Die Seeigel Stamm : echinodermataKlasse : echinoidea Arten : paracentrotus lividus, astenosoma varim, toxopneustes pileolus
Die Seeigel bewohnen alle Meere und kommen auch schon in sehr seichten
Gewässern vor. Viele der ca. 800 bekannten Arten tragen die spitzen, mehr
oder weniger langen Stacheln. Drauftreten oder hineingreifen sind die
häufigsten Verletzungsursachen. Oftmals bleibt es bei den "rein
mechanischen" Verletzungen, d.h. die Haut wird durchstochen. Oft brechen
dabei aber die Stacheln ab und können zu Entzündungen führen.
Dagegen besitzen tropische Seeigel giftige Stacheln oder giftführende
Greiforgane, die in zumindest einem verbürgten Fall auch zum Tode führten.
Gefährlich sind u.a. der DIADEMSEEIGEL, der LEDERSEEIGEL und der
GIFTZANGEN-SEEIGEL.
Seeigel sind meist nachtaktiv. Sie ernähren sich besonders von Algen, die sie
vom felsigen Untergrund abschaben. Trotz ihrer Stachelabwehr besitzen sie
natürliche Feinde. Drücker-, Kugel- und Lippfische gehören dazu.
Der Lederseeigel kommt vorallem im Pazifischen und Indischen Ozean sowie im Roten Meer vor. Die relativ kurzen
Stacheln sind von einer dünnen Haut überzogen, die an der Stachelspitze kugelig geformt ist. In diesen Kugeln befindet sich
das Gift, dessen zusammensetzung bisher unbekannt ist.
Beim Giftzangen-Seeigel ist die gesamte Haut von kurzen Stacheln überzogen. Auffallender sind allerdings die großen
Greifzangen mit jeweils 3 Greifkrallen. Aus einiger Entfernung sehen sie wie Blüten aus. Die Färbung ist variabel, meist aber
gelblich-braun bis rosa-braun. Diese Seeigelart kommt im Pazifischen und Indischen Ozean sowie im Roten Meer vor. Die
Giftdrüsen sitzen an den Innenseiten der Klauen und bestehen aus Eiweißen.
Lederseeigelastenosoma varim
Giftzangenseeigeltoxopneustes pileolus
Vorkommen
Symptome / Todesursache
sofort einsetzender Schmerz,
Schwellungen, eventuell
Kreislaufprobleme,
beim Giftzangen-Seeigel z.T.
Lähmungen der Gesichts- und
Sprechmuskulatur, einen
verbürgten tödliche Kollaps
unter Wasser durch diese Art gibt
es
Erste Hilfe 1.Wasser verlassen, eventuell Bergung 2. mittels Pinzette Stachelreste entfernen 3. mit Alkohol desinfizieren 4. in schweren Fällen ärztliche Betreuung