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Muränen - engl. moray eels

Klasse : Knochenfische (Osteichthyres)
Familie : Muraenichae

Haarsträubende Geschichten
von mörderischen Bestien

werden Sie hier nicht finden.

Ja, es gibt sie, die Monstermuräne - im Film. Muränen stellen aber nur eine äußerst geringe Gefahr für Schwimmer und Taucher dar, obwohl einige aufgrund ihrer Körper- und somit Kopfgröße auch dem Menschen prinzipiell gefährlich werden könnte. Es gibt ca. 100 verschiedene Arten, die von 20 cm bis 4m reichen. Eine Riesenmuräne kann den Taucher schon ziemlich beindrucken.

Erkennungsmerkmale : Die Schlangenähnlichkeit ist stark ausgeprägt, weil ihnen die Brust- und damit überhaupt die Paarflossen fehlen. Außerdem haben sie einen tief bis hinter das Auge reichenden gespaltenen Mund. Dieser ist zum Atmen immer etwas geöffnet bzw. wird dazu bewegt. Dies ist kein aggressives Anzeichen. Wenn eine Muräne regelmäßige Atembewegungen macht, ist das ein Zeichen dafür; dass sie nicht beunruhigt ist. Eine Muräne, die sich bedroht fühlt oder erschrickt, weicht ein Stück zurück und reißt das Maul weit auf und verharrt in dieser Stellung bis sie merkt, dass keine Gefahr mehr droht.
Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind zu einem Flossensaum zusammengewachsen. Die Haut ist schuppenlos, fest und von einer Schleimschicht bedeckt um sich v
or den Berührungen mit dem scharfkantigen Riff zu schützen . Sie haben mit wenigen Ausnahmen spitze Zähne, die in mehreren reichen auf den Kiefern und dem Gaumendach stehen. Das Riechvermögen der Muränen ist außergewöhnlich gut entwickelt. Das vordere und hintere Nasenloch stehen weit voneinander und sind röhrenförmig ausgezogen. Dafür sehen sie sehr schlecht. Wahrscheinlich können die Tiere gut hören. Die meisten Arten sind unauffällig gefärbt und dadurch gut getarnt, nur wenige Arten sind auffallend gemustert oder gefärbt Mit ihrer schlängelnden Schwimmbewegung gehören Muränen nicht zu den schnellen Schwimmern. 

Vorkommen : Weltweit, in allen tropischen und subtropischen Meeren und Tiefen bis zu 200m. Sie halten sich vorwiegend in Korallenriffen auf und lieben es, sich in Nischen zu verstecken.

Lebensweise: Nur selten sieht man Muränen frei schwimmen, wenn sie von einem Korallenblock zum anderen dicht über den Boden gleiten. Muränen sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Tiere, die am Tag zurückgezogen leben. Sie halten sich meist nur in Bodennähe auf, leben ortsgebunden und haben Stammplätze. Diese werden in unregelmäßigen Abständen gewechselt und können etwa bis zu 200m auseinander liegen. Sie sind meist einzeln anzutreffen, kommen aber als Jungtiere in Gruppen vor. Die weit verbreitete Meinung, Muränen seien angriffslustig, trifft nur auf ganz wenige Arten zu: z.B. die Tiger-Muräne, Uropterygios tigrinus, und die Viper-Muräne, Enchelynassa canina. In der Regel beißen Muränen nur, wenn sie gefangen, verletzt oder in die Enge getrieben werden. Auf Jagd gehen sie vorwiegend nachts, wobei sie sich mit ihrem guten Geruchssinn orientieren und Beutetiere wie Fische, Krebse oder Kraken aufspüren. Mache Arten haben kurze, stumpfe Zähne zum Knacken von Krebspanzern, andere (die meisten Arten) allerdings spitze Fangzähne zum Festhalten der Beute. Muränen selbst haben nur wenige Feinde zu fürchten; zu diesen gehören Zackenbarsche und andere Muränen.

Nahrung: Fische, Tintenfische und Krebstiere, auch Aas wird angenommen.

Fortpflanzung: Von der Geistermuräne (Rhinomuraena quaesita) ist eine Geschlechtsumwandlung bekannt. Alle Jungtier sind Männchen, die sich später in Weibchen umwandeln können. Der Muränenlaich treibt an die Oberfläche und wird bei Ebbe von der Strömung ins offene Meer verdriftet. Das Larvenstadium dauert sehr lang; nach einer Woche ist die Larve etwa 1 cm groß.

Gefahren : Muränen sind prinzipiell nicht angriffslustig. Ihr Biss ist allerdings sehr schmerzhaft und verursacht stark blutende, böse Wunden. Oft ist dies mit einer problemhaften Genesung verbunden, da es zu einer Sekundärinfektion kommt. Die Heilung kann dann sehr langwierig verlaufen. Grundsätzlich sind Muränen nicht giftig, obwohl 1981 bei einer Art (Gymnothorax nudifomer) ein leichtes Hautgift nachgewiesen werden konnte.

Unfälle : Die wenig beschriebenen Unfälle lassen sich meist auf auf Fütterungsaktionen oder Bedrängniss der Tiere zurückführen. Das Anfassen, Festhalten oder Hineingreifen in die Wohnhöhle kann natürlich zu einer Abwehrreaktion führen. Wer wird dies der Muräne verwehren wollen. Auch in Todesangst beim Harpunieren wird die Muräne wild um sich beißen. Eine Ausnahme bildet die Gattung Echidna, die in sehr flachem Wasser jagt oder sich sogar ans Ufer wagt. Dabei soll es gelegentlich zu Angriffen auf Menschen kommen. Wahrscheinlich fühlen sich die Tiere in die Enge getrieben, wenn ihnen der Rückweg zum tiefen Wasser versperrt wird. Begegnet man Tieren der gleichen Art in tiefem Wasser, sind sie friedlich.
Allerdings hat sich das meist aggressionsfreie Verhalten in manchen Gebieten geändert, da Muränen von Tauchern gefüttert werden und - einmal daran gewöhnt - auf die Taucher zuschwimmen und sogar aufdringlich werden. Dabei gab es dann schon versehendliche Bisse. Das Blut der Muränen ist giftig, wenn es in die menschliche Blutbahn gelangt (Blutvergiftung). Ausgewachsene Muränen sollte man niemals essen, da es zu Vergiftungen mit Todesfolge durch Ciguatera kommen kann.

Erste Hilfe :

1. Blutungen stoppen
2. Verletzungen wie jede blutende Wunde versorgen
3. Wunde reinigen und desinfizieren
4. unbedingt Arzt aufsuchen - Sekundärindektion, Blutvergiftung möglich bzw. wahrscheinlich

 

Bei Angriffen von Tieren sind die eines Riesendrückerfisches weitaus häufiger als die einer Muräne oder von Haien.

Fotos :
1) Riesenmuräne - Rotes Meer, Sinai 2003
2) Weiße Muräne - Rotes Meer Sinai 2003
3) junge Muräne - Sizilien 2003
4) Riesen Muräne an Putzerstation - Rotes Meer Sinai 2003

 

Muränendatenbank : http://www.infochembio.ethz.ch/links/zool_fische_muraenen.html

 

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