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Amontillado Resort - Erholung und Tauchen auf Negros/ Philippinen

Nach der doppelten Pleite von Orca (der Pleite mit der Buchung nach der Pleite der Firma) hier mal mein Bericht von der doch stattgefundenen Reise.

Buchung:
Man kann direkt auf der
Webseite buchen oder wie wir über einen Anbieter der mal nicht Pleite ist. Mit letzterem lief alles super.

Ort:
Das Resort liegt in Dauin auf Negros, einer der großen Inseln auf den Philippinen. Ca. 15 km vom Resort entfernt ist
Dumaguete, die größte der Städte dort mit 200.000 Einwohnern. Krankenhaus ist also in der Nähe, wie auch ein Inlandflughafen und verschiedene Fähranbieter sowie ein großes neues Shopping-Center. Die Region ist wenig touristisch "aufgebraucht" und die Bewohner sind neugierig auf die wenigen Gäste.

Anreise:
Wir flogen mit Quatar Air (gebucht online, telefonische Absprachen in Berlin waren möglich), einer der 5 Sterne Fluglinien, von Tegel nach Doha und dann nach einem Aufenthalt dort weiter nach Cebu. Tegel - Doha 6h, Aufenthalt in Doha zwischen 3h und 6h (die aber relativ schnell verliefen), Doha - Cebu 10h.
Von Cebu wurden wir mit einem Auto am Flughafen abgeholt und fuhren ca. 3h immer an der Küste entlang über die Insel zu einer Fähre. Die benötigte dann ca. 25min für die Überfahrt. Von dort waren es noch 20min bis zum Resort. Gesamtreisezeit ca. 30 - 33h.
Der Komfort an Bord der Flieger ist gut. Reichlich mehr Beinfreiheit als bei anderen Fluglinien wie Lufthansa oder Air-Berlin, alle Art der Getränke frei und ein sehr individuelles Medienprogramm. Mehr als 100 Musikalben, fast 100 Video- und Fernsehfilme, ... - alles per Touchscreen oder Handfernbedienung in jedem Sitz. Beide Flieger waren Airbus.

Der Aufenthalt in Doha ist lang, der Flugplatz gerade im Aus- und Umbau und deshalb nicht sehr groß. Aber die Zeit verging. Der Duty Free Shop hat eine Menge im Angebot. Parfüm, Alkohol, Elektronikgeräte - wie überall. Aber wer will, kann sich auch schon einmal einen Porsche oder Mercedes AMG mitnehmen. Schnäppchen sind also machbar :)
In Wartebereich kann man an verschiedenen Stellen essen oder Kaffee trinken, es gibt an zwei Stellen freies WLAN. Ist der Aufenthalt lang genug, könnte man auch einen Abstecher in die Stadt machen, muss dann aber für Einreisegebühren und Taxi bezahlen. Wir haben es uns erspart. Knappe 100 Euro für einen Kurzausflug können wir am Urlaubsort besser investieren.

Resort:
Das Resort liegt am dunklen vulkanischen Sandstrand.


Die Anlage ist eine sehr kleine. Sie hat 14 Bungalows, das Tauchcenter, einen Spa-Bereich, einen Süßwasserpool, Loungebereich und eine Strandbar. Max. 25-30 Gäste sind also anwesend, mehr als überschaubar.Das Resort ist mit 4 Sternen veranschlagt. Erreicht wird es aber wohl erst nach der neuen Renovierung. Der Badbereich wird nach und nach erneuert, ein Spa-Bungalow direkt am Strand gebaut. Bettwäsche wird jeweils nach 3 Tagen getauscht, Handtücher wie üblich nach Aufforderung, Strandtücher sind frei und man kann sie wie gewollt wechseln. Der Garten ist schön angelegt, gepflegt und beinhaltet eine Unmenge an Vogelvolieren. Der Pool ist zweigeteilt, mit Süßwasser gefüllt und angenehm warm. Es gibt ausreichend Liegen am Pool- und Strandbereich.

Der Strand ist Gezeiten abhängig mehr oder weniger breit und besteht aus dunklem Vulkansand. Er wird täglich gefegt. Man kann zum Baden ins Wasser, muss dann aber durch einen Bereich von kleinen Steinen "stolpern". Durch die Vulkannähe ist unmittelbar kein tropisches Hausriff vorhanden. Er hat also kein schnorchelbar-taucherfreundliches Hausriff es sei denn, man schwimmt etwas hinaus. Schnorcheln kann man maximal an den Booten die gut und gerne 50m - 75m entfernt sind, kann aber durch Strömung oder Bootsverkehr ggf. auch unmöglich sein
Die Philosophie des Resorts ist folgende: Ruhe, wenig Hektik, kein Karaoke, keine nächtlichen Feiern, kein Rudeltauchen, keine großen Tauchgruppen, keine Asiaten ( zu laut, können nicht tauchen), keine Amerikaner (sind nie zufrieden zu stellen, wollen immer noch dies und das und ...), keine Russen (Erklärung erübrigt sich wohl )
Die Gäste kommen zu ca. 50% aus Deutschland,1/3 sind Niederländer/Dänen, der Rest kommt aus Österreich oder der Schweiz.
 

Essen:
In der Poolbar gibt es die Versorgung. Morgens bestand das Frühstück aus einer individuellen Bestellung oder einem (kleinen) Buffet. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme verzichtet man auf dauerhafte volle Platten und man ordert eher etwas nach. Für Gourmets ist es aber eher spartanisch. Die Auswahl besteht aus Spiegel- oder Rühei oder Omlett, 3 Sorten Wurst, keinen Käse (gibt eh kaum Milchprodukte, da die fast alle importiert werden), Butter, Marmelade, Pancakes, frisches Obst, frisch gepressten Saft, Bohnensuppe, Würstchen, Toast und Brötchen.
Mittags und zwischendurch kann man aus der Karte wählen (von Sandwiches bis Rinderfilet) und abends gibt es ein zum Frühstück vorwählbares 3 Gänge Menü aus jeweis drei verschiedenen Auswahlmöglichkeiten (Fisch, Schwein/Rind, Hühnchen), das wirklich perfekt ist (der Koch hat in einem 5 Sterne Hotel gelernt).
Wir hatte nur Übernachtung mit Frühstück und so abends die Möglichkeit auch woanders zu Essen (was wir aber dann doch nie taten) und so pro Kopf ca. 10 Euro für das 3-Gänge-Menü einzuplanen. Bier (eiskaltes San Miguel Beer, 0,33l kostet ca. 1 Euro). Die Preise in der Karte waren akzeptabel, wenn man bedenkt, dass die Philippinen schon lange nicht mehr sooo preisgünstig sind (Lebensmittel in den letzten 2 Jahren +50%, Lebenshaltung in den letzten 5 Jahren verdoppelt). Ein Rinderfilet-Gericht kostet ca. 6-7 Euro im Resort.
Wie gesagt, wer will kann auch billig Urlaub machen und essen gehen. Unser Anspruch war eben so.
Abends ist die Bar bis 10 Uhr offen, dann kann man sich aus dem Kühlschrank weiter versorgen. Es ist angenehm still und unheimlich dunkel, was man als Europäer kaum mehr kennt - wirklich tiefschwarze Nacht.

Infos/ Unterhaltung/ Ausflüge/ Spa:
Wir wurden sehr individuell durch die Besitzer begrüßt und ins Resort sowie die Umgebung, Verhalten, Möglichkeiten eingewiesen. Es wurde ein philippinischer Abend organisiert, bei der u.a. ein durch das Resort betreutes Waisenheim ein Kinderprogramm vorführte und Videos der Unterwasserwelt sowie verschiedener Bereiche von Negros gezeigt wurden.

Ausflüge werden durch das Resort organisiert, wie z.B. in den Regenwald oder zu Delfinen. Der Spa-Bereich bietet verschiedene Massagen an, die sehr sehr sehr entspannend sind :) - thailandische, schwedische, Fußreflex- sowie Nackenmassagen. Sehr zu empfehlen.
Es lohnen Ausflüge auf eigene Faust nach Dumaguete. Dazu stellt man sich einfach an die Straße und fährt entweden mit Kleintaxisbussen oder dem Normalbus oder dem Tuk-Tuk in die Stadt. Bus und Kleinbus ca. 15-30 Pesos, Tuk-Tuk 200-300 Pesos pro Person. Ein Erlebnis ist alles, denn der Verkehr ist vollkommen ungeregelt. Gefahren wird so, wie man gerade fährt. Richtung und Straßenseite ist egal, keiner pocht auf Vorfahrten, denn es gibt keine. Der hat Vorfahrt, der das größere Auto hat oder 2cm mehr auf der Straße steht.

Im Stadtzentrum selbst kann man shoppen (Robinson-Center) oder spazieren und sich den spanischen Flair ansehen. Man wird nur sehr selten angesprochen oder gedrängt, etwas zu kaufen.
Wir kamen zufällig sogar zu einem Sternenmarsch gegen das Rauchen. Alle Schulen und viele weitere Menschen und wohl örtliche Prominente demonstrierten für eine rauchfreie Innenstadt. Sehr interessant.


Tauchbasis und Tauchen:

Ja, tauchen kann man auch billiger und besser und und und. Leben und leben lassen, meine Devise.
Das Tauchen ist nicht preiswert. Dafür aber individuell. Es werden 3-4 TG am Tag angeboten (8 Uhr, 11 Uhr, 14 Uhr, ggf. Abend-/Nacht-TG) oder eine Tagestour mit 3 TG. Definitiv keine 4-6 Angebote. Wer nicht genießen will, muss woanders hin. Aber es gibt auch kein Rudeltauchen. Die Basis hat 2 Schiffe und ein Speedboot, mit denen die Spots angefahren werden. Pro Boot sind max. 10-12 Taucher und dann auch definitiv 2 Guides. Also keine 20 Taucher pro Guide, wie ich es in Thailand erlebt habe. Ab 3 Taucher macht die Basis Gewinn, was sie aber nicht abhält, auch mit einem Taucher plus Guide hinaus zu fahren. Andere Basen sagen da schon mal ab.
Getaucht wird mit 12 oder 15l Alu Flaschen und INT Anschluss.
Die Tauchgruppen wurden sortiert nach OWD und höhere Brevetierung. Die
OWD's tauchten flacher und gingen nach den AOWD, ... ins Wasser und waren auch früher wieder auf dem Boot. Die TG sind auf 60min begrenzt gewesen aber meist zwischen 65min und 70min lang. Die Tauchtiefe war für OWDs um die 20-24m, für die anderen auf 30m begrenzt, wobei aber absprechen kann, wenn man mal "ausreißen" will. Letztendlich war ich zum fotografieren da und mir reichten 20m - 40m völlig aus.
Die Tagestouren sind ca. 1h Fahrzeit (Apo) und 1,5h (Sumilon) entfernt. Beide Spots sind  Nationalparks. Es kommen zu den Tauchgebühren also Eintritte und Langzeitfahrtgebühren dazu. Tauchen war fast immer leicht bis stark strömungsreich, wobei Oberflächen- und Unterwasserströmung oft verschieden waren. Bedingt durch die Lage der Insel und der Gezeiten. Apo hat durchgängig fantastische Hard- und Weichkorallenriffe und Steilwände. An der Küste entlang sind die Tauchspots oft auf sandiger Oberfläche auf denen punktuelle Hard- und Weichkorallenspots sind. Teilweise findet man heiße Quellen vom Vulkan Unterwasser.
Großfisch gibt es nicht. Es sind die typischen Makrobereich-Tauchplätze. Auch deshalb die Tauchtiefen und das sehr entspannte Tauchen, denn man braucht ja Zeit und macht keine "Strecke". Wer aber nicht fotografieren oder filmen will, wer kleine Dinge nicht gut sieht - der sollte andere Urlaubsziele suchen. Wer sich allerdings dafür begeistert, der wird es auch sein. Geister- und Blätterfetzenfische, Fangschreckenkrebse, Seepferdchen, Geistermuräne, Nacktschnecken, Frog-Fische, ...

Bilder findet ihr hier

 

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