Die Gemeinde und ihr Zustand (The Church And Its Condition> gepredigt in Jeffersonville am 5. August 1956 In Jeffersonville, Indiana, U.S.A. William M. Branham Die deutsche Übersetzung wurde mittels eines Scanners eingelesen und durch ein OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. (04.01.1998) Heute morgen wollen wir im Gebet besonders eines Kindes geden- ken, das eine sehr seltene Krankheit hat. Gewiß möchten wir das alle tun. Die Ärzte wissen nicht einmal, was es ist. Sie haben ihr irgend- einen Namen gegeben, doch ich meine, daß sie ihn nur erfunden ha- ben, weil sie nicht wissen, was es ist. Christus jedoch weiß es. Ich kann euch sagen, was es ist: Es ist ein Teufel. Das stimmt. Der Teu- fel! Sie können ihr zwar den Namen geben, den sie möchten, doch das ist es: ein böser Geist. Laßt uns jetzt noch einmal alle gemeinsam singen: "Glaube nur". Glaube nur, glaube nur, alles ist möglich. Glaube nur. Der HErr wird dich heilen, Schwester. Wir wollen jetzt für dieses Mädchen beten und unsere Häupter dazu neigen. Unser himmlischer Vater, es geht mir einfach nicht aus dem Sinn. Dieses kleine Mädchen dort, das im Sterben liegt, ist für irgend je- mand das Liebste, was er hat. Sie ist Dein Geschöpf. Satan aber will sie ihres jungen Lebens berauben. Ich bete im Namen Jesu Christi, daß Du die Hand des Todes anhältst und den Feind wegtreibst. DU, 0 HErr, hast das Rote Meer geteilt und das Wasser wie Wände zu beiden Seiten stehen lassen. DU gabst den Kindern Israel, Deinem Volk, einen sicheren Durchzug durch das Rote Meer und den Einzug in das verheißene Land. 0 Gott, wir beten heute, daß Du jedes Hindernis wegräumst und das Kind leben läßt. Wir dürfen bitten, und als Men- schen, die an Dich glauben, bitten wir im Namen Jesus um die Hei- lung dieses Kindes. Amen. Heute bin ich mit einem dankbaren Herzen wieder im Namen des HErrn Jesus gekommen. Ich kehrte ein wenig früher aus Louisiana nach Hause zurück und dachte, wenn ich vor dem Sonntag hier wäre, könnte ich in der Sonntagsschule sprechen. Das Wetter war dort so schrecklich heiß, daß es, verglichen mit Louisiana, heute morgen kühl hier ist. Dort könntet ihr in einem Gebäude wie diesem nicht ohne Klimaanlage sitzen. In Louisiana müßte eine Klimaanlage vorhanden sein, sonst würdet ihr ohnmächtig. Ich kam zurück, um ein paar Tage auszuruhen, bevor ich nächste Woche in den Norden von Saskatchewan weiterreise. Bis Prince Albert sind die Straßen in der einen Richtung, die in die Welt hinaus- führen, ausgebaut. Dort laufen sie alle zusammen. Doch dahinter, im Innern des Landes, wohin wir dieses Mal gehen, gibt es keine Straßen mehr; nur noch Indianer und Eskimos. In diesen Versammlungen werden viele Menschen aus ganz Kanada sein. Es heißt, daß sogar von der Westküste einige herüberkommen werden. Ich bitte euch sehr darum zu beten, daß Gott uns begegnet und uns außergewöhnliche, überschwengliche und gewaltige Versammlungen zu Seiner Ehre gibt. Es ist etwa vier oder fünf Jahre her, seit ich das letzte Mal in Kanada war. Ich habe dort ein paar wirklich treue Freunde; sehr feine Men- schen. Treu gehen sie zur Gemeinde. Ganz gleich, wie kalt es ist: sie wik- keln sich in eine Decke und fahren mit dem Pferdeschlitten dreißig Meilen weit zum Gottesdienst oder gehen durch Schneewehen und alles mögliche. Jung und alt bilden eine Gruppe. Die ganze Familie kommt zusammen, und dann gehen sie los. Weil sie dadurch ein Op- fer bringen, haben sie auch so viel vom Gottesdienst. Wenn kein Op- fer damit verbunden ist, habt ihr vom Gottesdienst nicht viel. Ihr müßt wirklich etwas auf euch nehmen und etwas tun, was euch rich- tig wehtut; müßt andere Dinge beiseite legen, die Arbeit unterbre- chen, dies oder jenes tun, um zur Gemeinde gehen zu können, und Gott dadurch zeigen, daß ihr Ihn liebt. Wenn ihr ein Opfer bringt, um zu kommen, dann habt ihr wirklich etwas davon. Es ist wie mit meinen Kindern. Ich dachte, ich würde Billy Paul alles geben, weil ich als Kind nichts bekommen habe. Wenn Mama einen Beutel Süßigkeiten kaufte, wurden sie abgezählt, und jeder er- hielt zwei oder drei Stück. Zu Weihnachten bekamen wir vielleicht eine kleine Blechtrompete oder eine Spielzeugpistole. Es machte mich traurig, wenn ich sah, daß andere Kinder Schlitten, Fahrräder, gute Kleidung und warme Jacken bekamen, und ich sagte: "Wenn ich selbst einmal Kinder habe, werde ich alles für sie tun, was ich kann." Ich war bereit zu hungern, um meinen Kindern etwas kaufen zu kön- nen. Als Billy noch klein war, kaufte ich ihm ein Dreirad. Er bekam alles. Auch Meda tat, was sie konnte, verzichtete auf Kleidung für sich und auf andere Dinge, um ihm etwas kaufen zu können. Doch wißt ihr, was wir dann feststellten? Ich schenkte ihm ein kleines Drei- rad, Pfeil und Bogen usw. Trotzdem fand ich ihn mit einem Löffel oder einem Stock im Garten, mit dem er in der Erde herumgrub. Ich nahm mir vor: "Bei den anderen wird das nicht so!" Wenn man einem jeden einfach alles in die Hand gibt, wollen sie es nicht. Es muß etwas sein, wofür sie Opfer bringen müssen. So ist es auch mit dem Heil. Es bedeutet ein totales Opfer. Das stimmt, Bruder Roy. Jeden Tag müßt ihr ein Opfer bringen, etwas tun, um Gott näher zu kommen und etwas tun zu können. Ich weiß, daß es für euch alle heute morgen ein Opfer ist, in diesem heißen Ge- bäude zu sitzen. Während wir hier sitzen, soll unsere Gesinnung je- doch auf das größte Opfer gerichtet sein, das für die Menschheit je ge- bracht wurde: als es Jesus Christus auferlegt war, auf die Erde zu kommen, um an unserer Statt zu sterben. Nicht nur das: Seine Seele ging dann zur Hölle hinunter und war dort bis zum dritten Tag. Am dritten Tag ist Er auferstanden, ist aufgefahren in die Höhe, sitzt zur Rechten der Majestät Gottes im Himmel und tritt aufgrund unseres Bekenntnisses um Seiner Sühne und Seiner Gnade willen, die für uns bereitet worden sind, als Fürsprecher für uns ein. Dort, wo wir jetzt hingehen, werden viele, jedoch sehr, sehr arme Menschen sein. Sie werden vielleicht eine Kuh oder zwei, drei Schafe oder etwas anderes verkaufen müssen, um zur Versammlung kommen zu können. Der alte Eskimo wird vielleicht einige von seinen Häuten, die er für seine Familie benötigen würde, verkaufen, um kommen zu können. Der indianische Händler wird das gleiche tun müssen. Wir können zumindest für diese Menschen beten, nicht wahr? Wir beten, daß Gott ihnen etwas Großes geben möchte. Es ist heiß, und ich will euch nicht zu lange hier festhalten. Ich möchte, daß wir unsere Gedanken an diesem Morgen auf die Gemein- de und ihren Zustand richten, bevor wir dann für die Kranken beten. Ich spüre, daß mir vor einigen Tagen in Shreveport, Louisiana, eine Botschaft an die Gemeinde zuteil wurde, und glaube, daß es den Zu- stand der Gemeinde betrifft. Heute morgen treten wir damit vor Gott, beten zu Ihm und bitten Ihn darum, uns zu helfen. Versucht nicht, die Sache so wie immer zu betrachten, sondern bittet Gott dar- um, uns an diesem Tag, in dem wir leben, zu helfen. Vor mir liegt die alte, kostbare Bibel, und darin befindet sich all das, was zum ewigen Leben notwendig ist. Denkt daran: das Wort ist Gott. Gott ist nichts anderes, als was Sein Wort ist. Auch wir sind nur das, was unsere Worte sind. Natür- lich ist es mit euch und mir ein wenig anders, denn wir können sagen: "Oh, ich werde etwas Bestimmtes tun!", und meinen es auch von ganzem Herzen, doch dann können Umstände auftreten, die uns dar- an hindern, das auszuführen, was wir uns vorgenommen haben. Bei Gott kann das nicht so sein, denn Er ist unendlich und weiß alles, was je war und je sein wird. ER kündigt nichts an, es sei denn, Er weiß, daß Er es ausführen wird. Als Abraham fast hundert Jahre alt war, benannte er die Dinge, die noch nicht waren, als wären sie schon da. Ich sage das als Ermutigung für diejenigen, die krank sind und für die gebetet werden soll. Abra- ham benannte das, was noch nicht vorhanden war, als wäre es schon, denn er lebte der festen Überzeugung, daß Er, der die Verheißung gegeben hatte, sie auch zu verwirklichen vermochte und hält, was Er versprochen hat. Als Abraham 75 und Sara 65 Jahre alt war, sagte Gott ihm, daß sie ein Kind haben würden. Es war völlig unmöglich. Doch er glaubte es und wartete auf das Kind. Für ihn war es so gut wie da - 25 Jahre, bevor es wirklich kam! Das Kind wurde geboren, als Abraham 100 und Sara 90 Jahre alt war, denn er glaubte Ihm. Er benannte das, was noch nicht vorhanden war, als wäre es schon da. Das ist an die Kranken und Leidenden gerichtet, die Gebet wün- schen. Ungeachtet dessen, was eure Schwierigkeiten sind, welch eine Art von Krankheit ihr habt, wie schlecht es euch geht: wenn ihr Chri- stus und Sein Wort annehmt, dann benennt ihr die Dinge, die vorhan- den sind, als seien sie nicht da, wenn sie im Gegensatz zum Worte Gottes sind. Gott sagt: "Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten. Wenn Gott das gesagt hat, dann ist es damit erledigt. Dann wollen wir unser Denken, unsere Hoffnung darauf setzen und han- deln, als wäre es bereits geschehen. Es ist mit dem Moment vollendet, wo wir es annehmen. Genauso ist es mit dem Heil. Wir glauben es, nehmen es an, glau- ben es in unserem Herzen, treten vor Gott und nehmen Christus als unseren persönlichen Retter auf und an. Sollte heute morgen ein Sün- der hier sein, jemand, der noch nicht gerettet ist, und du bist krank und möchtest geheilt werden, suche zuerst den HErrn. Nimm Ihn als deinen Retter an, dann wird auch die Heilung der Krankheit erfolgen. Legt alles, was es auch sein mag: euer ganzes Denken, den ganzen Menschen auf Jesus Christus, so wird alles gut werden. Haltet das im Gedächtnis fest. Diese wenigen Worte habe ich um der Kranken und Leidenden willen gesagt. Heute morgen werde ich jedoch über die Gemeinde und ihren Zustand sprechen. Ich weiß zwar, daß göttliche Heilung etwas Wunderbares ist, doch als ich in Shreveport war, hatte ich nur drei, höchstens vier Heilungsgottesdien- ste in 11 Tagen. Es ist notwendiger, zu den Seelen der Menschen zu predigen, als all zuviel Zeit für göttliche Heilung zu verwenden. Natürlich kann Gott die Menschen, die krank und bedürftig sind, trotzdem heilen. Es ist auf der ganzen Welt bestätigt worden, daß Er es tut. Die Hauptsache aber ist jetzt die Seele, die nie stirbt. Der Leib wird sterben. Doch die Seele wird nie sterben, und wir müssen sie mit Gott im Einklang halten. Ich habe es oft gesagt: Ich möchte alles getan haben, denn wenn ich an jenem Morgen am Fluß ankomme, will ich keine Schwierigkei- ten haben. Ich möchte meine Fahrkarte in der Hand halten und dar- auf warten, daß mein Name aufgerufen wird. Wie Paulus damals und wie Bruder Creech möchte ich sagen können: "Ich kenne Ihn in der Kraft Seiner Auferstehung", damit ich, wenn Er von den Toten her- ausruft, aus dem Staub der Erde hervorkomme. Ich möchte Ihn in der Kraft Seiner Auferstehung kennen. Jetzt wollen wir für einen Moment unsere Herzen und Häupter vor Ihm, dem Autor des Buches, beugen. Gott, unser Vater, wir kommen jetzt zu Dir und bitten Dich dar- um, uns Dein Wort zu öffnen. Wir können zwar die Seiten aufschla- gen, doch nur der Heilige Geist kann es uns aufschließen. Öffne es uns an diesem Morgen, Vater, und gib uns überschwenglich aus der Fülle Deiner Gnade. Wir harren auf Dich. Möge der Heilige Geist in das Wort kommen und es durch menschliche Lippen den Herzen der Menschen austeilen. Möge Er es nehmen und so in jedes Herz hinein legen, wie wir es benötigen. Wenn die Gottesdienste zu Ende sind und wir in unsere Heime zurückkehren, werden wir unsere Häupter neigen und Dir Dank und Preis darbringen für all das, was wir von Dir gehört haben und was Du für uns getan hast. Im Namen Christi bitten wir darum. Amen. Wir werden jetzt aus dem Wort lesen. Ihr alle, die ihr eure Bibel mithabt, schlagt mit mir das 1. Kapitel im Johannes-Evangelium auf. Die anderen können sich die Stelle notieren. Wir lesen diesen Text im Wort und wollen beten, daß uns der Heilige Geist die Zusammenhän- ge im Wort schenkt. Wir und jeder, der dazu imstande ist, kann es le- sen, doch nur Gott kann die Zusammenhänge hervorbringen. Der Text kann gelesen werden, denn er steht in Seinem Worte, doch den Zusammenhang muß Gott schenken. Laßt uns jetzt aus Johannes 1, von Vers 28 bis 32 lesen. Dies ist in Bethanien geschehen jenseits des Jordans, wo Johannes sich aufhielt und taufte. Am folgenden Tage sah er Jesus auf sich zukommen; da sagte er: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: ´Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn Er war eher da als ich.' Ich selbst kannte Ihn nicht, aber damit Er Israel offenbart wurde, deshalb bin ich gekommen, ich mit meiner Wassertaufe." Weiter legte Johannes Zeugnis ab mit den Worten: " Ich habe gesehen, daß der Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabschwebte und auf Ihm blieb. " Ich will den letzten, den 32. Vers noch einmal lesen: Weiter legte Johannes Zeugnis ab mit den Worten: "Ich habe gese- hen, daß der Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabschwebte und auf Ihm blieb. .." Möge der HErr dem Wort Seine Segnungen hinzufügen. Ich möch- te, daß ihr versucht, jedes Wort aufzunehmen. Könnt ihr mich auch dort hinten gut hören? Gut. Hört ihr mich auch dort? Wenn ja, dann hebt eure Hand. Das ist gut. Heute morgen möchte ich zu euch wie in einem Gleichnis reden, damit auch diejenigen, die sonst nie zur Gemeinde kommen, es erfas- sen können. Wir kommen zur Gemeinde, um besser zu werden. Wir kommen, um bessere Menschen, bessere Christen, bessere Bürger, bes- sere Väter, bessere Mütter, bessere Nachbarn zu werden. Wir kom- men, weil Christus uns sagte, daß Er bei uns sein wird, wenn wir kommen, und daß Er uns gewähren wird, worum wir in Seinem Na- men bitten, wenn nur zwei oder drei sich in Seinem Namen versam- meln. Was könnte größer, was könnte besser für uns sein, als zu wis- sen, daß wir heute hier im Gottesdienst versammelt sind, um besser zu werden und damit wir ein größeres Verständnis bekommen? Wie viele würden sagen: "Dazu bin ich hier."? Laßt es mich sehen. "Ich möchte ein besseres Verständnis." Wir können kein besseres Ver- ständnis haben, es werde uns denn gegeben. Wenn wir ein besseres Verständnis über Gott haben wollen, muß es aus dem Wort Gottes kommen. Denn das Wort wurde uns von Gott gegeben, um unsere hungrige Seele zu speisen. Der Heilige Geist ist dazu gesandt worden, damit Er das Wort Gottes nimmt und uns damit speist. Begreift ihr das? Der Heilige Geist wurde von Gott gesandt, um das Wort zu neh- men und es uns so auszuteilen, wie wir es benötigen. Ich bin so froh, daß Gott eine solche Vorsorge getroffen hat, daß Er uns ernährt. Ihr nicht auch? Wir sind die Schafe Seiner Weide. Wir werden gleich ein wenig über das Schaf sprechen. Wir sind ein dreifaches Wesen Gottes, und wenn Er die völlige Herrschaft über uns bekommt, kann Er uns führen und leiten. Es hat Gott gefallen, Jesus, als Er Ihn auf die Erde sandte, als ein Tier darzustellen. Dieses Tier war das Lamm. Ganz am Anfang, im Garten Eden hat Gott als Vorschattierung auf das Kommen Jesu stell- vertretend ein Lamm geopfert. Es war ein Hinweis darauf, daß Christus kommen würde. Ich habe mich oft gefragt, weshalb Gott ein Tier dazu nahm, um Christus vorzuschattieren. Doch wir werden gleich feststellen, daß Er das Lamm deshalb wählte, weil es das sanfteste und gutmütigste von allen Geschöpfen auf Erden ist. Es gibt nichts gutmutigeres, sanfteres und unschuldigeres als ein Lamm. Es ist nicht imstande, sich selbst zu erhalten. Es ist nicht überheblich, sondern ein sanftes, gutmütiges kleines Geschöpf. Als Gott der Welt Christus versinnbildlichen wollte, stellte Er Ihn als Lamm dar. Als Gott, der Vater, Jehova' sich vom Himmel her kundtat, stellte Er sich in dem gutmütigsten und sanftesten aller Vögel, die am Him- mel fliegen, dar, und zwar in der Taube. Es gibt keinen sanftmütige- ren Vogel als die Taube. Ich habe das Leben der Vögel und des Wil- des studiert und herausgefunden, daß die Taube im Vergleich zu je- dem anderen Vogel, der am Himmel fliegt, einzigartig ist. Die Taube ist liebevoll. Eine Taube ist sanft. Eine Taube hat keine Galle. Sie ist die einzige in der Vogel-Familie, die keine Galle hat. Deshalb sieht man die Taube niemals irgendwo anders als dort, wo es Getrei- de und Samenkörner gibt. In der Arche war auch eine Taube. Wir begegnen der Taube an vie- len Stellen der Bibel. Sie ist ein Symbol für den Heiligen Geist. Auch das Lamm ist vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung an vielen Stel- len der Bibel, wo Christus dargestellt wird, zu finden, und ebenso die Taube. Im 1. Buch Mose wird uns berichtet, daß die Taube mit in der Ar- che war. Sie saß dort mit all den anderen Vögeln des Himmels auf einer Stange. Auch ein Rabe, eine Krähe war darunter. Die Krähe ist einer der gemeinsten Vögel, die es gibt. Die Krähe und der Eichelhä- her sind die gemeinsten Vögel, die es gibt. Die Krähe lebt sehr lange. Man sagt, daß sie manchmal sogar zwei-, dreihundert Jahre alt wird. Ein Papagei lebt noch länger. Die Taube jedoch ist ein Vogel, der keine Galle hat. Die Krähe kann dasitzen und Aas fressen. Eine Taube aber werdet ihr nie in der Nähe von Aas sehen. Sie hält es dort nicht aus. Sie kann den Gestank in ihrer Nase nicht ertragen. Er würde sie krank machen. Sie kann einfach nichts Verdorbenes, Verwestes ertragen. Sie kann es nicht er- tragen, deshalb kann sie es auch nicht essen. Wenn sie davon äße, würde die Taube sofort sterben, denn die Galle unterstützt den Ma- gen bei der Verdauung der Speisen. Weil aber die Taube keine Galle hat, die diese Funktion ausüben könnte, würde sie davon sterben. Deshalb werdet ihr die Taube immer nur dort finden, wo etwas Rei- nes, etwas Gesundes ist. Die Krähe ist anders. Beachtet, die Krähe ist ein Sinnbild auf einen Heuchler. Die Krähe kann auf totem Aas sitzen und soviel davon fres- sen, wie sie will, und dann auf das Feld fliegen und auch Weizen fres- sen. Die Taube aber kann nicht einfach, nachdem sie Weizen gegessen hat, zu dem toten Aas fliegen. Ein Mensch kann ein Heuchler sein und beides essen: die geistli- chen, die guten Dinge, und auch die schlechten Dinge. Doch ein wirk- lich wiedergeborener Christ kann keine verkehrten Dinge tolerieren. Er kann nur von den guten Dingen essen. Beachtet das! Wenn ihr je- manden seht, der Tanzen geht, der ausgeht und sich betrinkt, der in Sünde lebt und dann zur Gemeinde kommt und vielleicht genauso jauchzt wie ein Geheiligter - was ist er dann? Ein Aasfresser! Er kann beides essen: das Verdorbene und das Gute. Doch ein wirkli- cher Christ kann solche Dinge nicht mehr tolerieren, denn er ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen. Es würde ihn unverzüglich so sehr verurteilen - allein schon der Gedanke daran verurteilte ihn so sehr, daß er sein Angesicht abwenden und weggehen würde. Oh, welch ein Bild! Das Lamm ist ein sehr gutmütiges kleines Ding. Es ist völlig hilflos. Es ist nicht selbstsicher, denn es kann sich selbst nicht helfen. Vor langer Zeit, als ich noch auf Patrouille gehen mußte, kam ich einmal über eine Weide und fand dort ein Lamm. Die anderen waren alle weg. Es hatte sich im Stacheldraht verfangen. Dort lag das arme klei- ne Ding. Es blutete und blökte. Ich kam dort vorbei und sah, daß et- wa eine halbe Meile weiter eine Schafherde war. Es wäre dort liegen- geblieben, und die Krähen hätten bald damit begonnen, ihm die Au- gen auszuhacken, wenn ich es nicht von dort herausgeholt hätte. Ich befreite das kleine Ding aus dem Stacheldraht und nahm es auf mei- ne Arme. Es wehrte sich überhaupt nicht, sondern blieb ganz ruhig liegen. Ich nahm es auf meine Arme. Vielleicht war es das erste Mal daß es von menschlichen Händen berührt wurde, doch es war ganz ru- hig. Es ließ sich leiten. Es ließ sich helfen. Ich hoffe, ihr begreift das. Es war willig, versuchte nicht, Widerstand zu leisten, auszuschlagen oder zu beißen. Lämmer schlagen nicht aus; sie beißen auch nicht. Sie demütigen sich einfach. Ich trug dieses kleine Ding bis zur Schaf- herde und setzte es dort ab. In wenigen Minuten hatte seine Mutter es gefunden! 0 wie glücklich es war! Wie charakteristisch ist das für das Lamm Gottes! Ihr wißt ja, daß dort, wo die Schafe geschlachtet werden, eine Zie- ge die Schafe zur Schlachtbank führt. Die Ziege führt die Schafe den Gang entlang bis zum Schlachthaus, und wenn sie die Schafe bis da- hin gebracht hat, springt sie zur Seite. Doch man sagt, sobald die Ziege geschlachtet werden soll, gibt es ein "Mordsspektakel". Genauso ist es mit dem Teufel. Er wird versuchen, die Kinder Got- tes in das Schlimmste hineinzubringen. Wenn aber die Zeit kommt, daß er sterben soll, dann macht er ein "Mordsspektakel". So tut es der Teufel. Dasselbe ist manchmal mit einem modernen Mädchen oder mit einem wichtigtuerischen Jungen, der mit einer Packung Zigaretten oder einer Flasche Whisky ein Mädchen, ein solches Lämmchen, auf den verkehrten Weg bringt. "Ach, es ist schon gut! An all dem frommen Zeug, wovon in der Gemeinde gesprochen wird, ist doch nichts dran!" Wenn aber dann der Tod nach diesem Jungen greift, hört ihn die ganze Umgebung jammern und schreien. Auf diese Weise tut es der Teufel. Ein Lamm jedoch ist so sanftmütig, daß es sich leiten läßt. Aus die- sem Grund stellte Gott Christus als Lamm und sich als Taube dar. An dem Tag, als Johannes Jesus im Jordan taufte, ereignete sich dort eines der gewaltigsten Dinge, die je geschehen sind. Genau dort ge- schah es. Gebt acht, wie wunderbar das ist! Das Lamm, das sanftmü- tigste unter allen Geschöpfen auf Erden, und die Taube, der sanftmü- tigste Vogel unter dem Himmel, begegneten sich. Nur deshalb konnten sie sich vereinigen. Es war der einzige Grund, weshalb die Taube auf das Lamm herabkommen konnte. Bevor die Taube herabkam, blickte Johannes Jesus an und sagte: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." Dann legte Johannes Zeugnis ab mit den Worten: "Ich habe gesehen" daß der Geist Gottes wie eine Taube her- abschwebte und auf' Ihm blieb." Hallelujah! Da habt ihr es! Die Tau- be und das Lamm vereinigten sich. Das war, als Gott und Mensch eins wurden. Das war, als Himmel und Erde sich umarmten. Hallelujah! Es geschah, als Gott Fleisch wurde; als Gott aus der Geistesgestalt herabkam, Mensch wurde und unter uns wohnte. Da umarmte sich die ganze Ewigkeit! Da wurde die gefallene Menschheit, die Nachkommenschaft Adams, mit Jehova-Gott und den Engeln verei- nigt, als Gott und Mensch an diesem bedeutenden, denkwürdigen Tag, an dem Johannes Jesus taufte, eins wurden. Was wäre wohl gewesen, wenn dort ein Wolf gestanden hätte? Die liebliche, gurrende Taube hätte niemals auf den Wolf herabkommen können. Was gibt es Schöneres, als am Abend das Gurren von Turteltauben zu hören, die sich in der Nähe niedergelassen haben? Als ich meine Frau und das Baby verloren hatte, wollte ich niemanden wissen las- sen, was ich tue. Ich setzte mich oft in mein altes Auto, fuhr die Stra- ße zum alten "Walnut Ridge" Friedhof hinauf, setzte mich dort an einen Baum und blickte auf das Grab. Ich konnte mich einfach nicht an den Gedanken gewöhnen, daß sie nicht mehr da waren. Ich ertrug es fast nicht mehr. Mein acht Monate altes Kind lag dort. Oh, wie sie ihre Händchen immer nach mir ausgestreckt hatte! Wenn ich mit mei- nem Mund irgendwelche Geräusche machte oder etwas zu ihr sagte, gurrte sie und streckte ihre kleinen Händchen nach mir aus. So setzte ich mich immer an den Baum, besonders zur Abendzeit. Dort war meist eine Taube im Busch, die dann zu gurren anfing. Einmal kam mir der Gedanke, ob es wohl die unsterbliche Seele meines Kindes sein könnte, die zurückgekommen war und auf diese Art versuchte, zu mir zu sprechen? Es gibt nichts Lieblicheres als das Gurren einer Taube. Wie zärtlich sie ist! Sie überbringt Botschaften. Sie will Frie- den bringen. Steht einmal früh am Morgen auf und geht hinaus zu dem kleinen Wäldchen in der Nähe meines Hauses und seht selbst, wie beruhigend es ist, den Tauben zuzuhören, die auf dem hohen Baum dort sitzen und einander zugurren! Neulich sah ich bei Bruder Cox eine Taubenmutter mit zwei Jun- gen. Sie saßen ganz oben auf dem Dach des Gebäudes, so daß keine Katze sie erreichen konnte. Die Taubenmutter fütterte die Jungen. Dann flog sie mit ihnen hinunter in einen Baum. Dort blieben sie den ganzen Tag aneinandergelehnt sitzen, diese beiden sanftmütigen, jun- gen Täubchen, liebkosten sich und gurrten einander zu. Die Taube ist solch ein lieblicher Vogel. Ich dachte dabei an Gott, der ja als Taube dargestellt wird, und wie Er sich nach der Liebe Sei- ner menschlichen Geschöpfe sehnt. Gott möchte geliebt werden. Gott will euch lieben. "Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben." Gepriesen sei der HErr. Gott will Seine Liebe erweisen. Deshalb mußte Er etwas schaffen, das geliebt werden kann. ER mußte etwas schaffen, das wie Er sanftmütig ist. Es mußte etwas sein, das geliebt werden kann. ER mußte etwas erschaffen, das Sein Wesen hatte. Etwas, das nicht eurem Wesen entspricht, könntet ihr nicht lieben. Liebe verbindet sich mit Liebe. Ein Mann und seine Frau müssen sich lieben, wenn sie etwas erreichen wollen. In der Familie muß einer den anderen lieben, wenn sie etwas erreichen wollen. Etwas, das ge- liebt werden kann! Ihr sucht überall, bis ihr ein Mädchen findet, das eure Frau wird, die ihr liebt. Sie sucht, bis sie einen Mann findet, den sie lieben kann. Auch Gott sucht, um eine Seele zu finden, die Er lieben kann. Des- halb hat Er sich hier auf Erden als sanftmütige Taube und als sanft- mütiges Lamm dargestellt. Wenn das Lamm auch nur für einen Au- genblick die Natur eines knurrenden Wolfes angenommen hätte, wäre die Taube sofort weggeflogen; sie hätte sich entfernt. Das Lamm hat keine hohe Meinung von sich. Wenn ein Lamm ver- loren ist, ist es hoffnungslos verloren. Ein Schaf findet nicht zurück. Das ist der Grund, weshalb eine Ziege es in den Tod führen kann. Ein Schaf, das sich verirrt hat, findet den Weg zurück nicht mehr. Deshalb hat Gott uns mit Schafen verglichen. Wenn wir verloren sind, sind wir verloren. Wir haben keine Möglichkeit, von allein zurückzu- finden. Das einzige, was wir tun können, ist, uns dem Hirten der Her- de zu überlassen. ER führt uns. Wie ich bereits sagte, vereinigten sich das Lamm und die Taube. Sie wurden eins. Beachtet, wie die Taube dann das Lamm, den Sohn Gottes, leitete. Wie sanftmütig war Er, obwohl Er wußte, daß Er zur Schlachtung geführt wird! Wie sanftmütig war Er. Nie versuchte Er, von sich selbst aus etwas zu tun. ER versuchte nicht, eigenmächtig zu handeln, sondern sagte: "ICH tue nichts von Mir selbst aus, sondern nur was der Vater Mir zeigt, denn der Vater wohnt in Mir." Das Lamm hat noch eine andere Eigenschaft: Es gibt bereitwillig seine Rechte preis. Gott möchte, daß wir Lämmer sind. Dochsooft wollen wir unsere Rechte nicht preisgeben, nicht aufgeben. Viele von euch sagen: "Ich habe doch Rechte, Bruder Branham!" Das stimmt, doch seid ihr bereit, eure Rechte preiszugeben? Seid ihr willig, eure Rechte aufzugeben, damit Gott euch leiten kann? Da stimmt es mit der Mehrzahl unserer Gemeinden heute nicht: die Sanftmut des Lammes Gottes fehlt. Wir sollen Lämmer sein, sind aber alles andere als ein Lamm geworden. Das ist der Grund, weshalb die Taube, der Heilige Geist davonfliegt und uns verläßt, sobald wir diese Einstellung annehmen. Wenn das Lamm Gottes nur ein einziges Mal wie ein Wolf geknurrt oder etwas getan hätte, was die Sanftmut der Taube nicht erlaubte, wäre die Taube davongeflogen. Schon im nächsten Moment wäre sie nicht mehr da gewesen. Die Antwort auf die Frage, was mit der Pfingstgemeinde heute los ist, lautet: weil wir ein anderes Wesen angenommen haben. Wir haben ein Wesen angenommen, das seine Rechte geltend macht: "Wir tun, was wir für richtig halten." Wir werden arrogant und feindselig. Wir werden gleichgültig. Wir lassen Zorn und Selbstsucht herein. Wenn die Zeit dafür da ist, muß das Lamm seine eigene Wolle, die ihm gehört und auf die es ein Recht hat, weggeben. Die Wolle gehört ihm, und doch nimmt man das Lamm, legt es auf den Tisch, bindet seine Füße fest. Es schlägt nicht um sich. Es macht kein Geschrei. Man nimmt ihm seine Rechte einfach, weil es ein Lamm ist. Es kann nichts dagegen unternehmen; seine Natur ist eben so. Doch kommt nur einmal einem Christen in die Quere, dann werdet ihr feststellen, ob er ein Lamm oder eine Ziege ist! Man merkt sofort, was er ist, wenn man ihm nur einmal in die Quere kommt. Das ist der Grund, weshalb unsere Gemeinden heute in dem Zustand sind, in dem sie sich befinden. Wir haben uns selbst als Lämmer Gottes bezeichnet. Die Frauen und die Männer aber haben auf jede Weise zu handeln begonnen, nur nicht wie Lämmer Gottes! Man sieht sie in Shorts auf der Straße, sie haben kurzes Haar, das über und über gekräuselt ist. Vor einigen Jahren hättet ihr sie nicht für Geld dazu bekommen, das zu tun. Dann wundert ihr euch, weshalb sich die Gemeinde in diesem Zu- stand befindet! Es kommt daher, weil ihr das Wesen eines Wolfes oder einer Ziege angenommen habt, anstatt sanft und gutmütig ge- blieben zu sein. Ihr sagt: "Das ist mein Vorrecht, Bruder Branham." Ich weiß, daß es euer Vorrecht ist. "Friseure schneiden das Haar. So- lange der Friseur Haare schneidet, habe ich das Recht dazu." Es stimmt. Das ist euer Vorrecht als Amerikaner. Seid ihr jedoch willig, es aufzugeben, um ein Lamm zu sein? Seid ihr willig, euch zu unter- ordnen? Ihr Frauen, wie seid ihr vor nicht allzuvielen Jahren die Straße entlanggegangen? Es ist schrecklich anzusehen, wie die Frauen heute gekleidet sind. Ich spreche nicht von Presbyterianern oder Methodi- sten, ich spreche von euch Frauen, die ihr an die Heiligung glaubt. Wie geht ihr auf die Straße? Ich habe vorne in meinem Auto ein kleines Kreuz hängen. Jemand sagte zu mir: "Billy' weißt du, daß dies ein katholisches Zeichen ist?" Ich fragte: "Wann haben die Katholiken das alleinige Recht auf das Kreuz erhalten?" Nie! Das ist kein Symbol des katholischen Glaubens, das ist ein Kennzeichen des christlichen Glaubens. Der Katholizismus ist ein Glaube an tote Heilige, an Maria oder sonst einen Verstorbenen, zu denen sie beten. Wir beten nicht zu Toten ; wir huldigen keiner Hl. Cäcilia und all den verschiedenen Heiligen. Das ist Katholizismus; was Spiritismus in einem hohen Ausmaß ist. Das Kreuz jedoch repräsentiert Ihn, der gestorben und auferstanden ist. Ich antwortete: "Ich habe es im Blickwinkel, wenn ich auf die Straße schaue. Vor etwa fünfundzwanzig oder dreißig Jahren, als ich fast erblindet war, habe ich Gott versprochen, auf das Richtige zu blicken, wenn Er meine Augen heilen würde." Weiter sagte ich: "Überall, wohin man schaut, sieht man Gottlosigkeit; halb bekleidete Frauen, nackte Frauen, die im Vorgarten liegen - überall. Ich aber blicke auf das Kreuz anstatt auf diese Dinge. Ich denke daran, was Christus für mich getan hat und wende mein Haupt von den Dingen ab, die vom Teufel sind." Hallelujah! Ihr Menschen, sagt nicht, das seien die Presbyterianer oder Katho- liken -- das sind die Pfingstler! Amen. Ihr sagt: "Ich habe das Recht dazu, Bruder Branham." Das stimmt, doch wenn ihr ein Lamm wärt, würdet ihr eure Rechte aufgeben. Wenn ihr euch aber so benehmt, fliegt der Heilige Geist, die sanfte Taube, sofort weg. Sie läßt sich durch euch nicht entehren. Nein, nein. Denkt niemals, daß ihr euch so benehmen könnt und trotzdem den Heiligen Geist behaltet. Das könnt ihr nicht! So sagt es die Bibel. Ihr müßt eure Rechte preisge- ben und könnt nicht sagen: "Alle anderen Frauen tun es auch." Und ihr Männer, ihr armseligen, verweichlichten Kreaturen ohne Rückgrat, es zeigt, woraus ihr seid, wenn ihr euren Frauen das gestat- tet. Deshalb habt ihr den Heiligen Geist nicht in dem Maß, wie ihr es bezeugt. Sonst würdet ihr Mann genug sein, sie irgendwie dahin zu bringen, daß sie sich wie eine Dame benimmt, so lange sie mit euch lebt! Amen. Das klingt altmodisch, scharf. Doch das ist genau das, was die Gemeinde heute braucht: eine altertümliche Wäsche des Hei- ligen Geistes. Danach müssen sie vom Heiligen Geist aufgehängt, ge- trocknet und gebügelt werden. Gewiß! In was für einen Zustand ist die Welt geraten! Wie sie auf die Stra- ße gehen, und wie sie sich benehmen! Am Mittwochabend steckt ihr euren Kopf in den Fernseher, anstatt zur Gemeinde zu gehen! Im ganzen Land gibt es kein Kind, das nicht wüßte, wer David Crockett ist. Und dann diese schmutzige Lüge, daß er mit drei Jahren einen Bä- ren getötet haben soll! Ihr wißt, daß es eine Lüge ist, und trotzdem laßt ihr zu, daß euren Kindern der Kopf mit solch einem Zeug vollge- stopft wird. Doch nicht ein Prozent davon weiß etwas über Jesus Christus. Diese Welt ist so verdorben. Dieses Land ist so absurd und weit von Gott entfernt, weil es den Heiligen Geist abgelehnt hat. Oh, man sagt: "Ich gehe zur Gemeinde und jauchze." Das mag sein. Doch wenn dieses sanfte Lamm Gottes sich nicht in eurem Her- zen niederläßt und in euch bewirkt, daß ihr in eurem Leben auf- räumt, ein anderer Mensch werdet und entsprechend handelt, wird es euch nichts nützen, Christ zu spielen. Ihr müßt es sein! Amen. Vor nicht langer Zeit kam ich in ein Haus, um einen Kranken zu besuchen. Dort war auch ein junges Mädchen. Da kam solch ein klei- ner "Oswald" herein. Den Hut hatte er schief auf dem Kopf. Er frag- te: "Mama, ist das Essen fertig?" Sie antwortete: "Liebling, wir hatten heute Vormittag keine Zeit, das Essen zu kochen." Sie sagte: "Ich mache dir ein Sandwich. Hier sind ein paar Orangen." Er ging hin, packte eine Orange, sah sie an, biß hinein und warf sie an die Wand, daß der Saft daran hinunterlief. Er sag- te etwas wie: "Wenn das alles ist, was du hier hast, dann gehe ich." Ich dachte: "0 Gott, der sollte nur fünf Minuten mir gehören!" Junge, dem würde ich das Fell gerben; so schnell könnte er gar nicht denken! Sie ab er standen da, betreten und eingeschüchtert. Was er ge- braucht hätte, war eine ordentliche alte Tracht Prügel. Wir brauchen wieder altertümliche Heime und Prediger wie früher, die hinter dem Pult stehen, die Wahrheit verkündigen und sie so darlegen, wie sie ist. Amen. Das ist wahr. Das Mädchen Mary stampfte mit dem Fuß, streckte ihre Nase in die Luft, warf zornig ihre Lippen auf, die sie mit dem Zeug von Max Factor rosa bemalt hatte, und ging aus dem Haus. Welch eine Schande! Wie ungehorsam die Kinder sind! Die Bibel sagt, daß sie so sein würden. Die Schrift sagt voraus, wie sie sein, wie sie sich beneh- men, wie sie handeln würden, und auch die Dinge, die jetzt in der Welt vor sich gehen. Das geschieht deshalb, weil sie den Heiligen Geist betrübt haben, bis Er sich zurückzog. Wie war es vor einigen Jahren? Wir werden in wenigen Tagen die erste Ausgießung des Heiligen Geistes in Amerika feiern. Es war vor fünfzig Jahren in einer Pfingstversammlung auf der Azusa Street in Los Angeles. Dort fiel der Heilige Geist zuerst, während die Men- schen versammelt waren. Als Christus unter diese Menschen kam, wurden sie so sanftmütig und friedfertig. Sie lebten ein göttliches Le- ben. Sie lebten ein aufopferndes Leben. Sie waren nachgiebig. Sie lie- ßen sich willig vom Heiligen Geist leiten. Sie kümmerten sich nicht darum, was die Menschen sagten, und waren gerne "altmodisch". Es machte ihnen nichts aus, als "verrückt" bezeichnet zu werden. Sie ließen sich willig vom Heiligen Geist leiten. Doch heute hat man eine Puderquaste und ein Kosmetiktäschchen und trägt Shorts, wenn man auf die Straße geht. Es ist eine Schande! Aber sie behaupten von sich, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein. Oh, es heißt: "Ich habe doch in Zungen gesprochen." Ja, der Teufel tut das auch. "Oh, ich habe gejauchzt." Der Teufel tut das auch! Der Teufel kann alles nachahmen, was von Gott kommt, außer der Liebe. Die Liebe kann er nicht nachahmen. Als ihr mit diesen Dingen begonnen habt, seid ihr zuerst ein wenig großzügiger geworden. Ihr habt begonnen, Kompromisse zu schlie- ßen. Dann entstanden in der Gemeinde kleine Gruppen und Cliquen. Der eine sagte: "Weißt du, der Pastor ist so und so." oder "Der Dia- kon ist das und das." Und schon habt ihr darauf gehört! Das ist der Grund, weshalb ihr so viele Schwierigkeiten habt: ihr fingt an, auf den Teufel zu hören, und habt euch am Knurren beteiligt, anstatt auf die sanfte Taube des Heiligen Geistes, die Taube Gottes, zu hö- ren, die euch leiten und führen, euch lieben und segnen würde. Wenn ihr zum ersten Mal einen dieser Wutanfälle bekommt, fliegt die Taube sofort weg. Das stimmt. Sie kann es nicht ertragen. Ihr Wesen ist anders. Oh, so etwas kann sie überhaupt nicht ertragen. Sie kann es nicht ertragen, wenn ihr über euren Nächsten sprecht. Das wird sie nicht hinnehmen. ER fliegt sofort weg und verläßt euch. ER hält es nicht mehr aus. Die Taube ist sanftmütig; die Taube ist gutmü- tig. Sie kann nichts ertragen, was ihrem Wesen nicht entspricht. Gott vermag in euch ein anderes Wesen zu schaffen, ihr Männer und Frauen. ER kann euch ein anderes Wesen geben. Ihr sagt: "Bru- der Branham, was können wir dabei tun?" Werdet einfach wieder ein Lamm. Es sind nur diese beiden Tiere, die sich zusammenschließen: das Lamm und die Taube. Die Taube kommt auf nichts anderes herab, als auf ein Lamm. Wenn ihr zu einer Ziege geworden seid, dann seht zu, daß ihr den alten Geist der Ziege loswerdet. Das stimmt. Wenn ihr zu etwas anderem geworden seid, zu einem Klatschmaul, so legt es ab. In einer Stadt predigte ich einmal so gewaltig, wie ich nur konnte. Tausende von Menschen waren dort versammelt. Ich gab den Altar- ruf und dachte, jede Art der Sünde mit einbezogen zu haben. Ich hat- te alles erwähnt, was man sich denken kann. An dem Abend ging nach dem Gottesdienst eine sehr vornehme Frau vorbei und sagte. "Nun, Bruder Branham, ich bin wirklich froh, daß du mich heute abend nicht gemeint hast." Ich dachte: "Sie muß ein echter Christ sein." Sie sagte: "Mich betraf das heute abend nicht." Ich antwortete: "Nun, ich bin sehr froh, das zu hören, werte Da- me. Du mußt dem Reich Gottes sehr nahe sein." Und sie tippelte davon. Eine andere Dame stand in der Nähe. Ich fragte sie: "Kennst du die Frau?" "j a." Ich meinte: "Sie muß ein echter Christ sein," Sie erwiderte: "Eines hast du heute abend nicht erwähnt, Bruder Branham, nämlich die Klatscherei. Sie ist die größte Klatschbase im Land." Da habt ihr es! Das ist es! Wenn ihr mit einem von diesen Dingen einverstanden seid, ob der Prediger es nun vom Podium aus erwähnt oder nicht - wenn ihr diese weltlichen Dinge seht und toleriert, seid ihr von Gott entfernt, und der Heilige Geist wird sich fernhalten. Das ist der Grund, weshalb die Versammlungen nicht mehr so sind, wie sie einmal waren. Das ist der Grund, weshalb wir heute morgen hier in der Kapelle nicht durch- dringen. Das ist der Grund, weshalb keine großen Zeltversammlungen mehr im Land stattfinden. Es ist deswegen, weil wir die sanfte Taube Gottes betrübt haben, so daß sie weggeflogen ist. So ist es. ER wird nicht mit uns sein, solange wir so gleich gültig sind, solange wir über jemanden herziehen und auf unserem Willen beharren. Ich möchte, daß ihr etwas beachtet: Das Lamm war ein stilles Lamm. Die Bibel sagt: "ER tat Seinen Mund nicht auf wie ein Schaf, das vor seinen Scherern stumm bleibt." ER tat Seinen Mund nicht auf. ER war kein Mensch, der Sein Recht forderte. Nein! ER gab Seine Rechte willig preis. ER war ein stiller Mensch. Doch wie suchen wir heute Streit! 0 ja. Es heißt: "Ich sage dir, wenn jemand es wagt, mir etwas zu sagen, dann gehe ich hin und packe ihn. Junge, den werde ich auseinandemehmen!" "Ich werde der alten Heuchlerin schon Bescheid sagen, wenn ich sie sehe. Warte nur ab, bis ich sie treffe! Preis sei Gott! Hallelujah!" Oh, oh. Da er- greift die Taube die Flucht und fliegt weg. Das stimmt. Solange ihr diese Einstellung habt, ist der Heilige Geist nicht mit euch. Schreibt es euch in euer Buch. Das wird Er nie tun. Der Heilige Geist wird ein- fach nicht dort bleiben, wo ein solcher Geist ist. Es muß der Geist eines Lammes, ein sanftmütiger Geist, sein, sonst bleibt Er nicht. Nur einen sanften, demütigen Geist wird der Heilige Geist leiten; etwas anderes gibt es nicht. Wenn irgend etwas aufkommt, beachtet ihr es gar nicht. Ihr geht einfach vorwärts. Doch im selben Moment, in dem Er sich abwendet wißt ihr, daß ihr abgewichen seid. Ihr wißt: Die erste Sünde begann damit, daß sich ein Mensch nur für eine Minute abwandte. Habt ihr das gewußt? Es steht in der Bibel. Eva wandte sich nur für einen Moment ab, um zu hören, was Satan zu sagen hatte. Er malte ihr dann solch ein schönes Bild, daß sie tat- sächlich glaubte, es sei die Wahrheit, und sie hörte auf ihn. Das einzige, was der Teufel erreichen will, ist, daß ihr euch nur für ein paar Minuten abwendet. Dann kann er das Bild malen, indem er sagt: "Nun, sieh her. Weißt du, Bruder, weißt du, Schwester, wenn das die richtige Art von Menschen wäre, dann würden sie das doch nicht tun. Wenn sie doch nur dies tun würden!" Er kann es euch so echt darstellen, daß es für euch die wirkliche Wahrheit wird. Natür- lich. Doch denkt daran: Es ist der Teufel. Es spielt keine Rolle, wie tief sie gesunken sein mögen, wie sehr sie in Sünde gefallen sind - es ist eure Aufgabe, den Arm um sie zu le- gen und sie durch die Liebe Gottes herauszuziehen. Wo wart ihr, als der Teufel euch im Griff hatte? Gott hat euch aus dem schmutzigen Sumpf herausgeholt. Das ist deine Aufgabe, mein Freund. Diese Welt hungert nach ein wenig Liebe. Ich möchte, daß ihr noch einmal an diesem kleinen Tier beachtet, daß es ein stilles Lamm war. Denn als Er geschmäht wurde, hat Er sich nicht gewehrt. ER brauste nicht auf, machte kein Geschrei, empörte sich nicht und wurde nicht wütend. Das alles tat Er nicht. Als Er ge- schmäht wurde, wehrte Er sich nicht. ER tat Seinen Mund nicht auf. Doch wenn jemand euch oder mir etwas tut, oh, dann blähen wir uns auf wie eine Kröte, die eine Bleikugel verschluckt hat, oder wie eine alte Gans. "Ich sage dir, wenn er mich noch einmal so beleidigt, gehe ich nie wieder in diese Gemeinde. Nein. Preis sei Gott! Hallelu- jah! Die Nazarener und die Heiligkeitspilger werden mich gern auf- nehmen. Hallelujah! Ich brauche mir das nicht länger gefallen zu las- sen." Nun gut, aber die Taube fliegt davon. Es heißt: "Weißt du was? Wenn dieser alte Heuchler in die Ge- meinde geht, dann gehe ich dort nicht mehr hin. Preis sei Gott. Dann nicht mehr!" Wenn dieser alte, knurrende Wolf euch packt, fliegt die Taube sofort davon und der Heilige Geist ist von euch gewichen. Dann wundert ihr euch, was mit euch ist. Ihr wundert euch, was mit der Gemeinde nicht stimmt. Ihr fragt euch, was mit euch los ist und weshalb ihr den Sieg nicht mehr habt, wie ihr ihn hattet. Weil euer Wesen anders geworden ist. Ihr seid eine Ziege geworden, anstatt ein Lamm zu sein. Ihr seid alles andere geworden als ein Lamm. Ihr müßt den wirklich sanften Geist haben. Der Heilige Geist soll mich leiten, wohin Er will. 0 Gott, ich liebe jeden Sünder, ganz gleich, wo er sein mag. Wenn das Herz eines Menschen diese Einstel- lung bekommt, dann seht ihr, wie in eurer Seele etwas geschieht. Ihr fragt: "Bruder Branham, gibtes dafür eine Lösung?" Ja! Wer- det einfach ein Lamm; das ist alles Ihr sagt: "Nun ja, Bruder Bran- ham.. . " An einem Abend traf ich in Shreveport eine junge Dame. Billy und ich gingen nach dem Gottesdienst in ein Lokal, um ein Sandwich zu essen. Dort kam eine hübsche junge Frau, bzw. ein junges Mädchen von etwa 20 Jahren hinein und setzte sich. Sie war nett gekleidet. Ich merkte, daß sie ständig herüberschaute. Ich aß einfach weiter. Nach einigen Minuten kam eine andere Dame herein, begrüßte sie und sprach mit ihr. Ich kannte sie: es war Schwester Davis. Sie und eine andere Dame vom Life Tabernacle, die ich ebenfalls kannte, kamen zu mir herüber, unterhielten sich mit mir und gingen dann weiter. Dann sagte die junge Dame, die gegenüber saß: "Bruder Branham, das war eine schöne Predigt heute abend." Ich sagte: "Guten Tag, Schwester. Vielen Dank." Ich fragte: "Bist du ein Mitglied des Life Tabernacle?" Sie antwortete: "Ja, das bin ich. Weißt du, Bruder Branham, eigent- lich hätte ich im Chor mitgesungen, aber sie haben dort so eine Be- stimmung. Meine Stimme ist viele Jahre lang ausgebildet worden", fuhr sie fort. "Ich habe Solos und vieles andere gesungen. Doch dort konnte ich nicht mitsingen, denn sie haben eine Bestimmung, daß keine Frau, die Make-up trägt, im Chor mitsingen darf." Ich sagte: "Preis sei Gott für das Life Tabernacle." Sie sprach: "Ich möchte dich darauf hinweisen, Bruder Branham, daß ich Christ bin." Darauf erwiderte ich: "Dann geh nach Hause, Schwester, und wa- sche dir das Gesicht, ganz gleich, womit." Ich sagte: "Willst du mir etwa sagen, daß du solch eine Kleinigkeit, wie das Make-up' zu einem Hindernis werden läßt?" Ich kann euch beweisen, daß es vom Teufel ist. Ich kann euch be- weisen, daß der Ursprung im Heidentum war. Wenn man es trägt, ist es ein heidnisches Zeichen. Ich bin gerade aus Afrika zurückgekom- men und war bei den Hottentotten im Urwald. Dort habe ich heraus- gefunden, woher das Tragen von Ohrringen und all das Zeug stammt; daß man sich Ketten um den Hals hängt und all die anderen Dinge. Woher kommt es? Von den Heiden. Die Bibel will nicht, daß ein Christ ein Heide ist. Auch ihr wollt doch keiner sein. Ich behaupte nicht, daß ihr Heiden seid, weil ihr es tut, doch wenn ihr das tut, gebt ihr euch das Aussehen eines Heiden. Es ist deshalb, weil euer Pastor euch nicht die Wahrheit gesagt hat. So spricht die Bibel darüber. Ihr sagt: "Bruder Branham, wenn ich kurzes Haar trage, dann ist es kühler und angenehmer." Das stimmt zwar, doch wenn ihr langes Haar tragt, ist es noch kühler, wenn ihr das lange Haar nehmt und es richtig hochsteckt, daß euer Nacken frei ist. Wißt ihr, was die Bibel sagt? Daß ein Mann das Recht hat, seine Frau wegzuschicken und sich von ihr scheiden zu lassen, wenn sie sich das Haar schneidet. Sie zeigt dadurch, daß sie ihm untreu ist. Es steht in der Bibel. Lest in 1. Kor. 11 nach, ob es nicht stimmt. Eine Frau, die sich das Haar schneidet, entehrt dadurch ihr Haupt, welches der Mann ist. Und wenn sie unehrenhaft ist, sollte er sich von ihr scheiden lassen und sie wegschicken. Das stimmt! Doch seht, der Pastor sagt euch diese Dinge nicht. Aus diesem Grund tut ihr das alles. Die Bibel sagt es dem Mann. Vor nicht langer Zeit schrieb jemand und sagte darin: "Bruder Branham, es gibt für Frauen kaum noch andere Blusen zu kaufen, als diese aus Dacron und Nylon", oder was auch immer, "und es wäre doch richtig, wenn auch wir christlichen Frauen sie tragen würden." Ich antwortete: "Sieh her, Schwester, hier ist etwas dazu zu sagen. Eines könnt ihr wirklich tun: wenn man keine anderen kaufen kann, dann näht sie euch selbst. Es gibt immer noch Nähmaschinen zu kau- fen." Ich sagte: "Das drückt schon in sich selbst etwas aus. Eure Ta- ten und eure Handlungsweise zeigen, was in euch ist. Das ist der Grund für all das Knurren, Streiten, Verleumden und das, was in der Gemeinde vor sich geht. Das ist es, wodurch eine Ge- meinde zugrunde gerichtet wird. Es ist ein Beweis dafür, daß der Teu- fel in euch hineingekommen ist, und auch, daß der Heilige Geist euch verlassen hat. Ich weiß, daß euch das ganz ordentlich "einheizt"' doch dazu ist es auch gedacht. Das sollte es tun. Zu dem Zweck wird es gesagt; nicht, weil ich schlau sein oder klug handeln will, sondern um euch zu zeigen, wo die Schwierigkeit liegt, denn eines Tages muß ich dastehen und Rechenschaft für euch ablegen. Euer eigenes Tun und Handeln beweist, was ihr seid. Wenn ihr noch etwas von dem al- ten Zorn habt, der wegen jeder Kleinigkeit aufbraust, wenn ihr hin- ausgeht und euch so benehmt, kritisiert und vulgär seid, dann beweist das, woher es kommt. Dann gibt es nur eins: Schafft das Ding hinaus, und die Taube kehrt in euer Herz zurück. Als die Taube aus der Arche wegflog, war sie außerhalb. Aber sie kam wieder zurück und klopfte an die alte Tür, bis Noah sie einließ. Der Heilige Geist ist hier. Der Heilige Geist möchte hereinkommen. Aus diesem Grund ist der Heilige Geist heute hier. ER hat euch nicht für immer verlassen. Die Taube befindet sich irgendwo dort draußen auf einem Baum. Sie ist bereit, zurückzuflie- gen und wieder in euch hineinzukommen, um euch die Liebe, den Frieden und die Freude wiederzugeben, wie ihr sie hattet. Gewiß ist das so. ER ist bereit, es zu tun. ER möchte es tun. ER sehnt sich da- nach; aber ihr gestattet es Ihm nicht. Ich spreche jetzt nicht zu den Fremden. Ich weiß nicht, was euer Pastor euch sagt. Ich spreche zur Branham-Kapelle. Ich spreche nicht zu euch Menschen aus anderen Kirchen. Ich spreche zu denen, die in diese Kapelle kommen. So ist es mit uns hier. Deshalb ist die Taube fortgeflogen. Irgend jemand beginnt mit einer Kleinigkeit in der Gemeinde, und schon geht es los: "Ist das wirklich so? Hat er das getan? Das kann doch nicht sein!" Sofort fliegt der Heilige Geist weg. ER kann diese Art von Geist nicht ertra- gen. Solange die Lammesnatur euch verlassen hat, ist auch der Heili- ge Geist nicht da. Das stimmt. Genau das trifft auf heute zu. Deswe- gen sind die Menschen in dem Zustand, in dem sie sich jetzt befin- den, denn sie haben den verkehrten Geist in ihr Herz und in ihr Le- ben gelassen. Aus diesem Grund ist alles so. Die Bibel sagt sogar, daß es deshalb so viele Kranke und Schwache unter uns gibt. Es ist um solcher Dinge willen. Wir müssen sanftmütig sein. Wir müssen friedfertig sein. Wir müssen ein Lamm sein, damit die Taube bei uns bleiben kann. Denkt daran: Die Taube wird kommen. Man sagt: "Oh, Bruder Branham, sage mir nicht, daß ich den Heiligen Geist nicht empfangen habe. Hallelujah! Es geschah an jenem Abend dort. Oh, als Er hinein- kam, ging ich froh davon." Gewiß war Er das. "Oh, ich empfand so gut. In mir war ein Gefühl, daß ich jedes Vögelchen vom Baum her- unternehmen, an mich drücken und liebkosen hätte können. Den Menschen, der mir das Schlimmste antat, hätte ich in die Arme nehmen und drücken können. Oh, Bruder Branham, was ich da empfand!" Gewiß, das war der Heilige Geist. Doch ihr begreift, weshalb Er nicht bleiben konnte. Damals wart ihr ein Lamm. Als ihr jedoch zum Wolf wurdet, mußte Er davonflie- gen. Es lag nicht an der Taube. Ihr habt es verursacht, als ihr einen solchen Geist in euch aufnahmt. "Habe ich das getan, Bruder Bran- ham?" Ja, als ihr begonnen habt, auf das Geschwätz zu hören, als ihr auf die Lüge hörtet, als ihr sagtet: "Ich habe das Recht dazu!" Ihr habt überhaupt kein Recht! Ihr seid mit dem teuersten Preis, mit dem Preis des kostbaren Blutes des Sohnes Gottes, erkauft wor- den. Ihr habt keine Rechte. Hallelujah! Das einzige Recht, das ihr habt, ist, zu dem Born zu kommen, der mit dem Blut gefüllt ist, das aus den Venen Immanuels floß. Wenn der Sünder sich in diese Flut taucht, wird er von Schuld und allen Flecken rein. Jawohl! Das einzi- ge Recht, das ihr habt, ist, euren eigenen Willen Gott zu geben. Von da an übernimmt dann Er die Leitung. Darin liegt die Ursache für vie- le eigenartige Dinge. Wenn der Heilige Geist sich an einen bestimmten Ort begeben will, und Er spricht: "Dies ist nicht richtig. Beende die Versammlungen. Gehe dorthin.", dann beende ich sie, Bruder, und gehe weiter. Das stimmt. Denn ihr müßt vom Heiligen Geist geleitet werden, und die einzige Möglichkeit, vom Geiste Gottes geleitet zu werden, besteht darin, sanftmütig zu bleiben und nicht zu meinen, sehr viel zu wissen. Oh, ihr denkt: "Ich weiß sehr viel." Ja, euer Gehirn ist voll be- schäftigt und kann doch nicht von sich aus arbeiten. Ihr kennt all die Bücher, wißt all die Antworten, könnt vielleicht sogar Griechisch und Hebräisch, habt aber keinen Platz, wo die Taube sich niederlas- sen kann. Doch ihr wißt alles. Deshalb kann die Taube euch nicht lei- ten, eben weil ihr zuviel wißt. Das Lamm stellt nicht den Anspruch, etwas zu wissen. Jemand an- ders muß es leiten. Glory! Das ist es. Es weiß nichts. Amen! Das einzige, was ich weiß, ist, daß Christus für mich starb, um mich zu retten. Durch Kalifornien kam ein Mann, der ein Schild auf seiner Brust trug. Darauf stand: "Ich bin ein Narr für Christus." Auf seinem Rük- ken trug er eines mit der Aufschrift: "Wessen Narr bist du?" Das ist die Frage. Werdet zum Narren für die Welt, damit der Heilige Geist euch leiten kann, denn die Söhne und Töchter Gottes werden vom Heiligen Geist geleitet. In Römer 8, 1 steht: "So gibt es also jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, . . . die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist", die nicht wie ein Wolf wandeln, sondern der Taube folgen. Amen. Doc pflegte zu singen: "Fülle meinen Weg jeden Tag mit Liebe, während ich mit der himmlischen Taube wandle laß mich stets mit Gesang und einem Lächeln dahingehen. Fülle meinen Weg jeden Tag mit Liebe." Was für ein friedlicher Tag wird es für die Branham-Ka- pelle, für jede andere Gemeinde, bzw. jeden anderen Menschen wer- den, wenn sie ihre Rechte preisgeben, um ein Lamm zu sein. "Worauf kommt es an, Bruder Branham?" Werdet wieder ein Lamm, werdet wieder sanft, kommt wieder da- hin, daß ihr nichts mehr wißt, kehrt um und ordnet euch wieder Christus unter. Versucht nicht, etwas zu wissen. Wandelt einfach sanft, still, demütig und freundlich, dann wird die Taube euch leiten. Sofern ihr jedoch auf Geschwätz hört, sofern Zorn in euch aufsteigt, sofern ihr zu denken beginnt, daß ihr das Recht habt, dies und jenes zu tun, fliegt die Taube sofort davon und entfernt sich. Dann ist sie nicht mehr mit euch. Heute morgen ist sie nicht fern, Gemeinde. Sie, sitzt ganz in der Nähe auf dem Zweig des Friedens und wartet darauf, daß euer Wesen anders wird. Amen. Heute müßt ihr all eure Rechte preisgeben, euch von Gott hinlegen und alle Rechte von euch abscheren lassen. Amen. Könnt ihr euch ein Lamm voller Wolle vorstellen? Sie stellt seine Rechte dar. Natür- lich. Es stöhnt nur, ist vollkommen ergeben und wird einfach auf den Tisch gelegt und geschoren. Sie wissen, was das Beste für das Schaf ist. Wie kühl es ist und wie erleichtert es wieder laufen kann, wenn man ihm all seine Rechte genommen und es ganz geschoren hat! Oh, es ist so glücklich, springt umher und hat eine herrliche Zeit. Jawohl! Das bekommt ihr, wenn ihr eure Rechte preisgebt. Doch ihr müßt auf sie verzichten, euch vom Wort Gottes alles Weltliche abscheren und alle weltlichen Gewohnheiten von euch nehmen lassen, dann werdet ihr zu einer neuen Schöpfung in Christus. Vor einiger Zeit sprach ich in Afrika zu einem alten Geheiligten. Er sagte: "Bruder Branham, ich weiß, du glaubst an das Übernatür- Ich antwortete: "Gewiß, mein Bruder." Er sagte: "Vor Jahren bildete ich mir ein, ich wäre jemand. Ich glaubte, ein wirklicher Christ zu sein. Doch dann geschah etwas in unserer Gemeinde. Um dorthin zu gelangen, mußte ich mein Auto anhalten und einen Hügel hinaufsteigen." Er sprach: "Ich mußte einen etwa drei-, vierhundert Meter hohen Hügel hinaufsteigen und dabei um Büsche usw. herumgehen. Dort oben hatten wir immer Ge- betsversammlungen. Ich dachte, daß ich wirklich ein echter Christ wäre. Ich kannte die ganze Bibel. Ich habe hebräisch gelernt und konnte jedes Wort richtig aussprechen. Alle kamen zu mir, und ich konnte mit ihnen über die Bibel sprechen. Ich wußte, wovon ich sprach." Er erzählte weiter: "An einem Abend ging ich wieder hinauf zum Gottesdienst. Es gab so viele Streitigkeiten in unserer Gemeinde. Es hatten sich Grüppchen gebildet, die alle gegeneinander waren. Du weißt ja, wie sie entstehen. Ich antwortete: "Ja." Er sagte: "Auf meinem Weg den Berg hinauf, während ich dahin- ging, wurde ich mir dessen bewußt, daß mir jemand folgt. Und ich dachte," sagte er, "daß ich etwas warten würde, bis derjenige mich eingeholt hätte. Dann könnten wir uns ein wenig unterhalten, wäh- rend wir hinaufgehen." Es ist eine gute Sache, wenn man ein wenig wartet. Er erzählte weiter: "Während ich weiterging, kam ein Mann den Berg herauf. Er hatte ein Bündel auf seinem Rücken, das größer war als der Mann selbst. Er keuchte und rang nach Luft, machte nur ganz kleine Schritte und kämpfte sich so vorwärts. Ich sprach ihn an: ,Freund, kann ich dir nicht helfen, diese Last den Berg hinaufzutra- gen?' ,Nein,' antwortete er, ich muß sie tragen.' " Er sagte: "Ich schaute dann seine Hand an und erkannte, daß ich eine Vision sah, denn Er hatte die Wundenmale an Seiner Hand. Da fiel ich nieder und fragte: ,HErr, trägst Du die Sünden der ganzen Welt in diesem Bündel? ER antwortete: ,Nein, es sind nur deine, die Ich den Berg hinauftrage, damit auch du hinaufkommst. , " Genauso ist es. Wenn wir nur richtig hinsehen, begreifen wir, daß Er unsere trägt. Bewirkt das nicht, daß ihr euch sehr gering fühlt? ER nimmt unser böses, grausames Herz, damit wir es schaffen. Vor einiger Zeit war ich jagen. Ihr wißt ja, daß ich sehr gern jage. In der Umgebung lebte ein böser Mensch. Er war wirklich ein schlech- ter Kerl. Er machte sich immer über mich lustig, weil ich weder die Muttertiere noch ihre Jungen schoß. Ich sagte: "Das ist brutal. War- um verhältst du dich nicht wie ein echter, anständiger Jäger und er- legst nur die alten Böcke und die Tiere, die schon so alt sind, daß sie getötet werden können? Die hat Gott uns übergeben. Laß doch die Jungen und Mütter in Ruhe." Er erwiderte: "Ach, du bist doch nur feige, Prediger!" Ständig sagte er mir solche Dinge. Ich sagte ihm: "Schau, wenn ich wirklich hungrig wäre und eins der Jungen haben möchte, dann, glaube ich, würde Gott es mir gestat- ten. Doch nur, um damit prahlen zu können, schieße ich sie nicht!" Er hätte einen ganzen Wagen volladen können. Er hatte sich nämlich eine Pfeife gemacht, mit der er den Schrei eines Kitzes nachahmen konnte. Eines Tages waren wir zusammen im Revier. Ich schämte mich für ihn und sagte: "Ich an deiner Stelle würde mich schämen." Wenn er konnte, tötete er acht bis zehn Kitze hintereinander. Er tat alles mögliche, um damit angeben zu können. Er nahm nur die besten Teile davon und ließ den Rest liegen. Ich sagte: "Du solltest das nicht tun." "Ach", erwiderte er, "ihr Prediger seid einfach feige." Eines Tages versteckte er sich, nahm diese Pfeife und blies damit, und es klang, als würde ein Junges schreien. Als er das tat, hob eine wunderschöne Ricke ihren Kopf und trat hervor. Man konnte sehen, wie sie mit ihren großen, braunen Augen aufmerksam umherblickte. Sie war erschrocken und blickte umher. Der Jäger ergriff sein Gewehr und legte an, um die Ricke zu erschießen, Sie sah den Jäger. Doch wißt ihr, sie beachtete das Gewehr überhaupt nicht, denn ihr Junges hatte ja gerufen. Sie schaute nach dem Jungen aus, das in Not war. Was für ein Ausdruck von Mütterlichkeit und Mutterliebe angesichts des Gewehres! Sie stand doch dem Tod gegenüber und blickte gerade- wegs in die Gewehrmündung! Wißt ihr ,das war so gewaltig, daß es so- gar ihm naheging, und er warf sein Gewehr hin! Dann rannte er zu mir, packte mich am Arm und sagte: "Billy, bete für mich, ich habe genug davon." Das geschah, als er den Heldenmut der Mutter sah. Oh, wenn die Welt die Liebe Gottes und Seine Tapferkeit in unse- rem menschlichen Herzen kundwerden sieht! Was wird das für ein Unterschied sein, wenn wir die Taube Gottes in unser Herz kommen lassen, damit sie uns sanftmütig und demütig macht! Dort in jener Waldlichtung stand ich da, betete für diesen Burschen und führte ihn zum HErrn Jesus. Von da ab war er ein guter, anstän- diger Jäger. Gewiß, er dachte, daß er das Recht hätte, zu tun, was er wollte. "Sie befinden sich in meinem Revier und fressen nach Herzenslust mein Gras ab." Ich sagte: "Das stimmt. Doch es ist unmenschlich, das zu tun." Ihr müßt auf eure Rechte verzichten. 0 Gott, sei uns gnädig, daß wir es tun. Früher, vielleicht vor hundert Jahren, lebte im Südwesten der Ver- einigten Staaten ein wirklich guter Christ. Sein Name war Daniel Curry; ein feiner Mensch; ein gottesfürchtiger, geheiligter Mann; ein echter Christ; ein Mann, der bei allen Leuten hoch angesehen war. Er war solch ein feiner Mensch. Es gibt eine Geschichte über ihn, daß er gestorben, bzw. in Verzückung geraten ist und dann natürlich zum Himmel hinaufgehoben wurde. Als er das Perlentor erreichte, kam der Türhüter an den Eingang und fragte: "Wer bist du?" Er antwortete: "Ich bin der Evangelist Daniel Curry. Ich habe Tau- sende von Seelen für Christus gewonnen. Heute morgen möchte ich nun hier eingehen. Mein Lebensweg auf Erden ist zu Ende, und sonst gibt es keinen Ort, zu dem ich gehen kann." Auch an euch Sünder wird eines Morgens die Reihe kommen. Auch für dich, der du zurückgefallen bist, wird der Tag kommen. Auch du, der du den Heiligen Geist betrübt hast, so daß Er von dir wich, bist einmal an der Reihe. Du bist nicht mehr sanftmütig und liebevoll. Es ist Jahre her, seit du das letzte Mal geweint hast. Schon lange hast du dich nicht mehr geschämt; du hast jegliche Bescheiden- heit verloren. Gewiß! Doch eines Morgens wird es vor deiner Tür ste- hen. Weshalb läßt du nicht lieber den sanften Heiligen Geist ein wenn Er nun kommt und anklopft? Als Daniel Curry dort an das Tor kam, ging der Türhüter hinein denn er sagte: "Ich werde nachsehen, ob dein Name hier verzeichnet ist." Sie schauten überall nach, konnten seinen Namen aber nicht fin- den. "Nein," hieß es dann, "ein Daniel Curry ist hier nicht eingetra- gen. "Oh," antwortete er, "mit Sicherheit. Ich bin doch ein Evangelist und habe so viele Seelen für Christus gewonnen. Ich habe doch ver- sucht, das Richtige zu tun." Der Türhüter sagte: "Mein Herr, es tut mir leid, dir sagen zu müs- sen, daß der Name Daniel Curty hier nicht verzeichnet ist." Er sprach weiter: "Ich sage dir aber, was du tun kannst. Hier können wir uns deines Falles nicht annehmen. Doch wenn du Berufung einlegen willst, kannst du das vor dem Gericht am Weißen Thron tun; wenn du möchtest. Doch hier können wir dich nicht begnadigen, weil du hier nicht aufgeschrieben bist. Es gibt hier keine Gnade für dich. Möchtest du Berufung einlegen?" Er antwortete: "Mein Herr, was könnte ich sonst tun, als Berufung einzulegen ? " Die Antwort lautete: "Das kannst du vor dem Gericht am Weißen Thron tun.'' Daniel Curry erzählte, daß es ihm dann war, als ginge er anschlie- ßend etwa eine Stunde lang durch das All. Dann kam er an einen Ort, und es wurde immer heller und heller und heller. Je weiter er kam, so sagte er, desto heller wurde es. Es war hundert-, ja tausend- mal heller als die Sonne .Er sagte, daß er zitterte und bebte. Als er dann in das Licht hineinkam, hörte er eine Stimme: "Warst du auf Erden vollkommen?" Sie kam aus diesem Licht. "Nein", antwortete er zitternd' "ich war nicht vollkommen." Warst du zu jedem ehrlich?" Er antwortete: "Nein." und erzählte, daß ihm einige Dinge einfie- len, wobei er nicht ganz ehrlich gewesen war. "Nein, " sagte er, "ich war nicht ehrlich." "Hast du in deinem Leben immer die Wahrheit gesagt?" Er gestand: "Nein, ich erinnere mich an einige Dinge, wo ich ge- schwindelt habe. Ich habe nicht immer die volle Wahrheit gesagt." "Hast du je etwas genommen, das dir nicht gehörte, Geld oder et- was anderes, das dir nicht gehört hat?" Er erzählte, daß er sich auf Erden für gut gehalten hatte, doch dort wurde er überführt und bekannte: "Ich habe Dinge genommen, die mir nicht gehörten." Da hieß es: "Dann warst du nicht vollkommen." Er sagte: "Nein, ich war nicht vollkommen." Er erwartete jeden Augenblick, aus diesem großen Licht, in dem die Taube ruhte, wie einen Donnerschlag das Wort "verdammt!" zu hören. Doch da hörte er hinter sich eine Stimme, die lieblicher war als die Stimme einer jeden Mutter, die er je gehört hatte. Er blickte sich um und sah das lieblichste Angesicht, das er je gesehen hatte, lieblicher als das Angesicht einer Mutter. ER war es, und Er sagte: "Vater, Daniel Curry stand für Mich auf Erden ein. Es stimmt, er ist nicht vollkommen gewesen, doch er trat für Mich ein. Er stand für Mich auf Erden ein, jetzt stehe Ich für ihn im Himmel ein. Nimm all seine Sünden und lege sie Mir zur Last." Wer wird für dich an jenem Tage eintreten, Bruder, wenn du Ihn heute so betrübst, daß Er dich verläßt? Ich kann nicht mehr weiter- predigen. Laßt uns die Häupter neigen. Teurer Gott, teures sanftmütiges, demütiges, erniedrigtes, sterben- des Lamm. Die Vögel haben Nester und die Füchse Gruben, doch Du hattest keine Stätte, wo Du Dein Haupt hättest hinlegen können, ob- wohl Du der HErr der Herrlichkeit bist. Als Du geboren wurdest, hat- te man keine Kleidung für Dich. 0 Gott, was nützt mir dann meine Kleidung? Was nützt mir mein Auto? Was nützt mir ein schönes Heim? Was wird es mir an jenem Tage nützen? DU hattest keinen Freund; niemand wollte Dein Freund sein. Niemand schien zu Dir halten zu wollen. DU sprachst, daß Du an jenem Tage sagen würdest: "ICH bin hungrig gewesen, aber ihr habt Mir nicht zu essen gegeben. ICH war ohne Kleidung, aber ihr habt Mich nicht bekleidet." Was wird uns all das, was wir haben, an jenem Tage nützen, HErr? Laß uns für Dich eintreten, den Allwissenden und Allmächtigen. 0 Gott, wir hören den Ruf der Taube, die ihre Schwingen in diesem großen Licht ausgebreitet hat, das durch die ganze Ewigkeit strahlen wird. DU wohnst im Licht. Dort muß ich allein stehen; ohne meinen Bruder, meinen Pastor, meine Mutter, meinen Vater, meine Frau und meine Kinder. 0 Gott, was werde ich dann tun? HErr, was werde ich dann tun? Es könnte schon sein, bevor die Sonne heute abend untergeht. Doch was werde ich dann tun? Was kann ich tun? 0 Christus, ich stehe jetzt für Dich ein. Ich treffe heute meine Entscheidung. Ich werde all mein Gerede über andere Menschen aufgeben. Ich werde meinen ganzen Zorn preisgeben. Ich werde all meine Differenzen aufgeben. Ich werde alles preisgeben. Schere mich, HErr. Nimm alles, was ich habe. Nimm mich hin, HErr. Ich möchte an Deinem Platz stehen. Ich möchte ge- schoren werden. Ich möchte, daß alle Selbstsucht, aller Stolz, alle Gleichgültigkeit, daß einfach alles von mir genommen wird. Dann möchte ich für Dich einstehen als ein geschorenes Lamm und willig jedes weltliche Vergnügen, alles, was als Vergnügen bezeichnet wird aufgeben: das Tanzen, die Partys, die unanständige Kleidung, das Make-up, den Lippenstift, den Nagellack und alle Gleichgültigkeit - alles, was weltlich erscheint. DU sagtest, daß wir nicht wie die Welt sein sollen, daß wir nichts mit der Welt zu tun haben sollen. "Kom- met aus ihr heraus!" 0 Gott! Hilf mir, HErr. Schere mich heute. Nimm mich wie ein Lamm und laß mich stumm sein, daß ich meinen Mund nicht öffne, nichts darüber sage, daß ich es einfach über mich ergehen lasse, geschoren zu werden. 0 Gott, wie ganz anders wird es dann sein. Ich erinnere mich dar- an, daß Du mich einmal geschoren hast, indem Du mir die Frau, mei- ne Tochter, meinen Vater und meinen Bruder nahmst. DU hast mich kahlgeschoren. Doch in meinem Herzen wußte ich, daß ich Dich lie- be. Wie hast Du mich gesegnet! Wie gut bist Du zu mir gewesen! Alles, was ich bin, was ich sein konnte, alles, was ich je sein werde - das bist Du, o Gott. DU bist es. Ich bekenne mein Versagen. Ich be- kenne alles, was ich je getan oder gedacht habe. Schere mich einfach, HErr. Ich möchte Dein Lamm sein. Nimm nicht nur mich an, HErr, sondern einen jeden, ein jedes Schaf, das heute morgen hier ist, und auch diejenigen, die Schafe sein möchten. Schere sie alle an diesem Morgen, HErr. Binde ihre Füße an die Pflöcke des Evangeliums. Möge der Heilige Geist sie jetzt zur Bu- ße leiten und sie erkennen lassen, daß sie Gott gegenüber gleichgültig waren. Möge Er alle Gleichgültigkeit, die ganze Welt und alle weltli- chen Dinge abscheren. Schneide heute morgen alles ab, HErr, damit wir als wiedergeborene Christen erfrischt und kühl vor Dir stehen. Gewähre es, HErr. Ich liebe Dich. Ich möchte gehen, ganz gleich, ob das Wetter heiß ist, ob mir danach zumute ist oder nicht. Ich möchte gehen, ich will für Dich einstehen, denn ich möchte, daß Du meine Verteidigung an jenem Tag übernimmst und sagst: "Er trat für Mich ein; jetzt trete Ich für ihn ein." 0 Gott, gewähre es heute. Während jedes Haupt geneigt und alle Herzen gebeugt sind, würde ich gerne wissen, ob heute morgen jemand hier ist, der erkennt, daß er versucht hat, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Du hast Dinge getan, die du nicht hättest tun dürfen und bist heute morgen willig, Dich vorn HErrn scheren zu lassen. Sage: "Mache mich zu einem wirklichen Lamm." Erhebt eure Hand, falls das zutrifft. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Bruder. Gott segne dich, Bruder. Ist noch jemand hier, der sagen möchte: "Schere mich, HErr. Ich stehe hier. Ich bin ein Schaf. Ich werde nicht einmal meinen Mund auftun. Ich möchte, daß Du alles Weltliche von mir abschneidest."? Gott seg- ne dich, Bruder. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Junge. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Schwester. "Schere mich, HErr." Schwester Gerti! Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Schwester. "Schere mich jetzt, HErr. Ich möchte all die Dinge der Welt aufge- ben. Ich möchte heute morgen meinen Stand für Dich einnehmen. Ich möchte als geschorenes Schaf dastehen. Ich möchte, daß all die Dinge der Welt von mir abgeschnitten werden. Ich möchte Dein Ei- gentum sein. Sei Du auch mein. Wirst Du mich annehmen, HErr, wenn ich jetzt meine Hand zu Dir erhebe?" Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, mein Herr. Gott segne dich. Gott segne dich, Herr. (Noch eine Anzahl erheben ihre Hände). So ist es recht. Seid ehrlich und sagt: "Ich möchte, daß Gott alles von mir nimmt, das Ihm nicht entspricht, jedes eigennützige Motiv, das ich habe, meine ganze Gleichgültigkeit. Ich möchte, daß Er mich heute morgen ganz schert. Ich möchte wie Er sein. Ich gebe nichts mehr darum, ob es meine Rechte sind oder nicht. Ich habe kein Recht, nur ein einziges: das ist, zu Ihm zu kommen. Für den Rest sorgt Er." Ist ein Sünder hier, der sieh noch nicht zu Christus bekannt hat, der noch nicht gerettet ist, und du möchtest, daß wir deiner heute morgen im Gebet gedenken? Dann hebe deine Hand, Sünder, Freund. Gott segne dich. Möchte noch jemand seine Hand heben und sagen: "Gedenke meiner, Bruder Branham, ich bin noch kein Christ und weiß nicht, wann meine Zeit kommt, daß ich Gott begegnen muß. Ich möchte, daß du mich in das Gebet mit einschließt, bevor wir jetzt zum Schluß kommen."? Wollt ihr die Hände heben, ehe ich für euch bete? ER sieht es. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Herr. Noch jemand? "Ich möchte so werden." Wie viele sind hier, die zurückgefallen waren? "Oh," sagt ihr, "das würde ich nicht zugeben, Bruder Branham." Doch sieh, wenn die Taube der Sanftmut von dir gewichen ist, Bruder, dann stimmt etwas nicht. Etwas ist nicht in Ordnung, wenn ihr einander nicht ertragen könnt. Wenn ihr nicht jedem Menschen aus der Tiefe eures Herzens vergeben könnt, ganz gleich, was sie getan oder gesagt haben, wenn ihr ihnen nicht aus dem tiefsten Inneren vergeben könnt, so hört, was Jesus sagte: "Wenn ihr einander die Übertretungen nicht von Herzen vergebt, dann wird auch euer himmlischer Vater euch nicht ver- geben!" Es ist ja sehr schwül. Was wäre, wenn Gott euch heute rufen wür- de? Der Born ist geöffnet; die Gemeinde ist bereit; der Heilige Geist befindet sich an der Giebelwand dieses Gebäudes und wartet darauf, herabkommen und euer Herz wieder einnehmen zu können, damit Er euch sanftmütig und friedfertig machen kann. "Was muß ich tun, Bruder Branham?" Einfach ein Lamm werden. Der Heilige Geist wird sofort herabkommen, wenn du ein Lamm geworden bist. Wenn ihr je- doch die falschen Motive und Absichten habt, wenn ihr euren eige- nen Willen durchsetzen wollt und nicht bereit seid, das alles preiszu- geben, dann wird der Heilige Geist niemals herabkommen. Während unsere Häupter geneigt sind, möchte ich euch eine Frage stellen, die ihr die Hände gehoben habt. Jesus sagte: "Wer Meine Worte hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen" (Joh. 5,24>. Wenn ihr jetzt zum Altar kom- und niederknien möchtet, so wollen wir zusammen beten, bis dieses liebliche, friedliche Gefühl, das ihr einmal hattet oder das ihr gerne haben möchtet, euch geschenkt wird. Kommt bitte, während wir unsere Häupter gebeugt halten und singen: "Ein heil'ger Born, gefüllt mit Blut." Kniet hier nieder und betet. Jeder, der kommen möchte, kann hier am Altar niederknien und beten. Ein heil'ger Born gefüllt mit Blut, aus Jesu Wunden floß; und wer sich taucht in diese Flut, ist alle Flecken los. Gott segne dich, Frau. Komm nur und knie nieder. Ihr habt eure Häupter gebeugt, und ich hoffe, auch eure Herzen. Wißt ihr, wer heute morgen als erstes den Gang entlangkommt? Das sollte euch beschämen. Es ist eine farbige Frau. Sie ist sehr arm, hat geschwollene Knöchel und graues Haar. Sie kommt hier zum Altar. Früher, während der Sklavenzeit, wurde einmal ein Farbiger geret- tet Er ging davon, und weil er gerettet war, sagte er seinem Herrn, daß er frei wäre. Der erwiderte: "Was bist du?" Er wiederholte: "Ich bin frei." Danach ließ er ihn wirklich frei. Jetzt kommen noch einige nach vorne, um das Heil zu empfangen. Betet alle. Betet ernsthaft, während der Heilige Geist an denen wirkt, die ihre Entscheidung getroffen haben. Der Besitzer fragte also: "Mose, hast du gesagt, du seiest frei?" "Jawohl, Boß. Ich bin frei." Darauf sprach er: "Wenn du wirklich frei bist, dann gebe auch ich dich frei. Gehe und predige das Evangelium." Als er sich auf das Sterben vorbereitete, kamen viele seiner weißen Brüder, um ihn zu besuchen. Als sie kamen, glaubten sie, er wäre be- reits im Koma. Doch er wachte noch einmal auf und sagte: "Ich dachte, ich sei schon hinübergegangen." (Gott segne dich, mein Bru- der, knie nieder.) Er sagte: "Ich dachte, ich wäre bereits hinüberge- gangen." Sie fragten: "Was hast du gesehen, Mose?" Er antwortete: "Als ich durch das Tor ging, sah ich Ihn. Ich stand da und schaute Ihn an. Dann kam ein Engel zu mir und sagte: ,Komm weiter, Mose. Du hast das Evangelium so viele Jahre gepre- digt, für dich liegt ein weißes Gewand und eine Krone bereit. , Er antwortete ihm: "Sage mir nichts von einem Gewand und einer Kro- ne. Ich will kein Gewand und keine Krone. Nur Ihn möchte ich an- schauen." Ich meine, diese Einstellung teilen wir. Vor einiger Zeit besuchte ich ein Museum bei Chicago und sah mir alles dort an. Da fiel mir ein alter Neger auf, der nur noch einen wei- ßen Kranz Haare auf dem Kopf hatte. Er ging dort herum und hielt seinen Hut in der Hand. Ich beobachtete ihn. Er sah irgend et- was an, wandte sieh auf einmal zurück, und Tränen begannen seine dunklen Wangen hinunterzulaufen. Er fing an zu beten. Ich beobach- tete ihn eine Weile. Dann schaute er wieder hinein und begann erneut zu weinen. Da ging ich zu ihm und sagte: "Mein Herr." Er antwortete: "Ja, weißer Freund. " Ich sagte: "Mir ist aufgefallen, daß du sehr ergriffen bist. Was hat dich so bewegt?" Er antwortete: "Wenn du meine Seite fühlen könntest! Meine gan- ze Seite ist verhärtet. Ich war nämlich früher ein Sklave", sagte er, "und in der Vitrine hier liegt eine bestimmte Kleidung." Ich antwortete: "Ich sehe die Kleidung, doch was ist daran so be- sonders?" Er antwortete: "Der Flecken darauf ist das Blut von Abraham Lincoln. Durch dieses wurden die Fesseln der Sklaverei von uns ge- nommen." Er fragte: "Weißer Mann, würde das nicht auch dich er- greifen?" Ich legte meinen Arm um seinen Nacken und sagte: "Gott segne dich, Bruder. Ich kenne ein anderes Blut, das mich bewegt." Er erwiderte: "Das Blut kenne ich auch, Prediger." Ich sprach: "ER hat die Fesseln der Sklaverei von mir genom- men." Einst machte ich am Sonntag Rennen und anderes mit und er- zählte schmutzige Witze. 0 Gott, wie konnte ich es nur tun? Noch immer trage ich die Narben von dem, was ich getan habe, in meinem Herzen. Doch ich bin froh, daß Er mir die Fesseln abgenommen hat. Jetzt ist alles vorbei. ER hat meinen Platz eingenommen. Vor einiger Zeit beobachtete ich eine Frau. Sie war so vulgär, daß ich sie beinahe verurteilt hätte. Doch Gott gab mir eine Vision. Da- nach betete ich für sie, denn ich hatte erkannt, daß meine Sündenge- nauso groß gewesen waren wie ihre. Ich ging hin, setzte mich zu ihr. Sie wurde beschämt, als ich ihr sagte, daß ich Prediger bin. Ihre bei- den Freunde waren auch dort. Sie war etwa fünfundsechzig bis sieb- zig Jahre alt. Auch ihre beiden Freunde knieten dort nieder, und sie alle übergaben Christus ihr Herz. Oh, was für ein Unterschied! Wollt ihr das nicht auch? Habt ihr so viel gesündigt, ist euer Herz an diesem Morgen so schwarz und verdorben, daß der Heilige Geist es nicht einmal berühren kann? Vielleicht ist die Taube für ewig wegge- flogen und für immer fort. Gott segne dich, Kind. Ein kleines Mädchen kommt nach vorne. Gott segne dich. Ihr sagt: "Das kleine Mädchen versteht es doch noch nicht." 0 doch! Sie hat nur noch nicht so viele Zeitschriften und Lie- besgeschichten gelesen wie ihr. Das ist der Unterschied. Sie ist noch zart. Jesus sprach: "Lasset die Kinder zu Mir kommen." Möchte noch jemand kommen, sich zu uns gesellen heute morgen? Der Zutritt zum Altar ist frei. Jetzt werden wir noch ein wenig sin- gen, danach beten wir für alle reumütigen Sünder, die Buße tun und ebenfalls im Gebet sind. Der Schächer, der am Kreuz verblieh, durft' dieses Borns sich freun. Da können Sünder, schnöd' wie ich von Flecken werden rein. Wollt ihr nicht jetzt kommen? Wollt ihr nicht kommen, ihr, die ihr es besser wißt? Die Bibel sagt: "Wer Gutes zu tun weiß, es aber nicht tut, für den ist es Sünde." Wollt ihr nicht kommen? Ihr wißt, daß ihr auf dem verkehrten Weg seid. Kommt doch, kniet hier am Altar nie- der und sagt Gott, daß es euch leid tut, wie ihr Ihn behandelt habt. Möge der Heilige Geist zurückkommen und euch wieder demütig, sanft und stille machen. Wollt ihr nicht kommen? Denkt daran, wenn ihr sterbt und Er von euch gewichen ist, dann wird niemand dort sein, der für euch eintritt. ER möchte, daß ihr euren Stand heute morgen für Ihn einnehmt. Gott segne dich, mein Bruder. Wir warten noch. Sind es wirklich nur fünfzehn aus der ganzen Ge- meinde, die sich tatsächlich verurteilt fühlen? Haben alle anderen ein friedvolles, demütiges, sanftmütiges und stilles Leben geführt? Dies ist die Leitung des Heiligen Geistes. Habt ihr allen vergeben? Habt ihr keine Feinde? Lebt ihr so, daß euch nichts mehr verurteilt, daß ihr keine Sünder mehr seid? Ihr führt kein Leben wie die Heiden, son- dern ein ganz anderes? Sieht euer Leben ganz anders aus? Thront der sanfte Heilige Geist in eurem Herzen, so daß ihr allen Menschen ge- genüber friedfertig' still und liebevoll seid? Alle eure Nachbarn und Bekannten wissen, daß ihr sanftmütige, stille und demütige Christen seid? Ist die Taube Gottes mit euch? Seid ihr sicher? Vielleicht ist das eure letzte Gelegenheit. Gott segne euch, die ihr hier am Altar seid. Ihr braucht jetzt nicht mehr gerichtet zu werden. Der Heilige Geist hat das Gericht über euch gebracht, und ihr habt nicht versucht, auf euer Recht zu po- chen, indem ihr sagtet: "Oh, ich bin lange genug Christ. Ich brauche nicht nach vorne zu gehen." Für einige von euch mag es das erste Mal sein, daß ihr zum Altar gekommen seid. "Ich kann ein Sünder blei- ben, wenn ich will. Das ist mein Recht." Ja, das stimmt. Ihr habt einen freien Willen. Ihr könnt handeln, wie ihr wollt. Doch heute morgen habt ihr eure Rechte preisgegeben. Ihr mögt denken: "Was werden die anderen sagen, wenn ich mich zum Christentum bekenne und zum Altar gehe? Was werden sie denken?" Doch wie denkt Gott darüber? ER hat euch gebeten zu kommen, und ihr seid gekommen. Ihr habt jetzt euer Recht aufgegeben, seid gekommen, damit der Hei- lige Geist heute Seinen Platz in eurem Herzen einnimmt. Ich weiß, daß Er es tun wird. Ich weiß, Er tut es. ER hat es verheißen. Es kann nicht ausbleiben, Er wird kommen. ER bittet und ruft, Er starb und tat alles, damit Er zu jemandem kommen kann. ER möchte zu euch kommen. In den Stunden eures Todes, wenn der Todesengel am Fußende eures Bettes sitzt, werdet ihr auf diese schreckliche Erscheinung se- hen, und es wird euch bewußt werden, daß ihr euch einmal geweigert habt, zu kommen. Dann wird eure Seele schwarz und verdorben sein, und ihr bekommt keine Gelegenheit mehr, ihr mögt noch so wei- nen. Esau versündigte sich und verscherzte den Tag seiner Gnade. Er bekam keine Chance mehr. Dann weinte er bitterlich und versuchte, es auf irgendeine Weise wiedergutzumachen, vermochte es aber nicht. Gott hatte ihn zum letzten Mal gerufen. Ihr habt all eure Rechte, all eure Freunde, all eure Gefühle - alles preisgegeben, um heute morgen hierherzukommen. Ihr habt eure Rechte preisgegeben, um hier niederzuknien und mit Gott zu reden. Ich sage euch aufgrund des Wortes des HErrn, welches Christus aus- sprach: "Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen." Tut jetzt Buße, während ihr hier am Altar seid, und sagt Ihm, daß es euch leid tut, getan zu haben, was ihr tatet. Der Grund, weshalb die Menschen den Heiligen Geist nicht emp- fangen, nachdem sie getauft worden sind, besteht darin, daß sie nicht gründlich Buße tun. Gott will Ihnen den Heiligen Geist geben. ER möchte, daß ihr demütig, sanftmütig und still seid. Aus demselben Grund steht ihr immer wieder mit der gleichen Selbstsucht in eurem Herzen auf. Oh, ihr mögt euch erheben und jauchzen, in Zungen re- den und dergleichen mehr. Das bedeutet noch nicht, daß ihr den Heiligen Geist habt. Ihr müßt als eine umgewandelte Person von dort aufstehen. Ihr müßt als sanftmütiger, stiller, demütiger Mensch, in dem der Geist Gottes wohnt, von dannen gehen. Dann könnt ihr am Ende des Jahres Rückschau halten und sehen, welche Fortschritte ihr gemacht habt und daß ihr fortwährend mehr Boden gewinnt. Das be- wirkt der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Sanftmut, Gütigkeit, Geduld, Glaube. Tut jetzt Buße und sagt Gott, daß ihr es jetzt möchtet; daß ihr wirklich gut sein wollt. Kleines Mädchen, du hier, tue das gleiche. Gott segne dich. Deine Mutter steht neben dir und hat ihre Hände auf dich gelegt. Diese alte, teure, farbige Schwester hier steht gebeugt vor dem Al- tar. Du hattest vielleicht nur Maisbrot und Grütze zu essen. Soviel ich weiß, mußtest du in einer Gasse wohnen, Schwester. Gott segne dein Herz; für dich ist heute morgen ein Palast in der Herrlichkeit bereit Vor dem Altar sehe ich auch eine Dame, deren Haar schon grau wird, daneben ist eine junge Frau mit gebeugtem Haupt und eine ge- setzte, weißhaarige Frau. 0 Gott, ich sehe auch verschiedene Männer hier knien. Tut Buße; sagt Ihm, daß es euch leid tut. Sagt Ihm, daß ihr es nicht mehr tun werdet. Durch Seine Gnade werdet ihr von heu- te an all eure Meinungsverschiedenheiten vergessen. Ihr möchtet sanft- mütig und stille sein. Ihr möchtet demütig sein und gehen, wohin Er euch leitet. Wenn Menschen euch etwas sagen, werdet ihr eure Rechte preisge- ben und nicht über euren Nächsten reden, selbst wenn es zu stim- men scheint. Wenn ihr sprecht, dann sprecht ihr über Jesus. Ihr wer- det nur das tun, was recht ist. Ihr werdet nicht mehr wie ein Mörder vorgehen. Ihr werdet nicht mehr hinausgehen, um euch auf den Un- schuldigen zu stürzen. Ihr werdet den kühnen Heldenmut eines ech- ten Christen sehen und danach verlangen, so zu sein wie er. Ihr wer- det keinem mehr zu sagen brauchen, daß ihr gläubig seid. Wenn ihr es seid, werden sie es merken und es daran erkennen, was ihr sagt. Ihr seid dann innerlich und äußerlich versiegelt. Demütigt euer Herz jetzt und tut Buße. Sagt Gott, daß es euch leid tut und ihr es nicht mehr tun werdet und daß ihr euch dessen schämt, wie ihr gehandelt habt. Danach werde ich für euch beten. Ich glaube, daß dann der Friede in euren Herzen einkehrt. Frieden wie ein Strom wird in eure Seele fließen. Vielleicht werdet ihr nicht jauchzen, viel- leicht nicht in Zungen reden, vielleicht nicht auf und ab springen; doch ihr werdet diesen Altar mit etwas in euch verlassen. Es wird et- was sein, das euch für euer ganzes Leben an das Kreuz verankert. Be- tet, wie ich es tue, und bekennt. Unser himmlischer Vater, als unwürdige Geschöpfe befinden wir uns heute morgen in diesem heißen Raum, in diesem "Schwitzka- sten", doch, 0 Gott, Du hast alles für uns ausgestanden. Der Heilige Geist ist herabgekommen und hat diese Menschen überzeugt, daß sie auf dem verkehrten Weg sind, daß sie gesündigt haben, daß sie in ihrem Geist rechthaberisch waren. Sie wurden feindselig, neugierig, zu Alleswissern, waren nicht bereit, Buße zu tun oder den Menschen zu vergeben, die ihnen etwas angetan haben. Sie waren nicht dazu bereit. Doch heute nahm der Heilige Geist das Wort Gottes, legte es sanft in ihre Herzen hinein und sprach: "Willst du nicht jetzt wieder dahin kommen, wo du warst, als du zum ersten Mal zum Altar kamst -- daß du jeden lieben kannst und daß du Mich mit unsterblicher Liebe liebst? Dann erhebe dich und komme zum Altar." Sie haben es getan, HErr. Ich bete jetzt, HErr, daß Du ihre Gedanken heiligst, daß Du ihr Herz heiligst und sie sanftmütig und friedfertig machst. Mögen sie jetzt von diesem Altar in ihre Heime zurückkehren, nachdem sie Bu- ße getan und Dir ihr Leben übergeben haben. Sagt: "Ich werde sanft wie eine Taube sein", ganz gleich, was geschieht; auch wenn sich euer Mann aufregt oder eure Frau, der Nachbar, jemand, mit dem ihr zu- sammenarbeitet oder mit dem ihr noch zu tun habt. Die Rache ist Dein: " ,ICH will vergelten!' spricht der HErr." Wir haben festgestellt, daß es so ist, HErr. Wir dürfen stille bleiben, sanft- mütig sein und zuschauen, wie Gott auf Sein Lamm herabkommt. Ganz gewiß. Der gute Hirte gab Sein Leben für sie. ER kam dann auf Seine Schafe herab. ER leitet sie. Wehe dem, der ihnen Ärgernis gibt! Wehe dem, der ein Wort gegen sie sagt! DU sagtest: "Es wäre besser für den Betreffenden, man würde ihm einen Mühlstein um seinen Hals hängen und ihn im Meer versenken, wo es am tiefsten ist." "Denn ih- re Engel schauen allezeit das Angesicht Meines Vaters im Himmel." "Denn was ihr einem von ihnen getan habt, das habt ihr Mir getan. 0 Gott, ich möchte sanftmütig sein. Auch ich lege mich heute morgen auf den Altar, und nicht nur heute, sondern jeden Morgen. Ich möchte stille und sanftmütig und so wie Jesus sein. Gewähre es, Vater. Hilf uns, von jetzt an so zu sein. Laß die unergründlichen Wo- gen der Liebe sich über unsere Seelen ergießen. Fried', herrlicher Fried' . . . Verspürt ihr Ihn jetzt in eurem Herzen? Hallelujah! Hallelujah! Schwester Gertie sagte: "Teile der ganzen Gemeinde mit, daß auch ich mich verurteilt fühle." Ihr Altar ist das Klavier. Weil sie am Kla- vier bleiben muß und nicht zum Altar kommen kann, sagte sie: "Tei- le der Gemeinde mit, daß sie für mich beten soll." Sie sitzt dort, und die Tränen fallen auf ihre Brille. Mein Altar ist das Podium. Auch ich habe Buße getan. Meine Bibel ist naß. 0 Gott! Fried', herrlicher Fried' . . . 0 Gott, wenn ich gegen irgend jemanden gesündigt habe oder ge- gen Dich: nimm es hinweg, HErr. Nimm die Sünde von meiner klei- nen Gemeinde weg. Wie viele spüren, daß Gott euch vergeben hat und daß die Taube des Friedens wieder in eurem Herzen ist? Sie kam gerade zurückgeflo- gen und nahm ihren Platz ein. Der Heilige Geist kehrte zurück und sprach: "Mein Kind! ICH wollte dich die ganze Zeit lieben. Doch du hast es nicht zugelassen. Mit deinem alten, selbstsüchtigen Geist kann Ich nicht zusammen wohnen. Doch nachdem du jetzt aufgegeben hast, bin Ich an diesem Morgen in dein Herz zurückgekehrt." Wie vie- le haben das so empfunden? Hebt die Hand. Hebt auch ihr um den Altar alle eure Hand. Jawohl! Oh, das ist fein. Wie viele in der Ver- sammlung spüren es auch? Hebt eure Hand. Unser himmlischer Vater, wir danken Dir für diese liebliche Zeit der Weihe. Es ist so, wie wenn man einen Apfel in die Hand nimmt und ihn solange drückt und klopft' bis er weich wird - so weich, daß ihn auch ein kleines Kind essen könnte. Das wünschen wir uns für un- ser Herz, HErr. Nimm es in Deine von Nägeln durchbohrten Hände, klopfe es und sage: "Kind, erkennst du nicht, daß du Mich verletzt hast? Du hast Mich verletzt, als du aufgebraust bist. Du hast Mir weh- getan und Mein Herz blutete für dich, Kind, wenn Ich sah, daß du dies oder jenes getan hast. Doch jetzt habe Ich dein Herz in Meiner Hand. ICH möchte es wirklich demütig machen. ICH möchte es so gestalten, daß Ich es gebrauchen und darin wohnen kann. ICH möch- te heute morgen zurückkehren und mich niederlassen. ICH möchte zurückkehren und Wohnung bei dir nehmen." Gewähre es, HErr, Wir lieben Dich. Gewähre es zu Deiner Ehre. Wir bitten im Namen Jesus. Amen. Zu sein wie Jesus . . Betet ihr nicht gerne so? Oh, meiner Seele ist es wohl. Wird euer Herz nicht ganz sanft, wenn ihr fühlt, daß Er auf die An- beter herabkommt? Mein Herz schlägt dabei schneller. Wollt ihr eure Hände erheben, während wir singen? Zu sein wie Jesus . . . Freunde, ich weiß, daß es heiß ist. Ich weiß es. Dennoch hoffe ich, daß ihr so empfindet wie ich. Ich fühle mich, als könnte ich fortflie- gen. Wie liebevoll ist Er! Was könnte ich tun? Wohin sollte ich gehen? 0 Gott, wohin gehe ich? Was ist mein Ziel? Was wird es sein? Wo werde ich in hundert Jahren sein? Was wäre, wenn ich Ihn nicht hätte? Gibt es einen anderen Zufluchtsort? Bruder Branham singt. Während ihr eure Häupter gebeugt habt, muß ich euch um etwas bitten. Irgend jemand ist hier, der dem heiligen Geist mißfällt. Es ist jemand, der gerufen wurde. Ich spreche im Namen des HErrn Jesus als Sein Prophet. Ich spüre, daß Sein Herz verletzt worden ist. Irgend jemand ist hier, der kommen sollte, der Ihm aber nicht gehorcht hat. Willst du nicht jetzt kommen? Bruder Branham singt. Jawohl, Schwester. Doch es sind noch einige. Mein ganzes Verlangen ist, sanftmütig und demütig zu sein. Wollt ihr jetzt nicht kommen? Gott möchte, daß ihr den Schritt tut. Es ist noch eine ganze Anzahl hier. Ich wußte, daß ihr kommen würdet. Gott segne dich. Gott segne dich. Gott segne dich. Das ist es. Das ist es. Ich blickte über die Ver- sammlung, und dort war der schrecklichste schwarze Schatten, den ich je gesehen habe. Jetzt ist der Heilige Geist hier; Er ruht jetzt auf mir. Der Heilige Geist war betrübt. Bruder Branham singt. Was tat Er? ER ging, wohin der Vater Ihn leitete. Gott segne dich, Bruder. Gott segne dich, mein Bruder. Ja, kommt nur und kniet hier nieder. Jetzt ist die Zeit da, ein Bekenntnis wie in alter Zeit abzulegen, alles zu bereinigen und in Ordnung zu bringen. Kommt. Ich spüre, daß noch mehrere da sind. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Frau. Gott segne dich. Gott segne dich. Gott segne dich. So ist es recht. Der Heilige Geist hat immer recht. Kommt. Das ist gut. Kommt einfach hierher. Bruder Branham singt. Oh, so ist es recht. Füllt ruhig die Gänge. Kommt und betet. Tut Buße; sagt Gott, daß es euch leid tut. Mehr braucht ihr nicht zu tun. Wollen nicht noch andere kommen? Gebt euch einfach einen Ruck und kommt. Was werdet ihr tun? Wer wird für euch eintreten; vielleicht schon heute abend? Wer wird für dich einstehen, wenn der Tod dir naht? Ganz gleich, was du getan hast, der Heilige Geist ist ganz in deiner Nähe. ER ist es, der möchte, daß ihr kommt. Tut Buße und sagt: "0 Gott, es tut mir leid. Ich wollte das nicht tun. DU wirst nicht für mich eintreten, wenn ich jetzt nicht für Dich eintrete. Ich möchte, daß Du für mich eintrittst und werde von heute an für Dich einstehen. Ich werde leben, wie es sich für einen Christen geziemt. Ich werde meine Wege ändern. Ich werde sanftmütig und stille sein. Ich werde jeden reden lassen, wenn er will. Ich werde ein- fach demütig und stille vor Dir leben." Es spielt keine Rolle, wie lan- ge ihr schon bekennt, Christ zu sein, zu welch einer Gemeinde ihr ge- hört. Das hat nichts damit zu tun. Kommt einfach. Gott segne euch. Gehe etwas weiter, Kind. Gott spricht jetzt zu euch. Wenn ihr glaubt, daß ich Sein Knecht bin: heute morgen sprach der Heilige Geist zu mir und sagte: "Gib den Altarruf. Dort sind viele." Dies ist der Tag; dies ist die Zeit. Es sind noch fünf oder sechs dort hinten, die wirklich kommen sollten. Denke daran, Bruder, Schwester, ich sehe euch jetzt an und sehe die- se dunklen Schatten über euch. Kommt lieber jetzt. Zu sein wie Jesus! Möchtet ihr nicht sein wie Er - freundlich, sanftmütig, still, demütig? Gott segne dich, junger Mann. Gott segne dich, Vater mit dem Kind. Gott segne dich, Schwester. Gott segne dich, Sünder-Freund. So ist es recht. Komm weiter, Schwester, komm weiter, du wirst noch einen Platz finden. Gott segne euch. Teure Schwester, du hast viel, wofür du dankbar sein kannst. Du warst ans Bett gefesselt, todkrank. Jetzt kannst du zum Altar gehen. Gott segne dein sanftes Herz. Der Heilige Geist spricht jetzt noch einmal. Tut Buße, schreit zu Gott, betet, wie es euch geschenkt wird. Ihr seid es, die gesündigt ha- ben, jetzt seid ihr es, die beten müssen. Sagt Gott, daß euch leid tut, was ihr getan habt. Beachtet diejenigen nicht , die um euch sind. Sagt einfach: "0 Gott, vergib mir. Ich hatte nicht vor, so zu sein. Ich möchte sanftmütig sein. Ich werde nicht mehr zornig sein und strei- ten." 0 Gott, wie liebe ich das. Himmlischer Vater, jeder, der reumütig hier am Altar ist, hat seine Knie gebeugt und betet. 0 Gott, möge der Heilige Geist auf die Mütter, Väter, Kinder, Nachbarn, Gemeindemit- glieder, Diakone, Kassierer herabkommen, 0 Gott, die heute morgen in diesem heißen Gebäude sind und wie in alter Zeit geformt werden, und ihnen den Frieden aussprechen. 0 Gott, ich möchte an jenem Tage dastehen und Dich freundlich sagen hören: "Ja, du bist nach vorne gekommen und hast deinen Stand für Mich ein genommen. Jetzt werde Ich für dich eintreten. Ich möchte, daß Du den Frieden in jedes Herz, das heute hier ist, hineinlegst, 0 Gott. Still und demütig bitte ich, daß Du es tust. Ich möchte, daß sie es so mächtig verspüren, wenn Du hineinkommst' daß dieses Gefühl sie von nun an nie wieder verläßt. Mögen Heime, mögen Menschen, möge heute alles neu wer- den, weil sich diese Menschen gedemütigt haben. DU sagtest: "Wenn das Volk, das nach Meinem Namen benannt ist sich demütigt und betet, dann werde Ich vom Himmel her hören." Ich weiß, daß Du es heute morgen tust, 0 Gott. Ich bitte um Vergebung für alle, die in ihrem Sitz geblieben sind, obwohl sie hätten kommen sollen. 0 Gott, sprich zu ihnen, und mö- gen sie solange keinen Frieden mehr auf Erden haben, HErr, bis sie die Entscheidung getroffen haben, zu kommen und alles mit Dir in Ordnung zu bringen. Gewähre es, HErr. Segne jeden einzelnen. Möge Deine Freundlichkeit und Deine Gnade für immer in jeder reumüti- gen und gebeugten Seele bleiben, die heute morgen hier in dieser Ge- meinde ist. 0 Gott und Vater, ich habe dieses auf Dein Gebot hin getan. Ich habe diese Menschen gerufen; sie haben ihren Stand eingenommen. DU sagtest: "Wer Mich vor den Menschen bekennt, den werde Ich vor Meinem himmlischen Vater und den heiligen Engeln bekennen." Viele von ihnen sind schon jahrelang gläubig, doch heute morgen ste- hen sie hier, um ihre Sünden zu bekennen und was sie Verkehrtes ge- tan haben. Sie waren nicht mehr liebenswürdig. Der Heilige Geist war von ihnen gewichen. Wie oft hatten sie dieses sanfte, liebliche, demü- tige Gefühl, das sie hätten haben sollen, nicht mehr! Viele von ihnen sind Sünder, die zum ersten Mal gekommen sind. Doch, Vater, sie möchten dieses herrliche Gefühl, diesen Frieden, der alle Vernunft übersteigt. Schenke es ihnen heute, HErr. 0 Gott, mö- gen sie alle lieblich und voll Deines Geistes sein. Mögen sie, wenn sie diese Stätte verlassen und in ihre Heime zurückkehren, ein anderes Leben führen, andere Menschen sein. Wir bitten darum im Namen Jesu Christi. Amen. "An der Quelle ist noch Raum." Steht auf, ihr am Altar, schaut auf zu Gott dem HErrn. Dreht euch um und drückt allen um euch herum die Hand. Jetzt werden wir noch einmal gemeinsam singen und einen Moment aufstehen, bevor der Heilungsgottesdienst be- ginnt. Bruder Branham singt. Welch ein Glaube! Erinnerst du dich daran, Bruder, als deine Frau einmal anrief, damit ich für dich bete? Ich ging sofort in den Raum, und der Heilige Geist sprach zu mir: "Fürchte dich nicht." Amen. Ist Er nicht Realität? Wunderbar! Preis sei dem HErrn! Mir ist danach zumute, den Sieg hinauszuschreien. Bruder Branham singt. 36 > [fold] 1