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DEGUWA Tagung 2009 Kiel

Im Mail 2008, während des Tauchcamps I, lief unser NAS II Kurs. Über Sommer, Herbst und Winter arbeiteten wir an der Dokumentation der Ergebnisse und fertigten unseren Prospektionsbericht an. Wir entschieden uns, den Bericht als zusammen gefasstes Werk zu erarbeiten und so ein Dokument zu erstellen, dass nicht nur als "Stückwerk" einzelner Berichte abgegeben wird um den Anforderungen an NAS II zu genügen, sondern als weiter verwendbares und erstes fundiertes Werk zu den Kaffenkähnen aus unterwasserarchäologischer Sicht zu konzipieren. Und so entstand ein Buch als Autorenwek "Versunkene Vergangenheit - Kaffenkähne im Werbellinsee", ein Prospektionsbericht.Das Buch wollten wir unserem Ausbilder, Gerd Knepel, und dem interessierten Publikum zur internationalen Tagung der DEGUWA Ende Februar präsentieren. Es hat geklappt :-) - wenn auch wegen Druckprobleme im Verlag nur als Vorabversion. Aber es hat geklappt. Das Bodendenkmalamt Brandenburg, Gerd Knepel und Prof. Börker, der Präsident der DEGUWA, erhielten die ersten Exemplare. Der NAS II Kurs ist abgeschlossen und die Ausbildung geht weiter. Eine ISBN Nummer haben wir schon, der Hauptdruck erfolgt in den nächsten Wochen.

Auch diesmal war die Tagung wieder ein voller Erfolg, ein riesiger INPUT von Erkenntnissen, Ideen, eine Übersicht über viele Projekte unterwasserarchäologischer Tätigkeiten und eine enorme Kontaktbörse. Fachpublikum aus der ganzen Welt waren anwesend, allein 9 ausländische Projekte wurden vorgestellt. Redner aus den USA, Großbritannien, Litauen, Estland, Polen, Norwegen, .., waren anwesend. Projekte der Universitäten Nottingham, Stockholm, Michigan, Kiel, ..., wurden publiziert und Berichte zu Funden beim Metrobau in Amsterdam oder den Problemen bei Konservierungen ganzer Schiffe, mit denen Landesämter in Deutschland zu tun haben, wurden detailliert dargestellt.Und der Kaffenkahn e.V. unter Hilfe des VfUBB stellte die Kaffenkähne im Werbellinsee vor. Ein toller Erfolg für beide Vereine, vor internationalem Fachpublikum aufzutreten. Unser Prospektionsbericht wurde in diesem Zusammenhang aufmerksam wahrgenommen.

Die Vorlesungen gingen am Samstag von 9 Uhr an bis kurz vor 21 Uhr. Nicht ganz leicht mehr die harten Hörsaalklappstühle so lange zu drücken :-) Aber die vorgestellten Themen waren so interessant, dass man die harten Sitze schnell vergaß.Sonaraufnahmen, Ideen für Untersuchungen bei starker Strömung, interessante Erkenntnisse aus dem 12. Jahrhundert, bei denen tausende Holzstämme in einem See eingeschlagen wurden, um darauf Häuser zu errichten, was allein 500.000m² Waldfläche erfordert haben muss, Fund und Bergung zweier Bremer Kähne, die Rolle von Einbäume und das Fehler beplankter Kähne im Norddeutschen Raum, die Suche nach versunkenen Legenden in Litauen, Brücken, Uferbefestigungen, Siedlungsfunde usw. usw.

Wurden letztes Jahr in Hamburg die Reden zu ca. 1/3 in Englisch gehalten, waren es dieses Jahr ca. 2/3 bis 3/4. Ein Redner beklagte sich, dass die Jahrhundert alte Wissenschaftssprache DEUTSCH ausstirbt. Nun konnte ich den Reden schon folgen, aber auch ich finde das schade. Kommt man in Frankreich auf die Idee Fachtagungen zu denen eingeladen wird, nicht hauptsächlich in französisch zu halten? Oder in Spanien, in Polen, in Russland? Geschweige denn in England oder den USA? Ich meine nicht Gastredner, das ist schon klar, sondern die eigenen Redner auf der eigenen Tagung im eigenen Land. Na ja - der Zeitenwandel.


 

Die Fachgespräche setzten sich dann bis spät in die Nacht bzw. in den frühen Morgen fort. Aber um 9 Uhr ging die nächste Vorlesung an den Start. Das Leben kann so hart sein - und inhaltsreich :-)

In den Pausen ergaben sich interessante Kontakte und Ansatzpunkte für neue Projekte. So nahmen wir u.a. Kontakt zu Dr. Thomas Förster (Meeresmuseum Stralsund, Forschungsschiff Seefuchs) und zu Dr. Daniela Gräf auf, die günstiger Weise aus Berlin kommt, auf. Außerdem ergab sich wieder ein Austausch von Ideen und Arbeiten mit Andreas Schablowsky, der uns in den Tauchcamps I und II auch schon begleitete und unterstützte.



Und ein archäologisches Urgestein wurde geehrt. Dr. Louis Lehmann aus Amsterdamm, wie auf der Tagung angeführt - einer der intelligentesten Personen Hollands, fast 90 und zu allen Vorlesungen und Tagungen immer anwesend. Dr. Martin als stellvertretende Direktor der DEGUWA dankte ihm für seine Jahrzehnte langen wissenschaftlichen unterwasserachäologischen Tätigkeiten.

Ein tolles, inhaltsreiches, kommunikatives und in die Zukunft blickendes Wochenende.

 



 


 
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