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Der
nach “Das rote Eichhörnchen” und vor “Die Liebenden des Polarkreises”
entstandene “Tierra” von Julio Medem (“Vacas”, “Lucia und der Sex”)
spielt auf dem platten Land. Rote Erde und krummgewachsene Rebstöcke
erinnern ein wenig an die Kargheit der Mondoberfläche. Hierhin
verschlägt es Ángel, der als Schädlingsbekämpfer den Asseln beikommen
soll, die die Erde der Weinberge auflockern und dadurch dem Getränk
seine lokale Note verleihen. Ángel ist hier als Fremder isoliert,
verstrickt sich aber schnell in zwei leidenschaftliche Affären, die
seine gespaltene Persönlichkeit beschäftigen. Jede seiner Hälften fühlt
sich natürlich zu jeweils einer der Frauen hingezogen, was ihn in
konfuse Situationen stürzt. Medem vermischt Melodram und Thriller, die
einfache Geschichte wird durch ihre Details komplex und spannend, die
pathetischen Momente erscheinen durch die humorvolle Art des Erzählens
so unpathetisch wie der Surrealismus der Handlung ganz normal
daherkommt. |
Spanien 1996
118 Min. spanische OmU R.+B.: Julio Medem D.: Emma Suárez, Carmelo Gómez, Karra Elejalde, Silke
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