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ZZ Top 2009  
Spandauer Zitadelle
 

Ein Konzert der Superlative? Ein weiteres Konzert der Superlative wie Metallica, Neil Young, Eric Clapton, ...?
Ein klares NEIN. Ein Flop? Nicht ganz. Aber das schlechteste Konzert seit Jahren. Enttäuschung für 56 Euro - JA.

Was ist passiert?
ZZ-Top - wieder ein Urgestein des Rock, Blues, Boogie. Ich bin kein hartgesottener Fan, aber seit der Jugend sind die Musiker irgendwie immer präsent, begleiten einen im Alltag usw. Also warum die Legenden, die schon Hallen und Stadien gefüllt haben, die den Südstaatenrock so konsequent über 40 Jahre praktizieren und präsentieren, nicht live sehen? Karten gabs ja genug, also gesagt getan. 18:30 Uhr Beginn. Bedeutet ja real und überall und stets und ..., früh da sein. Problem Nr. 1 - geöffnet wird erst 18 Uhr. Hä? 30 Minuten vor Konzert-Beginn? Dann Tausende rein lassen? Was wird das? Was soll das? Jedenfalls eine lange Schlange und ewig anstehen zur Kontrolle. Mein Problem Nr. 2 - ich hasse Warteschlangen.
Problem 3 - Vorband? Nix da. Musik aus der Konserve. Von den Beatles über Rolling Stones bis .., quer Beet alles, was auf irgendeiner Festplatte so rumschmort. Na ja, die ca. 6000 Leute waren nun auch langsam alle durch die Absperrungen und Kontrollen. 20 Uhr. Es beginnt.
Problem 4 - Sound? Wo? Das was angeboten wird, ist alles, aber kein Sound. Fad, kein richtiger Bass, Rauschen, Echos vom Schlagzeug. Hörgenuss? Ohrenqual! Der Wind alleine kann nicht Schuld gewesen sein. Irgendwie reiht sich alles in die Schlange der Probleme ein.

Die drei auf der Bühne verstehen sich. Keine Frage. Perfektes Zusammenspiel, manches langsamer, als auf den Platten. Aber 100% Wiedererkennungswert, 100% real ZZ-Top. Rock des staubigen amerikanischen Südens im Mittelpunkt: „Have Mercy“, „Jesus Just Left Chicago“ und „Pincushion” kommen gleich zu Anfang, Nach 60 Minuten, die erste kleine Pause (schon). Na gut. Die da oben  sind ja auch schon 60. Sei es ihnen gegönnt. oOder? Eigentlich verlaufen alles ihre Konzerte so. Kurz, prägnant, ohne Bühnenshow. „Gimme All Your Loving“, „Sharp Dressed Men” und „Legs“ bilden die Nachhut.Quasi  die Zugabe.

75 Minuten sind vergangen. Rien ne va plus! Nichts geht mehr. Aus. Schluss. Das wars. Nicht nur mir steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Nun ja, gesehen habe ich sie - die alten Legenden. Das war es Wert. War es das Konzert an sich? Organisation, Soundcheck, ... Eher nicht! Legenden verblassen? Ja bestimmt, mit der Zeit. Aber wenn es auf diese Art und Weise beschleunigt wird, ist es einfach nur schade.

 


 
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