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  Scorpionfische (z.B. SCORPAENOPIS OXYCEPHALA - Familie SCORPAENIDAE)
 u.a. auch Steinfische(SYNANCEIA VERRUCOSA),
                Feuerfische (z.B. PTEROIS VOLITANS)
 

Wenn auch selten tödlich, bedeutet eine Verletzung doch tagelange, qualvolle  Schmerzen und manchmal monatelange Genesung !

Die Scorpionfische werden in vielen Fällen einfach  übersehen. Sie kommen in einer Tiefe von ca. 2- 30 m vor.  Steinfische z.B. machen ihrem Namen alle Ehre, sehen einem Stein zum Verwechseln ähnlich. Gefahr für alle barfuß laufenden Badenden. Andere, die Feuerfische z.B., zeichnen sich durch eine auffällige Färbung aus und warnen so ihre Feinde. Die giftigen Flossenstrahlen dienen ausschließlich der Selbstverteidigung. Dabei sind die Tiere überhaupt nicht scheu und Stein- sowie Scorpionfische auch kaum aufzuscheuchen. Aber das vergrößert gerade die Gefahr.
Der Steinfisch verfügt über eine optimale Tarnung gegenüber möglichen Feinden und ein enormes Waffenarsenal. Er ist buchstäblich bis an die Zähne bewaffnet, sein Körper starrt vor Stacheln (ca. 72 Stück, davon 18 Giftspritzen):

  • 13 Stacheln in der Rückenflosse (Gift)
  • 3 in der Afterflosse (Gift)
  • 2 in den Bauchflossen (Gift)
  • je 19 in den vergrößerten Brustflossen
  • 7-8 kleine Stacheln auf jedem Kehldeckel

Die Giftstacheln sind die kräftigsten und stabilsten und befinden sich genau an der Stelle, an der ein Strandwanderer oder ein Taucher auf den Fisch steigt oder sich dran hält, da er ihn für eine Korallenstück hält. Durch den Druck wird das Gift in die Stichwunde gepresst. Es sind Fälle bekannt, in denen eine Vergiftung innerhalb weniger Stunden zum Tode führte. Chemisch handelt es sich um ein Muskel- und Nervengift. Es führt zur Blutgefäßerweiterung und Herzrhythmusstörungen, die zum Tode führen können. Ebenso kann ein Atemstillstand durch Lähmung des Zwerchfells entstehen. Sofort nach dem Stich tritt ein äußerst heftiger, brennender Schmerz auf, der mit nichts zu vergleichen ist und sich rasch auf den gesamten Körper ausbreitet und manchmal zur Bewußtlosigkeit führt. Der Puls hämmert in der Wunde, die Umgebung des Einstichs wird rot bis blau, die Stichstelle schwillt beträchtlich an. Die Einstichstelle ist der Hauptsitz des Schmerzes. In dem betroffenen Bein oder Arm tritt meistens eine Lähmung ein, durch die stark zunehmende Schwellung eine wochenlang anhaltende Bewegungsunfähigkeit. Aus der Wunde fließt ein grünliches Sekret. Sie heilt nicht, sondern stirbt ab. 60 Prozent sterben innerhalb der ersten acht Stunden. Atemnot und Krämpfe künden vo nahen Ende. Tödliche Ausgänge konnten noch nach Wochen und Monaten beobachtet werden!


Scorpionfisch

Steinfische

Feuerfisch


Vorkommen

Symptome / Todesursache
rasch einsetzender, extrem starker, brennender Schmerz, Blasenbildung an der Einstichstelle,  Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, teilweise Lähmungen, Herz- Kreislaufstörungen, Kollaps, Atemlähmung, Tod durch Herzversagen


 

Erste Hilfe
1. Wunde sofort mit Seewasser, danach
2. (schnell mit möglichst heißem Wasser spülen) - eher nicht, weil sowieso kaum vorort vorhanden und Zerstörung des eigenen Eiweißes möglich ist (Verbrennung/Verbrühung)
3. verdünntes Natriumpermanganat auftragen
4. eventuelle Stachelspitzen entfernen, Körperteil hochlagern
5. sofortige ärztliche Betreuung, anregende Herzmittel,
6. ruhig lagern (Gift soll sich nicht durch die Bewegung schneller verteilen könen)
 

Schmerzmittel wie Morphium wirken überhaupt nicht. Eine Injektion von Buscopan oder Kalimpermanganat oder besser Emetinhydrochlorid in die Stichstelle behebt die Schmerzen blitzartig, wenn sie innerhalb der ersten viertel bis halben Stunde verabreicht wird. Emetinhydrochlorid neutralisiert das Gift und führt zu einer wesentlichen Besserung auf Dauer. Der Erfolg stellt sich noch während der Injektion ein. Es wird auch erfolgreich gegen Skorpionstiche eingesetzt. Hier wirkt es noch nach zwei bis drei Stunden nach dem Stich. Bei schweren Symptomen kann - falls vorhanden - Steinfisch-Antiserum verwendet werden. Das Antiserum ist nur in Australien erhältlich, kann aber zu schweren allergischen Reaktionenführen.



 

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