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"Layla - look at my life, I'm a lot like you were"
Rock Legenden in Berlin

Eric Clapton und Neil Young

Eric Clpaton
Waldbühne Berlin

Durchgängig Regen, keine Begrüßung.
Doch stört es jemanden in der Waldbühne? Nein, denn das, was geboten wird, lässt alles andere unwichtig erscheinen. Grandioses, virtuoses Gitarrenspiel, Blues vom Feinsten, Sound vom Feinsten (noch nie so gut erlebt in der Waldbühne, wie hier), schnörkelloser Musikgenuss ohne Showeinlagen. Quer durch sein Bluesleben verlaufen die Stücke. Titel von „Hoochie Coochie Man“ und „Cocaine“, über „Rock Me, Baby“ und „Nobody Knows You When You’re Down And Out“ bis zu „Wonderful Tonight“ und „Layla“ stehen auf der Songliste. Mal rau, mal sehnsüchtig, aber immer ist er absolut perfekt und leichtgängig in den Fingern an der Gitarre. 18.000 stehen und sitzen nass in ihren bunten Regenjacken. Und es stört nicht, denn sie sind alle glückstrunken und die meisten Jahre zurückversetzt. Ein Idol, ein Heroe, eine Legende ist wahrhaftig in sein Spiel vertieft. Er spielt für sich, spielt für sie, für mich. Erreicht hat er jeden hier. Auch ohne Begrüßung.
Was ist schon Regen, was sind Worte
.


Diesmal kein Regen, trotzdem keine Begrüßung.
Vorwort: Das vierte Mal Neil Young - Premiere für mich in der Zitadelle. Die Einladung zum Konzert kam durch Uwe. Wir hatten alle anderen drei Neil Young Konzerte auch gemeinsam erlebt. 72,50 Euro gegenüber den letzten 105 Euro waren ja schon fast ein Schnäppchen. *fg* Egal, zu ihm gegen wir immer :-) Und diesmal wurde alles in den Schatten gestellt. Aus meiner Sicht, nicht für jeden. Aber aus meiner - und nur die zählt!
Das Konzert:
19:50 Uhr, die Vorband hat längst alles wegräumen lassen, das Publikum von jung bis alt steht erwartungsvoll zusammen. Ca. 8000 in der Zitadelle. Neil Young kommt auf die Bühne. Wort- und grußlos greift er in die Gitarre. "Hey Hey My My" - das kann nicht wahr sein. Gänsehaut. Wie wird es weitergehen, denke ich. Kurz gesagt - ein Ritt durch sein künstlerisches Schaffen, die Alben, die Jahrzehnte, die schönsten Titel.
Die Stücke sind u.a. "Everybody Knows This Is Nowhere", "Cinnamon Girl", "Cowgirl in the Sand", "Heart of Gold", "Helpless", "Old Men", "Cortez the Killer" mit einem Solo, das so überirdisch klingt, dass es unmöglich von einem Menschen eingespilet sein kann , „Rockin' In The Free World“, „The Needle And The Damage Done“  ,„Sea Change“. Neil Young rockig in seinem eigenen Spiel versunken, dem Publikum den Rücken gekehrt, in sich gebeugt, mal stampfendm mal den Mitspielern zugewandt. Das ist seine Arbeit an und mit seiner Gitarre. Wie ein alter Bär tänzelt er auf der Bühne, perfekt im Gitarrenspiel. Klänge wie ich sie immer live erleben wollte. Schreiende, kreischende, weinende Töne entspringen der Gitarre. Kurze Stücke und 10 minütige Tiraden, sanfte Wogen  und stürmische Wellen. Das Publikum zerfließt, tanzt, jubelt, singt die ganzen Stücke mit und hat Tränen in den Augen. So wie ich. Und dann die Zugabe, die einem die Schauer den Rücken herunter laufen lässt. „A Day In The Life“ von den Beatles in einem eigenen, unbekannten Stil, bis er die Musik zerbrechen lässt, ein Geklimper, Gewimmer, Gekrache dröhnt minutenlang bis die Saiten reißen.  Danach geht er von der Bühne. Das Licht geht an, das Konzert ist aus.

Kein Wort mehr, kein Gruß, aber dafür auch keinen Regen.
Zurück bleiben glückselige Zuschauer, die eine mindestens 30 jährige Fahrt durch ihr eigenen Leben gemacht haben. Stets begleitet von und mit Neil Young. Auch diesmal wieder.

Neil Young
Zitadelle Berlin

 

 


 
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