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PSZCZEW 2005 - Polen
ein Ausbildungswochenende
(29.04. - 01.05.2005)

Kurzdaten :
Entfernung: ca. 240km von Berlin über Frankfurt/O
Fahrtzeit:  etwa 3 Stunden
Gewässer: Naturschutzgebiet mit vielen Seen, keine Motorboote
Tauchtiefen:  je nach See von 14 - 50m
besuchte Tauchbasis: Motel/Hotel KARINA Pszczew

Für mich wurde es wieder einmal Zeit, mich weiterzubilden. Gleiche Gedanken hatte Achim und sein alter Freund Klaus. Also sprachen wir mit Peter, Inhaber des Tauchtip-Spandau, um Specialties und Weiterbildungen dort zu absolvieren. Von dort aus wurde auch alles organisiert - wir mussten kein Geld tauschen, alle Speisen, Getränke, Übernachtung etc. wurde über die Tauchbasis in Euro abgerechnet. Dazu dann später. Peter betreibt die Basis dort mit Andrzej .

Mit dem Auto nach Polen? Achim und mir war sofort klar, Klaus fährt :-) Da wir nur zu dritt waren, Klaus einen Mondeo hat mit entsprechender Ladefläche, war dies nahe liegend. Aber auch sonst wären wir dafür gewesen *fg*. Tauchgepäck, Flaschen usw. also verladen und ab. Grenzübergang Autobahn Frankfurt/O, dann die Landesstraße 3, später auf die 2. Es sind ca. 90km in Polen. Die Landesstraßen haben keine Sperrlinie am Straßenrand und sind etwas breiter gebaut, so dass prinzipiell bei Gegenverkehr überholt wird. Jedenfalls wenn der Überholende und der Gegenverkehr einverstanden sind. Ich denke aber, jeder dort geht genau von dieser Situation aus. Also etwas gewöhnungsbedürftig und spannend.

Der Komplex KARINA umfasst ein Hotel, ein Nebengebäude (Motel, Rezeption) in dem wir waren, einen Cafeteria- und Speisesaalbereich sowie den Wassersportbereich am See. Auf dem Gelände stehen noch kleine Bungalows, Wohnwagen und Camping ist erlaubt. Einen kleinen Sandstrand gibt es und einen Reiterhof. Bestimmt noch mehr, aber wir hatten ja Ausbildungswochenende. Das gesamte Areal liegt in einem Naturschutzgebiet. Motorbotte gibt es nicht, Segeln, Rudern, Surfen sind die schön ruhigen Wasseraktivitäten.
Unser Zimmer (3-4 Personen) lag im Motel/Rezeptionsgebäude und war ausreichend. Sauber, 2 Betten, eine ausklappbare Schlafcouch, Fernseher, Schrank, ..., Standard. Die Toilette mit Waschraum und Dusche wird mit je 4 Zimmern geteilt. Sie war sauber und geräumig, könnte aber bei längerer Sitzung einer Person zum Problem werden.
15 Euro pro Person und Übernachtung bezahlten wir an die Basis, ebenso 17 Euro pro Person und Tag als Vollpension. Das sind dann schon fast deutsche Preise. Eventuell bekommt man es bei Direktbuchung etwas preisgünstiger. Wir kannten die Kosten vorher und waren mit der oben angeführten Abrechnung aber zufrieden. Das Essen war ausreichend, aber eher "landestypisch" Als gelernter DDR-Bürger kannte ich dies noch, alles eher einheitlich und man musste  nachfragen um ausreichend zu bekommen. Man versicherte uns aber, dass dies sonst nicht so ist und eher daran lag, dass die Saison gerade erst an diesem Wochenende dort begann. Anlaufschwierigkeiten eben. Für mich eher eine Zeitreise 20 Jahre zurück, was ich nicht als unangenehm empfand. Die Uhren gehen etwas langsamer, weniger Hektik und Stress, man gewöhnt sich gerne daran. Aber - das Essen war nichts für Feinschmecker und Vielesser. An diesem Wochenende jedenfalls.

 
Peter und sein Partner Andrzej,
Cafeteria und Hotel
Strand, See, Wassersportkomplex (Bootsverleih, Tauchbasis, ..)
 

Zum Wasser, zur Tauchbasis etc.. Die Basis wurde neu eingerichtet, sieht sehr gepflegt aus und macht einen guten Eindruck. Sie liegt direkt am Wasser, man fällt quasi hinein.


Ein Kompressor ist vorhanden und somit sind Flaschenfüllungen kein Problem. Der Einstieg ist direkt an der Basis möglich oder über den Steg im Badebereich. Dort über Leiter oder rückwärts in das dort ca. 1,80m tiefe Wasser fallen lassen.
Dieser See ist laut Aussage etwa 18m tief, benachbarte Seen 25, 34 und einer auch um die 50m. Die Sichtweiten waren gut, nämlich 4 - 6m. Tags über sahen wir weniger Fisch, was aber mit der Ausbildung zusammenhängen kann, nachts extrem viel (Barsch, Hecht, Aal). Man kann die Basis ohne Probleme als Sprungbrett benutzen, um an die anderen Seen zu gelangen. Kosten: 15 Euro pro Taucher und Tag. Das ist satt. Dafür aber Luft non Limit inklusive, Abgaben wegen Naturschutz (keine Motorboote sind sehr angenehm) und nach den Nachttauchgängen, die erst nach 23 Uhr beendet wurden, gab es einen geheizten Raum, Tee, Deko-Bier etc. Auch inklusive, jedenfalls bei uns. Damit relativiert sich alles.


Wir machten ein Ausbildungswochenende, also war Arbeit angesagt, Theorie und Praxis - lernen, üben, anwenden.Man kann bequem in der Basis sitzen oder zieht sich in die Cafeteria zurück.
Abends dann nette Kontakte in der Cafeteria, Dart bis 3 Uhr. Wer gewinnen will, darf Dart aber nicht mit Renata, der Frau vom Chef dort, spielen. Man sah lachend zu, wie ich unterging :-)
Schluss ist wenn der Chef geht. Und der ging früh (morgens).


Theorie paukend

Wenn man nicht tauchen will oder mit Familie anreist, kann man Reiten, M-Biken, Wandern, Joggen usw.
Fazit: Polen ist dort kein Schnäppchen bietet aber Natur pur und nette Leute. Für ein Wochenende, auch ein langes, gut geeignet, da viele Freizeitaktivitäten angegangen werden können. Kinder fühlen sich bestimmt wohl (Reiten, Baden, ...). Es ist eher nichts für Luxus verwöhnte. Pczczew hat noch einen unverbrauchten Charme.

 

PS: Ihr dürft mich nun GOLD-Taucher rufen *lol*

 

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