Die unerkannte Gegenwart Gottes (The Presence of God Unrecognized) gepredigt in Topeka am 18. Juni 1964 William M. Branham Weil unsere Zuhörerschaft klein ist, werden wir versuchen, uns zu beeilen, um so bald wie möglich zu enden. Wir arbeiten auf das eine Ziel hin: daß ihr die Gegenwart Jesu Christi erkennt. Seht, wenn Er gegen- wärtig ist, dann ist alles in Ordnung. ER hat das Wort gegeben; Er ist hier, um es zu bestätigen. ER beweist, daß Er es verwirklichen wird. ER ist doch gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Wir haben gestern abend erlebt, daß Er es unfehlbar getan hat, und erleben es Abend für Abend, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Nicht ein einziges Mal hat Er etwas voraus- gesagt, ganz gleich, wann es war und was geschehen sollte, das nicht vollkommen auf den Punkt gestimmt hat, auch was die Zeit anbelangt, und das Tausende Male. Wie kann das sein? Wie viele wissen das, kennen den Dienst und wissen, daß es wahr ist? Da habt ihr es! Nicht ein einziges Mal! Ganz gleich, wie unmöglich es schien: es ist so geschehen. ER ist Gott! Wenn wir das nur erkennen und daran festhalten würden! Wir werden nur eine kurze Zeit hier sein. Ich glaube, es bleiben uns noch zwei oder drei Abende und ein Tag. Am Sonntag nachmittag, so meine ich, findet die Schlußversammlung statt. Um der Pastoren und aller anderen willen werden wir versuchen, am Sonntag nachmittag zu enden. Wir wollen euch nicht von eurer Gemeinde fernhalten, sondern möchten, daß der Gemeinde Menschen hinzugefügt werden und daß euer Glaube an den Gott, dem ihr in eurer Gemeinde dient, gestärkt wird. Auf keinen Fall wollen wir, daß die Türen der Gotteshäuser geschlossen bleiben. Wir möchten, daß ihr dort bleibt, und versuchen, euch lediglich zu helfen und zu ermutigen. Eine Erweckung bedeutet nicht, daß mehr zur Gemeinde hinzugefügt werden - durch eine Erweckung soll das belebt werden, was ihr bereits habt. Das stimmt. Das ist Erweckung. Einmal beobachtete ich am Ufer des Meeres das mächtige Brausen des Windes. Das war aufregend. Oh, es war nicht am Meer, sondern am Michigan See. Ich stand da und beobachtete die herankommenden Wellen. Der See war aufgewühlt, das Wasser in Bewegung, und die Boote schaukelten hin und her. Ich dachte: "Was geht da wohl vor sich?", und mir kam der Gedanke: "Der See erlebt eine Erweckung." Das ist es! Weshalb war darin solch eine Bewegung? Weil das mächtige Brausen des Windes auf ihn herabkam. Ich dachte: "Weißt du was? Es ist jetzt nicht ein Tropfen Wasser mehr darin als vorher, als der See vollkommen ruhig war. Es ist nicht mehr Wasser darin, sondern es ist lediglich aufgewühlt." Weshalb ist es so aufgewühlt? Wißt ihr, was dadurch geschieht? Der ganze Schmutz, der sich darin befindet, wird ans Ufer geschwemmt. Das benötigen auch wir: ein Herausspülen des Unglaubens ans Ufer. Gebt dem Worte Gottes den Vorrang. Wir benötigen eine Erweckung, damit der Unglaube herausgeschwemmt wird und all das "Ungeziefer", der Aberglaube und derlei Dinge, herauskommt, so daß wir erkennen, daß Gott immer noch Gott ist. Dazu haben wir Erweckungen. Der HERR helfe uns, den Text zu lesen, den wir für heute abend gewählt haben. Möge Er das Lesen Seines Wortes segnen. Wir schlagen Matth. 12 auf und lesen von Vers 38 bis 42. Mein Thema heute abend lautet: "Die unerkannte Gegenwart Gottes." Gestern abend sprachen wir darüber, daß Jesus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Wir haben erkannt, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Wenn Er derselbe ist, dann wird Seine Gegenwart auch jetzt nicht erkannt. Laßt uns lesen: Daraufhin entgegneten Ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern: "Meister, wir möchten ein Wunderzeichen von Dir sehen!" ER aber gab ihnen zur Antwort: "Ein böses und ehebreche- risches Geschlecht verlangt ein Zeichen; doch es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Leibe des Riesenfisches gewesen ist, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Inneren der Erde sein. Die Männer von Ninive werden beim Gericht mit diesem Geschlecht auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie haben auf Jona's Predigt hin Buße getan, und hier steht doch Größeres als Jona! Die Königin aus dem Südland wird beim Gericht mit diesem Geschlecht auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomo's zu hören, und hier steht doch Größeres als Salomo!" Die unerkannte Gegenwart! Woran hätten diese Leute denken kön- nen! Jedesmal, wenn Gott sich kundtat, geschah das gleiche. Als Jesus zum ersten Mal hier war, sagte Er: "Ihr baut die Grabstätten der Propheten aus und schmückt sie, doch eure Väter haben sie getötet." Seht, es geschieht etwas und zieht vorbei, aber die Menschen erkennen es nicht. Gott verbirgt es vor den Augen der Weisen und Klugen und offenbart es den Unmündigen, die es annehmen. Jesus dankte dem Vater, weil Er das tut. Es geht an den Menschen vorbei, und sie erkennen es nicht. Ihr Katholiken, die ihr heute abend hier seid, erinnert euch, was man vor einigen Jahren mit Jeanne d'Arc gemacht hat. Dieses junge Mädchen führte das französische Heer an. Sie war wirklich eine Dienerin Christi. Was hat eure Kirche mit ihr getan? Sie wurde als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt, denn sie war geistlich und sah Visionen. Die katholische Kirche hat sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie geistlich war und Visionen sah. Jahre später haben sie erkannt, daß die junge Frau eine Heilige war. Natürlich habt ihr Buße getan, indem ihr die Gebeine der Priester, die sie verurteilten und verbrannten, ausgegraben und in den Fluß geworfen habt. Es war wirklich eine "harte" Bußtat, die Gebeine der Priester auszugraben! Was geschah in den Tagen der Propheten? Man tat das gleiche. Sie wurden erst erkannt, nachdem sie aufgetreten waren, ihren Dienst beendet und die Erwählten herausgerufen hatten. Nachdem sie gestor- ben waren, erkannte man, daß ein Prophet unter ihnen war. Jesus kam auf die Erde. Gott selbst, der Vater, war in Ihm. "ICH und Mein Vater sind eins. Mein Vater wohnt in Mir. Nicht Ich tue die Werke sondern Mein Vater. Wenn ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubt Mir nicht." Beachtet, als Er kam, wußte nur ein ganz kleiner Teil der Welt, daß Er zu der Zeit auf Erden war - obwohl Er doch der Retter der Welt war! Weder die Kirche noch kaum jemand anders erkannte, wer Er war. Erst nachdem man Ihn gekreuzigt und ins Grab gelegt hatte und Er am dritten Tage auferstand, erkannten sie, wer Er war. Es kommt und geht, und die Menschen erkennen es nicht, bis es vorüber ist, denn es entspricht nie ihrer Theologie und paßt nie in die Zeit des betreffenden Tages. Das kommt daher, weil sie immer in dem Glanz eines vergangenen Zeitalters leben. Der Grund, weshalb sie Jesus nicht annahmen, war, weil sie noch im Glanz des Gesetzes lebten. Das Kommen Jesu war nicht im Gegensatz zum Gesetz, sondern Er kam ja, um das Gesetz zu erfüllen. Sie konnten Ihn jedoch nicht annehmen, weil Seine Botschaft nicht genau mit ihren Glaubenssatzungen übereinstimmte. Damals nannte man sie Überliefe- rungen. ER kam nicht gemäß ihrer Überlieferungen, und Er befolgte ihre Überlieferungen auch nicht. ER warf sie um, machte sie zunichte, indem Er Dinge tat, die im Gegensatz dazu standen. Deshalb glaubten sie, Er würde Spaltung in die Kirchen bringen. Wegen Seiner Botschaft konnten sie Ihn nicht annehmen. Heute wissen wir alle, daß Er genau in Überein- stimmung mit der göttlichen Prophetie kam. Damals aber erkannten sie es nicht. Es könnte wieder geschehen, ohne daß wir es erkennen. Ich kann mir vorstellen, wenn Er heute abend tatsächlich käme, dann wäre es so sehr im Gegensatz zu dem was wir in unseren Seminaren usw. ersonnen haben, daß nur wenige erkennen würden, was eigentlich vor sich geht. ER sagte, daß es so sein wird, wenn Er kommt. Obwohl Jesus durch die Schrift ausgewiesen wurde, konnten Ihn die Schriftgelehrten und Pharisäer jener Zeit nicht erkennen. Weshalb nicht? Warum gelang es ihnen nicht? Weil sie es sich ganz anders zurechtgelegt hatten. Deshalb sagte Jesus zu ihnen: "Durchforscht die Schrift, denn ihr meint, das ewige Leben darin zu haben, und sie ist es auch wirklich, die von Mir Zeugnis ablegt." ER kam genau in Überein- stimmung mit der Schrift. Doch sie stellten sich vielleicht vor, daß der Messias bei Seinem Kommen dasselbe wie Mose oder Noah tun würde, daß Er ihnen eine Arche bauen würde oder etwas dergleichen. Doch so, wie Er kam, hatten sie es nicht festgelegt. Sie lehrten nicht die Schrift, sondern ihre Überlieferungen, deshalb waren die Menschen so verwirrt und wußten nicht, was vor sich ging. Ich frage mich, ob das heute wieder geschehen könnte. Ich frage mich, ob es anders sein könnte als das, was uns die Traditionen lehren. Es könnte geschehen und an uns vorübergehen, und wir würden es nicht wissen, bis es vorüber wäre. Doch dann ist es vorbei. Ungefähr so wird es geschehen. Wißt ihr, daß vom Auftreten Johannes des Täufers seit Hunderten von Jahren im Propheten Jesaja geweissagt war? Ich glaube, Jesaja weissag- te etwa achthundert Jahre vor dem Kommen Christi. Wißt ihr, daß Johannes genau so kam, wie Jesaja es vorausgesagt hatte, und genau so, wie Maleachi es vorausgesagt hatte? Doch nicht einmal die Apostel haben es erkannt. In Matth. 11 wird uns berichtet, das Johannes, als er im Gefängnis war, seine Jünger zu Jesus sandte und Ihn fragen ließ, ob Er es sei, der kommen sollte, oder ob sie auf einen anderen warten sollten. Beachtet, Jesus gab ihnen nicht ein Buch mit Verhaltensregeln, mit Anweisungen, wie man sich im Gefängnis benimmt oder wie das Betragen eines Menschen mit Charakter sein soll. ER sagte denen, die dort standen und sahen, was geschah: "Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr hört und seht." Darin lag der Beweis, daß Er das Wort war. Denkt daran, das Wort ergeht immer an einen Propheten. Das wissen wir alle. Gott tut nichts, ohne es Seinen Propheten kundzutun. Aus diesem Grund ist das Buch der Offenbarung Jesu Christi als die ganze Fülle Christi vor uns kundgetan. ER mußte jemanden senden, der das Buch bestätigt, es offenbart, die Siegel öffnet usw. Was jede weitere Offenba- rung Christi betrifft, so ist sie hier bereits enthalten. ER ist die Fülle der Offenbarung. Es schlägt nie fehl, denn das Wort kommt zu dem Prophe- ten. Stellt euch vor, wie Johannes, der Prophet, im Wasser steht und verkündet, daß der Messias sich mitten unter ihnen befindet. Er sagte: "Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt. Der wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen." Denkt euch, Er befand sich mitten unter ihnen, so berichtet ja die Bibel, doch sie erkannten es nicht! Eines Tages kam Jesus dorthin. Johannes erkannte Ihn und sagte: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!" Gebt nun acht: Ehe Er von irgend jemandem erkannt wurde, kam Er zu dem Propheten. ER war das Wort; Johannes war ein Prophet! Ich erinnere mich, daß mein alter Baptistenlehrer mir sagte: "Weißt du, was geschah? Jesus taufte Johannes." Ich antwortete: "Das glaube ich nicht." Er erwiderte: "Bestimmt. Johannes war noch nicht getauft; er trat auf predigte und taufte, doch niemand war würdig, ihn zu taufen. Also hat Jesus ihn getauft." Ich sagte: "Das weiß ich nicht." Eines Tages, während ich mich darin vertiefte, offenbarte der Heilige Geist es mir folgendermaßen: Er stieg ins Wasser und sagte: "Ich müßte von Dir getauft werden, und Du kommst zu mir?" Jesus gab ihm zur Antwort: "Laß es für diesmal geschehen, denn es gebührt uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen." Weil Johannes ein Prophet war, kannte er das Wort. Jesus, das Opfer, mußte vor der Darbringung gewaschen werden. Deshalb taufte Johannes Ihn, denn: "Es gebührt uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen." Das Wort kam zu dem Propheten ins Wasser. Auch nachdem Er getauft worden war, glaubten die Menschen nicht. Der Heilige Geist kam herab, doch nicht alle, sondern nur Johannes sah es. Der Engel des HERRN könnte heute abend hier sein, und vielleicht würde nur eine Person Ihn sehen und sonst niemand. Das Licht, der Stern, dem die Weisen folgten, zog übere jede Sternwarte hinweg, doch keine wußte etwas davon. Niemand außer den Weisen sah es, denn nur ihnen war es bestimmt. Sie sahen es. Für sie war es Realität. Als das Licht, die Feuersäule, Paulus auf dem Weg nach Damaskus zu Boden warf, erkannte er, daß er sich in der Gegenwart Gottes befand. Als Hebräer hätte er niemals einen anderen Geist "HERR" genannt. Doch er wußte, daß es dieselbe Feuersäule war, die sein Volk aus der Wüste hinausführte. Auf den Zuruf: "Saul, Saul! was verfolgst du Mich?" fragte er: "Wer bist Du, HERR?" ER antwortete: ICH bin Jesus, den du verfolgst!" Jesus sagte: "ICH bin von Gott ausgegangen und kehre zu Gott zurück." ER war das Feuer, das in dem Dombusch brannte und Mose durch die Wüste leitete. Dahin ist Er wieder zurückgekehrt. Nun befand sich Saulus auf dem Wege nach Damaskus und stürzte zu Boden. Keiner von denen, die ihn begleiteten, sah die Feuersäule. Für Paulus jedoch war es solch eine Realität, daß seine Augen geblendet wurden. Man mußte ihn nach Damaskus in die sogenannte Gerade Straße führen. Er war blind. In Damaskus wohnte ein Prophet namens Ananias, der eine Vision hatte. Er ging hin und legte ihm die Hände auf, so daß er den Heiligen Geist empfing. Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen ab, und er konnte wieder sehen. Für ihn war es eine solche Realität, daß er blind wurde. Alle übrigen jedoch nahmen es gar nicht wahr. Sie konnten es nicht sehen. So ist es auch heute abend! Jemand sitzt hier, der Gott zum Handeln veranlassen kann, während ein anderer überhaupt nichts davon be- merkt. Gott erkennen! Obwohl Jesus, als Er hier auf Erden war, genau das Zeichen vollführ- te, das die Bibel vorhersagte, erkannten sie es nicht, weil es nicht gemäß ihrer Überlieferung geschah. Zu jener Zeit sollte Er ja nicht kommen und tun, was Mose getan hatte. ER sollte von einer Jungfrau geboren werden und der Prophet gemäß 5. Mose 18, 15 sein. Genau diese Werke und Zeichen tat Er. Die Juden suchten immer Zeichen. Sie waren gelehrt worden, sich nicht auf intellektuelle Reden zu verlassen. Die Juden wußten Bescheid. Danach trachten die Griechen. Doch ihnen kam es nicht auf intellektuelle Reden an, sondern auf Zeichen. "Laß uns ein Zeichen sehen!" Einer aus diesem Volk sagte: "Rabbi, Meister, wir möchten ein Wunderzeichen von Dir sehen." Sie wollten es wissen. ER hatte ihnen bereits das Zeichen gezeigt, sie aber wollten ein anderes Zeichen. Doch Er konnte nur das Zeichen für jenes Zeitalter geben. Dasselbe tut Er heute. Die Ausgießung des Heiligen Geistes ist das Zeichen Seiner Erscheinung sogar in diesem Zeitalter, wie Er es verhei- ßen hat. Sie wollten ein Zeichen. ER hatte ihnen das schriftgemäße Zeichen gegeben, aber sie wollten ein anderes Zeichen. Das verwirrt so viele Menschen heute. Ihr wißt, die Entrückung könnte geschehen, und denkt nur, wie traurig das dann wäre! Doch laßt mich wieder darauf zurückkommen, als Johannes seine Jünger zu Jesus sandte und Ihn fragen ließ, ob Er der Messias sei. In jener Stunde wirkte Er viele Wunder. Als die Jünger den Rückweg angetreten hatten, um Johannes zu berichten, was sie erlebt hatten, sagte Jesus zu den dort Versammelten: "Wozu seid ihr in die Wüste hinausgezogen? Was wolltet ihr sehen, als ihr hingingt, um Johannes predigen zu hören? Wolltet ihr einen Mann in weichen Gewändern sehen? Solche Menschen sind in den Königsschlössern zu finden. Sie beerdigen die Toten, küssen die kleinen Kinder, trauen die jungen Leute usw. Sie kennen nichts von der Handhabung des zweischneidigen Schwertes." ER fragte: "Wozu seid ihr denn hinausgezogen? Wolltet ihr ein Schilf- rohr ansehen, das vom Winde hin und her bewegt wird? Jemanden, der annimmt, wenn eine Gruppe ihm mehr Geld bietet, anstatt dem Ruf des HERRN zu folgen? Aber nicht Johannes! Jemanden, der sich umstimmen läßt, wenn man zu ihm sagt: 'Wir bezahlen dir mehr, wenn du jenem absagst und dieses annimmst.'? Nicht Johannes!" ER fuhr fort: "Aber wozu seid ihr denn hinausgezogen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, Ich sage euch: einen Mann, der noch mehr ist als ein Prophet! Denn dieser ist es, auf den sich das Schriftwort bezieht: 'Siehe, ich sende Meinen Boten vor Dir her, der Dir den Weg vor Dir her bereiten soll.'" Das war Mal. 3,1. Eines Tages fragten Ihn die Jünger: "Wie können denn die Schriftge- lehrten behaupten, Elia müsse zuerst kommen?" Jesus gab ihnen zur Antwort: "Er ist bereits gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt." Da verstanden sie, daß Johannes der Täufer damit gemeint war, Selbst die erwählten Apostel konnten zunächst nicht begreifen, wer er war. Er war Elia. Gebt nun acht. Ihr wißt, das Kommen des HERRN wird ein geheimes Kommen sein. ER sagte: "In der betreffenden Nacht werden zwei auf einem Lager liegen: der eine wird angenommen, der andere zurückgelas- sen werden.", "Zwei werden auf dem Felde sein: der eine wird angenom- men, der andere zurückgelassen." Ihr wißt, täglich verschwinden auf der Erde so viele Menschen, von denen niemand weiß, wo sie geblieben sind. Eines Tages könnte es sein daß Menschen sagen: "Meinst du, daß dies schon die Trübsal ist? Ich dachte, die Gemeinde wird vor der Trübsal entrückt?" Sie erkennen und begreifen nicht, daß die Entrückung geschehen könnte, ohne daß sie etwas davon bemerken. Es ist das geheime Hinweggehen der Gemeinde. Bedenkt: Man wird weiter predigen; weiterhin sagen, daß man glaubt, gerettet zu sein; weiterhin den Gemeinden beitreten und weiterhin Kirchen bauen. Man wird weitermachen wie in den Tagen Noahs und nicht merken, daß die Entrückung bereits gewesen ist. "Es ist bereits geschehen, und ihr habt es nicht gewußt." Hunderte verschwinden täglich auf Erden, und man weiß nicht, wo sie sind. Sie sind nicht mehr aufzufinden. Sie gehen irgendwohin, und man hört nichts mehr von ihnen. Es könnte die Entrückung gewesen sein. Freunde, ich sage euch, nur Mitglieder einer Gemeinde oder dergl. zu sein, hat nicht viel zu bedeuten. Zieht lieber die Waffenrüstung Gottes an. Nehmt lieber das ganze Wort Gottes und haltet daran fest. Hört auf, euch hier wie in Hollywood zu benehmen. Es ist eine Schande, daß es bis in die Gemeinde vorgedrungen ist. Hollywood leuchtet, es glänzt in hellem Licht, und die Gemeinde von heute versucht, Hollywood nachzueifern. Christus ist nicht in Hollywood, Christus ist im einzelnen. Hollywood leuchtet, während das Evangelium in Demut strahlt. Gott ist nicht an diesen prächtigen, eleganten Orten und all dem Zeug, das wir sehen. ER kommt in Demut; in der Gestalt von Freundlichkeit und Sanftmut zieht Er ein. Wenn ihr das Wort kennt, werdet ihr es verstehen. Wer ein Ohr hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt, nämlich das, was für jetzt, für heute bestimmt ist. ER hat den Gläubigen in jener Zeit eindeutig bewiesen, wer Er war -- denen, die auf Ihn warteten. Nehmt Petrus und Andreas. Nehmt Natha- nael; er hegte keinen Zweifel mehr. Betrachtet die Frau am Brunnen; auch sie hatte keinen Zweifel mehr. Jene Pharisäer allerdings erlebten einige Tage vor der Begebenheit, die wir heute abend vorgelesen haben, was Er tat, und bezeichneten Ihn als Beelzebub, als Teufel, Die Wunder geschahen. Sie mußten ihrer Gemeinde eine Antwort geben. Das einzige, was ihnen übrigblieb, war, es einem bösen Geist zuzuschreiben. Beelzebub war ein Teufel. Man ver- glich es mit einem Wahrsager oder etwas Derartigem. Jeder weiß, daß Wahrsagerei vom Teufel ist. Damit verglichen sie es. Doch Er war das Wort und kannte die Geheimnisse des Herzens. Damit stellte Er unter Beweis, daß Er jener Prophet war, der in jener Zeit auftreten sollte, der Erlöser-Prophet. Als Er das tat, bezeichnete Ihn die Gemeinde damals als Beelzebub. Seht ihr, was sie waren? ER sagte: "Sie sind blinde Blindenführer!" Sie selbst gingen nicht hinein, ließen aber auch die nicht hinein, welche hineingehen wollten. Unser Bestreben heute ist, die Wahrheit herauszufinden. Wir müssen die Wahrheit erfahren. Ist Er derselbe? Ist Er hier, um zu erfüllen, was Er verheißen hat? Durchforscht die Schrift und stellt fest, was Er in dieser Zeit tun soll. Aus diesem Grund konnte John Wesley nicht an der Botschaft Luthers festhalten: Sie organisierten und konnten nicht mehr weitergehen. Mar- tin Luther kam aus der katholischen Kirche heraus. Für sie war er ein "Spinner", doch er hatte die Botschaft der Rechtfertigung. Es war das verheißene Wort Gottes. Nach seinem Tod organisierten sie die lutheri- sche Kirche, Was geschah dann? Es schlief alles wieder ein. Gemäß der Schrift mußte ein weiteres Gemeindezeitalter folgen. Es war das Gemeindezeitalter von Philadelphia unter John Wesley. Dabei ging es ständig weiter westwärts. Ein neues Gemeindezeitalter kam: John Wesley trat auf Aber die Lutheraner konnten es nicht annehmen, weil sie sich bereits mit der Lehre der Rechtfertigung organisiert hatten. Die Heiligung konnten sie nicht annehmen. Dann organisierten sich die Nachfolger Wesleys. Es entstanden auch Abzweigungen davon. Schließlich kam die Pfingstbotschaft mit der Wieder- erstattung der Geistesgaben. Alle vorherigen konnten nicht mitgehen, weil sie bereits organisiert waren. Schlimm ist, daß auch die Pfingstler jetzt so organisiert sind. Betrachten wir den Tag, in dem wir leben, und was für diese Zeit verheißen ist. Wo befinden wir uns? Wir sind weitergegangen. Wenn die Feuersäule weiterzog, folgten ihr die Kinder Israel. Andernfalls wären sie nach Ägypten zurückgegangen. Wir müssen uns mit dem Wort vorwärts- bewegen. Doch wir sind heute so träge. Die Gemeinde wird immer weltlicher und gleichgültiger. Ihre Gesinnung ist so verworren vor lauter Fernsehen. Man sieht sich "Wir lieben Susi" und dergl. Zeug an und bleibt zu Hause. Das zeigt, wo die Herzen der Menschen sind. Wenn man ihnen sagt, daß diese Dinge verkehrt sind, halten sie euch für verrückt. Was ist es? Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Oh, das größte Vergnügen, das ich kenne, besteht darin, so lange zu beten, bis ich mir der Gegenwart Gottes gewiß bin und sie erkenne. Ich meine, das müßte die Gemeinde überwältigen: die Gegenwart des Heili- gen Geistes zu erkennen; daß der Gott, der die Verheißung gegeben hat, unter uns ist, indem wir Seine Gegenwart spüren, Sein Wort erkennen und es bestätigt sehen. Es müßte solch einen Glauben hervorbringen, daß Krüppel gehen, Blinde sehen, Taube hören und Stumme reden könnten. Ich war in Südafrika, wo etwa zweihunderttausend Menschen in der Rennbahn von Durban versammelt waren. Als sie einmal sahen, wie etwas Derartiges geschah, nachdem ich es ihnen einleuchtend erklärt hatte, da wurden fünfundzwanzigtausend auf der Stelle geheilt. Als sie ein Wunder sahen, nachdem es zuvor offenbart worden war! Man lud sieben große Lastwagen, Sechsachser, voll mit Krücken und derlei Dingen, die nicht mehr gebraucht wurden. Das geschah an Heiden, die nicht einmal wissen was rechts und links ist. Am nächsten Tag rief mich der Bürgermeister von Durban, Mr. Sidney Smith, an und sagte: "Stell dich an dein Fenster, das in die Richtung zum Indischen Ozean liegt. Dort wirst du etwas sehen, was du noch nie gesehen hast." Eskortiert von der Polizei, fuhren dort die sieben Lastwa- gen vorbei. Hunderte von Menschen, die am Tag zuvor noch an Krücken gingen, auf Betten und Bahren lagen, folgten ihnen und sangen: "Glaube nur, glaube nur. Alles ist möglich, drum glaube nur." Eine Woche vorher waren die einzelnen Stämme noch untereinander verfeindet gewesen. Hier gingen sie nun Arm in Arm und Hand in Hand. Weshalb? Weil sie erkannten, daß der Gott des Himmels in Gestalt des Wortes vor ihnen erschienen war! Wir intellektuellen Amerikaner aber bleiben sitzen. Sie werden sich am Tage des Gerichts erheben und diese Generation um deswillen verurteilen, was wir gesehen haben. Das erinnert mich an eine Frau aus Louisville, Kentucky, die vor kurzem mit einem Baby in einem Warenhaus herumging. Sie versuchte, die Aufmerksamkeit des Kindes auf allerlei Art und Weise zu gewinnen, doch es starrte nur vor sich hin. Schließlich griff sie nach einer kleinen Glocke. Das ist ja etwas, woraufhin ein Kind in diesem Alter immer reagiert. Sie klingelte mit dem Glöckchen, doch das Kind starrte weiter vor sich hin. Da begann sie zu schreien und brach zusammen. Ein paar Leute kamen ihr zu Hilfe. Sie rief: "O nein, es kann nicht sein! Es kann nicht sein!" Man fragte: "Was ist los?" Sie antwortete: "Der Arzt hat gesagt, dem Kind geht es besser." Man fragte weiter: "Was hat das Kind denn?" Sie erwiderte: "Vor etwa sechs Monaten hatte es einen Anfall. Seitdem starrt es vor sich hin. Ganz gleich, was wir unternehmen, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, wir erreichen nichts, Es sitzt und starrt vor sich hin. Der Arzt sagte mir, daß er meint, es sei besser geworden. Ich habe es hierher gebracht, um allerlei Kleinigkeiten zu besorgen, die es interessieren müßten. Doch es sitzt nur da und starrt vor sich hin." So weit kommt es auch mit der Gemeinde. Gott hat jede Verheißung der Bibel vor ihnen erfüllt. Trotzdem sitzen wir da und starren vor uns hin. Was ist? Wir möchten ein Wunderzeichen von dir sehen!", obwohl es schon die ganze Zeit in unserer Mitte geschieht und die Gegenwart Gottes herabkommt. Es sollte uns erleuchten. Wenn Gott eine Verheißung gegeben hat, dann steht Er zu Seiner Verheißung. Jawohl. Nachdem Jesus durch Sein messianisches Zeichen bewiesen hatte, daß Er der Messias ist, sagten sie trotz allem immer noch: "Wir möchten ein Wunderzeichen von Dir sehen." Sie erkannten es nicht, starrten immer vor sich hin. Es war nicht in ihnen zu glauben. Meine alte Mutter stammte aus dem Süden und pflegte zu sagen: "Man kann kein Blut aus einer Rübe pressen, weil keines darin ist." Sie erkannten Ihn immer noch nicht, so verblendet waren sie von ihren Satzungen und dergl., die sie in jenen Tagen hatten. Sie erkannten die Verheißungen in der Schrift nicht, denn die Satzungen verdeckten sie. Ihre Glaubenssatzungen und Überlieferungen jener Zeit verdeckten die Verheißung der Schrift. Wären sie gemäß der Schrift gelehrt worden, dann hätten sie erkannt, daß dies das Zeichen sein würde, das den Messias begleitet. Wie viele glauben, daß Er mit Seinem wahren Zeichen gekommen ist? "Amen!" Gewiß tat Er das. ER kam gemäß der Verheißung. Doch man hatte sie Satzungen gelehrt. "Wir glauben dies. Wir glauben jenes." Alle von ihnen glaubten an Gott. Besonders wir Amerikaner glauben heute, dadurch eine Entschuldi- gung zu haben, daß wir große Kirchen bauen und gute Pastoren haben usw. Bedenkt: wenn das so wäre, dann wäre Gott ungerecht, wenn Er uns deshalb annehmen würde. Seht, Kain und Abel waren ja die ersten beiden Anbeter außerhalb des Gartens Eden. Jeder baute dem HERRN einen Altar; jeder brachte ein Opfer dar; beide beteten. Doch der eine war richtig, der andere war verkehrt. Seht, wir müssen die Wahrheit haben, und die Wahrheit ist immer Gottes Wort. Heute ist es dasselbe. Menschen werden so blind. Wenn ich frage: "Bist du Christ?", lautet die Antwort: "Oh, ich gehöre zu der und der Gemeinde." Das hat nichts damit zu tun! Ich habe nichts dagegen, doch es ist nicht das, was ich euch zu sagen versuche. Gehört zu der Gemeinde, zu der ihr wollt. Eure Zugehörigkeit besagt überhaupt nichts. Heute morgen erzählte ich dem Pastor, daß ich früher in Colorado zu Pferde Vieh zusammengetrieben habe. Wenn ich im Sattel saß, legte ich meine Beine so über den Sattel. Die "Troublesome River Hereford Association" ließ ihr Vieh im Troublesome-River-Tal weiden. Von dem höchsten Punkt des Tales ging eine Gabelung nach Osten und nach Westen. Das gesamte Vieh dieser Gesellschaft weidete auf der Westseite, und die Gruppe, zu der ich gehörte, trieb es auf die Ostseite. Man hatte einen Zaun gezogen, um das Vieh von Privatgelände fern- und den Sommer über im Gebirge zu halten. Im Frühjahr trieben wir das Vieh am Fluß zusammen, um es hinauf- zubringen. In der Herde gab es acht bis zehn verschiedene Brandzeichen. Während ich dort saß, legte ich mein Bein über den Sattelknopf. Sobald die Herde beisammen, die Brandzeichen eingebrannt und alles erledigt war, trieben wir sie auf die Weide. Der Vorarbeiter stand dort und zählte sie, während sie vorbeikamen. Ich sah die verschiedensten Brandzeichen. Mr. Grimes hatte das Dia- mant-Symbol, unser Nachbar den Fußabdruck des Truthahns unser Zeichen war der Dreifuß. Allerlei unterschiedliche Brandzeichen kamen dort vorbei. Der Vorarbeiter aber beachtete die Brandzeichen überhaupt nicht; er schaute nur nach der Blutplakette am Ohr. Damit die Rasse rein blieb, durften nur reinrassige Hereford-Rinder auf diese Weide. Die Blutplakette, die am Ohr befestigt war, gab darüber Auskunft. So wird es beim Gericht sein. ER wird mich nicht fragen, ob ich Methodist, Baptist oder Presbyterianer war. Meine Zugehörigkeit wird für Ihn nicht von Bedeutung sein. Nichts anderes als ein durch das Blut Jesu Christi wiedergeborener Christ wird dort eingehen. Nichts anderes als das wird dort eingehen. Das wollen wir uns merken. Wenn man Ihn nicht erkennt, wird Seine Kraft nicht offenbar, ganz gleich, wie sehr Gott gegenwärtig ist. Ihr müßt es glauben. Darum geht es. Es ist wie mit der Frau, die den Blutfluß hatte. Alle, die vorbeigingen, und alle, die dort standen, sagten: "Dort geht der Rabbi. Das ist er, der behauptet, ein Prophet zu sein. Das ist dieser Fanatiker." Doch was geschah? Die Frau, die den Blutfluß hatte, hörte von Ihm. Als sie dorthin kam, erkannte sie, wer Er war, ganz gleich, was jemand anders sagte. Sie sprach bei sich: "Wenn ich nur den Saum Seines Gewandes berühren kann!" Als der echte Glaube an Gott für sie zu einer positiven Sache wurde, was löste er da aus? Seine Kraft wurde freigesetzt, um sie zu heilen. ER spürte es so sehr, daß Er sich umwandte und ihr sagte, was sie hatte. Dann sprach Er: "Dein Glaube hat dir Heilung verschafft!" Was war es? Glaube! Vielleicht befanden sich andere dort, die kränker waren als sie. Doch seht, sie erkannte Seine Gegenwart. Sie wußte, daß dies ihre Gelegenheit war. Wenn wir das doch nur heute abend könnten, ihr Menschen! Wenn wir nur begreifen könnten, daß Er sich uns in diesen Versammlungen zu dem einen Zweck kundtut, um unsere Wünsche, die wir an ihn haben, zu erfüllen. Dazu müssen wir aber Seine Gegenwart erkennen. Wie erkennt ihr Seine Gegenwart? Indem das verheißene Wort für dieses Zeitalter kund wird! Nicht das verheißene Wort für das Zeitalter Moses oder ein anderes Zeitalter, sondern das verheißene Wort für dieses Zeitalter! Wir wissen, daß Er danach Seinen Weg fortsetzte. Jairus, dessen Tochter gestorben war, glaubte, daß Seine Worte die Wahrheit waren. Bedenkt, er war Priester, und es war ihm strikt verboten. Es hatte ja geheißen, daß jeder, der mit Ihm Umgang hat, aus der Synagoge ausge- schlossen würde. Es kümmerte ihn nicht, ob er ausgeschlossen wurde oder nicht; er war damit zufrieden zu wissen, daß Gott in Christus gegenwärtig und daß es gemäß dem Worte war. Was bewirkte es? Es setzte die Auferstehungskraft, die in Ihm war (Amen!), für ihn frei, brachte das Mädchen, das gestorben und aufgebahrt war, wieder zum Leben zurück. Er hatte erkannt, daß Gott in Christus war, und Seine Gegenwart war in seinem Hause. In der Stadt, in der Er aufwuchs, war dieselbe Kraft in Ihm, doch weil Er dort groß wurde, erkannten sie Ihn nicht. Seine Gegenwart bedeutete ihnen nichts. Vielleicht hielten sie Ihn für einen Fanatiker. "Wo sind die Wunder? Man hat mir erzählt, daß Du dies und jenes getan hast. Zeige es uns auch hier." Habt ihr das nicht auch schon gehört? Besonders ihr Pfingstler und alle, die ihr an göttliche Heilung glaubt. "Dort ist Der und der. Ich möchte sehen, wie Du ihn heilst!" Das ist derselbe alte Teufel, der damals sagte: "Wenn Du der Sohn Gottes bist, so gebiete, daß diese Steine zu Brot werden." Derselbe alte Teufel ließ Ihm das Gesicht verhüllen und ihn mit dem Stock auf das Haupt schlagen. Man reichte Ihn von einem zum anderen und richtete dann die Frage an Ihn: "Weissage uns: Wer ist's, der Dich geschlagen hat? Sage uns, wer Dich geschlagen hat, dann werden wir glauben, daß Du ein Prophet bist." Das hat Er nicht getan. ER hat vor niemandem einen Clown aus sich gemacht. Derselbe Teufel sagte zu Ihm, als Er am Kreuze hing: "Wenn Du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab, damit wir den Beweis haben, daß Du der Sohn Gottes bist." ER hätte es tun können. Ohne es zu wissen, ließen sie Ihm die größte Anerkennung zuteil werden, die Er je bekam, indem sie sagten: "Anderen hat Er geholfen, sich selber kann Er nicht helfen!" Wenn Er sich selbst gerettet hätte, dann hätte Er die anderen nicht retten können. ER gab sich selbst dahin, damit Er andere retten konnte. Seht, sie haben die Gegenwart Gottes nicht 13 erkannt. Das war es. Die Kraft zur Heilung wird freigesetzt und was noch? Ebenso wird auch die Kraft freigesetzt, eure Augen zu öffnen, um Ihn zu erkennen, oder eure Augen zu verblenden, so daß ihr Ihn nie erkennt. Was die Augen des Gläubigen öffnet, schließt die Augen des Ungläubigen. In einer Stadt hatten sie kein Vertrauen zu Ihm. Ein Pharisäer namens Simon lud Ihn in sein Haus ein. Er gab ein großes Mahl. Der Pharisäer wollte den Gästen beweisen, daß Er kein Prophet war. Man nahm die Gläser bzw. die Becher und stieß miteinander an; überall duftete es nach Parfüm usw. Jesus war von dem Diener, der die Füße zu waschen hatte, übersehen worden und hatte sich so gesetzt. ER war schmutzig, der Geruch des Feldes hing an Seinem Gewand, denn auf den Straßen liefen ja auch Tiere. Aus diesem Grund wusch man sich in jenen Tagen beim Eintreten die Füße. Seht, wenn man in Palästina zu jemandem nach Hause eingeladen war, wurden einem als erstes die Füße gewaschen, denn man trug ja Sandalen. Dann bekam man etwas, damit man auf ihre herrlichen Teppiche, die wertvollen Perserbrücken usw., treten durfte. Als nächstes bekam man etwas Öl auf die Hand. Es wurde aus einem bestimmten Apfel gewonnen, der im Gebirge wuchs, dem Rosenapfel. Nach der Blüte entsteht ein Apfel mit einem feinen Duft. Man reibt sich das Gesicht damit ein. Die Sonnenstrahlen in Palästina sind sehr inten- siv. Dadurch wird der Duft hervorgerufen Schließlich kommt der Gast- geber an die Tür und gibt euch den Willkommenskuß. Wie konnten die Diener Jesus vorbeigehen lassen, ohne Ihm die Füße zu waschen, ohne Ihm Öl zu geben, damit Er sich damit einreibt, und ohne daß Er einen Begrüßungskuß bekam? Doch auf der Straße war eine Dirne. Die ganze religiöse Gesellschaft erkannte Ihn nicht. Eine Frau mit schlechtem Ruf schaute vielleicht durch die Pforte hinein und sah Ihn dort sitzen wie ein "Mauerblümchen". So ergeht es Ihm heute unter den Frommen. ER ist unbeachtet, nicht willkommen, unerwünscht. Man bezeichnet es als Schmutz, als "heilige Roller" oder als jemanden, der nicht recht bei Verstand ist. "Wahrsager", "Telepathie" oder ein anderer Schimpfname wird ihm gegeben. Jesus sagte: "Wenn jemand ein Wort gegen den Menschensohn aus- spricht, wird es ihm vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist spricht", wenn Er gekommen ist und dasselbe tut, "dem wird es weder in dieser Weltzeit noch in der künftigen vergeben werden," Ich komme gleich noch darauf zurück. Diese Frau begriff, daß Er eine Gefälligkeit nötig hatte. Sie eilte schnell hinein und brachte ein Alabasterfläschen mit Öl. Wahrschein- lich hatte sie es von dem Geld, das sie bei der Prostitution verdiente, gekauft. Doch was war? Sie dachte vielleicht: "ER ist ein Prophet. Ich erinnere mich an eine andere Frau, die sich in der gleichen Lage befand und so war wie ich. Auch sie hatte die Gelegenheit, und sie erkannte Ihn und empfing Vergebung." Es war am Brunnen von Sychar. Wir haben gestern abend darüber gesprochen. Sie sagte: "Wenn ich nur zu Ihm gelange! Ich weiß ja, wer Er ist. Ich werde Ihm einen Dienst erweisen. Es ist mir egal, was die anderen tun. Ich werde Ihm einen Dienst erweisen und dadurch bezeugen, daß Er der Sohn Gottes ist." Sie lief hinein und trat ganz nah zu Ihm. Dabei fühlte sie sich so schuldig. So ist es mit jedem reumütigen Sünder: er fühlt sich in Seiner Gegenwart schuldig. Die Tränen begannen zu fließen. Sie versuchte es zu verbergen, doch sie fielen auf seine Füße. Sie wollte Ihn salben, doch die Tränen fielen auf Seine Füße. So wischte sie mit ihren Händen über Seine Füße, und weil sie immer noch weinte, wischte sie abermals. Dadurch wurden Seine Füße ganz schmierig von dem Schmutz, der daran hing. Ihr könnt es wirklich glauben: sie stanken, weil auch Tiere dieselben Wege benutzten. Dort saß Er, voll Gestank. Ihre Tränen fielen auf Seine Füße, und sie versuchte sie abzuwischen. Doch sie hatte kein Handtuch. Was ist die Schönheit und die Ehre der Frau? Es ist ihr Haar. Viele von euch Frauen schneiden es heutzutage ab. Das ist verkehrt. Sie benutzte ihr Haar, um Seine Füße damit zu trocknen. Dadurch nahm sie mit ihrem schönen Haar den üblen Geruch von Seinen Füßen und auf sich. Sie hat Seine Schmach auf sich genommen. Oh, so ist es, wenn ihr erkennt, wer sich in eurer Nähe befindet. Unsere Schwestern müßten heute ja fast einen Kopfstand machen, damit sie genügend Haar hätten, um das tun zu können. Sie wusch also Seine Füße, trocknete sie mit ihrem Haupthaar und küßte sie. Jener Simon stand da und meinte: "Na, na!" Ich kann fast sehen, wie er sich aufbläst. Er erkannte nicht, wer Er war. Er sagte: "Ich habe euch ja gesagt, daß Er kein Prophet ist. Wenn Er ein Prophet wäre, so müßte Er wissen, wer und was für eine Frau das ist, die Ihn da berührt." Jesus blieb still sitzen; Er beobachtete sie nur. Ihr war so bange. Nachdem Er ihr gestattet hatte, den Dienst an Ihm zu verrichten, blickte Er hinüber und sprach: "Simon, Ich habe dir etwas zu sagen: Du hast Mich eingeladen, und Ich bin gekommen." In anderen Worten: um einen Trumpf in der Hand zu haben. "Du wolltest Mich bloßstellen; du wolltest beweisen, daß Ich nicht bin, was Ich bin. Als ich kam, hättest du Meine Füße waschen lassen müssen, doch das hast du nicht getan. Du hättest Mir Öl geben müssen, damit Ich Mein Haupt salbe. Das hast du nicht getan. Du hast Mir keinen Willkommenskuß gegeben, diese Frau aber hat, seitdem Ich eingetreten bin, Meine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit ihrem Haar getrocknet und sie Mir unaufhörlich geküßt. Simon, Ich muß dir etwas vorwerfen." Darauf wandte Er sich der Frau zu. Ich kann mir vorstellen, wie sie dastand. Ihre großen, hübschen Augen und ihr ganzes Gesicht waren von dem Schmutz der Straße beschmiert. Sie dachte: "Habe ich jetzt verkehrt gehandelt? Habe ich etwas Verkehrtes getan?" ER sprach: "Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben. Gehe hin in Frieden." Was war es? Sie begriff, sie erkannte ihre Gelegenheit. Sie tat es. Sie erwies Ihm einen Dienst. Der Pharisäer tat es nicht. Sie tat es, denn sie erkannte Seine Gegenwart. Was bewirkte es? Daß sie Seine Füße wusch. Was löste das für sie aus? Vergebung. Es löste die Vergebung ihrer Sünden aus. Was hat es noch bewirkt? Es setzte außerdem die Kraft Gottes frei, um diesen Ungläubigen zu zeigen, daß Er ein Prophet war. ER wußte, wer die Frau war. Es hat auch Freude, Kraft und ewiges Leben ausgelöst. Das alles löste es aus. Doch derjenige, der veranlaßte, daß ein großer Nagel durch Seine kostbaren Füße geschlagen wurde, erkannte die Gegenwart Gottes in Ihm nicht. Er wollte, daß er ihn mit einem billigen Trick unterhielt. Das möchte die Welt heute: Unterhaltung. Sie wollen das Evangelium nicht. sie möchten unterhalten werden. Pilatus sagte: "Ich würde gern ein Wunder oder etwas dergleichen von Ihm sehen. Bringt Ihn her." Er befand sich in der direkten Gegenwart Gottes und lehnte es dennoch ab, denn ihm war an der öffentlichen Meinung mehr gelegen als an der Gelegenheit, in der Gegenwart Gottes zu sein. Was geschah? Die Frau empfing Vergebung und das ewige Leben. Er verlor seinen Verstand, wurde irre und beging in der Schweiz Selbst- mord, indem er sich ertränkte. Er wurde mitgerissen von der öffentlichen Meinung jenes Tages, daß Er Beelzebub sei; daß Er nur so tun würde, als glaube Er; daß Er wirklich nichts Besonderes sei. Was tat er? Er verwirkte seine Gelegenheit in der Gegenwart Gottes. Er hätte Vergebung erlangen können. Er sagte: "Ich habe die Macht, Dich kreuzigen zu lassen, und auch die Macht, Dich freizugeben." Jesus antwortete ihm: "Du hättest keine Macht über Mich, wenn sie dir nicht von Meinem Vater gegeben worden wäre." Wenn er die Schrift gekannt hätte, dann hätte er es wissen müssen. Er lebte ja unter den Juden, deshalb hätte er es wissen müssen. Doch seht, die Überlieferun- gen haben ihn falsch gelehrt. So ist es auch heute. Wenn man ihn nur richtig belehrt hätte! Wenn der Mann doch geglaubt hätte, was die Schrift sagt! Doch die Überlieferungen haben ihn davon abgehalten. Genauso ist es heute. Menschen erleben das wahre Evangelium, wo der Geist Gottes, wo die Kraft und Herrlichkeit Gottes Sünder von ihren Sünden löst und frei macht, wo sie mit dem Heiligen Geist getauft, wo die Kranken geheilt werden und große Wunder und Zeichen geschehen. Dennoch gehen die Menschen davon und sagen: "Ach, wißt ihr, was meine Gemeinde glaubt? Daß dieses dort Unsinn ist!" Damit verwirkt, damit verkauft ihr euer Erstgeburtsrecht und seid wie Esau. So viele in dieser Zeit erhalten die gleiche Gelegenheit, in Seine Gegenwart zu kommen, wie jene damals. Und immer noch lehnen sie es wegen der öffentlichen Meinung ab. In der Gegenwart Gottes zu sein! Ich frage mich heute abend, Freunde, ob wir Kranke, die wir Christen sind und uns in Seiner Gegenwart befinden, nicht die Gelegenheit versäumen, geheilt zu werden, weil wir Ihm einfach nicht glauben? Wir, die wir den Anspruch stellen, Ihm zu glauben, erkennen Seine Gegenwart in Wirk- lichkeit nicht, nämlich das, was Er in dieser Zeit zu tun verheißen hat. Jesus, der durch die Verheißung für jene Zeit bestätigt wurde, tadelte jene Generation, weil sie Seinem messianischen Zeichen nicht glaubte. Wir lesen hier, was Er ihnen vorwarf. Sie nannten Ihn Beelzebub. Vielleicht erwarteten sie von Ihm das Zeichen Moses, daß Er das Rote Meer teilte. Oder sie wollten, daß Er das Zeichen Davids vollführte, indem Er den Thron besteigt und regiert. Doch keine Schriftstelle sagte aus, daß Er das tun sollte. Damals mußte Er Prophet sein. Als König kommt Er noch. Damals mußte Er Prophet sein, und Er vollführte das Zeichen, das Gott für jene Zeit von Ihm vorhergesagt hatte. Trotzdem forderten sie ein Zeichen von Ihm, das ihnen gefiel. Ich frage mich, ob nicht auch wir nach etwas Ausschau halten, was bereits mitten unter uns ist. Ich frage mich, ob es nicht wieder so sein könnte, daß wir unsere Gelegenheit vorübergehen lassen. Denkt an die alten Schattenbilder. Diese Schattenbilder können nicht versagen. Jesus hat von dem letzten Zeichen gesagt, daß es in den Tagen, wenn der Menschensohn -- nicht der Sohn Gottes, der Menschensohn -- sich offenbart, so sein wird wie in den Tagen Sodoms. Seht euch den Zustand hier an, Freunde. Ich könnte euch Dinge sagen, die sich für mich nicht geziemen. Doch ihr wärt darüber bestürzt. Ich möchte hier innehalten und euch eine Frage stellen, ehe wir mit dem Gottesdienst fortfahren. Es dauert nur einige Minuten. Darf ich euch etwas fragen? Ihr alle wißt, daß die Welt, was ihren Zustand und alles andere betrifft, für Sein Kommen bereit ist. Hier und dort sollen Erdbeben stattfinden; der Mond soll Blut speien -- er ist ja von Vulkanen überzo- gen. All das hat Jesus als Zeichen für die letzten Tage vorhergesagt, auf die wir achten sollen. Das Meer soll Brausen, und Menschen sollen den Geist aufgeben vor Furcht und in banger Erwartung. Unter den Völkern soll Verzweiflung herrschen. Seht, wie die Verderbtheit heute auf dem Vormarsch ist. Allein in Kalifornien haben die Homosexuellen um vierzig Prozent zugenommen. Die natürlichen Neigungen sind verlorengegangen. Heute bleiben Menschen, die sich Christen nennen, zu Hause und hören sich Leute wie Pat Boone, Elvis Presley und Ernie Ford an. Sie singen am Sonntag geistliche Lieder, doch in der Öffentlichkeit küssen sie andere Frauen. Das und noch andere Dinge sieht man sich an. Kein Mann sollte eine Frau küssen, solange er nicht mit ihr verheira- tet ist. Denn dabei entstehen im Mann und in der Frau Empfindungen. Es kann sein, wo es will, es ist verkehrt. Es ist schon ein Teil des Geschlechtsaktes. Sobald männliche und weibliche Lippen sich berüh- ren, ist das ein geschlechtlicher Akt. Wenn ein Mann von einem anderen Mann oder eine Frau von einer Frau auf den Mund geküßt würde, dann müßten die sich übergeben. Weshalb besteht da ein Unterschied? Weil es schon teilweise ein Geschlechtsakt ist. Das stimmt. Es ist ein Schatten- bild dessen, wenn Christus Seine Braut küßt. Ihr solltet das nie tun. Schaut es euch heute an. All diese Filme sind eine einzige Anhäufung von Küssen und Umarmungen. Es könnte fast als öffentlicher Ehebruch bezeichnet werden. Doch die Menschen sind so blind, daß sie es nicht begreifen. Das stimmt. Alles ist in einem sodomitischen Zustand. Sodo- miter sind überall, wie die Bibel es sagt. Betrachtet die ,vielen Dinge, von denen Er vorausgesagt hat, daß sie in diesen Tagen geschehen. Seht euch die Verheißungen an, die Er für diese Zeit gegeben hat. Prüft es dann anhand dessen, was vor sich geht, um zu erkennen, wo wir uns befinden. So werdet ihr feststellen, ob Er immer noch in Seinem Wort ist oder nicht. Sie wollten das Zeichen Moses und das Zeichen Davids sehen. Doch es war nicht für ihr Zeitalter, sondern für die Zeit Moses und der anderen. Jetzt muß sich die Verheißung für diesen Tag erfüllen. ER hatte es ihnen ganz klar anhand der Schrift gezeigt und sie aufgefordert, die Schrift zu durchforschen, damit sie erkannten, in was für einer Zeit sie lebten. Dasselbe tut Er jetzt. Durchforscht die Schrift, ihr, die ihr der Bibel glaubt. Was soll jetzt vor Seinem Kommen geschehen? Seht, in was für einem Zustand die Welt ist. Das betrifft die Welt. Betrachtet die Gemeinde, wo sie sich befindet: Der Abfall ist da, sie ist lau geworden -- Laodicea, die das Wort hinausgetan hat. Das Ganze endet im großen Rat der Kirchen, dem Weltrat der Kirchen, und formt das Malzei- chen des Tieres. Obwohl die Bibel sagt, daß es verkehrt ist mitsamt den anderen Dingen, stürzen die Protestanten kopfüber hinein. weil sie die Schrift nicht kennen. O ihre Überlieferungen! Ja, sie wollen einen starken Mann, und sie werden ihn bekommen. Sie werden dafür sorgen, daß sie ihn bekommen. Jesus hatte sich eindeutig als derjenige ausgewiesen, der Er war. ER hatte ihnen in Seinem Zeitalter bewiesen wer Er war. Dasselbe ist heute. Laßt uns den Ausspruch aus Luk. 17: "Wie es war in den Tagen Sodoms" betrachten. Seht euch die Welt, seht euch die Gemeinde an: es ist ein Zustand wie in Sodom. Wo befand sich Lot, als die Männer versuchten, die Tür einzudrücken, um sich der beiden Engel, jener Männer, die zu ihm gekommen waren, zu bemächtigen? Gebt nun acht. Abraham wohnte auf einem Berg. Er war nicht in Sodom. Das ist ein Schattenbild. In einer religiösen Versammlung gibt es immer drei Arten von Men- schen: Gläubige, Scheingläubige und Ungläubige. Es sind immer diese drei. Auch damals gab es sie: Dort war der ungläubige Sodomiter, der scheingläubige Lot und Abraham - die erwählte Gemeinde. Beachtet ihre Botschafter in jener Zeit. Zwei Botschafter gingen nach Sodom und predigten dort. Sie wirkten keine Wunder, schlugen die Männer lediglich mit Blindheit. Das geschieht durch die Predigt des Wortes. Beachtet auch, was für eine Art von Wunder der Engel vollführte, der bei Abraham blieb. ER hatte Seinen Rücken dem Zelt zugewandt und redete ihn mit "Abraham" an, denn sein Name war umgeändert worden. ER nannte ihn "Abraham", nicht Abram. Er konnte das Kind so lange nicht bekommen, bis sein Name und der Saras umgeändert waren. ER sagte ihnen, wie ihr Name war. So nannte sie der Engel. ER sagte, daß Er wiederkommen würde; dann sollte Sara das Kind haben. Sara lachte darüber. Der Mann, der Seinen Rücken dem Zelt zuge- wandt hatte, der Mann, der Fleisch von einem Kalb sowie Brot aß und Milch von einer Kuh trank; der Mann, der Staub auf Seiner Kleidung hatte, dieser Wanderer war Gott selbst. Abraham erkannte es, weil Er die Gedanken im Herzen Saras, die sich hinter Ihm befand, wußte. ER sprach: "Warum denkt Sara: 'Wie soll das möglich sein?' Ist etwa für den HERRN irgend etwas unmöglich?" Sara kam aus dem Zelt heraus und leugnete es. ER aber sprach: "Doch, du hast gelacht." ER hätte dem Leben Saras dort ein Ende gemacht, weil sie nicht glaubte, doch seht, sie war ein Teil Abrahams. Trotz unseres Unglaubens angesichts Seiner gewaltigen Offenbarung in dieser Stunde sind wir ein Teil Christi. ER muß uns erhalten. Nie hat es während der ganzen Kirchengeschichte solch eine Zeit gegeben. Ich weiß von einem Geschichtsstudenten, der mir jetzt zuhört. So etwas hat es noch nie gegeben. Ich fordere jeden Bibelforscher auf, mir einen Mann zu nennen, der seit der Kreuzigung Christi bis zum heutigen Tag mit einem weltweiten Dienst zur Gemeinde gesandt worden ist und dessen Name mit h-a-m endete wie A-b-r-a-h-a-m. Es gab einen Sankey, einen Finney, einen Moody, einen Knox, einen Calvin usw., wann aber hat es zuvor einen G-r-a-h-a-m, einen Billy Graham, den großen Evangeli- sten, unter den Denominationen, die in Sodom sind, gegeben? Niemals! Dasselbe trifft auf Oral Roberts dort bei den Pfingstlern zu. Habt ihr das gewußt? Doch G-r-a-h-a-m hat nur sechs Buchstaben, während A-b-r-a-h-a-m sieben hat. Sechs ist die Zahl des Menschen, der menschlichen Organisa- tionen, der menschlichen Werke. A-b-r-a-h-a-m aber hat sieben Buchsta- ben. Übertragt das jetzt auf die erwählte, aus den Denominationen herausgerufene Gemeinde. Nicht nur die Denominationen, sondern auch die auserwählte Gemeinde, die sich außerhalb befindet, soll in diesen letzten Tagen einen Botschafter bekommen. Was geht dort vor sich? Was geht hier vor sich? Vergleicht es mit dem, was Jesus sagte. Nie zuvor in der Geschichte hat es zugetroffen. Diesel- ben Zeichen sollten geschehen! Begreift und erkennt ihr nicht, Freunde, daß Gott im Evangelium in Sein Volk herabgekommen ist, um sich zu erkennen zu geben? Könnt ihr nicht erkennen, in was für einer Stunde wir leben? Wollen wir uns damit begnügen, ein wenig in die Hände zu klatschen, auf dem Klavier zu spielen und irgend etwas nachzusprechen, indem wir uns immer weiter vom Wort entfernen, bis wir ihm gegenüber ganz blind sind? Bestimmt nicht! Laßt uns die Stunde erkennen, in der wir leben! Petrus, Nathanael und die Frau am Brunnen erkannten es. Sie erkannten Sein Zeichen, das Zeichen des Messias. Jetzt geschehen dieselben Dinge, von denen ich spreche. Was dieses Zeitalter betrifft, hat Jesus auf eine frühere Zeit Bezug genommen. In jedem Zeitalter, wenn Gott Seine Botschaft sandte, die ja Sein Wort ist, und sie bestätigte, war es für die Menschen, die sie glaubten, eine große Zeit. Diejenigen, die sie nicht glaubten, gerieten in ein Chaos. So war es immer. In den Tagen Jesu war es das gleiche. Seht, wie Er dastand. ER sprach: "Wie Jona damals drei Tage und drei Nächte im Leibe des Riesenfisches gewesen ist, so wird es mit dem Menschensohn sein." ER sagte: "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt ein Zeichen." Wißt ihr, was Er nach meiner Ansicht hier tat? ER weissagte, als Er von einem bösen und ehebrecherischen Geschlecht redete. Ich frage mich, ob jemand, der bei Verstande ist, bestreiten könnte, daß wir in einem bösen, ehebrecherischen Geschlecht leben, bei all den Homosexuellen und der Perversion! Die Scheidungsrate in Amerika ist höher als in jeder anderen Nation der Welt, Die ganze Welt ist in ein solches Chaos geraten. Beinahe drei von vier lassen sich scheiden und wiederholen es während zehn Jahren Ehe. Denkt darüber nach! Schei- dung, Wiederheirat, Wiederheirat und Scheidung und Wiederheirat. "Sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten..." Betrachtet die Stunde, in der wir leben. Wann war je ein solches Chaos? "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt ein Zeichen." Und sie werden ein Zeichen erhalten! Wer? Diese Generation. "Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Leibe des Riesenfisches gewesen ist, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Inneren der Erde sein. Was für ein Zeichen wird diese böse und ehebrecherische Genera- tion erhalten? Das Zeichen der Auferstehung. Heute, nach zweitausend Jahren, sehen wir Jesus Christus immer noch in der Kraft Seiner Auferstehung unter uns, indem Er die gleichen Dinge tut wie damals, die Er wieder zu tun verheißen hat. "Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht wird ein Zeichen verlangen. Immer heißt es: "Zeig mir dieses." oder "Kannst du das oder jenes tun?" Sie werden es bekommen: das Zeichen der Auferstehung." ER ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe, das offenbar gewordene Wort, das unter uns wohnt. Wie sollten wir Gott für Sein gewaltiges Zeichen danken! Beachtet: Er hat dort noch auf etwas anderes hingewiesen. ER sagte: "Die Königin aus dem Südland wird auftreten." Das ist die Königin von Saba. Hört jetzt gut zu. "Die Königin aus dem Südland wird beim. Gericht mit diesem Geschlecht auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und hier steht doch Größeres als Salomo!" Wir wollen uns einige Minuten damit befassen. ER las in derselben Bibel, die auch wir lesen, von Jona und Salomo. Salomo hatte zu seiner Zeit die Gabe der Unterscheidung. Das ganze Volk, die ganze Nation glaubte es. Sie waren ein Herz und eine Seele. Alle glaubten es. Wenn heute abend alle, wenn ganz Amerika sich Gott zuwenden und Ihm glauben würde, dann wäre das die größte Sicherheit, die wir haben können, besser als all die Bunker u. dergl. Keiner hielt Salomo zum Narren. Sie fürchteten sich vor ihm, weil er ein Mann war, der eine Gabe hatte. Die Menschen glaubten, daß er von Gott gesandt war, und machten ihn zu ihrem König. Die umliegenden Nationen fürchteten sich vor ihnen, nicht um ihrer militärischen Macht willen, sondern weil Gott mit ihnen war. Wenn doch nur diese Nation, die behauptet, christlich zu sein, wenn alle diese große Gabe erfassen würden, die uns in diesen letzten Tagen gegeben worden ist -- den Heiligen Geist Gottes auf die Gemeinde. Nicht die Glaubenssatzung, sondern der Geist Gottes. "'Nicht durch Heere und nicht durch Macht, sondern durch Meinen Geist!' -- spricht der HERR." Der Heilige Geist, Jesus Christus in Gestalt des Geistes auf uns, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit, erweckt dieses Wort zum Leben. Es bewirkt, was Er voraussagte. Gebt nun genau acht. Die Nachricht verbreitete sich auf der ganzen Welt. In jenen Tagen hatte man noch kein Fernsehen und kein Radio, deshalb ging es von Mund zu Mund. Nach einiger Zeit kamen die großen Karawanen, welche durch die Wüste Sahara zogen, auch dorthin, wo sie lebte. Es war eine dreimonatige Reise von Palästina aus. Der Glaube kommt ja durch das Hören, das Hören des Wortes Gottes. Die Königin hörte von den gewalti- gen Versammlungen, die dort stattfanden, und jedesmal, wenn eine Karawane von dort kam, fragte sie: "Seid ihr durch Palästina gekom- men?" "Ja." "Was geschieht dort?" "Oh, es ist unbeschreiblich. Solch eine Gabe der Unterscheidung hast du noch nicht gesehen. Es ist, als wurde ein Gott dasitzen. Ihr Gott tut sich in einem Mann namens Salomo kund." Der Glaube kommt ja durch das Hören. Das Herz der Königin begann sich danach zu sehnen, hinzugehen und es selbst zu erleben. Seht, sie war zum Leben bestimmt. Weil sie eine Heidin war, mußte sie als erstes ihren Priester um Erlaubnis bitten. Ich kann mir vorstellen, wie sie zu ihrem Priester ging und sagte: "Heiliger Vater, ich höre, daß in Palästina eine gewaltige Erweckung vor sich geht. Ich möchte die Erlaubnis, hingehen und mir die Sache selbst anschauen zu dürfen." "Nun, mein Kind, du willst dich doch nicht mit etwas Derartigem einlassen? Im übrigen lehnen wir jede Mitarbeit in der Erweckung ab. Du kannst also nicht gehen. Das ist doch alles nur Unsinn. Damit hat es nichts auf sich. Die Menschen behaupten zwar, daß sie durch das Rote Meer gezogen sind und daß dieses und jenes geschehen ist, doch da ist nichts dran. Wenn so etwas geschehen würde, dann doch hier in unserer Kirche." Es gibt immer noch Heiden unter uns. Doch wir haben festgestellt, daß ein Verlangen in ihr aufstieg. Sie mag gesagt haben: "Sieh doch, man hat mir erzählt, daß ihr Gott sich dort durch einen Menschen kundtut und daß dessen Weisheit alles übertrifft. Seine Unterscheidungsgabe ist wunderbar." "Ach, da ist doch nichts dran..." "Schau, du bist eine Königin; du kannst mit solchen Menschen keine Gemeinschaft haben. Das kannst du nicht. Diese Leute sind doch auf der ganzen Welt als religiöse Fanatiker bekannt. Du kannst es nicht tun." Doch seht, wenn Gott am Herzen des Menschen zu wirken beginnt, kann niemand es aufhalten. Weder der Ehemann noch die Ehefrau weder die Kinder noch der Pastor noch sonst jemand kann es aufhalten, wenn ein Mensch wirklich nach Gott hungert. Sie gehen trotzdem. Sie begann, ihre Vorbereitungen zu treffen. Er sagte vielleicht: "Ich muß dich aus unserer Gemeinschaft ausschlie- ßen." "Das kannst du tun. Ich gehe trotzdem. Ich werde mich mit eigenen Augen von all diesen Dingen überzeugen." Sie besaß Schriftrollen, in denen sie gelesen hatte, wer Jehova war, auch über Seine Propheten und was sie tun mußten, wie das Wort Gottes offenbar werden und wie es diese Dinge wissen würde, sobald es sich, verhüllt in menschlichem Fleisch, kundtun würde, und was dadurch geschehen sollte. All diese Dinge hatte sie gelesen. Jetzt kann ich ihn sagen hören: "Schau, unser Buch sagt dies." "Ja, aber meine Ururgroßmutter stand schon vor denselben Götzen- bildern. Tag für Tag stand sie da und sagte Gebete auf Nie geschah etwas. Sie gaben weder einen Ton von sich, noch taten sie irgend etwas anderes. Ich bin dieser alten, toten Form überdrüssig, ich möchte hingehen, um zu erfahren, ob es dort einen lebendigen Gott gibt." Es ist schade, daß wir heute nicht mehr solcher Königinnen haben. Sie machte sich bereit für die Reise. Als der Zeitpunkt ihrer Abreise kam, hatte sie ein großes Problem. Es war nicht so einfach, wie es heute für euch ist. Beachtet, was sie tun mußte. Hier ist noch etwas, das ich nicht übergehen möchte. Sie sagte: "Ich begebe mich dorthin und werde etwas Geld mitnehmen. Ich werde Geschenke mitnehmen. Wenn es die Wahrheit ist, werde ich es unterstüt- zen, Wenn es nicht die Wahrheit ist, bringe ich mein Geld wieder zurück." Diese Frau könnte die Pfingstler belehren. Jawohl. Sie unterstützen Dinge, wo über göttliche Heilung gelacht und gespottet wird. Dennoch unterstützt ihr solche Radio-Programme, wo man sich über das, was ihr glaubt, lustig macht und lacht, anstatt eure eigene Gemeinde. Sie sagte: "Ich nehme es mit. Wenn es nicht richtig ist, kann ich ja alles zurückbringen." Die Kamele wurden mit all diesen Schätzen beladen. Damals gab es in der Wüste die berittenen Räuberbanden der Ismaeliten. Wie leicht wäre es für sie gewesen, diese Frau als ihr Opfer zu überfallen! Sie hätten die wenigen Eunuchen, die sie begleiteten, umbringen, das Geld rauben und wieder verschwinden können. Doch es ist etwas Besonderes, wenn ihr wirklich entschlossen seid. Dann wird Gott sich euch offenbaren. Wenn ihr entschlossen seid, Christus zu sehen, dann gibt es keine Gefahr für euch. Ihr beachtet sie überhaupt nicht. Wenn der Arzt euch sagt, daß ihr sterben werdet, nehmt ihr keine Notiz davon. Dieser Drang sagt euch, daß etwas da ist. Tief in ihrem Herzen brannte etwas; der Glaube an diesen Gott. Die Reise durch die Sahara dauerte drei Monate. Sie fuhr nicht im klimati- sierten Cadillac. O nein. Drei Monate zog sie durch die Wüste Sahara. Vielleicht reisten sie nur bei Nacht und rasteten am Tag in den Oasen, wo sie in den Schriftrollen las, bis sie ihr Ziel erreichte. Kein Wunder, daß Jesus sagte, daß sie an jenem Tag auftreten und dieses Geschlecht verurteilen wird. Manche gehen ja nicht einmal bis über die Straße, und hier ist doch ein Größerer als Salomo: der Heilige Geist selbst. Kein Wunder, daß sie am letzten Tage aufstehen und die Generation verurteilen wird. Endlich war sie am Ziel. Sie kam nicht wie viele andere Menschen, die eine fremde Versammlung besuchen. Sie brachte ihre Kamele in den Pferch und schlug ihre Zelte auf. Sie wollte so lange dort bleiben, bis sie überzeugt war. Die meisten Menschen kommen und bleiben vielleicht fünf, vielleicht auch fünfundzwanzig Minuten sitzen. Sobald aber der Evangelist oder jemand anders etwas sagt, das nicht mit dem übereinstimmt, was ihrer Meinung nach in ihrer oder seiner Glaubenssatzung steht, dann gehen sie hinaus. Sie haben nicht einmal Manieren. Kein Wunder, daß sie diese Generation verurteilen wird. Sie kam und blieb, bis sie überzeugt war. Ich kann mir vorstellen, wie bei jenem ersten Gottesdienst an dem Morgen die Posaunen erklangen und Pastor Salomo hereinkam. Viel- leicht saß sie ziemlich weit hinten und sagte bei sich: "Jetzt werde ich es selbst sehen. Ich weiß, daß es von Jehova sein soll. Die Menschen können vieles behaupten, doch ich werde es herausfinden." So blieb sie an jenem Tage dort sitzen und gab acht. Sie sah, wie alle zur Plattform kamen, und erlebte, daß die Gabe der Unterscheidung vollkommen war. Wir wollen einmal annehmen, daß schließlich auch ihre Gebetskarte aufgerufen wurde, was wahrscheinlich nicht stimmt, doch ihre Zeit, vor Salomo zu erscheinen, war gekommen. Die Bibel sagt, daß Gott Salomo als sie bei ihm angekommen war, Alle ihre Geheimnisse wissen ließ und daß ihm nichts verborgen war. So geschah das Wunder an ihr. Dann wandte sie sich der versammelten Menge zu und sagte: "Wahr ist das gewesen, was ich gehört habe... und es übertrifft noch das, was ich gehört habe." Sie geriet vor Erstaunen so außer sich, daß es ihr sogar den Atem verschlug, weil hier ein Mann war, der sie nicht kannte, ein Fremder, der ihr all die Dinge, die sie wissen wollte, offenbarte. Oh, und dort stand Jesus, der ja mehr war als Salomo! ER war die Fülle der Gottheit in leiblicher Gestalt; Er war der jungfräulich geborene Sohn Gottes. ER verhüllte sich in Ihm -- Jehova selbst tat sich im Fleisch kund. Da stand Er in der ganzen Fülle, und dennoch weigerten sie sich, ihm zu glauben, trotz der gewaltigeren Unterscheidungsgabe. ER war alles, was in Salomo, in David und allen anderen zusammen war, Alles, was die Propheten waren war in Ihm zusammengefaßt. ER war größer als Salomo. Gerade an jenem Tag sagte Er: "Wenn jemand ein Wort gegen Mich ausspricht, vergebe ich ihm; wenn aber der Heilige Geist kommt, wird es noch größer sein als dieses jetzt, ebenso auch die Verurteilung." Heute sind wir hier und sehen, wie derselbe Gott das gleiche tut. Ich glaube, daß sie am Tag des Gerichts auftreten und diese Generation verurteilen wird. Denn sie tat Buße und glaubten die Botschaft, die Salomo predigte. Damit glaubte sie Gott. Sie hatte etwas Echtes gesehen. Ihr wißt, worin heute das Problem besteht. Es gibt viele Menschen, sehr viele Menschen, die zu einer Gemeinde gehen und dazu gehören und sich mit einem Glaubensbekenntnis begnügen. Sie haben soviel Falsches gesehen, so viele Bildnisse und viele große, feine Gebäude. Laßt uns nie dahin kommen, daß wir das für wichtig erachten. Gott wohnt nicht in großen Gebäuden; Er wohnt in eurem Herzen. Gott wohnt nicht in intellektueller Schulung; davon ist Er weit entfernt. ER wohnt in eurem Herzen, dort, wo Demut ist. ER wohnt in Seinem Wort. Sein Wort dringt in euer Herz, tut sich dort kund und bezeugt sich. ER legt Sein eigenes Wort durch euch aus. ER versucht jemanden zu finden, den Er gebrauchen kann, um zu zeigen, daß Er immer noch Gott ist. ER ist es. ER wird es tun, wenn Er nur jemanden findet, zu dem Er reden kann, Zu einer Frau mit einem Blutfluß kann Er immer noch das gleiche sagen wie damals. ER kann immer noch dasselbe tun, es kundtun, es offenbar machen. Es ist möglich, in der Gegenwart Gottes zu sein, ohne daß wir es erkennen. Das erinnert mich an eine kleine Geschichte. Vielleicht habe ich sie euch schon einmal erzählt; ich weiß es nicht. Sie paßt hierher. Wie ihr alle wißt, bin ich Jäger. Ich jagte immer in den Wäldern des Nordens. Dort hatte ich einen Freund namens Bert Call. Er war ein guter Jäger, ein Halbindianer. Um ihn brauchte man sich nicht zu sorgen. Er verirrte sich nie. Wir waren wirklich gute Kameraden. Aber er war in seinem Herzen der bösartigste Mensch, den ich je gesehen hatte. Er hatte überhaupt kein Herz. Er schoß einfach auf Kitze, das sind die Jungen des Rotwilds, nur um mich zu verstimmen. Dabei sagte er: "Ihr Prediger seid Feiglinge. Billy, du wärst ein guter Jäger, wenn du kein Prediger wärst." Er meinte: "Du bist zu feige." Ich antwortete: "Bert, das hat nichts mit Feigheit zu tun." Wenn das Gesetz es gestattet, dann ist es in Ordnung, ein Kitz zu erschießen. Abraham ließ ein Kalb schlachten und tischte es Gott dem HERRN auf. Es ist nicht die Größe oder das Geschlecht, worauf es an- kommt. Doch es geht dabei um das Boshafte. Er schoß die Kitze und lachte darüber. Es machte ihm Spaß, wenn sie mir leid taten. Als ich in einem Jahr wieder dorthin kam, hatte er sich eine Pfeife ausgedacht, mit der er die Laute eines Kitzes nachahmen konnte, wenn es nach seiner Mutter ruft. Er sagte: "Hallo, Billy. Bevor wir heute morgen losgehen, möchte ich dir zeigen, was ich habe." Und er zeigte sie mir. Ich erwiderte: "Bert, du wirst so etwas doch nicht verwenden." Er antwortete: "Kümmere dich um deine Angelegenheiten." Der Bursche hatte dabei Augen wie eine Eidechse, ähnlich wie manche Frauen, die sich die Augen schminken. Ihr wißt schon, wie. Mit solchen "Eidechsenaugen" sah er mich an, so daß ich fast erschrak. Ich sagte: "Bert, tu das nicht!" Er antwortete: "O du feiger Prediger!" Ich war ein wenig spät dorthin gekommen. Im Norden ist das Wild sehr scheu. Die Großohrhirsche hier laufen auf euch zu, aber nicht jene Weißwedelhirsche dort. Sobald die Jagdzeit beginnt, sind sie verschwun- den. Man spricht von Houdini, der ein Entfesselungskünstler war, doch gegen sie ist er ein Amateur. Es war also spät, die Jagdzeit hatte bereits begonnen, und das Wild hielt sich versteckt. Sie ästen nachts im Mond- schein und schliefen am Tag. Wir gingen sehr weit hinauf, bis zur Jefferson-Scharte und dann sogar zum Mount Washington. Es lagen etwa 15 cm Schnee. Das Wetter war ideal, um Spuren zu verfolgen. Doch wir fanden keine Spur. Er sagte: "Was hältst du davon, Billy?" Ich antwortete: "Du hast sie mit deinen alten Maschinengewehren, mit denen du schießt, verscheucht." Wir gingen weiter. Es wurde elf Uhr. In einer Thermosflasche hatten wir immer heiße Schokolade bei uns. Wenn man sich verletzt hat, wirken sie und ein Sandwich sehr belebend. Etwa um elf oder elf Uhr dreißig erreichten wir eine Lichtung von der Größe dieser Fläche oder des Gebäudes, ohne Bäume. Er stellte sein Gewehr an einen Baum, setzte sich hin und faßte nach hinten. Ich war der Meinung, er griff nach seiner Thermosflasche, und dachte: "Jetzt werden wir essen." Gewöhnlich gehen wir auf den Gipfel und essen. Danach geht der eine in diese, der andere in jene Richtung, dann treffen wir uns wieder. Wir kennen die Gegend dort gut. Wenn wir ein Stück Wild erlegen, hängen wir es auf und gehen zurück, weil wir wissen, der andere hilft mit, es abzutransportieren. Deshalb dachte ich, er würde jetzt sein Essen zu sich nehmen und dann würden wir uns trennen, denn wir hatten bereits die Baumgrenze erreicht. Er griff nach hinten. Also holte ich meine Thermosflasche, goß mir Schokolade ein und legte alles zurecht. Doch er zog diese Pfeife aus seiner Tasche und blies hinein. Dabei schaute er mich wieder mit diesen "Eidechsenaugen" an und blies noch einmal hinein. Als er das tat, erhob sich in einer Entfernung von etwa der Länge dieses Gebäudes eine große Hirschkuh. Falls einige unsere? Schwestern es nicht wissen sollten: eine Hirsch- kuh ist ein Muttertier. Dieser Ton klang wie der Schrei eines Jungen, deshalb stand die Hirschkuh auf. Jeder Jäger weiß, daß die Mittagszeit eine schlechte Zeit zum Jagen ist, weil die Tiere dann ruhen. Sie erhob sich also und schaute umher. Ich konnte sie fast deutlich sehen. Er drehte sich um, sah mich an und blies wieder hinein. Anstatt wegzulaufen, kam sie direkt in die Lichtung hinein. Das ist ungewöhnlich, das tun sie sonst nicht. Ein Jäger weiß das. Sie tun es nicht. Doch sie ging geradewegs dorthin. Weshalb? Weil sie eine Mutter war, und dort schrie ein Junges. Es liegt einfach in ihrer Natur, mütterlich zu sein und nach diesem Jungen zu sehen. Bert schaute hin, öffnete den Gewehrverschluß und lud eine 30-06 Patrone. Er war ein todsicherer Schütze. Ich sah, wie er auf sie zielte, und wußte, daß er ihr treues Herz mit einem 180 Grain Teilmantelgeschoß glatt durchschießen würde. Ich dachte: "Wie kannst du das tun, Bert? Wie kannst du nur so schlecht sein, dieses Muttertier herauszulocken und ihr dann das Herz aus dem Leib zu schießen, während sie nach ihrem Jungen sucht? Wie kannst du nur so brutal sein?" Das dachte ich nur. Ich sah, wie er zielte. Ich konnte es nicht mit ansehen. Es war zuviel. Vermutlich bin ich tatsächlich ein Feigling. Ich drehte ihm meinen Rücken zu und dachte: "O Gott, wie kann er das tun? Wie kann ein Mensch so niederträchtig sein und dieser armen, treuen Mutter das Herz herausschießen?" Sie wollte damit ja nicht angeben; sie wollte sich doch nicht aufspielen. Sie war Mutter, sie sah, wie der Jäger mit dem Gewehr auf sie zielte, doch lief sie weg? Nein. Ihr Kind war in Not, und sie suchte nach ihm. Wie ich schon sagte, drehte ich ihm den Rücken zu und begann zu sagen: "HERR, mein Gott, wie kann er das nur tun?" Ich wartete und wartete, doch der Schuß kam nicht. Als ich mich umwandte sah ich, wie das Gewehr hin und her schwank- te. Er konnte es nicht mehr ruhig halten. Da drehte auch er sich um: diese großen Eidechsenaugen hatten sich verändert; Tränen liefen ihm über die Wangen. Er warf sein Gewehr an den Hang und sagte: "Billy, ich habe genug davon. Führe mich zu diesem Jesus, von dem du immer sprichst." Dort, auf dieser Schneeverwehung, führte ich ihn zu Christus. War- um? Weil er etwas Echtes, etwas Wahres gesehen hatte. "Wenn diese schweigen, werden die Steine schreien!" Diese Mutter führte nichts vor. Sie war eine echte Mutter. Es war ihr gleich, ob es ihren Tod bedeutete. Den Tod vor Augen stand sie da. Sie wußte, daß die Kugel jeden Augenblick losgehen und ihr Herz durchbohren konnte. Sie suchte ihr Kind! Oh, wenn wir nur solche Christen sein könnten, wie diese Hirschkuh Mutter war! Sie war als Mutter geboren. Sie war geboren, um Mutter zu sein. Wir sind dazu geboren, um das Wort Gottes zu glauben. Wir sind dazu geboren, um Jesus Christus zu glauben. Laßt uns die Häupter neigen. Wie viele hier möchten ihre Hand heben und damit sagen: "Bruder Branham, ich möchte wirklich so ein Christ sein, wie die Hirschkuh Mutter war. Ich wünsche mir, daß mein Herz so von Christus erfüllt ist, daß ich angesichts aller Widerwärtigkeiten stehenbleibe und ein echter Christ bin, wie die Hirschkuh Mutter war. Solch ein Erlebnis möchte ich haben." Wollt ihr eure Hand erheben? Gott segne euch. Das ist fein. Gott segne euch. Es sind so viele; überall. Ich bin so dankbar, daß ihr immer noch genügend von dem Echten in euch habt, um glauben zu können. Was wäre wenn ihr nicht glauben könntet? Wäre es nicht traurig, einen Ungläubigen zu sehen, dessen Herz so verhärtet ist, daß er überhaupt nicht glauben kann, der verdammt, dahin, verloren ist und es nicht weiß? Er kennt auch nicht die Stunde, in welcher der Tod an seine Tür klopfen wird. Alle müssen in die Ewigkeit hinübergehen. Jesus sagte, wenn jemand nicht von neuem geboren -- zu einem echten Christen wird, wie die Hirschkuh Mutter war, werdet ihr Gott nicht schauen. Ihr seid verloren, ganz gleich, wie vielen Kirchen ihr beitretet. ER sprach mit Nikodemus, einem religiösen Führer jener Zeit. Einem achtzigjährigen Mann sagte Er, daß er von neuem geboren werden mußte Er mußte zu solch einer Art Christ werden, wie die Hirschkuh Mutter war. Hat jemand, der die Gegenwart Gottes wirklich erkannt hat, seine Hand nicht erhoben? Ihr erkennt sie und sagt: "Ich weiß, daß ich verkehrt bin Wenn ihr begreift, daß es mit euch nicht stimmt, dann habt ihr die Gegenwart Gottes erkannt. Wenn ihr jedoch nicht wißt, daß ihr verkehrt seid, dann nennt euch die Bibel "elend". In diesem Gemeindezeitalter ist die Gemeinde "elend, erbarmenswert, arm, blind und nackt und weiß es nicht." Stellt euch vor, ein Mann oder eine Frau wären elend, blind, arm, erbarmenswert und nackt auf der Straße. Dann könntet ihr ihnen sagen, daß sie nackt sind, und sie würden auf euch hören. Was aber wäre, wenn sie nicht glaubten, daß sie nackt sind? Dann wäre ihr Geisteszustand nicht in Ordnung. Genau so ist der geistliche Zustand. Menschen sind geistlich blind, elend erbarmenswert und nackt in den Augen Gottes. Sie sind Sünder, die sich hinter Feigenblättern irgendeiner Denomination verbergen, es aber nicht wissen. Möchte noch jemand die Hand erheben? Gott segne euch. Das ist richtig Der HERR segne euch. Vielleicht seid ihr fremd hier und habt Gott noch nie wirken gesehen. Sagt trotzdem, noch bevor ihr etwas seht: "Ich nehme es auf der Grundlage des Wortes an. Ich weiß, daß ein Größerer als Salomo hier ist: Der Heilige Geist Gottes ist gegenwärtig. Ich spüre es; ich glaube es. Ich erhebe meine Hand. Ich bin ein Sünder und bitte um Rettung." Himmlischer Vater, segne alle, die ihre Hände erhoben haben. Wir bitten, daß allen Sündern Deine Barmherzigkeit zuteil wird. Vielleicht gehören sie zu einer Gemeinde, doch das bedeutet ja nicht, daß sie keine Sünder sind. Sie haben ihre Hände erhoben, weil sie gerettet werden möchten. HERR, etwas war ihnen nahe. Sie haben den Heiligen Geist erkannt. Sie haben erkannt, daß Gott es war, der ihnen sagte, daß sie das Erlebnis, das sie benötigen, noch nicht gemacht haben, und deshalb erhoben sie ihre Hände. DU hast gesagt: "Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinaus- stoßen." ich weiß, das ist wahr. In Joh. 5, 24 sprachst Du: "Wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tode ins Leben hinübergehe- gangen." "Wer zu Mir kommt, dem werde Ich ewiges Leben geben und Ihn am Jüngsten Tage auferwecken." Das sind Deine Verheißungen, Vater. Ich stelle auf jeden von ihnen den Anspruch. Vielleicht sind einige von ihnen Christen, HERR, die versuchen, das Leben zu bewältigen und täglich besser zu leben. Sie möchten ein Erlebnis, damit ihr Wandel besser wird. Auch sie haben ihre Hände erhoben. Vater, ich bitte, daß Du sie segnest. Mögen sie heute abend in Christus, dem Wort, das unter uns Fleisch geworden ist, völlige Zufriedenheit finden. Gewähre es, HERR. ich befehle sie Dir an in dem Namen des HERRN Jesus Christus. Amen. Gott segne euch. Setzt euch noch für einen Moment ruhig hin. Oh, ich habe schon fünf Minuten überzogen. Vergebt mir, ich hatte nicht vor, so lange zu sprechen. Bitte laßt uns noch ein wenig bleiben. Gebt mir noch einige Minuten. Wie viele wissen, was Gott war? Wir wissen, was die Bibel von Ihm sagt, nämlich: "ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Jesus sagte in Joh. 14, 12: "Wer an Mich glaubt, wird die Werke, die Ich tue, auch vollbringen." Nicht der Scheingläubige, sondern: "Wer an Mich glaubt!" Stimmt das, meine Prediger-Brüder? Es ist wahr. Wie viele Bibelleser wissen, daß es wahr ist? Himmel und Erde werden vergehen, doch Seine Worte können nicht versagen. ER hat es verheißen. Zweifellos befinden sich auch Kranke unter euch. Ich kenne euch nicht. Ich möchte beweisen, was ich vorhin über den Engel des HERRN in den früheren Tagen sagte. Jesus hat gesagt, daß es beim Kommen des Menschensohnes so sein würde, wie es in den Tagen Lots war. Habt ihr verstanden, wovon ich sprach? Die Namen und alles andere stimmen, und auch die Gemeinde befindet sich an ihrem Platz. Begreift ihr das? Ich bin sicher, ihr habt zwischen den Zeilen gelesen, was ich nicht ausgespro- chen habe, und wißt, was ich meine. Was tue ich hier? Weshalb würde ich hier stehen, wenn ich ein Betrüger wäre? Wenn dem so wäre, dann wäre es Zeit für mich zu gehen. Dann möchte ich nicht mehr leben. Lieber würde ich sterben. Alles andere wäre ich lieber als ein Betrüger. Was würde Gott mit mir tun? Ich weiß ja gar nicht, ob ich die nächste Nacht überlebe, und ihr auch nicht. Doch Betrüger wollen wir nicht sein. Was würde es nützen, ein Betrüger zu sein, zumal ihr die Möglichkeit habt, aufrichtig zu sein? Doch seht, es kommt euch fremd vor. Seht, ich behaupte, daß sich die Schriftstellen, die ich euch vorgelesen und auf die ich schon in den beiden vorangegangenen Abenden gezeigt habe, erfüllen müssen, nämlich, was Jesus war und was Seine Gegenwart jetzt bewirkt. Wie wir wissen, soll Er in den letzten Tagen zurückkehren und sich durch menschliches Fleisch auf die gleiche Weise bezeugen. Wir alle wissen das. Sind wir uns dessen bewußt? Sagt Amen, wenn es so ist. "Amen " Gut. Zu eurem Trost sage ich euch in Seinem Namen folgendes: ER ist hier, derselbe Gott, der herabkam und mit Abraham redete. ER hatte Seinen Rücken dem Zelt zugewandt, in dem sich Sara befand, und wußte was sie dachte. Dasselbe tat Er, als Er auf Erden war. ER blickte über die Versamm- lung und erkannte, was in ihrem Herzen war. Eine Frau berührte Sein Gewand. ER sah sich um, bis Er sie fand, und sagte es ihr. Der blinde Bartimäus berührte Sein Gewand, indem Er ausrief: "Sohn Davids, erbarme Dich meiner!" Er war etwa zweihundert Meter von der Stelle entfernt, wo Er vorüberging. Sein Glaube hielt den Sohn Gottes auf Seinem Weg an. ER wandte sich um und sprach: "Bringt ihn her." Der kleine Zachäus stieg auf einen Baum und verbarg sich dort. Auch er konnte nicht glauben, daß Er ein Prophet war. Als Jesus vorbeikam, blieb Er unter dem Baum stehen, blickte hinauf und sprach: "Zachäus, steige herunter." ER rief ihn bei seinem Namen. Jesus hatte Petrus noch nie gesehen. Andreas brachte ihn mit. Als Er ihn kommen sah, sprach Er: "Dein Name ist Simon, du bist der Sohn des Jona" ER nannte ihn beim Namen und sagte ihm, wer er war. Nathanael sagte Er, wo er sich befunden und was er getan hatte. Der Frau am Brunnen schilderte Er die Lage, in der sie sich befand, und worin ihre Not und ihr Leiden bestand. Das war Gott; Freunde. Wie viele glauben das von ganzem Herzen? Sagt Das muß Gott gewesen sein. Wie viele von euch hier wissen, daß ich nichts über euch weiß? Hebt eure Hand und bezeugt damit: "Ich weiß, daß dieser Mann nichts über mich weiß. Er ist nur ein Mensch." Das bin ich -- nur euer Bruder. Ich bin hier und versuche euch zu helfen. Doch ich bezeuge es. Wie viele haben mein Buch und anderes gelesen? Wißt und glaubt ihr, daß es die Wahrheit ist? Dies sind die letzten Tage. Möge der HERR Jesus uns jetzt helfen. ER könnte heute abend kommen. Niemand soll jetzt herumgehen. Bleibt sitzen, wo ihr seid, und glaubt. Dann wird der HERR Jesus heute abend herabkommen und diese Dinge bestätigen, die Er angekündigt, die Er verheißen hat. Wenn Er es als Wahrheit bestätigt, werdet ihr dann an Ihn glauben? Glaubt! Himmlischer Vater, ich habe jetzt von Dir gesprochen und dargelegt, was Du warst, was Du bist. Würdest Du jetzt bitte das Weitere überneh- men? Die Menschen in der Versammlung sind mir vollkommen fremd. Wirst Du Dich uns heute abend zu erkennen geben, HERR, damit wir wissen und erkennen, daß diese Schriftstellen sich erfüllt haben und daß Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist? Wenn wir in den letzten Tagen leben, muß Er sich offenbaren, wie Er es für die letzten Tage verheißen hat, nämlich wie zu Sodom, bevor Abraham den verhei- ßenen Sohn bekam. Jetzt wartet der königliche Same Abrahams auf den königlichen Sohn, und dasselbe soll wieder geschehen. Sogar die Orte, die Zeit, die Namen stimmen, alles ist an seinem richtigen Platz, Vater. Hilf uns. Wir bitten darum im Namen Jesus Christus. Amen. Ich möchte, daß ihr jetzt alle betet. Was immer euch fehlt, bittet Ihn darum. ER ist ja der Hohepriester. Ich möchte gern wissen, wie viele Prediger im Gebäude sind. Hebt doch bitte überall eure Hände. Ich schätze, es sind zwischen dreißig und vierzig. Wie viele von euch wissen, daß im Neuen Testament, im Brief an die Hebräer, geschrieben steht, daß Jesus Christus jetzt Hoherpriester ist, der Mitgefühl mit unseren Schwachheiten hat? Würdet ihr eure Hände erheben und sagen: "Ich weiß, daß es die Wahrheit ist. Das steht in der Bibel."? So ist es. Gut. Wenn Er Hoherpriester ist, dann ist Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Wenn ihr Ihn heute abend berührt, dann wird Er genauso handeln, wie Er es damals tat. Stimmt das? Wie Er es gestern getan hat. Die Frau berührte Sein Gewand. Ihr sagt: "Ja, wenn ich das könnte!" Euer Glaube berührt es. Körperlich hat Er es nicht gespürt. Es war der Glaube der Frau, die Sein Gewand berührte. Euer Glaube kann Ihn jetzt berühren. Glaubt ihr das? Wenn also Gottes Wort kund wird, wird Er dasselbe offenbaren und das gleiche zeigen. Glaubt ihr das von ganzem Herzen? Gut. Vertraut Ihm; glaubt Ihm. Zweifelt nicht, sondern glaubt Gott, daß Er es tun wird. Ich werde zuerst jemanden von dort rufen, dann von dort. Betet deshalb und glaubt von ganzem Herzen. Wenn Gott an einem oder zweien, die ihr kennt, etwas tun wird, das unfehlbar ist, wie viele von euch werden dann glauben, daß wir Seine Gegenwart erkennen können? Mehr brauchen wir nicht. Das genügt. Die Dame, die dort sitzt und mich anschaut, hat ein Herzleiden. Glaubst du, daß Gott dein Herz heilen und dich gesund machen wird? Du hast ein Herzleiden. Wenn das stimmt, dann hebe deine Hand. Ich bin dir fremd, kenne dich nicht, doch das ist die Wahrheit. Gut. ich meine dich, die grauhaarige Dame, die dort sitzt. In Ordnung. Die Dame dort mit dem grünen Kleid hatte ihre Hand erhoben. Du hast Arthritis. Glaubst du, daß Gott die Arthritis heilen wird? Wenn es stimmt, dann hebe deine Hand. Gut. Etwas ist über dich gekommen, nicht wahr? Es ist das Licht. Wie viele haben je das Bild von diesem Licht gesehen? Dort hing es, direkt über der Frau. Ganz plötzlich kam ein wirklich liebliches Gefühl über dich. Das kam daher. Gott hat dich gesegnet, geheilt, gesund gemacht. Glaubst du es? Glaubst du, daß Er weiß, was mit dir nicht stimmt? Nur Er kann dich heilen. Es ist ein dunkler Schatten -- Epilepsie. Wenn das stimmt, dann hebe deine Hand, junge Dame. Du denkst jetzt ein wenig anders als noch vor einigen Minuten, nicht wahr? Es geschah, als ich den Aufrufbeende- te. Wenn du jetzt von ganzem Herzen glaubst, werden die Anfälle verschwunden sein. Wirst du es annehmen und von ganzem Herzen glauben? Gott segne dich. Gehe und glaube es. Die Dame, die hier sitzt, hat ein Magenleiden. Glaubst du, daß Gott dich gesund machen wird? Du hier am Ende der Reihe, glaubst du, daß Gott dich von deinem Magenleiden heilen wird? Ja? Du nimmst es an? Gut. Gott segne dich. Ich bin der Frau vollkommen fremd. Ich kenne sie nicht. Sie ist lediglich eine Frau, die dort sitzt. Aber Gott kennt sie. Glaubt ihr jetzt von ganzem Herzen? "Amen." Gut. Glaubt nur. Die Dame, die dort am Ende sitzt, hat ein Gallenblasenleiden. Sie hat Gallensteine und ein Leberleiden. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Ich bin dir völlig fremd. Ist das wahr? Seht. Die Dame neben dir leidet ebenfalls. Könnt ihr das Licht über der Frau nicht sehen? Die Frau hat ein Nierenleiden. Das stimmt. Sie hat eine Harnvergiftung in den Nieren. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Die Frau, die dich eben berührte, leidet an Nervosität, Ihr seid beide fremd hier, ihr stammt nicht von hier. Das stimmt, nicht wahr? Ihr seid aus Iowa. Die Stadt heißt Des Moines. Das stimmt, nicht wahr? Glaubst du, daß Gott mir deinen Namen sagen kann, wie Er es bei Petrus tat? Wenn du nur von ganzem Herzen glauben kannst! Dein Name ist Frau Wolff. Wenn das stimmt, erhebe deine Hand. Gut. Kehre geheilt zurück, Jesus Christus macht dich gesund. Habt ihr Seine Gegenwart erkannt? Wißt ihr, daß Er hier ist? Wollt ihr dann nicht einander die Hände auflegen, während der Heilige Geist auf euch ist? Es ist der Heilige Geist auf euch. Jeder kann jetzt geheilt werden, wenn ihr es nur glaubt. Glaubt ihr es von ganzem Herzen? "Amen!" Himmlischer Vater, jetzt ist nur noch Glaube da. Wir sagen uns nun von aller Finsternis los. Wenn die Erweckung ausbricht, kommt die Welle über das Wasser und bewegt es auf und ab. Wie ich am Anfang sagte, um den Unglauben herauszuschwemmen. Möge jetzt, während der Heilige Geist unter den Menschen hin und her wogt, aller Unglaube weggenommen sein, und möge die Kraft Gottes heute abend jeden Leidenden befreien. Ich schelte den Teufel. Satan, du bist nichts als eine Täuschung. Du bist hier vor diesen Menschen durch den schriftgemäßen Beweis des lebendigen und auferstandenen Jesus entlarvt worden. Ich gebiete dir bei dem lebendigen Gott, aus diesen Menschen herauszukommen und sie zu verlassen, zur Ehre Gottes. Alle, die ihr eure Heilung annehmt, steht jetzt auf und sagt: "Ich glaube. Ganz gleich, was geschieht, wie lange es dauert, ich weiß trotz- dem, daß ich gesund werde. Ich nehme es von ganzem Herzen an." Erhebt jetzt eure Hände. "Dank sei Dir, HERR." Preis sei dem HERRN. Preist Ihn! So ist es recht. Erhebt eure Hände und preist Ihn für eure Heilung, wie ihr es in euren Gemeinden auch tut. [Die deutsche Übersetzung wurde mit einem Scanner eingelesen und mit einem OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. Noch vorhandenen Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. 26.09.2000]