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Die Kegelschnecke
Stamm : mollusca  Klasse : gastropoda
Arten : CONUS TEXTILE, CONUS STRIATUS, CONUS GEOGRAPHUS

Von allen 500 Kegelartenschnecken stellen nur wenige eine wirkliche Gefahr für den Menschen dar. Die sind dann allerdings nicht zu unterschätzen - sie töten einen Menschen in weniger als einer Stunde !!
 


Kegelschnecken sind sehr schön gemusterte Schnecken mit einem kegel- bzw. konusförmigen Haus. Sie kommen in tropischen und subtropischen Meeren vor, wo man ihre leeren Gehäuse oft am Strand finden kann. Im flachen Wasser liegende Schneckenhäuschen sind jedoch meistens noch von Schnecken bewohnt. Kegelschnecken sind, man mag es kaum glauben, aktive Jäger. Trotz iher Langsamkeit jagen sie Würmer und Fische - mit Harpune!  Die für Schnecken typischen Raspelzähne sind bei der Kegelschnecke zu injektionsnadelartigen Giftpfeilen umfunktioniert. Während immer eine im Schlund bereit liegt, lagern weitere in der Radulatasche. Der Pfeil (bis zu 12 mm) wird durch den muskulösen Schlund weggefeuert. Die Kegelschnecke verfügt über ein hochsensibles Geruchsorgan, das sie zu einem sofortigem Suchverhalten animiert.  Das äußerst wirksame Gift tötet die Beute in Sekunden. Gefährlich für den Menschen sind nur die fischfressenden Arten der Kegelschnecken, die sich an den verhältnismäßig größeren Gehäusen erkennen lassen. Diese Arten enthalten dann auch das für Menschen tödliche Gift, ein Gemisch aus über 50 verschiedenen Toxinen. 

Die Toxine sind Proteine (Eiweiße) aus nur 13 - 29 Aminosäuren und somit ist eine rasche Verteilung im Beutekörper gewährleistet. Eines der charakteristischen Toxine ist Omega-Conotoxin. Es bestehet aus 27 Aminosäuren Diese blockieren an den Synapsen die Freisetzung eines Transmitterstoffes (Acetylcholin), das die Übertragung des Nervenimpulses auf die Muskelzellen bewirkt. Dadurch werden in Sekunden die lebenswichtigen Funktionen gestört.
Vorsicht : Kegelschnecken können sich weit in ihr Gehäuse zurückziehen und diese erscheinen dann leer. Ein u.U. tödlicher Irrtum. Da die einzelnen Arten nur schwer zu unterscheiden sind, sollten sie generell nie angefasst werden ! Auch unter den Gesichtspunkten des Naturschutzes !
Am Tage graben sich die Tiere in den Sand ein, oder verstecken sich in den Riffspalten. In der Dämmerung gehen die Tiere auf Beutefang. Große Arten können eine Länge bis zu 15 cm lang werden. Eine 8 cm lange Conus geographus (Endlänge 15 cm) kann Fische von 14 cm Länge überwältigen und verschlingen. Diese Art wird für ca. 30 Todesfälle beim Menschen verantwortlich gemacht

NEWS : Aus dem Gift der Kegelschnecke ließe sich allerdings auch ein Schmerzmittel gewinnen, berichten jetzt Forscher der University of Melbourne. Sie isolierten aus australischen Kegelschnecken eine Substanz, deren Wirkung dem Morphium vergleichbar ist. Der Wirkstoff ACV1 könnte bei Krebs, Aids oder Arthritis gegen chronische Schmerzen helfen, sagte Forschungsleiter Bruce Livett. Er stellte die Schnecken-Substanz auf einem Fachkongress der "International Society on Toxinology" im australischen Cairns vor. ACV1 blockiert nach Livetts Aussage die Reizübermittling im peripheren Nervensystem.In Versuchen an Ratten habe sich ACV1 bereits bewährt. Die Wirkung des Stoffes halte länger an als Morphium, mache aber nicht süchtig und habe noch keine Nebenwirkungen gezeigt. Livett ist zuversichtlich, den Schmerzhemmer auch nach Sportunfällen oder gegen Infektionen einsetzen zu können. Sogar die Wundheilung ließe sich mit ACV1 beschleunigen, wie die Versuche mit Ratten ergeben haben sollen. 
(Quelle :http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0207/10_schneckengift.htm)

 

 

Vorkommen

Symptome / Todesursache

Taubheitsgefühl um die Einstichstelle, Mattheit, Muskellähmung, unkoordinierte Bewegungen, Seh- und Sprachstörungen, Bewusstlosigkeit, Tod durch Atemlähmung
genauer :

  • innerhalb 0,5-9 h Muskelschwäche mit Sprach-, Schluck-, Sehstörung (Doppelbilder, Verschwommensehen)
  • Tod an Atemlähmung in 40 min. bis 5h möglich
  • Rückbildung der Atemlähmung in 2-6 Std.,
  • Rückbildung aller Lähmungserscheinungen in 1-2 Tagen


Erste Hilfe
jeden Kegelschneckenstich als potentiellen Notfall betrachten, Beatmungsmöglichkeit sicherstellen

  1. Kompressionsverband + Immobilisierung der gesamten vom Biss betroffenen Extremität mit elastischer Binde von unten beginnend
  2. Immobilisation durch Schiene (auch Stock od. Brett)
  3. keine Bewegung der Extremität, keine Lockerung der Bandage vor Erreichen der Klinik, und nicht vor Möglichkeit der Antiveningabe
  4. tief, kühl ruhig lagern
    Betroffenen nie allein lassen
    sofortige ärztliche Betreuung
 


 

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