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Würfelquallen Stamm : cridaria  Klasse : cubozoa

Fleckers Würfelqualle
(z.B. Seewespe)

Dem Gift der Seewespe fallen mehr Menschen zum Opfer als dem gefürchteten Weißen Hai.

Von den 16 Würfelquallenarten ist die Seewespe bei weiten die tödlichste mit ihrem starkem Gift. Allein in Australien wurden seit 1900 mehr als 70 Todesfälle bekannt.
Die erste Berührung mit der CHIRONEX FLECKERI ist wirklich vergleichbar mit einem Wespenstich. Nur diese Berührung endet oft tragisch.
Bei umfangreicher Vernesselung kann es binner weniger Minuten, sogar weniger Sekunden zu starken Herz- Kreislaufproblemen sowie Atemstillstand und Herzversagen kommen.
Tückisch ist diese Quallenart besonders dadurch, das erstens ihre Schwimmbewegungen schön anzusehen sind und zweitens sie durchsichtig erscheint, was besonders Badenden und Schwimmern zum Verhängnis werden kann. Dabei löst der Mensch für sie eher keinen Beutetrieb aus - die Würfelqualle setzt lieber auf Garnelen und kleinere Fische, deren Fluchtversuche sie durch abrupte Richtungsänderungen vereitelt und sie innerhalb weniger Sekunden lähmt und tötet. Da dies sehr schnell geschehen muss, um vom größeren Beutetier nicht seine Tentakel abgerissen zu bekommen, muss das Gift sehr stark und schnell wirksam sein..
Die bis zu 2 m langen Tentakel, die den 4 Ausläufern des Schirmrandes entspringen, beherbergen die Nesselkapseln mit dem tödlichen Gift. Die Nesselkapseln treiben nit dem 40 000 fachen der Erdbeschleunigung winzige Stilette durch die Haut ihres Opfers. Dann entladen sich die Nesselkapseln mit einem Druck von 150 bar. Die Fußballgroße Seewespe kann eine Gesamttentakellänge von gut 150 m aufweisen, die etwa 200 Mill. Nesselzellen enthalten. Genug Gift, um ca. 250 Menschen zu töten.
Bei fast einem Drittel der tödlichen Unfälle in Australien soll der Tod innerhalb von 3 Minuten eingetreten sein. Die meisten Unfälle kommen im flachen Wasser vor. Bei einem Kontakt mit den Würfelquallen fällt ein durch die Nesselkapseln hervorgerufenes Muster auf, das "Strickleitermuster".

Alle Würfelquallenarten sind sehr gute Schwimmer.Sie können nachgewiesener Maßen bis zu 24km pro Tag zurücklegen. Und dies auch mit einer kurzzeitig beachtlicher Geschwindigkeit mit bis zu 9km/h. Dies ist schneller als der momentane Weltrekord im Freistilschwimmen! Dies ist u.a. auch ein Grund für Unfälle, da sie eben schnell der momentanen Ort wechseln können. Dabei weicht die Seewespe großen Dingen meist aus. Neuerdings hat man festgestellt, dass sie über Augen mit Netzhaut und Glaskörper verfügt. Ob und wie sehen sehen kann ist allerdings noch nicht entgültig erforscht.Jedenfalls reagierte sie im Labor auf das Licht eines gezündeten Streichholzes.

Erkennungsmerkmale : bläulich gefärbter, halbdurchsichtiger Schirm, ca. 15 cm hoch
Vorsichtsmaßnahmen:
Zwischen Oktober und Mai sollte an den nördlichen Küstengewässern, nur an mit Netzen (Stinger Nets) gesicherten Stränden gebadet werden. Tragen von Schutzkleidung (Neoprenanzug oder einen so genannten "Stinger-Suit" (Quallenanzug) aus Lycra), um eventuellen Kontakt mit Quallen zu vermeiden, wird empfohlen.  
 

Vorkommen

Symptome / Todesursache

Brennender Schmerz, Herz- Kreislaufstörungen, Bewusstlosigkeit
Atemstillstand, Tod durch Herzversagen


Erste Hilfe
1. Sofort aus dem Wasser bergen - Ertrinkungsgefahr durch Bewußtlosigkeit
2. betroffene Partien mit 5% Essiglösung spülen - kein Wasser (Essiglösung steht meist an den gefährdeten Badestränden Australiens zur Verfügung)
3. Schockbehandlung (ruhig lagern, Kreislauf überwachen, ggf. Wiederbelebung )
4. sofortige ärztliche Betreuung, Gegengifte stehen zur Verfügung

Reanimationen sollten mindestens 20 Minuten durchgeführt werden, da die thermolabilen Cardiotoxine nur bis zu 15 Minuten wirken. Die Patienten sollten sich nicht bewegen und werden liegend in die Klinik transportiert.


Carukia barnesi - Irukandji-Qualle

Bisher unscheinbar und wenig erforscht. Das war schlagartig vorbei, als es 2002 gleich zu 2 tödlichen Unfällen in Australien kam. Ob es die einzigen Fälle sind, kann man nun nicht mehr mit Bestimmtheit sagen.
Zugehörig zur großen Famile der
Würfelquallen sind auch sie von großer Gefährlichkeit, wie die Unfälle beweisen. Heimtückisch gegenüber der Seewespe oder der Portugiesischen Galeere ist allerdings der ausbleibende stechende Schmerz während der Berührung.  Anfangs stellt man nur minimales Erythem, kleine Bläschen,  lokales Schwitzen und lokale Schmerzen fest. Nach Minuten bis Stunden dann einen  aufsteigenden Muskelschmerz und massive Katecholaminfreisetzung bis zu 24h mit wellenartige Bauch-, Rücken-, Gliederschmerzen, Hypertonie, Arrhythmie, periphere Zyanose, Lungenödem.
Das wars dann noch Stunden nach dem ursprünglich unauffäligem Lokalbefund.

Laut dem australischen Mediziner Peter Fenner zufolge werden die Symptome häufig mit einer Blinddarmentzündung, einem Herzinfarkt oder der Dekompressionskrankheit verwechselt, besonders wenn der Betroffene den Kontakt mit der Irukandji-Qualle gar nicht bemerkt hat.  

 

Vorkommen :
Australien und Indopazific (Neuguinea, Hawai); normal im offenen Meer,  wird nur selten an Küsten geschwemmt; Durchmesser nur 2,5 cm, Nesseln bis zu 50 cm


 

Erste Hilfe :
1. betroffene Partien mit 5% Essiglösung spülen - kein Wasser (Essiglösung steht meist an den gefährdeten Badestränden Australiens zur Verfügung)
2
. Schockbehandlung (ruhig lagern, Kreislauf überwachen, ggf. Wiederbelebung )
3
. sofortige ärztliche Betreuung (siehe Maßnamen unten)

Maßnahmen: Aufbringen von Haushaltsessig zur Inaktivierung der Nesselkapseln. Die Vergiftung durch die initial milden Symptome nicht bagatellisieren! Reiben der genesselten Stellen oder das Abwischen mit Süßwasser setzt das Gift in großen Mengen frei. Die auftretenden Schmerzen können mit denen im Rettungsdienst üblichen Opiaten bekämpft werden. Es kann notwendig werden den Patient zu sedieren. Das Lungenödem kann mit Furosemid, Nitraten und Opiaten therapiert werden. Meist wird der Patient nicht auf die Therapie ansprechen. Dann ist eine Intubation mit anschließender Beatmung erforderlich. Der Blutdruck sollte in den Normbereich gesenkt werden. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Es ist kein Antivenin vorhanden. (Quelle : http://www.gifte.de)

http://www.ucmp.berkeley.edu/cnidaria/C_barnesi.html     und als Info PDF (156kB) engl.


 

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