Die Spreu wird nicht mit dem Weizen erben (The Seed Shall not be Heir with the Shuck) gepredigt in Los Angeles, Kalifornien, U.S.A. a m 2 9. A p r i l 1 9 6 5 William M. Branham Die deutsche Übersetzung wurde mittels eines Scanners eingelesen und durch ein OCR-System in diese Textdatei umgewandelt. (04.01.1998) Vielen Dank, Bruder Demos. Wir sind froh, an diesem Morgen hier zu sein und all die herrlichen Zeugnisse dieser feinen Menschen zu hören. Wir vertrauen darauf, daß Gott auch weiterhin mit uns ist und uns segnet. Wenn ich es recht verstanden habe, soll ich auch heute abend spre- chen, so der HErr will. Ich erkundigte mich vor einigen Minuten bei Bruder Shakarian und sagte zu ihm: "Es braucht dir nicht unange- nehm zu sein. Ich weiß, daß wir den Raum um elf Uhr verlassen müssen. Doch wenn ich hier stehe, verliere ich einfach jegliches Ge- fühl für die Zeit." Anscheinend geht es allen von uns so. Man sagt: "Zwei, drei Minu- ten...", doch, Bruder Smith' du weißt, daß es schwer ist, es in zwei, drei Minuten zu schaffen. Ich weiß, wie es ist, und ich fühle mit einem jeden mit. Wir befinden uns eben noch in der Zeit. Zwar sind wir auf dem Weg zur Ewigkeit, noch aber leben wir in der Zeit. Ich sagte: "Bruder Demos, es braucht dir nicht unangenehm zu sein. Ziehe mich einfach, kurz bevor es soweit ist, an der Jacke, dann weiß ich, daß es Zeit ist aufzuhören." Wenn ich nicht zu Ende komme, werde ich es heute abend zu Ende ausführen. Falls doch, habe ich für heute abend einen neuen Text. Ehe wir das Buch öffnen, wollen wir zu dem Autor sprechen und unsere Häupter dazu neigen. Teurer himmlischer Vater, wir danken Dir heute morgen für diese Versammlung und für das, was wir bereits gehört haben. Wenn dies unser Schlußgebet wäre, HErr, dann hätten wir bereits jetzt das Emp- finden, daß es gut war, hier zu sein. Deshalb bete ich darum, daß Du auch weiterhin mit uns bist und uns hilfst, wenn es Dir gefällt. Jetzt wenden wir uns dem Wort zu. Nachdem wir zusammengekommen sind, um Gemeinschaft miteinander zu haben, und die Zeugnisse von dem, was Du für uns getan hast, gehört haben, wollen wir uns jetzt in das Wort vertiefen, um festzustellen, woher dies alles kommt. Dann wird es eine Bestätigung für das sein, was heute geschieht und was wir spüren und sehen. Gewähre diese Dinge im Namen Jesu Christi. Amen. Als Sein Knecht bin ich einer Botschaft verpflichtet. Ich werde manchmal sehr mißverstanden. Das war in der Vergangenheit so und wird vielleicht immer so sein. Doch ich sage die Dinge nicht, um mich zu unterscheiden, sondern , weil ich aufrichtig sein will. Ich möchte sagen, was ich als richtig ansehe. Jeder hat das Recht, seine eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen. Deshalb bin ich hier unter euch. Bruder Shakarian sprach über die Gebetskarten, die für die Gebets- reihe ausgegeben werden, und daß Er sehen wollte, was der Heilige Geist offenbart. Er hat das nicht von mir gesagt, sondern vom Heili- gen Geist, denn ich könnte diese Dinge nicht tun. Jeder weiß, daß ich nicht imstande dazu bin. Doch das, was ihr hier seht, ist nur ein ge- ringer Teil. Ihr solltet einmal an anderen Orten sein und miterleben, wie Er Dinge voraussagt, die geschehen werden. Das bewirkt ihr, denn ihr seid es, die Gott glauben. Denkt daran, wenn ihr Gott nicht glaubt, dann sagt Er es euch direkt hier auf der Plattform. Wenn ihr in Sünde seid, sagt Er es euch. Auch die Dinge, die ihr getan habt und nicht hättet tun dürfen, sagt Er euch. Es ist nicht nur das, was sie auf die Gebetskarten schreiben; sie könnten ja irgend etwas darauf schreiben. Sie würden nicht darauf schreiben, daß sie Sünder sind; oder diese betreffende Frau, daß sie mit dem verkehrten Ehemann lebt, usw. So etwas schreiben sie nicht auf die Gebetskarte, doch der Heilige Geist tut es trotzdem kund. Das ist der übernatürliche Teil daran, Freunde. Ich sage das mit Respekt. Wir sind heute morgen ja nicht allzu vie- le, nur eine kleine Gruppe. Es versetzt mich in Erstaunen und bean- sprucht meine Nerven so sehr, daß ich manchmal schreien könnte. Wenn ich mich irgendwo in den Bergen, wo ich einen großen Teil meiner Zeit verbringe, an einen Hang setze, empfange ich es von Gott. Dann komme ich wieder herunter und teile den Menschen mit, was Er mir gegeben hat. Ich möchte mich nicht von den anderen Menschen unterscheiden, doch ich muß ehrlich sein. Ich muß Gott gegenüber und einer Botschaft treu sein. Wir treffen die Vorbereitungen, um in ein paar Tagen eine Reise nach Übersee anzutreten, so er HErr will. Ich bitte euch wirklich sehr, für mich zu beten. Ihr seid so nett. Wenn ich zu sprechen beginne, vergesse ich ein- fach die Zeit, wie auch die anderen von uns. Bruder Shakarian, ihr feinen Prediger hier auf der Plattform und unter der Zuhörerschaft und all ihr Freunde Jesu Christi: Als Angehöriger Gottes durch das Kreuz, wie ihr es ebenfalls seid, grüße ich euch in Seinem Namen. Wir sind ja Brüder und Schwestern. Heute morgen möchte ich, so der HErr will, in der Schrift den Ga- later-Brief aufschlagen und eine Schriftstelle daraus vorlesen. Gestern abend haben wir die Botschaft gehört, die unser Bruder Bredesen, ein sehr feiner Mann, hier von der Plattform aus gab, in- dem er in Zungen sprach. Wenn ich mit meiner spärlichen Bildung und meinem kümmerli- chen Verständnis der Worte, der ich trotzdem weiß, daß diese Bot- schaft wahr ist, solche Männer sehe, wie sie an diesem Abend auf der Rednerliste standen, dann begreife ich, daß sie der intellektuellen Art von Menschen entsprechen. Vielleicht sind sie nicht imstande, das zu tun, wozu der HErr mich berufen hat, und ich kann nicht tun, wozu der HErr sie gerufen hat. Doch wenn wir zusammenarbeiten, dann bin ich sicher, daß wir die Botschaft verbreiten können, wenn wir nur vor Gott verbleiben. Als er gestern abend das Zeugnis gab, sprach der Heilige Geist in Zungen, und jemand aus der Zuhörerschaft gab die Auslegung. Ich bin mir immer bewußt, daß ich dem mit Ehrfurcht zu begegnen habe, denn aus der Bibel weiß ich, daß es der Heilige Geist Gottes ist, der uns etwas mitteilt. Darin wurde vom Spätregen gesprochen, vom Früh- und Spätregen. Das bringt mich auf einen Gedanken. Bruder Bonham gab mir gerade ein kleines Päckchen mit einigen Schecks darauf und sagte: "Dies ist ein Liebesopfer von den Men- schen." Das hätten sie nicht tun sollen. Zu dem Zweck bin ich nicht gekommen. Doch sie haben es mir gegeben, und es gibt natürlich kei- ne Möglichkeit, es ihnen zurückzugeben. Deshalb werde ich es neh- men und versuchen, meine Unkosten zu decken, wenn ich nach Über- see gehe, so der HErr will. Denn dort, wohin ich gehe, werde ich nicht finanziell unterstützt. Es wird geheimgehalten, denn die Gemeinden wollen mich nicht hineinlassen. Ich reise als Jäger ein, doch es ist meinem HErrn über- lassen. Der HErr hat es mir aufs Herz gelegt, das zu tun. Ich muß fast einen Vorwand gebrauchen. Sie haben einige seltsame Ansichten dort. Jeder von ihnen verlangt von mir, daß ich ein Schriftstück unterzeichne, worin ich erkläre, daß ich mit dem übereinstimme, was sie glauben, und daß die andere Gruppe verkehrt ist. Die andere Grup- pe versichert, sie wird mich aufnehmen, wenn ich sage, daß die eine Gruppe verkehrt ist. Das mag ich nicht. Ich habe immer versucht, unter dem Volk, aber außerhalb der Or- ganisationen und ihrer Unterschiede zu stehen, und mich auf das be- rufen, was der Geist Gottes, wie es schien, durch die Brüder heute morgen sagen wollte, nämlich, daß wir keine Denomination sind. Wir sind Kinder einer Familie. Es gibt keine Branham-Denomination, es gibt nur eine Branham-Familie. Wir alle treten dieser Familie nicht bei, sondern werden in die Familie hineingeboren. Das versuche ich, so gut ich es nur vermag, klarzumachen. Jetzt möchte ich Galater 4, Vers 27-31, als Leittext vorlesen. Ich habe ihn mir wohl hier vermerkt. Denn es steht geschrieben: "Freue dich, du Kinderlose, die du nicht Mutter wirst! Brich in Jubel aus und frohlocke, die du keine Geburtsschmerzen zu leiden hast! Denn die Alleinstehende hat zahlreiche Kinder, mehr als die Verehelichte." Ihr aber, liebe Brüder, seid nach lsaaks Art Kinder der Verheißung. Wie jedoch damals der nach dem Fleisch erzeugte Sohn den nach dem Geist erzeugten verfolgt hat, so ist es auch jetzt der Fall. Aber was sagt die Schrift dazu?: " Verstoße die Magd und ihren Sohn! denn der Sohn der Magd soll nicht das gleiche Erbrecht mit dem Sohn der Freien haben." Darum, liebe Brüder: Wir sind nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien. Möge der HErr Seinem kostbaren Wort auch Seine Segnungen hin- zufügen. Gestern abend habe ich mir einige Dinge notiert. Früher, wenn ich in einer Woche nur eine Versammlung irgendwo hielt, konnte ich mir die Schriftstellen sehr gut merken. Wenn ich jetzt scherzhaft etwas sage, dann heißt das nicht, daß ich hier auf der Plattform Witze ma- chen möchte. Doch nachdem ich die Fünfundzwanzig zum zweiten- mal überschritten habe, ist mein Gedächtnis nicht mehr so gut, wie es früher war. Dieser alte Ford hat nun schon viele Meilen zurückgelegt, und ich kann es mir nicht mehr so gut merken. Aber solange ich mich bewegen kann, möchte ich mit jeder Bewegung Ihn ehren, der mich gerettet hat. Ich habe heute morgen etwas beobachtet. Das klingt vielleicht eigenartig und für einen intelligenten Menschen womöglich vollkom- men durcheinander, doch es ehrt das, wozu ich berufen bin. Für mich ist jede Kleinigkeit ein Zeichen. Ich gebe darauf acht und sehe, wie es sich entwickelt. So empfange ich manchmal meine Botschaft, in- dem ich achtgebe, wie der Heilige Geist wirkt, und höre, was dieser oder jener sagt. Man merkt es mir oft an, wenn ich vor einem Heilungsgottesdienst auf der Plattform stehe oder im Hintergrund sitze und achtgebe. Ich spüre den Geist, wie Er wirkt, und weiß bereits, was mit der Person ist, die dort sitzt. Ich sehe es schon dort. Es wird mir gezeigt, noch ehe ich überhaupt die Plattform betrete. Manchmal, bevor ich in die Versammlung komme, sogar dann, be- vor ich irgendwohin gehe, wie z.B. jetzt nach Kalifornien, setze ich mich mit meinen Begleitern zusammen und sage ihnen: "Etwas Be- stimmtes wird sich ereignen. Dies wird hier geschehen und das dort. Es wird so vor sich gehen." Das geschieht durch den Geist Gottes denn Er weiß alle Dinge von Anfang an. ER ist der Ewige. Heute morgen haben wir gesehen, wie Bruder Jewel Rose, ein sehr kostbarer Freund und Bruder von uns allen, aufstand und den Psalm las. Seht, wie es übereingestimmt hat, als er sagte: "Ich möchte se- hen, was für eine Art von Same bei euch übriggeblieben ist:" Gestern abend sprach der Geist von dem Früh- und Spätregen, die beide in den letzten Tagen ausgegossen werden, und heute morgen von dem Samen, der bei euch übriggeblieben ist. Beachtet, wie der Geist durch diese Prediger heute morgen gesprochen hat. Deshalb wähle ich das Thema Die Spreu wird nicht mit dem Weizen erben. Das ist ein sonderbarer Text: Die Spreu wird nicht mit dem Wei- zen erben. Ich habe diesen Text aus dem Galater genommen und meine Schlußfolgerungen daraus gezogen. Paulus spricht hier natür- lich von dem tatsächlichen Samen Abrahams; von seinen beiden Söh- nen. Das möchte ich verwenden, um sicherzugehen, daß ihr es nicht verpaßt. Wenn ich mit der Zeit nicht auskomme, werde ich es heute abend wieder aufgreifen. Ich möchte es lehren wie in einer Sonn- tagsschule. So werdet ihr es besser verstehen, wie ich glaube. Manche von euch Männern sind dazu besser geeignet als ich. Ich bin in keiner Weise ein Theologe. Solltet ihr deshalb mit mir darin nicht übereinstimmen, dann haltet es so, wie ich es gestern abend tat, als eine der teuren Schwestern hier mir einen Kirschkuchen backte. Ich aß heute morgen in meinem Hotelzimmer davon und fand einen Kern. Trotzdem aß ich den Kuchen weiter und legte nur den Stein beiseite. Was ihr also nicht glaubt, legt zur Seite und eßt einfach das weiter, was ihr für richtig haltet. Paulus spricht von den zwei Söhnen Abrahams. Der eine war von Sara, der andere von Hagar. Wir wissen und haben von der Schrift her begriffen, daß Gott nie durch die Zahl zwei dargestellt wird, sondern in der drei. Gottes Vollkommenheit wird immer durch die Zahl drei dargestellt. Die Mathematik der Bibel verläuft vollkommen. Gottes Vollkom- menheit wird durch die Zahl drei, Seine Anbetung durch die Zahl sieben versinnbildlicht usw. Wir sehen, daß die Mathematik der Bibel nie versagt. Hier haben wir zwei Söhne Abrahams. Dennoch können wir keine Erben sein, solange wir nur Nachkommen dieser Söhne sind oder le- diglich ein Sohn Abrahams. Erst wenn wir in Christus gestorben sind, werden wir Same Abrahams und sind Erben mit Ihm, gemäß der Ver- heißung. Deshalb muß Abraham noch einen anderen Sohn haben. Wir wissen, daß sein erster Sohn von Hagar und sein zweiter Sohn von Sara war. Aber er hatte noch einen dritten Sohn: das war Jesus. Dies hört sich vielleicht sonderbar an, doch wir werden versuchen, es zu erläutern. Wie ich bereits sagte, stellt Gott sich in Seiner Vollkom- menheit immer durch die Zahl drei dar. Ich habe es gerade vorhin allen, und besonders unseren Theologen, klar dargelegt, daß ich diese Dinge so sage, wie ich es sehe, wie es mir zuteil wird. Am Anfang war Gott allein. ER war der Ewige und war noch nicht einmal Gott, denn Gott bedeutet "Gegenstand der Anbetung". Der "Logos", oder wie wir es nennen: das Wort ging von Gott aus. Jeder weiß, daß es der Engel des HErrn oder das Wort des HErrn war, welches die Kinder Israel durch die Wüste begleitete - der Engel des Bundes, der Logos, der aus Gott hervorging. Dann wurde der Logos Fleisch und wohnte unter uns. In Johannes 1 lesen wir: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." Nachdem Er Sein Leben für uns gegeben hat, kommt nun Sein Geist auf uns. Jesus sagte: "An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß Ich in Meinem Vater bin und ihr in Mir seid. ICH in euch und ihr in Mir." Seht, während der ganzen Zeit ist es Gott. Gott tat sich kund und wirkte all die verschiedenen Zeitalter hindurch. So sind die drei - Vater, Sohn und der Heilige Geist - derselbe Gott, der in drei Eigen- schaften wirksam ist: Auch wir - die Gemeinde selbst ist ein Attribut der Gedanken Gottes, denn vor Grunlegung der Welt nahm Er sich vor, eine Gemeinde zu haben. Deshalb waren diejenigen, die in Christus sind, schon am Anfang in Christus. Sie waren in Seinen Gedanken, und Seine Gedanken kommen in Seinen Attributen zum Ausdruck. Hier hat der Same seinen Anfang: in der Verheißung: Abraham zweifelte ein wenig; so kam lsmael. Ich möchte euch die drei Stufen dieses Samens zeigen, von dem wir jetzt sprechen werden und mit dem die Spreu nicht zusammen erben wird. Wir wissen, daß Gott dem Abraham am Anfang die Verheißung gab: Zuerst gab Er Adam die Verheißung, beziehungsweise den Bund. Daran waren Bedingungen geknüpft: "Das sollst du nicht tun: Dies sollst du tun.'' Doch als Er ihn mit Abraham aufrichtete, war er nicht an Bedin- gungen geknüpft: "ICH habe es bereits getan!" Was Er tat, war ohne Bedingungen. ER richtete ihn mit Abraham auf. Weil Abraham die Verheißung hatte, deshalb müssen wir Abrahams Same sein, denn sie galt nicht nur für Abraham, sondern auch seinem Samen nach ihm. Beachtet, es heißt nicht "seinen Samen" nach ihm, sondern "seinem Samen" nach ihm. Wir stellen fest, daß Sara die Verheißung ein wenig anzweifelte. Sara sagte dem Abraham, daß er Hagar, diese junge Agypterin, zur Frau nehmen sollte, und daß Gott auf diese Weise den verheißenen Samen hervorbringen würde. Aufgrund dessen, was ich gestern abend sagte, könnt ihr sehen, daß jedes Abweichen vom Original-Plan Gottes die ganze Sache aus dem Gleichgewicht bringt. Wir dürfen nicht vom Original-Wort abwei- chen, Wir haben gestern bzw. vorgestern im Zusammenhang mit Bi- leam darüber gesprochen. Er bekam die eindeutige und klare Antwort Gottes: "Gehe nicht!" Doch Er hat auch einen zugelassenen Willen: Ihr könnt darin handeln, wenn ihr möchtet, und Gott wird es zur Ehre gereichen lassen. Dennoch ist es nicht der vollkommene Wille Gottes. Darum sollten wir danach streben, Seinen vollkommenen Wil- len zu tun; nicht Seinen zugelassenen Willen: Das Reich Gottes, das Er heute auf Erden haben will, kann niemals richtig im zugelassenen Willen aufgerichtet werden. Es muß wieder Sein vollkommener Wille sein. Wir sehen, daß Sara daran zweifelte, obwohl Gott dem Abraham gesagt hatte, daß dieses Kind, durch das die Welt gesegnet werden sollte, von Sara geboren würde. Ich bitte euch zu beachten, daß es nicht von Abraham, sondern von Sara, dem Weibe, ausging. Sie zwei- felte daran und sagte: "Nimm Hagar." Abraham wollte nicht, doch Gott sagte ihm, daß Er es trotzdem tun sollte. Also tat er es, indem er ein wenig zweifelte. Weil Isaak der verheißene und der Sohn der Freien war, konnte Ismael nicht mit ihm zusammen erben, denn er stammte von der Magd und kam aufgrund des Zweifels hervor. Das will Paulus hier ausdrücken. Wenn eine Sache angezweifelt wird, selbst wenn dadurch in gewisser Hinsicht etwas von Gott, etwas in der göttlichen Ordnung hervorkommt, wird es trotzdem nicht zu- sammen mit dem erben, was aus der Original-Ordnung Gottes hervor- geht. Begreift ihr das? Es kann kein Erbrecht haben. Deshalb bin ich heute so deutlich. Ich dachte, dies sei eine günstige Gelegenheit, denn ich weiß nicht, wie lange wir noch zusammen sein werden. Vielleicht gelingt es mir mit der Hilfe Gottes, euch den Grund dafür zu zeigen, weshalb ich so scharf gegen die organisierte Religion auftrete. Sie kann kein Erbrecht mit dem Original-Pro- gramm Gottes haben, weil die Organisation nicht von Gott kommt, sondern von den Menschen. Die erste Kirche, die jemals auf der gan- zen Welt organisiert wurde, war die römisch-katholische Kirche. Das geschah zu Nizäa-Rom. In Offenbarung 17 steht, daß sie eine Hure ist und all ihre Kinder Dirnen sind. Eine Hure ist eine Frau, die ihrem Ehemann nicht treu ist, und eine Dirne ist das gleiche. Doch seht, trotzdem wurde sie eine Kirche. Es ist ein organisiertes System, und es zerstört die Brüderlichkeit. Man versucht, alle Kirchen in einer Or- ganisation zusammenzubringen. Das wird nicht gutgehen; es war nicht erfolgreich und wird es nie sein. Der Weltkirchenrat ist außer- halb des Programmes Gottes. Jetzt sagt ihr: "Wer bist du denn, daß du dich erhebst? Du hast noch nicht einmal die Mittelschule besucht!" Das hat überhaupt nichts mit der Schulbildung zu tun. Ich spreche doch nicht von mei- ner Schulbildung, sondern ich spreche vom Worte Gottes. Die Bestä- tigungen, die ihr in dem Dienst seht, kommen doch nicht von mir, sondern von Gott, der euch klarmachen möchte, daß es die Wahrheit ist. Würde Gott etwas mit einer Lüge zu tun haben? Ich würde doch keinem Gott dienen, der eine Lüge segnet. Die Wahrheit ist es, die Er segnet. Die Wahrheit ehrt Er. Ismael konnte nicht mit Isaak erben, weil jemand ein wenig zwei- felte, nur ein ganz klein wenig. Ismael war zwar ein Kind, ein Same Abrahams, doch er war nicht nach dem vollkommenen Weg Gottes gekommen. Ich könnte darauf viel Zeit verwenden, aber ich hoffe, daß der Heilige Geist es euch verständlich macht, wie es richtig ist. Wenn Ismael und Isaak nicht zusammen erben konnten, weil der Originalplan Gottes durch einen zugelassenen Plan Gottes - einen zu- gelassenen Weg, den Gott zwar segnete - ersetzt wurde, dann kann auch die denominationelle Gemeinde heute nicht mit der geistlichen Gemeinde erben. Das stimmt. Aus der denominationellen, sogenann- ten "Gemeinde", der natürlichen Gemeinde, wird die Braut Christi herauskommen, die Auserwählte. Was mich in dieser Stunde bedrückt, ist, zu erleben, daß all diese Denominationen dort hinein ziehen, was wir den "Spätregen" oder die "Ausgießung des Geistes" nennen. Wißt ihr, daß Jesus gesagt hat, daß, wenn dies geschieht, das Ende da sein wird? Die törichten Jung- frauen werden nicht mit den klugen Jungfrauen zusammen erben. Die törichten Jungfrauen waren ebenfalls Jungfrauen, es mangelte ih- nen lediglich an Öl. Doch zu dem Zeitpunkt, als sie hingingen, um Öl zu kaufen, kam der Bräutigam. Sie blieben zurück, während sie ver- suchten, Öl zu kaufen. Versteht ihr das? Ich möchte, daß es wirklich gut eindringt. Gewiß werde ich diesen Punkt nicht weiter ausführen müssen. Die Geistlichen und die Natürlichen können nicht zusammen erben. Darum ist die Entrückung für die Braut, die klugen Jungfrauen, die Heraus gerufenen, Vorherbestimmten und Auserwählten. Ihr Ge- schäftsleute würdet euer Geschäft niemals so führen, wie manche Leute glauben, daß Gott Sein Programm aufs Geratewohl ausführt. Gott wußte vor Grundlegung der Welt, wer gerettet und wer nicht ge- rettet werden würde. Aufgrund von Vorherbestimmung und durch Sein Vorherwissen sah Er jedes Glied und schrieb jeden Namen in das Lebensbuch des Lammes, noch bevor die Gemeinde begann. Jesus kam, um diejenigen zu suchen und zu retten, die in diesem Buch ste- hen. ER erwarb das Buch der Erlösung. Es war verlorengegangen. ER erlöste uns und mit uns alle anderen, deren Namen in diesem Buch geschrieben stehen. Einmal erkennt ihr das, wie ich es oft gesagt habe. Deshalb seid ihr heute morgen hier, und deshalb kommt ihr aus all diesen Organisatio- nen und Dingen heraus. Etwas zieht euch. Es ist so, wie ich es einmal in dem Gedanken über das Adlerjunge ausgeführt habe, das unter der Henne ausgebrütet wurde. Ihr erkennt, daß etwas anders ist. Die Kir- che-Gemeinde hatte nichts, was euch zufriedenstellte. Doch dann hörtet ihr etwas anderes. Es war ein Schrei, und ihr habt erkannt, daß ihr dafür geboren seid. Ihr seid ein Teil davon. Ihr paßt dazu wie ein Handschuh auf die Hand. Wir sind heute morgen deshalb hier versammelt, weil es so ist, wie meine alte Mutter aus dem Süden zu sagen pflegte: "Gleich und gleich gesellt sich gern." Man hat etwas gemeinsam. Bussarde und Tauben haben nichts gemeinsam. Ihre Nahrung ist unterschiedlich, obwohl eine Taube von einem Bussard ausgebrütet werden könnte. Es kommt darauf an, was es von Natur aus ist. Ob- wohl die Taube eine Zeitlang von einem Bussard bemuttert werden kann, wird sie schließlich doch den Partner finden, der zu ihr gehört. So ist es mit der Gemeinde heute. Jesus ist das Wort, und Er ist der Bräutigam. Die Braut ist ein Teil des Bräutigams. Deshalb ist das Wort, das sich an diesem Tag erfüllen soll, ein Teil desselben Wortes, das sich zu Seiner Zeit erfüllte. Es ist dasselbe Wort, das gleiche Erlebnis, dasselbe Leben. Zunächst war Adam beides, bis Gott sie trennte. Wir stellen fest, daß Adam zunächst Geist war. "ER schuf den Menschen nach Sei- nem Bilde; als Mann und Weib schuf Er sie." In 1. Mose 2 schuf Er den Menschen aus dem Staub der Erde. Als er im Bilde Gottes ge- schaffen wurde, war er ein Geistesmensch, weil Gott Geist ist. Dann wurde er ein Mensch aus Fleisch, wie es die Tiere auf Erden haben. Anschließend zeigt Er die Braut in einem Schattenbild. ER schuf kein anderes Wesen, sondern nahm einen Teil aus Adam, der Original- Schöpfung. ER nahm eine Rippe aus seiner Seite und den weiblichen Geist aus Adam und legte ihn in den weiblichen Teil. Der männliche Geist blieb in ihm zurück. Deshalb war sie ein Teil von seinem Geist, ein Teil von seinem Leib, Fleisch von seinem Fleisch, Gebein von sei- nem Gebein; Wort von Seinem Wort, Leben von Seinem Leben. Ge- nauso ist es mit der Braut und Christus. Deshalb muß zuerst die Entrückung für den königlichen Samen stattfinden. Die übrigen Toten werden nicht wieder lebendig, bis tau- send Jahre vorüber sind. Dann erscheinen sie vor dem Gericht am Weißen Thron. Dem königlichen Samen, dem vorherbestimmten Sa- men Abrahams steht kein Gericht bevor. Hört, was in Joh. 5, 24 steht: "Wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat ewiges Leben." Wie sehr unterscheidet sich das von vielen unserer theologischen Lehren! Ich könnte hinausgehen und einen Betrunkenen fragen: "Glaubst du?" "Sicher!", oder einen Mann, der die Frau eines ande- ren hat: "Glaubst du?" "Gewiß!" "Warst du gestern abend in der Versammlung, um das Wort zu hören?" "Gewiß!" "Glaubst du es?" "Gewiß!" Er sagt es nur . Die Original-Bedeutung dieses Wortes ist: "Wer Mein Wort versteht und an den glaubt, der Mich gesandt hat." "Wer es versteht" bedeutet soviel wie "wem es bekannt gemacht wurde." Jesus sagte: "Niemand kann zu Mir kommen, wenn nicht Mein Va- ter ihn zieht. Alle, die der Vater Mir gegeben hat, werden zu Mir kommen. Meine Schafe, Meine Tauben, hören Meine Stimme. Einem Fremden werden sie nicht folgen." Was ist die Stimme Gottes? Das Wort Gottes! Was ist die Stimme eines Menschen, wenn nicht sein Wort? Es ist das Wort Gottes. Sie werden das Wort Gottes hören. Der natürliche Same war nur ein Träger. Zuerst kam Ismael, da- nach Isaak, bis schließlich der Same hervorkam - genau wie es mit dem Blatt, dem Halm und der Ähre beim Korn ist. Die drei Stadien des Samens zeigen uns das wahre Bild, das ihr mit mir heute morgen beachten sollt. Wir sehen es hier. Weil ich ungebildet bin, muß ich die natürlichen Dinge nehmen, die ich sehe, um damit die geistlichen Dinge darzustellen, die mir auf- geschlossen sind. Denn mit Worten allein könnte ich es euch nicht verständlich machen. Außerdem stellt Gott das Geistliche immer durch das Natürliche dar. Wenn es keine Bibel gäbe, würde ich dennoch wissen, daß das Christentum richtig ist, denn alles auf Erden dreht sich um den Tod, das Begräbnis und die Auferstehung. Die Natur verläuft mit dem Tod, dem Begrabenwerden und der Auferstehung. Seht, wie der Saft den Baum verläßt, nachdem er die Blätter und die Frucht hervorgebracht hat. Er geht vor dem kalten Winter tief in den Boden hinunter und kommt im Frühjahr wieder mit neuem Le- ben hervor. Jedes Jahr wird dadurch Zeugnis abgelegt, daß es ein Le- ben, einen Tod und eine Auferstehung gibt. Die Sonne, die am Morgen aufgeht, kann mit einem kleinen Baby verglichen werden, das noch sehr schwach ist. Um sieben oder acht kommt das Kind dann zur Schule. Um zehn bzw. um 11.00 Uhr ver- läßt es das College. Von etwa 11.00 bis 3.00 Uhr scheint sie in ihrer Macht, dann wird sie schwächer. Am Abend wird sie noch schwä- cher und geht unter. Das entspricht einem alten Menschen, der stirbt. Ist dies das Ende? Nein. Am nächsten Morgen geht sie wieder auf. Die gesamte Natur ist selbst eine richtige Bibel, die für diese Bibel Zeugnis ablegt. Das versuche ich euch heute morgen zu zeigen. Durch die Natur kennt ihr das Wort Gottes erkennen. Sie stimmt mit dem Wort Gottes überein, denn die Natur ist von Gott geschaffen worden. Die Wissenschaft erforscht den Mechanismus und die Naturgesetze, doch sie wissen nicht, was die Natur ist. Sie kennen das Leben der Natur nicht. Das ist Gott. Der Mechanismus ohne die Dynamik ist wertlos. Beachtet den Halm, die Ähre und die Hülse. Hagar repräsentiert hier den Halm, in dem das Leben, das von der Verheißung ausging, zuerst war. Sara repräsentiert die Ähre, bzw. den Blütenstaub der Ähre. Die Jungfrau Maria stellt die Hülse dar und brachte den wahrengeist- lichen Samen hervor. Bei Hagar und Sara geschah es beide Male durch eine geschlechtliche Beziehung. Bei der Jungfrau Maria geschah es durch die Kraft des verheißenen Wortes Gottes. Durch eine jungfräu- liche Geburt brachte sie den echten Samen hervor. Beim Halm, bei Hagar, der zweiten Frau, wurde es durch einen kleinen Zweifel an der Verheißung veranlaßt. Ich hoffe, daß Gott uns hilft. Ich möchte, daß ihr das wirklich er- kennt. Ihr dürft nichts davon auch nur ein wenig anzweifeln, sondern müßt es so nehmen, wie es ist. Es bedarf keiner Auslegung. Die Bibel sagt, das Wort Gottes gestattet keine eigene Deutung. Gott benötigt keine von unseren Schulen, um Sein Wort zu deuten. Wenn Er es be- stätigt und lebendig macht, ist es die Auslegung davon. Als Gott sprach: "Es werde Licht!", wurde es Licht. Das braucht nicht ausge- legt zu werden. ER sagte: "Eine Jungfrau wird schwanger werden!", und sie wurde schwanger. Es braucht nicht ausgelegt zu werden. Wir benötigen all diese Dinge wie Seminare usw. nicht. Sie bringen die Menschen dahin, daß sie sagen: "Wir haben die Auslegung! Wir haben die Auslegung!" Gott selbst legt Sein eigenes Wort aus. ER benötigt keinen, der es für Ihn auslegt. ER sagt ,daß es geschehen wird, und es geschieht. ER sagte, daß Er in den letzten Tagen Seinen Geist ausgießen würde, und Er hat es getan. Ich gebe nichts darum, was die Denominationen sa- gen, Er hat es trotzdem getan, weil Er sagte, daß Er es tun wird. Es bedarf keiner Deutung, Gott legt es selbst aus. Die Dinge, die ihr seht, kommen euch jetzt geheimnisvoll vor. Wenn das so ist, dann denkt daran, ihr Pfingstler: damals, vor dreißig, vierzig Jahren war euer Dienst für die Methodisten- und Baptistenkir- che genauso ein Geheimnis, wie es dieser heute für euch ist. Forscht nun im Wort danach. Ich versuche, es euch zu zeigen, wie ihr ver- sucht habt, es ihnen zu zeigen. Wenn Gott sich herabneigt und in Seinem Wort sagt, daß es so ist, und wenn Er dann bestätigt, daß es so ist, dann ist es Gottes eigene Auslegung. Ihr braucht keinen, der es euch auslegt. Bei Hagar war es nur "ein wenig". Denkt daran, ihr könnt nicht ein Wort herausnehmen. Jesus sagte das in der Offenbarung, am Ende des Buches. Am Anfang des Buches sagte Christus es ebenfalls: "Wenn jemand von diesem Wort hinwegnimmt..." Die falsche Dar- stellung eines Wortes verursachte jede Krankheit, die wir je hatten, und den gesamten Tod. Wenn der heilige Gott herabblickte, und die- ses ganze Chaos wurde lediglich dadurch verursacht, indem ein Wort ein wenig falsch dargestellt wurde - nur eine Kleinigkeit gegen das Wort des Höchsten verursachte dieses ganze Chaos - und Sein eigener Sohn mußte leiden, bluten und sterben, um diese schreckli- che Sache wieder mit sich selbst zu versöhnen, wie werden wir dann mit weniger hineinkommen, als das ganze Wort zu halten! "Ach", sagt ihr, "Bruder Branham, das war im 1. Mose." Das habe ich gespürt. Doch laßt mich euch sagen: In der Offenbarung, dem letzten Teil des Buches, steht: "Wenn jemand ein Wort aus dem Buch dieser Weis- sagung wegnimmt oder ein Wort hinzufügt, so wird sein Teil aus dem Buch des Lebens genommen werden." Jesus sagte das gleiche in der Mitte des Buches! Da sind wieder eure drei Zeugen: das Buch Mose, das Neue Testament und der heutige Tag. Jesus sprach: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ergeht." "ER hat es nicht so gemeint." ER sprach zu Menschen, die Theologen im höchsten Grad waren. Die Ur-ur-ur-ur-urgroßväter jener Priester waren ebenfalls schon Prie- ster gewesen. Schon auf der falschen Darstellung eines Wortes stand die Todesstrafe. Wenn ein Wort ausgelassen wurde, mußten sie gesteinigt werden. Aber sie hatten die verkehrte Auslegung darüber. Deshalb bezeugt es das Wort selbst. Als Gott dann das Wort selbst, den Messias, Den Er verheißen hatte, sandte und Ihn in Windeln wickeln ließ, wie Er es verheißen hatte, da hatten sie andere Windeln, um Ihn darin einzuwickeln. Ich möchte euch folgendes sagen: Genauso ist es heute. Sie begrei- fen es nicht. Es geht doch nicht um Denominations- und intellektuel- le Windeln, sondern um die Windeln der Kraft der Auferstehung, dar- um, daß sich der auferstandene Christus so kundtut, wie Gott es ver- heißen hat, und nicht um die Windeln der menschlichen Gedanken darüber. Bei Hagar geschah es aufgrund einer ganz geringen Abweichung, und zwar durch eine Frau, nicht durch Abraham. Abraham wollte es nicht tun, doch Gott gestattete es ihm. Es war dasselbe wie bei Bile- am, als Er ihn hingehen ließ. Beachtet, nur weil sie ein wenig davon abwich, brachte sie Ismael hervor, der ein wilder Mann und unbe- zähmbar war. Er ernährte sich mit seinem Bogen. Er war ein wilder Mensch. Er ist es noch heute. Sara, die Ähre bzw. der Blütenstaub, Sara, die richtige Frau der Verheißung brachte einen sanften Menschen hervor, von dem wieder- um eine verheißene Nation hervorkam. Bei Maria geschah es ohne eine geschlechtliche Beziehung, sondern aufgrund einer Verheißung. Wie Abraham empfing sie von Gott die Verheißung - das Wort Gottes. Doch sie glaubte die Verheißung und sprach: "Siehe, ich bin des HErrn Magd. , Sie brachte keinen Halm, sondern den Original-Samen hervor, denn Er war das Wort, das Abra- ham glaubte und das Maria glaubte. Maria war nicht der Same, sie war nur die Umhüllung für den Sa- men. Die beiden anderen waren ebenfalls Lebensträger, jedoch nur des natürlichen Samens. Maria selbst war nicht der Same, doch der Glaube an das Wort Gottes brachte die wahre Verkörperung des Wor- tes Gottes hervor, denn Er war ja das Wort. Es ist wie beim Weizen: die Hülse trägt das Weizenkorn in ihrem Innern und schützt es, bis es reif ist und aus sich selbst heraus bestehen kann. Also war es der Sa- me selbst, der aus ihr hervorging. Weil sich der Same in ihrem Schoß befand, konnte sie nicht der Same sein. Der Same stammte nicht von ihr. Gott ist der Same! Was das Blut anbetrifft, denken viele Menschen, es war jüdisches Blut, durch das wir gerettet wurden. Manche meinen: "Auch wir Heiden haben ein Anrecht, weil die Dirne Rahab und die Moabi- terin Ruth usw. Heiden waren. Keiner von euch kann einen An- spruch geltend machen, auch nicht einer. ER war weder Jude noch Heide. ER war Gott, der Logos, das Wort, das von Gott ausging. Als Er am Anfang brütend über der Erde schwebte, brachte Er die Lebe- wesen im Meer hervor. Als der Geist Gottes den Logos, das Wort er- gehen ließ, indem Er aussprach: "Es geschehe!", da kam der Logos hervor, der das Wort ist. Das Wort begann alles hervorzubringen, denn all das war in dem Logos: das gesamte Wort Gottes für jedes Zeitalter, die ganze Bibel. Als der Logos die Erde anhauchte, kam das Leben in den Meeren hervor, dann entstanden die Vögel des Himmels und alle Tiere auf Erden. Schließlich kam etwas hervor, das dem ähn- lich sah, der über allem geschwebt hatte, nämlich Gott. Ein Mensch im Bilde Gottes entstand. Dieser Mensch fiel, wie auch der Same hineinfallen muß. Nach dem Sündenfall begann Gott wieder brütend darüber zu schweben. ER ließ einen Henoch, einen Elia, einen Mose erstehen, Er ließ einen Propheten nach dem anderen auftreten und versuchte, dieses Eben- bild wieder zurückzubringen. Schließlich kam das wahre Ebenbild Gottes wieder auf Erden hervor. Das war Gott, der Logos, der Mensch wurde und unter uns wohnte. Dieser Logos hat noch einen Teil - Er hat eine Braut. Derselbe Lo- gos, dasselbe Wort, das nicht abgeändert werden kann, brütet heute über den Gemeinden und versucht, das Wort zu seiner vollen Kund- werdung zurückzubringen. Damals waren die Propheten Träger des Samens. Jetzt sind die Denominationen Träger des Samens. Gebt noch ganz schnell auf folgendes acht: Es ist wie bei der Hülse: Zu- nächst hält die Hülse den Samen fest, doch dann verläßt er sie. Jesus war Gott. ER war es. Sein Vater war selbst der große Logos. Er konnte nicht Seine ganze Fülle in Mose hineingießen, weil er nur ein Prophet war. Das Wort des HErrn ergeht immer an den Prophe- ten, nie an etwas anderes. Es gibt keine einzige Stelle in der Bibel, die besagt, daß die richtige Auslegung des Wortes jemals einem Theolo- gen zuteil wurde. Etwas Derartiges steht nicht in der Schrift. Nie waren es die Pharisäer, nie die Sadduzäer; nie ließ Gott aus ihrer Mit- te einen Propheten erstehen, und Er hat es auch in diesen letzten Ta- gen nicht getan. Sobald sich etwas erhebt, kommen sie alle zusammen und machen eine Organisation daraus. Dort stirbt es. Doch Er hat das zu einem Zweck getan. Wir wollen es mit der Hilfe Gottes deutlich machen. Beachtet, wie ähnlich die Gemeinde dem Samen bereits ist. Sie sieht immer mehr aus wie der Same selbst. Beachtet, der Same, der in den Boden fällt, ist der Original-Same. Wenn er aufgeht, bringt er Leben hervor. Was aber ist mit dem Le- ben, wenn es das Samenkorn verläßt? Es bringt nicht sofort wieder dasselbe Weizenkorn hervor. Es ist zwar das Leben des Weizens, geht aber erst durch verschiedene Stadien in den Trägern. Das geschah zu- erst bei der Reformation, als Luther aus dem dunklen Chaos heraus- kam. Es mußte sterben. Oft suchen Menschen Anerkennung. Vor nicht allzu langer Zeit las ich ein Buch mit dem Titel "Der schweigende Gott". Es wurde von einem dieser modernen Philosophen verfaßt, die versuchen, euch von Gott wegzuziehen. Wenn ihr das Wort und den Plan Gottes nicht kennt, könnt ihr leicht irregemacht werden. Wenn ihr jedoch den Plan Gottes und Sein Programm begreift, dann wißt ihr durch den Glauben, daß es Gott ist, und Gott gibt sich zu erkennen, indem Er das tut, was Er in anderen Zeiten getan hat, so handelt und es bestä- tigt. Das ist der Grund, weshalb Mose nicht erschüttert werden konnte. Gott sprach von Angesicht zu Angesicht mit ihm und sagte ihm: "ICH bin es, der damals bei Abraham war. ICH bin derjenige, der die- se Verheißung gegeben hat. ICH werde mit dir sein." Wie wollt ihr einen solchen Mann aufhalten? Es ist, wie der Prophet im Alten Testament gesagt hat: "Der Löwe hat gebrüllt: - wer sollte sich nicht fürchten? Gott der HErr hat gere- det: - wer sollte nicht als Prophet reden?" Wenn wir sehen, daß sich die Dinge, die Gott für diese Stunde verheißen hat, entfalten, wie könnt ihr dann stehenbleiben, wenn ihr doch seht, daß dies Sein Weg ist, weil das geschieht, was Er vorausgesagt hat? Wir sehen all die ge- heimnisvollen Dinge, doch sie gehen genauso vor sich, wie Gott es vorausgesagt hat. Beachtet jetzt "sie", die Trägerin. Hagar entsprach dem Halm' der hervorkam. Dann kam der Blütenstaub, anschließend die Hülse und zuletzt der Same hervor. Ich möchte, daß ihr diese Träger zuerst be- trachtet. Der Halm sieht dem Samen überhaupt nicht ähnlich, trotzdem ist das Leben, das in dem Samen war, im Halm. Das war Luther. Am Halm sind viele Blätter, die sich von Luther abzweigten: Zwingli, Cal- vin und viele andere. Dann ändert er sein Aussehen. Beachtet, wie sich die Natur ent- sprechend dem Worte Gottes verhält. Es ist dasselbe wie mit der Son- ne: Tod, Begräbnis, Auferstehung. Dann kam der Blütenstaub; das war Wesley. Viele andere kleine Pollen hingen ebenfalls daran. Das sah dem Samen schon wesentlich ähnlicher als das Blatt des Weizens bzw. des Korns. Es sah ihm schon viel ähnlicher, denn Er gestaltete Seine Gemeinde, und Wesley brachte das zweite Wort Gottes, die Heiligung. Das war seine Botschaft. Nach einiger Zeit fiel es ab und ging zurück in den Halm. Nun kam die Ähre hervor. Doch bevor das Weizenkorn sich bildete, entstand erst die Hülse, eine Umhüllung. Wer Weizen oder Getreide anbaut, weiß, wenn man eins dieser kleinen Dinger nimmt, dann meint man, das sei schon das Weizenkorn. Das entspricht dem Pfingstzeitalter. Das könnt weder ihr noch ein Theologe bestreiten. Fast jeder Histori- ker weiß, daß dies der Ablauf der Zeitalter war. Nehmt das Buch der Offenbarung, lest die Gemeindezeitalter und seht, ob sie sich nicht genauso entfaltet haben. Nach Wesley kamen die Heiligkeitspilger, die Nazarener, all die kleinen Heiligkeits-Gemeinden hervor. Sie waren dem Wort schon we- sentlich näher, als es bei der Reformation Luthers war. Doch seht, als die Lutheraner sich organisierten, kamen die Blätter hervor. Da ver- ließ der Geist die lutherische Kirche ganz und gar, so daß nur noch eine Denomination zurückblieb. Die wirklich echten Gläubigen je- doch gingen weiter in die Heiligung. Als die Heiligung fortschritt und die Heiligkeitspilger, die Nazare- ner und alle Organisationen, welche an die Heiligung glaubten, ent- standen, entfernte Er sich davon und ging in das Pfingstzeitalter über. Wenn ihr euch nun das kleine Weizenkorn anseht, ist es dem Original-Weizenkorn, das in den Boden fiel, schon eine Million mal ähnlicher als der Halm oder der Blütenstaub war. Doch wenn ihr euch hinsetzt, die Hülsen öffnet und es mit einem Vergrößerungsglas an- seht, dann sind auch sie nur Träger. Das Korn ist noch nicht vorhan- den. Ganz unten ist erst ein winzig kleiner Ansatz davon. Mit einem starken Vergrößerungsglas könnt ihr diesen kleinen Punkt von der Größe einer Nadelspitze erkennen. Daraus entsteht der Same.. Die Hülse sieht zwar genauso aus wie das Echte, ist aber nicht das Echte, sondern nur der Schoß. So war es auch mit dem Schoß Marias. Maria war nicht der Same hier in diesem Vergleich mit dem Halm. Sie war nur Seine Trägerin, wie die anderen auch. Doch weil sie von Gott selbst zu diesem Zweck berufen und erwählt war, kommt es unseren katholischen Freunden vor, als sei sie die Mutter Gottes gewesen. Nein, sie war nicht die Mutter Gottes. Sie war auch nicht dieser Same Gottes. Die Frau bringt nur das Ei. Gott aber bringt das Leben hervor. Der Same, der Keim kommt vom Mann. Ein Huhn oder ein Vogelweibchen kann ein Ei legen und im Früh- jahr ein Nest bauen, wenn sich aber der weibliche Vogel nicht mit dem männlichen gepaart hat, wird nichts ausschlüpfen. Das Ei ist tot und wird im Nest verfaulen. Ich habe es oft gesagt: das ist bei den heutigen Gemeinden der Fall. Sie verwesen in ihrem Nest namens Methodisten, Baptisten, Pfingstler usw, Wenn sie keine Verbindung zum Wort selbst haben, verwesen sie im Nest, in ihren Organisationen. Manche behaupten, und die Protestanten glauben es mehr oder we- niger, daß Maria das Ei hervorgebracht hat. Wenn das so wäre, seht, was ihr Jehova Gott dann unterstellt. Die Befruchtung des Eies kann doch nicht ohne eine Sinnesregung geschehen. Ihr begreift also, daß Gott beides geschaffen hat: das Ei und den Samenkeim. ER schuf beides im Schoß von Maria. Dieser Mensch war deshalb nichts anderes als Gott selbst, der Menschengestalt annahm und unter uns wohnte. ER war Immanuel, und nicht einfach ein guter Mensch, ein Prophet, obwohl Er ein guter Mensch und auch ein Prophet war. ER war auch nicht einfach ein Lehrer oder ein Theolo- ge, obwohl Er all das auch hätte sein können. ER war alles in allem. Trotz all dem war Er Gott selbst. Die Bibel bezeugt, daß wir durch das Blut Gottes erlöst worden sind. Gott selbst war es, nicht eine zweite oder dritte Person, sondern die Person, Gott selbst, der große Jehova, überschattete Maria. Der Schöpfer erschuf beides: die Blut- zelle, den Lebenskeim, und auch das Ei. Wenn ihr erreicht, daß ein Jude das erkennt, dann erkennt er auch, wer der Messias ist. Als John Ryan, der etwa vierzig Jahre lang blind war, dort in Benton Harbor geheilt wurde, stellte mich der Rabbi zur Rede. Ich hatte ein Gespräch mit ihm, und er sagte:" Du kannst Gott doch nicht in drei Stücke teilen und Ihn einem Juden geben." Ich antwortete: "Manche tun das. Aber wir teilen Gott nicht in drei Stücke." Ich fragte: "Glaubst du den Propheten?" "Gewiß glaube ich den Propheten," erwiderte er. Ich fragte: "Von wem hat Jesaja in Kap. 9, 5 gesprochen, als er sagte: "Ein Kind ist uns geboren.?" Er antwortete: "Vom Messias natürlich." Ich fragte: "In was für einem Verwandtschaftsverhältnis wird der Messias zu Gott stehen?" Dadurch geschah es! Er sagte: "ER wird Gott sein." Ich antwortete: "Das stimmt genau. "Sein Name lautet: Wunder- rat, Heldengott, Ewigvater, Friedefürst! " Hier sind die Einheitsleute abgewichen, hier sind die Trinitätsleute abgewichen und in entgegengesetzte Richtungen gegangen. Die gol- dene Mitte aber liegt genau dazwischen. Wie könnte Gott bzw. Jesus Sein eigener Vater sein? Das konnte Er nicht. Wenn Er einen anderen Vater außer Gott gehabt hätte - die Bibel sagt ja, daß der Heilige Geist Sein Vater war, und wenn es sich dabei um zwei verschiedene Geister handeln würde -, dann wäre Er ein illegitimes Kind gewesen. Das stimmt. Wer war nun Sein Vater, Gott oder der Heilige Geist? Wenn ihr sagt, der eine, dann gebt acht, in welche Verlegenheit ihr kommt. Gott war Sein Vater. Stimmt das? In Matthäus 1, 18 steht: Mit der Geburt Jesu Christi aber verhielt es sich so: Als seine Mut- ter Maria mit Joseph verlobt war, stellte es sich heraus, noch ehe sie zusammengekommen waren, daß sie vom heiligen Geist guter Hoffnung war. Wer war nun Sein Vater? Seht ihr? Seht ihr, was ich meine? Da faßte Joseph, ihr Verlobter, der ein rechtschaffener Mann war und sie nicht in üblen Ruf bringen wollte, den Entschluß, sich, oh- ne Aufsehen zu erregen, von ihr loszusagen. Doch als er sich mit solchen Gedanken trug, siehe, da erschien ihm ein Engel des HErrn im Traum und sagte zu ihm: "Joseph, Sohn Davids, trage keinerlei Bedenken, Maria, deine Verlobte, als Ehefrau zu dir zu nehmen! denn das von ihr zu erwartende Kind stammt vom heiligen Geist. Ich dachte, es heißt, Gott der Vater wäre Sein Vater? 0 Theolo- gen, wo ist euer Verständnis? Beachtet: "Es soll Licht werden zur Abendzeit." Der wahre Same kam durch Maria hervor, aber es war nicht ihr Sa- me. Es geschah aufgrund der Verheißung Gottes, zu der sie sagte: "Siehe, ich bin des HErrn Magd." Die Frauen waren die Träger des Lebens. Maria war dem Samen viel, viel näher. Hagar empfing ihn in verkehrter Weise. Sara, die daran zweifelte, brachte durch eine geschlechtliche Beziehung lediglich einen natürli- chen Samen hervor. Bei Maria geschah es ohne eine geschlechtliche Beziehung. Sie glaubte das Wort, und das Wort wurde Fleisch. Maria war der Sache so nahe, sie trug den Samen in ihrem Schoß, und es hatte den Anschein, als sei es ihr Same. Dasselbe ist mit den Pfingstlern. Ich komme jetzt zur eigentlichen Sache. Denkt daran, Je- sus sagte in Matth. 24, 24, daß in den letzten Tagen - nicht damals am Anfang sondern jetzt, - daß die beiden Geister in der letzten Zeit so nahe beieinander sein werden, so daß sogar die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Der pfingstliche Geist ist dem Echten völlig gleich, daß sogar die Auserwählten verführt wür- den, wenn es möglich wäre. Das sind nicht meine Worte. Das hat Er gesagt. Nach einer Weile wird euch das, was ich sagen will, vielleicht klar werden. Die Hülse sah dem Samen schon ähnlicher, viel ähnlicher als der Blütenstaub, ähnlicher als der Halm. Trotzdem waren alle nur Träger des Samens. Als sich die Lutheraner organisierten, starb der Halm ab. Als sich die Wesleyaner organisierten, starb der Blütenstaub. Als sich die Pfingstler organisierten, verließ sie das Leben. Jetzt kommt der Same hervor. Nach dem Samen kommt nichts mehr. Beachtet, während all den Jahren, sobald eine große Bewegung hervorbrach, entstand sofort hinterher eine Organisation. Etwa drei Jahre dauert eine Erweckung, dann organisieren sie. Sie gründen eine Organisation daraus. Immer entstehen viele daraus; nach Luther kamen viele Blätter hervor; nach Wesley entstanden ebenfalls viele Pollen; dasselbe ist mit den Abzweigungen der Pfingstler: es gibt Ein- heits-, Zweiheits-, Dreiheits-, Vierheits- und Fünfheits-Gemeinden. 0 Barmherzigkeit! Doch beachtet, seit zwanzig Jahren tut sich Jesus Christus kund, und es ist keine Organisation daraus entstanden. Es wird auch keine entstehen, sonst würde sie sterben wie die Spätregenbewegung und jede andere. Dies ist die Endzeit, die Zeit des Samens. Die Spreu wird nicht mit ihm erben, genausowenig wie Ismael mit Isaak zusam- men erbte. Seht, wie ähnlich sie ist, ähnlich genug, um zu verführen. Luther - der Halm, Wesley - die Ähre, Maria - die Hülse, bzw. der Schoß; oder die Pfingstler. Wie könnte ich jetzt auf die Hülse eingehen und es euch zeigen! Während den Zeitaltern ist es nie so ähnlich gewesen, wie gerade jetzt. Alles heißt "die Gemeinde", die Gemeinde - "sie . Beachtet, es war eine "sie" am Anfang, welche die Original-Verhei- ßung anzweifelte. Gott hatte doch Sein Wort nicht zurückgenommen. Gott nimmt auch heute Sein Wort nicht zurück, sondern Er bestätigt Sein Original-Wort. Doch Sara meinte: "Vielleicht warten wir ver- geblich." So ist es mit den Menschen heute. Ihr versucht, in etwas hineinzu- steigen und wißt gar nicht, in was ihr hineinsteigt. Wie könnt ihr es tun, wenn ihr nicht wißt, was ihr tut? Geht ihr blind dahin? Wenn ihr versucht, in etwas hineinzusteigen, ohne daß ihr wißt, was ihr tut, dann werdet ihr fallen. "Wenn ein Blinder einen andern Blinden führt, werden beide in die Grube fallen." Jesus machte diesen Aus- spruch. Jetzt befinden wir uns in der Zeit des Samens. Die Hülse hält den Samen. Sie unterstützt ihn und hilft ihm, indem sie ihn trägt. Sie ist zu dem Zweck hervorgekommen, um ihn zu tragen. Beobachtet die Natur, wenn im Frühjahr die Sonne hervorkommt, wenn sie den ganzen Tag bzw. die ganze Jahreszeit hindurch auf den Weizen scheint. Alles verläuft in vollkommener Übereinstimmung mit Gott. Wenn die warme Sonne auf den Samen zu scheinen beginnt, geht er auf. Aber die Welt muß in einer bestimmten Verfassung sein, damit der Same aus dem Erdboden hervorkommt. Es muß alles rich- tig verlaufen, bis sie in einer bestimmten Verfassung ist, dann kommt der Same hervor. Genauso mußte alles seinen Verlauf nehmen, damit er im dunklen Zeitalter hervorkommen konnte. Manche Menschen wie z.B. der Kritiker, von dem ich vorhin sprach, der das Buch "Ein schweigender Gott" geschrieben hat, sag- te: "Während des Mittelalters starben diese armen Christen als Märty- rer, und Gott saß im Himmel, als ging es Ihn überhaupt nichts an!" Dieser arme, unwissende, geistlich blinde Mann! Hätte er doch nur offene Augen! Wißt ihr nicht, daß der Same im Boden liegen, sterben und verwesen muß, ehe er wieder hervorkommen kann? Die Gemeinde von Pfingsten starb durch die frühe katholische Kir- che. Dann kam sie als Halm hervor. Aber seht ihr, wie sie während der Zeit der Lutheraner, Wesleys und der Pfingstler der ursprüngli- chen Form immer ähnlicher wurde? Versteht ihr das? Jetzt muß es geradewegs wieder zu dem Original-Dienst, den Er auf Erden hatte, zurückkehren, denn sie ist Seine Braut. Sie sind eins. ER hat verheißen, wie diese Dinge in den letzten Tagen geschehen wurden. Wir sehen, daß alle Verheißungen, wie z.B. Maleachi 3, letz- ter Teil, Lukas 17,30 und viele andere Schriftstellen, sich erfüllen. Sie können gar nicht alle aufgezählt werden. Ich muß zum Ende kommen, denn es ist schon spät. Fragt sie, ob wir länger bleiben können. Fragt nach, kommt dann und sagt es mir. Einen Augenblick. Ich möchte dies noch unbedingt durchnehmen. Ich möchte so sehr, daß ihr es begreift. Betrachtet Jesus und die Braut. Wir stellen fest, daß der Schoß, die Pfingstorganisation in dem Zeitalter, in dem wir jetzt leben, genauso aussah wie die echte Sache. Habt ihr bemerkt, daß die römisch-katholische Kirche, die erste Orga- nisation, in Offbg. 17 als Hure bezeichnet wird? Wie viele wissen, daß es stimmt? Wie viele wissen auch, daß sie eine Mutter von Dirnen war? Wer ist diese unmoralische Frau? ER sagte, daß dieses Weib die Kirche ist. Was ist eine Hure? Eine Frau, die ihr Ehegelöbnis bricht. Was ist eine Dirne? Das gleiche. Das Wort bedeutet dasselbe. Sie gebar. Was gebar sie? Nicht gemäß dem Wort, sondern sie gebar Organisationen. Hier haben wir die Methodisten, Baptisten und Pfingstler. Sie alle haben die Gewohnheiten ihrer Mutter angenom- men. Jede unanständige Frau in Kalifornien kann ein jungfräuliches Mädchen zur Welt bringen. Deshalb ist die erste Botschaft ergangen, doch als die Wahrheit über die Heiligung dem Zeitalter Luthers dar- geboten wurde, konnten sie es nicht annehmen. Als den Methodisten die Taufe des Heiligen Geistes angeboten wurde, konnten sie es nicht annehmen. Nun zur Saatzeit ist ein Pfingsten hervorgekommen, und sie kann es nicht annehmen. Sie ist organisiert. Doch sie war ein Trä- ger des Samens. Dank sei dem HErrn für das Wort, das in Einfachheit gebracht wurde. Seht, es ist so einfach, so einfach wie man das Korn wachsen sieht. Ihr benötigt keine gewaltige theologische Auslegung darüber. Beob- achtet es nur. ER umgibt euch zu jeder Zeit. Ich muß aufhören. Ich fühlte den kleinen Zug, und ich bat ihn dar- um. Wir müssen zum Ende kommen. Noch diese eine Bemerkung, Bruder, dann werde ich gehen. Seht, der Halm, die Ähre, usw. sind nur Träger des Wortes. Sie hat- ten einen Teil des Wortes, bis sie starben. Zuerst die Rechtfertigung, dann die Heiligung und Wiedererstattung der Gaben bei den Pfingst- lern. Es ist wie bei Ismael, Isaak und dann Jesus. Der eine war der verkehrte, der andere der Original-Same, und dann kam der Same selbst. Die Gemeinde ging von Anfang an durch dasselbe; wie eine Blume und andere Pflanzen trinken, es in sich aufnehmen und gedei- hen. Das bedeutet nicht, daß die Lutheraner verloren sind. Die Luthe- raner, welche die Heiligung ablehnten, vielleicht, weil sie an etwas festhalten wollten. Seht, Israel aß jeden Tag frisches Manna. Betrachtet jetzt zur Endzeit die Hülse und den Weizen darin. Das gesamte Geheimnis des Lebens ist in der Hülse versiegelt. Wir sahen, wie es durch Luther hervorkam, wir sahen, wie es in der Ähre hervor- kam. Wir sahen es im Halm. Bis dahin sind wir gekommen. Jetzt hat es die Form der Hülse. Es ist fast so wie im Pfingstzeitalter' doch das tatsächliche Geheimnis ist im Innern verborgen. Denkt daran, gemäß der Offenbarung ist das ganze Geheimnis des Buches mit sieben Siegeln versiegelt. Die Reformatoren hatten keine Möglichkeit, die vier Stadien der vier Lebewesen zu enthüllen, die auszogen, um den vier Mächten der Welt entgegenzutreten. Was trat als erstes hervor? Ein Löwe, um dem römischen Zeitalter zu begegnen. Das war das Wort, das Original. ER ist der Löwe aus dem Stamme Juda. Christus selbst zog aus, diesem Zeitalter zu be- gegnen. Was war das nächste Lebewesen, das hervortrat, um diesem Reiter entgegenzutreten? Wer war er? Der erste Reiter war weiß ge- kleidet, und er bekam eine Krone auf das Haupt. Er hatte zwar einen Bogen, aber keine Pfeile. Beachtet, dem zweiten Reiter trat ein ande- res Lebewesen entgegen, nämlich ein Stier. Der Stier ist ein Opfertier. Während des Mittelalters starben sie den Opfertod. Ein drittes Lebewesen trat dem Reiter entgegen, der vor dem näch- sten Pferd kam, auf dem "der Tod" mit dem Totenreich als Gefolge ritt. Das Lebewesen, das dem Reiter jener Zeit entgegentrat, hatte das Gesicht eines Menschen. Wie viele wissen das? Es war das intellek- tuelle Zeitalter der Reformatoren: Luther, Calvin, Wesley, Knox, Finney, Moody. Doch was kam zur Abendzeit hervor? Ein Adler wieder ein pro- phetisches Zeitalter. Es soll Licht werden zur Zeit des Adlers; den Weg zur Herrlichkeit werdet ihr sicher finden. 0 Gemeinde des leben- digen Gottes! Ich wünschte; daß ich an einem Morgen hierherkommen, den gan- zen Tag über hier bleiben und mit euch Gemeinschaft in diesen Din- gen haben könnte. Hört: Meint ihr, ich mag euch nicht? Ich liebe euch, meine Brüder. Ich würde am liebsten zu jeder Organisation ge- hen und glauben, was jede von ihnen glaubt. Doch seht, ich kann es einfach nicht. Es ist kaum noch eine Tür offen für mich. Gerade jetzt muß ich einen Vorwand benutzen, um in ein Land einzureisen, weil die Organisationen den Dienst, den Gott mir gege- ben hat, nicht hereinlassen wollen. Ich schrieb ihnen einen Brief als Antwort und sagte darin: "Seit zehn Jahren versuche ich hineinzu- kommen. Doch ihr mit eurer verrückten Taufe!" Die einen von ihnen glauben, daß man dreimal getauft werden muß: einmal für den Vater, einmal für dein Sohn und einmal für den Heiligen Geist, und zwar mit dem Gesicht nach vorn. Die anderen sa- gen: "Nein, ihr müßt dreimal rückwärts getauft werden: einmal für den Vater, einmal für den Sohn und einmal für dein Heiligen Geist." Beide sind sie verkehrt. Die einen sagen: "Man wird doch in Seinen Tod hineingetauft, und Er neigte sich nach vorne, als Er starb. Wir werden ja in Seinen Tod getauft." Die anderen sagen; "Wer beerdigt denn einen Men- schen mit dem Gesicht nach unten? Man legt ihn doch auf den Rük- ken." Solch ein Unsinn verursacht Trennungen unter den Menschen. Es beweist, daß Eifersucht die Ursache ist. Es ist vom Satan; es ist nicht von Gott. Gott ist weder auf der einen noch auf der anderen Seite, sondern in der Mitte, doch Er ruft aus beiden Richtungen heraus: "Geht aus ihrer Mitte hinweg und" sondert euch ab," spricht Gott, " . .so will Ich euch aufnehmen. Gott segne euch.