möchten vor allem die, welche noch nicht gerettet sind, zubereitet werden, während die Tür der Gnade noch offen steht. Wir bitten das im Namen Jesu. Amen. Jemand ließ mich wissen, daß ein Opfer für mich erhoben wurde. Das war nicht nötig. Tut es nicht. Einmal hatte man in Calgary, Canada, für mich ein Opfer von einigen Tausend Dollar erho- ben. Damals hatten wir, meine Frau weiß es noch, sie sitzt ja hier, nur zwei Räume mit unseren Kindern zusammen und mußten Decken vor die Türen hängen, daß sie keine Lungen- entzündung bekämen. Br. Jack sagte zu mir: "Bruder Branham, das ist nicht richtig, sie so zu behandeln." Ich sagte: "Nimm das Geld zurück!" Er antwortete: "Wie können wir das tun?" So kaufte ich das Haus zur Ehre und Verherrlichung Gottes. Wir nahmen es hin als eine Liebesgabe von den Leuten jener Ge- meinde. Dann dachte ich, es ist nicht recht, es zu behalten, denn nichts habe ich in diese Welt gebracht, und gewiß nehme ich nichts mit hinaus. So habe ich es auf den Namen der Ge- meinde schreiben lassen. Wenn ich meinen Dienst beendet habe, kann sicher ein anderer Knecht Gottes darin wohnen, wenn die Zeit noch währt. So danke ich euch vielmals, Freunde. Gott segne euch dafür. Wir wollen aus Jakobus 2,21 lesen und noch ein wenig lehren, ehe wir für die Kranken beten. Wir gedenken noch derer, die als Missionare in Thailand sind. Es sind so viele Dinge, an die man des Tages denkt und abends erwähnen möchte. Doch so- fern man hier ist, hat man sie vergessen. Doch wir wollen uns jetzt unserem Bibeltext zuwenden. "Ist nicht unser Vater Abraham aus Werken gerechtfertigt worden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Opferaltar dar- brachte? Daran siehst du, daß der Glaube mit seinen Wer- ken zusammengewirkt hat und der Glaube erst durch die Werke zur Vollendung gebracht ist, und daß so erst das Schriftwort sich erfüllt hat, das da lautet: 'Abraham glaub- te aber Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit ange- rechnet,' und er wurde 'Gottes Freund' genannt." Haltet eure Bibeln bereit, denn ich möchte noch weitere Schrift- stellen lesen und mich auf sie beziehen. Mein Thema ist: "Wer ke beweisen den Glauben." Die Werke beweisen, daß der Glau- be uns erfaßt hat. Ich habe dieses Thema gewählt, weil ich glaube, daß es uns behilflich sein wird, ein besseres Verständ- nis zu bekommen. Höret während dieser Lektion andächtig zu. Jakobus bezieht sich lehrmäßig auf das, was von Abraham im 1.Mose 22,1-9 gesagt wird. "Nach diesen Begebenheiten wollte Gott den Abraham auf die Probe stellen und sagte zu ihm: 'Abraham!' Dieser ant- wortete: 'Hier bin ich!' Da sagte Gott: 'Nimm Isaak, deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, und begib dich in die Landschaft Morija und bringe ihn dort als Blutopfer dar auf einem der Berge, den ich dir angeben werde!' Da sattelte Abraham am anderen Morgen früh seinen Esel und nahm zwei von seinen Knechten und seinen Sohn Isaak mit sich, er spaltete Holzscheite für das Brandopfer und machte sich dann auf den Weg nach dem Orte, den Gott ihm angegeben hatte. Als er am dritten Tage die Augen auf- schlug, sah er den Ort in der Ferne liegen. Da sagte Abra- ham zu seinen Knechten: ,Bleibt ihr für euch hier mit dem Esel, ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen und an- beten, dann kommen wir wieder zu euch zurück.' Hierauf nahm Abraham das Holz für das Brandopfer und belud seinen Sohn Isaak damit, er selbst aber nahm das Feuer und das Schlachtmesser in die Hand, und so gingen die beiden zusammen weiter. Da sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: 'Mein Vater!' Abraham antwortete: 'Was willst du, mein Sohn?' Da sagte er: 'Wir haben hier wohl Feuer und Holz, aber wo ist das Schaf für das Brandopfer?' Abraham erwiderte: 'Gott wird schon für ein Schaf zum Brandopfer sorgen, mein Sohn.' So gingen die beiden zusammen weiter. Als sie nun an den Ort gekommen waren, den Gott ihm an- gegeben hatte, errichtete Abraham daselbst einen Altar und legte die Holzscheite auf ihm zurecht, dann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben über die Scheite, darauf streckte er seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her die Worte zu: 'Abraham, Abraham!' Er antwortete: 'Hier bin ich!' Jener rief: 'Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts zuleide', denn jetzt weiß ich, daß du gottesfürchtig bist, weil du mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten hast!" Jakobus hebt die Rechtfertigung Abrahams durch die Werke her- vor. Paulus hebt seine Rechtfertigung durch den Glauben her- vor. In Röm. 4,1-4 lesen wir: "Was werden wir somit von unserm Stammvater Abraham sagen? Was hat er nach dem Fleisch verlangt? Wenn Abra- ham nämlich auf Grund von Werken gerechtfertigt wor- den ist, so hat er allerdings, Grund, sich zu rühmen, freilich nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? 'Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.' Wenn nun jemand Werke verrichtet, so erhält er den Lohn nicht aus Gnade angerechnet, sondern nach Schuldigkeit." Dazu lesen wir noch aus x. Mose 15,5-6. Darauf ließ er ihn ins Freie hinaustreten und sagte: 'Blicke zum Himmel empor und zähle die Sterne, wenn du sie zäh- len kannst!' Dann fuhr er fort: 'So soll deine Nachkom- menschaft sein!' Da glaubte Abram dem Herrn, und das rechnete dieser ihm als Gerechtigkeit an." Beide Männer sprachen über den Glauben. Paulus zeigt die Rechtfertigung Abrahams durch das, was Gott in ihm sah. Jakobus beschreibt die Rechtfertigung Abrahams durch das, was Menschen in ihm sahen. Jakobus hebt die Rechtfertigung durch seine Werke hervor. Paulus bezeugt die Rechtfertigung durch den Glauben. Abraham glaubte Gott. Gott sah den Glauben in Abraham. Als er den Glauben in die Tat umsetzte, sahen es die Menschen. In gleicher Weise steht es jetzt mit uns. Unsere Wer- ke bringen unseren Glauben zum Ausdruck. Wenn wir uns fürch- ten, unserem Glauben gemäß zu handeln, glauben wir nicht. Seht, ihr müßt es glauben. Die Werke Abrahams brachten sei- nen Glauben an die Verheißung Gottes zum Ausdruck. Seht, Abraham war fast hundert Jahre alt und Sara zehn Jahre jünger. Sie waren beide alt und über die Zeit hinaus, Kinder zu haben. Obwohl sie so lange verheiratet waren, hatten sie keine Kin- der. Doch Gott sagte ihm, als er 75 und Sara 65 Jahre alt war: "Ihr werdet einen Sohn haben." Er glaubte die Verheißung Gottes. Er glaubte und traf alle Vorbereitungen für das Kind. Seht, Gott sah den Glauben, doch die Menschen sahen seine Taten, die seinen Glauben bezeugten. Dasselbe geschieht heute abend. So ist es auch mit uns. Es war ihm geoffenbart. Weil es ihm geoffenbart wurde, glaubte er es und handelte so, als wäre es bereits geschehen. Hierin wollen wir uns ein wenig vertiefen. Manchmal verste- hen wir es nicht recht. Menschen versuchen aufgrund ihrer Ge- mütsbewegung zu handeln. Das geht nicht. Bruder Gerholtzer hier und auch ich haben auf diesem Gebiet vieles gesehen, was dafür und dagegen spricht: das Gebet für die Kranken in aller Welt und, die Enttäuschungen der Menschen, die 'Hallelujas' von allen Seiten betrachtet. Wir haben daraus gelernt. Als wir jung waren und zu predigen begannen, war es, als erlernten wir das Schwimmen, Bruder Gerholtzer. Die älte-- ren Brüder wissen noch, wie ich damals so viele Visionen sah und Mühe hatte, zu mir zu kommen. Die Brüder nahmen und geleiteten mich. Ich erinnere mich an einen Abend, den ich nie vergessen werde. Es war in San Jose. Ein Bruder kam, mich zu wecken. Ich hatte einige Tage nicht mehr geschlafen. Ich wußte nicht, daß ich zu diesem Mann sprach. Doch er erzählte mir, daß ich anfing zu weinen und sagte: "Ich gehe heim". Er antwortete: "Du kannst nicht heim gehen. Du mußt zur Versammlung kommen." Ich er- widerte: "In wenigen Minuten bin ich bereit, heimzugehen." Seht, das alles hatte mich so erfaßt. Ich lebte schon als junger Mann in einer anderen Welt. Wenn man das Schwimmen lernt, durch das Wasser planscht und die andere Seite des Teiches er- reicht, kann man sagen: "Ich habe es geschafft." Nachdem ihr das Schwimmen gelernt habt, ist es etwas Angenehmes und kein Abmühen mehr. Seht ihr, man muß lernen, wie es gemacht wird, um so leichter wird es dann. Ein Kind, das noch nicht gehen kann, wurde auf diesem Gang einige Male hinfallen und sich abmühen. Doch jemand, der weiß, wie man geht, ein Athlet, würde den Gang mühelos hin- unterschreiten. Doch er mußte einmal beginnen, ehe er zum Athleten werden konnte. So ist es mit dem Predigen über gött- liche Heilung und den anderen Dingen. Während ihr euren Weg geht, beginnt ihr zu lernen. Ihr müßt lernen, wie ihr Gott annehmt und was es in Wirklichkeit bedeutet. Manchmal ge- statten wir uns, zu sagen: "Dieser oder jener hatte nicht genü- gend Glauben, hat dies oder jenes nicht getan." Doch dafür gibt es einen Grund. Oft ist es unbekannte Sünde. Wir könnten viel Salböl über jemand gießen und so laut schreien, daß wir heiser werden, doch das wird den Teufel nicht fortbewegen. Nein, nie- mals. Zuerst müßt ihr alles bekennen. Das geschieht durch die Gabe der Unterscheidung. Oft heißt es: "Gehe und bringe das und das in Ordnung." Doch die Menschen sind so träge, das zu tun. Die andern werden ungeduldig und sagen: "Ach, für mich wurde nicht gebetet." Doch wir möchten jetzt einen Weg finden - die wahre Grund- lage der göttlichen Heilung und was geschieht. Wie steht es um eine Gabe? Wie ich gestern abend sagte, eine Gabe ist etwas Wunderbares. Doch euer ewiges Endziel könnt ihr davon nicht abhängig machen. Ihr könnt nicht das Geringere zur Haupt- sache machen. So ist es mit den Gaben. Satan kann jede Gabe Gottes nachahmen. Er kann alles genauso machen. Deshalb müs- sen wir acht geben. Wie ich schon manchmal über Jauchzen und Zungenreden zum Ausdruck gebracht habe, daß auch Dämonen das alles nachahmen können. Es ist dann nicht das Echte, son- dern das Nachgeahmte, obwohl es dem Echten ähnlich sieht. Menschen, die den Unterschied nicht kennen, meinen es sei echt, wenn es unecht ist. Dasselbe tun sie mit der göttlichen Heilung. Manche denken, es ist irgend ein Hokus-Pokus, doch das ist es nicht. Hier geht es um den echten, unvermischten Glauben an das, von dem Gott gesagt hat, daß es die Wahrheit ist. Darin sind wir verankert. Nichts kann uns fortbewegen. Es wird dort bleiben. Nun, Glaube ist eine Offenbarung von Gott. Ja, Glaube ist eine Offenbarung. Damit wollen wir uns ein we- nig befassen. Es ist eine Offenbarung. Er hat es euch in Seiner Gnade geoffenbart. Nicht ihr habt es getan. Ihr habt euch nicht selber in den Glauben hineingesteigert. Ihr hattet keinen Glau- ben. Er ist euch durch die Gnade Gottes geschenkt worden. Gott offenbart es euch. Deshalb ist Glaube eine Offenbarung. Die gesamte Gemeinde Gottes ist auf Offenbarung aufgebaut. Ein Baptistenprediger sagte mir vor kurzem: "Offenbarung kann ich nicht akzeptieren." Ich sagte: "Dann kannst du die Bibel nicht akzeptieren. Dann kannst du Christus nicht akzeptieren, denn Er ist die Offenbarung Gottes. Er ist Gott geoffenbart im Fleisch." Seht, die ganze Gemeinde ist auf göttliche Offen- barung aufgebaut. Jesus fragte damals: "Was sagen die Men schen, wer der Menschensohn sei?" Er sprach zu Seinen Jün- gern. Die einen sagten: "Elias, Moses, Jeremias oder einer der Propheten." Er fragte: "Was aber sagt ihr?" Petrus antwortete: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." Die Römische Kirche sagt, daß Jesus Seine Gemeinde auf Pe- trus als dem Felsen gebaut hat. Die Protestanten sagen: "Er hat sie auf sich selbst gebaut." Nun, sie könnten ja recht haben. Für mich ist beides verkehrt. Es ging um die Geistesoffenba- rung - Wer Er ist. "Fleisch und Blut hat dir dies nicht geoffen- bart, Petrus, sondern Mein Vater im Himmel." Er hat es dir geoffenbart. "Und auf diesen Felsen (auf der göttlichen Offen- barung, wer Ich bin, nämlich das Wort...) auf diesem Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten der Hölle wer- den sie nicht überwältigen." Es zeigt, daß die Pforten der Hölle dagegen sein würden. Durch den Glauben, die Offenbarung, brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer als Kain dar. Gott bezeugte, daß er gerecht war. Wie geschah es? - Durch den Glauben, durch Offen- barung. Durch Offenbarung brachte Abel Gott ein wertvolleres Opfer dar. Ihm wurde geoffenbart, daß es nicht die Früchte des Feldes waren, sondern das Blut. So können es die einen glauben, die anderen glauben nicht. Manche geben vor zu glauben. Sagen wir, wenn in einer solchen Versammlung Menschen in die Gebetsreihe kommen, - alles gute Menschen - manche von ihnen tun ihr Bestes, zu glauben, versuchen sich selbst hineinzusteigern, andere vermögen es über- haupt nicht, doch wieder anderen wird es aus Gnaden geschenkt. Das ist der Unterschied. Dadurch geschieht es. Das ist die echte Offenbarung. Denn Glaube ist eine Offenbarung von Gott. Es muß zuerst geoffenbart sein. Jesus brachte dieses klar zum Ausdruck, als Er sagte: "Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater ziehet ihn zuerst." Es muß zuerst geoffenbart sein. Damals wußten sie nicht, wer Er war. Sie meinten, Er sei ein gewöhnlicher Mensch. Andere dachten, wie die Leute es heute sagen, Er sei irgendein Prophet. Doch Er war DER Prophet. Er war ein gewöhnlicher Mensch, doch Er war mehr als das. Wie ich schon gestern abend sagte. Wenn ihr das Buch lesen werdet, könnte es sein, daß es euch zunächst verwirrt. Ich sprach von den zwei Büchern des Lebens. Es ist das gleiche Buch. Doch das eine betrifft die natürliche Geburt, das andere eure geist- liche Geburt. Das eine leitet zu dem anderen über wie der Halm zur Ähre. Ihr sprecht zu mir als zu einer lebendigen Person, doch der eine Teil von mir muß vergehen. Von dem einen Buch kann der Name genommen werden, doch der Name der für die Ewigkeit Vorherbestimmten, den Auserwählten, kann nie- mals herausgenommen werden, denn er war schon immer darin. Niemals kann er herausgenommen werden. Ihr werdet das im Buch finden, so wollen wir euch vor Verwirrung bewahren. So ist es. Br. Vayle, der den grammatischen Teil macht, erinnerte mich heute daran. Ich sagte: "So ist es richtig." Manche glauben, daß es zwei verschiedene Bücher sind. Einer- seits ist es so, doch andererseits auch nicht. Ich bestehe aus der Dreiheit: als Leib, Seele und Geist, doch ich bin nur ein Wesen. Es gibt nur ein Buch des Lebens. Ein Weizenkorn geht durch ver- schiedene Stadien. Der Halm ist noch nicht die Ähre und die Ähre noch nicht das Weizenkorn. Das ganze aber ist Weizen. Das Weizenkorn kommt zuletzt. Das andere war nur ein Trä- ger und muß vergehen. Wenn man die eine Stelle liest, hört es sich an, als ob euer Name von dem Lebensbuch des Lammes genommen werden kann und auf der anderen Stelle nicht. Doch seht, was es ist. Das alles ist in der gewaltigen Offenbarung durch die Öffnung der Sieben Siegel hervorgebracht worden. War- um ist es für viele so schwer? Weshalb können die Menschen es nicht glauben? Jesus sagte: "Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater ziehet ihn zuerst. Und alle, die der Vater mir gegeben hat, kommen zu mir." Niemand kann verstehen, wer Er ist und wie es zusammenhängt, es sei denn, es wird ihm durch eine Offenbarung Gottes enthüllt. Euer Glaube ist darin veran- kert und ihr handelt demgemäß. Wir sehen es klar, daß Gott in Jesus geoffenbart wurde. Doch nur diejenigen, die vorherbe- stimmt waren, es zu sehen, werden es sehen. Bitte lest in Joh. 6,44-46 nach. Um der Zeit willen habe ich es nicht gelesen. Beachtet: "Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater ziehet ihn zuerst. Und alle, die der Vater mir gegeben hat, werden zu mir kommen." Sie werden es erkennen. Kein anderer kann es, ungeachtet dessen, wie gut ihr sein mögt. Es muß euch geoffenbart werden, dann seht ihr, wer Jesus Christus ist. Hier ist Sein vorherbestimmter Plan in klarer Sicht. So wie der Boden für die Saat vorbereitet wird, so muß das Wort Gottes als ein Same in einen wohlvorbereiteten Boden fallen. Ihr streut eine Saat nicht einfach aus, damit die Vögel das Korn auffressen. Ihr säet nicht in Dornen und Disteln, die es erstik- ken würden. Jesus hat es uns in dem Gleichnis klar gemacht. Der Ackerboden muß erst zubereitet werden. Gott bereitet die Herzen in Seiner freien Gnade zu. Er hat euch schon vor Grund- legung der Welt vorbereitet, Ihn in diesem Zeitalter aufzuneh- men. Durch Sein Vorherwissen hat Er euch im voraus erkannt und zum ewigen Leben bestimmt. Er erkannte euch, deshalb hat Er euch zubereitet. Deshalb seid ihr aus allem herausgestolpert und in das, worin ihr jetzt seid, hineinversetzt. Gott leitet euch dahin, wo Er euch hinhaben will. Wenn der Boden nicht vorbereitet ist, kann die Saat nicht wachsen. Der Grund, warum wir den Glauben pre- digen ist, um die Saat des Glaubens auszustreuen. Wir sehen es durch die Unterscheidung des Herrn und erkennen, was geschieht. Alle Gaben, von denen die Bibel berichtet, sind wirk- sam. Doch wenn Menschen wirken, mögen sie rufen: "O Halle- luja, ich glaube es." Doch dann kommen sie und finden sich enttäuscht. Seht, der Boden muß vorherbestimmt sein. Dann wißt ihr, wenn er davon getroffen wird. Wie ich euch gestern Abend von dem Adlerjungen erzählte, der den Ruf der Adlermutter hörte. Es war ein großer Unterschied zwischen dem Gackern der Henne und dem Adlerruf. Das Adlerjunge wurde nicht erst durch den Ruf zu einem Adler, sondern war von Anfang an ein Adler. Ein Christ war immer einer. Ihr seid von Gott geschieden, weil ihr in die Sünde der ersten Eltern Adam und Eva gefallen seid. Ihr seid Sünder von Natur aus. Ihr wolltet es nicht sein, doch nun habt ihr das Evangelium gehört. Der Glaube kommt durch das Hören. Die Offenbarung kommt durch das Hören. Etwas ist in euch vor sich gegangen. Jemand, der neben euch sitzt, mag sagen: "Ach, das glaube ich nicht. Das ist Unsinn." So taten sie es am Tage zu Pfingsten. Sie lachten und sprachen: "Diese Männer sind voll süßen Weins." Doch war es etwas Gewaltiges für die, die es erlebten. Was geschah? Gott offenbarte sich dem Einzelnen selbst. Die anderen lachten, doch diese freuten sich und froh- lockten. Es war die Offenbarung für den Einzelnen, welches ist der Glaube, - der Glaube, der geoffenbart ist. Wenn es nicht der Glaube wäre, wäre nichts geschehen. Es war Glaube. Der Boden muß für den Samen zuerst vorbereitet werden. "Und die, welche er vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen; und die er berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; und die er gerechtfertigt hat, denen hat er auch die Herrlichkeit verliehen" (Röm. 8,30 und Eph. 1,3-5). Nichts ist durcheinander. Das meinen wir zwar, doch seht in die Schrift hinein. Alles geschieht genau- so, wie Gottes Wort es gesagt hat. Wir sehen die Ablehnung der Botschaft gegenüber. Ist das nicht, was die Schrift voraus- gesagt hat? Natürlich. All diese Dinge sind von Gott bestimmt. O, es bewirkt, daß ihr froh dahingeht. Die Schwierigkeit liegt darin, daß der Unterschied zwischen den ersten Christen und den heutigen so groß ist. Die echte, wahre Offenbarung Jesu Christi, daß Er der Immanuel ist, wohnte in den Herzen jener Menschen. Sie waren standhaft. Doch heute werden sie von den Denomi- nationen gestreichelt, mit der Bemerkung: "O, ich sage euch, sie haben die Offenbarung nicht. Kommt nur hierher." Ihr verlaßt euch auf ihre Offenbarung, doch wenn ihre Offenbarung nicht gemäß dem Worte Gottes ist, ist sie verkehrt. Das trifft auf mich und auf jeden anderen zu. Da muß die Entscheidung fallen. Das Wort Gottes sagt, was richtig oder verkehrt ist. Jeder Same muß den Boden haben. Er wußte, was geschehen wird, deshalb konnte Er alle berufen, die Er im voraus erkannt hat. Jesus sagte von dem Samen: "Einiges fiel unter das Gestein und unter die Dornen usw." Dort konnte es nicht wachsen. Doch et- was fiel auf guten Boden, der dazu vorbereitet war." All diese Menschen sind wie die Küken. Sie versuchen dies und jenes, doch nach geraumer Zeit kommt der plötzliche Ruf vom Himmel. Das Adlerjunge erkennt sofort den Ruf. Das ist das Wort Gottes. Seht, es erkennt es, weil etwas in seinem Herzen ist, das ihm sagt und offenbart, worum es geht. Der Prophet Jesaja sagte: "Eine Jungfrau wird empfangen" Welch ein sonderbarer Ausspruch. Wie könnte ein vernünftiger Mensch so etwas sagen. Noch niemals war eine Jungfrau guter Hoffnung geworden. Doch jetzt hieß es: "Eine Jungfrau soll empfangen." Er sorgte sich nicht um das, was er sagte. Er sprach es einfach aus. Wie wird es geschehen? Darum brauchte er sich nicht zu kümmern. Er brauchte nur zu sagen, was Gott zu tun vor hatte. Gott hatte es ihm geoffenbart - in einer Vision ge- zeigt. Es wurde geoffenbart und es stimmte. Derselbe Gott sagte mir, daß dieses Ehepaar, das kein Kind mehr bekommen konnte, ein Mädchen haben würde. Manchen wurden andere Dinge gesagt, die sich sonderbar anhörten, wo der Arzt gesagt hatte, es kann nicht geschehen. Doch wenn Gott sagt: "Es wird geschehen", kommt es darauf an, auf welchen Boden das Wort fällt. Seht, der Prophet trat auf und das Wort des Herrn erging. Als Gott in 1. Mose 1 sagte: "Es werde Licht", ward es Licht. Was immer Er aussprach, geschah. "Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde: nach dem Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Weib schuf er sie" (1. Mose 1,27). Zunächst war nichts auf Erden. In 1. Mose 2, nachdem alles andere erschaffen wor- den war, gab es noch keinen Menschen, der den Acker pflügte. Was war es? Es ist Sein Wort. Er hat es gesprochen. Als Er sprach: "Es werde Licht!", mußte geschehen, was Er sagte, auch wenn das Licht 8oo Jahre hätte auf sich warten lassen. Als Er sagte, die Erde bringe Palmen und Eichenbäume hervor, dieses oder jenes geschehe, wurde der Same schon unterhalb des Wassers geformt. Das stimmt. Dann kamen sie zu der bestimm- ten Zeit hervor. Es konnte nicht versagen. Es ist Gottes Wort. Sobald es zum Ausdruck gebracht wurde, konnte es nicht aus bleiben. Damals sprach Gott zu den Menschen von Angesicht zu Ange- sicht. Doch zur Zeit Moses sprach Er aus dem Feuer heraus. Das Volk bat darum, daß Moses zu ihnen spräche, denn sonst müß- ten sie umkommen. Darauf sprach der Herr: "So werde ich nicht mehr zu ihnen reden, ich werde ihnen einen Propheten erwek ken." In dieser Weise handelte Gott immer. Ein Prophet steht unter der Inspiration. Er stellt keine verstandesmäßige Über- legung an "Ein Moment, wenn ich das sage, halten die Leute mich für verrückt." Seht, das wäre Verstandesüberlegung, die auf den Satan hört, wie Eva es tat. Solange euch der Arzt sagt, ihr könnt nicht länger leben, ihr könnt dies und jenes nicht tun, ihr werdet nicht gesund und ihr darauf hört, wird der echte Same niemals auf fruchtbaren Boden fallen können und euch nützen. Das geht nicht. Doch wenn das alles hinweggetan wird und der Same auf vorbereiteten Boden fällt, kann ihn nie- mand herausreißen. Ungeachtet dessen, wie lange es dauern mag, es wird dennoch geschehen. Er sagte: "Eine Jungfrau wird empfangen." Wißt ihr, daß es 8oo Jahre dauerte, bis es geschah? Gott hat diese Jung- frau zuvor ersehen - Er wußte, wer sie sein wird, ihren Namen - wo der Same hineinfallen sollte. Glaubt ihr das? Gewiß wußte Er es. Durch den natürlichen Mutterschoß würde dieses große Wunder hervorgehen. Gott wußte es. Er offenbarte es dem Pro- pheten, der treu das Wort aussprach. Ohne nachzudenken, wie es geschehen sollte, sprach er es aus. Er hat nie versucht, es zu begreifen. Wenn ihr versucht, es durch Verstandesüberlegung zu erfassen, - wie wäre es, wenn die Frau oder der Mann, die hier sitzen, überlegen würden, wie es geschehen soll und sa- gen: "Ich bin schon so viele Jahre verkrüppelt. Der Arzt hat gesagt, für mich gibt es keine Chance mehr." Das mag wahr sein, soweit er es wußte und beurteilen konnte. Doch wenn durch etwas diese Gedanken des Unkrautes herausgerissen wer- den können, wenn Gott in Seiner Gnade, nicht der Prediger oder jemand anders, sondern Gott in eure Herzen die Offen- barung hineinlegen kann, dann seid ihr gesund. Nichts kann euch mehr festhalten, ihr werdet geheilt. Doch bis das geschieht, werdet ihr in dem sitzen bleiben, was der Arzt euch gesagt hat. Es muß euch geoffenbart sein. Durch die Gnade Gottes wird es euch geoffenbart. Gott wußte, wer die Jungfrau ist, durch die es geschehen würde, Für Jesaja gab es darüber keinen Zweifel. Jesaja sagte nicht: "Einen Augenblick, Herr, was hast Du mir gesagt? Eine Jung frau wird empfangen? O Vater, aber etwas Derartiges ist doch noch nie geschehen?" Nein, er zögerte gar nicht. Er sagte: "Eine Jungfrau wird empfangen." Seht, Maria sprach: "Ich weiß von keinem Manne. Wie soll das möglich sein?" (Lukas 1,34). Etwas Derartiges war noch nicht geschehen. Nein, niemals. "Wie soll ich dieses Kind haben. Ich weiß von keinem Manne. Es kann nicht sein. Ach, Engel, du irrst dich. Das kann doch nur eine optische Täuschung sein. Du weißt doch, meine Gemeinde lehrt, 'diese Tage sind vorbei'". Auf einen solchen Boden wäre das Wort nie gefallen. Maria stellte nichts in Frage. Sie sprach: "Siehe ich bin des Herrn Magd Mir geschehe nach Deinem Wort." Der Engel sprach zu ihr: "Heiliger Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten dich überschatten." Sie glaubte es. So geschieht es. Als Gott den Gedanken, Sein Wort - durch Offenbarung in das Herz Jesajas legte, fiel es auf den rechten Boden, denn er war ein Prophet. Der Prophet gab nichts um menschliche Weisheit. Er gab nichts um menschliche Intelligenz. Er gab nichts darum, bei Menschen angesehen zu sein. Er war ein Gott geweihter Kanal, durch den Gott sprechen konnte. Er gab nichts darum, ob jemand verletzt wurde oder nicht, ob es sich sinnvoll an- hörte oder nicht, denn Gott sprach, und nicht der Mensch. So- bald das Wort erging, wurde es zum Samen, und mußte irgend- wo hineinfallen. Wenn Gott es sagte, mußte irgendwo der Mut- terschoß sein, durch den es geschehen konnte. Genauso hat Er gesagt: "Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt. Wenn ihr zu diesem Berge sprecht, 'Versetze dich ins Meer' und ihr zwei- felt nicht in euren Herzen, dann könnt ihr haben, was ihr aus- gesprochen habt." Seht, es muß sich irgendwo erfüllen. Das stimmt. Wir sehen, daß Jesaja es ausgesprochen hat. Die Jungfrau Maria war vorbereitet. Sie blieb jungfräulich und trieb sich nicht her- um. Der Boden war vorbereitet, vorherbestimmt durch das Vor- herwissen Gottes. Als Gott aussprechen ließ: "Eine Jungfrau"... kannte Er sie schon bei Namen. Ihr Name stand schon im Buch des Lebens im Himmel. Dann wurde es bestätigt. Menschen sahen in Werken ausgedrückt, was verheißen war. Jetzt schauen wir zurück und sagen: "Sicher, es ist geschehen," denn wir sehen das geschehene Werk. Noah's Werke zeigten den Menschen, daß sein Glaube in Got- tes Verheißung verankert war. Gott begegnete Noah und sprach zu ihm: "Noah, es wird regnen. Ich werde die Erde mit Wasser vertilgen." Es hatte vorher nie geregnet. Es war unmöglich. Gott sprach zu Noah: "Baue dir eine Arche, dessen Maße ich dir geben werde." Noah, ein Schreiner, ging an die Arbeit. Er zersägte die Bretter von Tannenholz, verpichte sie mit Erd- harz, wie Gott es gesagt hatte. Könnt ihr euch vorstellen, was die Menschen von diesem Mann dachten? Sie sprachen: "Der Mann hat seinen Verstand verloren. Er sagt, daß Wasser vom Himmel herabströmen wird, doch es ist kein Wasser dort." Doch Noah dachte nicht daran. Seine Werke bewie- sen den Menschen seinen Glauben an das, was Gott sagte. Deshalb sondert sich jeder wahre Christ von allem ab und steht auf dem Wort Gottes, was immer auch die Menschen denken oder sagen mögen. Er trennt sich von allem. Wenn er es nur vorgibt, dann werden seine Werke in kurzer Zeit offenbar. Er wird zurückfallen in dieses und jenes hineinrutschen, dem bei- treten und das beginnen. Er wird zeigen, was er ist. Doch ist je- mand echt, so wird das Wort Gottes in ihn gelegt werden kön- nen und wird nach seiner Art hervorbringen und einen solchen Menschen für die große Stunde vorbereiten. So tat es Noah. Moses, mit dem Stab in der Hand, kam, um das Volk von Pharao wegzuführen. Die Bibel sagt, er war in aller Weisheit der Ägypter unterwiesen. Er war klug und konnte ihre Weisheit lehren, denn er war selber in all ihrer Weisheit gelehrt. Er hatte den besten Stand der Bildung. Nun, denkt an einen Mann draußen in der Wüste mit all der Gelehrsamkeit, dem Gott erscheint und sagt: "Moses, nimm den Stab, den du in der Hand hast. Gehe nach Ägypten und befreie mein Volk. Denn du hast den Schlüssel dazu in der Hand. Es ist alles in deiner Hand. Damit wirst du dir alles unterordnen." Nun, wenn Mose gesagt hätte: "Einen Augenblick, ich dachte, der große 'Ich bin', das intelligente Wesen, spricht zu mir. Wie in der Welt kann ich mit diesem Stab, den ich in meiner Hand halte, eine Million mit ihrer Ausrüstung besiegen. Ich bin doch kein Kämpfer, sondern ein Hirte. Wie kann ich das tun?" Für ihn gab es keine Frage: "Warum, weshalb?" Sein Herzensboden war vorbereitet. Er war eine vorherbestimmte Person. Gaben und Berufungen sind unwiderruflich. Gott hatte Abraham die Zusage gegeben, das zu tun. Der Boden war dazu vorbereitet. Moses nahm den Stab, ging hinunter und befreite eine Nation aus einer Nation. Als er zu Pharao kam und zu ihm sagte: "Laß mein Volk ziehen", stellte Pharao in Mose die Werke fest und sah, daß er den Glauben hatte. Er hatte den Glauben in den Gott, der die Verheißung gegeben hatte. Er ging hin, um es aus- zuführen. Niemand anders hätte es tun können, denn er war dazu bestimmt. Gott hatte dem Abraham gesagt, daß es ge- schehen würde. Und als die Zeit der Erfüllung herannahte, wur- de ein Junge geboren; ein schönes Kind. Seine Eltern, Amram und Jochebed, fürchteten nicht des Königs Gebot. Seht, der Boden war schon vorbereitet. O Gott, ich hoffe, daß ich heute abend zu einem vorbereiteten Boden spreche. Wenn der Same an den rechten Ort fällt, wird etwas geschehen. Wenn nicht, dann geschieht nichts. Ihr mögt sagen: "Bruder Branham, dann fehlt uns etwas." Wenn dem so ist, dann fehlt es euch am Christentum. Seht, ihr könnt alles nachahmen. Doch wenn das Wort Gottes in den rechten Boden fällt, wird es von Seiner Art hervorbringen. So muß es gesche- hen, denn es ist ein Same. Die Werke Moses bewiesen seinen Glauben in die Verheißung Gottes. Pharao konnte nur sehen, doch wußte er nicht, wie Moses es tun konnte. Doch er wußte, daß Moses an das glaubte, wovon er sprach, sonst stünde er nicht im Palast mit seinem Stab in der Hand. Er sprach: "Mit diesem Stab werde ich sie von hier wegführen." Ein alter Mann, achtzig Jahre alt, kein Athlet, sondern ein alter Mann mit eingefallenen Schultern und einem langen Bart; mit grauen Haaren, wenn er noch welche hatte - mit dem Stab in der Hand sprach er: "Ich werde sie hinausführen. Laß das Volk ziehen! So spricht der Herr! Wenn du es nicht zuläßt, wird Gott dich richten." Amen. Hatte er Furcht? Er hatte nur einen Bogen, einen Speer, etwas anderes hätte es beendet. Er war furchtlos. Er wußte, wo er stand. Er sprach: "Gott wird dich schlagen, Pharao." Gewiß. Gott hatte ihm zugesagt, daß er zu dem Berge zurückkommen würde. Er wußte, daß er dorthin ging. Halleluja. Auch wir wis- sen, wohin wir am Ende unserer Reise gehen. Gott hat es ver- heißen. Dort ist ein Land, nachdem wir den Fluß überqueren. Seid furchtlos in eurem Zeugnis. Wenn es euch geoffenbart ist, seid ihr furchtlos. Ihr gebt nichts darum, was die ganze Welt sagen mag. Ihr seid furchtlos. Wenn euch die Wahrheit, die von Gott kommt, geoffenbart wird, könnt ihr furchtlos sein. Wenn nicht, könnt ihr es nicht sein. Vor dem israelitischen Heer stellte David mit einer Schleu- der seinen Glauben an ihren Gott unter Beweis. Goliath war auf der andern Seite und tat sich wichtig. Er war viel größer als David, hatte gewaltige Hände, ein großer Riese der Philister. David war ein kleiner Jüngling, den man noch nicht in das Heer aufgenommen hatte. Er war nicht ansehnlich. Seine Brü- der waren in der Armee. Goliath trat auf und tat sich groß. Vergeßt es nicht, es wurde dem David geoffenbart. Er dachte: "Hier ist das Heer des lebendigen Gottes, das im eigenen Lan- de steht und dort tritt der unbeschnittene Philister hervor." Heute abend können wir ihn als Krebs oder Lähmung bezeich- nen. In keiner Weise war David ihm gewachsen. Er hatte keine Waffe, ihn zu besiegen. Die Schultern des Riesen waren gewaltig. Sein Auftreten sicher. Ein gewaltiges Schwert stand zu seiner Verfü- gung. David stand dort mit der Schleuder, doch ihm war es geoffenbart. Die Offenbarung traf ihn. Amen. Er sprach: "Der Gott, der mich aus den Klauen des Bären und aus den Krallen des Löwen errettet hat, wieviel mehr wird Er mich aus der Hand des unbeschnittenen Philisters erretten." Seine Brüder waren besser imstande, das zu tun und Saul, einen Kopf größer: als seine Armee - doch seht, ihnen war es nicht geoffenbart. Da seht ihr es. Sie glaubten, daß es geschehen könnte und daß Gott es tun kann. Doch ihnen war es nicht geoffenbart. Es wurde David geoffenbart. Darin seht ihr den Unterschied. Wenn es euch absolut geoffenbart ist, daß Gott euch heilt, dann wer- det ihr es empfangen, was immer auch mit euch nicht stimmen mag. Die Widerwärtigkeiten mögen schlimmer sein, wie zwi- schen David und Goliath, doch wenn es euch geoffenbart wird... Gebt acht! Nachdem es David geoffenbart wurde, war er furcht- los. Er sprach: "Am heutigen Tage wird dich der Herr in meine Hand fallen lassen, daß ich dir den Kopf abhaue." In jener kri- tischen Stunde, als die Entscheidung getroffen werden mußte, legte derselbe Gott aus Gnaden in das Herz dieses Jünglings den Samen des Glaubens hinein. Er sah sein Herz an. Derselbe Gott kann in diesem kritischen Moment diese Frau aus dem Fahrstuhl herausnehmen. Wenn du es nur glauben kannst, die- ses kleine Samenkorn des Glaubens dir geoffenbart ist, ist all deine Not beendet, ganz gleich, wie lange es auf sich warten läßt. Seht, der Riese glaubte es nicht. Auch der Krebs glaubt es nicht. Er lachte und sagte: "Bin ich etwa ein Hund, daß ein Jüng- ling mit einem Stock zu mir kommt?" Er lachte und verspottete ihn und sagte zu David: "Komm nur her zu mir, damit ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe." Dem Äußeren nach sprach alles für ihn, doch das er- schütterte David nicht im Geringsten. Weshalb? Ihm war es ge- offenbart. Er hatte Glauben in das, was er tat. Er wußte, daß er es tun konnte, deshalb tat er es, denn es war ihm geoffenbart. Er wußte, wo er stand. Ach, daß Gott heute in euren Herzen sprechen würde: "Du bleibst nicht dort liegen, du wirst nicht in deinem Fahrstuhl bleiben, du wirst gesund werden;" dann könnte nichts eure Gesinnung ändern. Wenn das nicht geschieht, kann jeder Prediger der Welt für euch beten. Ich sage nicht, daß es euch nicht helfen und ermutigen würde, doch es sei denn, daß der Glaube da ist, damit ihr die Heilungskraft in euch erleben könnt. Es kommt nicht vom Prediger, es kommt durch Offenbarung, durch Glau- ben. "Nicht durch Heere oder Macht, sondern durch meinen Geist wird es geschehen", spricht der Herr. Mein Geist offen- bart es euch in Gnaden. Nichts kann es euch nehmen. Durch Glauben - Offenbarung! David stellte seinen Glauben durch die Tat unter Beweis. Seine Brüder waren ungehalten über ihn und meinten, er solle zur Schafherde zurückgehen. Er wollte jedoch zu Saul sprechen. Saul sagte: "Du bist doch nur ein Jüng- ling. Ich bewundere deinen Mut. Der Philister aber ist ein Krie- ger von Jugend auf. Wie kannst du dich mit ihm messen?" Er antwortete: "Dein Knecht hat seinem Vater das Kleinvieh gehü- tet..." Sein Mut war begründet. Amen. O Bruder, derselbe Gott, der deine Seele gerettet hat, kann Er deinen Leib nicht heilen? Es muß dir nur in gleicher Weise ge- offenbart werden, daß Er dein Heiler, wie auch dein Erlöser ist. Zuerst muß es geoffenbart werden. Darin besteht der Un- terschied. Er hatte etwas, auf dem sein Glaube gegründet war. Er sprach: "Ist denn das schon jemals geschehen?" David ant- wortete: "Derselbe Gott, der mich von den Krallen des Löwen und den Klauen des Bären befreit hat, wird mich aus der Hand des unbeschnittenen Philisters erretten." "Wie weißt du das, David?" "Ich glaube es." "Weshalb?" "Es ist mir geoffenbart worden." Er wußte, wovon er sprach, denn als der Riese sagte: "Ich werde dich den Vögeln des Himmel vorwerfen", sagte er: "Und ich werde deinen Kopf abhauen." Darin seht ihr den Un- terschied. Er hat es getan. Über Simson kamen unverhofft 1000 Philister. Er sah auf den Boden, fand einen trockenen Eselskinnbacken und machte sich über die Philister her. Er schlug mit dem verdorrten Eselskinn- backen auf ihre Köpfe, und soweit ich weiß, fiel kein Zahn heraus. Die Helme der Philister waren sicher sehr stark und dienten als Schutz, damit ihnen niemand auf den Kopf schla- ge, doch er nahm den Eselskinnbacken und schlug damit die tausend Philister, ohne daß der Eselskinnbacken zerbrach. Er schlug auf sie ein, sobald sie sich ihm nahten. Der Überrest von ihnen floh ins Gebirge, um ihm zu entkommen. Wie geschah es? Er glaubte es. Um euch das noch deutlicher zu zeigen, möchte ich sagen, es geschieht in einem Augenblick, wie bei Josua, bei Maria Magda- lena und anderen. Erfaßt es in dem Moment, wenn es euch geoffenbart wird. Haltet in dem Augenblick daran fest. Ihm wurde es geoffenbart. Er trat den tausend Philistern entgegen. Was meint ihr, was die Philister sagten? "Schaut hin, da kommt der kleine Kerl mit sieben Locken in seinem Haar wie ein ver- wöhntes Muttersöhnchen. Er kommt mit einem Eselskinnbak- ken. Wir jedoch, seht es, sind eine große Armee. Ist das nicht widersinnig?" Doch was tat er? Er brachte den Philistern gegen- über zum Ausdruck, was ihm von Gott geoffenbart worden war. Er nahm den Eselskinnbacken zur Hand und lief ihnen entge- gen. Er glaubte es. Er nahm ihn zur Hand und vermochte es zu tun. Während er das tat, brachte er den Philistern gegenüber zum Ausdruck, was Gott in sein Herz gelegt hatte. Johannes der Täufer brachte seinen Glauben durch sein Werk zum Ausdruck. Er sprach: "...mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt" (Joh. 1,26). Denkt darüber nach! Sie sagten: "Was meinst du, der Messias kommt? Was ist mit dir los? Schon seit fast 4000 Jahren warten wir auf Ihn." Er konnte sagen: "Er ist mitten unter euch." Halleluja. Auch heute abend ist Er hier. Er brachte seinen Glauben durch Offenbarung zum Ausdruck, denn es war ihm geoffenbart. Er wußte, daß er den Messias taufen würde. Er war ein Mann, 30 Jahre alt. Er wußte, daß Er irgendwo sein mußte, obwohl er Ihn nicht kannte. Er war mitten unter ihnen. "Der nach mir kommt ist stärker als ich. Ich bin nicht gut genug, Ihm die Riemen Seiner Schuhe aufzubinden. Der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen. Er ist jetzt mitten unter euch" (Matth. 3,11). Er brachte seinen Glauben zum Ausdruck. Er wußte, daß er in jener Zeit den Messias Gottes sehen und tau- fen würde. Die Menschen sahen, daß er dies durch sein Handeln und Predigen zum Ausdruck brachte. Sie konnten bezeugen, daß er die wahre Offenbarung von Gott hatte. Um das zu bestätigen, kam der Messias aus der Menge. Er war ein einfacher junger Mann, gekleidet wie alle anderen. Johannes sprach: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg- nimmt!" "Wie erkennst du Ihn?" Er sagte: "Er, der zu mir dort in der Wüste sprach, 'Auf welchen du den Geist herabschwe- ben und auf ihm bleiben siehst, der ist's, der mit heiligem Geist tauft.'" Seht, er wußte, daß ein Zeichen für jene Zeit da sein würde. Versteht ihr das? Johannes wußte es, denn er war ein Prophet. Es war ihm geoffenbart worden. Er wußte, wenn die Zeit kommen würde, wird er das Zeichen sehen. Als er das Zei- chen sah, sprach er: "Er ist mitten unter euch." Er wußte, daß es da war. O, ich sehe, das Zeichen der Endzeit ist hier. Ich sehe die ver- heißenen Dinge der Endzeit-Botschaft in ihrer Entfaltung ge- schehen, genau wie die Schrift es gesagt hat. Ich weiß, die Zeit ist nahe. Ich sage es ohne Zögern. Ich glaube, es ist sehr nahe, denn ich sehe die Zeichen, die Er für diese Zeit vorausgesagt hat. Diese Geschehnisse sind im Anzuge. Johannes stellte seinen Glauben an das, was Gott ihm geoffen- bart hatte, unter Beweis. Es bezeugt, daß die Werke das Zeugnis des Glaubens sind. Wenn ihr so handelt, als ob ihr geheilt seid, dann bezeugt ihr, daß ihr den Glauben habt, geheilt zu sein. Was beweist solch ein Zeugnis? Ihr sagt: "Ich habe es jetzt, weil ich Gottes Ver- heißung annahm. Ich bereite mich zu, daß es an mir geschehen wird, denn ich habe es in meinem Herzen." Seht ihr, eure Wer- ke bezeugen es. Gewiß. Auf meiner vorletzten Afrika-Reise (meine letzte Reise war im Frühjahr), kam ein kleiner Junge in meine Versammlung, der Klumpfüße und ein Bein kürzer als das andere hatte. Niemals hatte er Schuhe getragen. Er war in fürchterlicher Weise verun staltet. Ich betete an jenem Abend für das Kind. Sie hatten all die Dinge gesehen und beteten für das Kind. Als ich am näch- sten Morgen in ein Schuhgeschäft ging, war dort der Mann und kaufte Schuhe für das Kind. Er glaubte es. Auch dieser Mann glaubte, daß Gott ihnen das Kind schenken würde, und bereitete sich darauf vor. "Ich bereite mich vor." Obwohl physisch noch nichts zu erkennen war, machte es kei- nen Unterschied. Er glaubte es, wie Abraham. Abraham bezeich- nete alles Gegensätzliche, als wäre es nicht. So ist es. Wenn je- mand verstandesgemäß sagt: "Das ist die Wahrheit. Gott ist der Heiler der Krankheiten", und ihr es auch mit eurem Ver- stande aufnehmt und sagt, 'das ist die Wahrheit', aber euer Herz nicht zubereitet ist, daß der Glaube hineinfallen kann, um es unter Beweis zu stellen, wird es nicht geschehen. Wenn auch der äußerliche Mensch das Wort verstandesgemäß aufnimmt und sagt: "Das stimmt", so bedeutet das noch lange nicht, daß es recht ist. Wieviele von euch haben meine Predigt, "Die Gesalbten der Endzeit" gehört? Glaubt ihr es? Darin wurde gesagt, daß Anti- christen kommen werden, die, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführen würden. Doch das ist unmöglich, denn sie sind auserwählt. Das stimmt. Doch Er sagte: "Die Gesalb- ten". Seht ihr, Christus bedeutet: "Gesalbt". Obwohl dagegen, waren sie gesalbt, und doch sind sie in ihrer Lehre gegen Chri- stus. Sie konnten tun, was der Rest tat. Seht, ihr seid eine Dreiheit, doch nur eine Person. So wie Vater, Sohn und Heiliger Geist - eines mündet in das andere - drei Eigenschaften des selben Gottes. Drei Kundgebungen, in der Vaterschaft, Sohnschaft und dem Heiligen Geist. Auch ihr seid Geist, Seele und Leib. Dem natürlichen Körper stehen in seinem irdischen Dasein fünf Sinne zur Verfügung: Sehkraft, Gehör, Geschmack, Geruch und Gefühl. Auch das Innere, welches der Geist ist, hat fünf Sin- ne - Gewissen, Liebe, usw., doch die Seele hat nur eines, das ist euer wirkliches Sein. Der Geist kann über euch kommen, euch salben, damit ihr etwas tut. Das bedeutet nicht, daß ihr selber gerettet seid. Denkt nur, Kaiphas weissagte. Judas trieb Teufel aus. Seht, der Geist hatte sie gesalbt. Der Regen fällt auf die Gerechten und die Ungerechten. Das Unkraut freut sich zusammen mit dem Wei- zen. Doch es kommt darauf an, was innen, im Kern, ist. Die Intellektuellen mögen es annehmen und sagen: "O, gewiß, es sieht gut aus. Ich glaube es." Doch das ist es nicht. Gewiß nicht. Obwohl die Salbung des Geistes da ist, so ist dem doch nicht so, denn wenn die Seele nicht von Gott ist, können viele Nachah- mungen geschehen, und doch kann es nicht echt sein. Viele mögen vorgeben, geheilt zu sein und auch so handeln, als ob es geschehen sei und sie die Heilung angenommen haben. Men- schen können sich wie Christen benehmen, einen guten Le- benswandel führen, doch das bedeutet noch lange nicht, daß sie gerettet sind. Das stimmt gewiß. Der wahre, echte Geist kann da sein. Der Heilige Geist kann euch salben, doch das be- deutet nicht, daß ihr gerettet seid. Es ist die innewohnende Seele, die nie stirbt, die das ewige Leben hat. Es war immer ewiges Leben. Es kam von Gott und geht zu Gott. Es ist in der Seele. Jesus, der Geist in euch, der Glaube nach außen offenbar wer- dend - seht, wenn ich hier vor euch stehe, kenne ich niemand von euch. Der Geist kann mich salben und noch weiß ich nicht, wer ihr seid. Doch wenn das Innerste des Inneren aufbricht - das ist Gott. Das Äußere kann überlegen und einwenden. Wenn ein Mann sagt: "Ich weiß, daß ich nicht Ehebruch begehen sollte, der Geist sagt mir, daß ich nicht Ehebruch begehen soll", doch wenn es noch tief im Inneren da ist, wenn es euch noch be- herrscht, dann gebt acht. Wenn es vom Inneren dirigiert wird, muß der Rest sich zusammenfügen. Das ist der Wegweiser. Das ist der Kontrollturm, das Innerste des Inneren. Die Seele be- herrscht den Geist und der Geist beherrscht den Leib. Die äußere Tünche nützt nichts. Paulus sagte zu den religiösen Menschen seiner Zeit: "Du getünchte Wand! usw.", denn nach außen hin schienen sie gläubig zu sein. Sie hatten geweissagt und vieles mehr, doch das Innerste ihres Inneren, die Seele, glaubte nicht. Deshalb sage ich auch, die Leute hüpfen, sprechen in Zungen, jauchzen, legen die Hände auf die Kranken, die durch den Glau- ben geheilt werden, usw. - All diese großen Dinge geschehen durch den Geist, doch sind sie verloren. Seht, die Gesalbten! Jesus sagte: "Glaubt nur, denn alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt." Der Glaube und die Werke sind wie Mann und Frau - sie arbeiten miteinander. Der Mann arbeitet mit der Frau und die Frau mit dem Mann. Einer reflektiert den ande- ren. Wenn ein Mann sagt, daß er verheiratet sei, und seine Frau nicht vorzeigen kann, dann zweifelt man seine Behauptung an. Seht, wenn ein Mann sagt: "Ich bin verheiratet" und man ihn fragt: "Wo ist deine Frau?", und er erwidert: "O, ich weiß es nicht". Seht ihr? Solch einem Mann könnte ich es schwerlich glauben. Ich sage: "Wo ist deine Frau?" "Ich weiß es nicht." Das kann ich nicht glauben. Wenn ihr tatsächlich den Glauben habt, den ihr vorgibt zu ha- ben, wie wollt ihr mir euren Glauben anders zeigen als durch eure Werke? "Ich bin verheiratet". Wie soll ich wissen, daß ihr verheiratet seid? "Dies ist meine Frau." Seht ihr, so ist es. "Ich bin verheiratet. Dies ist mein Mann." "Ich bin geheilt "Wie weißt du das?" Meine Werke stellen meinen Glauben unter Be- weis. Wovon sprechen wir? Euren Glauben sieht Gott in euch. Die Werke, die durch euch getan werden, sehen die Menschen. Das ist der Unterschied zwischen dem Bericht des Jakobus und dem des Paulus über Abraham. Sie widersprechen einander nicht. Beide bezeugen das gleiche - in Verbundenheit. Wenn der Glaube die Werke nicht hervorbringt, hat jeder das Recht, euer Zeugnis anzuzweifeln. Habt ihr das gehört, ehe wir mit der Gebetsreihe beginnen? Wenn euer Glaube nicht die Werke hervorbringt, dann könnt ihr niemand davon überzeu- gen, daß ihr geheilt seid. Ihr sagt. "Ich weiß es nicht." Jemand anders mag sagen: "Ich habe allen Glauben in der Welt." Dem ist nicht so. Wenn es so wäre, dann wäre der Glaube mit den Werken vereinigt, wie Mann und Frau. Einer reflektiert den anderen. Wir wollen noch ein wenig über Abraham sprechen. Er hatte die heilige Verbindung des Ganzen. Er benannte alles, was im Ge- gensatz zu seinem Glauben stand, als wäre es nicht, und han- delte aufgrund des selben Prinzips. Ich kann mir vorstellen, daß jemand nach 20 Jahren zu ihm sagte: "Nun, wie geht es, Vater der Nationen? Abram, du hast doch gesagt, dein Name ist jetzt Abraham, welches 'Vater der Nationen' bedeutet. Wieviele Kinder hast du denn schon, Abraham?" Das brachte ihn nicht im Geringsten zum Straucheln. Die Bibel sagt: Er ließ sich durch Unglauben nicht irre machen, sondern hielt fest am Worte Gottes. Er traf alle Vorbereitungen für das Kind, das sie erwarteten. Sogar Sara sagte: "Weißt du, was ge- schehen wird? Du wirst ein Kind haben. Ich werde dir sagen, was wir tun wollen. Ich gebe dir Hagar, meine Magd, und sie wird das Kind bekommen, und ich werde es an Kindesstatt an- nehmen." Doch Abraham glaubte das nicht. Nein, er wollte das nicht tun. Doch Sara war inspiriert, das zu tun. Gott sprach zu Abraham: "Höre auf sie, doch das ist nicht, was Ich verheißen habe. In dieser Weise habe Ich es nicht verhei- ßen." Obwohl sein Leib erstorben war, sowie der Mutterschoß Saras, und alles im Gegensatz zu der Verheißung stand, nannte er es als wäre dem nicht so. Er war ein alter Mann von 100 Jahren und Sara 90 Jahre alt. Gebt acht! Die Erstorbenheit seines eigenen Leibes und der erstorbene Mutterschoß Saras wurden gar nicht in Betracht gezogen. "Denn die Verheißung, die Abra- ham oder sein Samen empfangen hat, daß er der Erbe der Welt sein sollte, ist ihm nicht durch das Gesetz zuteil geworden, sondern durch die Glaubensgerechtigkeit. Wenn nämlich die Gesetzesleute die Erben sind, so ist damit der Glaube entleert und die Verheißung entkräftet, denn das Gesetz bringt Zorn zustande; wo dagegen kein Gesetz ist, da gibt es auch keine Übertretung. Deshalb ist es an den Glauben gebunden - es soll ja ein Gna- dengeschenk sein, damit die Verheißung für die gesamte Nach- kommenschaft Gültigkeit habe, und zwar nicht nur für die, wel- che es aufgrund des Gesetzes ist, sondern auch für die, welche wie Abraham glaubt, der ja unser aller Vater ist - nach dem Schriftwort: 'Zum Vater vieler Völker habe ich dich gesetzt' vor dem Gott, dem er geglaubt hat als dem, welcher die Toten lebendig macht und das noch nicht Vorhandene benennt als wäre es schon vorhanden. Abraham hat da, wo nichts zu hoffen war, doch hoffnungsvoll am Glauben festgehalten, damit er der Vater vieler Völker würde nach der Verheißung: 'So soll deine Nachkommenschaft sein;' und ohne im Glauben schwach zu werden, nahm er, der fast hundertjährige Mann, die Erstorbenheit seines eigenen Leibes und den schon erstorbenen Mutterschoß der Sara, wahr. Trotz- dem ließ er sich im Hinblick auf die Verheißung Gottes nicht durch Unglauben irre machen, sondern vielmehr wurde er im Glauben immer stärker, indem er Gott die Ehre gab. Im Alter von 100 Jahren? Seht, sein Leib war erstorben und Saras Mutterschoß auch. Das wurde gar nicht in Betracht gezo- gen. Als es ihm geoffenbart wurde, zog er die Erstorbenheit nicht in Betracht. Wenn ihr gelähmt seid, oder was immer es sein mag, es sollte nicht in Betracht gezogen werden. Sei es der Rollstuhl oder die Lähmung des kleinen Jungen, was immer es sein mag, erwägt es nicht. Wenn der Arzt sagt: "Er wird nicht heraus- kommen", so soll es nicht in Betracht gezogen werden. Ihr mögt sagen: "Ich bin alt". Denkt gar nicht daran. Wir sind die Kin- der Abrahams, Halleluja. Nicht Isaaks Nachkommen, sondern der königliche Same des Glaubens durch Jesus Christus. Der Same Abrahams soll in den letzten Tagen leuchten wie die Sterne. Kinder Abrahams! Er betrachtete seinen Leib nicht als erstorben. Er fragte nicht, ob Gott es tun würde, denn Gott hatte es gesagt, das genügte. Ihm war es geoffenbart. So ist es recht. Wenn es euch geoffenbart wurde, wenn euch wirklich etwas ge- offenbart ist - ihr könnt es nicht bewirken, es muß euch ge- offenbart worden sein, - dann zieht ihr nichts anderes mehr in Betracht, wie unmöglich es auch erscheint. Ihr laßt außer acht, was der Arzt sagte. Ihr hört nicht mehr auf das, was Vater und Mutter einwenden oder was der Prediger und sonst jemand sagt; ihr beachtet nur das, was Gott gesagt hat. Er achtete nicht auf die Erstorbenheit seines Leibes, sowie die Erstorbenheit des Mutterschoßes der Sara. Das wurde nicht in Betracht gezogen. O, das erschüttert mich, weder Saras Mutter- schoß, noch sein erstorbener Leib wurde erwogen. Wenn der Glaube einen bearbeiteten Boden findet, blickt man nicht mehr auf die Umstände. Wenn die Befruchtung stattgefunden hat, muß etwas geschehen. Halleluja. Der Arzt mag sagen: "Du kannst kein Kind bekommen. Ich kann es beweisen, daß dein Leib erstorben und auch sie unfruchtbar ist". Aber sobald die Befruchtung stattgefunden hat, wenn der Keim und das frucht- bare Ei zusammenkommen, gebt acht, was dann geschieht, - dann kommt ein Junge oder ein Mädchen zur Welt. Der Glaube fand den fruchtbaren Boden. Die Werke haben ihre Auswir- kung, Zelle um Zelle wird aufgebaut und das Kleine kommt hervor. Amen! O Gott, sei uns gnädig, laß uns standhafte Chri- sten sein, wie wir es sein sollen. Ach, wenn ihr Männer und Frauen nur Gott bei Seinem Worte nehmen könntet. Doch das könnt ihr nur, wenn es euch geoffenbart ist. Beachtet, der heilige Glaube Gottes war vereinigt mit den hei- ligen Werken des Propheten., Vergeßt es nicht! Gottes heiliger Glaube war Abraham geoffenbart. Er nahm es an und damit begann er seine heiligen Werke, denn er glaubte. Der Same der Verheißung hatte die Stätte, in der er wachsen konnte. Wenn Abraham zu Sara gesagt hätte: "25 Jahre sind nun schon ver- gangen, seit Gott uns die Verheißung gab", hätte dann etwas Derartiges geschehen können? Gott wußte, daß es nicht sein würde. Hätte die Jungfrau Maria gesagt: "Einen Augenblick, eine Jung- frau soll guter Hoffnung werden? Wenn ich so etwas in meiner Gemeinde sagen würde, würden sie mich hinauswerfen." Diese Gedanken wären ihr gekommen, wenn es nicht auf vorherbereite- ten Boden gefallen wäre. Was hatte der Prophet gesagt? "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung sein." So war es. Seht ihr das? "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Wenn das Wort auf den vorherbereiteten Boden fällt, wird es dort ver- ankert. Nichts kann es verhindern. Seht ihr, der Same fand einen Ort der Geborgenheit. Gott wußte es, denn sonst hätte Er dem Abraham die Verheißung nie gegeben. Gott wußte an wen die Verheißung erging. Er berief Abraham, als er 75 Jahre alt war, doch er war von Anfang an Sein vorherbestimmter Knecht. Auch Sara war es. Beachtet, er hatte keine Bibel, die er lesen konnte. Er hatte es nicht so leicht wie wir es heute haben, Gottes Wort nachlesen zu können, um zu sehen, wie andere es aufgenommen haben. Er hatte es nur durch Offenbarung. Das ist echt. Auch Joseph hatte keine Bibel, um darin lesen zu können. Moses schrieb die ersten fünf Bücher der Heiligen Schrift. Keiner von den hervorragenden Persönlichkeiten der Bibel hatte die Heilige Schrift vor der Zeit Moses zur Verfügung. Das stimmt. Sie hat- ten nicht die Bibel, wie wir sie heute haben, die uns in unserer aussichtslosen Verfassung behilflich ist. Es waren rauhe Män- ner, denen es von Gott geoffenbart war, und darauf standen sie fest. Nichts konnte sie bewegen. Meint ihr, daß wir denselben standhaften Glauben haben können? Natürlich, wenn es euch geoffenbart ist. Es sei mir gestattet, ein Zeugnis zu geben, ehe wir zum Schluß kommen. Ich erinnere mich, daß ich hier in einer Stadt über das Leben Josephs von dem Standpunkt der Bibel sprach. Die Bibel berichtet nicht, daß an Joseph etwas auszusetzen war. Das Leben Abrahams, Isaaks und Jakobs war nicht so wie das Le- ben Josephs. Welch ein vollkommener Mann. Ein vollkomme- nes Bild auf Christus. Als ich seine Geschichte in meinem Hotelzimmer las, weinte ich. Ich begab mich in den Kleiderschrank, machte die Tür zu und sprach: "Gott, ich danke Dir für einen solchen Mann wie Joseph, der hier auf Erden lebte, in menschlichem Fleische wie ich, ein Mann, der Dir glaubte und Dich bei Deinem Worte nahm." Er wurde gehaßt von seinen Brüdern. Er konnte nichts dafür, daß er geistlich war. Er sah Visionen. Er konnte Träume deuten. Um deswillen war er allen verhaßt. Er konnte es nicht ändern. So war er. Den andern wurde es nicht zuteil. Sie hätten ihn dafür lieben sollen, doch sie haßten ihn, wenn er ihnen Dinge sagte, die gegen sie gerichtet waren. "O", meinten sie: "Da kommt der Träumer." Sie haßten ihn ohne Ursache. Ich fragte mich: "Warum taten sie das?" Der Mann ließ sich nicht bewegen. Er blieb standhaft. Ich sagte: "Herr, mein Gott, ich danke Dir für solch einen Menschen." Gerade dann offenbarte mir der Heilige Geist und sprach: "Du wirst einen Sohn ha- ben, dem du den Namen Joseph geben sollst." Ich erhob mich und dankte dem Herrn. Meine Tochter Rebekka war unge- fähr ein Jahr alt. Sie wurde durch Kaiserschnitt geboren. Das liegt in der Familie meiner Frau, und so mußte sie durch einen Eingriff, durch Kaiserschnitt, geboren werden. Der Arzt sagte mir: "Br. Branham, mit dieser Frau kannst du kein anderes Kind mehr haben. Die Wände ihres Mutterschoßes sind sehr dünn. Laß mich durch eine Operation eingreifen." Ich sagte: "Nein, tue es nicht, Doktor!" Er sprach: "Sie sollte aber keine Kinder mehr bekommen. Sie wird daran sterben." Es war sehr schwer, aber sie kam durch. Der Herr hatte mir ge- sagt, daß wir einen Sohn haben würden, der Joseph heißen würde. Ich fürchtete mich nicht. Viele von euch erinnern sich daran, daß ich es sagte. Überall gab ich es bekannt, daß wir ein Kind haben werden namens Joseph. Wieviele erinnern sich daran? Sicher. Im ganzen Lande habe ich erzählt, daß wir ein Baby namens Joseph haben werden, in derselben Weise, wie ich von dem kleinen Jungen erzählte, der in Finnland aufer- weckt wurde. Br. Moore war dabei, als es geschah. Ich habe euch 2-3 Jahre im voraus gesagt, daß es ein kleiner Junge sein würde, wie er gekleidet wäre und wo er liegen würde. Gott hatte es so gesagt. Wie würde es geschehen? Das wußte ich nicht. Doch es war mir geoffenbart, daß es geschehen würde. Mir wurde geoffenbart, daß ich nach Arizona gehen solle, um dort den sieben Engeln zu begegnen. Mir wurde gesagt, welch eine Botschaft ich predigen sollte. Das betraf die sieben Siegel. So ist es geschehen. Wieviele erinnern sich daran, daß ich es sagte? Die Tonbänder bezeugen das, und es geschah. Die Wochen- magazine veröffentlichten die Aufnahmen - das Licht am Him- mel. Bis jetzt können sie es noch nicht verstehen. Dort war es. Ich erinnere mich, Br. Jack angerufen zu haben, und ihn über das Bild gefragt zu haben, in dem Christus zu sehen ist. Er antwortete: "So sieht Er verherrlicht aus." Ich liebe Bruder Jack. Ich weiß, daß er einer der besten Theologen ist, doch es befriedigte mich nicht ganz. Ich stand da und sagte: "Herr, wie ist es?" Die Erscheinung eines jungen Mannes mit weißem Haar wie Wolle. Es sah aus, als sei Er wie mit einer Perücke umgeben. Gebt acht! Es steht im Buch. Ich sagte es, ehe es eintraf. An dem gleichen Tage, als es geschah, ging es wieder hinauf. Wenn ihr das Bild aufrecht stellt, wie es im ,Life Magazin' zu sehen ist, seht ihr Ihn vollkommen, wie in dem Gemälde von "Hoffmans Haupt Christi", herabschauend, dorthin, wo ich stand. Ihr könnt es im Magazin sehen. Wieviele haben es schon gesehen? Natürlich, ihr alle. Rückblickend ist es eine Bestäti- gung, daß die Offenbarung korrekt war. Weshalb wie in eine Perücke gehüllt? Die alten jüdischen Richter trugen eine Pe- rücke, die englischen Richter tragen heute noch eine. Es stellt die höchste Autorität dar, in der Weise wie Er erscheint. Er steht da, umgeben von den Flügeln der Engel. Er ist das Alpha und Omega. Er ist der höchste Richter. Niemand anders als Er. Wir sehen Ihn als das Alpha und Omega. Sein Alter war ca. 30 Jahre, doch hatte Er schneeweißes Haar, besagend, daß Er der Höchste ist. Gott der Vater hat alles Gericht dem Sohne über- geben. Halleluja. Die Offenbarung ist niemals verkehrt. Sprich sie aus! Ungeachtet dessen, wie es sich anhört. Sie ist in völliger Übereinstimmung mit dem Wort. Vier Jahre, nachdem mir die Verheißung gegeben wurde, wuß- ten wir, daß wir ein Kind haben werden. Jeder fragte: "Ist Jo- seph unterwegs?" Ich antwortete: "Vielleicht. Ich nehme es an. Ich weiß es nicht. Doch ich werde einen Joseph haben." Als das Kind geboren wurde, war es Sarah. Dann rief mich ein Mann an und lachte, indem er sagte: "Weißt du was, du meintest wohl Josephine?" Der Mann starb kurz darauf. Ich erwiderte: "Werter Herr, ich sagte, Gott hat mir verheißen, daß ich einen Sohn ha- ben werde, dem ich den Namen Joseph geben soll." Ich erinnere mich an drei Menschen, die aus einer bestimmten Gemeinde - Denomination - zu unserer Gemeinde kamen. Als sie mich sagen hörten, daß Sarah geboren wurde, sagten sie: "Er ist ein falscher Prophet." Ich antwortete: "Einen Moment, bitte, werte Dame, ich habe doch nicht gesagt, und auch Gott hat es nicht, wann es sein würde. Er hat mir nur gesagt, daß ich einen Sohn haben werde, so wie Er Abraham zugesagt hatte, Isaak zu haben. Doch Ismael wurde in der Zwischenzeit ge- boren. Doch das hat die Verheißung nicht außer Kraft gesetzt. Gott sprach zu mir, daß wir einen Sohn haben werden, den ich Joseph nennen soll." Der Arzt sagte diesmal: "Ich muß sie operieren." Ich sagte, "Tue es nicht!" Er erwiderte: "Vielleicht wirst du wieder heiraten und dann den Jungen haben." Ich sprach: "Ich werde das Kind mit ihr haben, denn so hat es Gott gesagt." Ich konnte es nicht aus der Bibel herauslesen, doch es war durch Offenbarung, durch den Glauben, in mein Herz geschrieben. Ich ließ mich durch Unglauben in Bezug auf die Verheißung Gottes nicht irre ma- chen. Noch andere sagten: "Du hast sicher Josephine gemeint." Ich erwiderte: "Nein, ich meine Joseph." Der Arzt sagte: "Sie kann kein weiteres Kind mehr haben." Ich sagte: "Sie wird noch ein Kind bekommen." Vier Jahre vergingen, und sie sollte wieder Mutter werden. Dann hat eine Frau eine falsche Weissagung im Lande verbreitet, in- dem sie schrieb: "Seine Frau Meda wird während dieser Zeit sterben, denn ich bin gesandt, Billy Anweisung zu geben." Darin sagte sie: "Jedoch will er nicht auf mich hören, weil ich eine Frau bin, deshalb wird Gott mit hin abrechnen und seine Frau töten." Ich erwiderte: "Gott hat Jesus Christus gesandt, mich zu leiten. Ich werde vom Heiligen Geist geleitet." Arme Meda. Wir hatten eine Krankenschwester, die vor 20 Jahren vom Krebs geheilt wurde. Sie war in dem Baptisten- Krankenhaus in Louisville und ist jetzt in Jeffersonville selbst als Krankenschwester tätig. Seit all den Jahren ist sie dort, denn Gott hatte gesagt, daß sie leben wird. Meda liebt sie und sagte: "Ich möchte Margie bei mir haben, Bill. Ich möchte nicht ins Krankenhaus." Ich sagte: "Wir schätzen Margie, doch Margie ist nicht unser Gott. Margie ist unsere Schwester." Darauf ging ich zu Greens Mill. Ich war erschüttert, denn ich liebe sie. Sie sagte zu mir: "Bill, glaubst du, daß ich sterben werde?" Ich sagte: "Ich weiß es nicht, doch das Kind wird zur Welt kommen. Du wirst einen Sohn namens Joseph haben." Sie sprach: "Ist er es jetzt?" Ich erwiderte: "Ich weiß es nicht, Liebling. Das kann ich nicht sagen. Gott hat verheißen, 'wir werden einen Joseph haben', deshalb werden wir einen Sohn namens Joseph bekommen. Ich gebe nichts darum, was alle sagen, wir werden Joseph haben. Derselbe Gott, der mir all die Dinge geoffen- bart hat, hat es mir gesagt. Nie ist es fehlgeschlagen. Er wird mich auch diesmal nicht enttäuschen." Ich ging hinauf zu Greens Mill, um zu beten. Als ich dort war, sah ich das Licht, die Feuersäule, zwischen zwei Bäumen. Mir wurde gesagt: "Gehe zurück zu deinem Buch!" Ich ging zurück und fand meine Bibel im Auto. Der Wind hatte die Blätter auf geschlagen, und ich las in 2. Sam. 7 von Vers 8: "Darum sollst du jetzt zu meinem Knecht, zu David folgendes sagen: So hat der Herr der Heerscharen gesprochen: Ich habe dich von der Weide hinter der Herde weggeholt, damit du Fürst über mein Volk, über Israel, sein solltest... und habe dir einen großen Namen geschaffen, wie ihn nur die Größten auf Erden haben." Er war nicht ein Billy Graham, doch hatte er einen Namen, wie ihn die Großen auf Erden haben. Das tat Ich für ihn, doch Mei- nen Tempel darf er nicht bauen. Wohl aber sein Sohn. Sobald ich las 'sein Sohn', traf es mich. Ich sagte: "Joseph?" Das stimmt. Sogleich begab ich mich in das Haus und sagte zu meiner Frau, die in Erwartung war, indem ich meine Arme um sie legte: "Liebling, Joseph ist unterwegs. Joseph ist unterwegs." Jeder weiß, wie schwierig ein Kaiserschnitt ist. Am Abend senkte sich das Kind. Am nächsten Morgen um sieben Uhr brachte ich sie ins Hospital. Der Arzt sagte: "O meine Güte." Ich verab- schiedete mich von ihr mit einem Kuß und sagte: "Liebling, nicht mehr lange, und Joseph wird hier sein." Ich ging die Treppen hinauf und sie wurde in den Operationsraum gebracht. Nach einiger Zeit kam die Krankenschwester und sagte: "Rev. Branham". Ich erwiderte: "Was gibts?" Sie sagte: "Du hast ei- nen feinen, sieben Pfund schweren Jungen." Ich sagte: "Joseph, mein Sohn, ich heiße dich willkommen." Gewiß. Obwohl das nicht in der Bibel geschrieben stand, wußte ich, derselbe Gott offenbarte es dem Abraham. Auch wir beachteten nicht die Erstorbenheit ihres Mutterschoßes, die Unmöglichkeit, daß es so geschehen sollte. Wir können uns nicht in den Verheißungen Gottes durch Unglauben irreführen lassen. Wir müssen stand- haft glauben und Gott preisen. Ich gebe nichts darum, was der Arzt sagt. Hindernisse werden uns in den Weg gelegt, doch glaubt es nicht, es ist eine Lüge des Teufels. Das stimmt. Der Glaube geht vorwärts, zusammen mit den Werken, um die Verheißung ins Dasein zu bringen. Genau das schreibt Jakobus von der Dirne Rahab, die aufgrund von Werken gerechtfertigt wurde, um deswillen, weil sie glaub- te (Jak. 2,25). Sie sprach zu den Männern: "Ich weiß, daß der Herr euch das Land verliehen hat..." (Jos. 2,9). Sie wollte nicht sehen, wie Josua sein Haar trug und wie er gekleidet war. "Ich habe erkannt, daß Gott mit euch ist." Mehr benötigte sie nicht. Sie traf die Vorbereitung. So ist es mit den wahren Visionen Gottes in der heutigen Zeit. Es ist das verheißene Wort für diese Tage. Man sagt: "Bruder Branham, wie kommen diese Visionen zustande?" Menschen stolpern darüber. Steht nicht in Apg. 2,17: "In den letzten Ta- gen wird es geschehen, spricht Gott, 'Da werde ich von meinem Geist auf alles Fleisch ausgießen' so daß eure Söhne und eure Töchter weissagen, und eure jungen Männer Gesichte sehen und eure Greise Offenbarungen in Träumen empfangen.'" Stimmt das nicht? So sagt es die Bibel. Gut, lest im Propheten Mal. 3 die letzten Verse nach, und seht, ob es nicht für diese Zeit verheißen ist. Weshalb könnt ihr daran glauben? Weil die Bibel es so sagt,! Lest in Luk. 17,30. Jesus sagte: "Ebenso wird es auch an dem Tage sein, an welchem der Menschensohn sich offenbart." So wie es zur Zeit Sodoms war, so ist die Verfassung der Welt heute. Seht euch Billy Graham und Oral Roberts an, diese Zeugen, die den denominationellen Gemeinden Zeugnis ablegen. Der eine den Methodisten, Bapti- sten und Presbyterianern, der andere den Pfingstlern. Seht die beiden und dann den anderen. Denkt daran, Abraham war nicht in Sodom, er war bereits herausgerufen. Der eine blieb bei Abraham, sprach zu ihm und gab ihm ein Zeichen. Er hatte Seinen Rücken gekehrt und sagte, daß Sara das Kind, auf das sie gewartet hatten, haben würde. Er hatte Seinen Rücken zum Zelt gekehrt. Abraham nannte Ihn "Gott Elohim". Das gleiche geschieht heute, weil wir Glauben haben. Ich weiß, daß es von Gott ist, denn diese und andere Bibelstellen weisen auf diese Stunde hin. In Offenbarung 10 lesen wir: "Sondern in den Tagen, in denen die Stimme des siebten Engels erschallt, wenn er in die Posaune stoßen wird...", nicht durch einen Hei- lungs-Gottesdienst, sondern die Botschaft, die dem Heilungs- Gottesdienst folgt. Jesus ging hin und predigte. Er heilte die Kranken und vieles mehr. Sie sprachen: "O, der junge Rabbi, der Prophet, Er ist ein großer Mann. Wir hätten Ihn gern in unserer Gemeinde." Doch eines Tages stand Er auf und sagte: "Ich und mein Vater sind eins." O, da wollten sie Ihn nicht mehr. Gewiß. "Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt..." Er erklärte es nicht. Er sprach: "Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, habt ihr kein Leben in euch." Die Ärzte und Krankenschwestern mögen gesagt haben: "Der Mann ist ein Vampir, ein Blutsauger, der uns dazu verleiten will, Sein Blut zu trinken." Seht ihr, Er wußte, daß sie es nicht verstanden. Seine Jünger verstanden es wohl nicht, doch sie saßen da und glaubten es trotzdem. Amen! Es war ihnen geoffenbart worden. Gewiß. Sie wußten es. Die Schrift sprach davon. Ihr mögt auch zu mir sagen: "Wie kannst du all den Visionen Glauben schen- ken inmitten all der Nachahmungen, die jetzt geschehen?" Laßt mich euch das sagen: "Inmitten all der verkehrten Nach- ahmungen, denk daran, mein Bruder, ist auch vorausgesagt, daß sie zur gleichen Zeit da sein würden." Das stimmt. So wie es in den Tagen Moses war. Moses ging hin, um die Werke Gottes vor dem Volke auszuführen, und auch Jannes und Jambres be- fanden sich dort. Doch wer tat es zuerst? Die anderen ahmten es nach, doch mußte ein Original da sein, um nachgeahmt wer den zu können. Nein, wir haben uns nicht verirrt, wir wissen, wo wir uns befinden. Seht ihr, wir sind standhaft, weil wir auf der Schrift und der Offenbarung Gottes gegründet sind. Man mag sagen: "Da ist ein Mann. Er sieht Visionen, tut dies und jenes und hält es mit der Frau eines anderen Mannes. Er glaubt an drei Götter und all diese Dinge." Doch das verblüfft uns nicht. Hier ist etwas, das man nicht nachahmen kann - das Wort. Nein. Sie können all diese Dinge tun, in Zungen sprechen, jauchzen, im Geiste hüpfen und trotzdem Teufel sein. Das stimmt. An sie muß der Maßstab des Wortes gelegt werden. Es muß dahin kommen, daß es geschieht wie in den Tagen Moses mit Jannes und Jambres. Denkt daran, so wie Jan- nes und Jambres sich gegen Moses auflehnten, werden auch in diesen letzten Tagen Nachahmungen auf Erden stattfinden. Hat er das vorausgesagt? Gewiß, so ist es geschehen. Moses ließ sich nicht irre machen, als er diese Wunder im Na- men des Herrn tat, und sie dort standen und es nachahmten. Er ließ sich nicht aufhalten, indem er sprach: "Ich muß aufhö- ren und mich vom Felde zurückziehen." Er blieb dort. Wie konnte er das? Es war ihm offenbart worden. Halleluja. Er kannte das Wort Gottes. Er wußte, daß das Wort sie treffen würde. Er wußte, daß die Zeit kommen würde, in der das Wort offenbar und ihnen Einhalt gebieten würde. All diese Jahre wußte ich, daß die Zeit kommen wird. Das stimmt. Wann immer Gott etwas Außergewöhnliches sendet, tut Er es durch ein Wunder, durch das das Gesamtgeschehen erfaßt wird. Wenn Gott etwas in die Gemeinde sendet und das alte System nicht umgewandelt wird, dann hat Er es vergeblich gesandt. Wenn eine Botschaft von Wundern und Zeichen hervor- geht, muß eine weitere Botschaft folgen. Nachdem Jesus die Kranken heilte, brachte Er Seine Botschaft. "Ich und mein Vater sind eins. Ich bin es, doch ihr glaubt mir nicht." Sie glaubten Seinen Wundern. Er sprach: "Wenn ihr mir nicht glauben könnt, so glaubt doch den Werken, denn sie' sind es, die Zeugnis davon ablegen, wer ich bin." O, wie wunderbar. Wer trat zuerst auf? Moses. Dann folgten die Nachahmer. Diese große Wahrheit bleibt für immer bestehen, zwischen dem Rich- tigen und Verkehrten, denn. die Verkehrten können die Bot- schaft nicht annehmen. Sie können die unverfälschte Botschaft des Wortes Gottes nicht annehmen. Gleichgültig, wieviele Wunder und Zeichen Judas aufzuweisen hatte - noch ehe der Heilige Geist zu Pfingsten fiel, wurde er offenbar. Der Teufel kann alles nachahmen, bis es zu dem Worte kommt Das ganze Wort kann er nicht nehmen. Er läßt alles gelten, bis auf das Wort, auf das es ankommt, wie bei Eva. Er kann es nicht alles durchkreuzen, denn das gesamte Wort be- steht nur in dem Leibe Christi. Seht das Wort für diese Zeit! Sie können die Botschaft jetzt nicht annehmen, wie auch Jannes und Jambres die Botschaft des Mose nicht annahmen. Sie konn- ten es nicht. Ihre Werke wurden offenbar, denn sie konnten nicht dem von Gott bestätigten Worte, gesandt durch Seinen gesalbten Propheten, folgen. Sie konnten nicht mit Israel ziehen. Weshalb? Sie waren deno- minationelle ägyptische Kinder, die dem Worte nicht folgen konnten. Hätten sie es getan, hätten sie Ägypten verlassen müs- sen. Sie waren am Nil zufrieden und vermochten es nicht, ob- wohl sie das Wort nachahmten und taten, was Mose getan hatte, doch ihr Unverstand wurde noch vor dem Auszug offenbar. Dann schüttete Gott Seinen Zorn über sie aus. So ist es auch jetzt. Sie mögen jede Art von falscher Nachahmung machen, doch dadurch wird das Echte nur verherrlicht. Jedes gläubige Kind Gottes weiß, daß es die Wahrheit ist. In klarer Sicht seht ihr die Werke der törichten Nachahmung. Wenn eure Werke gemäß dem wahren Wort und durch euren Glauben bestätigt sind, so wird dadurch die Verheißung Gottes gemäß dem ori- ginal-geschriebenen Worte offenbar. Jesus sagte: "Wenn ich nicht die Werke des Vaters tue..." Das bedeutet: "Wenn Ich nicht die Werke tue, die in der Schrift vorausgesagt wurden, daß Ich sie tun werde, dann glaubt mir nicht." Wenn nicht zu Meiner Zeit, in der Ich gekommen bin, geschieht, was der Messias tun sollte; wenn die Dinge die Ich tue, von Gott nicht bestätigt werden in der Weise, wie das Wort es vorausgesagt hat, wenn Mein Leben ,das Wort nicht lebendig macht und nicht geschieht, was vorausgesagt wurde (Verfehlt dieses nicht! Jesus wollte sagen: "Ihr wißt, was der Messias tun wird.")> wenn das geschriebene Wort durch Mich nicht of- fenbar wird."); dann bin Ich es nicht. Amen! Dann ist falsch, was Ich von dieser Zeit gesagt, dann ist unwahr, was Johannes von Mir bezeugt hat. Wenn es nicht die Werke des Messias sind, die geschehen, dann bin Ich nicht der Messias. Wie geschrieben steht: "Der Herr euer Gott wird euch einen Propheten erwek- ken." Hunderte von Jahren vergingen, seitdem der letzte Pro- phet aufgetreten war. Wenn die Werke, die durch Mein gegen- wärtiges Leben offenbar werden, es nicht sind, die Gott ver- heißen hat, dann bin Ich es nicht. Doch wenn das verheißene Wort für diese Zeit durch Mich bestätigt wurde, dann bin Ich es und die Verheißung ist zu euch gekommen. Könnt ihr sehen, daß es nicht klarer gemacht werden kann? Es geht um die Ver- heißung. "Wenn die Verheißung jener Zeit in Meinem Dienst offenbar wurde", sagte Jesus, "dann bin Ich es." Wenn ihr kaum glauben könnt, daß Ich es bin, dann schaut auf die Werke, die für diese Zeit verheißen sind. Seht auf die verheißenen Werke. Wenn nicht jedes der Werke durch Mich erfüllt ist, so glaubet Mir nicht, dann habe Ich euch etwas Verkehrtes gesagt. Könnt ihr Mit nicht glauben, dann seht nach, was die Bibel für diese Zeit vor ausgesagt hat. Wenn es nicht geschieht, stimmt es nicht. Wenn nicht auch die falschen Dinge hier wären, und das, was gesche- hen sollte, dann stimmt etwas nicht. Doch Jesus sagte: "Ich bin es, dessen Kommen verheißen worden war." Amen! Die Werke, die für jene Zeit verheißen waren, bestätigten Ihn als den Messias. Glaubt ihr das? Nun, Brüder, das Werk, das Jesus Christus gemäß Lukas 17,30 verheißen hat, muß sich vor Seiner Wiederkunft erfüllen. Die Welt muß in einer Verfassung sein wie zu Sodom. Die Bot- schafter mußten auftreten. Alles mußte genau stimmen. Wenn das nicht geschieht, so glaubt mir nicht, daß ich euch die Wahr- heit gesagt habe. Doch wenn es geschieht, dann glaubt, daß Er es ist. "In den Tagen, wenn der Menschensohn sich offen- bart." Amen. Der Menschensohn wird im menschlichen Leibe in euch - in der Gemeinde - offenbar, wie es damals in den Tagen Sodoms war - eine herausgerufene Gruppe, dastehend, die Verheißung Gottes glaubend. Ehre sei Ihm. Die Werke des Heiligen Geistes in dieser Zeit durch die Vi- sionen schlagen niemals fehl. Seine Verheißungen bleiben nie- mals aus. Alle apostolischen. Zeichen, in der Bibel verheißen, einbegriffen Mal. 3,23-34, Offbg. 10,7, erfüllen sich, in jeder Weise unter Beweis gestellt, selbst von der Wissenschaft be- stätigt. Wenn ich euch nicht die Wahrheit gesagt hätte, könn- ten sie nicht geschehen. Doch wenn ich euch die Wahrheit ge- sagt habe, so legen sie Zeugnis davon ab. Er ist immer noch derselbe, gestern, heute und derselbe in Ewigkeit. Durch das machtvolle Kundwerden Seines Heiligen Geistes wird die Ge- meinde hinweggenommen. Möchte doch dieser Glaube -- Of- fenbarung -- in eure Herzen fallen, daß dieses die Stunde ist. Jetzt wollen wir beten. Treuer Gott, der Du offenbar wurdest im Fleisch in Jesus Chri- stus, der Du am dritten Tage von den Toten gemäß der Schrift auferstanden bist und gen Himmel gefahren. Du hast Deine Jünger in alle Welt ausgesandt, daß sie andere zu Jüngern machten und sagtest: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." O Gott, Du hast der Pfingstgemeinde dieser Zeit die Wiedererstattung der Gaben gegeben. O Herr, diese Männer, von denen einige gegenwärtig sind, und andere, die die Ton- bandpredigt um die Welt herum hören werden, mögen sie er- kennen, daß dieses die Herausrufung der Braut ist und nicht eine Botschaft der Pfingstgemeinde. Die Pfingstbotschaft war es, die Gaben in die Gemeinde zurückzubringen. Dieses jetzt ist das Herausrufen der Braut. Eine Botschaft, wie sie kam, ehe Sodom verbrannt wurde. Mögen sie es begreifen, treuer Gott. Ich glaube Dir, denn es ist durch Deinen Geist, durch das Wort Gottes geoffenbart und wurde über der ganzen Welt bestätigt. Herr, gewiß ist es eine Minderheit, die Dir immer geglaubt hat. Doch Du sagtest: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben." O Gott, ich bete, daß Menschen sich von ihrer Verstandesüber- legung abwenden, von dem hinwegsehen, was sie als recht ansahen und in die Schrift hineinschauen. Wie ich gestern abend bemerkte, mögen die Menschen wissen, wie die Königin damals im Reiche Babylon, die sagte: "Hier ist ein Mann namens Da- niel, der schon im Reiche deines Vaters war. Er kann die Deu- tung geben." Einer wie die Pfingstväter, war in seinem Reich. Er vermochte alle Zweifel zu zerstören. Nun Herr, laß den Heiligen Geist wirken, der seit Pfingsten in Deinem Reiche wirksam ist, zur Zeit Luthers, zur Zeit Wes- leys, zur Zeit John Smiths und Alexander Campbells, bis hin- ein in dieses Zeitalter. Er ist der Zerstörer aller Zweifel und Offenbarer aller Gedanken. Er zerstörte alle Zweifel in den Menschen, die zur Zeit Luthers glaubten: "Der Gerechte soll aus Glauben leben." Er zerstörte alle Zweifel in den Tagen der Methodisten-Erweckung, damit sie geheiligt wurden. In den Tagen der Pfingsterweckung sprachen sie in Zungen. Die Kundgebungen des Geistes traten hervor durch göttliche Heilung usw. Alle Zweifel in den Herzen der Pfingst-Gläubigen wur- den aufgelöst. Aber, O Gott, sie haben Denominationen ge- formt. Sie wandten sich ab und nahmen menschliche Ideen dazu. Doch jetzt wird die Braut herausgerufen, wie es in der Schrift verheißen ist. Vor der Welt ist es gelesen worden. Abend für Abend sehen wir es verwirklicht vor unseren Augen. O Gott, möchten alle Zweifel in den Herzen der Menschen aufgelöst sein. Mögen sie eiligst herauskommen, die Reife unter der Ein- wirkung der Sonne der Gerechtigkeit erleben und dann in die himmlische Scheuer hinaufgenommen werden, damit die Spreu verbrannt werden kann. Mögen sie heute eingesammelt wer- den. Ich bitte es im Namen Jesu Christi. Amen. Ich danke euch für die Aufmerksamkeit. Gott möge weiter an euren Herzen wirken. Wir wollen jetzt für die Kranken beten und bitten sie, zur Plattform zu kommen. Gebetskarten sind ausgegeben worden, damit wir die Kranken aufrufen können. Hier sehe ich verkrüppelte Menschen, die nicht früh genug hier waren, um eine Gebetskarte zu empfangen. Ihr braucht den Glauben, um geheilt zu werden, wie ich gelehrt habe. Wenn es euch geoffenbart ist, wird es geschehen. Wenn es euch nicht geoffenbart ist, könntet ihr in ein Dutzend Gebetsreihen kom- men und es würde euch nicht helfen. Das wißt ihr. Glaubt ihr das? Ich kann kniend für euch beten und meine Hände auf euch legen und euch mit Öl salben und alles für euch tun, doch es sei denn, daß Gott es euch aus Gnaden in euren Herzen offenbart, daß es schon geschehen ist, dann geschieht es, ob ihr in der Gebetsreihe seid oder nicht. Dann geschieht es trotz- dem. Wenn jemand eine Gebetskarte hat und nicht nach vorne kommen kann, hebt bitte die Hand. Gut. Glaubt nur! Es kommen mehr nach vorne wie erwartet, doch das ist in Ord- nung. Bleibt jetzt stille stehen. Wir werden für euch beten, wo immer ihr euch befindet. Wartet bis ihr gerufen werdet. Wir möchten nicht, daß zu viele stehen und der Zuhörerschaft die Sicht wegnehmen. Gott segne euch. Jetzt wollen wir über diesen Taschentüchern beten. Teurer Gott, hier liegen Taschentücher, die für Kranke und Leidende bestimmt sind. Gerade haben wir über den Glauben gesprochen, Herr. Ich gedenke jetzt des Wortes der Bibel: "Kämp- fet ernsthaft für den Glauben, der den Heiligen ein für alle- mal übergeben ist", und auch daran, daß man von Paulus Schweiß- und Taschentücher nahm, nicht weil er etwas Be- sonderes war, sondern weil die Menschen Glauben hatten. Sie waren Männer von gleicher Beschaffenheit wie wir. Es steht geschrieben: "Elia war ein Mann wie wir und er betete, daß es nicht regnen sollte auf Erden." O Gott, er betete, daß die Men- schen Buße tun. Du hast es ihm geoffenbart, für sie zu beten, und zwar in der Weise, damit Dein Wort erfüllt wird. Ohne Zweifel hast Du dem Propheten eine Vision gegeben. Herr, heute abend bete ich für diese Menschen um Heilung. Ich bin nicht Elia, der zum Himmel genommen wurde, doch derselbe Geist, der in ihm war, lebt immer noch. So beten wir, treuer Gott, daß Du die Gebete Deines Volkes erhören möchtest. Be- kenne Dich, während wir über diesen Taschentüchern beten, damit die Kranken und Leidenden, denen sie aufgelegt werden, geheilt sind. Vater, wir erkennen, es ist eine sterbende Generation. Wir stehen der Ewigkeit gegenüber. Die Welt ist irre geworden. Morde - schon kleine Mädchen werden geschändet und zer- stückelt. Die Männer tragen ihr Haar wie Frauen und die Frauen wie Männer. Sie sind verderbt. Die Menschen sterben da hin. Die Welt liegt im Sterben. Auch die Gemeinde liegt im Sterben. O Gott, bringe Leben. Bringe Leben, O Gott - Leben des Glaubens. Offenbare es diesen Menschen, Herr. Ich kann nur meine Hände auf sie legen und für sie beten, doch Du bist es, der sie zu heilen vermag. Du allein kannst sie heilen. Ich bete, daß Du es tust, Vater, an jedem Einzelnen. Gewähre es, indem ich meine Hände auf sie lege und von ganzem Herzen darum bitte. In dem Namen Jesu Christi, heile diese Menschen. Amen. Wenn ihr mich noch gut hören könnt, so hebt eure Hände. Es bewegt mich, diese Menschen hier auf den Tragbahren und in den Fahrstühlen zu sehen, die keine Gebetskarte bekommen haben. Doch es bedeutet nicht, daß diejenigen, die sie bekom- men haben, geheilt werden. Sogar Menschen in der Versamm- lung können geheilt werden. Die Gebetskarten haben nichts zu sagen. Es ist alles abhängig von ihrem Glauben an Gott. Wie viele wissen, daß es wahr ist? Nur euer Glaube an Gott bewirkt es. Ihr wißt, daß es die Wahrheit ist. Ungeachtet dessen, wie religiös ihr seid, wie gut oder wie schlecht ihr seid, es sei denn, daß durch die Gnade Gottes der Glaube in euren Herzen ge- schaffen wird, sonst werdet ihr nicht gesund. Wieviele wissen, daß Gott es schon getan hat? Er hat es durch große Wunder und Zeichen seither bewiesen. Ihr steht in der Gebetsreihe, doch das bedeutet nicht, daß ihr von Gott dazu erwählt wur- det. Ihr habt die Gebetskarte bekommen und deshalb seid ihr hier. Mit solchem Glauben an Gott hat unser geschätzter Bruder Gerholtzer seinen Dienst vor Jahren begonnen. Er glaubte, daß Gott die Kranken durch Glauben heilt. Das hat sich nie geän- dert. Doch in diesen letzten Tagen hat Gott noch Gaben hinzu- gegeben, wie Er es verheißen hat. Gott tat es nicht, weil Er dazu verpflichtet war, sondern weil Er es verheißen hatte. Was immer Er verheißen hat, muß Er tun, denn Er muß Sein Wort halten. Er hat es euch in gleicher Weise verheißen, wenn ihr nur glaub- ben könnt, daß es geschehen wird. Wenn ihr nicht glauben könnt, wird es nicht geschehen. Ich kann euch den Glauben nicht ver- mitteln, noch könnt ihr euch selber den Glauben geben. Gott muß ihn euch geben. Es ist ein Geschenk Gottes, zu glauben. Nicht euer Glaube, sondern Gottes Glaube. Euer verstandesmä- ßige Glaube mag fein sein, doch es sei denn, daß der Glaube Gottes in eure Herzen kommt, wird es nicht geschehen. Euer verstandesmäßige Glaube kann es annehmen. Haltet daran fest im Glauben bis Gott es euch im Herzen offenbart. Glaubt ein- fach so lange, bis Gott es euch offenbart. Ihr fragt: "Bruder Branham, was sagst du da?" Ja, so ist es. Gott sandte den Propheten zu Hiskia, der ihm sagte: "Du wirst nicht gesund werden, so spricht der Herr! Du wirst sterben." Doch der König Hiskia wandte sein Angesicht zur Wand und weinte bitterlich, und der Herr tat ihm noch 15 Jahre hinzu. Er flehte, daß der Herr ihn erhöre. Der König war zu jener Zeit, poli- tisch gesehen, ein großer Mann in der Welt. Doch der Prophet war es in Gottes Augen. Der eine war der König nach dem Willen Gottes, der andere der Prophet Gottes. Die Offenbarung wurde dem Propheten zuteil, das wißt und versteht ihr. Da- mit ihr es fassen könnt, wie ich es von der Schrift aus gepre- digt habe: "Wie es war in den Tagen Sodoms, so wird es sein in den Tagen wenn der Menschensohn sich offenbart", nicht in den Tagen, wenn die Gemeinde sich offenbart, sondern in den Tagen, wenn der Menschensohn sich offenbart. Was be- deutet "Geoffenbart"? Es wird bekannt. Das stimmt. Offenbar in den Tagen, wenn der Menschensohn sich offenbart, wie es war in den Tagen Sodoms und Gomorras. Stimmt das? Seht, was damals geschah. Sie hatten zwei Botschafter, die nach Sodom und Gomorra gingen, denn dort war noch eine Gruppe von lauwarmen Gläubigen. Diese beiden Botschafter holten sie durch ihre Predigt heraus. Doch der Eine blieb bei Abraham und seiner Gruppe. Nun seht, niemals hatten wir in der Kirchengeschichte einen universellen Botschafter an die Gemeinde, dessen Name mit h-a-m endete, bis jetzt. G-r-a-h-a-m hat sechs Buchstaben, je- doch Abraham hat sieben Buchstaben. Die universelle Gemein- de, von Menschen organisiert, wird durch die Zahl 'sechs' des Menschen gekennzeichnet und hat ihren Botschafter empfan- gen. Es traten Männer auf wie Calvin, Knox, Sankey, Finney und Moody, doch niemals jemand mit einem Namen h-a-m. Jetzt aber haben sie ihn - einen Botschafter von Gott gesandt, der sie herausruft so kräftig er kann: "Kommt heraus, tut Buße - sonst kommt ihr um." Doch denkt daran! Die Auserwählten, Vorherbestimmten stan- den unter dem Bund - Abraham und seine Gruppe hatten auch einen Botschafter. Gebt acht, was Er tat. Er gab ihnen ein Zei- chen, denn die Zeit wo das Feuer fallen würde, war nahe. Auch jetzt wird das Atom-Feuer, der Zorn Gottes, bald fallen. Nun, dieser Botschafter tat etwas. Er hatte seinen Rücken zum Zelt gewandt, bestätigte die Verheißung und offenbarte, daß Sara an dem gezweifelt hatte, was Er sagte. Er offenbarte, was sie dach- te und kündigte an, was geschehen würde. Stimmt das? Hat Er gesagt, daß der Menschensohn sich in gleicher Weise offen- baren wird? Glaubt ihr, daß es die Wahrheit ist? In der unsichtbaren Vereinigung der Brautgemeinde mit Christus ist der Botschafter jetzt hier. Es ist Jesus Christus derselbe, ge- stern, heute und derselbe in Ewigkeit. Er spricht nur durch Seine Propheten. So sagt es die Bibel. "Er tut nichts, Er offen- bart denn Sein Geheimnis Seinen Knechten, den Propheten" (Amos 3,7). So tat Er es immer. Niemals ändert Er Seinen Plan. Ein wahrer Prophet kann nur das reden, was Gott ihm sagt. Stimmt das? Es ist wahr. Glaubt ihr, daß Er mir sagen kann, was die Frau hat, die vor mir steht, ehe ich mich ihr zuwende? Sie leidet an Krebs. Das stimmt. Er befindet sich an ihrer Brust. Jetzt denkt sie an einen Jungen. Er leidet an Verstandesschwäche, ist sehr nervös und hat Komplikationen. Das stimmt. Glaubst du das? Es ist wahr. Glaubst du jetzt, daß dein Glaube es bewirkt hat, der ver- ankert ist; daß du es empfangen hast und es besitzen wirst? Dann gehe, der Herr Jesus Christus wird dich gesund machen. Glaubt ihr alle von ganzem Herzen? Glaubt ihr, ohne daß ich diese Frau ansehe, daß der Herr Jesus mir sagen kann, was ihre Not ist? Wieviele glauben das? Ihr wißt, ich habe sie niemals gesehen. Hätte ich nicht ein Kleid gesehen, wußte ich nicht, ob ein Mann oder eine Frau hier steht. Ach, daß sie glauben könnte. Glaubst du, Frau? Hier, die Patientin, glaubst du? Wenn dem so ist, dann hebe deine Hand. Wenn du von Herzen glaubst, dann wirst du das Kind haben, um das du Gott bittest. Du vertraust, du hast Glauben an Gott. Die Vision heilt nicht, sondern offenbart die Not. Die Werke bestätigen den Glauben an die Gegenwart Gottes. Sein Wort wird offenbar. Diese Frau verlangt nach etwas Großem. Nicht nach einem Kind, sondern sie möchte die Taufe des Heiligen Geistes. Ich sage dir, was du tun mußt. Wenn du das Zigarettenrauchen aufgibst, wird Gott dir die Taufe ,des Heiligen Geistes geben. Gehe und glaube es. Glaubt ihr alle? Habt Glauben an Gott. Hier steht ein Mann, den ich niemals vorher gesehen habe. Ich kenne ihn nicht, doch er hat ein Leiden in seiner Brust. Er ist vor nicht langer Zeit gefallen. Dadurch wurde es verursacht. Er ist nicht von hier - er kommt von Arkansas. Er ist Prediger. Gehe nach Hause und predige das Evangelium. Seht ihr, ich habe den Mann noch nicht einmal angesehen. Dort steht eine Frau, die ich nicht kenne. Nie habe ich sie gesehen. Gott kennt sie. Wenn Er mir offenbaren wird, was ihre Not ist oder etwas über sie, werdet ihr alle glauben? Durch dieses Werk wird nur der Glaube und das Wort, das ich zu pre- digen habe, wovon ich euch heute abend sagte, identifiziert. Das hat Gott geoffenbart. Dies sind die Werke, die es beweisen. Ihr braucht nur Glauben zu haben, um gesund zu werden. Diese Frau hier kenne ich auch nicht. Wohl aber kenne ich jemand, den sie auch kennt, denn ich sehe ihn hier vor mir stehen. Sie leidet an Kopfschmerzen. Stimmt das, Frau? Glaubst du, daß Gott dich heilen wird? Du bist die Schwester von Pearry Green. Das stimmt. Niemals habe ich sie in meinem Leben gesehen. Ich sah Pearry Green, daß er hier stand und auf mich schaute. Glaubst du? Ich weiß nicht, wo Pearry Green sich be- findet. Glaubst du? Wieviel Glauben hast du? Wenn du nur glauben kannst, sind alle Dinge möglich. Wenn du nicht glau- ben kannst, wird es nicht geschehen. Die Dame, die dort sitzt, mit dem grauen Haar und hierher sieht, glaubst du Gott? Glaubst du, daß Gott mir offenbaren kann, was du jetzt denkst? Du hast einen Tumor auf der Brust. Glaubst du, daß Gott ihn wegnehmen kann? Das stimmt. Habe Glauben und vertraue. Nun, was hat sie berührt? Sie berührte den Saum Seines Gewandes wie die Frau in der Bibel. Ihr wißt, die Bibel lehrt, daß Er ein Hoher Priester ist, der Mitgefühl hat mit unseren Schwachheiten. Stimmt das? Er ist Hoher Priester. Er steht hier. Menschen berühren Ihn jetzt. Eine schlanke Frau, die dort sitzt, hat ihre Hand erhoben. Nie habe ich sie in meinem Leben gesehen. Sie hat eben etwas be- rührt. Das war es. Sie betete zu Gott. Sie hat ein Brust- und Magenleiden. Gott hat dich geheilt, wenn du es nur glaubst. Du mußt glauben. Alle Dinge sind möglich; dem der da glaubt. Weit hinten sitzt ein Mann, der hierher schaut. Er leidet an Asthma. Glaubst du, Herr, daß Gott dich heut? Wenn du es glaubst, wird Gott dich heilen. Du kannst empfangen, worum du bittest, wenn du es glaubst. Dort sitzt eine Frau mit grauem Haar, die hierher sieht. Glaubst du von Herzen? Gut, dann hat dein Gallenblasenleiden dich verlassen. Wenn du es nur glaubst. Was denkst du darüber, hier auf der Tragbahre? Glaubst du, daß Gott dich heilen kann? Wenn Er mir deine Schwierigkeit sagt, wirst du Ihm glauben? Wenn du es glaubst, wird der Krebs dich verlassen und du kannst nach Hause gehen. Warum stehst du nicht auf und nimmst deine Tragbahre und gehst nach Hause? Glaubst du es? Werdet ihr alle glauben? Warum tut ihr es nicht gerade jetzt? Hat Gott den Glauben in eure Herzen gelegt? Hebt alle eure Hände, wenn Gott den Glauben in eure Herzen fallen ließ. Wir wollen einander die Hände auflegen hier in der ganzen Gebetsreihe. Legt unverzüglich einander die Hände auf, während der Heilige Geist wirkt. Der Mann hier ist aufgestanden und läuft jetzt hin und her und betet für an- dere. Wir wollen alle aufstehen und Gott den Preis darbringen. Es ist nicht mehr nötig für die Einzelnen weiter zu beten. Jesus Christus hat sich kundgetan als derselbe gestern, heute und der- selbe in Ewigkeit. Was immer eure Leiden sein mögen, wenn ihr Ihm glaubt, so steht jetzt auf, gerade jetzt, und glaubt. Allmächtiger Gott, Du Gott Abrahams, Du Gott Isaaks, Du Gott Jakobs, sende jetzt Deine Kraft und heile diese Gruppe von Menschen gerade jetzt. Im Namen Jesu Christi. Amen. Gepriesen sei Gott! Gott segne euch alle. [Die deutsche Übersetzung wurde mit einem Scanner eingelesen und mit einem OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandenen Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. 20.08.2000]