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Summer Book
(türk.OmU)
Ab Juni 2010 bei uns im Kino
ein
Film von Seyfi Teoman
Herkunftsland Türkei 2008, 92 min,
35mm
mit
Taner Birsel
(Hasan), Ayten Tökün (Güler), Osman İnan (Mustafa), Harun Özüağ
(Veysel), Tayfun Günay (Ali)
http://www.arsenal-berlin.de/de/verleih/news-anzeige/article/1903/235.html
Die
Schulferien haben begonnen, fröhlich strömen die Kinder in ihren blauen
Uniformen ins Freie. Nur ein kleiner Junge scheint betrübt. Ein
Klassenkamerad hat ihm das Schulbuch geklaut, jetzt kann er seine
Ferienaufgaben nicht erledigen. In diesem Film tritt die Kamera stets
einen Schritt zurück und gibt das Bild frei für Leben und Alltag einer
türkischen Familie in einer anatolischen Kleinstadt. Die langen und
ruhigen Einstellungen lassen Platz für ihre kleinen und großen
Probleme. Als der Vater überraschend stirbt, lässt Seyfi Teomans Film
den Hinterbliebenen die Zeit und den Raum, die nun einmal nötig sind,
um den Tod an sich heranzulassen. Vorsichtig verfolgt er die
unterschiedlichen Bewältigungsstrategien, zeigt, wie die Familie
langsam ihren Weg in den Alltag zurückfindet. Am Ende werden die Kinder
wieder in die Schule eilen. Ein lichter Sommerfilm über ein schweres
Thema.
Das dramatische
Potenzial undramatischer Momente
Der Regisseur Seyfi
Teoman über seinen Film
TATIL KITABI ist ein Film über die
Geschwindigkeit
und den Rhythmus des Lebens in einer Kleinstadt in der Provinz. Der
Film wurde in Silifke gedreht, einer Stadt ganz in der Nähe der
Mittelmeerküste. Trotz landschaftlicher Schönheit und der wunderbaren
geografischen Lage kommen nur wenige Touristen in diesen Ort, der so
gar nicht dem Klischee der mediterranen Stadt mit ihren freundlichen,
fröhlichen Menschen entspricht.
Während ich das Drehbuch schrieb,
musste ich
ständig daran denken, wie sehr uns die Orte beeinflussen, an denen wir
leben. Entweder akzeptieren wir diesen Umstand oder wir leugnen ihn –
so oder so sind wir davon geprägt. Mich interessiert das dramatische
Potenzial der undramatischen Momente im Leben. Ich versuche,
dramatische Ereignisse ganz ohne dramatisierende Elemente darzustellen.
Atmosphäre und Stil des Films werden vom Zusammenspiel aus Totalen und
Nahaufnahmen, Laiendarstellern und zurückgenommenem Spiel und
natürlichem Licht bestimmt. Meiner Meinung nach sollte ein Film so
unbestimmt sein wie das Leben.
Altersfreigabe
: ab 6 Jahre
Stichworte :
Familie, Umgang mit Trauer in der Gemeinschaft, Bewältigungsstrategien
des Einzelnen
Unterrichtseignung
: Ethik
Genre :
Spielfilm
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