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Die Blauringkrake
Stamm : mollusca
Klasse : cephalopoda
Arten : HAPALOCHLAENA MACULOSA, HAPALOCHLAENA LUNULATA
(Zur Gattung der Blauringkraken gehören etwas 10 Arten)
So hübsch - so gefährlich ! Ein Biss muss nicht töten, aber wenn, dann innerhalb weniger Minuten !

Die Blauringkraken sind nur ca. 10 - 20 cm groß. Mit einer Größe von 20 cm gehört der Große Blauring-Krake (Hapalochlaena lunulata) zu den größeren Vertretern seiner Gattung. Er kommt im nördlichen Küstengewässer Australiens vor. Der Südliche Blauring-Krake (Hapalochlaena maculosa) ist hingegen durch eine Ringmusterung, ebenfalls in einer blau-türkisen Färbung, gekennzeichnet. Er ist mit etwa 12 cm etwas kleiner. Diese Art bewohnt die südlichen Küstengewässer Australiens und Tasmaniens. In unerregtem Zustand haben die Blauring-Kraken eine eher unauffällige blass-braune Haut. Eingestuft werden sie somit von vielen als niedlich. Zumal sie alles andere als scheu sind - lassen sie doch gerne mit sich spielen und sind neugirig. Tauchen dann aber auf der gelbbraunen, olivgefärbten Haut türkisfarbene Ringe auf, ist unbedingter Rückzug angesagt ! Bei dem leuchtenden Türkis handelt es sich um eine Warnfärbung - Vorsicht ist geboten!  Die sich als bedrängt fühlende Krake kann nun beißen, was nicht nur extrem schmerzhaft, sondern auf Grund ihres giftigen  Speichels auch tödlich sein kann. Das Gift des Blauring-Kraken wird in zwei großen Speicheldrüsen gebildet. Es ist unwahrscheinlich, dass es sich bei dem komplexen Gift um eine Eigenproduktion handelt. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass es von symbiotischen Bakterien hergestellt wird.  Hauptbestandteil des Giftcocktails ist das Maculotoxin. Dieses Nervengift ist identisch mit dem Kugelfisch-Toxin Tetrodotoxin und verhindert an den Nervenzellen die Fortleitung des Impulse. Beide Gifte wirken hemmend auf die Nerven der willkürlichen Muskulatur und nach nur kurzer Zeit kommt es zu Atembeschwerden . Wenn nicht rechtzeitig künstlich beatmet wird, kann es zu einem völligen Stillstand der Atemmuskulatur kommen. Ein spezifisches Gegengift gibt es nicht. Nachgewiesenerweise führte es bei drei Menschen zum Tode.
Beide oben genannten Arten sind sehr ähnlich, können nur von Experten unterschieden werden. Für den Taucher ist dies aber egal - der Biss beider Kraken ist gleichsam verhängnisvoll.
Blauring-Kraken legen circa 50 Eier, die sie unter ihren Armen tragen. Wenn die kleinen Kraken schlüpfen sind sie nur 4 mm klein. Je nach Art sind sie nach 3 bis 6 Monaten ausgewachsen und das Muttertier stirbt. Blauring-Kraken sind schon in seichten Gewässern anzutreffen. Sie sind nachtaktiv. Ernähren wollen sie sich vor allem von verschiedenen Weichtieren, Krebsen und kleinen Fischen. Das Gift wird zum aktiven Beuteerwerb eingesetzt und erhält als Komponente das schon genannte Tetrodotoxin, eines der wirksamsten maritimen Toxine. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Kraken ihre Beute mit ihrer bunt schillernden Färbung anlocken. Sobald diese in der Nähe sind, geben sie ihr tödliches Gift ins Wasser. Die Beute wird so gelähmt und kann schließlich gefressen werden. Andere vermuten, dass die Kraken mit ihren Armen einen luftdichten Raum um die Beute formen und das das Gift auf diese Weise in die Atemwege der Tiere gelangt. Eine weitere These ist, dass sie das Gift durch einen Biss direkt in die Beute injizieren.
Bei anderen Tieren dient das Gift Tetrodotoxin oft als passiver Fressschutz. Nur die Blauring-Krake setzt es als aktives Gift ein.
Der Biss wird meist gar nicht gespürt und hinterlässt maximal kleine Hautabschürfungen. Die Vergiftung macht sich alledings schon nach wenigen Minuten bemerkbar. Das Tetrodotoxin lähmt nur die willkürliche Muskulatur, die wir bewusst steuern; Herz, Iris und Darmwand arbeiten normal weiter. Die Opfer bleiben bei Bewusstsein und sterben durch Sauerstoffmangel. Bei Mund-zu-Mund-Beatmung erholt sich der Mensch fast vollständig. Aber darauf sollte man sich nicht verlassen!

Blauring-Oktupusse leben vorwiegend im küstennahen Flachwasser, selten tiefer als 12 m. Ihr Lebensraum sind die Philippinen, Indonesien, Papua-Neuguinea, Salomonen und Australien.

   

Schwimmender Blauring-Krake (Hapalochlaena sp.). (Der Krake schwimmt nach links!)
Quelle: 888aquarium.com.
 

Vorkommen

Symptome / Todesursache

Schwäche, Schwindel, leichtes Kribbeln, Engegefühl in der Brust, Störungen der Motorik, Schluck- und Atembeschwerden, Atemstillstand infolge kompletter Lähmung der Atemmuskulatur
 


 

Erste Hilfe
1. Wunde sofort mit Seewasser spülen
2. Wunde mit Elastikbinde verbinden, ruhig lagern
3. Betroffenen nie allein lassen
4. sofortige ärztliche Betreuung


 


 

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