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Tauchen im Berliner Raum
Werbellinsee, Dornbusch
Wrack der preussischen "Jura", in Anlehung an die "Jura im Bodensee"
(
Begriff geprägt von diver@mediascape.de)

Endlich das Wrack sehen, endlich!
Drei Anläufe hat es gekostet, aber es ist vollbracht :-)

Zum See : Etwa 10km langgezogener See in der Schorfheide. Sehenswerte Naturgegend, sehenswerter See. Max. Tiefe knapp 60m. Mein Lieblingstauchplatz und der einzige Platz den ich kenne :-) , am Dornbusch. Entfernung von Berlin - ca. 80km, also 1 Stunde Autofahrt. A11 Richtung Prenzlau, Abfahrt Eberswalde-Finowfurt, links über die Autobahnbrücke, nach 1 km rechts Richtung Joachimsthal (ist ausgeschildert), dann ca 5km am See entlang durch schöne Wälder bis zum Parkplatz mit Notrufsäule. Straße oft sehr befahren, Gewässer auch!!

02.10.2004 - Ankunft gegen 11:15 Uhr und alles - LEER!! Parkplatz satt, Wiese satt :-)
 Tauchpartner Anja, Oliver, Karsten, Jockel.

Heute also der zweite Versuch, nachdem der erste abgebrochen werden musste, was allerdings schon ein paar Jahre her war. Aber auch diesmal musste der erste TG wegen Problemen abgebrochen werden, was wir zu einer Freiwasseraufstiegsübung aus 30m Tiefe nutzten. Mittagsruhe, anrödeln, zweiter Versuch. Diesmal klappte es. Die Sicht, die an der Oberfläche ziemlich gut schien, änderte sich schlagartig.auf 2m. Naja, Sprungschicht abwarten, das wird schon. Pustekuchen. Ab 24m wie erwartet stock-schwarz. Sicht 1m. Am Wrack dann selbst viel aufgewirbelte Sedimente und so dunkel, dass man die 10cm von der Nase entfernten Flossen des Partners ohne Lampe nicht sehen konnte. Also wirklich stockdunkel. Lampe + Ersatz dringend angeraten.Psyche und Erfahrung des Tauchers sollten auch top sein. Es ist kein Anfänger-TG. Ein Trocki ist empfohlen, da hier immer zwischen 4 und 6 Grad Wassertemperatur herrschen.
Der Aufstieg in Richtung 240 Grad geschieht schön an der 40-60 gradigen Steilwand. Dekostops kann man dann auf 9m und entsprechend höher im flach verlaufenen Uferbereich abwarten bzw. -sehen, da hier schöner Bewuchs, viele Baumstämme, Fischschwärme usw. zu bewundern sind. Ausgetaucht sollte dann bis in Ufernähe werden, da der See stark von der Binnen-Schifffahrt frequentiert wird. Sportboote kommen sehr nah ans Ufer, was ein direktes Auftauchen problematisch macht. Also lieber bis in den 1m Bereich :-)

 
geborgener Kahn
http://www.dtmb.de/Rundgang/Neubau/Picts/schiff/DR%200127-03_Kaffenkahn_300.JPG 

Das Wrack ist ein wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts (1860 - 1870) gesunkener Kaffenkahn. Berlin war zur damaligen Zeit im Wachstum begriffen. Aus den im Umland liegenden Ziegeleien wurden auf dem Wasserwege Ziegel, Pflastersteine etc. herangebracht. Grüchteweise wird gemunkelt, dass bei einem starken Gewitter der offene Kahn voll lief und zu sinken begann. Vor der Landzunge am Dornbusch versuchte man das rettende Ufer zu gewinnen, was misslang. Nun liegt das Wrack schräg abfallend von ca. 32 bis knapp 40m tief. Der Kahn selbst ist etwas mehr als 30m lang, das Holz noch sehr schön hellrot. Die Tiefe und Dunkelheit tuen ihm gut  Ein Glück auch - für Taucher.:-)

Da diesmal die Sicht bescheiden war, sind es die Bilder ebenso. Aber ein Gutes hat es auch: das bis auf 30m betitelte Gehäuse versah brav seinen Dienst auch 10m tiefer.


Anja und Oliver (mit Vollgesichtsmaske á la Darth Vader)


Bordwand

Ladung

Fazit : ein schöner Ausflug in die Tiefe

 

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