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 Lohifushi liegt im Nord-Male Atoll und ist vom Flughafen bei Male ca. 1 - 1 1/2 h mit dem Dhoni und ca. 30 min. mit dem Schnellboot zu erreichen. Mit dem Schnellboot spart man zwar Zeit, die Fahrt mit dem Dhoni ist aber erlebnisreicher und kommt der Urlaubsstimmung viel mehr entgegen. Und unterhaltsam ist es auch. Nicht nur der Plausch mit der Besatzung, auch die Beobachtung fliegender Fische und (mit ein wenig Glück) auch einer Schule Delphine läßt die Zeit verfliegen.
Der Bootsanlegesteg auf Lohifushi ist ca. 200 m lang und endet für die Schnorchler am Hausriff. Dies hat mit der Zeit schon langsam gelitten. Viele der Urlauber benutzen die Korallen als Stand-Unterlage für die Urlaubsfotos. Trotzdem ist es noch sehr fischreich. Täglich wird es (besonders abends) von kleineren Schwarzspitzen - Riffhaien besucht. Tintenfische bekamen wir ebenso zu Gesicht wie Soldatenfische, verschiedene Schnapper, Annemonenfische, ...
Die 130 Zimmer der Einzel-, Doppel- und Reihenbungalows gibt es in 3 Ausstattungen (Standard, Superior u. De Luxe) Die Standard Zimmer verfügen über eine warme Süßwasserdusche, WC, Deckenventilator und Telefon.Die Superior-Zimmer in Einzelbungalows haben zusätzlich Klimaanlage, Minibar und Sitzecke. Die De Luxe Zimmer besitzen dazu noch Haarfön, TV, Musikanlage und Kaffeekocher. Es gibt mehrere Restaurants (3) und Bars (2). Gelegentlich Tanzabende mit live Musik und Disco. Falls es einem nicht zu heiß ist, kann man sich sportlich betätigen. Badminton, Volleyball, Tischtennis, Tennis, Squash und nachmittags die Lieblingsbeschäftigung der Einheimischen - Fußball. Manchmal auch Urlauber gegen Angestellte oder Insel gegen Insel.
Die Urlauber teilen sich eigentlich in 2 sportliche Hauptkategorien auf : Die Deutschen und Japaner gehen Tauchen, die Italiener und Engländer Surfen.
Die Insel ist ca. 400 x 800 m lang und läßt sich (gemütlich) in 40 - 45 min. umrunden.

Der rechte Teil (auf dem obigen Bild) ist die Westseite und naturbelassen. Dort ist es am windigsten und ideal für die Surfer. Die Restaurants befinden sich im südlichen Teil der Insel, also am Steg zum Hausriff.  Die Wohnbungalows sind rund um die Insel (außer im naturbelassenen Teil) aufgereiht. Im Norden, auf der Lagunenseite ist es am ruhigsten und windstill.

Essen : Wir hatten Vollpension gebucht, Halbpension wäre auch möglich. Das Frühstück ist, wie gewohnt, als Buffet bereitgestellt, liebevoll aufgebaut, schmackhaft und ausreichend. Abends dito. Das Mittag wurde als Menü mit 2 Wahlessen serviert. Eines war immer Fisch und das andere immer (mit) ohne Fisch und Reis. Diese Abwechslung ist einem manchmal doch zu wenig. Dann kann man aber noch in die 2 anderen Restaurants ausweichen (u.a. italienisch - für die Kinder z.B.). Einen Hinweis : Wer Interesse an den Kochkünsten des Chefkoch´s hat, sollte ihn ansprechen. Man wird sofort in die Küche gelotst, sieht sich die Handfertigkeiten an, bekommt ausreichend Gewürze mit nach Hause und hat am Abend ein eigens zubereitetes Mahl, auf das alle anderen Tische neidvoll blicken. Chefkoch-Visite bis zum Urlaubsende inklusive.
Abend sitzt man gemütlich an den Bars (Bier 3 $, Drinks ca. 8$, Cappuccino 2,50 $) und genießt den Sonnenuntergang begleitet von verschiedenen Spielchen der Animateure (Krabben-Rennen usw.) Gelegentlich (1 x pro Woche) ist Disko, zwischendurch Folkloreabend. Die Animateure sind nicht zu aufdringlich. Derjenige der es so will, kann auch nur zusehen ohne "belästigt" zu werden. Abends legen oftmals Fischer weit abgelegener Inseln zum Übernachten an. Sie bringen frischen Fisch für die Küche und bekommen dafür Diesel usw. Mit ihnen kann man sich gut unterhalten und den Fischfang bewundern. Dieser wird auf den Malediven nicht mit Netz (gesetzlich verboten) sonder  immer nur mit der Angelschnur getätigt. Bewundernswert die Fänge !
Ausflüge : Inselhüpfen, Male-Besuch, das übliche. Wir (2 Familien) hatten es aber anders organisiert und  mieteten uns ein eigenes Dhoni und schipperten gemütlich nach Male. Nicht so vollgedrängt wie die organisierten Ausflüge und soviel Zeit, wie wir wollten. Kostenmäßig ist alles Verhandlungssache mit dem Manager an der Rezeption. Wir kamen zum Schluß sogar etwas preiswerter, als wenn wir zu viert einen Massen-Ausflug gebucht hätten. Handeln ist sowieso angesagt, jedenfalls in Male. Übrigens ein reiner Touristenimport, dieses Handeln. Auf den Einheimischeninseln nicht üblich. Sehenswert in Male der Obstmarkt und vor allem die Gemüsehalle. Hier ist es zwar ziemlich warm und stickig (die Tochter unserer Bekannten kippte glatt um), aber orientalisch faszinierend (um mit Spok von der Enterprise zu sprechen), Gerüche und Geschmäcker, die man nicht vergißt. Kosten kann man alles, verhandeln sollte man und kaufen sowieso. Alle Menschen dort sind umwerfend freundlich, Kunde = König. Natürlich hatten wir auch gleich einen einheimischen Reiseführer, der uns die Stadt zeigte und uns zum Schluß in seinen Laden führte. Aber nicht nur in seinen, auch in andere Läden. Erstaunlicherweise fungierte er dort sogar als heimlicher Berater. Beim Verhandeln gab er uns versteckte Zeichen, ob der gerade besprochene Preis zu hoch oder akzeptabel war. Und ir hätten vieles schon früher, also teurer gekauft. Leben können sie vom einmal gezahlten sowieso gut, sollen sie auch, Spaß macht es allemal. Und wenn man selbst mit einem zufriedenen Lächeln aus dem Laden geht und der Händler auch lächelt, hat man nichts falsch gemacht, oder ? Am nächsten Tag, zufällig wiedermal in Male, kannte er uns jedenfalls noch, gab uns klimatisierte Unterkunft in seinem Laden, Kekse, Cola und ein interessantes Gespräch über Ladenmieten und Leben auf den Malediven, alles kostenlos, freundlich, nicht aufdringlich- auch wenn er schon vorher wußte, daß wir nichts kaufen würden.
Ab 15.00 Uhr kommen die Fischer zum Fischmarkt nach Male. Unbedingt ansehen. Die Dhoni´s aller Größenordnungen legen an und die Fischer schleppen ihren Fang in die Fischhalle. Geschäftstreiben pur. Von Bonitos (Thunfisch) über Barakudas, alles zu sehen und zu kaufen. Ein Thunfisch kostet einen Einheimischen ca. 2,50 $. Kleingeld sollte man übrigens immer in der Tasche haben. Wechseln kann im Notfall niemand. Und für eine Karte mit Briefmarke wären dann 5 oder 10 $ doch etwas zu viel.


 
 
Abends dann zurück mit "unserem" Dhoni. Im Hintergrund übrigens der stets gesperrte Anlegesteg für den Präsidenten. Seit dem Putschversuch 1989 auf der Hauptstadtinsel sieht man nun auch etwas mehr an Booten der Küstenwache und etwas Polizeipräsenz.

(bis hier - eigene Aufnahmen)

Tauchen auf Lohifushi : Das Coralbleeching machte auch um das Nord-Male Atoll keinen Halt. Trotzdem ist die Unterwasserwelt immer noch interessant. Vorallem die Tauchtrips zum Aquarium (ca. 15 min Bootsfahrt) mit seiner Fischvielfalt (u.a. Riffhaie, Zackis, große Fischschwärme kleinerer Sorten ..) und das Rainbow-Giri mit seinen faszinierenden Weichkorallen sind zu empfehlen. Der alte Mantapoint wurde auch wieder von Mantas besucht (ca. 4-5 m), nur Walhaie bekamen wir leider nicht zu sehen. Februar/März ist da die bessere Zeit.Auch sonst viel Fischreichtum - Barakudas, Stachel- und Adlerrochen in allen Größen, Delphine (leider nicht beim Tauchen), alles was man sehen will findet man. Die Tauchbasis (PADI) ist deutschsprachig geführt und fährt in der Regel 2 x (gegen 8.30 Uhr und 14.30 Uhr) mit 1 - 3 Booten zu den Tauchplätzen. Die Tauchguides (deutsch, japanisch, einheimisch) waren gut ortskundig, ließen sich auch Zeit und hatten nicht mehr als 6 Taucher ums sich. Der Tauchgang kostete mit Bootsfahrt und eigener Ausrüstung ca. 35 $, ohne Ausrüstung (also gemietet) ca. 55 $. Hausriff- und Nachttauchgänge sind nach Absprache möglich. Ausbildung sowieso. Wer es möchte, kann sich ein eigenes Video drehen lassen, 90 $. Bei 2 Abnehmern dann je 45 $. Allerdings sollte man den Tauchguide dann dazu bewegen, die Gruppe bewußt klein zu halten. Unbedingt : Tagesausflug zum Wrack MS VICTORY an der Flughafeninsel. Das Wrack (ca. 100 m lang, Oberdeck in genau 30 m) ist auf jeden Fall sehenswert. Allerdings ist dies immer ein Strömungstauchgang mit ziemlich starker Strömung an der Oberfläche. Ab 15 m geht's leichter.
Der Ausflug geht morgens los, Wrack ca. gegen 10.30 Uhr, danach 2 Stunden Aufenthalt in Male und auf der Rücktour dann irgendwo ein weiterer Rifftauchgang. Lohnt sich !

Ja das war's eigentlich. Wer Fragen hat  mailt mich an .

Wer mehr über die Malediven wissen möchte sollte hier mal unbedingt vorbeisehen !!

 

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