Wer bin ich? Ich stamme aus dem Osten des Landes, bin in der Altmark, später in Dessau aufgewachsen, habe in Potsdam und Halle/S. gelernt und studiert und lebe seit 1975 in Berlin. Somit ist mir sowohl das Leben auf dem Lande, als auch in der Großstadt vertraut. Meine Eltern waren Buchhändler - was mir einen fast ungehinderten Zugriff auf Lesestoff ermöglichte und mich als Kind in Vergleich zu anderen oft etwas "altklug" erscheinen ließ. Ihnen verdanke ich eine geistige Unabhängigkeit, einen stets skeptischen Blick auf das, was den Menschen als "Wahrheit" verkauft oder angeboten wird. Es war eine bildungsbürgerlich - musische, christliche Familienatmosphäre. Ich sang in Kirchenchören und lernte Klavier und Orgel spielen. Der Entschluß Theologie zu studieren folgte verschiedenen Impulsen - einerseits meinem christlichen Grundverständnis, dann der Vorbildwirkung starker Pastorenpersönlichkeiten (so wie die wollte ich auch werden) und - nicht unerheblich, der Suche nach einer geistigen Heimat im Sozialismus, zu dem ich ein distanziert-neugieriges, aber letztlich, aufgrund seines Atheismus und seiner geistigen Intoleranz, ablehnendes Verhältnis hatte. Dies war als Basis für den Pastorenberuf zu dünn. Außerdem verlagerten sich meine Interessen - viel mehr als irgendwelche Kirchendogmen interessierten mich Menschen und die Beweggründe ihres Verhaltens, sowie die Frage, wie man ihnen helfen kann. Das war die Weichenstellung - jedoch war ein richtiges Zweitstudium (Psychologie) in der DDR nicht in möglich, so blieb es bei den im Lebenslauf nachlesbaren Ausbildungen und ich lernte sozusagen "von der Pike auf" in der Psychiatrie Krankenpflege, später im postgradualen Zusatzstudium Sozialtherapie. Was interessiert mich noch? Ich bin ein Naturfreund (nicht unbedingt ein Kenner), einer, der grundsätzlich mit Zelt, Wanderstiefeln, Fahrrad oder Paddelboot in den Urlaub fährt. Radtouren in vielen Ländern (USA, Lappland, Neuseeland) zeugen davon. Ich kenne die Masuren und die Donau vom Boot aus, die Bergwelt der Karpaten, Korsikas oder der Alpen. Diese Art zu reisen möchte ich niemals missen, sie ist eine wichtige Kraftquelle für mich. Ich denke und handle ökologisch - pragmatisch (nicht dogmatisch). Mich interessieren neue Konzepte - gemeinschaftliche Lebensformen als Alternative, mich interessiert Politik, ich bin aber niemals Mitglied einer Partei geworden. Die Kernfrage der Zukunft ist für mich: Welche Verständigung müssen Menschen erlernen, welches Verhältnis zu sich selbst müssen sie finden, um die Gewalt zu beenden. Das Internet, die Computerwelt faszinieren mich ebenfalls und - wie Sie an diesem relativ bescheidenen Beispiel erkennen können - bin ich in der Lage funktionierende und übersichtlich gestaltete Webseiten zu erstellen. Die Medien Bild und Sprache könnte ich mir auch als alternatives Berufsfeld vorstellen, zumal ich ein gewisses fotografisches Talent habe. Zur Zeit lebe ich allein - dies ist aber nicht als Dauerzustand geplant. Aufgrund der Tatsache, dass mein Vater inzwischen 95 Jahre alt ist und allein in Dessau lebt, möchte ich die Entfernung zu ihm nicht wesentlich vergrößern. Daher ist folgendes wichtig: Am liebsten bliebe ich in Berlin, denn trotz meiner Naturverbundenheit brauche ich die Großstadt ebenso. Solange es sich um eine Teilzeitstelle handelt, möchte ich meine freiberufliche Tätigkeit als Krisenberater und Einzelfallhelfer nebenher fortsetzen. In einer Tätigkeit, die zeitweilig mit Reisen verbunden ist, sehe ich kein Problem. Interessiert Sie dieser Mensch als künftiger Mitarbeiter?
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