Geistesunterscheidung (Discernment of Spirit) gepredigt in Phoenix am 8. März 1960 Mit Sicherheit wissen wir, daß wir am Tage des Gerichts von Ange- sicht zu Angesicht dieser Generation gegenübergestellt werden. Wir als Prediger werden Richter sein, und die Menschen, zu denen wir gespro- chen haben, legen ihren ewigen Bestimmungsort durch ihre Einstellung zu dem Wort, das wir ihnen gebracht haben, fest. Deshalb, HERR, werden wir an jenem Tage Richter sein für oder gegen die Generation, der wir gepredigt haben. O Gott und Vater, wir bitten in Jesu Namen, laß uns nicht ein ver- kehrtes Wort sagen. Aber mögen wir aufrichtigen Herzens und offenen Sinnes sein, um Deine Dinge zu empfangen, damit wir nach dem heuti- gen Tage in der Lage sind, besser ausgerüstet auf unsere verschiedenen Arbeitsfelder zu gehen, weil wir Dir heute morgen begegnet sind. Ge- währe es, HERR. Mögest Du unser Redner, unser Ohr, unsere Zunge und unser Gedanke sein. Möge die Andacht meines Herzens, meine Gedan- ken, alles, was in mir und diesen meinen Brüdern und Schwestern ist, vor Dir angenehm sein, o HERR, damit wir so mit Deinem Geiste erfüllt und durchströmt wären durch Deine Gegenwart hier, daß der Raum -- nicht so sehr das Gebäude, in dem wir sitzen, sondern die Behausung, in der wir leben - zu einer Wolke der Herrlichkeit Gottes würde. Mögen wir heute morgen so mit dem Heiligen Geiste erfüllt von hier gehen, daß wir mehr als je zuvor bestrebt wären, diese Botschaft der sterbenden Generation, in der wir leben, zu bringen. Erhöre uns, HERR, und sprich zu uns durch Dein Wort, denn wir bitten es im Namen Deines Sohnes und unseres Erlösers, Jesus Christus. Amen. Ich möchte heute morgen eine Schriftstelle lesen, die wir in Psalm 105 finden. Ich möchte nur einen Teil lesen. Ich sehe, daß viele von euch, die diese Schriftstellen notieren, Prediger sind. Es ist gut, das Wort zu lesen. (Um wieviel Uhr ist der Gottesdienst gewöhnlich zu Ende? Unge- fähr um zwölf Uhr, sagt ihr? Danke.) Preiset den HERRN, ruft Seinen Namen an, macht Seine Taten unter den Völkern bekannt! Singt Ihm, spielet Ihm, redet von all Seinen Wundern! Rühmt euch Seines heiligen Namens! es mögen herzlich sich freun, die da suchen den HERRN! Fragt nach dem HERRN und Seiner Stärke, suchet Sein Ange- sicht allezeit! Gedenkt Seiner Wunder die Er getan, Seiner Zeichen und der Urteilssprüche Seines Mundes, ihr Kinder Abrahams, Seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, Sei- ne Erwählten! ER, der HERR, ist unser Gott, über die ganze Erde ergehen Seine Gerichte. ER gedenkt Seines Bundes auf ewig, des Wortes, das Er geboten auf tausend Geschlechter, des Bundes, den Er mit Abraham geschlossen, und des Eides, den Er Isaak geschworen, den für Jakob Er als Satzung bestätigt und für Israel als ewi-- gen Bund, da Er sprach: "Dir will Ich Kanaan geben, das Land, das Ich euch als Erbbesitztum zugeteilt!" Damals waren sie noch ein kleines Häuflein, gar wenige und nur Gäste im lande; sie mußten wandern von Volk zu Volk, von einem Reich zur an- dern Völkerschaft; doch keinem gestattete Er sie zu bedrücken, ja Könige strafte Er ihretwillen: "Tastet Meine Gesalbten nicht an und tut Meinen Propheten nichts zuleide!" Möge der HERR das Lesen Seines Wortes segnen. Ich habe mir einige Schriftstellen notiert, auf die ich vielleicht Bezug nehmen werde. Ich frage mich heute, wer der nächste Präsident sein wird. Wie ihr wißt, steht die Wahl kurz bevor. Wer wird für die nächste Amtszeit Prä- sident sein? Was, wenn ich es wüßte? Es gibt nur Einen, der es weiß, und das ist Gott. Und was wäre, wenn Gott mir offenbaren würde, wer der nächste Präsident sein wird, und ich stände hier in Phoenix und machte die Voraussage, daß Der-und-der der nächste Präsident der Vereinigten Staaten würde, und sie würden es in den Zeitungen berichten, und ich hätte den Nagel auf den Kopf getroffen? Es wäre vollkommen und wür- de genau so eintreffen, wie ich es gesagt hatte. Aber wozu wäre das gut? Wozu wäre eine solche Sache überhaupt gut? Die Zeitungen würden es publik machen, und wenn eine Person so etwas voraussagen würde, und es würde eintreffen, würden es vielleicht alle Zeitungen und Zeitschrif- ten bringen. Aber ihr wißt, daß Gott solche Dinge nicht tut. Gott benutzt Seine Kraft und Seine Gaben nicht für solche Torheiten. Wer immer Präsident werden soll, wird es werden, und es jetzt schon zu wissen, würde uns keinen Pfennig nützen, würde uns überhaupt nichts einbringen. Des- halb tut Gott solche Dinge nicht. Wenn ich eine derartige Voraussage machen würde, und sie träfe ein, und die Zeitungen und Wochenzeitschriften wären voll davon, würde es mir zur Ehre gereichen. Die Leute würden sagen: "Was für ein großer Prophet ist doch Bruder Branham! Er hat uns schon lange im voraus gesagt, wer Präsident werden würde." Ich würde geehrt. Aber Gott ist nicht daran interessiert, Dinge zu meiner Ehre oder irgendeines ande- ren Menschen Ehre zu wirken. ER ist daran interessiert, Dinge zu Sei- ner Verherrlichung zu wirken, etwas, das nützlich ist. Wie Paulus sagt: "Wenn wir in Zungen sprechen, und kein Ausleger ist da, was für einen Nutzen bringt es uns?" Wir verherrlichen uns, bzw. wir erbauen nur uns selbst. Doch das ist nicht das, was Gott tun will. Gott will sich verherrlichen. Wir dürfen nicht nur unsere eigene Auf- erbauung suchen, sondern daß Gott in allem, was wir tun, verherrlicht wird. Deshalb glaube ich, auch wenn ich heute morgen genau wüßte, wer Präsident wird und wann und mit wie vielen Stimmen er gewählt wird und alle Einzelheiten, wäre es von keinerlei Nutzen, es zu erzählen. Es wäre für mich das beste, darüber zu schweigen, selbst wenn ich es wüß- te. Ich würde nicht versuchen, es zu veröffentlichen, denn ich habe kei- nen Grund dazu. Es wird geschehen, und uns ist es eigentlich gleich, wer Präsident wird. Wenn Gott Seine Gaben gebraucht, benutzt Er sie zu Seiner eigenen Verherrlichung und zur Auferbauung Seines Volkes, Seiner Gemeinde, des Leibes Jesu Christi, und zur Auferbauung Seines Reiches. Aus die- sem Grunde gibt Er Seiner Gemeinde diese Dinge, deshalb setzt Er in Seine Gemeinde Lehrer, Propheten, Evangelisten, Hirten. Sie dienen zur Auferbauung der Gemeinde und zur Ehre Gottes. Der Prophet ist nicht dazu da, sich mit der Welt zu vermischen und zu versuchen, ein Ge- schenk zu erhalten wie Bileam oder um Kapital daraus zu schlagen. Wenn er ein Prophet ist, ist es seine Aufgabe, der Gemeinde die Offenba- rung Gottes zu bringen und sich von den Dingen der Welt fernzuhalten. Alles geschieht zur Ehre Gottes. Ich glaube, daß es für uns als Prediger gut ist, unserem Auftrag treu zu sein angesichts der Dinge, die heute in der Welt vor sich gehen. Gott hat uns geboten, die Geister zu prüfen und zu unterscheiden. Ich glau- be, das ist eine große Lektion für die heutige Gemeinde, den Geist jeder Sache zu prüfen, Geistesunterscheidung zu haben. Ich denke, wir soll- ten unter keinen Umständen jemanden aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Denomination beurteilen oder gemäß der Gruppe, mit der er sich versammelt, ob Methodisten, Baptisten, Presbyterianer, Pfingstler, oder was immer sie sein mögen. Niemals sollten wir jemanden aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer Denomination richten. Wir sollten ihn immer nach dem Geist beurteilen, den er hat -- seht, nach dem Geist. Ob er zur Spät- oder Frühregenbewegung gehört, beim inneren, äußeren oder gar keinem Regen ist, wie immer es auch sein mag, wir beurteilen ihn nicht danach, sondern nach seinem Geist. Wir sollen die Geister unterscheiden. Achtet darauf, was jemand in seiner Gesinnung hat, was er durch die Gabe, wie groß sie auch sein mag, erreichen will. Ich möchte heute morgen dieses der Gemeinde nahebringen: wenn ihr euch auch in den verschiedenen Denominationen befindet, bildet ihr dennoch zusammen die Gemeinde des lebendigen Gottes. Ich möchte euch klar machen, daß wir eigentlich nicht getrennt sind. Wir sind ver- schieden geformte Steine, aber alles zur Ehre Gottes. In der heutigen Zeit hört man vieles betreffs der Gaben. So viele Leu- te beurteilen andere nach der Gabe, die sie haben. Ich glaube, daß es echte Gaben sind. Ich glaube, daß das, was wir geschehen sehen, von Gott gegebene Gaben sind. Aber wenn wir sie nicht in der richtigen Wei- se gebrauchen, so wie es Gottes Absicht ist, dann richten wir mit Gaben mehr Schaden an als ohne. Vor kurzem machte ich auf dem Podium den Ausspruch, daß ich lieber die brüderliche Liebe in der Ge- meinde sehen würde, als daß Heilungen oder etwas anderes ge- schehen. Seht, wir müssen erkennen, wofür diese Dinge da sind. Wenn ein Mann mit einer großen Gabe kommt, ganz gleich ob er zu unserer Denomination oder zu einer anderen gehört, beurteilt ihn nicht nach der Konfession, von der er kommt oder wie er sich kleidet, sondern achtet auf das, was er durch diese Gabe zu erreichen versucht, welche Absicht er hat. Sollte er versuchen, seinen Einfluß geltend zu machen, um sich selbst darzustellen und sich einen großen Namen zu machen, dann hätte ich Geistesunterscheidung genug, um zu erkennen, daß das verkehrt ist. Ganz gleich, welch großer Lehrer er ist, wie mächtig, wie intellektuell er ist oder wie seine Gabe wirksam ist, wenn er nicht ver- sucht, den Leib Christi aufzuerbauen, würde eure eigene Geistesunter- scheidung euch sagen, daß das verkehrt ist. Ungeachtet dessen, wie voll- kommen richtig es scheint, es ist verkehrt, wenn es nicht dem Leibe Christi dient. Vielleicht hat er eine große Gabe, die Leute anzuziehen durch große intellektuelle oder geistliche Kraft, vielleicht versucht er, durch die Gabe Ansehen zu gewinnen und sich einen großen Namen zu machen, so daß andere Brüder zu ihm aufschauen als zu einer großen Persönlichkeit. Das wäre verkehrt. Vielleicht will er eine Sache aufziehen, um alle an- deren von der Bildfläche zu verdrängen, so daß nur er und seine Gruppe zu sehen ist. Auch das ist verkehrt. Aber wenn er eine Gabe Gottes hat und versucht, den Leib Christi aufzuerbauen, ist es mir gleich, wozu er gehört Ihr unterscheidet nicht den Menschen, ihr unterscheidet den Geist, das Leben das in diesem Mann ist. Das hat Gott uns geboten. Nicht einmal wurde uns geboten die Gruppe eines Mannes zu unterscheiden. Wir wurden von Gott dazu angehalten, zu unterscheiden, welch ein Geist in dem Menschen ist und was er zu tun versucht, wohin der Geist ihn in seinem Leben führen will. Wenn wir feststellen, daß er versucht, die Menschen zusammenzu- führen -- sie nicht auseinander zu bringen, sondern zusammen -- und sie zur Gemeinde des lebendigen Gottes zu bringen, nicht zu einer Den- omination, sondern zu einer Einheit, einer Gemeinschaft, einer Einheit des Geistes, dann ist es ganz gleich, ob er zur Früh- oder Spätregen- bewegung gehört - sein Geist und seine Absicht ist richtig. Und der Geist, der in ihm ist, ganz gleich, zu welcher Bewegung er gehört, der Geist, der in ihm ist, versucht, die Menschen nach Golgatha zu weisen, hinweg von sich selbst und weg von allem anderen. Sein einziges Bestre- ben ist es, sie auf Golgatha hinzuweisen. Es kümmert ihn nicht, ob er bekannt wird oder nicht, nicht einmal, ob seine eigene Gruppe ihn aner- kennt; ob er nun Methodist, Presbyterianer oder römisch-katholisch ist, zu welcher Denomination er auch gehören mag. Was versucht er zu tun, was ist die Absicht seines Herzens? In dem Leben eines Mannes könnt ihr sehen, wovon er motiviert wird, ob von seiner Denomination, von sich selbst, von weltlichen Dingen oder davon, sich einen großen Namen zu machen und zu sagen: "Ich habe das und das vorausgesagt. Es ist genau eingetroffen." Nun, ihr seht, das ist von vornherein verkehrt. Aber wenn er versucht, das, was Gott ihm gegeben hat, als Lehrer, als Prophet oder Seher einzusetzen... Ein neutesttamentlicher Prophet ist ein Prediger. Das wissen wir alle. Jeder Diener, der wirklich ein Prediger ist, ist ein neutestamentlicher Prophet, wenn er weissagt und predigt; nicht versucht, sich selbst dar- zustellen und sich einen großen Namen zu machen oder seine eigene Organisation aufzubauen. Er sollte zu einer Gemeinde gehören. Ich tue es nicht, doch ein Prediger sollte einer Gemeinde angehören. Das stimmt. Jedermann sollte eine Heimatgemeinde haben. Ihr müßt einen bestimmten Ort haben; nicht nur hin und her laufen, sondern eine Gemeinde haben, zu der ihr geht, die ihr eure Gemeinde nennt, einen Ort, wohin ihr euren Zehnten gebt und die ihr un- terstützt. Trefft eure Wahl, aber brecht nicht die Gemeinschaft mit dem anderen ab, weil er nicht zu eurer Gruppe gehört. Un- terscheidet seinen Geist und seht, ob er dasselbe Ziel hat, dann habt ihr Gemeinschaft miteinander. Ihr arbeitet für eine gemeinsame große Sa- che, und das ist die Sache Christi. Ich glaube, das ist absolut wahr. Gebt acht, die Propheten des Alten Testaments hatten nur ein Motiv, ein Bestreben, und das war Jesus Christus. Sie hatten nur die eine Sa- che, auf der das Alte Testament aufgebaut wurde: das Kommen des Mes- sias. Sie gingen nicht und taten Dinge um des Geldes oder des Ruhmes willen. Sie waren von Gott gesalbt und sagten das Kommen des Messias voraus. Die Männer waren so vom Geiste gesalbt, daß sie völlig im Gei- ste waren und manchmal scheinbar von sich selbst sprachen. Gebt acht, wie diese Männer durch den Geist Gottes handelten. Nehmen wir Mose, den großen Propheten. Dieser Mann hatte kein eigenes Bestreben. Er hätte der König Ägyptens sein können, und die Welt hätte zu seinen Füßen gelegen. Doch weil die Berufung zum Pro- pheten in seinem Herzen war, lehnte er es ab, ein Sohn der Tochter Pha- raos genannt zu werden. Er entschied sich, lieber Verfolgung zu leiden und die Schmach Christi zu tragen, indem er die Schätze des Himmels höher achtete als die Schätze Ägyptens. Er mißachtete den Ruhm dieser Welt, den Luxus und die Dinge, die das Leben bietet. Er schaute darüber hinaus. Er hätte es sein können. Nehmt einen Prediger von heute. Wenn er die Taufe des Heiligen Geistes hat, dann weiß er, wenn er das Wort predigt, wird dadurch sein Ruhm vermindert; er wird nur irgendwo eine kleine Gemeinde haben oder sogar auf der Straße stehen. Aber er weiß, daß etwas in seinem Herzen brennt. Er sieht das Kommen des HERRN. Es kümmert ihn nicht, ob er eine große oder eine kleine Gemeinde hat. Es ist ihm gleich, ob er etwas zu essen hat oder nicht, ob er gute Kleidung hat oder nicht. Es geht ihm nur um eine Sache, und das ist das Leben, das aus seinem Inneren hervorbricht. Er versucht, etwas zur Ehre Gottes zu erreichen; und dieser Mann, indem er so handelt, wird das Leben des Geistes, der in ihm ist, ausleben. Könnt ihr mir folgen? Er wird es ausleben. Seht euch Mose an. In seinem ganzen Leben entfaltete sich der Geist Christi, denn Christus war in ihm. Ein Maß Christi war in Mose. Wir sehen, er wurde in einer Zeit der Verfolgung geboren. Zu der Zeit wur- den die Kinder getötet, wie zur Zeit Jesu. Wir sehen, als es dazu kam, daß die Kinder Israel Gott in solch einer Weise ungehorsam waren, daß Er ihnen zürnte und zu Mose sagte: "Tritt zur Seite, und Ich werde sie alle vertilgen und dich zu einem Volke machen", da warf Mose selbst sich dem Gericht Gottes in den Weg und sagte: "Nimm mich, bevor du sie nimmst." Mit anderen Worten: "Bevor Du an sie heran kannst, mußt Du an mir vorbei." Genau das tat Jesus Christus. Gott hätte alle Sünder, dich und mich, vom Angesicht der Erde vertilgt, aber Christus warf sich selbst in den Riß. Gott konnte es nicht tun, Er konnte nicht an Seinem eigenen Sohn vorbei. Und Gott sah diesen Geist in Mose, wie er später im Gericht dort am Kreuze hing: "Du kannst nicht an sie heran, Du mußt mich erst hin- wegnehmen." Seht ihr den Geist Gottes in Mose? Er hätte der Pharao Ägyptens sein können, er hätte allen Luxus der Welt haben und angese- hen sein können, er hätte ein großer Herrscher in der damaligen Welt sein können, aber er entschied sich, Verfolgung zu leiden und Betrübnisse, denn er achtete die Schmach Christi höher als die Reichtümer Ägyp- tens. Ihr seht, er warf sich in den Riß. Warum? Es war Gott in Mose, der das tat. Der normal denkende, intellektuelle Mensch wurde das niemals tun, er würde den leichteren Weg gehen. Deshalb, ganz gleich wie fana- tisch Mose zu sein schien, seht ihr, er war ein echter Prophet Gottes und versuchte etwas für das Reich Gottes zu erreichen. Mit seiner großen Gabe der Weissagung hätte er ein weiser Mann sein , hätte in Ägypten auftreten und sagen können: "Ich weissage euch das und das." Durch sein Weissagen wäre er weltberühmt geworden. Aber das war nicht in seinem Herzen. Es konnte nicht in seinem Herzen sein. Wenn ihr jemanden mit einer großen Gabe seht, der versucht, sich selbst Ansehen zu verschaffen, sagt euch eure eigene Geistesunter- scheidung, daß das verkehrt ist. Aber Mose versuchte, etwas zur Ehre des HERRN zu tun. Ganz gleich, wie schlecht es ging, wie schlimm es aussah oder wieviel darüber geredet wurde, der Geist in Mose wies ihn geradewegs auf seine Aufgabe hin. Der Geist in ihm! Seht auf Joseph! Joseph wurde geboren; er wurde von seinem Vater geliebt und von seinen Brüdern gehaßt - ein vollkommenes Sinnbild auf Christus. Er war mit ihnen blutsverwandt, sie hatten den gleichen Vater. Der Grund, warum ihn seine Brüder ohne Anlaß haßten, war, weil Gott ihn zu einem Propheten bestimmt hatte. Er war ein geistlicher Mensch, ein Seher. Und sie haßten ihn aus diesem Grunde. Aber Joseph konnte nichts dafür, denn Gott hatte ihn so gemacht. Beachtet den Geist Gottes in Joseph! Seht, was er tat. Er handelte wie Christus. Er wurde von seinen Brüdern gehaßt, von seinem Vater geliebt, denn der Geist machte den Unterschied aus. Er war ein geistli- cher Mensch. Er sah Visionen, er deutete Träume. Er tat es nicht zu seiner eigenen Ehre, er tat es, weil etwas in ihm war, nämlich der Geist Gottes. Von selbst wäre er nicht dort hinausgegangen, so daß er in die Grube geworfen wurde und seinem armen alten Vater Jahre des Kum- mers bereitete, als er für fast 30 Silberlinge verkauft wurde. Dann wur- de er aus der Grube herausgeholt und wurde die rechte Hand Pharaos, des Herrschers jener Zeit. Und in seinem Gefängnis waren ein Mund- schenk und ein Bäcker. Der eine war verloren, und der andere wurde gerettet gemäß seiner Voraussage im Gefängnis. Habt ihr beachtet, als Jesus kam, wurde Er von Seinem Vater ge- liebt. Der Vater gab Joseph ein vielfarbiges Gewand (der Regenbogen, ein Bund). Und Gott der Vater gab in Jesus, Seinem Sohne, den Bund, und Seine Brüder, die Juden, haßten Ihn ohne Anlaß. Sie hatten keinen Grund, Ihn zu hassen. ER war geistlich, und Er war Gottes Wort kund- getan. ER kam, um den Willen des Vaters zu tun; Er kam, um die Schrift zu erfüllen; Er kam, ihnen Frieden zu bringen. Aber sie mißverstanden Ihn und haßten Ihn ohne Grund. Sie hielten nicht inne, um zu sehen, was Er erreichen wollte. Sie verurteilten Ihn, weil Er nicht mit ihnen übereinstimmte. Sie sagten: "ER erhöht sich, Er macht sich selbst zu Gott." ER war Gott. Gott war in Ihm. Die Bibel sagt, Gott war in Chri- stus, Er offenbarte sich selbst der Welt. ER als Gott der Herrlichkeit offenbarte die Herrlichkeit Gottes. Schaut auf Mose! Er konnte nicht anders, als sich in den Riß zu wer- fen. Er tat es nicht heuchlerisch. Er tat es, weil Gott in ihm war. Auch Joseph konnte nichts dafür, daß er so war, denn Gott war in ihm wirk- sam und tat sich durch den Mann kund. Er tat es nicht zur eigenen Ehre. Wenn diese Priester nur die Geistesunterscheidung gehabt hätten, von der ich heute morgen zu euch spreche! Ganz gleich, was die Welt über Ihn erzählt hätte, sie wurden es erkannt haben, hätten sie nur auf Sein Wort geschaut und Seine Absicht erkannt. ER tat alles, um den Vater zu verherrlichen. Sie sagten: "Oh, dieser Mann ist ein großer Hei- ler. ER vermag diese Dinge zu tun." ER aber sagte: "ICH kann nichts tun, als was der Vater Mir zeigt. Nicht Ich bin es, der diese Werke tut. Es ist der Vater, der in Mir wohnt, der diese Werke tut." ER beanspruchte kei- ne Ehre. In derselben Weise wurde kein Knecht Gottes Ehre für sich beanspruchen. Kein Knecht Gottes wurde eine Gabe Gottes dazu benut- zen, sich selbst zu verherrlichen, sondern seine Absicht ist es, etwas zur Ehre Gottes zu tun. Aus diesem Grunde seht ihr dasselbe heutzutage. Wir müssen Geistes- unterscheidung haben, um zu sehen, was eine Person zu tun versucht. Versuchen sie, Gott zu verherrlichen, oder versuchen sie, sich selbst zu verherrlichen? Wenn der Geist Gottes in einem Menschen wirksam ist, handelt der Mensch wie GOTT. Kein Wunder, daß Jesus sagte: "Steht nicht geschrie- ben: 'Ihr seid Götter'? Und wenn sie jene Götter nannten, über die der Geist Gottes kam, wie könnt ihr Mich dafür verurteilen, da Ich der Sohn Gottes bin?" Wenn ihr den Geist Gottes in Mose seht, seht ihr GOTT. Mose war ein Gott. Joseph war ein Gott. Die Propheten waren Götter (Ps. 82,6; Joh. 10,34). Die Bibel sagt, daß sie es waren. Sie waren Göt- ter, weil sie sich dem Geist Gottes völlig hingegeben hatten, und sie wirk- ten zur Verherrlichung Gottes. Wenn ein Mensch so gesalbt ist mit dem Geist -- laßt dieses bis ins Herz dringen --, wenn ein Mensch vom Geiste Gottes gesalbt ist, so ist Gott in seinen Gewohnheiten, seinen Handlungen und in allem. Manch- mal ,wird er falsch beurteilt. Seht auf David. In Psalm 22 ruft er aus: "Mein Gott, mein Gott, war- um hast Du Mich verlassen?", als ob er, David, es selbst war. "Alle, die Mich sehen, spotten Mein, reißen den Mund auf, schütteln den Kopf" Er war von Gott gesalbt, er hatte sich Gott so hingegeben, und die Salbung war in solch einer Weise auf ihm, als er dieses durch den Geist Gottes ausrief, daß jemand, der dabeigewesen wäre, gesagt haben könn- te: "Seht, er denkt, jemand spottet seiner. Warum hat Gott ihn verlas- sen?" Es war nicht David, es war der Geist, der dieses durch David aus- rief. "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Mich verlassen? Meine Ge- beine verdorren. Sie haben Meine Hände und Füße durchbohrt." Man hätte sagen können: "Hört euch diesen Heuchler an. Wessen Hände sind durchbohrt? Wessen Füße sind durchbohrt?" So sprechen die Intellektu- ellen. Aber jemand mit Geistesunterscheidung hätte gewußt, daß es der Geist Gottes war, der aus ihm heraus redete. Wenn ein Mensch mit dem Geiste Gottes gesalbt ist, hat er die Handlungsweise Gottes, und diese Handlungsweise Gottes wird uns niemals auseinanderreißen. Die Hand- lungsweise Gottes ist es, uns zusammenzubringen, denn wir sind eins in Christus Jesus, und Gottes Absicht ist es, uns zusammenzubringen. "Liebet einander!" Diese großen Propheten! Wir sehen den Geist in ihnen wirksam. Je- sus nannte sie Götter. ER sagte, sie seien Götter. Sie hatten ein Maß des Geistes Gottes, aber als der Eine kam, Jesus, welches der Sohn Gottes war: auf Ihn kam der Geist ohne Maß, die Fülle der Gottheit wohnte leibhaftig in Ihm, denn Er war das vollkommene Ebenbild. ER war der Gott der Herrlichkeit, der den Menschen die Herrlichkeit Gottes kund- tat. Gott war in Ihm. Betrachtet Sein Leben. ER war das Thema des ganzen Alten Testaments. All die Propheten des Alten Testaments taten nicht sich selbst sondern den Geist Gottes kund, der sie in solch einer Weise handeln ließ wie Gott, daß sie Götter genannt wurden. Doch dann wurde die Fülle des Geistes in Jesus Christus offenbar. Beachtet David, als er als König Israels entthront wurde und von seinem eigenen Volke abgelehnt, den Ölberg östlich von Jerusalem hin- aufging, über die Stadt schaute und weinte, weil er abgelehnt wurde. Was war es? Es war der Geist Christi. Fünfhundert Jahre später saß Jesus, der Sohn Davids, auf demsel- ben Berge und schaute über die Stadt als verstoßener König und rief aus: "Jerusalem, Jerusalem, wie oft wollte Ich dich versammeln (ihr ver- schiedenen Denominationen und dergleichen), wie eine Henne ihre Küchlein versammelt, aber ihr wolltet nicht. Wie oft wollte Ich das tun!" Derselbe Geist, der in David war und in der Fülle in Christus offen- bar wurde, ist heute in der Gemeinde und ruft den Menschen zu: "Wie oft wollte Ich euch versammeln!" Und wenn ihr Trennungen und Aus- einandersetzungen seht, das Auseinanderbrechen der brüderlichen Ge- meinschaft und des christlichen Lebens, indem einer gegen den anderen ist, so ruft der Geist Gottes in eurem Herzen dagegen aus. Ein wahrer Prophet Gottes, ein echter Lehrer, ist bestrebt, die Gemeinde in die Ein- heit des Geistes zu bringen, in die Einheit des Geistes, auf daß sie Gott erkennen. Das ist ihr Bestreben, ganz gleich zu welcher Denomination sie gehören. Wir haben Geistesunterscheidung, um den Geist in dem Menschen zu unterscheiden und festzustellen, ob es der Geist Gottes ist oder nicht. Beachtet, als Er auf Erden wandelte, ging Er umher und tat Gutes. Etwas anderes kommt mir noch in den Sinn. Habt ihr beachtet, was geschah, als David als König abgelehnt wurde? Er verließ die Stadt, und ein Benjaminit, der eigentlich sein Bruder sein sollte, der traurig sein sollte, daß man ihn ablehnte, kam daher, indem er David mit Schmutz bewarf, mit Schimpfnamen bedachte und ihm fluchte im Namen des HERRN. Dieser alte Benjaminit fluchte dem König David im Namen des HERRN! Beobachtet, wie der Geist Gottes wirkt und wie der Geist des Teufels wirksam ist. Ihr seht, er war verkrüppelt. Das versinnbildlicht die geist- liche Verkrüppelung der heutigen Menschen, die sich über den wahren Geist Gottes lustig machen, der sich in Christus offenbart. Es war der Geist Christi in David, der als König abgelehnt wurde. Und heute macht man sich lustig über diejenigen, die den Heiligen Geist empfangen ha- ben; man versucht, etwas zu erreichen, die Methodisten, Pfingstler, Bap- tisten, Presbyterianer usw. in Einheit zusammenzubringen als Leib Christi. Und wenn man das Wirken des Geistes sieht, sagt man: "Ach, das ist ein Pfingstler. Hinweg mit ihm! Ich kenne einen, der mit der Ehefrau eines anderen davonlief. Einen anderen habe ich betrunken gesehen. Der eine tat dies und der andere tat das." Das mag sein, aber sie selbst sind schlau genug, ihre eigenen Missetaten zu verbergen. Aber bei David war alles offenbar. Warum? Er hatte den Geist Christi in sich. Der Feldherr fragte: "Soll ich diesem Hund nicht den Kopf abhauen, der meinem König flucht?" Seht den Geist Christi in David: "Laß ihn in Ruhe, wenn der HERR ihm geboten hat, mir zu fluchen." Begreift ihr das? "Laß ihn in Ruhe, der HERR hat ihm geboten, mir zu fluchen." Statt dessen wollen wir heute die Fäuste erheben und mit ihnen kämp- fen und ihnen den Kopf abreißen. "Werft ihn hinaus, er gehört nicht zu uns." "Laß ihn in Ruhe, der HERR hat ihm geboten, mir zu fluchen." Dieser Krüppel lief hinter ihm her und bewarf David mit Schmutz. So handeln sie heute am Geiste Christi. "Sie sind 'Heilige Roller'; mit denen ist nichts los. An der göttlichen Heilung ist nichts dran. Es gibt keine Engel. Es gibt keine Propheten. Die Tage der Wunder sind vorbei." Sie werfen Schmutz. Aber laßt sie in Ruhe. Denn als David zur Macht zurückkehrte, Hallelujah, als er wieder als unbestrittener König Israels zurückkehrte! Sorgt euch nicht, dieser Jesus, dessen Geist wir heute haben wird Seinen Teil tun und zurückkehren in einem physischen Leib bei Seinem zweiten Kommen in Herrlichkeit, Macht und Maje- stät. Dann fiel der Schmutzwerfer auf sein Angesicht und flehte um Gna- de !Laßt ihn in Ruhe!", sagt der Geist Christi in uns. Schließt ihn nicht aus der Gemeinschaft aus Laßt uns daran denken, daß all diese Dinge geschehen müssen. Wir haben nur eins zu tun: vorwärts zu gehen. Gott hat verheißen, daß alle Dinge denen zum Guten mitwirken sollen, die Gott lieben. Laßt uns die Geistesunterscheidung beibehalten, das richti- ge Ziel vor Augen haben. Wir sind hier, um Gott zu dienen, miteinander Gemeinschaft zu haben, vorwärtszugehen im Dienste Gottes. Wenn ein Mensch ein falsches Vorhaben hat, was wird dann geschehen? Wir stellen fest, daß der Geist Gottes in Ihm war. All die alten Pro- pheten sprachen von Ihm. Das Maß des Geistes, das in ihnen war, diente nicht zu ihrer eigenen Ehre, sondern alle wahren Propheten taten Ihn kund, indem sie von Ihm sprachen. Und alles, was sie sagten, wurde in Ihm erfüllt. Daß es eintraf, bewies, daß der Geist Gottes in ihnen wohn- te. Was war es? Gott sprach von sich selbst. Gott tat sich selbst durch diese Propheten kund. Wir sollen nicht eigene Ehre suchen: "Wer wird der nächste Präsi- dent werden? Oder wer wird das sein?" Wenn man euch über den Kopf schlägt und fragt: "Sage uns, wer dich geschlagen hat, und wir werden dir glauben", das ist es nicht. Es geschieht zur Verherrlichung Gottes. Es geschieht nicht, um aus irgendeinem Bruder einen großen Mann zu machen und ihn aus der Gruppe herauszuholen, so daß er der größte- Mann in Phoenix wird. Es geschieht nicht, um aus William Branham etwas Großes zu machen. Was soll dadurch geschehen? Es geschieht nicht, um aus Oral Roberts oder Billy Graham etwas Großes zu machen. Es geschieht in den Herzen; wir möchten etwas für das Reich Gottes tun. Gott soll dadurch verherrlicht werden. All die Gaben und die Dinge ma- chen einen nicht größer als den anderen, es bringt uns nur zur Zusam- menarbeit für die Vollendung des Leibes, bringt uns zusammen als ein Volk, als das Volk Gottes. Aber wenn ihr seht, daß sie dem entgegen handeln, flucht ihnen nicht; laßt sie in Ruhe. Jemand muß auch so han- deln. Aber wartet ab, bis Jesus in Macht zurückkehrt. Wir sehen, daß ein jeder Prophet durch sein Reden Gott und den kom- menden Messias verherrlichte. Und als sie im Geiste waren, handelten, sprachen und lebten sie in der Weise, wie es der Messias tat. Wenn das schon auf der anderen Seite (des Kreuzes) geschah, das heißt, vor Sei- nem Kommen, wieviel mehr sollte nach Seinem Kommen der Geist des Messias in der Gemeinde wirksam sein, so daß die Werke und das Leben des Messias hervorkommen. Es ist der Geist Gottes. Unterscheidet den Geist, ob er von Gott ist oder nicht. Achtet darauf, ob er so handelt wie Er. Wenn jemand gegen euch auftritt und euer Le- ben mit Schmutz bewirft, obwohl ihr wißt, daß ihr unschuldig seid, und ihr wißt, daß ihr den Geist Gottes habt, versucht euch nicht davon zu trennen. Handelt ihnen gegenüber nicht gemein. Flucht ihnen nicht. Geht einfach vorwärts in dem Bewußtsein, daß Gott euch auf die Probe stellt, um zu sehen, wie ihr darauf reagiert. Irgendwie muß ER es ja machen. Vor einigen Tagen, ich glaube, es war in Br. Fullers Gemeinde, er- wähnte ich einen Fahrrad-Fahrer aus Kanada. Alle dachten, sie würden diesen Jungen übertrumpfen und er sei doch nur ein Schwächling, denn er war der einzige, der nicht freihändig fahren konnte. Ich mag diejenigen, die sich am Lenker, an beiden Seiten des Kreu- zes, festhalten und sagen: "Nichts habe ich zu bringen. Am Kreuze will ich mich halten, HERR. Ich habe keine Bildung, ich habe nichts. Laß mich hier festhalten und hinüberschauen." Sie sollten eine bestimmte Strecke auf einem fußbreiten Streifen zu- rücklegen, um ein Fahrrad für 100 Dollar zu gewinnen. All diese Jungen konnten freihändig in die Stadt fahren, für ihre Mutter einkaufen und wieder zurückkommen, ohne überhaupt den Lenker berührt zu haben. Sie alle begannen, aufzumerken. Sie waren nicht daran gewöhnt, den Lenker zu halten, und kamen von der Linie ab. Aber dieser kleine Junge trat die Strecke an, hielt den Lenker fest und fuhr bis zum Ende. Dann fragten sie ihn: "Wie hast du es geschafft?" Er antwortete: "Ich kann euch sagen, wo euer Fehler liegt, Jungens. Ihr alle könnt besser fahren als ich, ihr habt euch aber dadurch nervös gemacht, daß ihr versuchtet, die Balance zu halten; deshalb seid ihr von der Linie abgekommen. Ich habe überhaupt nicht darauf geachtet, ich hatte das Ende im Auge und hielt durch." Das sollen wir tun. Achtet nicht auf all diese kleinen Dinge: "Hat der eine dies oder jenes getan?" Behaltet das Ziel vor Augen und bleibt stand- haft. Christus kommt wieder. Gebt acht auf das Ende und geht vorwärts. Achtet nicht auf das, was jetzt vor sich geht. Achtet auf das, was am Ende geschehen wird, wenn ihr dastehen werdet und für euer Leben Rechenschaft ablegen müßt. David achtete nicht auf diesen Benjaminiten, der ihn mit Schmutz bewarf. Er war ja doch verkrüppelt. Er beachtete ihn nicht. Er gebot auch nicht seinem Waffenträger, ihm den Kopf abzuschlagen, sondern sagte: "Laß ihn in Ruhe, Gott hat ihm geboten, mir zu fluchen. Gott hat es ihm geboten, darum laß ihn in Ruhe." David wußte, daß er eines Ta- ges in Macht zurückkehren wurde. Für den Benjaminiten würde die Zeit kommen. Ja, so ist es. Die Gemeinde wird sich im Triumph erheben. Ich wurde ja nur gesandt, für Seine kranken Kinder zu beten. Mehr kann ich nicht tun. Wo immer sie sind und zu welcher Gemeinde sie gehören, ist gleich. Ich versuche nur, für Seine kranken Kinder zu beten, in dem Bestreben, die Gabe zu Seiner Verherrlichung kundzutun. Aus diesem Grunde bin ich nie irgendwo Mitglied geworden. Das ist in Ordnung. Ich möchte daß ihr mich klar versteht, daß ich glaube, daß Gott in jeder Gemeinde echte Christen, Seine Kinder, hat. ER hat mich nie beauftragt, mich damit zu befassen. Ich wurde nur ge- sandt, für Seine Kinder zu beten und diese Dinge zu tun, um Ihn zu verherrlichen. Ihr seht, alles, wovon Jesus und die Propheten sprachen, mußte die Wahrheit sein, denn es war die Kraft Gottes in ihnen. Gott selbst sprach durch sie von Seinem Kommen zu Seiner eigenen Verherrlichung. "Wer wird Präsident? Wer wird dies oder das? Werden wir dieses Jahr genug Regen haben?" Das ist gar nicht wichtig. Es soll etwas zur Ehre Gottes geschehen, etwas, das die Gemeinde in Ordnung bringt, etwas, durch das die Kraft Gottes wirksam wird; nicht sich selbst einen Namen zu machen, sondern daß die Herrlichkeit Gottes offenbar wird. Wir sehen, daß alles, was diese alten Propheten über Ihn gesagt hat- ten, in Erfüllung ging, denn Er war der Inhalt des Alten Testaments. Nach Jesus, dem kommenden Messias, hielt jeder Prophet von Adam bis Maleachi Ausschau. Jeder Prophet sprach von dem Kommen des HERRN. Ein jeder tat seinen Teil dazu, denn er war von Gott gesalbt. Er konnte von nichts anderem sprechen. Wir wünschten, wir hätten mehr Zeit, darüber zu sprechen. Beach- tet, alles, was sie sagten, ging in Erfüllung. Laßt uns doch einiges be- trachten, was die Propheten voraussagten. "Eine Jungfrau wird empfangen und ein Kind gebären." Ist es ge- schehen? Gewiß. "Sein Name wird sein: Immanuel, Friedefürst, Allmäch- tiger Gott, Ewig-Vater." Genau das war Er: "Ewig-Vater." "Ihr sollt nie- mand auf Erden 'Vater' nennen, denn Gott ist euer Vater." Laßt uns weitersehen. "ER wurde verwundet um unserer Übertre- tungen willen, Er wurde geschlagen wegen unserer Missetaten, die Strafe war auf Ihn gelegt, auf daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wun- den sind wir geheilt." Der Mann, der in Pilatus' Gerichtshalle den HERRN geißelte, erkannte nicht, daß die Schrift vorausgesagt hatte, daß es so sein würde. Sie hatten keine Geistesunterscheidung, diese Priester, die riefen: "Hinweg mit Ihm, hinweg mit Ihm!" Und als Er am Kreuze hing und ausrief: "Mein Gott, Mein Gott, war- um hast Du Mich verlassen?", verhöhnten sie Ihn. Sie hatten keine Un- terscheidung. Sie konnten den Geist nicht unterscheiden. Davon sprach David im 22. Psalm, daß sie den Mund aufreißen, ohne zu wissen, daß sie das taten. So wie der Benjaminit an David handelte. Seht, er dachte, daß David ganz verkehrt sei, denn er stimmte nicht damit überein, wie er das Königreich regierte. Er begriff nicht, daß es der Geist Gottes in David war, der so handelte. Da müssen wir heute den Geist eines Menschen unterscheiden. Was versucht er zu tun? Worauf will er hinaus? Es ist nicht die Gruppe, zu der er gehört, ob er ein weißer, schwarzer oder gelber Mann ist, oder was immer auch. Laßt uns sehen, was er im Reiche Gottes erreichen will. Auch wenn er ganz andere Gedanken hat als wir, ist das in Ordnung, solange er nur etwas für das Reich Gottes tun will. Unterscheidet das in ihm. Wenn er verkehrt ist, aber aufrichtig in seinem Herzen, wird Gott ihn nach einer Weile erkennen lassen, wie es richtig ist. Laßt ihn in Ruhe, beachtet nur, was er zu tun versucht. Wir sehen, bei Seinem Tode am Kreuz rief Er die Dinge aus, die der Prophet von Ihm vorausgesagt hatte: "Sie haben Meine Hände und Mei- ne Füße durchbohrt." Da erfüllte es sich. Die Propheten hatten recht. Sie riefen es aus, als beträfe es sie selbst, aber am Kreuz wurde es offen- bar. "ER wurde unter die Übeltäter gezählt." So geschah es auch. ER wur- de zu den Übeltätern gerechnet, und man gab Ihm Sein Grab bei den Reichen. So geschah es. ER wurde in dem Grabe eines reichen Mannes beigesetzt. "ER wird Meine Seele nicht im Totenreich belassen, noch zulassen, daß Mein Heiliger die Verwesung sieht." Es klingt, als ob Da- vid der Heilige wäre. Es war nicht David, es war der Geist Gottes in David, der dieses ausrief. Seht, der Geist Gottes in dem Menschen, der es ausrief. Jemand mag gesagt haben: "Hört euch diesen alten Heuchler dort an!" Er war es nicht, es war der Geist Gottes, der aus ihm herausrief Seht, der Geist Gottes tut sich kund: "Ich werde Seine Seele nicht in der Hölle lassen, noch wird Mein Heiliger die Verwesung sehen." Nun Brüder, während wir zum Schluß kommen, laßt mich noch die- ses sagen. Unsere Zeit vergeht. Ein Mensch, von dem das ganze Alte Testament handelte und von dem all die heiligen, vom Geiste Gottes gesalbten Propheten sprachen, und alles, was sie von Ihm sagten, wur- de bis auf den Buchstaben erfüllt, diese große Person, genannt 'der Sohn Gottes', sollte mit Sicherheit in der Lage sein, die neutestamentliche Gemeinde aufzubauen. Glaubt ihr das nicht auch? ER sollte ein Konzept haben und die neutestamentliche Gemeinde in die rechte Ordnung ver- setzen können. Als erstes möchte ich euch aufmerksam machen auf Matth. 16, wo Er herunterkommt und zu Seinen Jüngern spricht. ER sagt: "Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?" Und sie antworteten: "Einige sagen, Du bist der Elia, andere sagen dies oder das, andere meinen, Du seist einer von den Propheten." ER fragte: "Ihr aber, für wen haltet ihr Mich?" Simon Petrus antwortete: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." Da sprach Er: "Selig bist Du, Simon, Sohn des Jona, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart, sondern Mein Vater droben im Him- mel. Und nun sage auch Ich dir: Du bist Petrus, und auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen." Das sprach Er von der Gemeinde. Gebt nun genau acht, und wenn ich verkehrt sein sollte, möge Gott und mögt auch ihr mir vergeben. Die katholische Kirche sagt: "Mit diesem Felsen war Petrus gemeint, und auf Petrus hat Er Seine Gemeinde gebaut." Wir wissen, daß das verkehrt ist. Wir Protestanten stimmen damit nicht überein. Aber wir Protestanten sagen: "Es war Er selbst, auf Den Er Seine Gemeinde gebaut hat; auf sich selbst." Aber wenn ihr bemerken wollt, auch damit möchte ich nicht übereinstimmen. Das war es auch nicht. Es war die geistliche Offenbarung Seiner selbst. "Fleisch und Blut", das heißt: "Ihr habt es nicht in einem Seminar gelernt, so gut sie auch sind. Ihr habt es nicht durch eine Gemeindesatzung gelernt, so gut sie sein mag. Das ist in Ordnung, aber Fleisch und Blut haben dir dies nicht geoffenbart." Es ist kein intellektuelles Konzept, wie man eine Rede hal- ten soll, wie man sich verneigen soll, oder wie immer ihr euch hier auf Erden benehmen sollt. Das ist es nicht. Es soll nicht eine große Sache sein. Es ist die Offenbarung des Wortes Gottes. ER war das Wort. "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Das ist die Offenbarung des Wortes Gottes. Der Geist in Petrus offenbarte durch geistliche Offenbarung, daß Er als Sohn Gottes offenbar wurde. Der Gott der Herrlichkeit tat die Herr- lichkeit Gottes kund. "Auf diesem Felsen (der geistlichen Offenbarung des Wortes) werde Ich Meine Gemeinde erbauen." Was war es? Wenn diese Propheten so unter der Salbung Gottes waren, daß sie durch den Heiligen Geist ausriefen: "Das ist der Sohn Gottes", dann kann dieser selbe Geist (auf dieser Seite des Kreuzes) das gleiche offenbaren. Er- kennt ihr das? "Fleisch und Blut" - ihr könnt es nicht in einem Seminar lernen, indem ihr Titel erwerbt. Das ist in Ordnung. Ich wünschte, ich hätte welche, aber trotzdem ist es nicht das. Ihr müßt sie nicht haben, obwohl es gut wäre. Das könnt ihr noch zusätzlich haben. Aber wenn ihr den Zusatz fortlassen mußt behaltet Dies. Wenn Dies nicht Das ist, laßt es mich trotzdem behalten. Ich möchte Dies. "Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart." Du hast es nicht durch Bildung erlernt. Du hast es nicht in der Denomination gelernt. Es mag gut sein, Bildung zu haben oder zu einer Konfession zu gehören. Das ist ein Teil davon. Aber die Leute verlassen sich zu sehr darauf und lassen die geistliche Unterscheidung außer acht. "Fleisch und Blut hat dir dieses nicht offenbart, sondern Mein Vater im Himmel. Und auf diesen Felsen will Ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Sie werden sie nicht überwältigen können. Das besagt, daß sie dagegen angehen wer- den. Nun beachtet, wogegen die Pforten der Hölle sind. Sie sind nicht gegen die Denominationen. Die werden von der Regierung anerkannt. Das ist es nicht. Die Welt erkennt unsere Denominationen an, sie alle. Wir als amerikanische Staatsbürger haben das Recht, eine Denomination zu bilden; das ist gut, wir schätzen das. Aber dagegen sind die Pforten der Hölle nicht. Sie sind gegen die geistliche Offenbarung, daß Christus jetzt hier ist als derselbe gestern, heute und in Ewig- keit Dagegen sind sie. "Die Pforten der Hölle werden dagegen sein, sie aber nicht überwältigen." Da habt ihr es! Geistliche Unterscheidung! Egal wer es ist, er ist mein Bruder, solange er dasselbe Ziel hat wie ich. Er sei ein Prophet, ein Hir- te ein Diakon oder was immer auch; ob Gott ihn auf diese oder jene Weise segnet, ob er mich verachtet, oder was immer er auch tut, er ist mein Bruder. Wir arbeiten für dieselbe Sache. Wir wirken für dasselbe Königreich. Er arbeitet an dem gleichen Werk wie ich. Geistliche Unter- scheidung, geistliche Offenbarung Gottes. Seht her, wenn ihr das möch- tet. An einem der letzten Abende predigte ich irgendwo über das Thema: "So war es nicht von Anfang an." Wir müssen zurückgehen zum Anfang, um unser heutiges Thema richtig zu begreifen. Am Anfang baute Kain, als Intellektueller, eine Kirche (wie wir sagen würden), das heißt, er baute einen Altar und brachte das Opfer dar, betete, war aufrichtig, op- ferte Dank, bezahlte den Zehnten und war in allem so religiös wie Abel. Aber Abel (Damals gab es noch keine Bibel.) erkannte durch geistli- che Offenbarung, daß es nicht die Früchte des Feldes waren, die die Sünde verursachten. Sie haben keine Äpfel gegessen. Seht, die Offenba- rung sagte ihm, daß es nicht Äpfel waren und daß nicht die Früchte der Anlaß für die Vertreibung waren. Es war Leben, die Trennung vom Le- ben; deshalb ging er hin, holte ein Lamm und opferte es an seiner Statt durch Glauben, und das ist geistliche Offenbarung. Amen! Die Offenba- rung Gottes, geistliche Offenbarung, wurde ihm zuteil. Es waren nicht Früchte, es waren keine Äpfel, Pfirsiche, Pflaumen oder Birnen. Es war die Trennung vom Leben, und deshalb ging er hin und holte etwas Le- bendiges zum Opfer anstatt Früchte. Früchte könnt ihr essen -- die Werke eurer Hände; was ihr selbst tun könnt: "Ich gehe und baue dieses. Ich werde dieses oder das tun, dies oder jenes unterstützen." Das mag gut sein. Er baute einen Altar, genau wie der andere auch. Beide bauten Altäre. Das war gut. Aber es kam auf die geistlich geoffenbarte Wahrheit der Sache an, denn der Geist Gottes offenbarte es. Auf diesem Felsen ... Christus starb als Fels des Heils. Abel opferte sein Lamm mit Blick auf diesen Felsen. Abel legte seine Hände auf dieses kleine Lamm, dessen weiße Wolle wurde durchtränkt, als er den Nacken mit einem Stein durchstieß; man hatte zu der Zeit noch keine Lanzen. Das arme kleine Tier starb, und das Blut lief über seine Hände und durchtränkte die Wolle mit Blut, während es blökte. Wovon sprach das? Von dem Lamm Gottes, das 4000 Jahre später von Seiner Gemeinde abgelehnt wurde. Man nannte Ihn Beelzebub und Teufel, so wie es die Propheten vorhergesagt hatten. Sie verleugneten die Propheten. ER sagte: "Sie sind wie die getünchten Wände und ver- sperren den anderen den Weg." Sie hatten keine geistliche Unterschei- dung und wußten nicht, daß Er das Lamm Gottes war und so sein und handeln mußte, denn Er erfüllte das Wort Gottes. Und in der mit Heiligem Geist erfüllten Gemeinde erfüllt sich heute das Wort Gottes in den Dingen, die sie tun. Hallelujah! Am Tage zu Pfing- sten sagte Petrus: "Dies ist das! Es ist für euch und eure Kinder und alle diejenigen, die noch fern stehen, so viele ihrer der HERR, unser Gott, rufen wird." Dieselben inspirierten Propheten sagten, daß das Abendlicht leuch- ten würde, daß während der Gnadenzeit ein Frühregen und ein Spät- regen kommt. Was ist es? Der Frühregen fällt, und der Spätregen ist bereits überfällig. Beides geht ineinander über, und im Früh- und Spät- regen zusammen wird die Kraft des Heiligen Geistes durch die Kraft der Auferstehung Jesu Christi kundwerden. Da habt ihr es! Es geht inein- ander über. Die Gnade Gottes! ER sagte: "Wie es war in den Tagen No- ahs." Seine Gnade war langmütig. Auch heute ist sie langmütig. Ein "Ineinanderübergehen". Es bringt die Wolke aus alter Zeit und die Wol- ke der heutigen Zeit zusammen. Der Frühregen fiel zuerst; den ersten Regen haben wir gehabt. Jetzt naht sich der Spätregen, Ost und West treffen zusammen. Beide Regen fallen zur selben Zeit. Göttliche Hei- lung geschieht, und der Engel Gottes offenbart die Geheimnisse der Herzen und laßt alles geschehen. Es hat den Anschein, als ob alle wah- ren Kinder Gottes das begreifen. Seht ihr, der Geist schenkt Offenba- rung. Jesus sagte, die Gemeinde würde darauf erbaut werden. Jemand mag aufstehen und sagen: "Wir sind da oder darauf gebaut." Laßt uns ein wenig weitergehen im Wort. In Seinem letzten Auftrag an die Gemeinde sagte Er: "Gehet hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium allen Völkern." In alle Welt. Wie weit soll es reichen? In alle Welt Wie vielen? Der ganzen Schöpfung. "Wer da glaubet und getauft wird", nicht die Gemeinde. "Er" ist ein persönliches Fürwort. "Er, der glaubt", der einzelne. Wie David DuPlessis erwähnte, daß es im Reiche Gottes keine Enkel- kinder gibt, sondern nur Kinder. Wenn dein Vater Pfingstler war, und ihr kommt hier nur zur Gemeinde, weil er hierher kam, den Heiligen Geist empfing und dich als Enkelkind hierherbrachte, dann bist du ver- kehrt! Gott muß sich dir selbst offenbaren. Kein Mensch kann Jesus dem Verstande nach als Christus erken- nen. Niemand kann Jesus als den Christus erkennen, es sei denn, er bereut seine Sünden und tut Buße. Niemand kann Jesus als den Chri- stus erkennen, es sei denn, die Offenbarung des Heiligen Geistes tut ihm dies kund. "Auf diesem Felsen will Ich Meine Gemeinde erbauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen." Das ist die Offenbarung. Darauf hat Er Seine Gemeinde gebaut. Wer tat es? Petrus? Nein, nein, nein! Wer tat es? Christus sagte: "Die Offenbarung Gottes wird der Heilige Geist euch kundtun. Eine kleine Weile, und Ich werde euch verlassen. Aber Ich werde den Vater bitten, Er wird euch den Tröster senden. Der wird euch diese Dinge in Erinne- rung rufen." Stimmt das? Was tut ER heute morgen? Was wird gesche- hen? "ER wird euch das Zukünftige verkündigen." Der Heilige Geist in den letzten Tagen in der Gemeinde. Ihr sagt: "Hallelujah, Bruder, das ist meine Gemeinde." Warte einen Moment! Jesus sagte in Joh. 13, 35: "Daran werden alle erkennen, daß ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt." Wenn wir diese vom Geist geoffenbarte Wahrheit vernehmen, daß das Reich Gottes am Ende kommen wird, und wir sehen, daß die Pro- pheten und auch Jesus davon sprachen, dann antwortet derselbe Heili- ge Geist in unseren Herzen: "Das stimmt, das stimmt!" Was ist es? Es ist die geistlich geoffenbarte Wahrheit. Ich liebe meine Brüder, ungeachtet dessen, zu welcher Gemeinde sie gehen; ob sie zur Früh-, Spät- oder gar keiner Regenbewegung gehören, solange sie nur zum Leibe Christi ge- hören und dafür wirksam sind; nicht für einen bestimmten Zweck, um sich selber auf Erden zu Ansehen zu bringen, sondern für das Reich Got- tes und die Herrlichkeit Seines Kommens, damit Sein baldiges Kommen offenbar und bekannt würde. Nun, während wir zum Schluß kommen, laßt uns daran denken: "Auf diesem Felsen werde Ich Meine Gemeinde erbauen." Genau. Und in Joh. 14, 12 sagte Er: "Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich tue, auch vollbringen." Welche Werke tat Er, um sich selbst kundzutun? Ihr erin- nert euch an Petrus. Wir haben bereits über Philippus und die Frau am Brunnen gesprochen. Damals ging es nicht zu den Heiden, sondern es war für die letzten Tage vorausgesagt. ER sagte: "Wie es war in den Tagen Sodoms, so wird es beim Kommen des Menschensohnes sein." Für die Welt, die nichts davon versteht, ist die Offenbarung ein Geheimnis, aber ihr teuren Brüder und Schwestern seid nicht Kinder der Finsternis und der Nacht, sondern ihr seid Kinder des Lichtes und wandelt im Licht, wie Er im Lichte ist, und habt Gemeinschaft untereinander, während das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, euch reinigt von aller Sünde. Da seht ihr es, die Knechte des HERRN. In Markus 16 steht: "Gehet hin in alle Welt." Hier sehen wir, was für eine Gemeinde Er baute. Sein letzter Auftrag lautete: "Gehet hin in alle Welt, predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer da glaubet und getauft wird, soll gerettet werden. Wer nicht glaubt, wird verdammt werden." Beachtet dieses: "Er, der glaubet und getauft wird." ER sagte hier nicht, auf welche Weise, aber wir streiten uns darüber. ER sagte: "Wer da glaubet und getauft wird, soll gerettet werden." Wo immer er sich taufen lassen will, ist seine Sache. Wenn dein Bestreben für das Reich Gottes ist, dann komm, Bruder. Wir gehen vorwärts im selben Geiste. Ich sage dir: wenn ich verkehrt bin, wird es sich herausstellen. Und wenn du verkehrt bist, wird es sich auch herausstellen. Aber unse- re Herzen, unsere Motive und unser Bestreben sind auf das Reich Got- tes gerichtet. Da stehen wir und weisen nach Golgatha. Es geht nicht um mich oder meine Ideen. Keiner meiner Brüder ißt so gerne Kirschkuchen wie ich, aber trotzdem sind wir Brüder. Keiner von ihnen geht so gerne Jagen und Fischen wie ich, aber wir sind Brü- der. Seht ihr, was ich meine? Ich habe meine eigenen Vorstellungen, aber deshalb bleibt es doch mein Bruder. Sein Vater ist mein Vater, seine Fa- milie ist meine Familie. Da habt ihr es! Die Patriarchen unterschieden sich einer vom anderen, aber sie hat- ten einen Vater, und das hätte eine Zusammenarbeit bewirken müssen, aber sie lehnten den wichtigsten ab, weil er geistlich war. Erkennt ihr das, Brüder? Seht ihr, wovon ich spreche? Während ich schließe: "Gehet hin in alle Welt und predigt das Evan- gelium der ganzen Schöpfung. Wer da gläubig geworden ist und sich hat taufen lassen, wird gerettet werden. Denen aber, die zum Glauben ge- kommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen: In Meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden." Was ist es? Geistliche Offenbarung! "Sie werden in neuen Zungen sprechen, werden Schlangen aufheben, und, wenn sie etwas Todbringendes trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden." So sollte Seine Gemeinde sein. Die Propheten haben es vorausgesagt, daß Jesus Christus, dieser Eine Große, solch eine Gemeinde bauen wird. Wir sehen, Sein Geist kommt herab und sagt voraus, daß Sein Geist auch heute noch diese Dinge unter Seinem Volke tut. Laßt mich zum Schluß noch dieses bemerken. Ich habe hier noch ein weiteres Dutzend Schriftstellen, aber dafür haben wir jetzt keine Zeit. Beachtet dies: Jeder echte, wiedergeborene Prophet des HERRN, Predi- ger, Sonntagsschullehrer, Seher, Apostel, Missionar, oder was immer er sein mag, ist im Herzen standfest, und er ist so erfüllt und gesalbt mit dem Geiste Gottes, daß er, was immer seine Aufgabe sein mag, sei es Predigen, Lehren, Evangelisieren, Gesichte sehen oder was immer auch, er es für das Reich Gottes tun wird. Und der Geist Gottes wird durch diesen Menschen reden und kund werden lassen, daß es das Reich Got- tes ist. Als Baptist erkenne ich euch Pfingstler als meine Brüder an. Ihr ge- hört der Baptisten-Gemeinde nicht an. Ich tat es. Die einzige Gemeinde, zu der ich jemals gehörte, war die Baptistengemeinde. Aber das steht mir nicht im Wege. Ich sehe, daß der Geist Gottes mit euch ist. Ich sehe, was ihr zu tun versucht. Ich als Baptist habe das Empfinden, daß wir alle, zu welcher Pfingstrichtung wir auch gehören, als Brüder erkennen, daß wir alle versuchen sollten, für dieselbe Sache wirksam zu sein. Laßt uns Geistesunterscheidung haben. Indem ich schließe, möchte ich noch eine letzte Bemerkung machen. Viele unter euch sind krank und schwach, und viele schlafen - sie sind geistlich tot, denn sie haben keine Unterscheidung des Leibes Christi. Dieser kranke Leib, wie wir ihn jetzt haben! Möge Gott uns helfen, geist- liche Unterscheidung der Offenbarung des Reiches Gottes und die Liebe Gottes in unseren Herzen zu haben, die ausgegossen wurde durch den Heiligen Geist, so daß wir unsere Arme weit öffnen und sagen: "Wir sind Brüder." Seht ihr, was ich meine? Und wenn ihr eine kleine Gabe habt, gebraucht sie nicht dazu, etwas für euch selber aufzubauen, sondern für das Reich Gottes. Arbeitet mit allen zusammen in dem Bestreben, die Sache Jesu Christi zu erheben, denn Sein Kommen ist nahe. Glaubt ihr das? Es tut mir leid, daß ich euch so lange aufgehalten habe. Bruder Da- vid wird morgen hier sein, um euch die Schrift zu lehren. Aber jetzt laßt uns für einen Moment unsere Häupter beugen. Vorwärts Christi Streiter... Gott segne euch und euren Pastor. --------------------------------------------------------------------------- [Die deutsche Übersetzung wurde mit einem Scanner eingelesen und mit einem OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandenen Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen 03.08.2000]