Gnadenlos
schnell ausverkauft, 63 Euro, einziges Konzert in Deutschland
außerhalb der beiden Festivals Rock
am Ring und Rock
im Park. In
einem Forum las ich die Frage, warum denn das einzige
Allein-Konzert im großen Deutschland unbedingt in Berlin
sein musste. Die Frage lies mich kalt :-) Einlass
17:00 Uhr. Die Fans warteten schon, waren angereist
aus Polen, Tschechien, München, Nürnberg, Hamburg, Halle/Saale,
Magdeburg, Falkensee. Also warum nicht Berlin, kommt
doch jeder hin, blöde Frage aber auch :-) Am
Eingang eine Laufschrift: Keine Gewalt, keine Waffen,
keine Videoaufnahmen, keine Fotos, .... Na ja,
in meinem Alter kann man sich nicht alles merken.
Pünktlich
mit unserem Eintreffen gegen 17:15 Uhr am Eingang, begann
der Regen. "Nachmittags vereinzelt auch Schauer
möglich." Hätten die Nachrichten dies bloß nicht
prophezeit. Große Tropfen, viele Tropfen, lang anhaltende
Tropfen. So bis gegen 19:00 Uhr, bis die Vorband fertig
war. Trotz Regenjacke waren wir durchnässt. Aber niemanden
in der ausverkauften (22.000 waren da) Waldbühne schien das zu stören.
Nur die Brezelverkäufer mit ihren großen Körben taten
mir etwas leid. Und dass es nicht etwas wärmer war als
12 Grad. So war von Wet-T-Shirts wenig zu sehen. Aber
die meisten Regenjacken waren bunt - ein Novum auf einem
Metalkonzert. Wenig schwarz - viel bunt :-D
Als Vorband
Avenged Sevenfold, eine kalifornische Power-Metal Band.
Power-Metal - das sagt eigentlich alles. Ich kannte
sie nicht, fand aber was bei Wikipedia
:-)
19:45
Uhr - die Erkennungsmelodie, Jubel, Metallica kommt
auf die Bühne. Früh, früher als beim letzten Konzert in
der Waldbühne. Aber da gab es ja Probleme, weil ab 22:00
Uhr die Lautstärke drastisch wegen der Anwohner zurückgedreht
wurde. Man hat gelernt - das Konzert fing nun eben früher
an.
Kurz zusammengefasst: laut, perfekt, super Hommage
an Berlin - The new Song'."
So neu, dass er nicht einmal einen Titel hat. Erstaufführung
eines Stückes des für nächstes Frühjahr avisierten neuen Albums. Dann
20
Jahre Master of
Puppets. Viele
der Fans waren nicht einmal so alt wie das Album. Nun
hörten und sahen sie es live. Gigantisch. Grandiose
Bühnenarbeit, Interaktion mit dem Publikum, perfektes
Handwerk an den Instrumenten und sichtbare Freude am
Spielen. Metallica ist endlich wieder da. Beieinander
und zusammen mit den Fans. Wie schon bei Rock
am Ring wurde
das Album MoP gespielt. Zwischendurch die Kontrollfrage,
welches der nächste Titel denn wäre, man hätte es vergessen.
Nicht mit uns!!! Denken wir. Aber wir sind nur die,
die an den Fäden des Puppenspielers hängen. Das weiß
Hetfield und er lacht. Über uns, über sich, mit uns.
Der Puppenspieler und seine Puppen und die bittere Ironie
dieser Geschichte - die Wiederkehr von Werk und Würde.
Dann kurze Pause und
danach ein Querschnitt durch ihr weiteres Können. U.a.
One mit Feuerwerk, Seek and Destroy, Enter Sandman,
Nothing else Matters, Sad but True, ... Ein Titel zusammen mit der
Vorband (man, hätte ich nur mehr Gitarre geübt damals
:-) ). Lange Verabschiedung vom Publikum. Man hat den
Eindruck, sie würden nach den 2 1/2 Stunden auch noch
länger spielen wollen. Aber die Anwohner.
Metallica
verabschiedet sich. Wir waren das beste Publikum, sagen
sie. Klar, wusten wir. Lars kündigt für das nächste
Jahr ein neues Album und eine neue Tour an. Bestimmt
wieder mit Abstecher in Berlin. Warum auch nicht, die
Fans aus Europa wissen ja nun, wo und wie sie herkommen.
Zu Gast bei Freunden, hier in Berlin: die
Fans und Metallica - also: bis 2007 und DANKE
Komplette
Songliste vom Konzert
Motorbreath
Fuel
Wherever I May Roam
New Song
The Unforgiven
Battery
Master of Puppets
The Thing That Should Not Be
Welcome Home (Sanitarium)
Disposable Heroes
Leper Messiah
Orion
Damage, Inc.
- - - -
Sad But True
Nothing Else Matters
One
Enter Sandman
- - - -
Commando (with Avenged Sevenfold on vocals)
Seek and Destroy