Das Petermännchen
- eines
der gefährlichsten europäischen Gifttiere
Klasse : osteichthyesFamilie : trchinidae Arten : trachinus radiatus
Das Petermännchen ist nicht nur ein bekanntes Bier aus
Schwerin, sondern ein u.U. gefährlicher Fisch. Also auch in der
heimischen Nord- und Ostsee wird die chemische Keule
geschwungen und unangenehm kann es besonders im Frühjahr
und Sommer werden. Dann wandert das Petermännchen
nämlich in die seichten Gewässerteile zum Laichen und weist ein
teilweise ausgeprägtes Revierverteidigungsverhalten auf. Dann
kann es auch schon einmal für einen Taucher gefährlich werden.
Der Körper ist langgestreckt und seitlich abgeflacht. Die Augen sind hoch am Kopf liegend und das Maul schräg nach oben
gerichtet. Man unterscheidet 4 Arten : Gewöhnliches Petermannchen (trachinus daco) bis 40 cm, Geflecktes
Petermännchen (trachinus araneus) bis 50 cm, Strahlen-Petermännchen (trachinus radiatus) bis 40 cm und das Kleine
Petermännchen (trachinus vipera) bis 15 cm. Man trifft das Petermännchen fast überall an. Im Mittelmeer, im
Nordatlantik, im Schwarzen Meer und in Nord- und Ostsee. Andere Bezeichnungen
sind u.a. Stachelfisch, Höllenfisch, Weeverfish, Dragonfish oder
auch Fjärsing. Die
Färbung ist oft dem Bodengrund angepasst. Augen und Mundspalt sind nach oben
gerichtet.
Alle Petermännchen sind Grundfische und bewohnen Schlick-
und Sandböden auch bis in größere Tiefen. Dabei graben sie sich zur Tarnung auch oftmals ein. Sie leben räuberrisch und
ernähren sich von Krebsen und kleinen Fischen.
Giftig sind ihre 5 bis 7 harten Strahlen der ersten Rückenflosse sowie der
lange, nach unten gerichtete Stachel auf dem Kiemendeckel. Die Stachel
sind von einer dünnen Haut überzogen, in der zwei Längstrinnen
verlaufen. Dort befindet sich auch das aus verschiedenen Eiweißen
estehende Gift.
Gefährdet sind besonders Wattwanderer, die auf im Sand vergrabende
Tiere treten. Es soll aber auch schon vorgekommen sein, dass
Petermännchen auf Taucher zugeschwommen sind, um diese zu
verletzen. Vor einem Angriff beginnt die Rückenflosse zu zucken.
Abstand ist dann geboten. Achtung ! Sogar die Stacheln toter
Petermännchen haben noch eine Giftwirkung !
Die in der Literatur aufgeführten tödlich verlaufenden Unfälle sind aber eher auf Sekundärschaden, als auf das Gift selbst
zurückzuführen. Trotzdem - Jeder Kontakt mit den giftigen Organen ist zu vermeiden, weil schon geringste Mengen des Giftes
eventuell schwerwiegende Symptome hervorrufen können.
Vorkommen
Symptome
sofort einsetzender lokaler
Schmerz, Ausbreitung
desselben in benachbarte
Körperbereiche,
Schwellungen teils an der
gesamten Extremität über
mehrere Tage, Fieber,
Schweißausbrüche,
Brechreiz,
SEKUNDÄRINFEKTION möglich!!
Erste Hilfe 1. Wasser verlassen, eventuell Bergung 2. mittels Pinzette Stachelreste entfernen 3. mit Alkohol desinfizieren (40 - 70 % -ig) 4. in schweren Fällen ärztliche Betreuung 5.
von der Überwärmungstherapieist auch heutiger Sicht wegen Folgegewebeschäden
abzuraten