- INTERIM -
Hilfe und Selbsthilfe e.V.

 

Was ich dir wünsche

Ich wünsche dir Augen,
mit denen du einem Menschen ins Herz schauen kannst
und die nicht blind werden aufmerksam zu sein auf das,
was er von dir braucht.
 
Ich wünsche dir Ohren,
mit denen du auch Zwischentöne wahrnehmen kannst,
und die nicht taub werden beim Horchen auf das,
was das Glück und die Not des anderen ist.
 
Ich wünsche dir einen Mund,
der das Unrecht beim Namen nennt,
und der nicht verlegen ist um ein Wort
des Trostes und der Liebe zur rechten Zeit.
 
Ich wünsche dir Hände,
mit denen du zärtlich liebkosen kannst
und die nicht festhalten,
was du in Fülle hast und teilen kannst.
 
Ich wünsche dir Füße,
die dich auf den Weg bringen zu dem,
was wichtig ist, und die nicht stehen bleiben vor den Schritten,
die entscheidend sind.
 
Ich wünsche dir ein Rückgrat,
mit dem du aufrecht und aufrichtig leben kannst
und das sich nicht beugt vor Unterdrückung, Willkür und Macht.
 
Ich wünsche dir ein Herz,
in dem viele Menschen zuhause sind und
das nicht müde wird,
Liebe zu üben und Schuld zu verzeihen.
 
Ein Wort gibt das andere,
und eine belanglose Meinungsverschiedenheit
wächst sich in Windeseile zu einem handfesten Streit aus.
Am Ende behält das Schweigen das letzte Wort.
 
Ich wünsche dir, daß du stark genug bist,
deine eigenen Fehler einzugestehen,
und dich nicht länger schämen mußt für deine Schuld.
 
Ich wünsche dir, daß deine Liebe groß genug ist,
zuzuhören, wo die Not des anderen liegt,
der dir so weh tat, daß du verstehen und vergeben kannst.
 

Autor unbekannt