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The Isle
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"Seom" spielt an einem einzigen Schauplatz, einem riesigen See. Darauf schwimmen einzelne Hütten, die von Anglern gemietet werden. Eine schweigende junge Frau vermietet die Flöße, versorgt die Männer mit Essen, Kaffee und Angelhaken. Gelegentlich verkauft sie auch ihren Körper. Trotz der Verachtung, mit der ihre Kunden ihr begegnen, verteidigt sie selbstbewusst ihre Rechte und wirkt dabei doch vollkommen apathisch. Nur Hyun-Sik biegt zierliche Drahtfiguren und schenkt sie ihr. Als ihr einziger Freund wegzugehen droht, versucht sie, ihn mit drastischen Maßnahmen aufzuhalten. "Seom" ist ein brutaler, bedrohlicher Film, der trotz der Weite des Sees und des hellen, sommerlichen Lichts, trotz der bunten Anglerhütten und der Landschaft ringsherum klaustrophobisch und düster wirkt. Die Handlung kommt mit wenigen, rüden Dialogen aus. So kann sich der Betrachter Ki-Duk Kims schrecklich-schönen, leeren Bildern nicht entziehen: Bildern, die nicht nur unorthodoxe Verwendungsmöglichkeiten für Angelhaken offenbaren, sondern auch immer wieder den Todeskampf der frisch aufgespießten Fische zeigen und damit die Vorstellung vom friedlich-philosophischen, geduldigen, naturverbundenen Angler gewaltsam zerstören. (Daniela Sannwald) „Seom“ Südkorea 2000, 85 min., OmU R.: Kim Ki-duk, D.: Jung Suh, Kim Yoo-Suk, Cho Jae-Hyun |
„Seom“ Südkorea 2000, 85 min., OmU R.: Kim Ki-duk, D.: Jung Suh, Kim Yoo-Suk, Cho Jae-Hyun |