Impressum


Transparenz aus
JavaScript

Ausbildung

CMAS*/
VDST Bronze

   Ausrüstung

   Physik

   Medizin

   Praxis

CMAS***/
VDST Gold

  Physik

  Medizin

  Praxis

  Umwelt

Nitrox

   Nitrox  und  
   Nitrox-
Rechner 

Ernstfall

   Unfallerkennung
   
und Maßnahmen

Sonstiges

  Mikroblasen und   Pylestops

 E-Mail

NAS-1 Kurs 23-25.11.2007 Ebermannstadt/Bayern

Geschichte, Archäologie, Tauchen - drei Dinge, die mich interessieren. Es gibt noch mehr, aber die gehören dann nicht auf dieses Seite :-)
Nun habe/konnte ich nicht Archäologie studieren, aber was ich kann (wenigstens etwas) ist tauchen. Warum nicht seine Interessen mit dem Tauchen verbinden? Nicht jeder kann sich dafür begeistern, schon klar. Einer taucht eben nur so gerne, ein anderer taucht gerne tief, mancheiner videografiert/fotografiert UW. Ich wollte gerne UW-Archäologie näher kennen lernen, mich dafür engagieren. Also belegte ich bei Hendrik Pohl schon im Sommer 2006 in Rostock den Kurs "Denkmalgerechtes Tauchen". Wochenendseminar und ein Einstieg in das Themengebiet. Und eine Art Kontaktbörse, denn Andreas vom VUBB war ebenso da und Gerd Knepel sagte am letzten Tag auch ein "Hallo". Und dieses Jahr fand genau bei ihm der NAS-1 Kurs statt.


 

Helle (Helmut Menzel) machte mich letztes Jahr schon auf den ersten Kurs aufmerksam und dieses Jahr absolvierten wir den neuen Kurs auch gemeinsam.
Aber worum geht es genau. Die DEGUWA, die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Unterwasserarchäologie, versucht den Zusammenschluss zwischen professionelle Archäologen und Wissenschaftlern mit interessierten und engagierten Sporttauchern zum gemeinsamen Schutz des Kulturebes, besonders des Unterwassers. Dazu gehört natürlich eine entsprechende Sensibilisierung, fundierte Ausbildung und auch die Einbindung in wissenschaftliche Arbeit und Forschung. Kurz gesagt, Sporttaucher können und sollen Verantwortung mit übernehmen. Die Ausbildung orientiert und richtet sich an den international anerkannten Kursen der NAS (Nautical Archaeological Society, UK) aus. Die Kurse richten sich sowohl an die Sporttaucher, aber eben auch an die Wissenschaftler und Studenten und beinhaltet neben den theoretischen Grundwissen auch viele praktische Übungen im Wasser.

Der avisierte NAS-1 Kurs fand nicht gerade um die Berline Ecke statt. Ebermannstadt/Franken. Gut das Helle einen VW-Bus hat. Die Frage, wer fährt, war schnell geklärt :-). Mit an Bord waren neben Helle und mir auch noch Karin und Thomas. Also auf nach Bayern, Ende November, Freitag 15 Uhr ab Kreuzberg. Wie sollte es anders sein - Regen, Nebel, volle Autobahn. Aber wir kamen in dem kleinen und gemütlichen Städtchen an und hatte vorher Zimmer in einer Pension/Hotel am Markt gebucht. Abends noch ein kurzer Abstecher in eine andere Lokalität, Essen, weiter bekannt machen, denn Karin und Thomas kannte ich noch nicht. Gemütliche Runde in einem gemütlichen bayerischen Lokal, das die Preußen gut verkraftet hat :-) Dann zurück in die Betten, denn ein inhaltsreiches und langes Wochenende stand bevor. Morgens zum Frühstück gesellte sich dann Gerd dazu, unser Referent und Dozent.

Neun Leute hatte sich angemeldet und Gerd hatte Unterstützung mitgebracht, Katrin, eine Archäologin und Forschungstaucherin.
Dann ging es los. 9 Uhr, Vorlesung, Vortrag, Diskussion. Theorie aneignen und Hinterfragen, Praxisbezug nehmen und theoretisch schon einmal austesten.


die Berliner und rechts der gesamte Kurs


Vorbereitung der Tabellen für die Offset-Messungen


selbst in den Pausen wurde weiter diskutiert


Um die Zeit effektiver nutzen zu können, wurde ein heimischer Italiener zwcks Pizzen konsultiert. Am zweiten Tag, nach telefonischer Rückkopplung, waren sie auch so, wie wir sie wollten :-) Weiter ging es aber dann mit der Vorbereitung praktischer Übungen, d.h. Vermessungs- und Zeichenmethoden.

Da eine bayerische Hauptschule natürlich über ein Schwimmbad verfügt und dies auch noch 28 Grad hat, Temperaturen, die ein Berliner Schwimmbad nur aus längst vergangegen guten Zeiten kennt, war die Praxisausbildung auch kein Problem. Ab ins warme Wasser. Zeichnen, Offsetmessungen an zwei "Fundstellen", jeweils mit zwei verschiedenen Teams. Ziel: genaue Messung (<=0,5cm) auch über große Distanzen und wenig Grundberührung.

Nach den praktischen Übungen noch etwas Theorie und anschließend wurde der Film des Kaffenkahn e.v. über die Kaffenkähne im Webellinsee und das Engagement des Vereins zu deren Dokumentation und Erhaltes in Verbindung mit den VUBB vorgeführt. 19 Uhr, erster Seminar-Tag geschafft.
Gerd hatte in unserer Pension eine Tisch bestellt und so ging die Diskussion eigentlich weiter. Und es gesellte sich sogar noch Peter Winterstein, der Direktor der DEGUWA zu uns. Gemütliche Runde bis kurz vor Mitternacht.  Nach dem Frühstück gings es dann in den zweiten Seminar-Tag.Vorher aber zwei Überraschungen: eingeschneite Autos und darunter ein 10-Euro-Wertgutschein der örtlichen Revier-Polizei. Na ja, irgendwie müssen die 28 Grad Wassertemperatur ja gesponsort werden :-(



 

Themen: Vermessungstechniken 2 und 3-dimensional in Theorie und Praxis, Altersbestimmungsmöglichkeiten, Konservierung, Recht, ...... Ein volles Programm, das mit dem Vortrag über die Kaffenkähne, der auch auf der Berliner Langen Nacht des Tauchen von Helle vorgetragen wurde, zu Ende ging.


3000 Jahre alt - Theorie und Praxis zum Anfassen im Kurs

Trilaterationsvermessungsmethode  und Zeichnen mit Rasterhilfe

alles unter dem wachsamen Auge von Thomas und Katrin
beide mit Split-Fins :-) - sie wissen schon, was ich meine :-)

Adressen- und eMailtausch, Gerödel zusammen packen, Autos beladen - 16:30 Uhr war Abfahrt.
Wie sollte es sein? Volle Autobahn, Nebel und Regen.Gegen 22 Uhr in Berlin, gegen 23 Uhr zu Hause. Ein anstrengendes, super interessantes und inhaltsreiches Wochenende mit netten Leuten und gewichtigem Inhalt (ich meine nicht die Pizzen).

Next Year - NAS2!!

 


 
Copyright © 2002 www.dirk-froebel.de. All Rights Reserved And Designed by Gul-DF