Adieu Audrey

Audrey Hepburn wurde mit Rollen wie Frühstück bei Tiffany oder My Fair Lady weltberühmt. Ihre Erscheinung, die Art, wie sie sich kleidete, machte sie zum Idol einer ganzen Generation. Geboren wurde sie am 4. Mai 1929 in Brüssel als Tochter eines britischen Bankiers und einer holländischen Baronin. Nach der Scheidung ihrer Eltern zog Audrey nach London und nahm Ballettunterricht. Während des Zweiten Weltkrieges unterstützte sie die Résistance. Ende der Vierziger Jahre arbeitete sie als Fotomodell und bekam erste kleine Filmrollen, wie u. a. in Das Glück kam über Nacht. Ihre erste Hauptrolle erhielt die Hepburn dann in The Secret People. Als sie 1952 im Broadway-Musical Gigi spielte, eroberte sie Amerika. Das renomierte Paramount-Studio bemühte sich um die Newcomerin und besetzte sie im Film Ein Herz und eine Krone, in dem sie neben Gregory Peck spielte. Für ihre Darstellung der abenteuerlustigen Prinzessin Anne erhielt sie 1954 den Oscar. Der nächste Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In Sabrina war sie an der Seite von Humphrey Bogart und William Holden zu sehen. Es folgten Rollen in Krieg und Frieden, Ein süßer Fratz und Geschichte einer Nonne. 1961 spielte sie die etwas abgedrehten Holly Golightly in Frühstück bei Tiffany und drei Jahre später dann die naive Eliza Doolittle in My Fair Lady. Ende der 60er Jahre beschloss sie, dem Kino vorerst den Rücken zu kehren. Dem Theater blieb sie jedoch immer treu. 1976 sah die Kinowelt sie mit Sean Connery in Robin und Marian wieder. Ihre Arbeit am Theater brachte Audrey Hepburn gleich zweimal den „Tony" – dem „Oscar" vergleichbar – ein. Sie verstarb am 20.01.1993 an Krebs.

Adieu Audrey gibt im Anhang einen detaillierten Überblick über das künstlerische Schaffen von Audrey Hepburn. Ihre flachen Schuhe, Pillbox-Hüte und flotte Kurzhaarfrisur wurde vielfach kopiert. Die Hepburn wirkte durch ihre schlanke Figur immer sehr grazil. KritikerInnen ihrer Zeit nannten sie oft „elfenhaft". Nach einer kurzen Einleitung wird auf 86 Abbildungen, die sowohl Publicityfotos als auch Privataufnahmen beeinhalten, ein kleiner Einblick in die außergewöhnliche Persönlichkeit von Audrey Hepburn gegeben. Die Bandbreite der Aufnahmen reicht von ersten Ballettaufnahmen im Alter von 14 Jahren, bis hin zu einer der letzten Aufnahmen, die von ihr 1992, ein Jahr vor ihrem Tod, gemacht wurden. Sicher nicht nur für Fans interessant.

ch, Düsseldorf

Photographische Erinnerungen an Audrey Hepburn mit einem Text von Klaus-Jürgen Sembach, Verlag Schirmer/Mosel, broschierte Sonderausgabe, ISBN 3-88814-840-5, 136 Seiten, 89 Farb- und Duotone-Tafeln.

copyright: Queer View, April 1997