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Der "Tiger des Meeres"
 Barrakuda oder
Pfeilhecht (
Klasse
Knochenfische Familie Sphyraenidae )
Viele der Angriffe, die
zunächst Haien zugeschrieben wurden, entpuppten sich später als Attacken der
Barrakudas. Mit ihrem riesigen Maul und den dolchartigen Zähnen unternehmen sie
meist nur einen einzigen Angriff und hinterlassen dabei eine scharfkantige
Wunde. Der Barrakuda ist ein leicht reizbar und unberechenbarer Fisch. Vielerorts werden Barrakudas mehr gefürchtet als Haie. Sie verfolgen Taucher
und Schwimmer, beachten sehr genau Farben und Bewegungen.
Störungen durch sehr
nervöse Taucher tolerieren die Barrakudas nicht. Alles was blinkt oder
leuchtet kann einen Angriff auslösen und in einem unkontrollierbaren Desaster enden.
Barrakudas nehmen ihre Nahrung
eher durch das Auge als durch den Geruch wahr.
Barrakudas leben überall auf der Welt,
bewohnen ein breites Spektrum an Lebensräumen von schlammigen Hafenbecken bis offener Ozean. Meist
leben sie im
offenen Wasser in verschiedenen Tiefen oft über sandig-schlammigem Grund.
Auch an Steilklippen, an Abhängen oder in der Nähe von Häfen
und Wracks sind sie zu finden.
Die großen Raubfische bewohnen vorwiegend die tropischen und subtropischen Meere.
 
Der Barrakuda gehört zur Familie der Pfeilhechte. Man
unterscheidet beim Barrakuda 18 Arten, von denen viele eine Körpergröße
von 1,80 Metern nicht überschreiten. Am meisten weiß man über die Lebensart des kalifornischen Barrakudas. Er zieht im Frühjahr von Mexiko entlang der Küste nach Norden zum Laichen. Die Laichzeit erstreckt sich von April bis September, jedes Weibchen laicht mehrmals. Die Eier treiben frei im Wasser.
Jungtiere halten
sich oft in Mangroven, Ästuarien und flachen, geschützten Innenriffgebieten
auf.
Der Barracuda hat einen langgestreckten
und zylindrischen Körper und einen großen, langgezogenen Kopf mit spitzem
Maul. Er hat spitze Fangzähne in beiden Kiefern, auch seine großen Augen
weisen ihn als Raubfisch aus. Der Rücken ist grünlichgrau bis schiefergrau
und der Bauch silbrig. Er besitzt zwei weit auseinanderstehende
Rückenflossen, wobei die erste Rückenflosse 5 Stachelstrahlen trägt. Die Schwanzflosse
ist tief eingeschnitten. Dies alles macht ihn zu einem sehr schnellen Schwimmer,
der mehr als 8 m/s zurücklegen kann. Der
nachweislich schwerste erlegte Barrakuda wog 85 Pfund und wurde auf
Christmas Island / Kiribati 1992 gefangen. Man weiß
nicht genau wie alt sie werden, geht aber von bis zu
14 Jahren aus.
Ältere Barrakudas und größere Arten sind eher Einzelgänger, während Jungtiere und kleinere Arten in Schwärmen auftreten und so Schwärmen kleinerer Fische folgen, von denen sie sich ernähren.
Die bisherige Vermutung der Biologen, die perfekten Räuber
lebten nur in ihrer Jugend zusammen, wurde kürzlich widerlegt. Am Pennekampreef
in Florida beobachteten
Forscher einige junge Pfeilhechte, die sich schon sehr früh von ihren Artgenossen
entfernten. Das widerlegt einige bisherige Aussagen über das soziale
Gefüge der Barrakudas. Alle Barrakudas sind
aktive, kräftige Räuber, die außerordentlich
schnell beschleunigen können und so mit einem blitzartigen
Vorstoß ihre Beute machen. Dies sind verschiedenartige
Fische, weniger Taucher und Schwimmer ;-). Lange Verfolgungsjagten
allerdings sind nicht ihre Stärke.
Immer wieder
wird über Angriffe von Barrakudas auf Menschen
berichtet. So wurde beispielsweise ein Freediver im
Juni 1960 4x attakiert, eine Frau 1997 beim säubern
des Schiffsrumpfes im Hafen angegriffen. Die meisten
diese Angriffe sind wahrscheinlich aber nur durch Verwechselungen
im trüben Wasser oder durch blitzende Gegenstände
(Uhr, Lampe, ...) ausgelöst worden und somit als
"versehentlich" einzustufen. Tauchern gegenüber
nähern sich die großen Räuber ohne scheu
und man kann sie sogar eine Weile lang begleiten. Während
solcher "Spaziergänge" sollte man allerdings
ruckartige Bewegungen, besagte blitzende Gegenstände
und tunlichst auch keine harpunierten oder erlegten
Fische mit sich führen.
Weiterführende
interessante
Links gibt es hier
sowie Arten und
Bilder

Ergänzung
: Quelle http://www.haveeru.com.mv Im
Februar und im September 2004 sind zwei Taucher
auf den Malediven an den Folgen von jeweils einem Barrakuda-Angriff
gestorben. Während der Angriff im September
bei einem Nachttauchgang erfolgte und somit wahrscheinlich
der Lampenschein den Angriff provozierte, erfolgte der
Angriff im Februar gegen Mittag. Das Opfer (62 Jahre)
vom Februar starb auf dem Weg zur ärztlichen Versorgung
mit großer Wahrscheinlichkeit an einem Schock.
Das Opfer (38 Jahre) im September wies starke Verletzungen
im Nackenbereich auf und erlag diesen dann später.
Erste
Hilfe : Im
Falle einer Verletzung ist diese als normale Ersthilfe
für blutende Wunden anzuwenden. Ein Arzt sollte
auf alle Fälle konsultiert werden, da Infektionen
nicht auszuschließen sind.
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